Hartwin Maas - Warum wir über KI anders sprechen als über Digitalisierung #136
Shownotes
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Business unplugged.
Heute hab ich Hartwin Maas bei mir zu Gast – Wirtschaftsingenieur, Zukunftsforscher und gemeinsam mit seinem Bruder Rüdiger Gründer des Instituts für Generationenforschung. Dort beschäftigt er sich unter anderem mit der Frage, wie gesellschaftlicher Wandel, Technologie und unterschiedliche Generationen eigentlich zusammenspielen. Und genau darum ging es auch in unserem Gespräch.
Wir haben sehr viel über künstliche Intelligenz gesprochen – aber eben nicht nur darüber, was technologisch möglich ist, sondern darüber was diese Entwicklung eigentlich mit uns Menschen macht. Warum wir KI heute teilweise schneller als die Digitalisierung davor akzeptieren Und warum neue Tools nicht automatisch zu besseren Prozessen oder mehr Produktivität führen.
Wir sprechen aber auch über kognitives Outsourcing, darüber, was passiert, wenn uns Technologie immer mehr Denken abnimmt, über Bildung und die Bedeutung echter sozialer Interaktion, über digitale Freundschaften, Selbstwirksamkeit und die Frage, warum wir wieder mehr Räume brauchen, in denen Menschen ausprobieren, Fehler machen und Verantwortung übernehmen können.
Eigentlich wollten wir das Gespräch persönlich aufnehmen, geworden ist es dann doch eine Online-Folge. Inhaltlich hat uns das aber nicht davon abgehalten, an einigen Stellen ziemlich tief einzusteigen. Aber hört es euch am besten selbst an. Viel Spaß mit Hartwin Maas.
Mein Gast:
Institut für Generationenforschung
Feedback & Wunschgäste:
Über mich:
Transkript anzeigen
00:00:00: Die KI ist in unseren Alltag integriert.
00:00:03: Über 80 Prozent der jungen Menschen können sich einen Alltag ohne KI übrigens gar nicht mehr vorstellen.
00:00:08: Das sieht man schon.
00:00:09: Und jetzt kommt die Frage, fühlst du dich darauf gut vorbereitet?
00:00:12: Und die Frauen sagen eigentlich, nö.
00:00:13: Und die Männer, ja, sehr wohl.
00:00:15: Hat auch ein Stück weit mit der Überschätzungsillusion der Männer zu tun, dass die, wenn es Technologie geht, denken, sie sind immer besser.
00:00:21: Aber das ist natürlich ein Problem in der Gesellschaft.
00:00:29: Herzlich willkommen zu Business Unplugged, dem Treffpunkt für Tradition und Zukunft.
00:00:34: Mein Name ist Johannes Pohl und ich spreche mit Unternehmerinnen, Gründerinnen und stillen Heldinnen des Business Alltags, die unsere digitale Zukunft formen.
00:00:43: Business Unplugged ist die Bühne für Visionäre der Digitalisierung und soll Brücken zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen bauen.
00:00:51: Hier erhältst du wertvolle Impulse und Inspiration.
00:00:55: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge von Business unplugged.
00:00:58: Heute habe ich Hartwin Maas bei mir zu Gast gehabt, Wirtschaftsingenieur, Zukunftsforschung, gemeinsam mit seinem Bruder Rüdiger Gründer des Instituts für
00:01:08: Generationenforschung.
00:01:09: Dort beschäftigt er sich unter anderem mit der Frage, wie gesellschaftlicher Wandel, Technologie und unterschiedliche Generationen eigentlich zusammenspielt.
00:01:19: Und genau darum ging es auch in unserem Gespräch.
00:01:23: Wir haben sehr viel über künstliche Intelligenz gesprochen, aber eben nicht nur darüber, was technologisch möglich ist, sondern darüber, was diese Entwicklung eigentlich mit uns
00:01:33: Menschen macht, warum wir KI heute teilweise schneller als die Digitalisierung davor akzeptieren und warum neue Tools nicht automatisch zu besseren Prozessen oder mehr
00:01:43: Produktivität führen.
00:01:45: Wir sprechen aber auch über kognitives Outsourcing.
00:01:49: Darüber, was passiert, wenn uns Technologie immer mehr Denken abnimmt.
00:01:53: Über Bildung und die Bedeutung echter sozialer Interaktion.
00:01:56: Über digitale Freundschaften, Selbstwirksamkeit und die Frage, warum wir wieder mehr Räume brauchen, in denen Menschen ausprobieren, Fehler machen und Verantwortung übernehmen
00:02:07: können.
00:02:08: Eigentlich wollten wir das Gespräch persönlich aufnehmen, geworden ist es dann doch eine Online-Folge.
00:02:13: Inhaltlich hat uns das aber nicht davon abgehalten.
00:02:17: An einigen Stellen
00:02:18: ziemlich tief einzusteigen.
00:02:19: Aber hört es euch am besten selbst an.
00:02:22: Viel Spaß mit Hartwin Maas.
00:02:26: Lieber Hartwin, ich freue mich auf unser Gespräch, denn es geht mit dir nicht um technische Lösungen, sondern darum, was Digitalisierung mit unserer Gesellschaft macht und
00:02:37: wie wir aus Zukunftsangst vielleicht doch so etwas wie Zukunftsfreude machen können.
00:02:44: Hallo und herzlich willkommen im Podcast.
00:02:47: So lieber Johannes, ich freue mich drauf.
00:02:51: Ja, Hartwin, was ich super spannend finde, du bist ja eigentlich Wirtschaftsingenieur.
00:02:57: Du hast das studiert in Bremen und Malaysia, warst dann auch noch in den Niederlanden für deinen Master und hast deine berufliche Laufbahn im Bereich Logistik, Projekt- und
00:03:08: Prozessmanagement gestartet, was immer sehr schön ist, weil in den Bereichen bin ich auch unterwegs.
00:03:13: Das freue ich mich immer, wenn ich gleich gesinnte Treffer hier.
00:03:17: Es ging dann für dich auch in die Beratung zunächst mit klassischen Unternehmens- und Zukunftsstrategien, später immer stärker an der Schnittstelle von Digitalisierung,
00:03:28: Nachhaltigkeit und gesellschaftlichem Wandel.
00:03:32: Und gemeinsam mit deinem Bruder Rüdiger entstand daraus erst eine Unternehmensberatung und schließlich 2017 das Institut für Generationenforschung, eine
00:03:43: ziemlich interessante Kombination, weil dort psychologische Generationenforschung auf Wirtschaftsingenieurwesen trifft und weil ihr euch nicht damit begnügt, die üblichen
00:03:54: Etiketten von Baby Boomer bis Gen Z auf Menschen zu kleben, sondern verstehen wollt, welche Lebenswirklichkeiten, Technologien und Erfahrungen hinter diesen Unterschieden
00:04:06: stehen.
00:04:08: Du übernimmst im Institut vor allem auch, dass die Themen Trend- und Zukunftsforschung, berätst Unternehmen und öffentliche Institutionen, hältst auch etliche Keynotes.
00:04:19: Vielleicht hat dich die oder der eine oder andere Zuhörerin auch bereits schon mal live erlebt und arbeitest mit den Themen wie Future of Work, Human Enhancement und Future
00:04:30: Literacy und hast dafür auch einen eigenen Ansatz entwickelt, den du
00:04:35: Generation Foresight nennst, also Zukunft nicht nur über Märkte, Technologien oder irgendwelche bunten Trendkurven zu betrachten, sondern immer auch durch die Augen der
00:04:48: Generationen, die diese Zukunft später annehmen, verändern oder vielleicht auch mit einem freundlichen Nein Danke zurückschicken werden.
00:04:56: Heute beschäftigst du dich intensiv mit künstlicher Intelligenz, mit human centric AI, digitalem Vertrauen und der Frage, welche Fähigkeiten Menschen in einer Arbeitswelt noch
00:05:06: brauchen, in der Maschinen immer mehr Routine-Tätigkeiten übernehmen.
00:05:11: Du diskutierst darüber in den Medien, FAZ, Handelsblatt etc.
00:05:15: pp.
00:05:15: Oder auch in Podcasts wie heute oder zum Beispiel dem Neu-Denken-Podcast von Maja Göpel, den ich an dieser Stelle auch erwähnen möchte, da ich den einfach super finde und dann
00:05:24: mich
00:05:25: Die Folge mit dir hat dazu gebracht, dich einfach mal anzuschreiben, ob du Lust, Laune und Zeit hast, auch zu mir in den Podcast zu kommen.
00:05:35: lange Vorstellung und darüber werden wir dann alles im Detail nochmal besprechen.
00:05:40: Jedoch zuerst zu den AB-Fragen.
00:05:44: Du weißt, wie es geht.
00:05:45: Ich weiß es, ich habe es dir nämlich gerade erklärt, was es ist.
00:05:49: Somit können wir auch gleich hinein starten in die erste Frage, die lautet Bildung.
00:05:54: Online oder Automatisierte oder menschliche Entscheidungsfindung?
00:06:00: wünschlich.
00:06:02: stärkere Regulierung oder mehr Freiheiten für Unternehmen.
00:06:06: mehr Freiheiten.
00:06:08: Vollkommener Schutz persönlicher Daten oder weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohls der Allgemeinheit.
00:06:17: Das kommt jetzt drauf an.
00:06:21: Du kannst dich für eins entscheiden und nachher kreieren.
00:06:24: C gibt es nicht, gell?
00:06:27: Kannst du es nochmal wiederholen?
00:06:28: Vollkommener Schutz persönlicher Daten oder weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohls der Allgemeinheit.
00:06:38: B.
00:06:39: Okay.
00:06:41: Und last but not least Web-Meetings oder persönliche Treffen.
00:06:46: kommt auf den Kontext darauf an, würde ich jetzt mal persönliche Treffen vorziehen.
00:06:52: Ist gut, weil wir jetzt gerade hier online...
