Lukas Morys - In 8 Wochen zur Smart Factory #92
Shownotes
Meine Lieben, Folge 92 ist am Start! Dafür bin ich nach Stuttgart gereist, um mit Lukas Morys von Scable über Smart Factories zu sprechen. Scable verspricht, Fabriken in nur acht Wochen smart zu machen und messbare Ergebnisse zu erzielen. Der Fokus liegt dabei auf dem Shopfloor-Management sowie der Instandhaltung.
Lukas und ich sprechen jedoch nicht nur über ihre anwenderfreundliche Software – Achtung, dies ist keine Werbung! Ich durfte sie testen und mich selbst davon überzeugen –, sondern wir tauchen auch tiefer in das Thema ein. Was bedeutet „smart“ tatsächlich? Welche Rolle spielen Smart Factories, und könnten sie unsere globalen Lieferketten verändern?
Mehr verrate ich nicht, hört es euch selbst an!
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00:00:02: Ich mach's mal fest am Beispiel von Shopfloor-Management.
00:00:04: ist typischerweise das Ziel nach acht Wochen, sind alle Bereiche oder alle Produktionsteams in einem Produktionswerk in der Lage mit Kennzahlen zu arbeiten,
00:00:14: softwaregestützt die Shopfloor-Meetings durchzuführen und wir dadurch eben ein viel höheres Maß an Transparenz und an Verbesserungseffekten haben.
00:00:29: Herzlich willkommen zu Business Unplugged, dem Treffpunkt für Tradition und Zukunft.
00:00:34: Mein Name ist Johannes Pohl und ich spreche mit Unternehmerinnen, Gründerinnen und stillen Heldinnen des Business Alltags, die unsere digitale Zukunft formen.
00:00:43: Business Unplugged ist die Bühne für Visionäre der Digitalisierung und soll Brücken zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen bauen.
00:00:51: Hier erhältst du wertvolle Impulse und Inspiration.
00:00:55: Meine Lieben, Folge 92 ist am Start und dafür bin ich nach Stuttgart gereist, mit Lukas Morys von Scable über Smart Factories zu sprechen.
00:01:04: Denn Scable verspricht nur acht Wochen zu benötigen, fabrikenisch smart zu machen und messbare Ergebnisse zu erzielen.
00:01:12: Fokus liegt dabei auf dem Shopfloor-Management sowie der Instandhaltung.
00:01:16: Lukas und ich sprechen aber nicht nur über ihre anwenderfreundliche Software und Achtung, das ist jetzt keine Werbung, ich durfte sie...
00:01:23: und konnte mich selbst davon überzeugen, sondern Lukas und ich, haben einen tieferen Ausflug in das Thema Smart Factories gemacht.
00:01:31: Was ist tatsächlich smart, welche Bedeutung haben Smart Factories und verändern diese möglicherweise unsere globalen Lieferketten.
00:01:41: Mehr verrate ich jetzt nicht, denn jetzt geht es los mit dem Gespräch.
00:01:45: Lieber Lukas,
00:01:47: Hallo und Servus zu Business Unplugged.
00:01:49: Herzlichen Dank für die Einladung zu euch zu Scable.
00:01:51: Ich freue mich, dass wir heute hier bei euch im Büro den Podcast gemeinsam aufnehmen.
00:01:56: Freut mich auch.
00:01:57: Danke.
00:01:58: Lukas, du bist seit deinem Studium im Bereich Produktion unterwegs und hast nach Stationen bei Festo und auch als Freelancer 2017 das Unternehmen Scable gegründet, mit dem ihr
00:02:08: versprecht, Fabriken in acht Wochen zur Smart Factory zu machen.
00:02:14: aus meiner Sicht ziemlich
00:02:16: Steile Ansage, wie ich finde, aber wir werden da schon nochmal darauf zu sprechen kommen nachher.
00:02:21: Was ich auch an der Stelle nicht vergessen möchte, ist zu erwähnen, deinem Podcast Factory 21, in dem du gemeinsam mit Tobias Heinen wöchentlich, seit neuestem, wenn ich das richtig
00:02:34: mitbekommen habe, über diverse Herausforderungen, Themen und praktische Tipps in der Produktion sprichst und an dieser Stelle
00:02:43: Auch möchte ich diesen Podcast wärmstens empfehlen.
00:02:46: selber höre ihn mir immer sehr gerne an und nehme da immer sehr gute Dinge mit und spannende Dinge.
00:02:51: Fun Fact am Rande.
00:02:52: Tobias kenne ich noch aus meiner Zeit als wissenschaftlicher Mitarbeiter.
00:02:56: Er war nämlich zur gleichen Zeit am IFA in Hannover wie ich am IWB in München und wir beide waren gemeinsam im VDI Fachausschuss Fabrikplanung engagiert.
00:03:05: So klein ist die Welt.
00:03:06: Genau, so klein ist die Welt.
00:03:08: Bevor wir jetzt reinkommen zu Scable und wie du es gegründet hast, würde ich gerne mit den AB Fragen starten, die ich allen meinen Interviewpartnerinnen stelle, damit die Leute ein
00:03:18: bisschen deine Antworten dann auch entsprechend einordnen können.
00:03:21: Du weißt, wie es funktioniert?
00:03:23: Ich schätze mal, ich müsste zwischen A B jeweils auswählen.
00:03:25: Richtig.
00:03:26: Wir starten mit der ersten Frage.
00:03:28: Bildung online oder offline?
00:03:30: Offline.
00:03:32: Automatisierte oder menschliche Entscheidungsfindung?
00:03:35: Menschliche.
00:03:37: Stärkere Regulierung oder mehr Freiheiten für Unternehmen?
00:03:40: Mehr Freiheit.
00:03:42: Vollkommener Schutz persönlicher Daten oder weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohls der Allgemeinheit?
00:03:50: Weniger Datenschutz.
00:03:52: Webmeetings oder persönliche Treffen?
00:03:56: ich muss mich für eins entscheiden, oder?
00:03:59: Web-Meetings.
00:04:00: Okay.
00:04:02: Warum Offline-Billum?
00:04:03: Weil ich gerne Bücher lese, wenn ich mich weiterbilden möchte.
00:04:09: ich persönlich habe für mich herausgefunden, dass ich da eher die Zeit finde und gezielt Themen mir aneignen kann, wie wenn ich jetzt irgendwie YouTube-Videos anschaue.
00:04:17: Heißt aber nichts, dass ich nicht auch online gerne mal was google oder mir was anschaue.
00:04:21: Aber ich habe so festgestellt, wenn ich mir strategisch irgendwas überlegt habe, was ich verbessern möchte, greife ich dann doch lieber zum Buch.
00:04:29: Bei der Entscheidungsschwindung hast du dich für die menschliche entschieden.
00:04:32: Wieso?
00:04:33: Weil wir auch bei Scable festgestellt haben, dass automatisierte Entscheidungen nur bis zu einem gewissen Grad vorbereitet werden können.
00:04:40: Und gerade wenn wir später bei Produktionsdaten sprechen, es sehr oft so, dass eine Maschine einfach nicht weiß, was genau die Hintergründe und Verhältnisse sind.
00:04:49: Und insofern kannst du aufgrund von begrenzten Datenqualitäten gar keine automatisierten, zielführenden Entscheidungen treffen.
00:04:58: Dritte und vierte Frage.
00:04:59: Mehr Freiheiten für Unternehmen und du hast auch weniger Datenschutz gesagt.
00:05:03: Was sind da die Hintergründe?
00:05:05: Naja, mehr Freiheiten.
00:05:06: Also jeder, ein Unternehmen hat oder mal die Gründungsprozesse doch laufen hat, der weiß, wie aufwendig und überreguliert viele Dinge sind.
00:05:15: Und ich denke, wenn wir da den Unternehmen die Freiheiten geben und die Gestaltungsmöglichkeiten, die drängendsten Probleme zu lösen, dann sind wir gut beraten
00:05:23: als Gesellschaft.
00:05:24: Und zum Thema Datenschutz, naja, ich...
00:05:27: darf mich jede Woche nahezu durch irgendwelche DSGVO-Vereinbarungen durcharbeiten, die aus meiner Sicht überhaupt nicht zum Datenschutz beitragen, sondern eher Bürokratie und
00:05:38: Papiertiger sind.
