Henning Laue - Die Digitalisierung der Brautmode unterstützt den stationären Handel #137
Shownotes
Mein heutiger Gast ist Henning Laue, CEO der Laue Jürgensen & Co. GmbH, dem dem Spezialhaus für festliche Damen- und Herrenbekleidung sowie Brautmoden in Norddeutschland, zu dem Kunden aus ganz Deutschland anreisen. Henning führt in 3. Generation das Familienunternehmen gemeinsam mit seiner Mutter und hat in den vergangenen Jahren ziemlich konsequent daran gearbeitet, die analoge Welt mit der digitalen zu verbinden.
Wir sprechen darüber, wie man ein Familienunternehmen gemeinsam mit der eigenen Mutter führt, warum Bauchgefühl und Daten keine Gegner sein müssen und wie aus einem Geschäft, das lange fast ausschließlich von Mundpropaganda gelebt hat, ein Unternehmen mit Webshop, Social Media, Private Rooms und einer echten Erlebniswelt rund ums Heiraten geworden ist.
Natürlich sprechen wir auch über die von Henning mitinitiierte App Bridify – vereinfacht gesagt so etwas wie Tinder für Brautkleider – und darüber, wie KI, Swipes und virtuelle Anproben die Beratung verändern können. Was ich besonders spannend fand: Henning will Digitalisierung gar nicht um jeden Preis auf die Spitze treiben. Denn wenn man alles nur noch optimiert, geht irgendwann vielleicht genau das verloren, was ein Unternehmen besonders macht – sein Charakter. Und gleichzeitig glaubt er sehr stark an die Kraft persönlicher Begegnungen.
Eine schöne Mischung aus Tradition, Unternehmertum, Technologie und ziemlich viel Pragmatismus. Aber hört es euch einfach selbst an. Viel Spaß mit Henning Laue.
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Über mich:
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00:00:01: Wenn man immer optimiert auf das bestlaufende Produkt, dann geht ja letztlich auch so bisschen Charakter verloren.
00:00:08: In unserer Branche Mode, da geht es ja auch Begehrlichkeiten.
00:00:11: Da muss man sich also auch gewisse Extravaganzen ja auch im Sortiment leisten können.
00:00:16: Das gehört trotzdem irgendwie dazu, auch eine gewisse modische Spitzheit eben auch präsentieren zu können.
00:00:21: Sonst wäre man halt zu flach und geht, glaube ich, auch letztlich unter.
00:00:29: Herzlich willkommen zu Business Unplugged, dem Treffpunkt für Tradition und Zukunft.
00:00:34: Mein Name ist Johannes Pohl und ich spreche mit Unternehmerinnen, Gründerinnen und stillen Heldinnen des Business Alltags, die unsere digitale Zukunft formen.
00:00:43: Business Unplugged ist die Bühne für Visionäre der Digitalisierung und soll Brücken zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen bauen.
00:00:51: Hier erhältst du wertvolle Impulse und Inspiration.
00:00:55: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Business unplugged.
00:00:59: Mein heutiger Gast ist Henning Laue, CEO der Laue Jürgensen & Co.
00:01:04: GmbH, dem Spezialhaus für westliche Damen- und Herrenbekleidung sowie Brautmode in Norddeutschland, zu dem Kunden aus ganz Deutschland anreisen.
00:01:15: Henning führt in dritter Generation das Familienunternehmen gemeinsam mit seiner Mutter und hat in den vergangenen Jahren ziemlich konsequent daran gearbeitet, die analoge Welt
00:01:25: der Digitalen zu verbinden.
00:01:27: Wir sprechen darüber, wie man ein Familienunternehmen gemeinsam mit der eigenen Mutter führt, warum Bauchgefühl und Daten keine Gegner sein müssen und wie aus einem Geschäft,
00:01:36: das lange fast ausschließlich von Mundpropaganda gelebt hat, ein Unternehmen mit Webshops, Social Media, Private Rooms und einer echten Erlebniswelt rund ums heiraten geworden ist.
00:01:46: Natürlich sprechen wir auch über die von Henning mitinitiierte App Bridify, vereinfacht gesagt so etwas wie Tinder für Brautkleider und darüber wie KI-Swipe und virtuelle
00:01:57: Anproben die Beratung verändern können.
00:02:00: Was ich besonders spannend fand, Henning will Digitalisierung gar nicht um jeden Preis auf die Spitze treiben, denn wenn man alles nur noch optimiert, geht irgendwann vielleicht
00:02:10: genau das verloren, was ein Unternehmen besonders macht, sein Charakter.
00:02:16: gleichzeitig glaubt er auch sehr stark an die Kraft persönlicher Begegnungen.
00:02:21: Eine schöne Mischung aus Tradition, Unternehmertum, Technologie und ziemlich viel Pragmatismus.
00:02:26: Aber hört es euch einfach selbst an.
00:02:29: Spaß mit Henning Laue.
00:02:32: Lieber Henning, es ist mir eine große Freude dich heute im Podcast begrüßen zu dürfen und zwar aus zweierlei Gründen.
00:02:38: Erstens,
00:02:40: Aus dem Grund, wie diese Folge zustande gekommen ist, weil das ist ein schönes Beispiel dafür, wie oft meine Folgen noch zustande kommen, nämlich über Mundpropaganda und dann
00:02:51: wird das wieder weiterempfohlen und zwar habe ich deinen Freund Friedel zufällig im Urlaub getroffen und wir haben zum Quatschen begonnen bei einem Bier und er hat gesagt, du musst
00:03:01: mit dem Henning reden und dann sind wir in Kontakt gekommen an dieser Stelle, wie gesagt auch in
00:03:05: Shout out an Friedel, herzlichen Dank fürs Connecten.
00:03:09: Ich freue mich drauf und es ist super.
00:03:11: Und der zweite Grund ist auch die Geschichte, weil deine Geschichte vom Unternehmen ist auch eine ziemlich schöne Antwort auf die Frage, ob Tradition und Digitalisierung
00:03:24: Gegensätze sein müssen oder auch zusammengehen.
00:03:27: Lieber Henning, herzlich willkommen im Podcast.
00:03:30: Moin Johannes, ja, herzlichen Dank, dass ich heute bei dir sein darf und ja, Friedl auch nochmal vielen Dank für das schöne Offline-Intro.
00:03:38: Genau.
00:03:40: Ich hoffe, hört ihn dann auch an.
00:03:42: Ich muss den anstoßen.
00:03:44: Henning, du bist CEO der Laue, Jürgensen und Co.
00:03:51: GmbH, dem Spezialhaus für festliche Damen- und Herrenbekleidung sowie Brautmoden in Norddeutschland.
00:04:00: Um meine Aussage bezüglich Tradition und Digitalisierung vielleicht auch besser zu verstehen, möchte ich kurz die Historie des Unternehmens skizzieren.
00:04:08: Nämlich, startet 1974, als deine Großmutter Grete Laue
00:04:14: auf einem Bauernhof in Dithmarschen, übrigens gibt es auch gutes Bier, ich, aus einem ehemaligen Schlafzimmer...
00:04:24: Ja, hatte es erst unlängst, war super.
00:04:28: Und zwar hat sie aus einem ehemaligen Schlafzimmer mit gerade einmal 24 Quadratmetern Verkaufsfläche einen Secondhand-Laden gemacht, weil sie nach gesundheitlichen Problemen
00:04:39: nicht einfach aufhören wollte zu arbeiten.
00:04:41: gleichzeitig festgestellt hat, dass die Damen im Dorf offenbar keine Lust haben, auf jedem Fest wieder im selben Kleid aufzutauchen.
00:04:51: Also eine Geschäftsidee, die heute vermutlich irgendein Startup als Circular Fashion Platform pitchen würde, damals aber zunächst einfach ziemlich mutig war, würde ich mal
00:05:01: sagen.
00:05:02: Und aus diesem Schlafzimmer wurden über die Jahrzehnte mehr als 4000 Quadratmeter
00:05:10: Festmode mehr als 30 an- und umbauten und ein Geschäft für das Menschen freiwillig ziemlich weit aufs platt Land fahren.
00:05:20: Selbst von Berlin kommen sie, hast du erzählt, bevor du dann auch selbst in dieses Familienunternehmen eingestiegen bist, bist du erst einmal aber auch raus, hast
00:05:29: International Management studiert, dann ein MBA gemacht, warst in Hamburg und London und hast dort im Marketing und Business Development gearbeitet.
00:05:39: 2008 ging es dann zurück in den Familienbetrieb, da bist du eingestiegen und seit 2013 führst du den Betrieb gemeinsam mit deiner Mutter Kirsten in dritter Generation.
00:05:50: Und was ich an eurer Geschichte besonders bemerkenswert finde, ihr versucht gar nicht erst diesen stationären Handel gegen das Internet zu verteidigen, sondern ihr nehmt das
00:06:00: Digitale und baut es das reale Einkaufserlebnis herum.
00:06:04: Website, Webshop, Instagram, TikTok, Influence, eigene Events.
00:06:08: neue Beratungskonzepte und, und, und.
00:06:12: Im Grunde tretet ihr für mich den Beweis an, dafür an, dass Online und Offline ziemlich gut miteinander können.
00:06:20: Und ihr habt sogar eine eigene Kollektion entwickelt, die Lauer Collection, die ihr trotz Corona und durch Kriegen etc., die Lieferkettenprobleme immer wieder verursacht haben,
00:06:33: trotzdem auf den Markt gebracht habt und
00:06:37: Ihr habt euer Modehaus in, wie soll ich sagen, ja in eine Art Hochzeitswelt auch verwandelt.
00:06:44: Mit Kaffee, Schneiderei, Traurigen, inzwischen sogar in einem offiziellen Trauzimmer des Standesamts, wenn ich das richtig recherchiert habe, sodass man im Prinzip, sehr gut,
00:06:56: sodass man auch mittlerweile streng genommen nicht nur das Kleid kaufen kann, sondern wirklich den kompletten Anlass durchfahren kann.
00:07:04: Ich würde mal sagen, effizienter geht Customer Journey gar nicht mehr als bei euch.
00:07:09: Alles durchgedeutet.
00:07:14: dann habt ihr auch noch mal beim Thema Digitalisierung noch mal einen Schritt weitergegangen.
00:07:19: zwar 2023 entstand die Idee der Bridify, über das wir auch heute sprechen werden.
00:07:28: Ich vereinfache es jetzt mal.
00:07:29: So bisschen Tinder für Brautkleid, ja, nur mit weniger unangenehmen ersten Dates.
00:07:36: Weil du das gesagt hast, ich glaube, ich darf das nicht sagen.
00:07:40: Ich lasse es einfach jetzt mal so stehen und werde es nicht weiter klären, wir werden nachher darüber sprechen.
00:07:51: Im Prinzip hast du dadurch auch irgendwie einen schönen Kreis geschlossen, nämlich du digitalisierst nicht nur oder ihr digitalisiert nicht nur, um den stationären Handel
00:07:59: abzuschaffen, sondern auch um Menschen gezielter dort hin zu bringen und aus einem Händler in
00:08:06: Kling steht, wird plötzlich jemand, der an einer Plattform mitarbeitet, die inzwischen Millionen von Swipes produziert und international ausgerollt wird.
00:08:15: Und lieber Henning, ich freue mich sehr, dass du da bist und bevor wir jetzt über Familienunternehmen, Digitalisierung, Tüdel, Tradition, Tinder fürs Brautkleid und was
00:08:25: auch immer sprechen, kommen wir zu den AB Fragen.
00:08:29: Die AB Fragen, du weißt, was auf dich zukommt.
00:08:33: gehört und fühle mich einigermaßen vorbereitet.
00:08:36: Okay, super, dann starten wir gleich rein mit Bildung online oder offline.
00:08:43: Ich würde sagen Bildung offline.
00:08:45: Man kann zwar frontal von einem Bildschirm viel lernen, aber ich denke, das Vermittelte muss doch irgendwie mit anderen Menschen noch resonieren und dadurch wird es richtig
00:08:52: wertvoll.
00:08:53: Also Bildung offline gerne.
00:08:56: Automatisierte oder menschliche Entscheidungsfindung?
00:09:00: Da bin ich so bisschen in-between.
00:09:01: Also ich würde sagen im Idealfall eine automatisierte Entscheidungsfindung, die die Daten und das Bauchgefühl untermauert.
