Matthias Hamann - Virtuelle Produktzwillinge: Die Zukunft des Vertriebs #134

Shownotes

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge in der Matthias Hamann von The Spatial Studio bei mir zu Gast ist. Wir haben darüber gesprochen, wie virtuelle Showrooms, Augmented Reality, Virtual Reality und digitale Produktzwillinge den Vertrieb unterstützen können und wie wichtig dabei die Konzeptionsphase ist: Denn der eigentliche Wert entsteht nicht durch einen möglichst spektakulären 3D-Effekt, sondern durch die Frage, welches Problem gelöst werden soll und wie sich die wirklichen Stärken eines Produkts verständlich darstellen lassen.

Natürlich ging es auch um künstliche Intelligenz, Low-Code- und No-Code-Lösungen und die Frage, warum viele mittelständische Unternehmen bei ihrer Digital- und KI-Strategie noch ganz am Anfang stehen. Matthias erklärt, warum es häufig zunächst eine klare Zielsetzung, eine Landkarte der tatsächlichen Probleme und vor allem den Blick auf die Menschen braucht, die täglich mit den Prozessen arbeiten.

Und wir sind auch persönlich geworden: Matthias spricht sehr offen über die schwierigen Seiten des Unternehmertums, über innere Antreiber, schlaflose Nächte und darüber, warum Selbstständigkeit ein bisschen so ist, als würde man von der Zuschauertribüne direkt aufs Spielfeld wechseln.

Ein sehr ehrliches und praxisnahes Gespräch über Technologie, Unternehmertum und den Mut, den eigenen Weg zu gehen. Aber hört es euch am besten einfach selbst an. Jetzt geht’s los – viel Spaß beim Zuhören!

Mein Gast:

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00:00:00: Das ist schon auch etwas, was wir sehen.

00:00:02: Wir sehen es zum Beispiel im Industriebereich, im Bereich Assistenzsysteme, dass es da zunehmend ein Thema wird, dass man eben in Wartungsprozessen oder auch in

00:00:11: Trainingsprozessen mit AR oder VR arbeitet.

00:00:16: In dem Consumerbereich muss man einfach echt sagen, schwächelt das Thema sehr stark, also gerade VR.

00:00:29: Herzlich willkommen zu Business Unplugged, dem Treffpunkt für Tradition und Zukunft.

00:00:34: Mein Name ist Johannes Pohl und ich spreche mit Unternehmerinnen, Gründerinnen und stillen Heldinnen des Business Alltags, die unsere digitale Zukunft formen.

00:00:43: Business Unplugged ist die Bühne für Visionäre der Digitalisierung und soll Brücken zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen bauen.

00:00:51: Hier erhältst du wertvolle Impulse und Inspiration.

00:00:55: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge, der Matthias Hamann von The Spatial Studio bei mir zu Gast ist.

00:01:02: Wir haben darüber gesprochen, wie virtuelle Showrooms, Augmented Reality, Virtual Reality und digitale Produktzwillinge den Vertrieb unterstützen können und wie wichtig dabei die

00:01:12: Konzeptionsphase ist.

00:01:13: Denn der eigentliche Wert entsteht nicht durch einen möglichst spektakulären 3D-Effekt, nein, sondern durch die Frage, welches Problem gelöst werden soll und

00:01:23: wie sich die wirklichen Stärken eines Produkts verständlich darstellen lassen.

00:01:27: Natürlich ging es auch künstliche Intelligenz, Low-Code und No-Code-Lösungen und die Frage, warum viele mittelständische Unternehmen bei ihrer Digital- und KI-Strategie noch

00:01:38: ganz am Anfang stehen.

00:01:40: Matthias erklärt, warum es häufig zunächst eine klare Zielsetzung, eine Landkarte der tatsächlichen Probleme und vor allem den Blick auf die Menschen braucht, die

00:01:51: täglich mit den Prozessen arbeiten.

00:01:54: Und wir sind auch persönlich geworden.

