René Fergen - KI sichert den Zugang zu Recht für alle #135
Shownotes
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge in der ich René Fergen, Mitgründer und CEO von JUPUS - dem schnellst wachsenden Legal-Tech-Startup, bei mir zu Gast habe.
Jupus unterstützt mit einem KI-Sekretariat kleine und mittelständische Anwaltskanzleien dabei, ihre administrativen Abläufe zu automatisieren, denn der Fachkräftemangel in Kanzleien ist nicht nur ein organisatorisches Problem, sondern kann langfristig sogar den Zugang zum Recht gefährden. René erklärt, welche Aufgaben KI heute bereits übernehmen kann – von der ersten Mandantenanfrage über die Terminvereinbarung bis hin zur Vorbereitung von Schriftsätzen – und warum die finale Entscheidung trotzdem beim Menschen bleiben sollte.
Natürlich ging es auch um die kritischen Seiten: Halluzinationen, erfundene Urteile, sensible Daten, Verantwortung und die Frage, wie viel Regulierung Innovation eigentlich verträgt.
Für mich war besonders spannend, dass der größte Engpass häufig gar nicht bei der juristischen Arbeit selbst liegt, sondern bei all den Prozessen davor und drumherum.
Viel Spaß mit meinem Gespräch mit René Fergen.
Mein Gast:
Feedback & Wunschgäste:
Über mich:
Transkript anzeigen
00:00:01: Und das führt dann dazu, dass dieses Grundrecht des Zugangs zum Recht nicht mehr da ist.
00:00:06: Man merkt es so bisschen als Unternehmer, wenn man einen Steuerberater sucht heute.
00:00:10: Muss man überhaupt erstmal was finden, weil das ist sehr ähnlich.
00:00:13: Aber hier reden wir über jeden Einzelnen von uns.
00:00:16: Und das ist eine riesige Gefahr und sorgt dafür, dass unser Rechtsstaat gefährdet ist, wenn wir hier keine Lösung finden.
00:00:29: Herzlich willkommen zu Business Unplugged, dem Treffpunkt für Tradition und Zukunft.
00:00:34: Mein Name ist Johannes Pohl und ich spreche mit Unternehmerinnen, Gründerinnen und stillen Heldinnen des Business Alltags, die unsere digitale Zukunft formen.
00:00:43: Business Unplugged ist die Bühne für Visionäre der Digitalisierung und soll Brücken zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen bauen.
00:00:51: Hier erhältst du wertvolle Impulse und Inspiration.
00:00:55: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge, in der ich René Fergen, Mitgründer und CEO von JUPUS, dem schnellst wachsenden Legal Tech-Start-up bei mir zu Gast habe.
00:01:05: JUPUS unterstützt mit einem KI-Sekretariat kleine und mittelständische Anwaltskanzleien dabei, ihre administrative Abläufe zu automatisieren.
00:01:15: Denn der Fachkräftemangel in Kanzleien ist nicht nur ein organisatorisches Problem, sondern kann langfristig sogar den Zugang zum Recht gefährden.
00:01:25: René erklärt, Aufgaben KI heute bereits übernehmen kann, von der ersten Mandatsanfrage über die Terminvereinbarung bis hin zur Vorbereitung von Schriftsetzen und warum die
00:01:35: finale Entscheidung trotzdem beim Menschen bleiben sollte.
00:01:39: Natürlich ging es auch um die kritische Seite.
00:01:42: Erfundene Urteile, sensible Datenverantwortung und die Frage, wie viel Regulierung Innovation eigentlich verträgt.
00:01:50: Für mich war besonders spannend, dass der größte Engpass häufig gar nicht bei der juristischen Arbeit selbst liegt, sondern bei all den Prozessen davor und drum herum.
00:01:59: Jetzt aber genug der Vorrede, viel Spaß mit meinem Gespräch mit René Fergen.
00:02:04: Lieber René, herzlich willkommen im Podcast.
00:02:06: Ich freue mich sehr auf unser Gespräch, denn es wird eine Premiere.
00:02:10: Ich habe in all den Jahren und Folgen nämlich noch nie das Thema Legal Tech am Tisch gehabt oder im Podcast besprochen.
00:02:18: Hallihallo!
00:02:20: Danke für die Einladung.
00:02:21: René, du dein Weg war oder hat nicht, ich mal, ja mit dem großen Start-up-Pitch Deck begonnen, sondern war eher klassisch für jemanden, der gefühlt ernsthaft Anwalt werden
00:02:33: möchte, der in Trier Jura studiert, Abschnitt in Sheffield verbracht hat und praktische Erfahrungen in Kanzleien gesammelt hat.
00:02:40: In deinem Studium gab es aber dann doch eine Situation, genau zu sein, hast du mir erzählt, du hast einen Podcast gehört, der für dich, ich zitiere,
00:02:51: Mindblowing war und der unter anderem ja auch dazu geführt hat, dass du 2020 die studentische Initiative Legal Tech Trier e.V.
00:03:00: gegründet hast, der sich die Frage dreht, was Recht und Technologie miteinander anfangen können.
00:03:08: In der Zeit hast du auch parallel im Vertrieb einer Managementberatung gearbeitet und Beraterluft schlucken dürfen und 2023 war es dann soweit, hast du
00:03:19: gemeinsam oder hast du mitgegründet das Legal Tech Startup UPOS, dessen CEO du auch bist und ihr seid nicht irgendein Startup, nein, ihr seid momentan eines der am schnellsten
00:03:31: wachsenden Legal Tech Startups am Markt und disruptiert mit eurem KI-Sekretariat für Rechtsanwälte die Branche, denn ihr geht mit UPOS genau an die Stelle,
00:03:42: Du kannst das auch noch mal nachher sehr gerne näher erzählen, die in den Kanzleien jahrelang als lästige Nebensache behandelt wurden und in Wahrheit hochrelevant sind,
00:03:51: nämlich die Mandatsannahme, Kommunikation, Organisation und, und, und.
00:03:56: Wie hoch euer Potenzial auch eingeschätzt wird, sieht man dann auch an den Finanzierungsrunden, die ihr geclosed habt.
00:04:03: 24, 1,3 Millionen, 25, 6,5 Millionen und vor zwei Monaten, wir sind jetzt Anfang August 26.
00:04:12: eine Series A mit guten 13 Millionen.
00:04:15: Herzlichen Glückwunsch, Tatso.
00:04:17: Krass.
00:04:18: Zu einer Finanzierung würden sich so einige Start-ups hier in Deutschland wünschen.
00:04:24: Und wer sich da auch ersten Geschmack holen möchte nach dieser Podcast-Folge mit uns, den oder der möchte ich vor allem auch deinem Podcast mit dem Namen Kanzlei Kompass wärmstens
00:04:36: ans Herz legen.
00:04:37: Da geht es vor allem darum, wie Rechtsanwälte durch Marketing, Vertriebe und Prozessoptimierung
00:04:42: erfolgreicher werden können.
00:04:45: Bevor wir einsteigen und über Digitalisierung, KI, Kanzleitentempo, was auch immer sprechen, kommen wir zuerst mal zu den A-B-Fragen.
00:04:55: Du weißt, was auf dich zukommt?
00:04:58: Nein, noch nicht.
00:05:00: Okay, also es kommen jetzt fünf Fragen rund das Thema Digitalisierung, zwei Antwortmöglichkeiten.
00:05:06: Du kannst dich für eine entscheiden.
00:05:08: Diese Antworten sollen im Endeffekt dann auch bisschen den Zuhörerinnen dienen, vielleicht die ein oder andere Antwort von dir nachher auch noch mal anders einordnen zu können oder
00:05:17: in den Gesamtkontext zu sehen.
00:05:19: Kommen wir zu den AB Fragen.
00:05:20: Wir starten mit Bildung online oder offline.
00:05:24: online.
00:05:26: Automatisiert oder menschliche Entscheidungsfindung?