00:09:10: Aber auf jeden Fall bei den großen Entscheidungen muss der Mensch letztlich eben die Fäden in den Hand halten.
00:09:18: Okay.
00:09:19: Stärkere Regulierung oder mehr Freiheiten für Unternehmen.
00:09:23: Das ist auch eine ganz schwierige Frage.
00:09:26: Also ich bin gerade in einer jahrelang andauernden Brandschutzprüfung.
00:09:30: Insofern bin ich für weniger Regulierung.
00:09:33: Aber da gibt es genauso viele natürlich andere Felder, wo man denkt, Regulierung ist schon ganz gut.
00:09:38: Also schwer mit Ja, Nein oder A, B zu beantworten.
00:09:42: Ich denke halt, das, was wirklich ausufert, muss man mal sinnvoll durchgehen und beschneiden.
00:09:46: Aber ein bisschen Regulierung muss auch bleiben.
00:09:49: und dann vollkommener Schutz persönlicher Daten oder weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohls der Allgemeinheit.
00:09:57: Ja, ist ähnlich schwierig zu beantworten, finde ich.
00:10:01: Auch da bin ich Fraktion Mittelweg sozusagen.
00:10:05: Also auf der einen Seite nervt mich natürlich teilweise dieser sehr ausufernde Datenschutz bei der Umsetzung von Projekten.
00:10:12: Auf der anderen Seite denkt man natürlich auch, wenn man jetzt das Wahlergebnis in Sachsen-Anhalt sieht und wenn sich das so weiter vorzeigt, dann ist es, glaube ich, doch
00:10:20: ganz gut, dass wir da sehr strenge Auflagen haben.
00:10:23: Und dann die letzte Frage Web-Meetings oder persönliche Treffen?
00:10:28: Ja, bin ich ganz klar Fraktion Persönliches treffen, auch wenn das jetzt bei uns noch nicht geklappt hat.
00:10:32: Also wir holen das auf jeden Fall nach.
00:10:35: Da kam bei mir jetzt das erste Fahrradfahren meiner Tochter dazwischen.
00:10:38: Das war dann aber auch gut, das dadurch das persönliche Meeting von uns ausfiel.
00:10:42: Aber das holen wir garantiert nach.
00:10:44: Ich finde, im Persönlichen kann man einfach viel besser gleich miteinander weiten.
00:10:48: ja, da kommt dann einfach auch viel mehr Kitschon für die ganze, auch wenn es eine Business Beziehung ist, einfach dabei raus.
00:10:56: Also als zweifacher Papa kann ich das nur bestätigen, es sind einfach die Prioritäten, sind die auf jeden Fall richtig gesetzt worden und wir werden es auf jeden Fall nachholen.
00:11:06: Ich plane schon den nächsten Trip in den Norden noch Ende dieses Jahres.
00:11:13: Cool, ich glaube du hast es jetzt schon noch ein bisschen erklärt, warum du dich für welche Frage entschieden hast.
00:11:22: Dann starten wir rein.
00:11:23: Seit 2013 habe ich schon gesagt, führst du gemeinsam die Lauer Jürgensen und Co.
00:11:31: GmbH mit deiner Mutter.
00:11:33: Ich habe mich gefragt, wie funktioniert eigentlich so ein Muttersohngespann eigentlich, wenn es nicht Weihnachten oder Familienurlaub geht, sondern wirklich sechs-siebenstellige
00:11:43: Entscheidungen.
00:11:46: Ja, der Tat, finde ich, sind wir da eine ganz gute Ergänzung.
00:11:48: Also ich denke, die Frage, kommt häufig.
00:11:52: Das ist ja auch eine völlig unübliche Konstellation.
00:11:54: Also die meisten Freunde arbeiten halt irgendwie in einem Unternehmen, aber nicht mit ihren Eltern zusammen.
00:11:59: Und für mich war das ja auch erstmal gewöhnungsbedürftig.
00:12:01: Ich habe ja vorher auch in einem anderen Unternehmen gearbeitet und ein Familienunternehmen ist halt einfach schon eine komplett andere Welt aus meiner Sicht.
00:12:08: Also es kommt schon vor, dass man natürlich berufliches und privates einfach heillos miteinander vermischt.
00:12:15: Man hat dann ja auch keine festen Zeiten, wo man jetzt sagt, okay, jetzt machen wir nur irgendwie den Businesskram und wenn irgendwas Privates drückt, dann hat das irgendwie
00:12:25: immer auch Vorrang.
00:12:26: Auf der anderen Seite habe ich dann auch das Gefühl gehabt, dass andere Familienmitglieder oftmals denken, wir quatschen da nur privat sozusagen und fühlen sich dann teilweise ein
00:12:35: bisschen in den Informationen hinten rangesetzt.
00:12:38: Das ist aber nicht der Fall.
00:12:39: Also überwiegend geht es tatsächlich das tägliche Leben hier.
00:12:42: Und klar,
00:12:45: haben wir da eine unterschiedliche Blickwinkel auf das Ganze.
00:12:48: sind ja irgendwie zwei unterschiedliche Generationen.
00:12:50: Meine Mutter ist mittlerweile, jetzt würde ich nichts Falsches sagen, 75 mit Tendenz zu 76 und ist trotzdem immer noch diesen jungen Brunnen und haut hier wahrscheinlich auch
00:13:01: stundenmäßig mehr raus als ich und dafür, sie ist natürlich noch sehr, offline.
00:13:07: Sie hat auch tatsächlich, bis ich eigentlich ins Unternehmen eingestiegen bin, hier das
00:13:11: große Imperium sozusagen aus der Handtasche eigentlich orchestriert.
00:13:15: hatte, ich glaube, das ist eine schöne Anekdote, den ersten Rechner, den gab es ja von einer örtlichen Bank geschenkt, damit wir mal Online-Banking machen.
00:13:26: So offline war das Unternehmen und trotzdem ist es ja aufgrund ihres Bauchgefühls gewachsen über die Jahre hinweg und genau, ich denke insofern ist das eine ganz gute
00:13:35: Symbiose.
00:13:36: Ich glaube halt eben auch an die
00:13:38: an die Macht der Daten und insofern ergänzen wir uns da ganz gut.
00:13:41: Und es ist sicherlich auch so, dass wir unterschiedliche Meinungen haben mitunter und da sind wir vielleicht so bisschen italienisch, dann gehen wir alle mal kurz hoch und wenn es
00:13:49: ein kontroverses Thema ist und bringen unsere Sichtweise zum Vortrag, aber dann sind wir auch ganz schnell wieder im Konsensmodus.
00:13:58: Gibt es eigentlich eine Entscheidung bei der deine Mutter bis heute mit einem gewissen Genuss sagen kann, hey, das habe ich dir doch gleich gesagt?
00:14:07: Oder?
00:14:10: Also die gibt's mit Sicherheit.
00:14:14: Aber ich denke, ich habe eine konkrete Entscheidung im Kopf, aber die ist noch nicht zu Ende erzählt.
00:14:18: insofern würde ich sagen, lad mich in fünf Jahren noch mal ein und dann erzähle ich dir mal, wer Recht hatte von uns.
00:14:24: Ja, aber sehr gut.
00:14:27: Was mich auch interessieren würde, war es für dich klar, dass du ins Familienunternehmen einsteigst oder sagst du, ja, nee, eigentlich wollte ich es anfangs nicht und dann kam es
00:14:36: so.
00:14:36: Es gibt ja immer verschiedene Parteien.
00:14:41: Ja, es war für mich gänzlich unklar.
00:14:45: ich habe studiert, Internationales Management.
00:14:48: Das macht ja viele Türen auf in viele Richtungen und habe dann zunächst mal in Hamburg in einer Online-Marketing-Agentur gearbeitet und hatte da eben cooles, hippes Team, junge
00:15:00: Kolleginnen und Kollegen und bin dann da auch nochmal die Depor-Mos nach London gewechselt.
00:15:05: Also insofern war das eigentlich durchaus ein schönes Umfeld, habe Hamburg auch geliebt.
00:15:11: lieb's immer noch.
00:15:13: Und irgendwann kam dann der Moment, als mein Großvater verstarb, obwohl der eigentlich im richtig täglichen Ablauf mit dem Geschäft eigentlich nichts zu tun hat, hat das für mich
00:15:21: trotzdem noch mal diese Thematik der Unternehmensnachfolge irgendwie auf die Agenda gesetzt.
00:15:26: Und dann habe ich darüber überlegt, wie es dann weitergehen könnte und merkte dann auch, dass bei meiner damaligen Agentur, bei der ich arbeitete, so ein bisschen die Türen
00:15:34: langsam zuging.
00:15:35: Also das Produkt war etwas überarbeitungsbedürftig und wurde nicht überarbeitet.
00:15:40: insofern
00:15:41: ging da so bisschen die Lichter aus und dann habe ich mir gedacht, okay, jetzt ist ja ein guter Moment da mal ins Family-Business reinzuschnuppern und habe mir dann mal auf meine
00:15:49: Lebensagenda gesetzt, dass ich mir das mal ein Jahr lang angucke.
00:15:53: Und nach einem Jahr war es dann wirklich so, dass ich tatsächlich bei meinen Eltern saß, also ich sage, berufliches und privates vermischt sich dann auch gerne mal, saß mal am
00:16:00: Abendessen-Tisch und da habe ich denen mitgeteilt, ich kann es mir nicht vorstellen.
00:16:04: Ich war da, ja, 27 glaube ich und ich glaube, das hatte weniger mit der Aufgabe an sich zu tun.
00:16:10: als mit dem Move sozusagen zurück nach Tellingstedt zu ziehen.
00:16:14: Ich fühlte mich natürlich dann damals in Hamburg irgendwie pudelwohl.
00:16:17: Da ist man auch jedes Wochenende auf dem Switch gegangen und hat die großen Lichter der Stadt genossen und deswegen konnte ich es mir irgendwie zu dem Zeitpunkt noch nicht so
00:16:24: richtig vorstellen.
00:16:26: Wir sind dann aber trotzdem irgendwie so verblieben.
00:16:28: Also von meiner Mutter war das natürlich irgendwie ein ganz, ganz trauriges Gespräch.
00:16:32: Die hatte irgendwie große Erwartungen, aber hat mich nie gepusht.
00:16:36: Die hat das irgendwie so dann
00:16:38: Hingenommen und sagte halt Mensch, keine Ahnung, vielleicht bleibt es ja noch ein bisschen organisatorisch verbunden.
00:16:46: Und ich habe dann die Zeit genutzt und wollte einer eigenen Idee nachgehen.
00:16:50: Da wollte ich damals so einen Online Wunsch-Tisch-Portal aufmachen, also quasi mit so Affiliate Links dann eben Umsätze generieren, was ja schon irgendwie auch bisschen
00:17:01: artverwandt ist mit dem Thema heiraten, aber ja dann eben doch ganz anderes Feld.
00:17:06: das habe ich mir dann eben selbst auf die Agenda gesetzt und habe aber parallel noch zwei Tage die Woche dann eben im Family-Business mitgeholfen und habe dann aber auch irgendwie
00:17:16: gemerkt, dass ich da so gar nicht vorankam und habe es dann irgendwann auch verworfen.
00:17:21: Dann kam noch eine persönliche Trennung dazu und dann bin ich halt quasi doch dann von Hamburg nach Tellingstedt und ja, habe mich dann eigentlich
00:17:31: doch nachdem ich einmal diesen Abstand hatte, doch immer mehr mit dem Unternehmen identifiziert, habe gesehen, was es für tolle Möglichkeiten gibt, dass man ja eben auch
00:17:38: das einfach noch von der klassischen Idee einfach weiter spinnen kann und viele Gedanken, die man hat, umsetzen kann und ja, bin dann eben doch voll eingestiegen.
00:17:46: Aber man braucht halt eben ja Anlauf nochmal oder nochmal so ein extra Lüb sozusagen.
00:17:51: Was ich ja spannend finde oder was mich interessieren würde ist, du hast ja studiert, hast ein MBE gemacht, du hast die große weite Welt gesehen, ich sage es jetzt einmal so.
00:18:00: Und wenn man sich eure Gründungsstory anschaut, die ist ja sehr bodenständig von deiner Großmutter, mit 50 Second Hand Laden eröffnen wird dafür irgendwie belächelt.