00:05:39: Bürokratiemonster und Papiertiger.
00:05:42: So gesehen, glaube ich, hätt es uns ganz gut, wenn wir da ein bisschen zurückschrauben.
00:05:46: Okay, und last but not least hast du persönliche Treffen ausgewählt.
00:05:51: Ich hab tatsächlich online Meetings ausgewählt.
00:05:53: Oh man, sorry, dann bin ich falsch.
00:05:57: Tatsächlich finde ich beides wichtig.
00:05:59: Ich finde aber so in Für so einen Erstkennenlernen und für viele Gespräche, die ich hab, bevorzuge ich tatsächlich online.
00:06:06: Weil dann kann man eben sehr, schnell oder viel schneller feststellen, was man für Gemeinsamkeiten hat.
00:06:11: Und so wie wir dann entscheiden, dass wir uns persönlich treffen und gemeinsam einen Podcast aufnehmen.
00:06:15: Wenn einer von uns hätte von München nach Stuttgart oder von Stuttgart nach München reisen müssen, fürs Initiale kennenlernen, hätte das Gespräch heute nie stattgefunden.
00:06:23: Wahrscheinlich, Früher undenkbar eigentlich, dass das auch so funktioniert.
00:06:28: Finde ich tatsächlich eine der positivsten Effekte durch die Pandemie, die wir durchgearbeitet haben.
00:06:34: Dass einfach die initiale Bereitschaft, erst mal sich online kurz zu treffen, sich kennenzulernen, auszutauschen, sich doch jetzt als Standard entwickelt hat, würde ich
00:06:44: sagen.
00:06:45: Ja, finde ich auch super.
00:06:46: Vor allem die Projekte, vor allem in der Beratung.
00:06:48: Ihr selber seid ja auch in der Beratung.
00:06:51: Die sind immer irgendwo.
00:06:52: Und dann, ich kann mich erinnern, vor der Pandemie war es immer relativ viel reisen, selbst nur, ein erstes Kennenlernen war für 20 Minuten.
00:07:01: dann festzustellen, dass gar kein Fit da ist.
00:07:03: Genau.
00:07:05: Okay, super.
00:07:06: Dann starten wir rein.
00:07:08: Wie kam es eigentlich zur Gründung von Scable?
00:07:11: Ja, du hast ja vorhin gesagt, dass ich seit dem Studium
00:07:13: mich mit Produktion beschäftigt.
00:07:14: Das ist tatsächlich nicht ganz richtig.
00:07:16: Seit ich 12 bin, eigentlich Produktioner.
00:07:19: Bin ja aufgewachsen bei CWG auf der Schwäbischen Alb.
00:07:22: Das ist ein Unternehmen, was mein Urgroßvater ...
00:07:23: vor über 100 Jahren gegründet hat.
00:07:25: Und hat heute so ungefähr 400 Mitarbeiter.
00:07:28: Und da war mein Vater als Teil der dritten Generation ...
00:07:31: Geschäftsführer und Werkleiter.
00:07:32: Und ich war für ihn so ...
00:07:34: die flexible Aushilfskraft ...
00:07:36: für alle Handvoll Jobs in der Produktion.
00:07:37: Hab dann irgendwie angefangen so als Hausmeister, Hilfsarbeiter und dann
00:07:41: klassisch viele Stationen durchlaufen im Produktionsbetrieb.
00:07:45: bin deswegen schon immer am Puls der Produktion so ein Stück weit dran.
00:07:49: Und habe mich dann auch nach dem Studium bei Festo mit Produktionsfragestellungen beschäftigt.
00:07:56: der einen Seite das Thema Optimierung von Produktionslinien in Standhaltungsmanagement.
00:07:59: Dann über Festo Didaktik, der Consulting Part damals, auch einige Unternehmen begleiten dürfen und beraten dürfen.
00:08:07: Und ich habe mir eigentlich in jedem
00:08:08: ...
00:08:09: Projekt die Frage gestellt, wie du nachhaltig ...
00:08:11: Verbesserungen im Produktionsbereich ...
00:08:12: ...
00:08:13: oder in der Fabrik verankern kannst.
00:08:15: Weil als Berater kennst du wahrscheinlich auch, ...
00:08:17: ...
00:08:17: man hat am Anfang immer so eine Grundeuphorie ...
00:08:19: und fängt dann auch an und das ist doch sicher gut, ...
00:08:22: ...
00:08:22: so die initialen Gedanken in ein Unternehmen reinzubringen, nur hatte ich oft das Thema, dass wenn ich dann als Projektverantwortlicher ...
00:08:28: ins nächste Projekt gegangen bin, ...
00:08:30: war halt die Wahrscheinlichkeit sehr hoch, dass irgendwie jeder wieder in sein altes Muster zurückfällt.
00:08:35: der Meister halt doch wieder so arbeitet, wie er davor gearbeitet hat und die ganzen Effekte an einzelnen Personen, an den Projektleitern gehangen sind oder abhängig waren.
00:08:46: Und das war genau der Punkt bei Scable, als ich mit dem Marc dann im gefühlt 60-, 70.
00:08:52: Consulting-Projekt gesagt habe, jetzt müssen wir mal was entwickeln, was bleibt oder was hinterlassen, was bleibt.
00:08:58: Früher im Beratungsprojekt war das oft die Excel-Tabelle, die Sharepoint-Lösung oder ...
00:09:02: eine Exist-Datenbank, was wir damals mit der Hand am Arm geschrieben haben.
00:09:05: Und dann haben gesagt, nee, jetzt müssen wir das Ganze professionalisieren und so die zwei Welten, Lean und der Digitalisierung, zusammenbringen.
00:09:14: ja, kurz zusammengefasst ist immer noch das, was wir heute bei Scable machen.
00:09:18: Wo steht denn eigentlich Scable?
00:09:20: Scable ist ein Kunstwort, besteht aus drei Teilen.
00:09:22: Das erste Wort, was sich drin verbirgt, ist stable, also eine Stabilisierung von Prozessen.
00:09:27: Ist meistens der erste Schritt, mit dem wir anfangen.
00:09:29: Das zweite.
00:09:31: was es uns geht ist Scale, das ist schon unser 8-Wochen-Versprechen angesprochen, also dass wir schnell in die Breite kommen wollen und auch dann unsere Software in Summe
00:09:41: schnell für eine messbare Verbesserung hinbringen.
00:09:45: Und der dritte Teil ist das Enable, also die Befähigung von Führungskräften, von Mitarbeitern in der Produktion, im Tagesgeschäft dann effizient zu sein.
00:09:53: Und wenn du Stable, dann Scale und Enable zusammen packst, kommt halt Scable raus.
00:09:59: Ich finde es übrigens schön, dass Stable für euch wichtig ist oder eines der ersten Schritte ist, weil das ist das, was ich auch immer höre, Prädig, wir brauchen stabile
00:10:07: Prozesse.
00:10:08: Dann können wir uns dran machen, finde ich immer gut und wichtig.
00:10:14: Jetzt hast du gesagt, stabile Prozesse, skalieren acht Wochen und nachhaltig.
00:10:22: Was kann eure Lösung?
00:10:23: Was macht ihr denn konkret?
00:10:25: Wir haben im Prinzip zwei Softwareprodukte, die wir einsetzen bei unseren Kunden.
00:10:29: Das eine ist für die Instandhaltung.
00:10:32: Da geht es, wenn du es mit smart beschreiben willst, Smart Maintenance.
00:10:35: Also wie kann ich eine Instandhaltungsorganisation sinnvoll strukturieren heute, was die Abläufe angeht.
00:10:41: Und das zweite große Produkt ist unser Smart Factory Teil, wo es eben die Produktionslösung geht.
00:10:47: In Summe bieten wir alles unterhalb vom ERP-System an, was du als
00:10:52: Produktionsunternehmen brauchst, papierlos, smart zum einen deine Primärprozesse zu steuern, aber du kannst uns auch rein nutzen, jetzt im Produktionsbereich zum Beispiel das
00:11:03: Shopfloor-Management zu digitalisieren.