00:05:29: Entscheidungsfindung menschlich.
00:05:33: stärkere Regulierung oder mehr Freiheiten für Unternehmen.
00:05:39: mehr Freiheit für Unternehmen.
00:05:41: Mehr Freiheiten, vollkommener Schutz persönlicher Daten oder weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohls der Allgemeinheit.
00:05:48: muss aufpassen, was ich frage hier, weil wenn ich einen Juristen frage.
00:05:55: Ich würde sagen, das ist eine harte Frage.
00:06:00: Wenn ich mich entscheiden müsste, ich sagen, wir sind schon ganz gut geschützt, auch im internationalen Vergleich.
00:06:05: Also eher weniger und mehr Freiheit für Innovation.
00:06:09: Web-Meetings oder persönliche Treffen.
00:06:11: persönliche Treff.
00:06:13: So, warum hast du dich für Online Bildung entschieden?
00:06:17: Das Tolle an unserer Zeit ist, dass man nahezu jederzeit von überall aus lernen kann.
00:06:24: Und das funktioniert durch Online-Bildung.
00:06:27: Offline-Bildung, die ich selbst durchlaufen habe, ist auch super, gerade für die menschliche Begegnung.
00:06:33: Ich habe ja auch gesagt, persönliche Treffen über Online-Meetings.
00:06:36: Aber die schieren Möglichkeiten, die man durch Online-Bildung hat, waren noch nie
00:06:45: so groß wie jetzt und deswegen würde ich das bevorzugen.
00:06:50: und dann hast du menschliche Entscheidungsfindung.
00:06:53: Wie wählt?
00:06:54: Ja, würde sagen Informationsbeschaffung automatisiert und möglichst viele Datenpunkte sammeln mit KI und über das Internet, alles Mögliche.
00:07:06: Aber die Entscheidung dann wirklich zu finden und zu treffen, das sollte dem Menschen weiter überlassen werden.
00:07:16: Okay, und dann machst du für mehr Freiheiten.
00:07:20: Ja, meine, wir sprechen hier über das KI-Zeitalter, wie es manchmal genannt wird.
00:07:29: Es passiert unglaublich viel.
00:07:31: Es findet ein extremes Rennen statt.
00:07:35: Und ich würde sagen, wir sind hier in Europa und auch in Deutschland zu langsam.
00:07:39: Und ein Grund dafür ist auf jeden Fall die Regulierung.
00:07:43: Und deswegen würde ich sagen, wir brauchen mehr Freiheiten, wenn wir an diesem Rennen teilnehmen wollen.
00:07:47: und das korreliert auch mit dem Thema weniger Datenschutz.
00:07:51: Genau, das klingt immer erstmal hart, weil Datenschutz ist eine super Sache und extrem wichtig.
00:07:55: Wir sollten Datenschutz weiter priorisieren und das sollte weiterhin immer im Kopf sein, wenn wir Entscheidungen treffen.
00:08:04: es muss ein Maß haben und da würde ich eher dazu tendieren, etwas weniger zu haben als mehr.
00:08:14: Okay, und dann persönliche Treffen.
00:08:16: Und dann haben wir's.
00:08:17: Ich finde nichts geht über den persönlichen Austausch.
00:08:20: Online ist auch super, aber vor Ort und persönlich ist es einfach noch was anderes.
00:08:28: Super, dann habe ich im Intro ja schon ein bisschen angeteasert.
00:08:31: Du hattest einen Podcast erwähnt, der für dich mindblowing war.
00:08:36: Welcher Podcast war es denn eigentlich und was hat dich denn da eigentlich so gepackt und was hat sich danach vielleicht auch in deinem Kopf verändert?
00:08:46: Das war ein Legal Tech Podcast und die erste Folge davon.
00:08:51: Und da ging es eigentlich einfach nur darum, was ist Legal Tech?
00:08:54: Und ich habe damals studiert und als Student hat man natürlich genug mit anderen Dingen zu tun.
00:09:01: Ich musste meine Hausarbeiten schreiben, mein Praktikum machen, ich habe das Staatsexamen vorbereiten und die restliche Zeit irgendwie versuchen in Kneipen zu sitzen und möglichst
00:09:10: viel draußen rumzuhängen.
00:09:14: sodass ich Legal Tech zwar mal gehört habe, aber es ging irgendwie auf dem einen Ohr rein, auf dem anderen Ohr raus.
00:09:20: Und da habe ich dann irgendwann mal auf Play gedrückt und habe auf einmal gemerkt, dass diese Branche, die sich in den letzten 200 Jahren kaum bewegt hat, ehrlich gesagt, einfach
00:09:34: aufbricht durch Technologie und dass da ganz neue Berufsbilder entstehen, dass die Art und Weise für die bestehenden Berufsbilder zur Arbeit sich vollständig ändert.
00:09:43: Und dass damit eigentlich das, was wir vorher für gegeben erachtet haben, nämlich dass wir in 20 Jahren genauso arbeiten wie alle, die vor 50 Jahren studiert haben, dass das nicht
00:09:56: mehr der Fall ist.
00:09:58: Und das war für mich mind-blowing.
00:10:01: Das war für mich der Startpunkt, dass ich mir gedacht habe, wow, das ist ja so relevant und so interessant.
00:10:06: Hier verändert sich eine der ältesten Branchen auf unserer Welt.
00:10:09: Da bin ich tief ins Rabbit Hole eingetaucht und hab mir alles angehört und angesehen, was es da so gibt.
00:10:16: War das auch der klassische Moment, wo du dann gesagt hast, ich werde wahrscheinlich nicht der klassische Anwalt, jetzt passt das Wort besser.
00:10:28: Ich würde sagen nicht direkt.
00:10:31: Ich wollte immer Anwalt werden und ich Jura immer extrem spannend.
00:10:35: Es hat mir viel Spaß gemacht.
00:10:36: Da dachte ich mir eigentlich eher, dass man als Anwalt anders arbeiten muss in der Zukunft und Technologie nutzen muss für sich und man sich dadurch einen extremen
00:10:47: Wettbewerbsvorteil verschaffen wird und vielleicht sogar die einzige Chance überhaupt noch wettbewerbsfähig zu sein in der Zukunft.
00:10:53: In dem Moment, wo ich den Podcast gehört habe, da war eigentlich noch der klare Plan, ich werde anwachsen.
00:10:59: Okay und wann war dieser Moment, wo du dann sagst, okay, wir gründen jetzt, jetzt kommt JUPUS, ich werde doch nicht der klare Anwalt, ich mach doch was anderes.
00:11:13: Ich habe irgendwann im Rahmen der Beschäftigung mit Legal Tech, habe ich mit ein paar Freunden zusammen gedacht, wow, das ist doch so relevant, das wird jeden Einzelnen, der
00:11:24: hier studiert oder in jeder anderen Universität der Welt, wird das betreffen.
00:11:28: Trotzdem findet das überhaupt nicht statt an der Universität und an der Ausbildung.
00:11:32: Und dann haben wir uns gedacht, wenn das nicht von der Uni Seite aus kommt, dann muss von der Studierenden Seite auskommen.
00:11:40: Und daher haben wir den Verein gegründet damals, den Legal Tech Trier e.V.
00:11:44: Und da bin ich in Kontakt gekommen mit ganz vielen Praktikern, mit Professoren, mit Staatsanwälten, mit Anwälten und so weiter und so fort.
00:11:53: Und das war so der Moment, wo ich gesehen habe, wow, alle erzählen eigentlich dasselbe, nämlich dass sie kein Personal mehr haben.
00:12:03: Gleichzeitig
00:12:05: sind die Prozesse und die Personalkapazitäten, die sie haben, nicht so super effizient eingesetzt.
00:12:10: Da lässt sich was tun.
00:12:12: Das war der Moment, wo wir angefangen haben, ein bisschen mit den ersten Kanzleien tiefer zu sprechen.