00:06:54: Wir hatten es ja persönlich vor, aber ich bin mir sicher, wir werden das auch nachholen.
00:07:00: Soweit auseinander wohnen wir nicht.
00:07:02: Also irgendwann wird sich die Gelegenheit sicher ergeben.
00:07:08: Du hast dich relativ schnell beim Thema Bildung für Offline entschieden.
00:07:10: Wieso?
00:07:13: Weil wir sehen aus einigen Studien, dass die Online-Bildung, wenn die nicht wirklich integriert ist, nicht begleitet wird, wenn diverse Hürden nicht genommen wird, es nicht
00:07:26: wirklich zu einem Lernerfolg führt.
00:07:29: Also da sieht man an vielen Lern-Apps, die man untersucht hat, wo letztendlich das Ergebnis kam.
00:07:36: Man hat sehr viel investiert.
00:07:38: Man hat die Lehrkräfte oder die Bildungs-
00:07:41: Akteure da auch geschult, aber letztendlich hat das nicht wirklich zu einem Lernerfolg geführt.
00:07:47: Ich selbst habe meine Untersuchungen gemacht in der Grundschule auch, wo Tablets ausgeteilt wurden und da gibt es die Anton App und die Anton Nulli App, je nachdem, ob ich
00:07:56: rechnen oder lesen lernen möchte.
00:07:59: Und beim Rechnen habe ich dann die, es war eine erste Klasse, tatsächlich dann gefragt in zusammen
00:08:05: mit der Lehrkraft, was die Schüler denn machen.
00:08:09: Also habe ich die Schüler dann selbst gefragt und die meinten, sie sammeln Sterne.
00:08:14: Und das ist ja genau der falsche Ansatz.
00:08:16: Es ist ja nicht das Ziel, Sterne zu sammeln oder dann den Satz, wenn die Kinder das dann vernünftig gemacht haben, dann zu hören, ja du bist der Champion, du bist der Beste, weil
00:08:25: du das so gut gelöst hast, sondern tatsächlich, wie komme ich auf den Lösungsweg?
00:08:30: Wie erarbeite ich mir?
00:08:31: Welche Lernstrategien erarbeite ich mir?
00:08:34: dass das viel, wichtiger ist, als jetzt einfach nur eine App zu bedienen und so lang zu versuchen, bis ich das richtige Ergebnis bekomme.
00:08:42: Also das ist nicht nachhaltig.
00:08:43: Ich festige dadurch auch nichts und lerne letztendlich auch nichts.
00:08:46: Das Einzige, was ich da eben mache, ich verschwende sehr viel Zeit damit.
00:08:52: Okay, spannend, weil ich lese gerade auch ein Buch, wo es genau darum geht, dass trinzische Motivation und da auch genau dieser Punkte nicht durch Sternchen sammelt,
00:09:04: sondern du möchtest ja eigentlich, dass sie von innen heraus das erleben und was lernen und dieses Engagement da ist und nicht nur drei Sternchen mehr.
00:09:14: Ja genau, ist ja der Punkt.
00:09:15: Manche sind schon intrinsisch motiviert, die wollen, aber manche eben nicht.
00:09:20: Und wie bringe ich sie dann dazu?
00:09:22: Und indem ich dann Tablets austeile oder das ins Homeschooling, da gab es ja auch eine Zeit verlage, da die habe ich dann auch weniger Bindungen, keine sozialen Interaktionen
00:09:32: oder zumindest viel weniger, dann schaffe ich das auch gar nicht, die tatsächlich dazu zu motivieren.
00:09:41: Dann warst du bei menschlicher Entscheidungsfindung statt automatisierte.
00:09:45: Ja, ist, es kommt natürlich auch wieder hier auf den Kontext drauf an, wenn es routinierte Arbeiten sind, wo eigentlich keine wirklich, wo die Entscheidung kein Risikofaktor ist,
00:09:56: die keine wirklichen, wenn das eine Fehlentscheidung ist, dass das wirklich zum Skandal führt oder zu qualitativen negativen Auswirkungen.
00:10:06: Aber ich denke, wir diskutieren da eher um Themen, die doch risikobehaftet sind, die
00:10:14: dementsprechend auch qualitative Auswirkungen haben könnten.
00:10:17: Und da sehe ich doch immer den Menschen mit seiner Urteilskraft hier bessere Entscheidungen treffen zu können.
00:10:23: Weil er das im Gesamtkontext auch eher einordnen kann.
00:10:28: Oder sollte zumindest.
00:10:30: Und wahrscheinlich auch ein Thema der Verantwortung.
00:10:33: Richtig,
00:10:35: Dambas mehr Freiheiten für Unternehmen.
00:10:38: Ja, wir sehen das ja momentan, die Zunahme der Bürokratien oder ich nehme das mal als Beispiel von Forschungsgeldern.
00:10:47: Also ein Startup möchte gründen und braucht Gelder dafür, dass es wird zwar bemüht, mehr und mehr die Bürokratie dahingehend abzubauen, aber es ist letztendlich noch sehr lange
00:11:00: sehr
00:11:01: sehr bürokratischer Aufwand überhaupt an die Fördergelder zu bekommen, dann sind die meistens gedeckelt oder es drehen sich Schleifen und nach drei Jahren hat man immer noch
00:11:10: keine Gelder und das soll ich als Start-up erstmal überbrücken können, drei Jahre mir das zu finanzieren ohne jeglichen Gelder.
00:11:17: Dann muss ich nachweisen, dass es am Markt dieses Produkt oder dieses Konzept noch nicht gibt, dass es keine Konkurrenz und dergleichen in den USA ist es zum Beispiel so, man
00:11:29: darstellt oder zumindest nachweisen kann, dass es das Produkt in ähnlicher Form schon gibt, dass es Konkurrenz auch schon gibt, dann wird man auch viel schneller gefördert,
00:11:39: weil eben Konkurrenz eben auch den Markt beflügelt.
00:11:43: Es ist ganz anderer Ansatz und in Deutschland sind wir da sehr, sehr bürokratisch unterwegs und ich weiß nicht, gibt welches Land braucht ein Gesetz zur Entbürokratisierung
00:11:56: der Bürokratie, also das ist ja allein schon
00:11:59: Das Beispiel, dass wir das bis ins Absurdum manchmal spielen und deswegen mehr Freiheit für Unternehmen.
00:12:12: Und dann war die Frage, bei der du ein bisschen gebraucht hast, ich sage es jetzt mal so, da ging es vollkommener persönlichen Daten bzw.
00:12:25: weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohls der Allgemeinheiten.
00:12:28: Du hast dich für das Zweitere entschieden.
00:12:32: Ja, auch da gibt es mittlerweile schon Diskussionen.
00:12:35: Das heißt, einzelne Person, also deren Personen Daten zu schützen, das umgehen ja schon viele Social Media Plattformen zum Beispiel, indem es ihnen ausreicht, Gruppen zu
00:12:48: analysieren und dahingehend ihre Marketing Strategien aufzubauen oder Konzepte zu liefern oder Angebote zu strecken.
00:12:55: Das heißt, es ist gar nicht mehr nötig, die einzelne Person zurückzugreifen, sondern es reichen mir die Gruppen, denen diese Person
00:13:02: interagiert.
00:13:02: Und deswegen geht man schon ein Stück weiter im Datenschutz und spricht von gruppenbezogenen Daten, diese zu schützen.
00:13:08: Also es wird wesentlich komplexer und nicht nur die einzelne Person.
00:13:14: Und last but not least war das persönliche Treffen.
00:13:18: Statt Web-Meetings hast du aber schon, glaube ich, erklärt, indem du gesagt hast, es kommt auf den Kontext an, wann ihr Web-Meetings bzw.
00:13:27: persönliche Treffen.
00:13:30: Dann lass uns mal einsteigen in die Fragen.
00:13:33: Ich habe etwas erwähnt, zwei Wörter, die du auch in einer Aussage schon einmal getroffen hast, das Thema Zukunftsangst, den Begriff.
00:13:42: daraus wieder Zukunftsfreude machen.
00:13:46: Es war, ich mir mal die Frage gestellt, wann hattest du eigentlich zuletzt wirklich ernsthaft Angst vor einer technologischen Entwicklung?
00:13:55: Also ich persönlich hätte jetzt keine Angst, aber wenn man das mal weltweit anschaut, die Diskussionen künstliche Intelligenz und die Szenarien, da aufgebaut wird, zur Apokalypse
00:14:09: und Vernichtung durch die KI oder die KI übernimmt die Oberhand und dergleichen oder man lebt in Symbiose oder, was ich gesagt habe, wir werden dann die Haustiere der KI.
00:14:26: Aber es wird noch bisschen dauern.
00:14:28: Auch da sind Zukunftsforscher unterschiedlicher Meinung, wann tatsächlich die KI überhand nimmt, wenn denn überhaupt.
00:14:36: Aber die Szenarien gibt es tatsächlich.
00:14:40: Und wenn du da jetzt auf deine Zeit auch, wenn du jetzt dieses Thema Zukunfts- also wie mal Zukunftsangst und Zukunftsfreude hernimmst und auf deine Zeit, in deiner Forschung
00:14:54: zurückschaust, was hast denn du da auch häufig erlebt?
00:14:59: Ist es eher zu wenig Veränderungsbereitschaft, wenn was Neues kommt oder vielleicht zu viel hektischer Aktionismus?
00:15:07: Also, zum einen tatsächlich eine gewisse Handlungsohnmacht auch, das kommt noch hinzu, aber auch bei jeglichem Wandel schwingt auch eine gewisse Angst mit, insbesondere wenn man
00:15:20: sich selbst auch verändern muss und aus Gewohnheiten heraus treten muss.
00:15:27: Ich mache ja nur eine neue Gewohnheit, wenn es wirklich zu einem größeren Vorteil für mich führt.
00:15:32: Das muss ich eben permanent selbst sagen und das dauert zu ca.
00:15:36: drei Wochen bis drei Monate, bis ich mich umgewöhne und das Neue dementsprechend mache.