00:11:04: Also du kannst auswählen, möchtest du unsere Software als Primärprozesssteuerung benutzen, also zum klassischen Rückmelden, so als wir nennen das Smart, das BDE, oder möchtest du
00:11:15: unsere Software jetzt im Produktionsbereich einsetzen, ja deinen Verbesserungsprozess zu verstärken,
00:11:22: mit Kennzahlen zu arbeiten, den Lean-Gedanken im Unternehmen zu verankern, das ist dann der Teil digitales Shopfloor-Management.
00:11:31: Jetzt hast du den Begriff Smart ein paar Mal verwendet.
00:11:33: Was bedeutet für dich denn eigentlich Smart Factory?
00:11:36: Wann ist eine Fabrik smart?
00:11:39: Das ist eine sehr gute Frage.
00:11:40: Die haben wir uns auch intensiv bei Scable gestellt und das gibt meines Erachtens keine allgemeingültige Definition.
00:11:46: Und wir haben für uns dann definiert, naja, wir kennen ja heute aus dem Privatleben, was Smart bedeutet.
00:11:52: Und das zeigen zum einen unsere Smartphones.
00:11:55: Ich finde, davon können wir super lernen, wie anwenderfreundlich und vor allem nutzendstiftend Software sein muss heutzutage.
00:12:03: Ich glaube, jeder von uns, wenn er aus dem App Store oder aus dem Google Play Store eine App runterlädt, entscheidet innerhalb von ein paar Sekunden, ob die App einen Nutzen
00:12:11: stiftet oder eben nicht.
00:12:13: Das heißt, da können wir viel über Nutzen für den Anwender und Usability lernen.
00:12:17: Also das ist der eine Aspekt.
00:12:20: Und der andere Aspekt geht
00:12:22: in Richtung Konnektivität.
00:12:24: da finde ich, das Smart Home eine super Inspirationsquelle für Fabriken, weil wir da einfach lernen im Privatleben, wie einfach wir Sensoren, Schalter, Daten über unsere
00:12:38: Häuser automatisiert bearbeiten und dann nutzen können, halt auch dafür mehr Bequemlichkeit für eine höhere Anwenderfreundlichkeit zu sorgen.
00:12:46: Also würde ich sagen, Smart Factory ist dann smart, wenn
00:12:50: Auf der einen Seite habe eine hohe Anwenderfreundlichkeit, einen hohen Nutzen.
00:12:54: Nutzen heißt in dem Fall schlanke Prozesse, einen hohen wirtschaftlichen Effekt durch solche Lösungen.
00:12:59: Und zum anderen dann auch ein sinnvolles Maß an Konnektivität, damit ich Eingaben minimieren kann und mit entsprechend wenig Aufwand dann zu einer gewünschten Transparenz
00:13:08: und Datenqualität komme.
00:13:10: Ist die Konnektivität nicht sogar die Basis?
00:13:12: Also ich brauche ja irgendwie die Daten.
00:13:14: Das ist eine Philosophiefrage.
00:13:17: Da gibt es tatsächlich zwei Ansatzmöglichkeiten oder zwei Lager und auch zwei Dinge, wie man anfangen kann.
00:13:24: Unsere Software haben wir damals so designt, dass sie beide Aspekte abdecken kann.
00:13:28: Oder du bei uns sagen, du fängst rein mit manuellen Eingaben an.
00:13:31: Ähnlich wie wenn du jetzt Shopfloor-Management am Wineboard einführst.
00:13:35: Nur schreibst du halt Daten dann nicht auf dem Board oder auf eine Karte, sondern direkt in die Software.
00:13:39: Du musst das halt in dem Fall nur einmal machen.
00:13:42: Hast aber den Vorteil, dass du digital durch bewährte Methoden geführt wirst.
00:13:46: Und die andere Variante ist zu sagen, es muss direkt in die Primärprozesssteuerung kommen.
00:13:52: Und auch da ist die Frage, wie tief soll das integriert sein von vornherein?
00:13:56: Klar, im Primärprozess musst du auf jeden Fall mal zum ERP-Konnektier sein.
00:14:00: Also brauchst du halt deine Produktionsaufträge.
00:14:03: Maschinendaten ist in der Praxis schon was, was man sich anschauen kann.
00:14:09: Wenn du jetzt zum Beispiel mal eine typische CNC und dann immer eine CNC-Maschine nimmst, dann hast du da gleich mal ein paar hundert...
00:14:16: Sensorwerte und Maschineninformationen, die du theoretisch abrufen kannst und da dann die richtigen rauszufinden ist dann natürlich ein gewisses Know-how was man braucht.
00:14:23: Aber ich denke wir kommen später noch drauf, wie wir das genau dann angehen können.
00:14:27: Da würde ich jetzt mal gleich mal hinkommen zu den acht Wochen.
00:14:30: Ich habe schon gesagt steile Ansage, wenn man sich so überlegt, dass manche Jahre brauchen, auch nicht an die Anzündung Smart Factory zu kommen, wenn wir ehrlich sind.
00:14:41: Wie schafft ihr das und
00:14:44: Auf welchem Level sind dann die Unternehmen, wo ich sage, okay, das ist jetzt smart?
00:14:50: Weil, wenn ich jetzt kritisch hinterfragen würde, Mehrwert stiften, Nutzen stiften, okay, das kann ich definieren, das kann in einem kleinen Rahmen sein, das kann auf einem kleinen
00:14:59: Reifergrad sein oder nur in einem Bereich, dann kann ich auch sagen, da bin ich eine Smart Factory, aber ihr wollt es ja auch skalieren, wenn ich das richtig verstehe.
00:15:08: Was macht ihr in den acht Wochen?
00:15:09: Wie macht ihr das?
00:15:10: Und was erwartet dann jetzt?
00:15:13: ein Unternehmen, wenn ihr acht Wochen bedienen wollt?
00:15:17: Also das ist jetzt natürlich von Produktbereich zu Produktbereich ein bisschen unterschiedlich.
00:15:22: In Summe geht es immer darum, dass nach acht Wochen die Software läuft und die in allen Bereichen anwendbar ist.
00:15:28: Ich mache es mal fest am Beispiel von Shopfloor Management.
00:15:31: ist typischerweise das Ziel nach acht Wochen sind alle Bereiche oder alle Produktionsteams in einem Produktionswerk in der Lage, mit Kennzahlen zu arbeiten, Software gestützt, die
00:15:42: Shopfloor Meetings durchzuführen und wir dadurch eben ein viel höheres Maß an Transparenz und an Verbesserungseffekten haben.
00:15:50: Wir haben da Beispiele von Kunden, die das in einem Werk geschafft haben.
00:15:54: haben auch ein Beispiel, steht auch auf unserer Website mit Lindner.
00:15:56: Die haben, ich glaube, acht oder neun Wochen das Ganze sogar über zwei Werke ausgerollt.
00:16:01: Also soll heißen, wir konzentrieren uns am Anfang sehr, sehr stark drauf, was fehlt heute in der Kommunikation.
00:16:06: Jetzt mal ein Beispiel von Shopfloor Management.
00:16:08: Was sind Informationen und Boards, die wir
00:16:11: oder Informationen, die wir digital erfassen können und dann so in den Meetings nutzen können.
00:16:15: Und das Ganze eben über einen Ansatz.
00:16:17: Sicher am Anfang dann mit einem vielleicht ein bisschen höheren manuellen Anteil, aber so, dass du erst mal diese Grundbasis an Transparenz hast, die du dann eben für deine tägliche
00:16:27: Kommunikation nutzen kannst.
00:16:28: Das ist ein klares Werteversprechen, was wir da abgeben.
00:16:30: Da hast du im Endeffekt auch meistens schon eine messbare Verbesserung im Regelfall im Sinne von, naja, wir sind viel, viel schneller.
00:16:39: in der Eskalation von Problemen vom Shopfloor bis zum Werkleiter oder zum Operationsverantwortlichen, sodass du da dann wirklich schon von einem messbaren Nutzen
00:16:49: für unsere Kunden sprechen kannst.
00:16:51: Das bedeutet, die Software ist installiert, die funktioniert.
00:16:56: Aber jetzt bei Shopfloor Management kommt ja oftmals noch andere Themen dazu.
00:16:59: Das muss ja auch mal in die Köpfe.