00:01:56: Matthias spricht sehr offen über die schwierigen Seiten des Unternehmertums, über innere Antreiber, schlaflose Nächte und darüber, warum Selbständigkeit ein bisschen so ist, als

00:02:06: würde man von der Zuschauertribüne direkt aufs Spielfeld wechseln.

00:02:11: Ein sehr ehrliches und praxisnahes Gespräch über Technologie, Unternehmertum und den Mut, eigenen Weg zu gehen.

00:02:17: Aber hört es euch am besten einfach selbst an.

00:02:20: Jetzt geht's los.

00:02:21: Spaß beim Zuhören.

00:02:23: Lieber Matthias, herzlich willkommen im Podcast.

00:02:26: Schön, dass du heute mit dabei bist.

00:02:29: Hallo Johannes, schön dass ich dabei sein darf.

00:02:31: Ja, Matthias, du hast an der HAW Hamburg Medientechnik studiert und 2010 deinen Abschluss als Diplom-Ingenieur gemacht und schon kurz danach bist du in einer Welt gelandet, der

00:02:45: digitale Anwendungen nicht nur auf irgendwelchen Bildschirmen funktionieren mussten, sondern im wahrsten Sinn des Wortes abheben sollten, denn ab 2011

00:02:57: hast du für und mit Lufthansa Technik an digitalen Lösungen gearbeitet und gleichzeitig hast du mit Harman Medien auch eine kleine Agentur aufgebaut und klein ist da in dem Sinn

00:03:11: jetzt nicht geht es nicht die Projekte sondern ist eher die Beschreibung der Mitarbeiterzahl.

00:03:19: Du hast dafür auch für Lufthansa Technik, Airbus und andere große Marken Lösungen entwickelt und zwar mit einem

00:03:24: festen Kern und einem Netzwerk aus Experten, das wie gesagt je nach Aufgabe zusammengestellt wurde.

00:03:31: Das ist eine Form des Arbeitens, die heute auch oftmals gern als agil oder flexible oder remote first wie auch immer verkauft wird, die du aber offenbar schon praktiziert hast,

00:03:41: diese Begriffe auf jeder zweiten Unternehmenspräsentation irgendwo drauf gestanden sind.

00:03:47: Und nach fast einem Jahrzehnt in diesem Lufthansa Technik- und Industrieumfeld hast du

00:03:54: Deine Beratung ab 2021 auch nochmal breiter aufgestellt.

00:03:58: Hast Unternehmen bei immersiven Technologien und Computerwischen begleitet und schließlich auch den Schritt gemacht.

00:04:05: Der für viele Selbstständige vermutlich zugleich Befreiung, aber auch irgendwo, wo Belastungsprobe und Bürokratiefortbildung ist, nämlich aus dem Einzelunternehmer drum

00:04:13: wurde 2023 der Into the New GmbH.

00:04:18: Und dieser Name passt eigentlich ziemlich gut zu

00:04:22: auch dem bisherigen Weg, weil du dir immer wieder Technologien ausgesucht hast, die für viele Unternehmen zunächst ein wenig nach Zukunftsmusik klangen und dann, dann

00:04:33: herauszufinden, wo sie bereits heute einen praktischen Nutzen haben.

00:04:36: Erste Webanwendungen und interaktive 3D-Erlebnisse, Augmented Reality, Virtual Reality, Digital Twins und so weiter und so fort, bis hin zur künstlichen Intelligenz und immer

00:04:48: aber mit dem Anspruch weiterhin, sag ich mal,

00:04:52: dahingehend, dass man nicht über Innovation oder innovativ reden soll, okay, das ist jetzt innovativ, sondern es geht wirklich immer aktiv darum, welches Problem lösen wir, wer

00:05:01: benutzt das und wie schaut denn wirklich so ein funktionierendes Produkt tatsächlich aus.

00:05:06: Und 2025 kam dann mit der Spatial Studio schließlich eine neue Marke hinzu, die inzwischen mit einem größeren Team auch umfangreichere Industrieprojekte umsetzt.