00:18:11: Was hast du eigentlich mitgenommen von deiner Großmutter hinsichtlich Unternehmertum, die ja
00:18:21: eigentlich nie in der Business School von Ihnen gesehen hat, deine Oma, aber ein Business hochgezogen hat und richtig Mut hatte, das zu tun, was sie getan hat.
00:18:31: Also auf jeden Fall das wichtigste Learning, auch den eigenen Ideen folgen und nicht gleich beim ersten Widerstand aufgeben, sondern sich dann einfach auch mal dagegen
00:18:42: durchsetzen und fest dran glauben und es vielleicht auch einfach so machen, wie man es selber so richtig hält.
00:18:48: Also nicht unbedingt immer alles nach einem genauen Lehrplan machen, sondern wenn man den Glauben hat, etwas auf eine bestimmte Art und Weise umzusetzen.
00:18:57: Also ich gehe jetzt mal hier davon aus.
00:19:00: eigentlich in der Zeit, wo sie das Geschäft aufgemacht hat, da wurde ja die persönliche Beratung in anderen Modegeschäften eigentlich immer weiter runtergefahren.
00:19:07: Also da waren ja quasi in der Abteilung nur noch drei Leute, die Kleiderständer bewacht haben und ab und an mal eine Frage beantwortet haben.
00:19:12: Bei uns war es quasi immer so und es ist immer noch so, man wird in Empfang genommen und eigentlich von Schuh bis Kettchen oder Ohrringe betüdelt von Anfang bis Ende und genau.
00:19:25: Da ist natürlich Personal bei uns eigentlich ein relativ großer Kostenfaktor, aber das ist auch gut so.
00:19:29: Das ist nämlich auch unser Erfolgsfaktor.
00:19:31: Ohne Personal, ja, während, glaube ich, diese ganzen Bestrebungen, die wir da irgendwie machen, Kunden hier nach der Linkstätte zu holen, völlig vergebens, das steht und fällt
00:19:40: mit den Leuten letztlich.
00:19:41: Das ist das wichtigste Learning.
00:19:43: Und ansonsten finde ich natürlich Ihre Geschichte total beeindruckend.
00:19:48: Es ist ja einfach so, dass es wird oft von Female Empowerment besprochen.
00:19:52: Das ist eigentlich Female Empowerment.
00:19:54: Deluxe vor oder in der Zeit, noch keiner davon gesprochen hat.
00:19:58: Also sich auf dem Dorf mit 50 nochmal komplett anders selbstständig zu machen gegen die Meinung von Mann und Sohn, ja, braucht echt viel Überzeugung und ja, finde ich einfach
00:20:10: eine krasse und auch eine schöne Geschichte eigentlich, die sehr erzählenswert ist.
00:20:15: Vor allem, hat ja auch dann relativ bald noch mal das Geschäftsmodell gewechselt, weil das Second Hand ja nicht so gelaufen ist, wenn ich das richtig gelesen habe.
00:20:23: Ist das irgendwie lauer Tradition, dass ihr auch bereit seid, da ursprüngliche Modelle aufzugeben oder nicht extrem daran festzuhalten?
00:20:34: Also in dem Fall war es tatsächlich so, dass meine Mutter war ja schon auch von Tag eins hier im Geschäft mit drinne.
00:20:40: Also die ist eigentlich gelernte medizinisch-technische Assistentin.
00:20:45: meine Großmutter und meine Mutter waren zusammen alleine zu Hause.
00:20:49: Die Männer waren auf einem selbstgeklöppelten Segelboot gerade auf der Ostsee schippern.
00:20:53: Und dann haben sich die Damen so bisschen in Rage gesprochen.
00:20:56: auf der einen Seite haben sie schon verstanden, es kommen Kunden.
00:20:59: Also der Secondhand-Shop wird durchaus angenommen.
00:21:01: Also das Grundkonzept ist eigentlich richtig.
00:21:04: Aber es wird halt vielfach nicht das in Kommissionen gegeben an Kleidung, was die Leute eigentlich nachfragen wollen.
00:21:09: Deswegen war eben der Gedanke, neue Ware mit dazu zu nehmen.
00:21:13: Und da haben dann beide gesagt, komm, wir schmeißen jetzt mal jeweils 5000 Mark in Pott und fangen mal an.
00:21:18: Und das haben sie dann gemacht.
00:21:19: Und das hat sich dann eben so sehr als erfolgreich etabliert, dass sie dann eben noch ein halbes Jahr später gesagt haben, okay, jetzt führen wir ganz mit Secondhand auf.
00:21:26: Also insofern, klar, man geht schon mit offenen Augen durchs Leben und probiert halt.
00:21:32: die richtigen Pivots zu machen, wenn man sieht, dass irgendwas nicht mehr funktioniert.
00:21:35: Ja und ihr seid ja dann auch Jahr für Jahr gewachsen.
00:21:38: Ich habe ja schon gesagt, die Anbauten, Umbauten sind 4.000 Quadratmeter aktuell.
00:21:43: Wachstum, Wachstum, Wachstum muss man dazu sagen.
00:21:46: Wann war denn der Punkt, wo dann auch vielleicht der reine Wachstum vielleicht nicht mehr automatisch die richtige Antwort war?
00:21:54: Naja, also man hat schon gemerkt, also das würde ich jetzt schon ganz klar sagen, als ich mit ins Unternehmen gekommen bin, da war schon ein großer Stau im Backoffice-Bereich
00:22:03: sozusagen.
00:22:04: Also es ist quasi immer vorne immer weiter gewachsen und die Damen haben auch viel powered by Emotion das Richtige eingekauft.
00:22:13: Also das ist ja letztlich auch total wichtig, dass man die richtige Ware auch da hat, die eben nachgefragt wird.
00:22:17: Aber viele Prozesse sind eben nicht gewachsen.
00:22:19: Also wie ich schon gerade eben anekdotenhaft sagte, die örtliche
00:22:23: Bank hat einem den ersten Rechner geschenkt überhaupt.
00:22:25: Also viele Prozesse waren sehr, sehr händisch.
00:22:29: insofern, die Internetseite war quasi nicht existent.
00:22:33: Als ich 2008 gekommen bin, da gab es eine Internetpräsenz, die war schwarz.
00:22:38: Also sah eher aus wie so eine Harley-Davidson-Clubseite.
00:22:41: Schwarz mit weißen Buchstaben drauf und roten Hyperlinks.
00:22:43: Also ganz gruselig.
00:22:46: es, ich glaube, die erste Amtshandlung war, ich habe erst so einen Google Analytics-Coder eingebunden und dann waren das ungefähr, glaube ich,
00:22:53: 15 Leute waren am Tag auf der Seite.
00:22:56: Aus meinem vorherigen Job wusste ich natürlich bisschen die Grundlagen über SEO und habe dann die Seite überarbeiten lassen.
00:23:03: Dann waren wir relativ schnell schon bei eher so 200 bis Besuchern am Tag und jetzt sind es noch deutlich mehr.
00:23:11: Das waren so Dinge, die man angerührt hat.
00:23:12: Dann eben die Prozesse im Hintergrund, in der Buchhaltung, mehr Digitalisierung, im Wareneingang, der Warnwirtschaft auch.
00:23:20: Die ist natürlich großer, großer Datenschatz.
00:23:23: Da war vieles nötig sozusagen, was vorher quasi auch so geklappt hat, aber was natürlich auch dazu geführt hat, meine Mutter und meine Großmutter natürlich auch relativ
00:23:35: unentbehrlich waren.
00:23:36: Also sind sie irgendwo immer noch oder vielmehr meine Mutter ist es immer noch.
00:23:42: nicht mehr so, dass es das Unternehmen jetzt in irgendeiner Form bedrohen würde, sondern eben eher als die Galjunsfigur sozusagen.
00:23:48: Also die Prozesse laufen jetzt ja auch so.
00:23:51: Das gleiche gilt für mich, also ich bin auch anbärlich.
00:23:55: Mittlerweile, wie habe ich schon gesagt, ihr habt es wirklich hier aufgebaut zu einem Einkaufserlebnis.
00:24:02: Es gibt auch Veranstaltungen wie Laueland, Cafet, Trauringe, Schneiderei und so weiter und so fort.
00:24:07: Und ihr sprecht von einer One-Stop-Destination-Hochzeit, wenn ich das so sagen darf.
00:24:15: Wann habt ihr eigentlich dann auch aufgehört zu sagen, okay, wir verkaufen nur Festmode und wir denken anders, wir wollen
00:24:23: ein Erlebnis verkaufen.
00:24:25: Ja, also das ist ja durchaus auch so ein Zeitgeist.
00:24:29: Nee, das war tatsächlich, würde ich sagen, noch nicht immer der Fall.
00:24:32: man hat ja doch dann gemerkt, der Zeitgeist geht in diese Richtung.
00:24:38: ich habe das schon, also ich bin 2008 ja ins Unternehmen gekommen und habe 2000 habe ich Abitur gemacht.
00:24:45: Und wenn ich dann nochmal im Nachgang an meine alte Schule gegangen bin und mir da so die Abi-Jahrgangsbilder angeguckt habe, dann sah man eigentlich, dass quasi nach meinem Abi
00:24:54: die späteren Jahre, das wurde immer schicker, immer festlicher.
00:24:57: wurde quasi der Ballon immer größer aufgezogen und ja, das ging ja schon mit dem Aussuchen los.
00:25:05: Also man merkte dann einfach, eine Schülerin vorbeikommt, Abschlussbeigleit auszusuchen, dann hat sie häufig auch schon vier, fünf Leute mit im Schlepptau.
00:25:12: Also die Eventisierung, die war ja einfach da.
00:25:16: Gleichzeitig sah man natürlich, dass die Hochzeiten auch über Social Media immer größer inszeniert wurden.
00:25:22: die
00:25:23: Bildmaterial, Videomaterial unfassbar wichtig.
00:25:26: Wo es dann vielleicht noch vor 20 Jahren wichtig war, wo man nach der Hochzeit noch in der Küche sitzt und ein Spiegelei ist, hier zumindest auf dem Land, und noch einen finalen
00:25:34: Absacker trinkt, war auf einmal es eben auch wichtig, dass das ganze Farbkonzept und alles sehr, sehr stimmig ist.
00:25:40: Und insofern kam dann eben auch mehr und mehr der Gedanke, dass natürlich auch letztlich das Aussuchen schon ein emotionales Event ist und dass man das dann eben auch entsprechend
00:25:49: gestaltet und dann
00:25:51: sind wir eben angefangen, so kleine Separeeräume zu erbauen und haben dann eben sofort gemerkt, okay, die erfreuen sich höchster Beliebtheit, die sind immer ausgebucht, der
00:26:02: Durchschnittsbong in diesen Räumlichkeiten ist halt größer.
00:26:05: Also das ist quasi so bisschen Wohnzimmeratmosphäre mit Prosecco und eben einem Private Room, wo man dann eben seinen Traumkleid aussucht.
00:26:12: das hat sich eben halt so schnell als sehr positiv erwiesen, dass wir das Ganze
00:26:16: mittlerweile dann eben extrem ausgebaut haben.
00:26:18: in der Brautabteilung jetzt elf von diesen Separeeräumen.
00:26:21: In der Herrenabteilung haben wir drei und in der Damenabteilung haben wir einen, der ist allerdings relativ groß.
00:26:26: Da können dann eben sämtliche Brautjungfern gleichzeitig sich vergnügen.
00:26:32: Inklusive Junggesellen ein Abschied, ist das auch möglich bei euch?
00:26:35: Oder endet irgendwann auch mal die Customer Journey?
00:26:40: Also man könnte es vielleicht auch nochmal ermöglichen.
00:26:45: Ich will dir jetzt durchaus mal dich mal in meine Fontanellen holen.
00:26:47: Also es gibt ja mitunter echt Gedanken, die einen so umtreiben.
00:26:50: Irgendwann habe ich auch mal gedacht, okay, es wäre eigentlich ganz cool, wenn man auch ein paar Zimmer hier hätte, dass dann eben auch die Leute, von weiter weg können, kommen
00:26:58: hier vielleicht dann eine gute Schlafgelegenheit haben.
00:27:02: Die können ja am Café frühstücken, danach können sie ihr Kleid aussuchen, dann können sie vielleicht noch irgendwie bisschen Wellness machen.