00:17:01: Die Meetingsstruktur muss aufgesetzt werden.
00:17:04: Die Mitarbeiter, die die Shopfloor Meetings führen oder daran teilnehmen.
00:17:08: müssten ja möglicherweise auch das Verständnis haben, ...
00:17:11: muss Daten liefern, ...
00:17:12: ...
00:17:12: ich muss gerade stehen für gewisse Dinge.
00:17:14: Brauchen Problemverständnis?
00:17:16: Brauchen wir ein Problemverständnis, was auch immer.
00:17:18: Ist das auch in den 8 Wochen gegeben?
00:17:20: Oder sagt ihr, okay, die Software steht, ...
00:17:22: die Basis ist gelegt ...
00:17:23: ...
00:17:24: und wir können zumindest starten?
00:17:26: Ja, also es ist ja so, ...
00:17:27: jedes Unternehmen hat ja ein bisschen eine andere Ausgangsebene und du kannst jetzt nicht sagen, du musst immer Schema F machen, ...
00:17:33: weil dann würdest du ja einem Unternehmen, was ganz am Anfang steht, was die Lin ...
00:17:37: Philosophie angeht, irgendwie Unrecht tun im Verhältnis zu einem, was schon weiter ist.
00:17:41: Also muss man schon am Anfang den richtigen Fokus legen, aber du hast natürlich recht, dieses Bewusstsein für Lean Management oder für die richtigen Kennzahlen und die richtige
00:17:52: Kommunikation, die muss in den acht Wochen oder wird in den acht Wochen tatsächlich aufgebaut.
00:17:57: Und da ist die Software so in gewisser Weise ein, wir nennen das Guide, also ein Lotse für Führungskräfte, weil er dir eben zeigt,
00:18:06: Auf was muss ich denn achten?
00:18:08: Welche Informationen brauche ich denn?
00:18:09: Welche Fragen muss ich beispielsweise in einem Shopfloor-Meeting stellen, ...
00:18:14: damit ich da entsprechend strukturiert durchgeführt werde?
00:18:17: Und dann ist unser Base Gable auch ganz wichtig im Customer Success, ...
00:18:20: wie wir das nennen, also in der Kundenbetreuung, ...
00:18:23: dass wir dann ...
00:18:25: ein Spareings-Partner sind für die ganzen Führungskräfte ...
00:18:27: und denen oft sagen, ja, schaut mal, ...
00:18:29: so entwickeln sich deine persönlichen Zahlen, ...
00:18:31: das sind deine Top-Probleme zum Beispiel, ...
00:18:32: so sieht dein Verbesserungsprozess heute aus und ...
00:18:35: Wie stehst du denn da im Vergleich zu anderen Abteilungen in deiner Organisation?
00:18:40: Aber wie stehst du da vielleicht auch im Vergleich zu anderen Unternehmen, die wir betreuen und bei denen wir Erfahrung sammeln konnten?
00:18:48: Und dann kriegst du quasi kontinuierlichen Sparing und ein Feedback als Führungskräfte.
00:18:51: Das kommt bei unseren Kunden sehr, wertig und wird sehr, gut angenommen, weil ich eben ein Feedback bekomme und meine eigene Führungssystematik und vielleicht auch mein
00:19:03: Führungsverständnis verbessern kann.
00:19:05: Wie intensiv bindet ihr dann die Mitarbeiter ein bei der Entwicklung von welchen Meetings brauche ich, welche Canceln brauche ich, wie schaut meine Cancelnstruktur aus?
00:19:12: Sehr, sehr.
00:19:13: Da ist wichtig, also wir starten da auch klassisch wie man, denke ich, heutzutage Lienprojekte startet, also in einem Pilotbereich.
00:19:21: Wir schauen, dass wir da die ganze Führungskrassikade mit dabei haben, mit denen das Zielbild entwickeln.
00:19:26: Wie können wir die übergeordneten Unternehmensziele auf den Shopfloor runterbrechen, also von klassischen Ergebnissen, KPI wie Personaleffizienz, ...
00:19:34: weil sie nicht Fehler kosten oder irgendwelchen Liefertreuekennzahlen, die so runterbrechen, dass ein Mitarbeiter ...
00:19:39: ...
00:19:39: auch damit arbeiten kann, ohne dass er vielleicht jetzt ...
00:19:42: ...
00:19:43: einen komplizierten Prozentsatz nutzen muss.
00:19:45: Das ist ja glaube ich immer so die Kunst im Shopfloor-Management.
00:19:49: Und bei dem Zielbild musst du natürlich ...
00:19:52: die ganzen Leute mit abholen und einbinden, dass das ...
00:19:56: auf das Unternehmen zugeschnittene Lösung ist.
00:19:59: Und genau das ist im Endeffekt der erste Schritt in dem Pilotbereich.
00:20:04: Das läuft dann typischerweise vier bis sechs Wochen und danach ist ein Unternehmen oder ein Produktionswerk in der Lage, eigenständig dann auf die anderen Bereiche auszurollen.
00:20:12: Aber in den acht Wochen das alles hinzukriegen, mit denen das zu erarbeiten ist, schon noch eine knackige Aufgabe, muss ich sagen.
00:20:19: Da habt ihr aber auch ordentlich was vor der Brust, oder?
00:20:22: Ja, klar.
00:20:22: Aber es ist absolut realistisch.
00:20:26: Nein, nein, glaube ich, dass es realistisch ist, aber es ist schon auch für Unternehmen natürlich eine knackige Sache.
00:20:33: Ich finde es gut, weil je schneller, desto besser.
00:20:35: zeige es jetzt mal.
00:20:36: Oder schneller.
00:20:37: Die Leute müssen natürlich mitgenommen werden.
00:20:39: Aber wenn sich solche Themen auch dann ewig ziehen, das macht auch keinen Sinn.
00:20:47: Was da natürlich mit drin ist, wir schauen immer, dass wir direkt aus der Öffnungsveranstaltung, dass wir was Greifbares haben.
00:20:56: Dass wir uns direkt auch drauf kommitten, wir haben jetzt ein Zielbild entwickelt und ab morgen, beziehungsweise im Workshop schon, haben wir was, was wir jetzt anders machen.
00:21:05: Zum Beispiel, wir sprechen jetzt jeden Tag über die Probleme oder wir erfassen mal ein paar einfache Kennzahlen, direkt von Tag zwei oder Tag drei an.
00:21:13: Dass du gar nie in dieses, das ist ja oft so ein Teufelskreis, du machst irgendwie einen Workshop, dann wird ein Zielbild entwickelt, dann kommt wieder jeder in sein Tagesgeschäft
00:21:21: rein und das passiert physisch nicht.
00:21:23: Man verändert erst mal nichts.
00:21:25: Dann trifft man sich zwei, drei Wochen später wieder und schaut an, das war unser Ziebel, naja, jetzt müssten wir mal irgendwas anfangen.
00:21:31: Nee, lass uns sofort in eine Veränderung reinkommen.
00:21:33: Weil dann hast du zum einen alle mit im Boot, alle haben die Möglichkeit beizutragen, wie der neue Weg aussehen soll.
00:21:41: Und auf der anderen Seite hast du wirklich auch einen Veränderungseffekt, der ab dem Tag nach dem Workshop auch direkt im Alltag sich widerspiegelt und wiederfindet.
00:21:49: Finde ich gut.
00:21:50: Weil das ist auch mein Ansatz, also schnell gleich starten, dass man gleich was sieht und reinkommt.
00:21:55: Jetzt haben wir über Shopfloor-Management geredet.
00:21:56: Du hast ja vorhin nochmal das Smart Maintenance genannt.
00:21:59: Wenn ich da jetzt an Unternehmen denke, die auch vielleicht mit älteren Maschinen unterwegs sind, wo man vielleicht nicht alle Daten hat, die notwendig sind und so weiter
00:22:07: und so fort.
00:22:08: Auch da schafft ihr es in acht Wochen.
00:22:10: Wie geht es ihr da dran?
00:22:12: Ähnlicher Ansatz wie beim Shopfloor-Management.
00:22:13: Unsere Maintenance Software ist, denkt erst mal auch wieder aus der Organisation, aus den Prozessen in der Instandhaltung und den
00:22:23: Produktionsmitarbeiter, in Standhaltungsaktivitäten beteiligt sind.