00:05:18: Und ja, da geht es um virtuelle Showrooms, Augmented Reality, Virtual Reality, Maschinen, Flugzeugkapinen darzustellen, auch ganze Fertigungsumgebungen auch als digitaler Zwilling

00:05:33: abzubilden.

00:05:34: So, ich hoffe, ich habe das jetzt alles umfangreich erschlagen.

00:05:37: Es waren nämlich ziemlich viele Themen, die du da machst auch.

00:05:40: Aber lass uns darauf gleich tiefer eingehen.

00:05:43: Zuerst würde ich gern mit dir zu den AB fragen.

00:05:49: Ich weiß, dass du weißt, wie funktioniert, weil wir kurz vorher darüber gesprochen haben.

00:05:54: Also fünf Fragen, zwei Antwortmöglichkeiten jeweils und du darfst dich für eine entscheiden.

00:06:00: Wir starten rein mit Bildung online oder offline.

00:06:05: Hm, eher offline.

00:06:07: Automatisierte oder menschliche Entscheidungsfindung?

00:06:11: menschliche Entscheidungsfindung.

00:06:13: Stärke, Regulierung oder mehr Freiheiten für Unternehmen.

00:06:17: mehr Freiheiten für Unternehmen.

00:06:19: Vollkommener Schutz persönlicher Daten oder weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohls der Allgemeinheit.

00:06:26: weniger Datenschutz.

00:06:28: Okay und last but not least, Webmeetings oder persönliche Treffen?

00:06:32: persönliches Treffen.

00:06:34: Warum hast du dich für Bildung offline entschieden?

00:06:37: Ich habe kurz überlegt, ich muss mich ja für A oder B entscheiden.

00:06:40: ich glaube, es ist ganz so einfach, es am Anfang des Bildungsweges in den Grundschuljahren bin ich sehr stark für Offline, fürs Anfassen, für Dinge wie Basteln, Kreativität,

00:06:52: Ausleben, also ganz klassisch und dann nachher später durchaus schon natürlich mehr fürs Digitale.

00:07:01: Aber wenn ich mich jetzt entscheiden muss, dann habe ich

00:07:07: denke ich, dass die Offline-Variante immer noch die bessere ist.

00:07:14: Ich glaube, man in Zukunft...

00:07:17: Es gibt so viele Dinge, die wir Menschen heute machen, die KI ja jetzt schon besser kann.

00:07:21: Wenn man jetzt noch mal fünf Jahre vorspult, wird das noch stärker so sein.

00:07:25: Das heißt, wir müssen uns auf die Dinge fokussieren, wo man uns ja hoffentlich auf absehbare Zeit uns die KI nicht so das Wasser erreichen kann.

00:07:36: sprich Kreativität, Impulsivität, Charisma, das was den einen Menschen vom anderen unterscheidet.

00:07:48: Ich glaube, dass man das immer noch besser zumindest in den ersten Jahren mit klassischer paper-based Bildung und tafelbasierter Bildung hinbekommt.

00:08:01: Okay, dann war es menschliche Entscheidungsfindung.

00:08:06: Ja, ich glaube nicht, wir das der KI überlassen sollten.

00:08:12: Jetzt muss man schauen, wie sich das weiterentwickelt, wenn man sich überlegt, was in den letzten anderthalb Jahren dort passiert ist, wie gut die Sprachmodelle geworden sind.

00:08:23: Und auch so dieses Reasoning ist ja auch schon sehr viel besser geworden.

00:08:28: Aber man selber merkt auch, wenn man mit KI arbeitet,

00:08:31: wie beliebig das teilweise werden kann und wie schnell das irgendwie in so eine Richtung abdriftet, die man gar nicht für sinnvoll erachtet.

00:08:40: Und ich glaube, dass es einfach auch an Erfahrungen fehlt.

00:08:44: dieser riesige Kontext, den man als Mensch hat, den in eine KI zu gießen, auf jeden Fall ein großer Aufwand.

00:08:51: Und insofern glaube ich, dass wir Menschen besser beraten sind, das für uns zu entscheiden.