00:27:07: Aber mitunter ist es gar nicht so einfach, da die entsprechenden Baugenähnungen zu bekommen.
00:27:11: insofern, da waren wir wieder bei der Regulatorik.
00:27:13: Das ist bis heute noch nicht umgesetzt, Gedanke.
00:27:16: Grundsätzlich wäre es aber möglich, was wir schon haben, ist, dass teilweise Bräute aus der Anprobe abgeholt werden zu ihrem Junggesellenabschied.
00:27:22: Das passiert schon.
00:27:23: So noch dem Motto, vier Mädel sind schon da und die anderen sechs kommen dann noch dazu und dann geht es weiter irgendwo hin.
00:27:29: Also das kommt häufiger vor.
00:27:32: Okay, jetzt, ich könnte mir auch, wenn ich jetzt kommen würde, also ich muss tatsächlich jetzt nicht für die Hochzeit kommen, aber wenn ich käme, ja sagen wir so, auch einen DJ
00:27:42: bestellen und ich würde jetzt meinen DJ in den separaten Raum stellen, dass ich mit meinen Humpers noch abshaken kann, während ich meinen Anzug anbringe.
00:27:54: Haben wir bisher tatsächlich noch nicht gehabt, hatten die Anfrage auch noch nicht.
00:27:57: Also klar, haben mal welche irgendwie bisschen Mucke oder eine Box mitgebracht, einen DJ hatten wir noch nicht da, aber bisschen Musik hatten wir schon da.
00:28:05: Aber generell, die Männer fahren total ab auf diese Räumlichkeiten, da gibt es dann halt ein leckeres Fassbier und das ist der Wahnsinn.
00:28:12: es ist ja einfach auch so, ursprünglich hatten Bräutigam einen Termin gebucht, wollte sich beraten lassen und sobald Männer dann irgendwie zwei, drei Bier getrunken haben,
00:28:23: ist es häufig genug so, dass dann eben die Mitstreiter denken, ach Mensch, jetzt bin ich schon mal aus meiner Höhle raus, jetzt kann ich auch noch nach einem Anzug suchen und dann
00:28:30: hat man auf einmal Anzug zwei und drei einfach in zehn Minuten verkauft und insofern amortisieren sich die Räume eigentlich bei den Herren am besten.
00:28:41: Spannend.
00:28:42: Was mich auch interessieren wird, ist, du hast es schon erzählt, du bist ja auch ein Freund von Daten und erhebt systematisch Daten.
00:28:50: Was habt ihr gelernt aus eurer systematischen Datenerhebung hinsichtlich Erfahrung im Laden, wie man das noch verbessern kann?
00:28:58: Habt ihr da was rausgezogen oder sind die Daten eher für andere Dinge, die ihr benutzt?
00:29:05: Ja gut, ich sage jetzt mal im Wesentlichen, die meisten Daten, die wir verwenden, eigentlich zur Optimierung des Einkaufs.
00:29:12: Da ist einfach bei uns, das ist ja ein wesentlicher Faktor, dass wir im Einkauf einen guten Job machen.
00:29:17: Da hängt ja letztlich ein Großteil der Marge und gerade in unserem Bereich, wo man eben auch die Dinge ja nicht zurückgeben kann, sondern man geht ins unternehmerische Risiko und
00:29:28: muss dann im Idealfall gut einkaufen, dann auch Bütten zu verkaufen.
00:29:31: Es ist schon wichtig, dass man da eben die Daten auswertet und da eben den Einkauf optimiert.
00:29:36: Was die Experience angeht, wie gesagt, haben wir relativ schnell bemerkt, dass eben der Durchschnittsbon, die durchschnittliche Abschlussquote bei so einem Private Room halt
00:29:46: deutlich besser ist.
00:29:47: Demnach haben wir es dann eben entsprechend gleich ausgebaut.
00:29:50: Also sowas sieht man eben auch, wenn wir Nachfrage merken, es fragen Personen nach
00:29:56: nach Regen nach sozusagen, dann haben wir uns irgendwann entschieden, das dann eben auch noch mal aufzunehmen, obwohl wir das vor 15 oder 20 Jahren schon mal mit drin hatten über
00:30:05: jemand externes und es da nicht lief.
00:30:07: Aber wir probieren dann natürlich eben auch zu gucken, sind das jetzt irgendwie Investments, die wahnsinnig hoch sind oder können wir einfach mal ausprobieren und gucken,
00:30:15: wie es läuft.
00:30:17: dann sind wir da ganz versuchsfreudig sozusagen anhand der gesammelten Informationen.
00:30:22: Cool.
00:30:23: Ja und das Thema versuchsfreudig finde ich ganz spannend, schöne Überleitung.
00:30:27: wenn wir jetzt Richtung noch mehr Digitalisierung gehen bei euch, habe ich nämlich eine Frage und das ist natürlich auch ganz spannend, bringt vielleicht ein bisschen Klarheit
00:30:38: hinein, aber vielleicht auch nicht.
00:30:40: Ihr wart 2024 auf der OMR mit Lauer Vegas und ihr seid dort aufgetreten und dort hast du im Priestergewand Spaßhochzeiten durchgeführt.
00:30:53: Was macht denn Festbodenherrsch den Händler aus Tellingstedt auf so einer großen Digitalmesse in Europa?
00:31:00: Wird das zu euch dazu zum Thema Digitalisierung oder wie kam es dazu?
00:31:07: Ja gut, okay, das ist eine lustige Anekdote.
00:31:10: Also es war halt so, ich bin mit Philipp bekannt und habe halt einige Freunde, die bei OMRA arbeiten und mir wurde dann zugetragen, dass da eben noch ein Spot frei ist und da
00:31:23: musste man sich dann eigentlich relativ schnell entscheiden, weil ich glaube am nächsten Tag war die Abgabe für das ganze Druckmaterial und da ist dann das Schöne, man kann dann
00:31:30: ja mitunter eben auch als Unternehmer so powered.
00:31:32: bei Emotion entscheiden und weiß dann auch gar nicht, ob das jetzt irgendwie wirtschaftlich so eine sinnvolle Entscheidung ist.
00:31:38: Man macht es dann einfach mal.
00:31:40: Und dann haben wir uns eben diesen Spot da gesichert und haben eben gedacht, okay, wie kriegen wir da so bisschen die Aufmerksamkeit der Leute?
00:31:46: Die Überlegung war halt, es kommen 70.000 Leute, die sind wahrscheinlich alle irgendwo so im Bereich Anfang 20 bis Mitte 40, also durchaus ein großer Anteil auch im
00:31:55: hochzeitsfähigen Alter sozusagen oder heiratsfähigen oder willigen Alter.
00:31:59: Und ja, dann dachten wir eben, dann machen wir da so eine
00:32:02: Art Techno-Chapelle auf sozusagen und haben dann eben Kurzgespräche mit den jeweiligen Leuten geführt, die dann eben möglicherweise ihre Arbeitskollegen oder tatsächlich ihre
00:32:13: Freundinnen dort spaßweise verählichen wollten und den haben wir dann da in Kaugummiautomaten hingestellt.
00:32:19: haben sie dann quasi sich einen Ring rausgezogen und dann habe ich halt ein kurzes Interview mit denen geführt, habe mir dann meinen Gewand übergeworfen und habe den dann
00:32:28: mit Unterstützung von CHEP GPT quasi
00:32:30: eine Traurede gehalten.
00:32:31: Und es war halt wirklich unterhaltsam.
00:32:33: Also wir hatten echt viele, die da die ganze Zeit am Stand verbracht haben.
00:32:36: Also ich kann mich auch noch dran erinnern, ein Bekannter von Google meinte halt danach zu mir, bei der gesamten OMR mehr an unserem Stand rumgehangen als beim Google Stand.
00:32:45: Und insofern war das für uns ein totaler Candystorm sozusagen, weil auch viele vorbeikamen und dann nochmal von ihrer eigenen guten Erfahrung bei uns berichtet haben.
00:32:56: Wir haben da auch ein paar Termine gemacht, aber
00:32:59: Unterm Strich war es, würde ich sagen, echt ein Nullsummenspiel.
00:33:02: ja, eine schöne Erfahrung, weil es einfach so viel positives Feedback gab.
00:33:08: Cool, lässig.
00:33:11: Dann lass uns nochmal zum Thema Digitalisierung zu den Anfängen kommen.
00:33:16: war alles sehr offline.
00:33:18: Die Sparkasse hat euch einen Computer geschenkt und mit Onlinebanking mal durchgeführt.
00:33:25: Oder, Entschuldigung, nicht dass hier andere, sag ich mal, die Federn mit Federn geschmückt werden.
00:33:34: Was war denn eigentlich sonst zu das Thema bei der Digital Sync?
00:33:37: Wo hast du begonnen, wie du gekommen bist?
00:33:39: meine, war ja anscheinend wirklich alles sehr manuell.
00:33:46: Wie hast du begonnen und wie ging's weiter?
00:33:50: Ja, ich würde mal sagen, der Status quo war ja, ich kam, man hat sich komplett auf die Mund-zu-Mund-Empfehlung verlassen.
00:33:58: Und das ist ja auch gut und das ist, würde ich sagen, auch immer noch die stärkste Empfehlung.
00:34:02: Aber wir waren nicht präsent in sozialen Medien und auch gar nicht im Internet.
00:34:10: Wie gesagt, hatten eine Präsenz, die war grenzwertig von der Optik her und auch nicht sonderlich frequentiert.
00:34:16: Das eben umgebaut, Seomassnahmen betrieben.
00:34:20: und dann eben relativ schnell auch immer auf den jeweiligen Social Media Kanälen gewesen, sodass wir ein bisschen davon wegkamen, dass wir nur auf die Mund-zu-Mund-Empfehlung
00:34:31: angewiesen waren, sondern eben auch selber ein bisschen mehr in die Akquise online gegangen sind und das Schaufenster einfach digital deutlich vergrößert haben, als eben
00:34:39: hier an dem Standort Telling steht.
00:34:41: Das führte eben auch dazu, dass letztlich ja, wie du schon im Intro erwähnt hast, ja auch Leute von weiter weg kamen.
00:34:47: Also die Auswahl hatten und dieses
00:34:50: One-Stop-Erlebnis hat dann eben auch dafür gesorgt, dass dann eben Leute aus Berlin, Braunschweig, Düsseldorf, was weiß ich, sagen, Mensch, da kann ich irgendwie alles an
00:34:57: einem Ort erledigen und dann wohnt meine Oma vielleicht auch noch 20 Kilometer entfernt, dann besuche ich die einfach mal und das dann eben probiert haben zu verknüpfen oder ich
00:35:06: habe einen Urlaub hier die Ecke, dann schaue ich da mal vorbei an einem regnerischen Tag und habe dann eben alles an einem Tag erledigt.
00:35:12: Also das war letztlich als Kundenerquise-Kanal wichtig da anzufangen und wie gesagt prozessuell.
00:35:21: Wenn es jetzt Buchhaltungsthemen ging, das wurde wirklich noch quasi halb manuell gebucht.
00:35:27: Also da dann eben erstmal eine entsprechende Dativanbindung, die dann auch zur Warnwirtschaft über entsprechende Schnittstellen verknüpfen.
00:35:34: Die Warnwirtschaft an sich existierte zu der Zeit ja noch gar nicht.
00:35:37: Die, würde ich sagen, war tatsächlich der wichtigste Erfolgsfaktor.
00:35:40: Weil, wie ich schon erwähnte, ich finde bei uns liegt im Einkauf halt wirklich viel des Erfolges und
00:35:48: Wir konnten durch die Einführung der Warnwirtschaft unseren Warnbestand um roundabout 20 Prozent schon in einem Jahr runterfahren und hatten gleichzeitig noch 10 Prozent
00:35:58: Umsatzsteigerung.
00:36:00: Wir haben dann viel mehr von dem Richtigen da gehabt und das Falsche langsam auslaufen lassen.
00:36:06: Das war auf jeden Fall die wichtigste Digitalisierung.
00:36:10: Naja, okay.
00:36:11: Und viele traditionelle Händler sehen ja auch oftmals das Internet als Bedrohung an.
00:36:16: Du argumentierst ja eher online, bringt die Menschen zu uns in den Laden.