00:22:28: Heißt, du kannst sehr, schnell eine sogenannte technische Struktur von deinem Unternehmen aufbauen, also Grundinventarisierung von allen Assets, die du betreuen darfst.
00:22:38: Dann kannst du Wartungspläne hinterlegen.
00:22:40: Es gibt einen sauberen Störprozess.
00:22:42: Und das ist eben auch alles, was du innerhalb von acht Wochen auch parallel zum Tagesgeschäft aufbauen kannst.
00:22:47: Und so gesehen hast du dann eine
00:22:50: auch einen digital geführten Instandhaltungsprozess für deine Wartungen, für deine Störungen, die du abarbeiten musst fürs Ersatzteilmanagement, wenn du das möchtest.
00:23:01: Also es ist genauso standardisiert wie im Shopfloor-Management.
00:23:05: Jetzt gibt es ja ganz viele digitale Lösungen für Thema Smart Factory oder auch für den Verbesserungsprozess.
00:23:12: Ich hatte Gespräche mit Onic, wo es Digitalisierung des Wertstroms und so weiter und so fort.
00:23:17: Oder auch einige Interviewpartner, wo es
00:23:20: Qualitätsmanagement gegen auch die Digitalisierung.
00:23:24: Jetzt gibt es da ja ganz viele Tools, sei es jetzt die Themen bis hin zur Schichtplanung.
00:23:31: Jetzt kommt sie auch mit einer neuen Applikation rein.
00:23:35: Wie gehen denn die Unternehmen damit dass die so viele Applikationen, Softwarelösungen haben und so weiter und so fort, das erhöht ja massiv die Komplexität auch gefühlt.
00:23:46: Merkt sie da sowas oder wie geht sie da dran zu sagen, okay komm, wie fangen wir eine Organisation ein, dass die da den Überblick nicht verlieren oder dass die da nicht
00:23:55: abschalten oder was ist vielleicht auch aus deiner Sicht der richtige Ansatz mit der
00:24:00: schieren Menge an Angeboten, die wir haben.
00:24:02: Ja klar, gibt viele Anbieter.
00:24:04: Ich glaube, das große Problem ist, dass die zumeist technologiegetrieben sind.
00:24:10: Also ich habe eine Technologie.
00:24:12: kann jetzt, weiß ich nicht, meine Schichtplanung automatisieren.
00:24:15: Also schaue ich, dass ich mit einer Schichtplanungsautomatisierung in die Unternehmen reinkomme.
00:24:19: es gibt ja zig andere Varianten zur Maschinen-Daten-Erfassung, zur Feinplanung und so weiter.
00:24:27: Und ich glaube, was
00:24:29: den Unterschied macht, wenn man erfolgreich Projekte umsetzen möchte, dann geht es darum, die Prozesse in Vordergrund zu stellen, also sich zu überlegen, was brauche ich denn als
00:24:37: Organisation im Prozessablauf.
00:24:40: Und das ist im Endeffekt der große USP, den wir bei Scable haben, dass wir eben am Anfang sagen, lass uns ein gutes Zielbild entwerfen gemeinsam, lass uns festlegen, wo heutige
00:24:54: Prozessineffizienzen da sind, die wir lösen müssen, zum Beispiel, weil wir eben nicht genau wissen,
00:24:59: wo unsere Probleme sind, wo wir einen Verbesserungsprozess ansetzen müssen, mal im Beispiel Shopflum Management oder dass für die Mitarbeiter die Rückmeldung zu kompliziert
00:25:05: ist, das wäre dann Bereich Smartness BDE oder dass unsere Instandhaltungsstrategien, was sich in den Verfügbarkeiten widerspiegelt, befriedigend ist Stand heute, dann habe ich so
00:25:20: die Grundproblemstellung und dann kann ich mir auf Basis von besseren Prozessen eine passende Softwarevariante überlegen.
00:25:25: Wie tief integriert die ist, welche genauen Technologien ich dann brauche, ist glaube ich immer die zweite Frage.
00:25:30: Und was meiner Erfahrung nach heute ein großes Problem ist bei den Unternehmen, ist, dass man eben viel zu viele Lösungen hat, viel zu viele Tools, viel zu viele Werkzeuge.
00:25:39: Aber ich weiß gar nicht, welches von den Werkzeugen oder von den Softwarelösungen ich jetzt gerade brauche.
00:25:44: Und die Frage kann ich eigentlich nur beantworten, indem ich mich davor mit den Prozessen beschäftigt habe.
00:25:51: Schöne Antwort, wie ich finde.
00:25:55: jetzt nochmal auf den Begriff Smart Factory zu kommen oder das was Smart Factory ausmacht.
00:26:03: Ist das eine langfristige Strategie für Unternehmen?
00:26:06: Ist das ein Must-have oder ist es eher auch teurer Luxus für manche?
00:26:11: Schmuck am Nachthemd quasi.
00:26:14: Also aus meiner Sicht ist es schon essentiell, sich darüber Gedanken zu machen.
00:26:17: Klar, muss ich jetzt natürlich alleine aus Vertriebssicht natürlich sagen.
00:26:21: Nee, im Endeffekt, kannst ja wirklich deutlich messbare Verbesserungen erreichen.
00:26:27: Wir haben ja verschiedene Success Stories zum Beispiel auf der Seite, wo
00:26:31: wir zeigen konnten, du kannst deine Fehlerkosten ...
00:26:33: um 75 Prozent reduzieren.
00:26:35: Je nachdem, auf welchem Level du natürlich bist, ...
00:26:37: hat das natürlich einen wahnsinnigen Effekt ...
00:26:40: auf deine Stabilität, aber eben auch auf die ...
00:26:42: Wirtschaftlichkeit von deinem Unternehmen.
00:26:44: Gleiches Thema mit Verschwendung angenommen.
00:26:46: Du hättest Transparenz über ...
00:26:48: die ganzen Probleme, die heute am Shopfloor entstehen und du schaffst, so wie Lindner in dem Beispiel ...
00:26:53: 31 Prozent davon in 8 Monaten zu reduzieren, kannst du dir ausrechnen, was das mit deiner ...
00:26:57: Personaleffizienz macht.
00:26:59: Anderes Beispiel sind Durchlaufzeiten, die kann ich natürlich auch signifikant reduzieren.
00:27:03: Also so gesehen glaube ich, dass du da ein unglaubliches Produktivitätspotenzial hast für deine Unternehmen, was es auf jeden Fall lohnt, das anzugehen.
00:27:12: Dazu brauche ich aber natürlich die richtige Methode, die richtige Herangehensweise, damit ich dann auch zu den messbaren Verbesserungen komme, weil ansonsten laufe ich natürlich
00:27:20: Gefahr, dass ich irgendein Pilotprojekt gestartet habe, vielleicht irgendwelche...
00:27:23: Daten automatisiert verarbeite, aber ich halt eben am Ende mir vom Controlling berichten lasse, dass unsere Personaleffizienz in dem Fall eben nicht gesteigert ist.
00:27:32: Und ich glaube, wenn du dir die Frage stellst, dann kann man eine zielführende Herangehensweise finden, die mich dann in meinem strategischen Ziel im Unternehmen
00:27:42: tatsächlich weiterbringt.
00:27:44: Können alles smart werden aus deiner Sicht oder gibt es auch Branchen, in denen das Thema Digitalisierung irgendwie an die Grenze stößt?
00:27:53: Das ist eine gute Frage.
00:27:56: Ich glaube schon, wenn heute Unternehmen das Gefühl haben, dass Prozesse zu kompliziert sind, zu aufwendig, zu langsam, kannst du mit Digitalisierung immer was verbessern.
00:28:06: Von dem her würde ich sagen, tendenziell ja.
00:28:10: Was aber gleichzeitig einschließt, dass du natürlich Unterschiede haben kannst.
00:28:13: Zum Beispiel ist es natürlich so, wenn du jetzt in der Prozessindustrie bist, hast du natürlich ganz andere, brauchst du ganz andere Methoden,
00:28:22: Performances von Linien, von Arbeitssystemen, von Maschinen zu kalkulieren, wie wenn du jetzt ein Sondermaschinenbauer bist.