00:15:44: Und da sieht man schon auch bei einer Restrukturierung, bei einer Umorganisierung, Re-Engineering und dergleichen, wie lange das teilweise dauert, bis es tatsächlich bei
00:15:55: allen angekommen ist im Unternehmen.
00:15:57: Da sprechen wir schon von drei bis fünf Jahren teilweise.
00:16:01: Das ist mal das eine.
00:16:04: Das andere ist, wo man sieht, wenn man über die Zukunft spricht, dass es offiziell dystopisch ist, nicht greifbar, zu weit weg.
00:16:12: wenn man dann mal schaut, wie wir Menschen eigentlich denken, dann tun wir uns unglaublich schwer, in die Zukunft zu denken.
00:16:19: Weil so ist unser Gehirn nicht gestrickt, sondern wir denken immer ums eigentlich, wenn man das Gehirn anschaut, ums Überleben.
00:16:28: Wie schaffe ich den heutigen Tag?
00:16:29: Wie schaffe ich den morgigen Tag?
00:16:31: Diejenigen, vielleicht Kinder und Arbeit haben, die können das bisschen eher nachvollziehen, wie schaffe ich den Tag zu überleben.
00:16:39: Aber letztendlich, wenn wir das betrachten, wir viel länger ein Urmensch als eben der Homo sapiens, also der entwickelte Mensch und so ist eben unser Gehirn noch teilweise
00:16:50: gestrickt.
00:16:51: Also tun wir uns sehr schwer in die Zukunft zu denken.
00:16:54: Aber
00:16:55: Es gibt Methodiken, Techniken, gewisses Training, was Zukunftsforscher eben auch anwenden, da technisch da offener zu sein, auch in die Zukunft zu blicken.
00:17:05: Aber das ist jetzt nicht das originelle Gedankengut, das wir direkt in die Zukunft denken.
00:17:09: Deswegen muss ich Menschen dementsprechend auch erst mal abholen.
00:17:14: Muss das dann Szenarien eben aufbauen, nachvollziehbar machen.
00:17:20: Und das ist ähnlich.
00:17:24: Wenn ich jetzt sage, jetzt denk mal an die Zukunft, da tun wir uns schwer.
00:17:27: Sondern ich muss das eben auch bearbeiten, ich brauch die Information, was sind tatsächlich die Schlüsselattribute, die Faktoren, die sich verändern könnten in der
00:17:35: Zukunft und wie sind die miteinander abhängig.
00:17:38: Also da fängt dann schon die Komplexität an.
00:17:41: Was ich aber merke, dass wir sehr stark immer über das Negative sprechen.
00:17:46: Die Zukunft ist dystopisch oder hat auch sehr viel mit einem Negativ-Bias zu tun.
00:17:51: Das heißt, wir sprechen viel
00:17:54: Mehr über das Negative, das Negative bleibt auch in unserer Erinnerungshaft oder viel tiefer, als eher das Positive.
00:18:04: Die schlechten Nachrichten, die kann ich auch besser verbreiten als jetzt so eine gute Nachricht, die verpufft auch relativ schnell.
00:18:12: Und das ist eigentlich schade.
00:18:13: Und das sollten wir viel mehr eben auch bedienen.
00:18:17: Was ist denn eigentlich gut gelaufen?
00:18:18: Was haben wir gut gemacht?
00:18:19: Was kann man daraus lernen?
00:18:21: Dementsprechend und nicht
00:18:24: Das sehen wir ja sehr stark in der Politik, da wird ja nur geschimpft, aber Schimpfen ist sehr risikoarm.
00:18:31: Das kann jeder.
00:18:33: Aber tatsächlich dann Konzepte oder Maßnahmen, Handlungen, was müssen wir machen, damit wir einen Schritt weiterkommen, das ist schwer.
00:18:41: Da muss ich dann auch bisschen mein Gehirn anstrengen, da muss ich auch Leute da abholen eher, hinzuführen, dorthin zu bringen, dass man das...
00:18:52: Also es braucht auch viele Motivationen, was du angesprochen hast, auch die intrinsische Motivation.
00:18:56: Und wenn die nicht vorliegt, wie schaffe ich dann eine Gesellschaft hier den entsprechenden Schritt, sich zu bewegen?
00:19:03: Spannend.
00:19:06: Wir werden da sicher auch noch an der einen oder anderen Stelle darauf eingehen.
00:19:10: Was mich aber noch, bevor wir dann auch Richtung Digitalisierung noch einmal einsteigen, noch interessieren würde.
00:19:17: Was war eigentlich so die konkrete Beobachtung oder vielleicht auch eine Kundenanfrage oder der Moment oder die Situation, die dazu geführt hat, dass ihr das Institut für
00:19:28: Generationenforschung gegründet habt?
00:19:32: Das ist eine gute Frage.
00:19:34: Es waren tatsächlich 2016, wo zunehmend immer mehr Personen auf uns zukamen, hauptsächlich aus dem Personalbereich oder auch Unternehmer, die gesagt haben, sie tun sich schwer, die
00:19:50: jungen Leute zu motivieren.
00:19:52: Das ist okay.
00:19:57: Was heißt das denn jetzt?
00:19:58: Die Motivationsfaktoren, die Sie damals in die Arbeit eingetreten haben, die funktionieren irgendwie nicht mehr.
00:20:06: Und ich weiß nicht, wie ich die jungen Leute dementsprechend motivieren kann.
00:20:11: Das hat sich dann in der kurzen Zeit sehr stark geholft, dass immer mehr Personen auf uns zukamen, weil wir sehr stark auch in der Organisationsentwicklung tätig waren.
00:20:22: dann auch tatsächlich, einer hat dann auch gefragt, der könnte das mal untersuchen.
00:20:26: Das haben wir mal so mitgenommen und tatsächlich ist es dann uns auch passiert mit einigen PraktikantInnen, dass sie plötzlich nicht mehr so zu motivieren waren, wie wir damals eben
00:20:36: in die Arbeit als wir das Praktikum gemacht haben.
00:20:41: Die Faktoren waren irgendwie anders, es hat nicht mehr gezogen.
00:20:45: Und dann haben wir auch mal angefangen zu recherchieren.
00:20:49: Da haben wir gesehen, dass die Forschung da relativ dünn war.
00:20:52: Wenn etwas vorhanden war in der Generationenforschung, dann war das sehr populärwissenschaftlich.
00:20:57: Und wenn etwas nicht vorhanden ist, ja, dann muss man es eben selbst in die Hand nehmen.
00:21:01: Dann haben wir dann eine bundesweite Studie gemacht, die Generation Thinking Studie, die so erfolgreich war, dass wir dann gesagt haben, ja, jetzt können wir da nicht aufhören,
00:21:10: jetzt müssen wir eigentlich darauf aufbauen und haben dann entschlossen, eben das Institut für Generationenforschung zu gründen und haben da seitdem her die Studie immer wieder
00:21:21: weitergeführt und auch die Jugendtrendstudien rausgebracht, die Jugendwahlstudien, Commitmentstudien, Führungsmotivationstudien und so weiter und so fort.
00:21:32: Immer auf den Bezug, haben wir hier ein Generationenthema oder auch nicht.
00:21:36: Auch ganz bekannt waren die Corona-Studien von uns, wo wir versucht haben, alle zwei Wochen tatsächlich bundesweit zu erheben.
00:21:46: Gab es irgendwelche Änderungen?
00:21:47: Wie nimmt die Gesellschaft die einzelnen Generationen, die
00:21:51: neuen Gesetzmäßigkeiten oder Gesetzgebungen war, die neuen Regeln war, wie gehen die Personen auch mit den Regeln um, wie fühlen sie sich und so weiter und so fort.
00:22:01: Genau, das war das eben auf dem Kontext aufbauend richtig.
00:22:06: Aber so ist es letztendlich entstanden aus der eigenen Problematik hier erst mal von den Unternehmen und dann war es uns auch selbst getroffen.
00:22:14: Okay.
00:22:15: Und jetzt bist du ja auch sehr stark zum Thema KI unterwegs und hast unter anderem im Vorgespräch auch gesagt, dass die Gesellschaft an künstliche Intelligenz anders herangeht
00:22:25: als an die bisherige Digitalisierung.
00:22:29: Was ist diesmal eigentlich grundsätzlich anders?
00:22:32: Also das ist jetzt eine Feststellung von mir, dass die Digitalisierung wesentlich länger gebraucht hat, bis man erkannt hat, okay, wir können nicht ohne.
00:22:42: bei, also das habe ich ein Unternehmen in der Wahrnehmung, also in Gesprächen auch mit Mitarbeitern festgestellt, dass künstliche Intelligenz viel schneller angenommen wird
00:22:51: dahingehend, ja, wir können nicht ohne.
00:22:53: Es wird kommen, ob ich es mag oder nicht.
00:22:56: Es ist ja schon da im Prinzip.
00:22:58: Und da die
00:23:01: Die Lösung von der Digitalisierung, aber das eine basiert ja auf dem anderen.
00:23:04: Das heißt, ich brauche ja die Digitalisierung, um künstliche Intelligenz tatsächlich auch anzuwenden.
00:23:11: Und da sieht man doch, dass die Digitalisierung in vielen Bereichen nicht vernünftig vorangetrieben wurde.
00:23:18: Das sind wir beim datenbasierten Entscheidungsfindungen oder allein beim Datenverständnis.
00:23:25: ein Prozessverständnis und Datenverständnis, das das oft gar nicht gegeben ist.
00:23:29: Das heißt, ich komme mit einer tollen neuen KI, ich habe einen digitalen Zwilling in der Produktion, aber die Mitarbeitenden haben kein Datenverständnis beigebracht bekommen.
00:23:42: Das heißt, man überspringt die Stufe und wundert sich dann, dass es nicht wirklich funktioniert, dass die Ergebnisse der KI nicht richtig gelesen werden und nicht
00:23:51: hinterfragt werden.