00:12:17: habe ich damals mit über 100 Anwälten gesprochen, weil ich genau wissen wollte, ist das wirklich bei allen so, wie unterschiedlich sind die Arbeitsweisen und Co.?
00:12:25: Und da haben wir angefangen, die ersten Versionen von Automatisierung zu bauen.
00:12:30: Das war damals unser erstes Produkt.
00:12:32: Der erste Teil unseres Produkts, den wir dann 2023 gelongert haben, war ein Website-Chatbot.
00:12:37: Das ist mittlerweile der führende Website-Chatbot veranstalten, als kein Slime, der auf der Website sitzt und erkennt, worum geht es hier.
00:12:42: Das war der erste Schritt da rein.
00:12:45: Ab da war eigentlich klar, wow, das macht mir so unglaublich Spaß.
00:12:52: Ich sehe das Potenzial, ist enorm.
00:12:55: Ich muss das machen.
00:12:58: Okay.
00:13:00: ihr wart mehrere, die gegründet habt, zu zweit, oder?
00:13:05: Genau, zweit.
00:13:06: Und wie kam es dann dazu?
00:13:07: Wie habt ihr euch gefunden?
00:13:08: Wart ihr beide im gleichen Verein?
00:13:10: Oder habt ihr beide diesen Ligelteig-Ferein gegründet?
00:13:14: wie kam es dann dazu, dass ihr beide, machen wir das?
00:13:18: Genau, ich hatte ursprünglich ein bisschen was ausprobiert mit zwei anderen Mitgründern damals, das war aber noch unter einem anderen Namen und ging in eine andere Richtung und
00:13:30: irgendwann haben wir dann gesagt, okay, wir wollen in unterschiedliche Richtungen gehen und bei mir war es eben mehr und mehr dieses, hey, man muss Kanzleien und Anwälte bei den
00:13:40: administrativen Aufgaben entlasten, weil die Menschen, die das heute machen, die Rechtsanwaltsfachangestellten, die
00:13:46: gibt es kaum noch.
00:13:47: Das ist ein aussterbender Beruf.
00:13:50: Da habe ich mir damals die Zahlen angeguckt und habe gesehen, den letzten 30 Jahren ist die Anzahl der Anwälte, die fast verdreifacht, während die Zahl neuer
00:13:59: Rechtsanwaltsvorrangestellter mit über 80 Prozent zurückgegangen ist.
00:14:03: In Berlin zum Beispiel letztes Jahr haben 88 Menschen die Ausbildung zum Rechtsanwaltsvorrangestellten begonnen.
00:14:10: Noch nicht beendet, er ist begonnen, für über 12.000 Anwälte alleine in
00:14:15: bedeutet da bei mir klar, hier muss man, hier muss ich was tun, es muss eine andere Lösung gefunden werden.
00:14:22: Und so bin ich dann immer mehr in den Austausch gekommen und hab dann durch Zufall ehrlich gesagt meinen Mitgründer Janis kennengelernt, der auf der technischen Seite extrem viel
00:14:33: Erfahrung hatte.
00:14:35: Und so sind wir dann quasi zusammengekommen, haben uns dann immer tiefer und immer tiefer darüber unterhalten und dann gesagt, okay, das müssen wir machen jetzt.
00:14:46: Und ich habe es bisschen schon angeteasert, was macht ihr denn konkret?
00:14:49: Was ist das, was ihr mit Jupo anbietet?
00:14:53: Genau.
00:14:54: Was wir machen, ich hatte gerade schon mal kurz darüber gesprochen, wir haben, es gibt zwei große Faktoren in diesem super alten Markt und in dieser Branche.
00:15:04: Und der erste ist dieser unglaubliche Fachkräftemangel.
00:15:08: Die Menschen, die rechtsam als Fachangestellten, die auf gut Deutsch gesagt den Laden schmeißen in Kanzleien, die machen Frontoffice, machen Backoffice, die machen
00:15:15: Kernaristetätigkeit, die sind sehr gut ausgebildet, die gibt es kaum noch.
00:15:19: Und wenn man sich Ausbildungszahlen anguckt und gleichzeitig die
00:15:24: Rentenwelle, dann wird man sehen, die wird es immer weniger und weniger geben.
00:15:29: Das bedeutet, Kanzlerinnen müssen Alternative finden und das ist so ziemlich das größte Problem der Branche.
00:15:35: Gleichzeitig gibt es aber eine riesen Chance und das ist überraschenderweise KI und das gilt besonders für den Rechtsbereich, rechtliche Arbeit ist am Ende nichts anderes als
00:15:46: Textinput und Textoutput nach festen Regeln in den allermeisten Fällen und wenn KI für irgendwas prädestiniert ist, dann dafür.
00:15:53: Und das sind quasi die zwei Punkte, die wir zusammenbringen, dieses Problem zu lösen.
00:15:58: Was wir DUPUS gebaut haben, ist, wir nennen es das KI-Sekretariat für Anwaltskanzlei.
00:16:03: Wir unterstützen, wir sind das erste KI-Sekretariat in Europa und wir unterstützen Anwaltskanzleien dabei, ganzen Arbeitsschritte, bis es dann zu diesen letzten 20 Prozent
00:16:14: der menschlichen, anwaltschlichen Arbeit kommt, komplett zu automatisieren und von KI erledigt zu lassen.
00:16:19: Das bedeutet,
00:16:20: Egal über welchen Kanal ein Mandant, die Kanzlei kontaktiert, das kann übers Telefon sein, da geht unsere Telefon-KI Marie ran, sie erkennt, ist es ein neues Anliegen, ist ein
00:16:33: Bestandsmandant.
00:16:34: Welche Thematik geht es hier?
00:16:35: wir im Familienrecht, im Mietrecht, im Arbeitsrecht?
00:16:37: Weiß dann, welche Informationen sind jetzt hier relevant?
00:16:40: Zum Beispiel bei der Kündigung Arbeitsrecht auf Arbeitnehmerseite?
00:16:44: Weiß, welche Fristen laufen hier?
00:16:45: Kann das alles aufnehmen?
00:16:47: Kann auch schon weitere Informationen anfordern?
00:16:49: die dann automatisiert über unser System hochgeladen werden können und kann dann im Hintergrund auch die nächsten Schritte schon vorbereiten für den Anwalt.
00:16:57: Das bedeutet zum Beispiel die Kündigungsschutzklage oder einen Termin vereinbaren.
00:17:01: Das heißt, all das wird im Hintergrund von unserer KI erledigt.
00:17:05: Und was wir am Ende bei UBUS bauen, ist, wir fokussieren uns auf die kleinen und mittelständischen Kanzlei und bauen das Legal Operating System, das 80 Prozent aller
00:17:14: Kanzleitätigkeiten autonom erledigt, sodass du keinen Menschen mehr dafür brauchst.
00:17:19: Wie geht es dir damit wenn KI halluziniert?
00:17:22: Das ist ja auch noch immer ein Thema, am Ende können die ja alles vorbereiten, aber wenn es in dem einen Fall hakt, dann ja.
00:17:34: Total.
00:17:35: Und das ist besonders in unserer Branche sehr relevant, weil wann gehe ich zum Anwalt, wenn ich Sicherheit haben will?
00:17:41: Wenn ich absolute Sicherheit habe.
00:17:43: Das bedeutet, der Anwalt muss sich darauf verlassen können, was unsere KI für Ergebnisse ausspricht.
00:17:47: Das ist eine Menge Arbeit, das so hinzurekommen.
00:17:51: Und wir haben es aber bisher ganz gut hinbekommen, gut in den Griff bekommen, dass unsere Kunden sich sehr gut auf das verlassen können, was unsere KI da macht.