00:28:29: Also ich würde sagen, die Methoden unterscheiden sich, der Nutzen, dahinter steckt und die Möglichkeiten sind aber trotzdem da.
00:28:36: Würdest du auch jedem raten sofort auf das Thema Smart gehen oder manchmal auch zu sagen, pass auf, Smart ist schön, aber wir machen es jetzt mal kurz analog, weil ihr habt noch zu
00:28:43: viel Potential zu heben.
00:28:46: Ohne.
00:28:46: Ohne, ja.
00:28:47: Ohne groß.
00:28:48: Ich mein, man muss ja auch Geld in die Hand nehmen und Zeit in die Hand nehmen und die Frage ist, es muss ja auch irgendwie investiert sein oder finanziert sein.
00:28:55: Sagt, okay, es gibt doch noch Möglichkeiten, bevor wir ins Digitale springen.
00:29:00: Ich glaube, das ist tatsächlich eine Philosophiefrage.
00:29:02: Es gibt ja, wenn wir jetzt mal Shopfloormanagement rannehmen, gibt ja Berater, weiß nicht, ob du dazu gehörst, aber es gibt ja Berater, die sagen, ja, du musst dich am Whiteboard
00:29:10: treffen und musst die Kennzahl von Hand aufschreiben und
00:29:13: Es macht einen riesen Unterschied, ob du den grünen oder roten Stift nimmst, weil das einfach psychologisch dann einen Effekt hat bei dir.
00:29:21: Und ich kann das irgendwie nicht wirklich nachvollziehen, ...
00:29:24: um ehrlich zu sein.
00:29:25: Ich finde das tatsächlich sogar sehr viel Verschwendung.
00:29:27: ich glaube, was halt eine große Chance ist, wenn du auf eine Digitalisierungslösung setzt von vornherein, ...
00:29:34: ...
00:29:34: ist, du sparst dir unglaublich viel Erklärungsaufwand, ...
00:29:37: weil du, wenn du die richtige Methode auswählst, ...
00:29:41: ...
00:29:41: nimm mir mal gerade mal an, im Shopfloor Management,
00:29:43: Dann hast du natürlich ein digitaler Lotse, digitaler Guide, der dir hilft, die Zusammenhänge zu erklären und so dieses Verständnis in die Organisation reinzubringen,
00:29:52: warum wir zum Beispiel mit Kennzahlen arbeiten müssen, wie wir mit den Kennzahlen arbeiten und was halt zum Beispiel mit einer Dateneingabe dann auch passiert.
00:30:00: Also so gesehen ist es für mein Verständnis auch sogar förderlich, auch bei niedrigeren Reifegraden in Digitalisierung zu denken, weil du dir einfach Erklärungsaufwand und
00:30:10: Spaß und dadurch Zusammenhänge einfacher darstellen kannst.
00:30:15: Also das mit der Dateneingabe, was dann passiert, ja.
00:30:23: Als Lotse, das habe ich noch nicht ganz verstanden, weil das könnte ich ja theoretisch auch analog machen, zu erklären, wieso brauche ich Kennzahlen, wieso machen wir dieses und
00:30:31: jenes.
00:30:32: Ich verstehe, dass das irgendwo eine Hilfestellung ist, aber die könnte ich ja theoretisch auch anfangs analog machen, oder?
00:30:38: Du könntest das theoretisch analog machen.
00:30:41: nehmen wir mal, bleiben wir gerade mal bei Shopflot Management, weil ich glaube, das ist ein gutes Beispiel.
00:30:45: Können Sie natürlich jetzt sagen.
00:30:47: Wir erfassen jetzt unsere Produktionskennzahlen und die schreibe ich jeden Tag auf dem Board.
00:30:51: Und wenn ich ein Problem habe, schreibe ich das auch auf dem Board.
00:30:53: Dann gehst du ja klassischerweise hin, einmal am Tag oder nachdem das Board voll ist.
00:30:59: Ich schreibe das Ganze in Excel ab, damit ich dann zum Beispiel eine längerfristige Trendbetrachtung machen kann.
00:31:04: Sowas kannst du natürlich in einer Softwarevariante, selbst wenn du es manuell eingibst, sehr, einfach darstellen, weil du sagst halt, okay, das sind die drei Informationen, die
00:31:13: möchte ich einmal pro Stunde, einmal pro Schicht irgendwie erfassen.
00:31:16: Und wenn ich einen zweiten klick, dann sehe ich sofort ein Trenddiagramm und kann bewerten, hatten wir das Problem tatsächlich häufiger?
00:31:22: Wie entwickelt sich das?
00:31:23: Ist das ein ansteigendes Problem oder haben wir schon eine Verbesserung als Beispiel erreicht?
00:31:27: in solchen Fällen, glaube ich, kannst du das sehr, sehr einfach dann erklären, wenn das entsprechend anwenderfreundlich aufgebaut ist.
00:31:33: Und ich glaube auch, es macht auch einen ganz anderen Effekt bei der Belegschaft.
00:31:39: Ob du jetzt halt sagst, es gibt einen neuer Ansatz, eine neue Herangehensweise für ein bestimmtes Problem.
00:31:46: Aber wir nutzen jetzt eine Methode aus dem 20.
00:31:48: Jahrhundert dafür, weil wir stellen jetzt am Whiteboard und schreiben da schön Zahlen auf.
00:31:51: Oder wir haben halt eine schlanke App oder eine schlanke Software, wo ich eben meine drei Daten eingebe und dann das direkt in der täglichen Kommunikation nutzen kann.
00:31:59: Aber es ist eine Philosophiefrage.
00:32:03: Ich denke, meine Position ist da eindeutig.
00:32:06: Ich möchte das einfach bisschen challengeen.
00:32:08: Auch das Thema, du brauchst ja auch manchmal als Führungskraft.
00:32:11: ...
00:32:11: eine neue Sau, die du durchs Dorf treiben kannst, ...
00:32:14: auch wenn man das natürlich so nie zugeben würde, ...
00:32:16: aber jetzt hat ein Unternehmen halt schon dreimal versucht, ...
00:32:19: ...
00:32:19: irgendwas mit Lean einzuführen, ...
00:32:20: vielleicht ist einmal OPEX, einmal Lean, einmal Kaizenen oder KVP oder wie auch immer ...
00:32:24: ...
00:32:24: und bei den Leuten ist das einfach durch, ...
00:32:27: dann hast du natürlich, ...
00:32:28: wenn du eine digitale Unterstützung hast, auch einen anderen Aufhänger und hast ein paar gute Argumente, ...
00:32:32: werbenswert ist, sich noch mal mit der Problemstellung zu beschäftigen.
00:32:36: Also ich verstehe die Vorteile absolut.
00:32:39: Ich finde es immer extrem wichtig, dass die Leute, wenn sie sich treffen, auch verantwortlich fühlen für die Daten.
00:32:46: Und dass da nicht ein zweiter Kriegsschauplatz entsteht, Diskussionen Drum automatisieren wir normalerweise am Anfang wenig oder möglichst wenig oder gar nichts, damit du eben
00:32:56: diese Verbindlichkeit hast, dass jeder weiß, wenn ich die Information jetzt reingebe in den Prozess, dann hat das auch eine Auswirkung und der Werkleiter schaut die sich zum
00:33:05: Beispiel an und wir diskutieren nicht drüber.
00:33:07: warum die OEE heute 77 % war, weil wir doch eigentlich dachten, dass es eine gute Schicht war.
00:33:13: Gut, da würde ich schon anfangen, dass der OEE keine gute Kennzahl ist.
00:33:15: Wollte ich gerade sagen.
00:33:16: Aber wenn du zu viel automatisierst am Anfang, dreht genau das ein, was du sagst, nämlich du nimmst die Verbindlichkeit aus der Organisation raus.
00:33:26: Bei mir hat alles gepasst, warum das System das anzeigt.
00:33:29: Genau, und schmuck, diskutierst du über so einen Schwachsinn und nicht mehr über, was für Probleme du hattest und wie man die verbessern kann.
00:33:35: Wo hackt es denn aus deiner Erfahrung heraus bei den Unternehmen auf dem Weg zur Smart Factory?
00:33:40: Warum scheitern so viele?