00:23:53: Oder dass das Modell schlichtweg fehlerhaft ist, weil die Datengrundlage schlichtweg falsch ist.
00:23:59: Oder nicht vorhanden oder nur rudimentär vorhanden.
00:24:01: Das ist das häufigste Problem.
00:24:04: Und da sieht man, wenn man jetzt schaut, seit wann gibt es die Digitalisierung, wenn man es so definieren möchte, als Barron Slee das World Wide Web eben eröffnet hat, das
00:24:12: Internet eben zugänglich gemacht hat in den 90er Jahren.
00:24:15: Also können wir jetzt sprechen über 30 Jahre.
00:24:17: Gibt es die Digitalisierung schon?
00:24:20: Dann kann man sich fragen.
00:24:21: Welchen Stand haben wir denn tatsächlich?
00:24:25: Auch im Ländervergleich, welchen Stand hat denn Deutschland in der Digitalisierung?
00:24:31: Wo jetzt schon geschätzt wird, wenn wir im Digitalen angegriffen wird, kommen wir mit unseren Faxgeräten zum Beispiel.
00:24:42: uh
00:24:45: Wenn man das aber mal anschaut, warum hat denn insbesondere die Behörden so lange Fax und Papier und Stift verwendet, weil Deutschland sich sehr stark auf Sicherheit eben
00:24:55: ausgebildet hat und nicht auf Schnelligkeit und Flexibilität.
00:24:59: Und das ist aber die Digitalisierung, Schnelligkeit und Flexibilität.
00:25:02: Also auch haben wir ja während der Pandemie erlebt, die Adaptivität ist extrem wichtig, also sie schnell anpassen zu können, aber auch resilient zu sein.
00:25:15: Das ist eben das Thema, warum wir in der Digitalisierung auch sehr schleppend voran gingen, weil wir die Notwendigkeit gar nicht sehen.
00:25:26: Und sehen jetzt, jetzt kommt schon die KI im Endeffekt, was ja auf der Digitalisierung aufbaut, sind da aber noch wirklich teilweise, ja, spricht man jetzt von KI-Agents, aber
00:25:42: letztendlich die
00:25:43: Die Datengrundlage ist nicht vernünftig da, das Verständnis der Mitarbeitenden ist nicht wirklich ausgeprägt und dann habe ich viele analoge Prozesse, noch Verbesserungsbedarf
00:25:56: hatten und die dann direkt digital gemacht wurden.
00:25:59: sehe beide Prozesse laufen dann dementsprechend schlecht.
00:26:03: Also ein schlechter analoger Prozess wird auch ein schlechter digitaler Prozess.
00:26:07: Das heißt First things first.
00:26:08: Also zuerst mal
00:26:10: dass die Prozesse im analogen Kontext vernünftig aufstellen und dann zu überlegen, könnte mir hier eine KI einen Mehrwert fürs Unternehmen bieten?
00:26:22: Und die Frage wird zu selten gestellt.
00:26:25: Haben wir als Gesellschaft Lern gezogen aus der Digitalisierung der 30 Jahre, die wir jetzt in der KI besser machen oder laufen wir da wieder ins gleiche Dilemma?
00:26:41: Ähm...
00:26:44: Also es ist ein anderes Dilemma tatsächlich, aber wir sind ja die Menschen vergessen, dass wir immer ziemlich schnell vergessen und nicht aus den Lehren ziehen, sondern tatsächlich
00:26:56: immer wieder ähnliche Fehler machen.
00:26:59: Und das sehen wir jetzt bei der Digitalisierung.
00:27:01: Jetzt ist genau das Gleiche.
00:27:04: Das heißt, man hat die Daten nicht zur Verfügung zum Beispiel und versucht die dann eben einzukaufen oder eben auf den
00:27:13: und elementären Daten ein KI-Modell aufzubauen, das aber immer lückenhaft bleiben wird, das dann nicht konsistent ist.
00:27:22: Und ich sehe jetzt eher einen sehr starken Trend, wir brauchen unbedingt KI, ohne zu wissen, was brauchen wir es denn tatsächlich?
00:27:33: Und das sind jetzt einige Beispiele aus Unternehmen, wo die Mitarbeiter angehalten sind, ein Bot zu verwenden zum Beispiel, um manche
00:27:42: Ich nehme jetzt ein ganz banales Beispiel, das gut nachvollziehen zu können, was ich im Gespräch mit einem Einkäufer hatte.
00:27:49: sagte, wer verwendet Bots, um seine Antwort-E-Mail an den Lieferanten zu verbessern?
00:27:56: Und der Bot schickt die dann auch ab.
00:27:59: Und dann habe ich ihn gefragt, wer bekommt die dann?
00:28:02: Ist das auch ein Bot?
00:28:04: Das weiß er gar nicht.
00:28:08: Wenn ein Bot mit einem anderen Bot kommuniziert, was brauchen wir den Prozess dann überhaupt noch?
00:28:14: Für was brauchen wir die E-Mail überhaupt noch?
00:28:16: Und das wird meines Erachtens viel zu wenig gefragt.
00:28:18: Das heißt, wir rennen momentan, ich weiß nicht, ob es eine Sackgasse ist, aber im Endeffekt generieren wir durch die KI momentan so viel zusätzliche Arbeit, die wir als
00:28:32: Menschen gar nicht mehr ab...
00:28:33: können.
00:28:34: Plötzlich werden Präsentationen kreiert, Berichte kreiert durch die LLMs, die das mittlerweile mehr oder weniger gut machen.
00:28:42: Ein Mitarbeiter hat mir in einem Tag eine Präsentation geschickt zum Beispiel und jetzt kriege ich zehn von ihnen und in einer wesentlich kürzeren Zeit, wer soll das denn alles
00:28:52: abarbeiten.
00:28:53: Auch ja, habe jetzt unser Gespräch transkriptieren lassen von der KI.
00:29:00: schicke ich mir das Portokoll und das Portokoll von einer halben Stunde Meeting ist zehn Seiten lang.
00:29:04: Das schaffe ich ja gar nicht alles durchzulesen, je nachdem wie viele Meetings man ist und das findet momentan massiv statt, ohne zu hinterfragen, wo sehen wir denn tatsächlich den
00:29:15: Mehrwert.
00:29:16: Das ist ein spannender Punkt, du da erwähnt hast, weil das schlägt auch, ich komme ja aus der Lean-Ecke, Lean-Management und da stellt man auch den Kunden in den Mittelpunkt und
00:29:25: vor allem auch das, was ist wirklich wertschöpfend und was bringt es das wirklich und das mache ich tatsächlich auch oft bei meinen Kunden, einfach zu hinterfragen, ist dieser
00:29:34: Prozess tatsächlich notwendig?
00:29:37: Ist das überhaupt Sinn, was ihr hier macht?
00:29:39: Ne, machen wir schon seit Jahren so.
00:29:42: Ja und die Gefahr, ja dabei steht, also wenn man das mal betrachtet, zum Beispiel ich werde ja viel schneller fertig mit meiner, ich zum Beispiel ich soll jetzt eine
00:29:53: Präsentation über ein bestimmtes Produkt erarbeiten.
00:30:09: Dann kann ich ja schon wieder neue Aufgabe machen.
00:30:12: Das heißt, ich bin ja viel schneller fertig, gehe aber nicht mehr drüber, weil das Erarbeiten wird auch teilweise viel oberflächlicher.
00:30:21: Und die freigewordene Zeit kann ich nutzen, um neue Aufgaben zu erledigen.
00:30:28: besteht ein gewisses Risiko, weil ich vielleicht Arbeitsbereiche übernehme, wo ich gar keine Kompetenz habe, keine Befugnisse und über die Ergebnisse gar keine Verantwortung
00:30:41: tragen kann, weil ich die Befugnisse ja gar nicht habe.
00:30:44: Und da muss man als Unternehmer dann auch hinterfragen, ja habe ich im analogen Kontext in diesem Rahmen eigentlich Befugnisse erstellt?
00:30:54: Wenn ich die schon nicht habe,
00:30:56: dann wird es durch die KI noch komplexer werden.
00:30:59: Was ich sehe, ich weiß jetzt nicht, ob du das auch wiedergeben kannst, dass auch ein gewisses Misstrauen trotzdem auch immer wieder da ist zu KI oder bezüglich KI.
00:31:10: Aber was ich spannend finde, ist, dass trotzdem die Menschen, auch wenn ein gewisses Misstrauen da ist, sie teilweise die intimsten Dinge teilen mit der KI und sich da keine
00:31:21: Gedanken machen.
00:31:21: Das schlägt so in die ähnliche Kerbe, finde ich.
00:31:26: Das sind jetzt mehrere Ebenen.
00:31:27: Also der Intimbereich, ja gut, die KI, die antwortet eigentlich immer positiv, die bestätigt mich einfach immer und das 24-7.
00:31:35: Das macht jetzt ein Partner, eine Partnerin oder Freund, Freundin vielleicht nicht, der widerspricht.
00:31:41: Möchte ich manchmal auch gar nicht.
00:31:42: Also da sieht man das eine Thema, das andere Thema, was wir sehr stark feststellen, die KI-Hoheit, also das, was die KI sagt, wird auch als wahr erachtet.
00:31:53: Dazu gibt es auch
00:31:54: einige Studien und das ist natürlich gefährlich.
00:31:58: Das kennen vielleicht Lehrkräfte, ja aber Google sagt, ja aber Wikipedia steht.
00:32:02: Ja aber hast du es im Gesamtkontext eingeordnet?
00:32:05: Nö.
00:32:06: Und da sehen wir das eben auch die Gefahr in der KI, es ist halluziniert, das wissen auch viele oder fast alle, aber dennoch wird das einfach genommen, weil es possible ist.
00:32:17: Die KI wird ja nicht kreiert, Fakten zu schaffen.
00:32:23: sondern es soll sich gut anhören, im Endeffekt.
00:32:27: Aber es muss ja nicht stimmen.
00:32:29: Es soll dir ja gefallen.