00:18:03: ist jetzt eine spannende Sache, weil wie gesagt Sicherheit und ich gehe mal davon auch aus, dass die Rechtsanwälte Sicherheit haben wollen und wenn dann auf einmal zwei junge
00:18:13: Hupfer, Entschuldigung, wenn ich jetzt diesen Ausdruck habe, ihr seid ja, ihr habt es relativ knapp nach dem Studium gegründet, zum standarden Rechtsanwalt gehen, einem kleinen
00:18:21: Mittelständigen und sagen, hey, wir haben da was, der automatisiert dir was, dann kann ich mir vorstellen, dass viele da mal sehr skeptisch darauf geschaut haben.
00:18:29: um Wie war es denn, was war denn am Anfang schwieriger, euer Produkt überhaupt zu bauen oder auch diesen Markt davon zu überzeugen, dass es euch überhaupt braucht und dass sie
00:18:40: mit euch arbeiten sollen?
00:18:43: Sehr gute Beobachtung und gerade in der Rechtsbranche muss man ja dazu sagen, es ist eine sehr konservative Branche, wo Alter oder ein junges Alter auch mal bisschen belächelt
00:18:55: wird, je nachdem was man sagt und was man macht.
00:18:58: das war tatsächlich so.
00:19:01: Es gab schon einige Anwaltskanzleien, die haben uns nicht ganz verfolgen genommen und das ist okay und ich kann das irgendwo auch Stück weit nachvollziehen, aber
00:19:09: Ich glaube, da war einfach wichtig, dass wir nicht aufgehört haben und einfach immer weitergemacht haben und den nächsten Anwalt und den nächsten Anwalt und den nächsten
00:19:17: Anwalt, zumindest die, mit uns sprechen wollen.
00:19:19: Und es gab aber andersherum auch einige, die waren modern, die haben zugehört, die haben es ernst genommen und die haben gesehen, das ist nicht einfach irgendein Hirngespinst, wo
00:19:29: Leute irgendwann mal etwas bauen wollten, die haben sich Leute wirklich mit unserer Arbeit befasst, wollen verstehen, was uns Probleme macht.
00:19:38: und uns dabei helfen, die zu lösen.
00:19:40: Und das war dann so bisschen der Startpunkt.
00:19:43: Wir haben dann relativ früh mit den ersten Kanzleien gemeinsam entwickelt auch.
00:19:46: Und das hat dann geholfen, aber es war nicht alles so super smooth und nicht jeder hat sofort gejubelt, als wir uns gemeldet haben.
00:19:58: Kann ich mir vorstellen, dass das sicher schwierig war.
00:20:02: Du hast auch gesagt, kleine und mittelständische Kanzleien sind die, die ihr fokussiert.
00:20:07: Das müsste aber eigentlich auch für große funktionieren,
00:20:13: Ja, wir fokussieren uns auf kleine und mittelständische Kanzleien, weil die sind das Rückgrat des Rechtsstaats und die machen den Rechtsmarkt aus.
00:20:25: Also europaweit sind knapp 90 Prozent aller Kanzlei kleine und mittelständische Anwaltskanzlei.
00:20:31: Das ist quasi der Rechtsmarkt.
00:20:33: Und für die Großen gibt es schon viele Tools und die haben auch die Kapazitäten, um sich
00:20:41: selber was zu bauen und die bestehenden Rechtsanwaltsverangestellten, die vielleicht noch im Markt sind, so gut zu bezahlen, dass sie dahin gehen, das zu lösen.
00:20:49: Die kleinen und mittelständischen Kanzleien, die sind wichtig für unseren Rechtsstaat, weil das sind die, da gehe ich hin, wenn ich privates Problem habe und nicht das Geld
00:20:58: habe, die Großkanzleistumensätze zu bezahlen, so wie es nahezu jedem hier geht.
00:21:04: Und die brauchen diese Unterstützung, weil das sind die, die am meisten darunter leiden.
00:21:10: Das sind die, die kein Personal mehr finden.
00:21:13: Das sind die, die ein hohes Volumen an Fällen machen.
00:21:16: Nämlich nicht diese 5, 6 &A-Cases, die riesig sind, die über die Grenzen hinweg verlaufen, sondern die 100, 200, 400, 800 Verkehrsunfälle im Jahr machen.
00:21:28: Und da ist es wichtig, dass diese Aufgaben smooth erledigt werden können und dass man nicht die Zeit damit verlieren muss mit Aufgaben, die nicht abbrechenbar sind.
00:21:39: daran hindern, dass ich mehr Fälle annehmen kann.
00:21:42: Gerade wenn die Personen wegfallen, die sie bisher getan haben.
00:21:45: Das ist die eine Komponente, warum wir uns auf diese Zielgruppe fokussieren.
00:21:50: Das heißt, das Problem ist da deutlich größer.
00:21:53: Der zweite Punkt ist, dass die großen Anwaltskanzleien oft eher die großen B2B-Mandate erledigen.
00:22:01: Die DAX-Konzerte beraten und so.
00:22:04: Und da läuft die Art und Weise der Fallgestaltung einfach ganz anders.
00:22:08: Da ist weniger administrativer Aufwand und viel mehr wirklich komplexe kernjuristische Arbeit, die da in Mengen von Dokumenten stattfindet und auch die Mandantenkommunikation
00:22:21: verläuft anders.
00:22:22: Teilweise pitcht man da auf einzelne große Fälle, die da mit einhergehen als Kanzlei, die zu bekommen.
00:22:29: Oder aber es sind einfach super, super langjährige Mandate, die kommen wo immer wieder neue Sachen.
00:22:35: Das heißt,
00:22:36: weniger dieser Aufwand mit immer wieder neuen Mandanten, aufkommen, immer wieder neuen Fällen jeden Tag.
00:22:41: Das heißt, dafür ist unsere Software auch nicht gemacht, sondern eher für das, immer wiederkehrend ist und hohes Volumen an Fällen abbildet.
00:22:48: Und das findet man genau in diesem kleinen mittelständischen Kanzlei.
00:22:52: Und das, du jetzt am Anfang auch gesagt hast, Rückgrat vom Rechtsstaat KMU, meine generell ja in Deutschland oder Dachregionen über 90 oder 99 Prozent der Unternehmen sind KMU und
00:23:03: so weiter.
00:23:05: Du hast im Business-Punk-Magazin ja auch schon mal erwähnt, es ist wirklich eine Gefahr für den Rechtsstaat dieser Fachkräftemangel.
00:23:15: Das höre ich da jetzt aus dem, was du jetzt erzählt hast, auch kann ich mir das vorstellen.
00:23:19: Ist es nur das oder gibt es auch noch andere Themen oder wie kann man das
00:23:22: sauber beschreiben, wenn du das wirklich ja auch so drastisch formulierst, Gefahr für den Rechtsstaat.
00:23:27: ist ja nicht nur, dass Leute nicht da sind, es ist ja wirklich für das komplette System eine Gefahr anscheinend.
00:23:36: Total, ich meine, wir sind ein Rechtsstaat und das bedeutet, Mensch hier bei uns sollte Zugang zum Recht haben.
00:23:43: Das heißt, wenn irgendwas passiert, dann muss man und sollte man die Möglichkeit haben, anwaltliche Unterstützung zu erhalten, damit man zu seinem Recht kommen kann.
00:23:52: Das Problem ist, dadurch, bei den kleinen mittelständischen Kanzleien die Kapazitäts...
00:24:00: Das ist Potenzial mehr Fälle anzunehmen.
00:24:02: heißt, die Kapazität geht zurück dadurch, dass das Personal immer weniger wird.
00:24:07: Dann muss ich als Anwalt irgendwann hingehen und muss sagen, ich kann viel weniger Fälle bearbeiten, weil ich habe nicht mehr die Kapazität in der Kanzlei, mehr Fälle zu
00:24:16: bearbeiten, so wie es vorher war.
00:24:18: Und dann muss ich mir die raussuchen, die lukrativ sind, die mehr Umsatz reingemacht.