00:33:42: Oder ob viele scheitern?
00:33:44: Es gibt ja welche, scheitern.
00:33:45: Was ist wichtig, dass man erfolgreich ist?
00:33:47: Naja, dass man scheitert, ist ja eigentlich klar.
00:33:51: der Industrie 4.0-Vernetzungsgedanke, Smart Factory-Gedanke, der kommt ja ursprünglich aus den 70er Jahren.
00:33:57: Da gab es das technisch alles schon vorbereitet.
00:34:00: Klar, nicht mit der Performance und Möglichkeiten, aber der Grundgedanke war ja da schon da.
00:34:04: Und wir müssen uns ja eigentlich die Frage stellen, warum wir heute in vielen Fabriken immer noch in einer ähnlichen Situation in den 70er Jahren sind und noch nicht alle auf
00:34:13: dem theoretischen High Level sind, wir erreichen könnten.
00:34:19: dazu glaube ich, sind zwei Dinge wichtig.
00:34:21: Das eine ist zu verstehen.
00:34:23: Trotz dessen, dass die Industrie 4.0 ja eine Revolution als Revolution betitelt wurde, gibt es keine Revolution im Produktionsumfeld, sondern ist eher ein langsamer Prozess.
00:34:34: Und das setze ich halt langfristig durch, was einen wirtschaftlichen Effekt hat.
00:34:39: Einen wirtschaftlichen Effekt, da bin ich wieder bei meinem Prozess, den hast du eben dann, wenn du eine Prozessverbesserung für wichtige strategische Ziele von deinem
00:34:47: Unternehmen erreichen kannst.
00:34:48: Und ich glaube, das ist genau der Grund, warum viele Unternehmen Schwierigkeiten haben, wenn man sich eben sehr, sehr stark auf Technologien beschränkt und sich weniger die Frage
00:34:56: stellt, was brauche ich denn in meinem Produktionskontext, zum Beispiel als Unterstützung,
00:35:02: meine Liefertreue zu verbessern, meine Personaleffizienz zu steigern oder meine Fehlerkosten zu reduzieren.
00:35:07: Und wenn ich von der Frage ausgehe und mir dann überlege, wie sieht eine Prozessunterstützung aus und ich dann in die Digitalisierung reingehe, dann habe ich
00:35:15: natürlich einen starken Hebel.
00:35:18: Die Smart Factory erhöht ja oder ihr seht es ja selber Produktivität etc.
00:35:27: Was für jetzt machen wir hypothetisch.
00:35:31: Wir würden wirklich stark sein im Standort Deutschland oder Dachregion mit dem Thema Smart Factory.
00:35:38: Wie wird sich oder wie würde sich aus deiner Sicht, wie würden sich die Lieferketten verändern, wenn wir wirklich stark wären und gute Smart Factory hätten?
00:35:48: Wenn wir sagen, der erste Schritt ist die Stabilisierung oder Stabilize, dann hättest du eine höhere Planbarkeit und dann weißt du natürlich schon mal,
00:35:59: mit einer höheren Wahrscheinlichkeit, wann welche Lieferung tatsächlich einkommt.
00:36:02: Also du hast natürlich dann auf deine Gesamtsupply Chain eine viel, viel höhere Planbarkeit.
00:36:07: Das übrigens auch oft eine Frage, die uns ran getragen wird.
00:36:11: Wie können wir unsere Planung verbessern?
00:36:14: Und wenn wir dann eine Weile diskutieren oder dann im Schupflermanagement uns die Probleme anschauen, dann stellt man eben häufig fest, naja, es liegt ja gar nicht an der
00:36:21: Planungsmethode, die wir anwenden.
00:36:23: Es liegt halt an einer fehlenden Planbarkeit oder schnell wechselnden Rahmenbedingungen.
00:36:29: Maschine ausgefallen, Materialfehler, Lieferant hatte irgendwelche Probleme als Beispiel.
00:36:35: Und wenn du es im ersten Schritt schaffst durch
00:36:38: eine digitale Unterstützung für mehr Stabilität in deinem Herstellungsprozess, in deiner Lieferkette zu sorgen, dann kannst du natürlich drastisch deine Bestände senken und deine
00:36:46: Durchlaufzeiten verkürzen.
00:36:48: Also würde heißen, der krasseste Effekt, was ich sehe, durch eine flächendeckende Einführung von solchen Lösungen ist, dass du eine viel höhere Stabilität und dadurch eine
00:36:59: stabilere, robustere Lieferkette erreichen kannst.
00:37:02: Glaubst du, würden wir auch wettbewerbsfähiger werden und somit vielleicht auch
00:37:06: wieder mehr Onshore-ing oder Zurückholen, Produktion nach Deutschland und der Region?
00:37:12: Das ist eine schwierige Frage, glaube ich, weil wir da einfach höhere Faktorkosten haben als andere Länder.
00:37:18: Also ich glaube, sind unsere Möglichkeiten nicht unbegrenzt, das vielleicht diplomatisch auszudrücken.
00:37:24: Aber es ja auch so die schöne These von einem, der bei mir mal im Podcast war, der Dr.
00:37:28: Andreas Weber, hat gesagt, Deutschland ist gebaut.
00:37:31: Was heute da ist, ist da.
00:37:32: Ob noch viel kommt in den nächsten Jahren, da kann man, glaube ich, ein Fragezeichen dran machen.
00:37:36: Aber die große Frage ist ja jetzt, was kann ich mit meinem Bestand tun?
00:37:40: Wie kann ich auch was Konnektivität und Datenanbindung angeht, wie kann ich da im Retrofit Bereich mit sinnvollen Methoden vorgehen, die einfach dann einen wirtschaftlichen Effekt
00:37:51: bringen?
00:37:52: Also es soll heißen, ich glaube, wir müssen uns eher darauf konzentrieren, das, was wir heute haben an Produktionskapazität, an Technologie, wie wir das optimal nutzen können,
00:38:04: durch
00:38:05: verbesserte Produktions-KPI, sei es Personaleffizienz, sei es Fehlerkosten und so weiter, für ein paar gute Argumente für unsere Standorte zu sorgen.
00:38:14: Also ich könnte mir schon vorstellen, wenn wir stark sind in der Smart Factory und ich sage klar, wir haben andere Faktorkosten und die anderen sind auch nicht auf den Kopf
00:38:20: gefallen, aber...
00:38:21: Naja, aber wir werden ja in der 35-Stunden-Woche bei einem Gehalt jenseits der 50.000 für manche Bereiche in Deutschland nicht so einfach kompensieren können, wenn einer einfach
00:38:31: die Hälfte kostet und mehr arbeitet.
00:38:34: Es ist richtig, aber dann kommen wir wieder auf das Thema Lieferketten komplett.
00:38:38: Du hast vielleicht kürzere Durchlaufzeiten, weniger Bestände, etc., und auf einmal zahlt es aus.
00:38:44: Oder ich sage jetzt mal, eine Fabrik in Asien zu betreiben, bedarf ja auch eines gewissen Mehraufwands oder vieler versteckter Kosten.
00:38:55: Das heißt, ich muss meine Meetings irgendwie zeitversetzt machen und die einen müssen mitten in der Nacht telefonieren.
00:39:01: muss vielleicht noch extra Qualitätsleute rüber schicken etc.
00:39:04: du hängst aus dem Time to Market und aus der regionalen Produktions...
00:39:12: Ja, da hast du natürlich auf jeden Fall Argumente.
00:39:15: Aber auch da eigentlich ist es ja dann Nebeneffekt.
00:39:18: Wenn du deine Produktionswerke optimiert hast, wenn du ein gutes Bild abgibst als Werkleiter oder als Operationsbereich von deinen deutschen, österreichischen oder
00:39:28: schweizer Standorten, dann...
00:39:30: fällt natürlich wahrscheinlich auch in der Zukunft eher eine Entscheidung für die Dachregion wie für andere Regionen in Europa.
00:39:35: Ich bin da fest in Überzeugung, also wenn wir es richtig machen, dass wir wettbewerbsfähig sein können hier und uns nicht verstecken müssen und vor allem, dass diese Gedanken, okay,
00:39:46: wir verlagern nach wo auch immer hin, dann relativ schnell vom Tisch sein.