00:32:30: So ist ja die meisten LMMs aufgebaut.
00:32:35: Aber wir haben eine interessante Studie gemacht zu, könntest du dir vorstellen, dass KI eine Führungskraft wird von dir?
00:32:45: Die meisten können sich das noch nicht.
00:32:46: Es gab einige, die sich das vorstellen können, aber die meisten noch nicht.
00:32:50: Und wir haben das dann noch weiter runtergebrochen.
00:32:53: Von wem möchtest du Kritik hören, von wem möchtest du Lob hören?
00:32:56: Und da ist es ganz klar Kritik möchte ich von der KI hören, Lob aber vom Menschen.
00:33:02: Und das finde ich eine spannende Komponente, da kann ich als Führungskraft auch gut mit arbeiten.
00:33:07: Aber das heißt, ich nehme Kritik ernster von einer Maschine als von einem Menschen.
00:33:13: Aber gelobt, das Positive, das möchte ich dann schon vom Menschen bekommen.
00:33:17: Also das sieht man, man misst damit zweierlei Maß und auch die
00:33:22: Die Vermenschlichung der Maschine nimmt auch zu.
00:33:24: Wir haben in unserer Jugend-Hand-Studie 2026 mal gefragt oder untersucht letztendlich die digitalen Freundschaften.
00:33:34: Inwiefern koaliert das?
00:33:35: Und das nimmt insbesondere bei den Personen zu, die sowieso schon sehr viel im Netz unterwegs sind, aber die auch hier sehr stark Me-Time oder Social Battery eben
00:33:50: anwenden, also eine soziale Überforderung haben, dass die sich eher digitale Freunde auch vorstellen können und teilweise auch haben.
00:34:01: Da sehen wir auch einen Anstieg der Einsamkeit, der Isolation im Endeffekt.
00:34:06: Und da ist es auch so, dass die Personen auch eine geringere Resilienz haben.
00:34:16: Und wenn ich das weiß, dann kann man da eigentlich ganz gut gegen vorgehen.
00:34:21: Das heißt, Personen, die eher offline Freunde, also real Freunde pflegen, sind resilienter, sind ausdauernder, haben eine weniger psychische Belastung oder zumindest in
00:34:35: der Selbstbeurteilung, fühlen sich psychisch fitter und so weiter und so fort.
00:34:41: Also gibt es ganz spannende Ergebnisse.
00:34:45: Wohin läuft da unsere Gesellschaft?
00:34:47: Wenn ich mir das jetzt so anhöre, ich habe das Gefühl, ich weiß nicht, ob es in der Studie auch so drin steht, dass einfach es mehr in diese digitalen Freundschaften heutzutage.
00:34:59: Also wenn ich mir jetzt die Jougel anschaue, wie viele die am Handy sind, wie viele die im Internet sind, diese Isolation etc., ist alles nachvollziehbar.
00:35:06: Aber gefühlt wird das auch noch mehr.
00:35:08: Das macht ja was mit uns als Gesellschaft in der Zukunft.
00:35:12: Wohin rennen wir da und was müssen wir da eigentlich gegensteuern?
00:35:18: Also man sieht den Trend, wie du schon sagst, es wird mehr Zeit in sozialen Medien oder im Internet verbracht, im Smartphone verbracht, als jetzt die analoge Welt trainiert.
00:35:31: Das nimmt seit Jahren eigentlich linear zu.
00:35:34: Einigen haben bei 5, jetzt haben wir bei 6, 7 Stunden, teilweise 12 Stunden.
00:35:41: Und das ist ja nicht nur permanent, also es ist ja nicht andauernd, sondern es ist ja immer
00:35:46: schwimmend, die Offline-Online-Anwendung.
00:35:51: Aber wir sehen, dass der digitale Raum viel mehr bespielt wird oder da viel mehr konsumiert wird als jetzt der analoge Kontext.
00:35:59: Und da schauen wir mal als junger Mensch, als Jugendlicher, wo gibt es denn die analogen Räume, wo ich mich tatsächlich, wo ich noch interagieren kann mit anderen, wo ich da
00:36:09: dementsprechend auch noch den Raum habe und wie unbequem ist es auch.
00:36:15: Das heißt, welche Hüden muss ich nehmen, in diese Räume zu kommen?
00:36:19: Das heißt jetzt mal ein Jugendzentrum, Generationenhaus etc.
00:36:22: Die sind meistens sehr unattraktiven Orten, meistens im Industriegebiet oder außerhalb, weil die Jugend ist ja zu laut und so weiter.
00:36:30: Und ja, dann ist es schon unattraktiv.
00:36:34: Dann gehe ich lieber in die digitale Welt.
00:36:36: Jetzt einfach runtergebrochen.
00:36:39: Das heißt, ich habe überhaupt gar keine Hüde, in die digitale Welt zu gehen.
00:36:45: Ja, habe ich keine Öde.
00:36:47: Wir haben tatsächlich gefragt, ab wann sollte denn, wenn das jetzt auch immer stärker diskutiert wird mit Social Media Verbot oder Erlaubnis erst ab einem bestimmten Jahr, ich
00:36:59: habe das auch in Australien beobachtet, die ja einer der ersten waren, die das eingeführt haben.
00:37:04: Es waren aber auch noch andere Länder, die das eingeführt haben tatsächlich.
00:37:08: Und viele, also die meisten,
00:37:11: über alle Generationen hinweg befürworten ein Social Media Verbot ab 16.
00:37:18: ab da eben das zu erlauben.
00:37:20: Also unter 16 eben ein Verbot.
00:37:22: Und das finde ich spannend, dass die Betroffenen selbst ein Verbot verlangen, aber es die Gesellschaft nicht wirklich interessiert.
00:37:33: Das heißt, wir machen ja nichts.
00:37:34: Wir diskutieren das, aber wir machen nichts.
00:37:36: Das heißt, der Betroffene selbst hat das erkannt, dass es
00:37:41: positiv wäre, wenn wir hier ein Verbot einführen würden.
00:37:46: Und es gab ein schönes Projekt in Österreich, wo man einer Schulklasse, jeder musste das Smartphone eben abgeben und eine Woche war das, glaube ich, und hat die dann interviewt,
00:37:57: wie es ihnen ergangen ist.
00:37:59: Und sie meinten ja, nach ein, zwei Tagen haben sie sich dran gewöhnt und das ging eben so gut, weil sie wussten, dass alle das abgegeben haben.
00:38:08: Das heißt, ich habe keinen Nachteil.
00:38:10: ich habe keine Fear of missing out, dass ich irgendwas verpasse.
00:38:13: Nee, alle mussten das abgeben und dann ist es auch vollkommen in Ordnung.
00:38:16: Die mussten sich teilweise umorientieren, wie verabrede ich mich jetzt?
00:38:22: Ja, ich habe die Hausaufgaben vergessen.
00:38:23: Wie mache ich das denn jetzt?
00:38:25: Kamen da aber relativ schnell hinein und das finde ich auch schön zu sehen.
00:38:29: Dann sagt er, die Jungen, die wissen das gar nicht.
00:38:32: Die kommen da relativ schnell rein.
00:38:34: Aber sie haben es ja nicht mehr nötig, das zu lernen, weil sie eben das Smartphone haben und sich da eben Lösungen erarbeitet haben.
00:38:41: Und das fand ich eigentlich ein tolles Projekt und das bestätigt ja auch schon vieles.
00:38:45: Jetzt zurückzukommen zu Australien.
00:38:47: Was ist da passiert?
00:38:48: 70 Prozent der jungen Menschen sind das umgangen, indem sie eben falsches Datum eingegeben haben.
00:38:54: Burzdatum einfach befälscht und so konnten sie in Social Media gehen.
00:38:58: Über 70 Prozent waren das, also verpufft das Gesetz dann auch ein Stück weit.
00:39:03: wenn die Plattformen da nicht in Reichenschaft gezogen werden.
00:39:07: Aber die meisten, die positiv darüber gesprochen haben, waren die Eltern.
00:39:11: Sie sagten, es gibt jetzt keine Diskussion mehr, es ist ein Verbot und ich muss mit meinen Kindern nicht mehr diskutieren.
00:39:18: Spannend.
00:39:20: Ich glaube, dieses Experiment in Österreich, da gibt es sogar eine Doku drüber.
00:39:26: Wenn ich das richtig im Kopf habe, bin mir nicht ganz sicher.
00:39:31: Du hast jetzt, bevor wir da jetzt bisschen abgeschweift sind, auch das Thema Maschine und Mensch erwähnt und du hast auch den Begriff oder ihr verwendet ja auch sehr gerne den
00:39:43: Begriff Mensch-Maschine-Zentrierung.
00:39:47: Warum?
00:39:48: Gefällt dir der Begriff Mensch-Maschinezentrierung besser als diese klassische reine Mensch-Zentrierung, die ja viele Unternehmen ja auch propagieren, dass sie jetzt eine
00:39:59: menschenzentrierte KI haben und so weiter und so fort?
00:40:02: Warum ist bei dir der Faktor Maschine dann auch so wichtig?
00:40:07: Also wenn man die Menschzentrierung mal versucht zu erklären, da geht es darum, der Mensch ist ein Mittelpunkt, da sagt er das Wort schon, und die Technologien machen alles, damit
00:40:19: es den Menschen besser geht.
00:40:21: Also der wird wesentlich bequemer, muss sich eigentlich im Prinzip gar nicht mehr bewegen, weil alles ihn herum gemacht wird.
00:40:27: Finde ich nicht wirklich zielführend, sondern ich finde Mensch-Maschine-Zentrierung wichtig, dass es auch kein Gegenspiel ist, Mensch gegen Maschine, sondern ein Miteinander.
00:40:37: und dass die Maschine ein Werkzeug bleibt, aber dass es eher ein Miteinander ist und nicht ein Gegeneinander.
00:40:47: Sie findet, dass der Mensch tatsächlich auch mit der Maschine zusammenarbeitet und sich nur bedienen lässt von der Maschine.