00:24:23: Das macht Sinn.
00:24:23: Das hat auch gar nichts damit zu tun, dass man da jetzt moralisch verwerflich ergeht, sondern ich muss ja meinen Laden irgendwie aufrichterhalten.
00:24:29: Ich bin ja auch ein Unternehmen.
00:24:31: Und das bedeutet, ich kann weniger Fälle aufnehmen, ich kann eher die lukrativen Fälle aufnehmen.
00:24:36: Und das führt dann irgendwann zwangsläufig dazu, dass die Leute, es eigentlich am meisten brauchen, nämlich die, die nicht gekündigt wurden und 15.000 Euro Monatsgehalt haben, weil
00:24:47: danach bemisst sich sozusagen der Streitwert daran oder die nicht den Unfall mit den Porsche hatten, der total Schaden hat, wonach sich der Streitwert bemisst, sondern die,
00:24:58: die
00:24:59: eben nicht so viel Geld haben, dass die noch einen Anwalt finden, der ihren Fall übernehmen kann.
00:25:05: Und das führt dann dazu, dass dieses Grundrecht des Zugangs zum Recht nicht mehr da ist.
00:25:11: Und das ist ein riesiges Problem.
00:25:13: Man merkt es so ein bisschen als Unternehmer, wenn man einen Steuerberater sucht heute.
00:25:18: Dann muss man überhaupt erstmal was finden, weil das ist sehr ähnlich.
00:25:22: Aber hier reden wir über jeden einzelnen Fragment, dem das passieren kann.
00:25:25: Nicht nur über Leute, die ein Unternehmen gründen.
00:25:29: Das ist eine riesige Gefahr und sorgt dafür, dass unser Rechtsstaat gefährdet ist, wenn wir hier keine Lösung finden.
00:25:38: Okay.
00:25:39: Jetzt hast du gesagt, wir haben jetzt den Fachkräftemangel mit eurer Software und die bereiten ja 80 Prozent der Themen vor und dann 20 Prozent sind dann noch diese hardcore
00:25:48: juristischen Themen.
00:25:51: Macht eure Software auch bereitet die gewissen Antworten vor, dass dann der Rechtsanwalt das nur noch abnicken muss oder wie weit geht die?
00:26:02: Ja, unsere KI kann genau so unterstützen, wie das der jeweilige Anwalt braucht.
00:26:07: Das bedeutet, ist so eine Art wie, wir nennen es auch manchmal die KI-Assistens.
00:26:11: Das bedeutet, die ist wie ein Mitarbeiter und kann lernen, was ist mir wichtig, wie agiere ich sonst in Fällen, was möchte ich vorbereitet haben, immer standardmäßig in dieser Art
00:26:21: von Fällen, im ähnlichen Sachverhalt zum Beispiel.
00:26:24: Und dementsprechend können auch und werden regelmäßig Schriftstätze vorbereitet, wie Klageschriften.
00:26:30: direkt oder aber auch Kommunikation an die Gegenseite, Kommunikation an Versichere und Kommunikation an Matan.
00:26:38: besteht da nicht auch die Gefahr, also ihr seid ja extrem schnell wachsend, dass wenn ganz viele euer KI-Tool nehmen, dass das sehr homogenisiert wird das Ganze, also dass dann ja
00:26:49: auch vielleicht diese Vielfalt in der Juristerei dann noch abnimmt.
00:26:55: Ich bin nicht in dem Thema drinnen, aber ich kann mir vorstellen, dass sie wahrscheinlich auch sehr
00:26:59: sehr unterschiedlich ist und es gibt ja gute und schlechte Anwälte und die einem formulieren noch das und wissen noch das muss rein oder was auch immer, darauf muss man
00:27:08: achten, dass das nicht mehr so der Fall sein wird zukünftig.
00:27:13: Das ist der Fall, wenn wir, und das sehen wir ja teilweise auf LinkedIn und Co, wenn man generische Modelle nimmt und dafür benutzt.
00:27:21: Dann klingt irgendwann alles relativ gleich.
00:27:23: Das Schöne bei uns ist, wir haben mehr dedizierte Daten von jeder einzelnen Kanzlei und auch overall in bestimmten Rechtsgebieten und Co.
00:27:33: Und das ermöglicht es uns, durch diese Datenvielfalt über uns laufen mittlerweile jeden Tag mehr Fälle als in jeder anderen Kanzlei in Europa.
00:27:41: Und das sorgt dafür,
00:27:43: dass wir genau auf die jeweilige Kanzlei zugeschnitten und aber auch auf Anwaltskanzlei in dem Ganzen oder auch rechtsgebietsspezifisch, lokalspezifisch, wir Inhalte vorbereiten und
00:27:57: unterstützen können.
00:27:58: Das sorgt eher dafür, dass man noch viel besser seinen eigenen Stil beibehalten kann, als dass es zu einer Homogenisierung führt.
00:28:08: Ein anderer Fall, ja auch immer gern, wenn es zum Thema KI geht, ist auch, dass dann vielleicht auch irgendwie eine Priorisierung stattfindet und sagt, okay, gut, es kommen,
00:28:16: ich weiß nicht, zig Anfragen und dann priorisiere ich einfach mal, was ist am lukrativsten und mach das zuerst.
00:28:24: Ist das auch ein Thema bei euch, solche Sachen?
00:28:27: Es ist ein Thema für die Kanzlei, klar.
00:28:29: Weil am Ende sind die auch Unternehmer, die Rechtsanwälte und Rechtsanwälte dort.
00:28:35: Und die müssen natürlich auch schauen, okay, wenn ich 20 neue Sachen habe und ich kann nur fünf davon bearbeiten, welche fünf nehme ich denn raus?
00:28:43: Und da kann unsere KI, wenn die Kanzlei das möchte, dann sollte ich auch kritisieren nach Streitwert, nach Fristen, die vielleicht laufen.
00:28:50: Der Koen kann dann dem überlegen Anwalt auch mitteilen, das hier sind drei sehr lukrative Sachen.
00:28:57: Da solltest schnell sein oder ich kann direkt den nächsten Schritt machen.
00:29:01: Und die anderen Dinge haben vielleicht gar nicht so eine große Aussicht auf Erfolge, ehrlich gesagt.
00:29:05: Weil da gibt es nicht viel zu machen, wenn ich mir den Sachverhalt ansehe.
00:29:08: Aber am Ende ist es immer der Anwalt selbst, entscheidet.
00:29:11: Das heißt, wir bereiten vor und wir unterstützen.
00:29:14: Aber ganz wichtig ist deswegen auch eben meine Antwort mit der menschlichen Entscheidungsfindung.
00:29:19: Die liegt beim Menschen, also beim Anwalt.
00:29:23: Jetzt habt ihr ja KI, auf welchen Modellen basiert denn die?
00:29:27: Weil ich meine das Thema Souveränität ist ja auch immer eine Frage und jetzt sind wir wieder im konservativen Rechtsbereich und so weiter und deutsches Recht und Europarecht
00:29:36: und was auch immer.
00:29:39: welche Modelle oder welche Nutze hier und wo sind die Gehoste, die dann auch irgendwie, ist die Datensouveränität irgendwie, ja wie geht es ihr damit Das ganze Thema.
00:29:51: Ja, es ist uns natürlich absolut essentiell, dass wir das sauber regeln und das haben wir von Anfang an getan.
00:29:59: wir sind, unser Software ist bewusst modellagnostisch aufgebaut, das heißt wir benutzen ganz unterschiedliche Modelle.
00:30:05: Es teilweise eigene Modelle, teilweise sind es einfach die großen Modellanbieter, teilweise sind es Open Source Dinge.
00:30:13: Das bedeutet, wir sind modellagnostisch und wir wechseln das auch so wie es für die Performance.
00:30:19: optimal funktioniert.
00:30:20: So haben wir uns bewusst aufgestellt, was das angeht, mit unserer eigenen Datenkontrolle.