00:39:53: Okay, so.
00:39:55: Jetzt haben wir keinen so schönen Abschluss irgendwie.
00:40:01: bin noch nicht ganz fertig.
00:40:04: finde das Thema Smart Factory haben wir jetzt schön abgerundet.
00:40:08: Das war ja nur das Thema Globalisierung.
00:40:10: Ich glaube, wie die Smart Factory da Auswirkungen drauf hat.
00:40:16: Ich finde das tatsächlich keinen nicht schönen Abschluss.
00:40:19: Das ist ein Aspekt von dem Ganzen.
00:40:21: Aber wir kommen jetzt zu einer obligatorisch letzten Frage, nämlich Learnings.
00:40:26: Und das sind hoffentlich schöne Dinge wieder.
00:40:29: Das andere war für mich auch vollkommen schön.
00:40:32: Aber Learnings, drei Learnings, die du den ZuhörerInnen mitgeben möchtest, die können privater Natur oder auch beruflicher Natur sein.
00:40:41: Also ich würde auf jeden Fall schauen, dass wir im ersten Schritt uns auf Prozesse fokussieren.
00:40:48: Das habe ich jetzt schon drei, vier Mal gesagt.
00:40:49: Ist leider bisschen langweilig vielleicht, aber das ist, ich, schon das Wichtigste.
00:40:52: Also wir müssen in Prozessen denken.
00:40:54: Das ist, glaube ich, auch das, ultimativ für die Wirtschaftsingenieure steht, die wir in unserem Land hier haben.
00:41:02: Und ich glaube, dass durch gute Prozesslösungen zu echt guten Verbesserungen kommen kann.
00:41:08: Dann was
00:41:11: Mir sehr wichtig sind Projekte, dass wir nicht versuchen, die klassisch deutsche 100 % Lösung zu konzeptionieren, sondern dass wir einfach anfangen.
00:41:19: Daher kommt auch unser 8-Wochen-Versprechen.
00:41:21: Also, lasst uns Hiebel machen für, bleiben wir wieder beim Beispiel, Shopfloor-Management und lasst uns direkt anfangen, lasst uns direkt was verändern.
00:41:33: Das dritte Thema, was ich glaube ich jedem an die Hand geben würde, ist, dass ich mich über Technologien erst dann in Vordergrund stellen sollte, der Prozess klar ist.
00:41:46: Das deckt sich jetzt ein bisschen mit dem ersten, aber ich glaube, dass wir nicht schauen sollten, welche...
00:41:52: Ich habe eine tolle Technologie, wo finde ich denn jetzt Anwendungsfelder, sondern die Frage muss eigentlich immer sein, welche Probleme habe ich, die ich lösen möchte und ich
00:42:00: mir dann die Technologie suche.
00:42:01: haben wir übrigens bei Scable ganz am Anfang versucht.
00:42:04: Wir hießen ja früher Sonic, das weiß vielleicht der ein oder andere.
00:42:08: Da hatten wir an thermoakustischen Effekten geforscht.
00:42:12: Thermoakustik ist, wenn man einer kleinen Fläche lokal Hitze erzeugt und durch die Hitze Luft ausdehnt und dadurch Schallwellen generiert.
00:42:21: Das unglaublich tolle, faszinierende Technologie.
00:42:23: Es ist der gleiche Effekt wie Donner entsteht.
00:42:25: Ich habe viel Energie, die sich auf wenig Raum konzentriert, zu einer Lufterwärmung beiträgt und dann eine Schallwelle generiert.
00:42:31: Also tolle Technologie und dann haben wir Anwendungsfelder gesucht und haben festgestellt, es gibt im Prinzip keine.
00:42:38: Also wir haben dann überlegt, kann man in der Ultraschall-Sensorik irgendwas machen und so weiter, aber du kannst dann zwar Schallwellen generieren, aber kannst sie nicht wieder
00:42:44: einsammeln, brauchst viel zu viel Energie.
00:42:47: Also das soll heißen, ich glaube, man ist gut beraten, wenn wir erst mal ein konkretes Problem in den Vordergrund stellen und uns dann überlegen, wie wir das Problem lösen.
00:42:56: Gilt ja genauso auch in der strukturierten Problemlösung auf dem Shopfloor so.
00:42:59: Ich muss mir erst mal
00:43:00: richtig über Ursachen Gedanken machen und eigentlich in Problemstellung und dann erst in die Umsetzung gehen.
00:43:06: Das ist, ich, das, wir in Deutschland sehr gerne sehr schnell machen.
00:43:10: Schnell Auftrag retten, schnell dem ersten, erst besten Lösungsidee hinterherrennen und dann aber vielleicht nicht zu beitragen, dass wir auch wirklich langfristig eine
00:43:19: Verbesserung erreichen.
00:43:21: Ja, super.
00:43:22: Lukas, danke.
00:43:23: Ich habe auch einiges mitgenommen.
00:43:24: War ein super spannendes Gespräch.
00:43:27: Auch das Thema was für dich Smart Factories, also Nutzen, Usability und Konnektivität, dass die Dinge zusammengehören, dass das dann eine Smart Factory ausmacht.
00:43:38: Ein Learning oder sag ich mal eine Sache, die ja immer wieder gekommen ist, hast es in die Learnings jetzt auch gebracht, vom Prozess her denken, nicht die Technologie.
00:43:47: Es gibt jetzt in der Smart Factory keine Game-Changer-Technologie.
00:43:51: Ich sag's jetzt mal, es gibt alles Mögliche an Technologien und auch Software-Applikationen etc., PPE.
00:43:56: Ich muss mir
00:43:57: des Problems Bewusstsein und vom Prozess her denken, dann da auch entsprechend eine Lösung zu finden.
00:44:05: Das ist wunderbar und das halt das Thema, ja, die Lösungen müssen im Prinzip auch bisschen, ich hatte das auch in anderen Podcast, technologieagnostisch sein ein bisschen,
00:44:18: sag ich jetzt mal so, weil da ging es es war mit der Logistikbude Track and Tracing von Lehrgütern, Lehrbehältern.
00:44:28: Alle haben vielleicht eine andere, die RFD passt nicht überall und du machst das anders bei jedem.
00:44:33: Und du musst das im Prinzip deine Lösung, muss unabhängig davon sein, welche Technologie du nutzt, dass du die dann auch umsetzen kannst, weil es wird nicht einen
00:44:41: Technologie-Standard wahrscheinlich geben für alles zukünftig.
00:44:45: Super.
00:44:46: Danke.
00:44:47: Hat mir großen Spaß gemacht.
00:44:48: Mir auch.
00:44:50: Auch wenn die letzte Frage bei dir nicht verhaftet war.
00:44:55: können wir leider wenig tun.
00:44:56: ich glaube, wenn wir unsere Hausaufgaben machen, dann haben wir zumindest die besten Voraussetzungen geschaffen.
00:45:01: Bin ich der festen Überzeugung und ihr habt eine spannende Lösung, die ich mir auch anschauen habe dürfen, beziehungsweise wo man ein bisschen reinstuppern konnte.
00:45:11: Und kann ich nur jedem empfehlen, auch nochmal deine Empfehlung, also meine Empfehlung für den Podcast Factory 21, den du auch hast.
00:45:19: Hört rein.
00:45:20: Es ist ein super Podcast, geht es um sämtliche Themen in der Produktion, auch spannende Gäste immer wieder.
00:45:28: Lukas, herzlichen Dank und ich freue mich.
00:45:31: Vielleicht ergibt sich ja an der einen oder anderen Stelle ein gemeinsames Projekt.
00:45:35: Jetzt, wo ich ein bisschen tiefer in eure Software einsteigen durfte, schauen wir mal, wie war es.
00:45:41: Sehr gerne, würde mich freuen und danke.
00:45:44: Das war das Interview mit Lukas Morys.
00:45:46: Infos zu Lukas und Skable findet ihr in den Shownotes.
00:45:50: Wenn euch diese Folge gefallen hat, dann hinterlasst bitte eine Bewertung auf eurer Streaming-Plattform und empfehlt dem Podcast weiter.
00:45:58: Danke schon mal dafür und ich freue mich, wenn ihr in zwei Wochen wieder mit am Start seid.
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