00:40:57: Die Maschine übernimmt alles und der Mensch muss eigentlich gar nichts mehr machen.
00:41:02: Was dann auch noch spannend ist, neben dem auch bei euch in der Forschung, kommt auch raus, dass die Männer mehr dieser Technologie noch zugewandt sind als die Frauen und dass
00:41:21: da so eine Art Gender-AI-Gap auch entsteht.
00:41:28: Ja, den ihr auch sogar beobachtet in euren Umfragen.
00:41:34: In den Umfragen ist das tatsächlich auch ein Kompetenzunterschied oder ist das nur eine unterschiedliche Wahrnehmung der eigenen Kompetenz oder wie messt ihr das oder wie?
00:41:46: Das ist tatsächlich die Eigenbeurteilung.
00:41:49: Es sagt nicht, dass die Geschlechter unterschiedlich sind in der Kompetenz, sondern die Frage war, fühlst du dich gut vorbereitet auf die KI-Entwicklungen, die auf uns zukommen,
00:42:00: und die Männer?
00:42:03: Ich habe die Studie übrigens in Deutschland und in den Niederlanden gemacht.
00:42:07: In beiden Ländern fühlen sich die Männer viel besser vorbereitet als die Frauen.
00:42:12: Das heißt aber nicht, dass der eine besser ist als die andere.
00:42:16: Das sagt es nicht, sondern die eigene Wahrnehmung der Geschlechter, das ist das Urteil oder das Ergebnis.
00:42:25: Und da sehen wir schon, wenn wir so eine große Diskrepanz haben und die ist relativ groß, da sehen wir schon, wie gehe ich dann damit um.
00:42:35: Wenn ich mich da nicht so kompetent fühle, bin ich da vielleicht auch ein Stück weit distanzierter.
00:42:42: Oder dann traut man mir das als Frau weniger zu.
00:42:45: Oder, oder, oder.
00:42:46: Das ist ja genau die Problematik, wir immer wieder haben in den MINT-Fächern zum Beispiel.
00:42:51: Zu wenig Frauen.
00:42:53: Hat man da einige Bebühungen gemacht.
00:42:55: Aber es fängt jetzt dran, jetzt haben wir eine neue Technologie, neue in Anführungsstrichen, also die KI, ist in unseren Alltag integriert.
00:43:04: Über 80 Prozent der jungen Menschen können sich einen Alltag ohne KI übrigens gar nicht mehr vorstellen.
00:43:09: Das sieht man schon.
00:43:10: Und jetzt kommt die Frage, fühlst du dich darauf gut vorbereitet?
00:43:13: Und die Frauen sagen eigentlich, nö.
00:43:15: Und die Männer, ja, sehr wohl.
00:43:18: Hat auch ein Stück weit mit der Überschätzungsillusion der Männer zu tun, dass die, wenn es Technologie geht, denken, sie sind immer besser, obwohl das nicht unbedingt so sein
00:43:26: muss.
00:43:27: Aber das ist natürlich ein Problem in der Gesellschaft, dass die Lücke vorhanden ist.
00:43:32: Erstmal ist das ein Problem, dass es nicht gleich wahrgenommen wird und dass die Lücke, je jünger die
00:43:39: befragten waren tatsächlich auseinander ging.
00:43:41: Ich hatte auch die Argumentation mit einer Person, ja die Jungen die sind ja da viel affiner, die schließen ja die Lücke.
00:43:48: Nein, ganz im Gegenteil, je jünger desto höher war die eigene wahrgenommene Diskrepanz.
00:43:55: Und da können wir natürlich gesellschaftlich viel mehr machen.
00:43:58: Es ist natürlich auch ein strukturelles Problem, wir immer noch die Technologie ist eher für Männer und das Soziale eher für Frauen.
00:44:09: leider immer noch so in den Köpfen.
00:44:11: haben jetzt ein, das ist eben das Fazit, neue Technologie und haben durch das strukturelle Problem auch hier wieder ein Geschlechterunterschied.
00:44:20: So übrigens, was ich auch feststelle bei mir in den Vorlesungen, wenn es darum geht, auch mit den jungen Menschen zu sprechen, wie tief seid ihr drinnen, die sind alle auf dem
00:44:32: gleichen Niveau, gefühlt ihr.
00:44:35: Und das ist nicht tief, dass sie da wissen, das ist eher oberflächliches Wissen, Und schön zu hören, diese Illusion, die die Männer da entwickeln und glauben, nur weil es
00:44:45: Technologie ist, kann ich das besser und so weiter und so fort.
00:44:49: Ich stelle immer fest, das ist jetzt alle auf dem gleichen Niveau.
00:44:51: ist wurscht.
00:44:53: Ja, richtig.
00:44:55: Das haben wir auch oft, wo junge Männer oder Menschen, ich will jetzt gar nicht mal auf Geschlecht beziehen, aber sie denken, sie können besser prompten als die Alten.
00:45:09: In meiner Beobachtung war es eher so, dass anders gepromptet wird, also dass die älteren Personen eher relativ langen Absatz schreiben, was sie alles machen möchten und relativ
00:45:21: detailliert und Jüngere eher
00:45:23: ja so häppchenweise sich dran gehangelt haben.
00:45:27: Also keine vollständigen Sätze, auch mit Fehlern drin, ist ja der KI auch völlig egal, aber hier ein unterschiedliches Herangehen.
00:45:36: Und da ist eigentlich ganz gut nachvollziehbar, als ältere Person habe ich auch das gelernt, andere Fragen zu stellen.
00:45:46: Und als junge Person bin ich vielleicht mit der KI groß geworden und die akzeptiert ja Rechtsscharfehler etc.
00:45:52: Das ist völlig eine andere Herangehensweise.
00:45:55: Ich fand das spannend als Google 2006, 2009 kam das glaube ich nach Deutschland, dass im Hintergrund Google praktisch das schon verarbeitet hat, was denn sein könnte, was man
00:46:07: fragt und hat das dann letztendlich eingeblendet.
00:46:11: Davor
00:46:12: muss ich schon ein gewisses Allgemeinwissen haben und eine vernünftige Frage stellen zu können, damit ich auch vernünftiges Ergebnis bekomme.
00:46:21: Jetzt weiß Google ja schon, was ich fragen will.
00:46:24: Also ich muss gar nicht mehr nachdenken.
00:46:28: Das heißt, das Kognitive wird zunehmend outgesourct.
00:46:32: Das ist ja auch die erste Generation, kognitiv hinter denen der alten Generationen liegt, oder?
00:46:38: ich irgendwo mal gehört, dass es da auch eine Studie gibt.
00:46:43: Ja, die geht auf den IQ-Studie, aber das muss man differenzierter betrachten.
00:46:53: Also so einfach kann ich das nicht sagen.
00:46:58: Es gibt auch den Flynn-Effekt, der da beachtet werden muss, aber das wird jetzt, da können wir eine eigene Podcast-Sendung machen.
00:47:07: Aber was wir sehen, und das liegt ja auch
00:47:12: Verantwortung unserer Gesellschaft.
00:47:14: Wie herausfordernd mache ich denn kognitive Prozesse?
00:47:19: Also wenn ich sage, ja, ihr könnt KI benutzen für eure Hausarbeiten, für eure Hausaufgaben, ihr müsst gar nicht mehr nachdenken, ja gut, dann nutze ich das auch.
00:47:27: Es liegt ja auch in der Natur eines Jugendlichen, dass er den bequemsten Weg nimmt.
00:47:32: Wieso sollte ich denn einen Umweg machen, wenn ich weiß, da gibt es Tools, also wende ich die auch an.
00:47:38: Und dann wundert man sich, dass die das gar nicht mehr können, mich hinterfragt haben und sagt, ja warum denn?
00:47:43: Ihr habt uns doch die Tools zur Verfügung gestellt.
00:47:47: Deswegen sehe ich da die gesamte Gesellschaft in der Verantwortung und mich jetzt nur, die Jungen wenden ja nur das an, was wir ihnen zur Verfügung stellen.
00:47:55: Endeffekt und sind da auch, nehmen dann auch die Abkürzung.
00:48:01: Ohne zu wissen, ja gut, dann fehlen dir die Grundlagen.
00:48:05: tust dir schwer darüber zu urteilen, du musst es im ganzen Kontext betrachten und so weiter.
00:48:11: Das meine ich auch insbesondere mit den Hürden nehmen.
00:48:14: Also ich muss die jungen Menschen auch in der Bildung Personen heranbringen, ihr müsst Hürden nehmen, mehr zu erreichen.
00:48:23: Und was ich faszinierend finde, nicht nur das Kognitive wird outgesourct, wir sehen das insbesondere auch im Social Media bei den Reaction Formats zum Beispiel.
00:48:35: dass auch Emotionen teilweise ausgesourct wird.
00:48:38: Wenn du zum Beispiel einen Gamer heißt, der wird moderiert, wie der spielt, und der Moderator wird dann auch nochmal von einem Influencer moderiert, wie der Moderator
00:48:46: reagiert.
00:48:47: Also das heißt, ich muss mir gar keine Gedanken mehr oder keine Emotionen mehr, das wird alles übernommen.
00:48:52: Und das nimmt eben auch zu.
00:48:56: Wenn du jetzt von kognitiven Outsourcing sprichst, brauchen wir so eine Art kognitive Fitness, so wie wir auch Medienkompetenz versuchen, den Kindern dazubringen zukünftig?
00:49:08: Also irgendwie bewusstes Training im Denken, Schreiben, Erinnern, Resilienz, keine Ahnung, Sachen?
00:49:16: Ja, deswegen war ich bei der AB-Frage fürs Offline.
00:49:21: Auch weil das extrem wichtig ist, weil unser Gehirn teilweise auf die Informationsflut gar nicht vorbereitet ist.
00:49:29: Und dementsprechend, wie lernen wir am besten, indem ich sehe, indem ich spreche und indem ich es auch schreibe zum Beispiel.