00:36:20: Wann hast denn du verstanden, dass online und offline keine Gegner sein müssen?
00:36:24: Ich würde sagen, das habe ich eigentlich schon relativ schnell verstanden.
00:36:27: Man konnte es am Anfang vielleicht noch gar nicht so unbedingt sinnvoll miteinander verknüpfen.
00:36:31: Also es war am Anfang ja, wie gesagt, nur ein Schaufenster.
00:36:34: Und dann ist es ja irgendwann über diese Buchung der Private Rooms, den Online-Shop sozusagen dann auch noch ein bisschen runder geworden.
00:36:44: Und ich würde eben auch jetzt sagen, es ist so, die Leute kaufen zwar im Endeffekt ein Produkt, aber die wollen es ja trotzdem von einem Menschen kaufen.
00:36:54: Und ich glaube, deswegen ist es eben auch wichtig, dass wir auch einen Teil unserer Persönlichkeit übers Internet transportieren.
00:37:02: Ich glaube, viele Termine werden auch gebucht, weil sie sehen, wenn ich nach Tellerschild fahre, dann kann ich ungefähr die und die Persönlichkeiten dort im Laden erwarten.
00:37:10: Da ist ein Chef, der sich nicht zu ernst nimmt.
00:37:15: Deswegen buche ich letztlich einen Termin auch, weil ich das Gefühl habe, das könnte gut matchen.
00:37:19: Ich denke, das ist letztlich ganz wichtig.
00:37:22: und es zeigt, wie er und offline letztlich unterstützt.
00:37:28: Du seid ja extrem stark im Social Media unterwegs.
00:37:30: Also Instagram, TikTok, Facebook, YouTube, überall irgendwo seid ihr dabei.
00:37:38: Da warst du wahrscheinlich die treibende Kraft auch dahinter oder warst doch dann die Mama, gesagt hat, okay, nee, so und jetzt mach mal, da müssen wir rein.
00:37:48: Nee, ich denke schon, dass ich mir angreifen kann, ich nicht wie treibende Kraft war, aber es ist natürlich so, das hat sich natürlich entwickelt.
00:37:56: Wir haben ja mittlerweile eben auch dann zwei Kolleginnen, die das Ganze eben organisieren und orchestrieren.
00:38:02: insofern, da kam sicherlich mal irgendwann der Impuls von mir, aber jetzt bin ich ja auch nur noch Darsteller sozusagen und werde mal angespracht, wenn ich irgendwas machen soll,
00:38:13: wenn es was organisatorisches Einzelsprechen gibt oder wenn es irgendwas Lustiges gibt, wo sie denken, dass
00:38:18: ich da eine Bereicherung sein könnte, dann mache ich halt gerne mit.
00:38:21: Aber super wichtig, wir sind auch auf einigen Kanälen erfolgreich, auf anderen eben nicht so erfolgreich.
00:38:26: TikTok haben wir leider irgendwie noch nicht so durchdrungen.
00:38:29: Da tun wir uns doch sehr schwer.
00:38:31: Da müssen wir auf jeden Fall noch einwachsen.
00:38:33: Aber Instagram haben wir halt monatlich mittlerweile weit über eine Million Kontakte.
00:38:39: Also insofern ist das schon echt ein wichtiges Feld.
00:38:42: Und das merkt man, wie gesagt, auch in den Terminbuchungen, die
00:38:46: Letztlich, ja, man macht ja mittlerweile vieles heutzutage über Ads-Schaltung, aber seitdem wir mehr Frequenz haben, ist halt unser Ads-Band auch deutlich untergegangen.
00:38:56: Also Ads-Band pro Buchung zumindest, weil eben viele mittlerweile auch eben generisch über den dort generierten Traffic sozusagen ihre Buchungen machen.
00:39:06: Wie lange hat es gedauert, bis ihr, sage ich mal, Präsenz aufgebaut habt und jetzt da seid, wo ihr seid?
00:39:12: Es ist ja letztlich immer so ein schleichender Prozess sozusagen oder ein stetiger Prozess.
00:39:16: Ich würde jetzt jedem sagen, wenn ihr ein Learning mitnehmen sollt, dann bitte bleibt am Ball.
00:39:21: Fangt an, fragt euch nicht zu oft irgendwie, ist das gut, was ich da gerade mache, sondern macht einfach erstmal los.
00:39:27: seht ja eine Reaktion, ob es gut ist oder nicht und irgendwann habt ihr dann auch das Format gefunden, was passt und dann bleibt bitte kontinuierlich am Ball.
00:39:35: Also wir haben uns da auch peu à peu auf diese Zahlen von
00:39:40: 1,5 Millionen bei Instagram mittlerweile hochgearbeitet und sind da auch mal kleiner angefangen.
00:39:46: Also wichtig ist halt, dass man denke ich mal bei sich selbst bleibt und nicht irgendwas darstellt, was man halt nicht ist.
00:39:55: Jetzt präsentiert ihr viel auf diesen Kanälen, aber es gibt auch noch genügend andere, sage ich mal, Accounts, wo sich die Kundinnen und Kunden erkundigen können, was es denn
00:40:09: alles gibt und was alles möglich ist und so weiter und so fort.
00:40:12: Jetzt kann ich mir vorstellen, dass das möglicherweise auch die Beratung vielleicht an der einen oder anderen Stelle auch mal schwierig gemacht.
00:40:20: Wie erlebt ihr das, wenn dann auf einmal Kundinnen und Kunden kommen und auf einem
00:40:24: alles wissen, so wie die Eltern in der Schule den Lehrern immer alles sagen, wie es funktioniert.
00:40:28: Jetzt auf die Art.
00:40:30: Ja, das ist auf jeden Fall so und das hat sie natürlich auch wirklich krass gewandelt.
00:40:34: Also als ich hier angefangen habe, da kam eine Braut rein und wenn die informiert war, hat sie gesagt, ich suche eine A-Linie oder ich suche ein Fit & Flair Kleid.
00:40:42: Obwohl, gab es glaube ich damals noch gar nicht so richtig, diese Passform.
00:40:45: Egal, jedenfalls, die haben eine Passform genannt und dann waren sie schon sehr informiert.
00:40:49: Ein paar Jahre später haben sie vielleicht nochmal einen Markennamen genannt und mittlerweile ist es ja so, dass wie gesagt auch alle Brands natürlich ihre komplette
00:40:56: Kollektion.
00:40:57: auf ihren Webseiten, Social Media mäßig bewerben, da ist die Transparenz natürlich viel größer und die Kundinnen sind deutlich informierter.
00:41:06: kommen wir mittlerweile dann eben teilweise schon mit einem Mood Board von Pinterest rein und haben ganz genaue Vorstellungen.
00:41:13: Also insofern würde ich sagen, die Informiertheit der Kunden hat deutlich zugenommen.
00:41:18: Dadurch ist teilweise die Beratung auch schwieriger.
00:41:20: Das muss man auch ganz klar sagen.
00:41:22: Also es ist ja auch so, dass ich denke,
00:41:26: Es war vorher so, dass wenn sich eine Braut für ein Kleid entschieden hat, dann war da ein Haken dran und sie war happy.
00:41:32: Und jetzt ist es ja so, du wirst ja dann über entsprechendes Targeting immer noch weiter dichtgeballert mit entsprechenden Brautkleid-Content und kommst dann glaube ich noch viel
00:41:41: öfter ins Zweifeln, war das jetzt die richtige Entscheidung und hast dann das Gefühl, das nochmal überdenken zu müssen.
00:41:47: Also insofern, das hat zu einer größeren Informiertheit geführt, aber auch zu einer größeren Verunsicherung.
00:41:53: Jetzt bei dem ganzen Thema Digitalisierung gibt es auch Themen, wo du sagst, da werden wir nicht digitalisieren und da müssen wir auch noch rein.
00:42:02: Also diese zwei Extremo, da setze ich weiter auf analog.
00:42:08: Also ganz krass gesprochen, ich höre es ja dann eben auch von Bekannten, die zum Beispiel im Bereich der Pflege arbeiten, dass da ja auch schon Pflegeroboter eingesetzt werden
00:42:19: teilweise.
00:42:20: Oder in der Gastro sieht man ja immer diesen teuren Kollegen, der dann die Tablets abräumt.
00:42:25: Das kann ich mir tatsächlich in unserem Bereich gar nicht vorstellen.
00:42:29: Also ich glaube schon, da muss irgendwie ein menschliches Match sein, weil das eben auch so ein emotionales Produkt ist, das
00:42:37: glaube ich, da Menschen in der Beratung sein müssen und das möchte ich auch.
00:42:44: da sehe ich noch keine schnelle Disruption.
00:42:47: Also ich meine, heutzutage kann man nichts, glaube ich, auf immer ausschließen.
00:42:51: es kann rein theoretisch alles passieren, aber für die nächsten 10, 20, 30 Jahre sehe ich das eigentlich noch nicht.
00:42:58: Also da ist natürlich auch ein Vorteil von unserer Produktgruppe, die wir da eben haben.
00:43:03: Das ist eben ein emotionales Produkt und dafür
00:43:07: setzen sich Menschen ins Auto, eine Strecke lang und wollen das vielleicht gar nicht unbedingt im GroO online bestellen, sondern wollen eben noch diesen Event-Charakter, den
00:43:18: es ganz halt eben hat.
00:43:19: Also da sehe ich momentan noch nicht die Entwicklung, dass wir da reingehen.
00:43:25: Ich könnte mir halt vorstellen, dass an sich der Verkaufsprozess digital unterstützt werden kann.
00:43:32: Da würde ich vielleicht gleich im Zusammenhang mit
00:43:35: dem Thema Bridify, was du auch schon angeteasert hast, durchaus sagen, wo ich denke, wo da die Gedanken hingehen können oder die Entwicklung hingehen können.
00:43:42: Da sehe ich auf jeden Fall Möglichkeiten.
00:43:43: Aber ansonsten steht da für mich immer noch ein Mensch, der einen anderen Menschen berät, auf Augenhöhe, hoffentlich mit einer empathischen Verbindung.
00:43:51: Und dann ist das ein gutes Match.
00:43:54: Und wo müsst ihr euch noch digitalisieren?
00:43:57: Na, sagt ich ja, also gerade bei der Unterstützung dieses Verkaufsprozesses, da gibt es durchaus Möglichkeiten, wo man noch weiter digital werden kann.
00:44:08: ansonsten, ja, vielleicht kann man sicherlich auch noch ein bisschen was rausholen aus den Daten und den Einkauf sogar noch weiter optimieren, wobei ich mir auch nicht immer sicher
00:44:17: bin, ob es total sinnvoll ist, das völlig auf die Spitze zu treiben.
00:44:21: Weil wenn man quasi immer optimiert auf das bestlaufende Produkt,
00:44:27: dann geht ja letztlich auch so bisschen Charakter verloren.
00:44:30: In unserer Branche Mode, da geht es ja auch Begehrlichkeiten.
00:44:33: Da muss man sich also auch gewisse Extravaganzen ja auch im Sortiment leisten können, die vielleicht nicht sonderlich verkäuflich sind, aber eben auch bestimmte Möglichkeiten
00:44:43: aufzuzeigen und besondere Liebhaber sozusagen zu finden.
00:44:47: Von denen schreibt man zwar am Ende des Jahres dann eben auch ein paar Sachen ab, aber das gehört trotzdem irgendwie dazu, auch eine gewisse
00:44:54: modische Spitzheit eben auch präsentieren zu können, sonst wäre man halt zu flach und geht, glaube ich, auch letztlich unter.
00:45:00: Schöner Punkt.
00:45:03: Ihr habt ja relativ viele Mitarbeiterinnen, also 100 Verkäuferinnen und Verkäufer, über 60 Schneiderinnen und Schneider im Betrieb und so weiter und so fort.
00:45:13: Das ist ja auch Traditionsbetrieb.
00:45:16: Viele Leute sind vielleicht auch schon länger bei euch, vielleicht Jahrzehnte und nicht nur ein paar Jahre.
00:45:24: So eine Digitalisierung ist ja oftmals auch mit Angst verbunden.
00:45:28: Und auch mit Veränderungen ist ja auch immer so Thema.
00:45:31: Haben wir immer schon so gemacht eigentlich, warum, was soll man es jetzt machen etc.