00:30:24: Und das bilden wir aber natürlich sauber ab.
00:30:27: Wir haben entsprechende Vereinbarungen, weil bei uns gilt ja nicht nur in unserer Branche der Datenschutz und auch der EU AI Act, sondern auch berufsrechtliche Regularien.
00:30:41: Wir sind in einem stark regulierten Markt, der mit besonders sensiblen Daten
00:30:45: arbeitet und auch dahingehend haben wir uns natürlich sauber aufgestellt.
00:30:49: Wir hosten ausschließlich in Europa und viel, das allermeiste auch in Deutschland tatsächlich selbst, damit das alles auf allen drei Ebenen entsprechend sauber abgewickelt
00:31:01: wird, haben besondere Vereinbarungen mit allen Dienstleistern, die wir nutzen, damit sich das alles gut einfühlt.
00:31:07: Aber ihr skaliert ja jetzt gerade massiv, ihr wächst ja auch massiv, seid ihr dann bei einem dieser Hyposcaler oder bei wem hostet ihr dann solche, die euer Wachsum auch
00:31:22: abbilden können?
00:31:23: Ja, genau.
00:31:26: Wir sind da bei verschiedenen der Hyberscalern, damit das gewährt werden kann.
00:31:33: Dann hast du jetzt auch schon in unserem Gespräch einmal erwähnt, die Branche wird sehr stark disruptiert werden.
00:31:44: Es ist irgendwie nur Text-Input, Text-Output, dafür ist KI prädestiniert.
00:31:51: Was wird sich aus deiner Sicht noch alles ändern im Rechtsbereich, wo vielleicht viele noch gar nicht hin denken?
00:32:03: Ich glaube, was...
00:32:07: noch nicht sehen ist.
00:32:12: Viele nutzen, die meisten nutzen KI aktuell und denken auch daran, sie an KI denken in unserer Branche, als ein Chatfenster.
00:32:21: Ich gebe einen Text ein und kriege einen Text raus.
00:32:24: Das ist super und das kann sehr helfen.
00:32:27: KI kann aber viel mehr und der richtige Benefit liegt darin, wenn KI wie ein Mitarbeiter wirklich Aufgaben erledigt und zwar selbstständig.
00:32:37: Wenn man KI anlernen kann und es unterstützt einen proaktiv.
00:32:41: Das ist genau das, was wir bauen, weil wir davon überzeugt sind, dass das die Stufe ist, die wirklich hilft.
00:32:46: Und ehrlich gesagt, auch die Stufe ist, die notwendig ist, dieses riesige Problem des Fachkräftemangels zu lösen.
00:32:52: Weil auch das ist etwas, was in unserer Branche teilweise noch bisschen unterschätzt wird, zumindest bei den Kanzleien, die noch rechtsam als Vorrangestellte haben.
00:33:04: Und das ist das, was wir jeden Tag sehen.
00:33:06: Wir sprechen mit Kanzleien.
00:33:09: sagen vielleicht gerade auch, eigentlich läuft das so, wie wir es in den letzten 20 Jahren gemacht haben, das ist schon alles in Ordnung.
00:33:15: Und innerhalb der nächsten sechs Monate kommen diese Kanzleien dann oft zu uns zurück und sagen, hey, ich fand das damals ja schon klasse, ich würde gerne morgen starten.
00:33:25: Und da hat sich ja nicht auf einmal verändert, dass die jetzt super interessiert an KI geworden sind und da irgendwie das dann
00:33:38: einen kompletten Change of Mind an, sondern der Regel ist der Fall, dass jetzt das Personal ein bisschen enger geworden ist und man niemanden mehr findet.
00:33:46: Und das große Problem ist, wenn das schon der Fall ist, dann ist eigentlich zu spät.
00:33:50: Weil das sind die ganz Leiden, die sind schon kurz vor dem Burnout, weil das ist so bisschen dieser Teufelskreis.
00:33:55: ähm, ich bräuchte Software, um meine Prozesse zu unterstützen.
00:34:01: Meine Prozesse sind aber nicht gut und deswegen muss ich extrem viel Zeit da reinstecken.
00:34:06: und habe das Personal nicht dafür.
00:34:09: Deswegen habe ich keine Zeit, mich mit dem Software zu kümmern und deswegen habe ich weiterhin keine Software, die mich unterstützen kann.
00:34:15: Und meine Prozesse sind extrem.
00:34:16: Ich muss extrem viel arbeiten für wenig Output.
00:34:19: Und das ist was, was wir sehen.
00:34:20: Und das ist aber ehrlich gesagt, was jeden Tag weniger wird, weil dieser Fachkräftemangel einfach extrem ist.
00:34:27: Das sind so die zwei großen Punkte, würde ich sagen.
00:34:31: Aber wird es dann noch dahingehen, dann auch komplette Entscheidungen getroffen werden, wo du sagst, okay, da schaut gar kein Anwalt mehr drüber, es gibt gewisse Themen, da wird nur
00:34:42: noch über die KI geregelt?
00:34:45: Ich glaube, in einzelnen Punkten, ja, ich glaube, dass das gut funktionieren kann.
00:34:52: In Punkten, die sehr standardisiert sind, aber nur mit Modellen, die auch wirklich darauf zugeschnitten sind.
00:35:00: Und wo es nicht extrem viel geht.
00:35:06: Sag mal, strafrechtliche Prozesse, in denen es um Haftstrafen geht, da wird das nicht passieren.
00:35:13: Aber um kleinere
00:35:15: in Casso-Themen, wo es um 15 Euro, 20 Euro, 50 Euro geht.
00:35:20: Da passiert das ja teilweise jetzt schon extrem automatisiert und cool.
00:35:24: Das heißt, in solchen Themen kann das gut funktionieren und wird das der Standard werden.
00:35:29: Das sehen wir auch jetzt schon bei uns und unseren Herzlein, dass die in manchen Punkten die KI einfach wirklich durchlaufen lassen, da wo es sehr standardisiert geht.
00:35:39: Aber in dem Großteil der Fälle wird es nicht passieren.
00:35:42: Wer übernimmt dann die Verantwortung, wenn es daneben liegt?
00:35:47: sage es jetzt mal so.
00:35:49: Oder ist das ein Risiko, dass die Kanzleien auf sich nehmen und sagen, bei den kleinen Dingen ist mir das komplett boogie, da übernehme ich die Verantwortung, auch wenn die
00:35:56: Kajita daneben liegt.
00:35:57: 90 % liegt sehr richtig und von den 10 % wo es falsch liegt, kommen 90 % gar nicht drauf, dass es falsch liegt und die 10, draufkommen, ist es falsch.
00:36:07: Das ist für mich vertretbar.
00:36:10: Ja, man muss dazu sagen, in unserer Branche ist es nicht vertretbar tatsächlich, weil wie gesagt, es geht diese Sicherheit.
00:36:18: Deswegen, wir sind absolut verantwortlich gegenüber unserem Kommandanten.
00:36:22: Das bedeutet, es unser Anspruch, da eine Software zu liefern, die korrekte Ergebnisse bringt.
00:36:29: Weil sonst braucht man unsere Software am Ende auch nicht.
00:36:33: Wenn ich alles nochmal double checken muss,
00:36:37: und vielleicht sogar triple checken und alles nochmal durchlesen und mir selber die Akte noch anrufen, da brauch ich keine Software, dann kann ich das auch so machen.
00:36:43: Das bedeutet, wir haben schon den Anspruch, dass das, was wir ausgeben und unsere Software ist, stimmt.
00:36:50: Jetzt ist das aber natürlich bei Software nie perfekt, egal ob es KI ist oder auch eine andere Software.
00:36:55: Wie es auch bei Menschen nie perfekt ist.
00:36:56: Es gibt keinen Menschen, 100 % perfekt arbeitet.