00:49:39: Und jetzt nicht am Keyboard oder nicht am Tablet, sondern tatsächlich, ich bewege einen Stift.
00:49:45: und dadurch die meisten zumindest bringen sich dann noch besser ein.
00:49:49: Natürlich ist es individuell, muss ich auf die jeweiligen Kompetenzen schauen, aber in Studien ergibt es eben oft das Ergebnis, dass wenn ich die drei Komponenten mache, dann
00:50:00: ist es am langfristigsten, also am nachhaltigsten, habe ich das dann gefestigt.
00:50:05: Und deswegen ist es auch
00:50:08: bezüglich der digitalen oder analogen Räume viel wichtiger auch in Schulen wieder ins analoge zu gehen, Interaktion zu haben, Projekte zusammen zu gestalten, selbst Lösungen zu
00:50:19: erarbeiten, auf meine Erfahrung zurückzugreifen.
00:50:24: Und das sehen wir auch bei den Phänomenen wie Social Battery, Me Time oder Granny Style.
00:50:29: Das heißt sich zurückziehen.
00:50:31: Man ist überfordert mit Interaktion, mit
00:50:33: insbesondere unbekannten oder auch teilweise bekannten Menschen.
00:50:36: Das ist alles zu viel, ich so eigentlich nicht gelernt habe.
00:50:40: Ich habe meine Interaktion im Social Media, beziehungsweise da konsumiere ich auch, hauptsächlich die meisten konsumieren ja nur, die kreieren ja, das sind ja wenige, die
00:50:49: tatsächlich kreieren.
00:50:51: Und das sollte viel mehr gefördert werden, beziehungsweise sollten wieder Räume geschaffen werden, wo ich das tatsächlich lernen kann und auch erleben kann.
00:51:01: ganz spannend.
00:51:01: Ich hatte nämlich auch jetzt eine Vorlesung, ich die Reaktion hatte.
00:51:07: es war Innovationsmanagement und die mussten rausgehen und mussten selbst Geschäftsmodell entwickeln für ein Unternehmen und mussten mit Leuten sprechen und es war so, ja, es ist
00:51:17: echt out of the comfort zone.
00:51:18: Wir mussten da mit Leuten reden, gar nicht so auf die Art, ja.
00:51:22: Das waren sie gar nicht gewohnt, ja, sonst sind sie nicht gewohnt.
00:51:25: Gut, es wird beschallt, wir machen vielleicht noch ein paar Übungen und that's it, aber jetzt mal so.
00:51:30: selber weiterdenken, sind die nächsten Schritte etc.
00:51:33: Es war schon eine spannende Reise für die Stribis, die die da gemacht haben.
00:51:39: Wo wird das denn tatsächlich noch gefordert?
00:51:43: Ja, und wie gesagt, ich habe sie meiner Vorlesung tatsächlich gefordert und selber auch mitbekommen.
00:51:50: habe sie die Leine ganz lang gelassen und es war ganz interessant zu sehen, wo Schwierigkeiten aufgekommen sind auf einmal.
00:51:59: du sagst, okay, gut, hätte ich jetzt nicht erwartet, dass das jetzt eigentlich eine Schwierigkeit ist.
00:52:04: Genau, das ist oft der Punkt, dass wir von unserer Perspektive ausgehen, wie hätten wir das damals, als wir in deinem Alter jetzt deiner Studierenden gewesen wären, gelöst.
00:52:16: Also wir gehen dann auf unsere Fahrt.
00:52:17: Und den Rahmen gibt es ja heutzutage nicht mehr.
00:52:20: ist ja völlig anderer Rahmen, auch Digitalisierung, Künstliche Intelligenz.
00:52:24: Ich habe ja auch andere Tools zur Verfügung.
00:52:26: Ich bewege mich auch ganz anders.
00:52:28: Und da müssen wir uns eher anders bewegen.
00:52:32: Das heißt,
00:52:33: uns in die heutige Lage versetzen, wie würden wir denn agieren und wären wir denn auch in Anführungsstrichen so handlungsunmächtig oder hilflos?
00:52:43: Ja, ist ein guter Punkt, den ich für mich auch mitgenommen habe, dass ich das mal reflektiere in Ruhe jetzt im neuen Semester, weil das war tatsächlich, ich würde so eine
00:52:56: Veranstaltung auch anders aufziehen ein bisschen.
00:52:59: Das heißt, man muss die weiter abholen.
00:53:03: Ja, an der einen oder anderen Stelle.
00:53:05: Es war wirklich interessant zu sehen.
00:53:09: Es waren auch ein paar Hemmungen da, was darf ich, was darf ich nicht.
00:53:15: Es hat jetzt nicht unbedingt mit KI zu tun oder so, aber trotzdem möchte ich sagen, ich wäre selbstwirksam und gehe einfach mal den nächsten Schritt und mach mal und schau mal.
00:53:25: Auch wenn es falsch ist vielleicht.
00:53:27: Du sprichst unglaublich wichtiges Thema an, die Selbstwirksamkeit.
00:53:32: Wo schaffe ich das heute noch, selbstwirksam tatsächlich sein zu können, aus einer Situation eben auch heraus zu handeln?
00:53:43: Oder ist mir alles vorgegeben, wie ich zu handeln habe?
00:53:48: Und da muss ich ja auch damit sprechen, nicht wirklich denken.
00:53:52: Und dann komme ich aber nicht in die Selbstwirksamkeit.
00:53:55: Das heißt, auch
00:53:56: Die Verantwortung spielt hier eine Rolle, dass ich die Verantwortung habe für die Handlungen, ich gemacht habe und auch die Konsequenzen trage.
00:54:04: Und das wird zunehmend auch abgenommen.
00:54:08: Also es ist die Räume, wo ich tatsächlich selbstwirksam agieren kann.
00:54:14: Entweder sind die Hürden zu hoch, dorthin zu kommen oder sie gibt es schlichtweg
00:54:19: Es ist spannender Aspekt, definitiv.
00:54:25: Es ist ein Thema, das mich auch noch weiter bewegen wird und ich auch echt gespannt bin, wie man das am besten in die Lehre einbaut, damit man diese Kompetenz wieder...
00:54:39: Aufgebaut.
00:54:40: Genau das, was du ja gesagt hast.
00:54:41: Also tatsächlich mal in den freien Raum und selbst sich bewegen können, auch Fehler umgehen zu können, resilienter umgehen zu können.
00:54:52: Wenn alles vorgegeben ist, also alles nach dem Schema vorgegeben ist, organisiert wird, dann bilden sich ja auch die kognitiven, wir haben die praktischen, wir haben moralische,
00:55:06: aber auch
00:55:07: politische Urteilskräfte eben gar nicht mehr aus, wie denn auch.
00:55:12: Und das ist dann natürlich kritisch.
00:55:16: Aber es müsste eigentlich ja dann die komplette Bildungsanrichtung machen, würde ich jetzt mal sagen.
00:55:21: Oder die komplette Lehre.
00:55:24: Weil ich kann natürlich nachvollziehen, wenn du 20 Professoren hast oder Lehrerinnen und 19 agieren, ist das so wie immer.
00:55:36: Und eine Person gibt den Freiraum, dass das dann halt, ich weiß nicht, ob das dann den Unterschied macht.
00:55:41: Dann haben sie das einmal, tun sie sich richtig schwer, aber
00:55:45: Es müsste dann doch eher komplett der Ansatz, der pädagogische Ansatz komplett anders gestrickt werden, oder?
00:55:53: Es gibt ja einige Projekte, versuche das auch zu machen.
00:55:58: Es ist etwas langsam, aber es wird da schon sehr viel gemacht.
00:56:03: Also in den letzten 20 Jahren hat sich, möchte man nicht verwahrhaben, aber in der Bildung sehr, sehr viel getan.
00:56:09: Bis zum Lehrer-Coaching sozusagen, was da gemacht wird.
00:56:13: Aber es ist noch zu langsam.
00:56:17: Aber ich sehe das nicht nur in der Bildung.
00:56:19: Das ist natürlich ein großer Punkt, aber ich sehe das gesamtgesellschaftlich.
00:56:24: Wenn man sich mal anschaut, wo bilden sich denn eigentlich Kompetenzen aus, dann ist es in Vereinen, in der Arbeit zum Beispiel, im Studium und dergleichen.
00:56:37: Da bilden sich die Kompetenzen aus und die Räume brauche ich, die muss ich auch zur Verfügung stellen im Endeffekt.
00:56:43: es wird heterogener.
00:56:46: Obwohl wir demografisch immer weniger werden, aber die einzelnen Schüler oder Schülerinnen, das Bild wird wesentlich heterogener.
00:56:57: Die Kompetenzen sind unterschiedlich, ich muss die unterschiedlich abholen und das erhöht den Anspruch an die Lehrkraft, an die Führungskraft oder an den Professoren erheblich.
00:57:09: Und das wird meines Erachtens noch zu sehr unterschätzt, gesamtgesellschaftlich.
00:57:15: Was wäre da dein Ansatz, was wir machen sollten?
00:57:22: Also ein Ansatz, wie du schon angesprochen hast, tatsächlich auch die Bildungseinrichtungen daher gehen unterstützen, Schulen.
00:57:31: Wir sehen auch eine zunehmende Unsicherheit bei den Eltern auch, das sich dann überträgt auf die Kinder.
00:57:39: Da mehr Sicherheit zu geben, mehr Zuversicht zu geben, wenn zu sagen, was die viel mehr ins Handeln zu kommen.
00:57:51: auch mal Dinge zu akzeptieren, wenn es nicht so rund läuft.
00:57:56: Das sind insbesondere auch praktische Themen, wieder Räume für junge Menschen zu schaffen, wo sie sich ausprobieren können.
00:58:04: In Unternehmen auch Räume zu schaffen, man tatsächlich rum experimentieren kann, ohne dass man da gleich bloßgestellt wird und dergleichen, ich nenne das immer so, den Bolzplatz in
00:58:16: Unternehmen schaffen.