00:45:36: Auch Ängste von wegen, werden Sachen über unsere Köpfe hinweg entschieden etc.
00:45:40: pp.
00:45:40: Unsere Jobs sind in Gefahr.
00:45:43: Wie seid ihr da dran gegangen?
00:45:47: Habt ihr eure Belegschaft da mitgenommen in diesem Prozess?
00:45:53: Also ich würde fast sagen, diese Ängste vom Personal sind ja spätestens seit Corona tatsächlich real.
00:46:01: Die gab es eigentlich vorher bei uns gar nicht.
00:46:05: Und ich würde sagen, selbst als Digitalprozesse angestoßen wurden, gab es die nicht.
00:46:10: Also die Menschen haben ja durchaus auch, oder die MitarbeiterInnen haben ja durchaus auch eine Notwendigkeit erkannt, bestimmte Dinge irgendwie auch zu verändern.
00:46:18: Und insofern habe ich da keine
00:46:21: richtige Angst gespürt in dem Moment.
00:46:22: Also da war jetzt kein extrem großes Change Management und die Kommunikation dazu erforderlich.
00:46:30: Ich würde jetzt sagen, wo halt am Anfang noch eine große Blockade da war, tatsächlich so Social Media Aktivitäten.
00:46:35: Da haben natürlich am Anfang schon viele gedacht, okay, ist das jetzt irgendwie wirklich notwendig?
00:46:40: Warum machen wir uns doch zum Affen?
00:46:41: Warum senden wir da irgendwie jeden Tag irgendwas raus in die Welt?
00:46:45: Das haben viele
00:46:48: zu Beginn nicht verstanden.
00:46:49: Und da kann ich mich noch dran erinnern, hatten wir mal einen so einen Aha-Moment, der das in vielen Köpfen dann verändert hat.
00:46:55: Wir einmal einen Sale, den haben wir wirklich nur bei unserem Instagram-Kanal angekündigt, noch nicht mal bewogen.
00:47:01: Es war einfach ein generischer Post, dass wir haben das 3-Minuten-Schätzchen genannt.
00:47:08: Die Leute hatten die Möglichkeit, 3 Minuten in einem Raum nach einem Kleid zu gucken und das Kleid sollte nur 49 Euro kosten.
00:47:16: Das waren quasi Brautkleider, die wir irgendwie auch mal vermarkten mussten.
00:47:20: Das war natürlich ein komplett unwirtschaftlicher Preis, aber es musste halt eben sein, das Sortiment zu bereinigen.
00:47:25: Und das hat letztlich dazu geführt, dass eine Schlange am Montagmorgen vor dem Laden stand.
00:47:30: Ich habe da gar nicht mit gerechnet.
00:47:31: Es war irgendwie in Februar oder März.
00:47:33: Es war saukalt.
00:47:35: Ich kam gerade irgendwie vom Kindergarten, habe die Kinder weggebracht und da standen dann irgendwie schon ...
00:47:41: zwei Stunden vor Ladenöffnung irgendwie gefühlt 40 Leute vom Geschäft.
00:47:47: da es so kalt war, ich dann irgendwie nach Hause.
00:47:48: Ich hatte dann das Abreißzettel, hab denen dann so Zettelchen gegeben, damit die sich wieder ins Auto setzen konnten und dann eben ihre Nummer hatten und nach der Reihenfolge
00:47:55: rankamen.
00:47:57: ja, der Laden war auf jeden Fall bei Eröffnung dann eben entsprechend poppevoll.
00:48:01: Alle wollten zu dieser Aktion, waren teilweise aus NRW gekommen, teilweise aus dem Erzgebirge.
00:48:06: Ich hab ja noch mit Menschen da gesprochen und war dann wirklich, ja...
00:48:10: völlig geflasht, was für Distanzen die da auf sich genommen hatten.
00:48:14: Und wir haben dann auch schon 10 Uhr gemerkt, okay, einige Größen werden echt mau.
00:48:17: Jeder fragt danach, ob wir auch so eine Angebote für die Herrenabteilung hatten.
00:48:21: Und dann haben sich meine Mutter und ich halt spontan überlegt, okay, lass uns den gleichen Stair jetzt auch noch bei den Herren machen.
00:48:26: Haben wirklich nur über Instagram quasi 12 Uhr gesagt, ab 15 Uhr haben wir auch Herren Sachen hier zu demselben Preis im Sortiment und haben dann von 15 Uhr bis zum Feierabend,
00:48:37: glaube ich, noch 50 Anzüge verkauft.
00:48:39: Also
00:48:41: So kurzfristig sind dann eben noch viele Leute gekommen und haben dann eben zugeschlagen.
00:48:46: Und wie gesagt, man muss sich immer wieder vor Augen fällen, wir leben hier echt in der Diaspora.
00:48:50: Also jeder kann mal Google Maps anschmeißen und gucken, wo Telling steht, es ist schön, aber ganz weit draußen.
00:48:56: Und insofern war das halt völlig überraschend.
00:48:58: Und das hat halt echt die Mitarbeiter noch mal auch ein bisschen dafür sensibilisiert, dass halt eben die Digitalisierung, also eben auch die Kundenansprache über Social Media,
00:49:08: ist
00:49:09: essentiell für uns.
00:49:10: ist super wichtig.
00:49:12: Okay, spannend, cool, lässig.
00:49:15: Dann lass uns doch mal zu dem ominösen Bridify kommen, zu der Dating-App, wie ich sie genannt habe.
00:49:24: Ich weiß jetzt nicht nochmal nennen, nicht dass ich deinen Ärger kriege von irgend wem.
00:49:28: Die Idee hast du ja mit Raphael Schulz initiiert und 2023 gelauncht und 2026.
00:49:42: Laut eTailment waren rund 40.000 deutsche Preute aktiv auf der App und im ersten Jahr habt ihr 15 Millionen Swipes verzeichnet.
00:49:56: Wie kam es zu DAD und was kann die App?
00:50:04: Wie funktioniert es?
00:50:07: Will ich dich gerne mitnehmen.
00:50:08: Also, Raphael habe ich tatsächlich auch in Corona kennengelernt.
00:50:12: Er Hochzeitsportal 24 betreibt, mit seiner Frau zusammen.
00:50:19: Die haben, glaube ich, als sie selber ihre Hochzeit geplant haben, geschaut, wo kann ich mir da Inspiration holen, wurden nicht recht fündig und haben dann eben gesagt, okay, dann
00:50:27: starten wir selber so ein Portal.
00:50:29: Und wir befanden uns ja in Corona alle irgendwie so aus dieser Brautbranche, alle so in demselben Dilemma, Hochzeiten.
00:50:36: fanden nicht statt, wenn, dann wurden sie immer kleiner, das Budget wurde auch immer kleiner.
00:50:41: Und da hatte Raphael mich dann irgendwann mal kontaktiert und wir haben so eine kleine Mastermind Gruppe ins Leben gerufen, wo wir uns dann einmal im Monat mit Problemstellungen
00:50:51: unterschiedlicher Unternehmen quasi ausgetauscht haben.
00:50:53: Also vier Leute, jeder ist dann einmal auf dem Hotseat und erzählt, dass er gerade für eine Challenge hat und die anderen probieren eben wertvolle Impulse zu liefern sozusagen,
00:51:01: dass man eben aus dieser herausfordernden Situation irgendwie rauskommt.
00:51:06: Auf jeden Fall haben wir dann einmal im Rahmen einer Mastermind KI wurde dann gerade immer größer als Thema, haben wir uns dann eben darüber ausgetauscht.
00:51:15: kam so der Grundgedanke, wäre doch eigentlich ganz cool, wenn da sich eine Braut diese App runterlädt und quasi Kleider angezeigt bekommt, durch spielerisches Swipen rechts links
00:51:28: dann eben definiert, was ihr Geschmack ist und wir dann eben durch KI auswerten.
00:51:33: und ihr dann immer bessere Vorschläge generieren und sie dann dadurch immer kuratierter und immer besser sich auskennt und sich auf ihren Tenin sozusagen vorbereiten kann.
00:51:43: Das Problem, was damit nämlich verbunden war und auch immer noch heute existiert, im Internet war man ja teilweise noch so viele Bilder rum von Kleidern, die es eben schon gar
00:51:52: nicht mehr gibt.
00:51:53: Also weiß ich selber, hat man irgendwann mal bei Pinterest hochgeladen, wir sind Kleid von 2014, da kommt eine Kundin, fragt uns.
00:52:00: Ob sie das noch bestellen kann?
00:52:02: Ja, nee, gibt's nicht mehr.
00:52:03: Und in dieser App sind halt eben nur die aktuellen Kollektionen drin.
00:52:06: Also insofern ein kuratiertes Angebot.
00:52:10: Und das gibt dann eben den Bräuten die Möglichkeit, auf eine spielerische Art und Weise sich dann entsprechend auf ihre Beratung vorzubereiten.
00:52:18: Und mit der Zeit hat sich das Produkt natürlich unfassbar entwickelt.
00:52:23: es bestehen halt viel mehr Möglichkeiten mittlerweile.
00:52:25: Und ein Feature ist jetzt gerade gelauncht worden.
00:52:29: Da ist quasi
00:52:30: ja so eine Eigenanprobe möglich.
00:52:34: Also du lädst ein Foto von dir hoch und AI macht es möglich, gibt dir dann eben die Möglichkeit, dich in deinem Wunschkleid, was du eben bei Brightify identifiziert hast, zu
00:52:43: sehen, sodass du dann eben schon mal einen viel besseren Eindruck hast.
00:52:46: ich könnte mir halt eben vorstellen, dass man solche Möglichkeiten eben auch im Beratungsprozess nutzt oder den Beratungsprozess eben auch vorlagert.
00:52:54: Also dass die Kundinnen dann einfach schon viel besser informiert sind, was für ein
00:52:59: Stil steht mir eigentlich, was gefällt mir gut, in welche Richtung soll es gehen.
00:53:03: Das ist so das Konzept von Brightify und für die Fachgeschäfte gibt es natürlich extrem viel vorkuratiertes Publikum sozusagen.
00:53:14: man bekommt ja wirklich sehr, sehr warme Leads, weil man eben auch schon weiß, was die Kundinnen interessiert für eine Stilrichtung.
00:53:22: Für die Marken ist es natürlich auch interessant.
00:53:24: Die kriegen natürlich auch Feedback, welche Kollektionen, welche Stile.
00:53:28: sind im Moment gefragt und können dadurch natürlich auch ihre Kollektionsgestaltung optimieren.
00:53:33: Das ist so der Gedanke.
00:53:34: Also wir bringen eigentlich drei Seiten zusammen und haben das Gefühl, dass für alle drei Seiten danach das Leben leichter ist.
00:53:41: Und insofern sind wir im Moment sehr zufrieden mit der Entwicklung der App.
00:53:46: Also drei Seiten, die Kundinnen habe ich verstanden, die swipen links, rechts und sagen, das ist schön.
00:53:53: Die Marken, ich gehe davon aus, denen bekommt ihr die Kleider oder die Vorschläge, damit ihr die einspielen könnt.
00:54:02: Und die Unternehmen, das sind die, die euch sagen, okay wir haben das Kleid, die Marke im Angebot und die Kundinnen, wenn die sagen, das ist es, das möchte ich klicken drauf und
00:54:12: sagen, naja das gibt es jetzt in
00:54:14: in München, in Hamburg, in dem Laden, München, in dem Laden, in Tellingstedt natürlich auch, logischerweise, und so weiter und so fort.
00:54:24: Genau, das sind die drei Seiten, die wir da zusammenbringen.
00:54:27: Genau, die Marken, liefern uns natürlich letztlich das Bildmaterial und die Zahlen natürlich letztlich irgendwie für den Traffic, sie sozusagen bekommen.
00:54:36: Und ich finde, da hat sich echt schon viel entwickelt.
00:54:38: Also wenn man sich einfach mal vorstellt, 40.000 aktive Bräute, das sind halt irgendwie zehn Prozent oder mehr als zehn Prozent mittlerweile im deutschsprachigen Bereich.
00:54:46: Das finde ich schon recht beachtlich sozusagen, wenn ich mir einfach vorstelle, von wo wir kommen.