00:37:01: Jeder macht da mal Fehler.
00:37:02: Und da ist dann wichtig, dass wir
00:37:06: gute Maßnahmen abbilden, damit die KI quasi selber sagen kann, hier bin ich mir nicht ganz sicher, ehrlich gesagt, an dem Punkt.
00:37:13: Oder hier könnte es Sinn machen, mal drüber zu schauen, da reinzugehen.
00:37:17: Und das ist die Art und Weise, wie wir das machen.
00:37:20: Und da haben wir den Anspruch, dass wir unseren Kunden natürlich eine Software liefern, die das Leben wirklich leichter macht, weil sie sich darauf verlassen können.
00:37:27: Gegenüber dem Mandanten ist aber natürlich so, wir sind ein Wien-Mitarbeiter, ist der Anwalt am Ende
00:37:32: auch ein bisschen dafür zuständig, dass er das richtige Tool einsetzt und nicht einfach alles in Chet-GPT wirft, die Hälfte der Urteile im Schriftsatz sind erfunden und dann geht
00:37:41: das Ganze raus.
00:37:42: Dafür ist der Anwalt natürlich zuständig gegenüber dem Andan und das gilt natürlich auch dann für den Einsatz von unserer Software.
00:37:50: Das spannend, weil ich habe tatsächlich zwei Punkte, die ich jetzt mit Bekannten besprochen habe.
00:37:57: Das eine war eben auch, dass jetzt viele Anwälte auch damit zu tun haben oder Gerichte damit zu tun haben, prüfen, ob die Quellen oder die Rechtsprüche, die da aufgeführt worden
00:38:07: sind, überhaupt die richtigen sind, weil die halluziniert sind.
00:38:11: Und da massiver Zeitaufwand entsteht, all diese Dinge zu prüfen, weil viele es einfach durch die KI jetzt mal jagen,
00:38:20: Und dann kommt halt das raus, wie siehst du diese Situation?
00:38:25: Kommt dir das auch unter?
00:38:28: Oder wie regelt man das am geschicktesten auch?
00:38:31: Ich meine, das ist zwar schön, die Anwälte theoretisch Zeit sparen, aber dann verschiebt sich das Problem nur und das bottleneck wird woanders und wir haben trotzdem die Gefahr
00:38:41: für einen Rechtsstaat.
00:38:42: Ja, total.
00:38:43: Und was man auch dazu sagt, kein Anwalt wird wissentlich erfundene Quellen seines Urteils, sei es Kommentar, Literatur oder ähnliches, in Schriftsetzen inkludieren.
00:38:58: Das wird nicht passieren.
00:39:00: Und deswegen ist es extrem wichtig, dass man KI nutzt, die das nicht tut, weil die grundsätzlichen, die Base Models, die tun das eben.
00:39:09: Und das wissen wir schon lange.
00:39:10: Da gibt es unzählige Fälle.
00:39:12: dabei sammlungen an fällen wo das passiert ist wo das in urteilen deutlich geworden ist dass eine anwalt die kai benutzt hat diese kai hat quellen erfunden und das wurde nicht
00:39:23: noch mal doublechecked und deswegen gehen wir zum beispiel hin und haben dafür gesorgt dass das nicht passiert plus wir haben eine eigene datenbank dahinter mit einer million
00:39:31: über einer million von echten urteilen die dann quasi mit recherchiert werden können eingebracht werden können
00:39:39: Und da muss man verab aufpassen, ehrlich gesagt, als Anwalt, wenn man normale KI-Modelle wie TGPT oder Claude oder andere ist.
00:39:48: Wird sich da gesetzlich auch was tun, da, sag ich mal, Anwälte oder wer auch immer, ich sag jetzt mal, was vorbringt, auch da im Prinzip, wie soll ich sagen, dass das
00:40:04: rechtssicher ist oder dass das genau nicht der Fall ist, dass die mehr Verantwortung übernehmen diesbezüglich.
00:40:11: Ist da was in Vorbereitung oder so?
00:40:12: Weil anscheinend passiert es immer wieder noch die, die jetzt nicht eure Software nutzen, sondern andere.
00:40:17: Es gibt bereits grundsätzliche Regelungen dazu.
00:40:19: Als Anwalt ist man dem Standesrecht unterworfen und da ist unter anderem natürlich die Pflicht, Schriftatz abzugeben, der valide ist und wo keine erfundenen Dinge drin sind.
00:40:34: da gibt es schon im weiteren Sinne, gibt es schon Regelungen, denen Anwälte unterworfen sind, die dafür sorgen, dass das nicht geht und nicht erlaubt ist.
00:40:44: Ob da jetzt noch was Konkretes dazu kommt?
00:40:46: Ich habe von nichts gehört.
00:40:48: Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen, weil es fällt wirklich einfach schon unter die Berufspflichten, meiner Sicht.
00:40:55: Und dann war noch ein Punkt, der mich auch super spannend interessiert.
00:40:59: habe mich kennengelernt, die Übersetzerin für Gerichtstexte oder sage ich jetzt mal irgendwelche Briefe, die aus Italien kommen oder keine Ahnung.
00:41:09: Und die hat mir gesagt, das wird heutzutage auch nicht mit KI gemacht, weil die noch nicht rechtssicher übersetzen können.
00:41:17: Wie ist denn da der Stand und wohin wird da die Reise gehen?
00:41:20: Weil das ist ja auch ein Thema, wenn ich sage, ich habe irgendwie einen Unfall.
00:41:23: Rechtsstreit mit, weil irgendwo was in Italien passiert ist, ich sage es jetzt mal so, dann kommen die Dokumente her und die KI kann das aber nicht sauber übersetzen.
00:41:34: Ist das noch so ein Manko oder?
00:41:36: Ja.
00:41:38: Ich glaube, da geht es um die Vertrauenswürdigkeit der Übersetzer.
00:41:44: Und diese natürlich, gerade wenn man es einem hohen Volumen macht, vielleicht bei KI noch nicht zu 100 % gegeben.
00:41:53: Ich glaube aber, ehrlich gesagt, dass das eine Frage der Zeit ist, Dinge wie Übersetzer.
00:41:57: Also wir sehen es in Kanzleien, da wird mit KI werden Urteile, die auf Französisch sind, werden übersetzt.
00:42:06: Da werden auch Inhalte und Dokumente, die auf anderen Sprachen sind, damit übersetzt.
00:42:11: Und das funktioniert sehr gut, das zu tun.
00:42:14: Ich glaube, ist ein Bereich, wo KI extrem viel übernehmen wird.
00:42:21: Ob das 100 Prozent sein werden oder ob es sehr komplexe, ausführliche Dinge gibt, wo KI vielleicht in den nächsten Jahren noch nicht bereit dazu ist, gerade vor Gericht, wo es ja
00:42:32: wirklich auf ohne Prozentigkeit ankommt.
00:42:35: Das kann natürlich auch sein, aber wir werden auf jeden Fall sehen, dass es deutlich mehr mehr angewandt wird.
00:42:43: Da bin ich mir sicher.
00:42:45: Das spannend.
00:42:47: So, jetzt bevor wir auf die Zielgerade kommen.
00:42:51: Ich habe schon gesagt, ihr habt jetzt wieder Series A und so weiter und ihr habt hohe ambitionierte Ziele.
00:42:55: wollt das größte Legal-Tech-Startup oder Legal-Tech-Unternehmen Europas werden.
00:43:01: Was muss denn dafür eigentlich jetzt noch konkret passieren, dass du dann sagst, so, jetzt sind wir es, jetzt haben wir es.
00:43:10: Eine ganze Menge.
00:43:11: Wir sind gerade erst am Anfang.
00:43:13: Wir sind gerade erst gestartet und so die ersten paar Babyschritte gemacht.
00:43:18: Also da geht noch extrem viel.
00:43:19: Wir befähigen uns in einem Multimilliardenmarkt in Europa.