00:58:17: Also nicht wegen der täglichen Arbeit, sondern tatsächlich einen Nebenspielplatz, wo ich mich da austoben kann.
00:58:24: Wie du auch gesagt hast, du seid mal kreativ und hier könnt ihr mal Innovationen voran teilen.
00:58:32: Aber den Rahmen muss ich schaffen und den muss ich auch begleiten.
00:58:35: das ist auch wieder der Anspruch.
00:58:36: kann dir jetzt nicht jetzt macht mal einfach, dann wird da gar nichts passieren, sondern ich muss das begleiten.
00:58:42: Okay, dann würde ich gerne noch einmal kurz so eine Schleife zurück machen.
00:58:47: Wir sind ein bisschen abgedriftet.
00:58:52: Und zwar nochmal das Thema KI-Kompetenz und KI generell.
00:58:58: wenn wir jetzt auf das Thema Kompetenz gehen, es gibt ja, manche gefühlt, aber wahrscheinlich gibt es ja auch zwischen den Generationen unterschiedliche
00:59:12: Niveaus, Levels.
00:59:14: Ich weiß jetzt nicht, ob die eher gefühlt sind oder bestehen da reale Unterschiede auch da.
00:59:20: Also die Kompetenzen entwickeln sich ja auch mit Erfahrungen, mit Beispielen, die ich dann auch erlebe.
00:59:29: ist es ja auch...
00:59:30: Was heißt Kompetenz eigentlich?
00:59:32: Das ist die Transferleistung, verschiedene Fähigkeiten zu bündeln und ein Problem eben auch dementsprechend zu lösen.
00:59:40: Also das ist...
00:59:42: Ich kann sehr fähig sein, aber inkompetent...
00:59:47: Das muss man auch mal ein Stück weit differenzieren.
00:59:49: Und deswegen ist es wichtig, wann komme ich denn ein Bündel von Fähigkeiten führt, dann kann es zu einer gewissen Kompetenz führen, wenn ich weiß, die Fähigkeiten so anzuwenden,
00:59:59: dass ich ein Problem lösen kann.
01:00:01: Und da ist es naheliegend, dass ältere Personen, weil sie da schon mehr Erfahrung haben, ausprobieren können, in verschiedenen Räumen auch unterwegs waren, vielleicht in der einen
01:00:11: oder anderen Stelle kompetenter sind.
01:00:14: Also da gibt es sicherlich Unterschiede.
01:00:18: Und vieles lerne ich ja erst, auf der Arbeit bestimmte Probleme zu lösen.
01:00:24: Und wenn wir jetzt beim Thema Generationen bleiben, was natürlich spannend ist, viele Entscheider sind doch jetzt einmal in einer älteren Generation, treffen aber doch auch
01:00:35: Entscheidungen, vor allem technologische Entscheidungen, deren langfristige Folgen vor allem die jüngere Generation tragen oder aushalten oder wie auch immer man es benennen
01:00:51: möchte.
01:00:53: Wir haben da im Vorgespräch auch das Thema Generationengerechtigkeit und Finanzierbarkeit kurz angesprochen.
01:01:02: Wie soll ich das sagen?
01:01:05: Wie findet man heutzutage oder wie würde es ein fairer Interessensausgleich stattfinden zwischen den Generationen, wenn es das geht?
01:01:14: Das Thema Technologie und die Entscheidungen, die getroffen werden und auch die Finanzierung.
01:01:21: Es kommt jetzt auch auf das Projekt drauf an.
01:01:24: Letztendlich muss ich schon, wenn man im Kontext der Generationengerechtigkeit sprechen, was muss ich machen, dass zukünftige Generationen es zumindest genauso gut haben wie ich
01:01:35: jetzt?
01:01:38: Das wird dann philosophisch oft hinterfragt, woher will ich denn wissen, wie zukünftige Generationen vielleicht geht, ist auch eine ganz andere Richtung.
01:01:49: entwickelt sich ja Technologie auch ständig weiter, wenn wir zum Beispiel die Atomkraft hernehmen, unterschiedliche Diskussionen sind, ja, nein, und auch da gibt es erhebliche
01:02:01: Entwicklungen, dementsprechend das ganz zu versagen, es wird auch kritisch beäugt, zumindest sollten wir in der Forschung da teilhaben.
01:02:13: Deswegen ist die Frage ziemlich gut, aber auch schwierig zu beantworten.
01:02:19: um in Kontext und ich sollte zumindest alle Generationen mit einbinden, um hier zu wissen, okay, gehe ich den richtigen Weg und vielleicht ein bisschen Zukunftsforschung auch
01:02:33: heranziehen.
01:02:35: Das machen wir insbesondere in Deutschland noch viel zu wenig oder in ganzen EU im Endeffekt.
01:02:39: Das wird viel zu kurzfristig denken und nicht langfristig.
01:02:43: Also nicht über zehn Jahre hinweg zum Beispiel.
01:02:47: weil man oft eben nur in Wahlperioden agiert.
01:02:51: Aber das ist eben auch ein wichtiges Thema und auch an die ältere Generation, das zumindest mal zu betrachten, was hinterlass ich eigentlich der nächsten Generation und ist
01:03:02: es gut so, ohne immer nur auf sich selbst zu schauen.
01:03:05: Und wenn du jetzt ans Thema Langfristigkeit denkst, die in den nächsten 10, 20 Jahren, was werden denn auch so vielleicht politische Entscheidungen, die heute notwendig werden, dann
01:03:18: würden wir das auch hinkriegen, diese Generationengerechtigkeit.
01:03:22: Ganz wichtig ist zum Beispiel bürokratischer Abbau, das Thema auch, dass Technologien dementsprechend unterstützt werden, dass sie auch auf die Straße kommen.
01:03:35: Ein Beispiel, eine Grundlagenforschung, NKI ist Deutschland Spitzenreiter, aber dann, wenn es darum geht, Produkte draus zu generieren oder das Thema auf die Straße zu bringen, dann
01:03:45: wird das meistens von USA oder China dann aufgekauft.
01:03:48: Und hier eher auch das Know-how, das Wissen dementsprechend auf die Straße zu bringen, das finde ich extrem wichtig und da dementsprechend auch die Wege darauf vorzubereiten.
01:04:00: Okay.
01:04:04: Spannend, spannende Einblicke.
01:04:07: Ich hätte jetzt noch eine letzte Frage, zwar drei Learnings, die du den Zuhörerinnen mitgeben möchtest, die dürfen beruflicher oder privater Natur sein.
01:04:20: Also ganz wichtig ist, wenn es künstliche Intelligenz geht, schauen, unternehmenstechnisch, wo bietet mir das tatsächlich einen Mehrwert fürs Unternehmen.
01:04:31: Dann zu prüfen, sind die analogen Prozesse schon vernünftig, bevor ich eben in das Digitale und dann nächsten Schritt in die künstliche Intelligenz einsteige.
01:04:43: Dann dementsprechend Standortbestimmungen machen.
01:04:47: um Personen weiterzuentwickeln und nicht nur KI zur Verfügung stellen, sondern dementsprechend auch Upskilling zu forcieren.
01:04:58: Und was wir momentan sehen, eher so ein Downskilling im Endeffekt durch Nutzung der künstlichen Intelligenz.
01:05:04: Also es sind so drei Elemente, oder drei Dinge, die ich als sehr wichtig erachte.
01:05:13: Sind noch viel mehr, aber sehr eingeschränkt.
01:05:16: Ja, herzlichen Dank dafür.
01:05:21: Ich habe das super spannend gefunden.
01:05:24: Deiner Blick, wir sind ein paar Mal hin und her gesprungen, aber ich glaube, könnte, wenn wir jetzt ein Thema rausnehmen, wir könnten stundenlang nur über ein Thema wahrscheinlich
01:05:33: dann sprechen und in die Tiefe einsteigen.
01:05:37: Ja, ich habe versucht, ein paar Sachen anzureißen.
01:05:43: Herzlichen Dank für deine Zeit.
01:05:46: Ich habe einiges für mich auch mitgenommen.
01:05:48: Ich finde es auch spannend, die Themen wie, wenn du vom kognitiven Outdoor entsprichst, hast du ja auch in deinem Learning jetzt mit reingegeben, nochmal auch irgendwo Freiräume
01:05:57: geben, scheitern lassen, natürlich auch entsprechend zu begleiten.
01:06:02: Auch das Thema Mensch-Maschine-Zentrierung, weil es ein Miteinander ist und kein Gegeneinander und dass man sich halt auch Gedanken machen sollte.
01:06:12: wie wir das generationengerecht schaffen.
01:06:14: Und was ich auch spannend fand, das Thema KI-Kompetenz, dass die Männer sich da besser einschätzen, ist Gefühl wie beim Autofahren, dass sie besser Autofahren als Frauen.
01:06:26: Das ist ja der gleiche Punkt.
01:06:29: Und dass das tatsächlich eigentlich gar nicht der Fall ist.
01:06:35: Ja, super.
01:06:37: Wunderbar.
01:06:39: Herzlichen Dank für deine Zeit.
01:06:42: dass wir das heute online aufgenommen haben.
01:06:45: Leider nicht persönlich, wie es angedacht war, aber ich freue mich, wenn wir es trotzdem schaffen.
01:06:49: Wie gesagt, wir sind ja nicht so weit auseinander, Augsburg und München ist ja nur ein Katzensprung.
01:06:53: Vielleicht schaffen wir es ja und treffen uns dann mal persönlich.
01:06:58: Würde mich sehr freuen und von meiner Seite, wie gesagt, nochmal herzlichen Dank und bis bald.
01:07:07: Sehr gerne, bis bald und machs gut!
01:07:09: Das war die Folge mit Hartwin Maas.
01:07:11: Alle Infos zu Hartwin sowie dem Institut für Generationenforschung findet ihr in den Shownotes.
01:07:17: Danke für eure Treue und ich freue mich, wenn ihr bei der nächsten Folge wieder mit dabei seid.
Neuer Kommentar