00:54:50: Also wie gesagt, ansonsten kannte man halt
00:54:53: Pinterest-Boards und davor kamen die Bräute mit Brautmagazinen und irgendwelchen eingekringelten Kleidern ins Geschäft oder eben gänzlich unvorbereitet und insofern finde
00:55:04: ich, das schon eine sehr, sehr gute Zahl.
00:55:06: Dann haben wir eben genau die Fachgeschäfte, die letztlich auf der App gelistet sind und genau dann eben die Endkundinnen, die sich dadurch dann eben entsprechende Inspirationen
00:55:17: holen und die Theorie, die wir als Vorlaunch aufgestellt hatten, war halt, dass eine
00:55:23: potenzielle Braut mindestens 200 Kleider sich angucken müsste, damit wir das als sinnvoll erachten.
00:55:30: Und da wurden wir ziemlich gleich des Besseren belehrt, dass sie deutlich mehr gucken.
00:55:36: Also ich kann dir gar nicht genau sagen, wo die aktuelle Zahl liegt, aber es gibt genug Braute, die sich die App installieren und sofort nach der Installation alle Kleider
00:55:43: durchswipen, die es überhaupt gibt.
00:55:45: Und da reden wir dann halt von ein paar Tausend.
00:55:48: Dass da eine gewisse Stickiness vorliegt und dass Frauen
00:55:53: die sich mit dem Thema Hochzeit und Drautkleidsuche beschäftigt haben, da viel in der App machen.
00:55:59: Das konnten wir uns schon vorstellen und das fühlen wir jetzt bestätigt.
00:56:04: Okay, was macht sie mit den Daten?
00:56:05: auch andere Frage, wem gehören denn dann noch diese ganzen Daten?
00:56:08: Sie zieht sie relativ viel von den Preuten ab quasi, Beliebtheit dies und jenes.
00:56:15: Was gibt sie weiter, was gibt sie nicht weiter und wem gehört das Ganze?
00:56:19: Naja, also ich hätte fast gesagt, es lassen sich ja bestimmte Daten letztlich anonymisiert zu sogenannten Trends eben auch umarbeiten und die kann man dann ja entsprechend sowohl
00:56:30: den Geschäften als auch den Marken zur Verfügung stellen, eben entweder auf der einen Seite den Einkauf zu verbessern und auf der anderen Seite eben aber auch die
00:56:37: Kollektionserstellung.
00:56:39: Also einfach solche Informationen wie Breute, Abgröße 44 aufwärts, nehmen am liebsten
00:56:46: das Material Schiffung, am liebsten den Ausschnitt Herz und die Trägerform Carmen oder irgendwie sowas.
00:56:54: Das sind ja Informationen, die schon relevant sind, die man dann eben beim Einkauf berücksichtigen kann und auch eben entsprechend bei der Kollektionserstellung und dadurch
00:57:01: eben entsprechende Ressourcen auf beiden Seiten schonen.
00:57:04: Und mit dem Thema, was gibt man möglicherweise an personalisierten Daten dann entsprechend weiter, da ist es dann ja so, dass wenn dann eben dieses
00:57:14: diese AI-Anprobe sozusagen erfolgt.
00:57:17: Dass dann eben sozusagen die potenzielle Kundin oder die werdende Braut sich dann eben auch das Fachgeschäft aussucht, was in der Nähe ist und bereit will ich sozusagen, dass es
00:57:27: dann eben auch weiter gibt als Basis einer Terminvereinbarung dann.
00:57:31: Und so hat man eben bei der Terminvereinbarung eben keinen Kaltstart, sondern weiß eben schon genau in welche Richtung es gehen muss oder soll und kann dann eben besser
00:57:40: losarbeiten schon mal.
00:57:41: Also die Unternehmen kriegen diese ganzen Informationen auch.
00:57:46: Über Bridify kann ich einen Termin ausmachen, sag hier ich komm zu dir und dann und dann 10 Uhr bin ich bei dir, Separee A und dann weißt du schon, ok gut, das sind diese 5
00:57:56: Topguider, die am meisten, dann hängen die schon im Separee und
00:58:02: Genau.
00:58:03: Also es ist natürlich nicht ganz so smooth, weil natürlich jeder Laden irgendwie ein anderes Terminbuchungssystem hat.
00:58:08: da ist natürlich noch ein Haken drinne sozusagen.
00:58:10: Also man wird halt vorher die Kunde nochmal kontaktieren müssen und diesen Termin dann auch wirklich bestätigen müssen.
00:58:15: Aber grundsätzlich bekommt man dann schon eben die vielen Informationen an die Hand, sodass man eben keinen Kaltstadt hat, sondern schon sehr warm in die Beratung einsteigt.
00:58:25: Und wie gesagt, das Feedback ist bisher, finde ich, phänomenal und ich kann es jetzt ja sagen, weil ich als auch
00:58:32: Geschäft natürlich dran hänge.
00:58:35: Die Traffic Qualität ist halt sehr gut.
00:58:38: man hat ja immer unterschiedliche Kanäle und einige sind effektiver, andere sind eben weniger effektiv und da ist halt die Traffic Qualität super.
00:58:49: Pridify ist aber nicht rein von eurem Unternehmen gepusht, sondern ist stationärer Handel neutral.
00:59:00: Ja, Genau, also wir haben zwar, genau, also wir haben da jetzt ein Premium-Paket gebucht, aber bezahlen ist auch ganz regulär, aber es gibt natürlich weitere stationäre Läden, die
00:59:10: halt eben auch Premium gelistet sind.
00:59:14: Das heißt, wir sind eben, bei Google natürlich, etwas höher angezeigt und dann gibt es natürlich welche, die ein normales Paket haben.
00:59:19: Aber grundsätzlich genau sind da, ich kann dir gar nicht genau die Zahl sagen, der stationären Geschäfte in Deutschland, es sind auf jeden Fall, würde ich sagen, einige
00:59:26: hundert in UK sind es.
00:59:27: sogar noch mehr als in Deutschland.
00:59:28: Also es gibt diverse stationäre Geschäfte, nicht nur uns.
00:59:32: Und auch ich stehe hier im Austausch mit anderen stationären Geschäften.
00:59:35: Also grundsätzlich muss man ja sagen, ich freue mich zwar, wenn die Kunden zu uns kommen, aber ich werde auch nicht alle Bräute und Bräutigame dieser Welt beglücken können.
00:59:44: Also insofern gibt es eine ganz kollegiale Quo-Existenz, würde ich sagen.
00:59:51: Für Herrn ist es aber jetzt noch nicht angedacht oder kommt soll das auch kommen?
00:59:57: Doch, soll quasi auch kommen, wobei man natürlich sagen muss, ich glaube schon, dass die App weiterhin eher von Damen installiert wird, aber das kann natürlich schon sein, dass
01:00:06: die vielleicht mal irgendwie zu dem zukünftigen dann hingeht und sagt, hier, ich habe das hier gesehen und das dann eben entsprechend mal zeigt.
01:00:14: Aber ja, ein Herrenfeed ist da auch in Planung.
01:00:16: Ringe bürgen sich ja auch an.
01:00:18: Also du merkst, der Kreativität sind da weder wenig Grenzen gesetzt, sondern man kann halt eben dann auch wieder den Full Circle
01:00:26: Loop quasi kreieren, denke ich.
01:00:29: Ja, vor allem könnte ich mir auch vorstellen, also wenn ich jetzt so an Unternehmen denke wie Outfittery oder solche Sachen, die ja auch viele Designer beschäftigt haben, keine
01:00:37: Ahnung, wie viele dann wirklich auch Menschen sind, aber denen sowas auch zur Verfügung zu stellen, ist eigentlich, auf, deine Kunden können da auch swipen, können sich die
01:00:45: anschauen, das finde ich gut, das finde ich weniger gut, weil normalerweise fragen, die rufen dich an und fragen ja, okay, willst du eher was Sportliches, willst du eher was
01:00:52: Legeres, was auch immer, ja, oder Elegantes und dann stellen die dir was zusammen, aber wenn
01:00:58: diese Frage gehen kannst, sondern das direkt durch Swipes kriegst, können die das dann auch viel vielleicht noch viel besser die Kollektionen zusammenstellen.
01:01:06: Vielleicht sollte die auch mal mit Ihnen sprechen.
01:01:08: Ja, da würde ich dir grundsätzlich recht geben und hiermit dürfen sich potenzielle Investoren gerne melden, damit man den Ballon noch in andere Richtung aufblasen kann.
01:01:17: Also auf jeden Fall sehe ich da auch das Potenzial, was du gerade ansprichst und ich denke, Raphael sieht das auch.
01:01:22: Wir bleiben jetzt erstmal hier bei dem Kernprodukt sozusagen, was ja wie gesagt schon genug Möglichkeiten der Diversifikation sozusagen bietet, aber auf jeden Fall ist da noch
01:01:31: Luft in weitere Richtungen.
01:01:33: ja, okay, cool.
01:01:35: Werden eigentlich, glaubst du, in Zukunft die Leute auch wirklich noch kommen, die Sachen anzuprobieren oder wird es zukünftig irgendwie über 3D-Avatare, ja, geht es ja schon in
01:01:45: diese Richtung ein bisschen und virtuelle Anprobe, wird das eher, ich mal, noch mehr werden oder und diesen stationären Anprobieren irgendwie verdrängen oder glaubst du, nee,
01:01:58: das wird schon noch bleiben, weil das sind so viele Feinheiten drinnen.
01:02:03: Es ist auf jeden Fall eine sehr tiefe und natürlich sehr einschneidende Frage für uns.
01:02:09: Wenn ich dann natürlich die Antwort drauf hätte, dann würde ich mitunter deutlich besser schlafen.
01:02:15: ich kann es ja natürlich auch nicht mit Gewissheit sagen.
01:02:17: Also ich glaube schon, dass unser Feld schon so das Letzte ist, was offline eigentlich groß bleibt sozusagen, weil eben das ganze Event, das ganze Erlebnis irgendwo noch da mit
01:02:31: in Verbindung steht.
01:02:32: Also insofern
01:02:33: Da sehe ich das noch nicht ganz akut.
01:02:34: Aber ich gebe dir grundsätzlich recht.
01:02:36: Natürlich wird es immer Schritte geben, die in Richtung gehen.
01:02:38: Und ich habe ja gerade angedeutet, man kann ja auch Brightify mit diesen Funktionen, mit der AI-Anprobe halt nutzen, um letztlich eben auch den Prozess einzuleiten oder wie auch
01:02:48: immer.
01:02:48: Also insofern kann es ja auch unterstützend sein im Verkauf.
01:02:51: Ich sehe es tatsächlich in unserem Bereich noch nicht so, dass es jetzt ganz schnell online kannibalisiert wird, sondern sehe da immer noch den stationären Handel, habe auch
01:03:00: das Gefühl.
01:03:02: Also es ist schon so, dass in letzten Jahren in unserer Branche ein paar Geschäfte zugemacht haben.
01:03:08: Aber eben auch eher aus dem Grund, da gab es eben auch so ähnliche Konstellationen.
01:03:14: Der Chef quasi im Alter meiner Mutter und dann eben keiner, es nachfolgen möchte.
01:03:20: Oder aber es haben auch kurz vor Corona ganz viele Geschäfte aufgemacht, weil eben so eine gewisse Euphorie ausgebrochen war.
01:03:27: Es gab dann ja dieses Daily-Format zwischen Tülle und Tränen auf Vox.
01:03:30: Das hat natürlich vielen suggeriert, okay, ein Bordkleid verkaufe ich in 20 Minuten, ich trinke dabei einen Sekt und dann habe ich am Ende einen Bonk für 2.500 Euro wunderbar, ich
01:03:39: mache auch so einen Laden auf.
01:03:40: Da haben sich halt in kürzester Zeit extrem viele Geschäfte entwickelt und da war eben ein Überangebot und das kam dann eben einher mit Corona Lockdowns und weniger Eheschließungen
01:03:51: und insofern ist das gerade so, dass sich der Markt da so bisschen bereinigt.
01:03:55: Aber ich glaube bei diejenigen, die jetzt in diesem schwierigen Markt sich etablieren,
01:03:59: die werden sich auch noch länger etablieren.
01:04:02: Also da sehe ich jetzt nicht, dass da irgendwann demnächst das Netflix für Brautkleider die Ecke kommt, wo dann eben Leute auf dem Sofa sitzen, Popcorn essen oder Hummer essen
01:04:11: oder wie auch immer und mit ihren Freundinnen dann beim Prosecco ein Kleid aussuchen, nur mit 3D-Avatar und irgendwie einem Stoffbündel, was sie dann durchblättern.