00:43:27: mit einer Zielgruppe, die dringend Lösungen benötigt, die kleine mittelständischen Kanzlei in Dorr.
00:43:35: Und wir sind hier auf der Pole Position und haben eine gute Chance, den Markt zu gewinnen.
00:43:40: Das ist quasi das, was wir hier machen müssen.
00:43:42: Das bedeutet, wir entwickeln natürlich unsere Software weiter mit der Technologie, dass sie immer mehr und immer mehr Aufgaben erledigen kann und so unsere Kundinnen und Kunden
00:43:50: unterstützen kann.
00:43:52: Das Leben jeden Tag ein Stückchen leichter zu machen.
00:43:57: und auf der anderen Seite natürlich die Skalierung, die für uns ansteht.
00:44:01: Das heißt, wir wollen der Marktführer in Deutschland werden, wir wollen mit den ersten Märkten in Europa starten und wollen von da aus weiter skalieren.
00:44:11: Okay, super.
00:44:13: René, dann die letzte Frage.
00:44:16: Drei Learnings, die du den Zuhörerinnen mitgeben möchtest, die können beruflicher Natur sein, die können privater Natur sein.
00:44:23: Du kannst es dir aussuchen.
00:44:27: Sehr gute Frage.
00:44:28: Drei Learnings.
00:44:31: Als erstes würde ich sagen, es ist ein
00:44:38: People game, immer.
00:44:40: Egal, wer dir gegenüber sitzt, es ist immer auch ein Mensch.
00:44:45: Und das ist was, was ich gelernt habe, ist, auch im Business, wenn es Zahlen geht und Co.
00:44:53: am Ende, sitzen immer Menschen neben dir und dir gegenüber.
00:44:58: Und das sollte man nie vergessen.
00:45:01: Sei es darum, wie geht man mit Menschen um, sei es darum, was
00:45:08: wie man argumentiert.
00:45:10: sind Dinge, mir immer sehr geholfen haben und dafür sorgen, dass man eigentlich auch nie Brücken verbrennt in dem Sinne.
00:45:19: Weil es ist immer ein Mensch, der dagegen übersitzt.
00:45:24: Das ist vielleicht ein Punkt.
00:45:27: Und der zweite Punkt ist, würde ich sagen, den habe ich auf jeden Fall gelernt in letzten Jahren,
00:45:36: Es wird hart werden irgendwann und manchmal auch mehrfach.
00:45:40: Aber wenn man wirklich dran glaubt, dann Zähne zusammenbeißen und weitermachen.
00:45:44: Also Resilienz ist ein Riesen Learning.
00:45:47: Es kommen auch wieder bessere Tage.
00:45:49: Gerade die Startup Journey ist ein Asterbad.
00:45:52: Der beste Tag des Monats und der schlimmste Tag des Monats ist manchmal der selbe.
00:45:57: Und das ist etwas, was ich gelernt habe, damit umzugehen und immer das Positive in den
00:46:05: Dinge, die dir passieren zu sehen.
00:46:10: Es gibt diesen Spruch, either you win or you learn und der ist absolut wahr.
00:46:16: Und ich würde sagen, als dritten Punkt, ich glaube mutig sein.
00:46:23: Wir sind in diesen AI Times, keiner weiß, ist in zehn Jahren, geschweige denn in 20 Jahren.
00:46:34: Das heißt, es passiert extrem viel und keiner weiß genau, wo es hingeht.
00:46:38: Das sind die besten Voraussetzungen für Gründer.
00:46:43: Weil man kann die Zukunft gestalten.
00:46:45: Dafür muss man aber mutig sein und sich irgendwann fragen, so wie ich es irgendwann ganz naiv getan habe als Student, einfach sagen, warum nicht wir?
00:46:54: Und ich glaube, es lohnt sich.
00:46:57: Wir brauchen das.
00:46:58: Wir brauchen mehr mutige Unternehmerinnen und Unternehmer, die sich trauen.
00:47:04: Dinge anzugehen und die Welt ein Stückchen besser zu machen.
00:47:07: Super, danke.
00:47:10: Spannendes Learning, auch der beste Tag und der schlimmste Tag ist im Monat manchmal der selbe.
00:47:16: Das trifft es, ich, ganz gut.
00:47:19: René, danke für deinen Einblick in das, was ihr macht, auch deinen Blick auf das Rechtssystem und welche Probleme da eigentlich uns bevorstehen, wenn wir die nicht angehen
00:47:29: und wie ihr Teil dieser Lösung sein wollt und werdet.
00:47:38: Dann war es für mich auch, ich habe so viel, das ganze Thema, wie ist zukünftig das Thema Rechtssystem, was auf uns zukommen wird und wie wir uns da aufstellen müssen.
00:47:52: ich will dir sagen, du merkst schon, ich kann das gar nicht in den Worten so wiedergeben, weil ich eigentlich kein Jurist bin, alles in dem Detail.
00:48:03: Aber ich fand, ich fand das
00:48:05: super spannend da mal einen Blick drauf zu bekommen.
00:48:08: Herzlichen Dank dafür.
00:48:10: Ich glaube, das ist für viele echt ein Bereich, den sie gar nicht am Schirm haben.
00:48:14: Wo man okay, ja, liege ich irgendwie, aber was, dass da einfach, ja, für irgendwelche, ich glaube, der Großteil hat irgendwie so die Rechtssprüche vor sich und dass da irgendwas
00:48:25: gemacht wird mit KI, aber das eigentlich, das ganze organisatorische am Anfang, diese Sekretariatsarbeit.
00:48:31: dass die eigentlich der Knackpunkt ist, dass überhaupt die Anwaltskanzleien überleben.
00:48:38: Ich sag's jetzt mal so, hast 13.088 die Zahlen.
00:48:43: Wenn ich die jetzt richtig im Kopf hab, 88, glaube ich, waren richtig, dass sie begonnen haben.
00:48:48: Und wahrscheinlich ist die Dropout-Rate auch nicht gering bei dem Job.
00:48:52: Also kann man sich mal vorstellen, da brennt das Dach.
00:48:57: Roller die Waldfee.
00:49:00: War super spannend.
00:49:01: Danke für die Einblicke.
00:49:03: Danke auch für deine Ausführungen und deinen Blick auf deine Learnings.
00:49:10: Ich bin gespannt.
00:49:11: Ich drücke euch jetzt die Daumen beim Wachstum, dass ihr hier jetzt Vollgas Nummer 1 werdet.
00:49:19: Vielleicht schaffen wir es ja auch irgendwann mal, persönlich zu sehen.
00:49:22: Aktuell ist es jetzt online.
00:49:25: Die bei der Porta Negra war ich schon mal in Trier.
00:49:28: Heißt auch so, oder?
00:49:29: Ja, ist richtig.
00:49:30: Kann man ganz gut Kaffee trinken dort ums Eck oder ein Bier trinken.
00:49:35: Ich glaube, ich weiß gar nicht, was ich getrunken habe oder beides.
00:49:38: ja, freue ich mich und dann wünsche ich dir jetzt noch einen schönen Tag.
00:49:44: wir nehmen sogar vor dem Sommer, vor den bayerischen Sommerferien.
00:49:47: Wir haben gerade gestartet auf, ich weiß jetzt nicht, ob in Trier, ja, egal, es ist Sommer.
00:49:53: genießt die nächsten Tage.
00:49:54: Es wird erst einmal Oktober ausgestrahlt, deswegen kommt es jetzt mal so rüber.
00:49:59: Danke für deine Zeit und bis bald.
00:50:02: Danke Johannes, hat Spaß gemacht.
00:50:03: Ciao.
00:50:05: Das war die Folge mit René Fergen von JUPUS.
00:50:08: Alle Infos findet ihr wie immer in den Show Notes.
00:50:11: Bis zur nächsten Woche, alles Liebe und viele Grüße aus München.
Neuer Kommentar