01:04:19: Das kann ich mir tatsächlich noch nicht vorstellen, aber ich will es auch nicht ausschließen.
01:04:23: Technik entwickelt sich ja rasend schnell.
01:04:24: Das kann schon sein, dass es möglicherweise auch in ein paar Jahren
01:04:28: auf so eine ähnliche Art Weise passieren wird.
01:04:32: wenn da jemand ein gutes Konzept hat, dann ruft gerne an.
01:04:35: Probieren wir gerne dabei zu sein.
01:04:37: ich glaube, das kann ich alleine nicht stemmen.
01:04:42: Sehr cool.
01:04:45: Die Bräute und auch die Bräutigamme.
01:04:50: Und die Garme, glaube ich.
01:04:52: Also ich habe heute die Garme, man möge es mir verzeihen, die jetzt nicht Brightify nutzen und so weiter und eher noch, war ja früher stark auf Google, aber es nimmt dir auch, sag
01:05:05: ich mal, die Suche über ganze Gen.ai nimmt dir auch stark Fahrt auf.
01:05:12: Du hast kurz erwähnt, CEO-Optimierung und so weiter und so fort.
01:05:16: Wie stark oder einfach eine praktische Frage, wie stark setzt ihr auch auf Geo-Optimierung?
01:05:21: Q Optimierung.
01:05:23: Ja, es ist tatsächlich jetzt ein aktuelles Thema bei uns, sind wir gerade dabei und entwickelt sich auf jeden Fall auch bei uns gerade.
01:05:30: Also stellen halt mehr strukturierte Daten zur Verfügung und merken auch schon, dass wir da im Listing entsprechend vorankommen.
01:05:37: Also wir haben es tatsächlich auch das erste Jahr, wo AI halt mehr so in die Flächennutzung kam, echt noch ein bisschen ignoriert, muss man sagen.
01:05:45: Aber uns fiel dann irgendwie auf, dass wir bei den entscheidenden Promps halt in unserer Region auch echt schlecht abschneiden und
01:05:52: Jetzt haben wir wie gesagt Daten strukturiert, haben auch tatsächlich unseren Contentplan mit freundlicher Unterstützung von Claude ein bisschen ausgebaut und probieren da eben
01:06:02: bestimmte Dinge zu adressieren, die wir momentan noch nicht so präsent sind und ja, ernten da schon so langsam die ersten Früchte und ich denke dann im nächsten Frühjahr werden wir
01:06:12: einen richtigen Obstkorb ernten.
01:06:14: Sehr gut.
01:06:17: So da, Henning, bevor wir wirklich zur letzten Frage kommen, noch eine vorweg.
01:06:22: Wir haben über 74 gesprochen, haben über 2013 gesprochen, wir haben über heute gesprochen.
01:06:28: Wie sieht Laue 2035 aus?
01:06:30: Sind die 4000 Quadratmeter dann noch das Zentrum eures Geschäfts?
01:06:35: Das ist auch eine spannende Vision.
01:06:36: Die habe ich noch gar nicht so aufgemalt.
01:06:40: Ich glaube schon, dass wir weiterhin an diesem Standort bleiben in dieser Größe.
01:06:45: Ich glaube nicht, dass wir nach den 33 Anbauten noch weitere Anbauten verführen werden, weil das mit den geschilderten Auflagen im Brandschutz auch immer komplizierter wird.
01:06:56: Da ist es so mein Hobby, permanent mit irgendwelchen Behörden zu kommunizieren.
01:07:02: Sie mögen es mir nachsehen, wenn sie es an der Stelle hier hören.
01:07:05: Insofern glaube ich, diese 4000 Quadratmeter in Tellingstedt, werden dann immer noch Bestand haben und die werden dann hoffentlich auch immer noch frequentiert sein, so wie
01:07:13: ich es natürlich auch einschätze, weil ich ja eben auch gerade sagte, dass es, glaube ich, bleibt immer noch eine sehr menschliche Branche und deswegen sehe ich da auch das Personal
01:07:21: in zehn Jahren auch immer noch als mega erforderlichen Erfolgsfaktor an.
01:07:26: Darüber hinaus glaube ich schon, dass so digitale Dinge sich entwickeln werden.
01:07:30: Also ich merke seit eben auch jetzt schon unser
01:07:33: Umsatz im Webshop, nimmt halt zu.
01:07:35: Also der ist immer noch verschwindend gering, aber da wird halt mehr und ich hoffe natürlich, dass der bis 35 sich dann eben noch weiter angewachsen ist sozusagen und ich
01:07:44: gehe auch davon aus, dass solche digitalen Dinge wie Bridify sich bis da noch weiterentwickeln.
01:07:49: Also insofern, ich glaube schon, dass wir weiterhin dort im Online-Bereich eben bestimmte Geschäftsmodelle etablieren müssen, aber eben auch letztlich das Offline zu befeuern.
01:07:59: Also wie gesagt, vielleicht habe ich auch ganz großes Glück und mein Traum von
01:08:02: einem kleinen Mini-Hotel, wo dann die kommenden Bräute sich ihr Bridal Weekend quasi abrunden können und dann noch bisschen Wellness machen.
01:08:11: Vielleicht ist das bis dahin auch umgesetzt oder vielleicht gibt es hier den großen Themenpark, wo wir dann mit unseren Kindern irgendwie Prinzessinnen spielen können.
01:08:20: So ein bisschen Karls Erdbeerhof.
01:08:22: Also meiner Kreativität sind da jetzt irgendwie nicht viele Grenzen gesetzt.
01:08:25: Ich glaube schon an die
01:08:27: der Zusammenkunft, weil ich einfach auch merke im tagtäglichen, das ist jetzt auch mein Job, ich sitze jetzt nicht nur am Rechner, ich stehe halt einfach auch vor Menschen und
01:08:35: rede mit denen und ich habe halt einfach das Gefühl, ich habe so viele Mikrokontakte jeden Tag, die wirken sich auch irgendwie positiv auf meine Grundtendenz aus und deswegen glaube
01:08:44: ich auch weiterhin wird es ganz egal, wie digital wir irgendwann sind, es wird weiterhin einen Bedarf an Mikro- oder Makrokontakten geben und den wollen wir erfüllen sozusagen,
01:08:56: diesen Bedarf.
01:08:59: Okay, so und jetzt kommt die letzte Frage.
01:09:03: Drei Learnings, die du den Zuhörerinnen mitgeben möchtest.
01:09:08: oder die dürfen, die können privater oder beruflicher Natur sein.
01:09:11: Du kannst es dir aussuchen.
01:09:13: Ja, folge deinen Ideen und gib nicht beim ersten Widerstand auf.
01:09:20: Dann finde ich es ganz wichtig, dass man auch in den kleinen Dingen des Lebens die Freuden erkennen kann und mitunter brauche es gar nicht viel, glücklich zu sein.
01:09:31: Und das dritte Learning ist, nimm dir Zeit, reise, lerne andere Kulturen kennen, erweitere deinen Horizont und sei immer neugierig.
01:09:41: weil du vieles von dem, was du woanders siehst, auch für dich selber adaptieren kannst oder zumindest Impulse mitnehmen kannst.
01:09:49: Okay, cool.
01:09:53: Oder?
01:09:54: Danke Henning.
01:09:56: Auf jeden Fall.
01:09:57: Herzlichen Dank und danke für auch die Einblicke.
01:10:01: Ich habe es super spannend gefunden.
01:10:04: Deinen Blick auch auf das Thema Digitalisierung, wie ihr euch weiterentwickelt habt, wie ihr vom Analogen zum Digitalen auch die ganzen neuen Kanäle für euch erschlossen habt.
01:10:17: dass das auch jetzt keine einfache Journey war für euch, sondern auch die Mitarbeiter mal mitnehmen, da aber jetzt ihr wirklich aktiv seid, dass ihr auch weiterhin immer
01:10:27: offensichtlich für neue Themen, jetzt mit Bridify etc.
01:10:32: fand ich super spannend.
01:10:33: Ich habe auch einen Satz sehr interessant gefunden, sehr schön gefunden, wie es ums Thema Digitalisierung ging.
01:10:41: Ich gesagt, ich weiß auch nicht, ob wir das auf die Spitze treiben müssen, sonst geht der Charakter verloren.
01:10:47: Und das ist, glaube ich, was tatsächlich sehr Schönes, wie ich finde, weil viele ja immer nur in diese Selbstoptimierung gehen und wir müssen eben das Optimum rausrollen, aber dann
01:11:00: ist irgendwie alles das Gleiche und es gibt keine Charaktere mehr.
01:11:03: Und ich finde das tatsächlich eine schöne Sache und das ist doch auch was, was uns ausmacht als Menschen und auch als Gesellschaft, dass unterschiedliche Charaktere.
01:11:13: haben und das ist ganz cool.
01:11:14: Und last but not least, auch jetzt hast du es am Ende noch mal erwähnt, auch die Kraft der Zusammenkunft, dieses persönliche Erlebnis, dass das weiterhin auch wichtig ist, auch in
01:11:24: dieser digitalen Welt.
01:11:27: Danke.
01:11:29: Ja, ich auch und es freut mich, das auch schön zu hören.
01:11:36: Und ich möchte Danke sagen für die Zeit, diesen wunderbaren Vormittag, den wir jetzt miteinander verbracht haben.
01:11:44: Über eine Stunde gemeinsam war wunderbar.
01:11:47: Herzlichen Dank für deine Einblicke.
01:11:51: Ich freue mich, also ich möchte an der Stelle nur jedem, sag ich mal, lass mal so sagen, ich rate es jedem, wer oben im Norden ist, Tellingstedt, einen Abstecher zu machen, alle,
01:12:03: die noch heiraten müssen oder irgendwelche Feste vor sich haben.
01:12:06: Es gibt da oben auch noch Attraktivitäten für Kinder.
01:12:10: Die Seehundstation ist nicht da, Friedrichskog ist nicht weit weg und so weiter und so fort.
01:12:16: Die Nordsee per se ist einfach wunderbar.
01:12:21: Gute Fischbrötchen etc.
01:12:22: Also man kann das auch noch mit Urlaub verbinden, vorbei schauen.
01:12:28: Ich würde mich freuen, wenn wir uns dann dieses Jahr tatsächlich auch nochmal live sehen, egal wo, ob in München oder im Norden.
01:12:36: Ich freue mich drauf.
01:12:39: Und wünsche dir jetzt einen schönen Donnerstag.
01:12:44: Wir gehen wieder am Donnerstag rauf und alles Gute und auf jeden Fall bis bald.
01:12:51: Danke dir, Johannes.
01:12:52: Also vielen Dank auch für das warme Podcastbettchen, was du mir hier aufgeschlagen hast.
01:12:57: Hat mir großen Spaß gemacht und genau, ich hoffe, dass auf jeden Fall unsere Zusammenkunft in diesem Jahr noch hinhaut, ganz egal wo.
01:13:04: Und wie gesagt, ich freue mich auf alle, die über den Podcast hier zu uns kommen, da wir gerne, wie gesagt, auch Daten und Customer Journeys erleben.
01:13:12: Spricht mich an, wenn ihr mich im Laden seht, sagt ihr kommt über den Business Unplugged Podcast, dann kann ich Johannes beim nächsten Mal sagen, wie sich so Podcast Business auf
01:13:20: unser Leben auswirkt.
01:13:22: Das wird auch auf jeden Fall sehr spannend.
01:13:24: Also vielen lieben Dank fürs Zuhören und bis ganz bald.
01:13:27: In Tellingstedt oder sonst wo auf der Welt.
01:13:30: Bis bald, ciao!
01:13:33: Das war die Folge mit Henning Laue.
01:13:34: Infos zu Henning, zu Laue Jürgensen, Co GmbH sowie zu Bridify findet ihr wie immer in den Show Notes.
01:13:41: Wenn euch die Folge gefallen hat, dann gerne abonnieren, Podcast am besten mit fünf Sternen bewerten und unbedingt weitersagen und empfehlen.
01:13:51: Danke dafür schon mal und ich freue mich, wenn ihr bei der nächsten Folge wieder mit am Start seid.
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