00:08:59: ist natürlich ganz spannend.

00:09:00: Ich hatte gestern eine Präsentation in meiner Vorlesung.

00:09:03: Die Studierenden und die haben auch sehr viel mit KI gearbeitet, Sachen herauszuarbeiten.

00:09:06: gesagt, je mehr sie damit gearbeitet haben und je detillierter es geworden ist und fragmentierter es geworden ist, desto irgendwann war der Punkt da, wo sie es einfach nicht

00:09:14: mehr nutzen konnten.

00:09:15: Wo sie einfach mit dem menschlichen Verstand das Ganze zusammenfahren mussten oder diese Verbindungen schaffen.

00:09:21: Also das ganz spannend.

00:09:24: Dann warst du für mehr Freiheiten für Unternehmen.

00:09:27: Ja, das ist auch so der Klassiker aus der Tagesschau und Tagesthemen.

00:09:35: Das heißt nicht, dass es keine Reglementierung geben soll.

00:09:37: Ich bin schon für eine soziale und ökologische Marktwirtschaft, also gerade das Ökologische, muss man wahrscheinlich unterstreichen.

00:09:43: Also, einen Raubtierkapitalismus und auch einfach auf Ausbeutung zu basieren, das halte ich für absolut nicht sinnvoll.

00:09:55: Trotzdem glaube ich, dass man auch bisschen aufpassen muss, dass man es nicht übertreibt.

00:09:59: jetzt so auch als kleiner Mittelständler muss man sich manchmal schon wundern, was so an Regularien da ist und ich glaube uns betrifft es noch nicht mal sehr schwer, da gibt es

00:10:10: ganz andere.

00:10:13: Ja und man sollte sich einfach nicht zu viel mit solchen Regularien beschäftigen müssen.

00:10:20: Aber auch da, ist ein zweischneidiges Schwert.

00:10:25: sehr stark damit verbunden.

00:10:26: Wahrscheinlich auch, du hast dich für weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohlste Allgemeinheit entschieden.

00:10:32: Ja, das ist auch so ein Thema.

00:10:33: glaube, Datenschutz ist wichtig, darüber brauchen wir nicht zu sprechen und wir wollen nicht in einer Überwachungsgesellschaft leben.

00:10:41: Aber teilweise führt die Art und Weise, wie wir den Datenschutz hier in Deutschland regeln, einfach dazu, dass auch Digitalisierung ausgebremst wird, dass ganz viele Dinge

00:10:53: verzögert werden, schwierig umzusetzen sind.

00:10:59: Also ich sage immer in IT-Projekten oder in Software-Projekten, Spaß ist ein bisschen salopp, wenn IT oder Datenschutz ins Spiel kommt, dann wird es schwierig und dann dauert

00:11:10: es lange.

00:11:11: Das natürlich auch bisschen überzogen, aber da ist auch schon ein Stück weit was dran, oftmals.

00:11:17: Ok, und dann war es nochmal persönliche Treffen.

00:11:19: Ja, das ist das, was ich auch eingangs sagte.

00:11:21: Also ich glaube, das, was uns Menschen ausmacht, das lässt sich einfach besser erleben und transportieren, wenn man zusammen ist.

00:11:28: Und das ist auch das, wo man selber ja immer merkt, da zieht man viel mehr draus.

00:11:32: Also die Begegnung, das ist, glaube ich, so tief in unseren Genen drin.

00:11:37: Und ich glaube auch, dass es wichtiger wird jetzt gerade in dieser ganzen KI-Thematik, auch als das Thema Vertrieb und Marketing angeht.

00:11:46: Da haben wir das gerade am Wickel.

00:11:49: Im Medialen hast du natürlich so einen Funnel, wo alles automatisch funktioniert.

00:11:54: Aber man muss auch echt sehen, man wird ja jetzt schon ganz gut zugespammt mit KI-Content.

00:12:00: Und dadurch verliert der auch an Wert.

00:12:03: Und ich glaube auch dadurch wird das menschliche und die persönliche Übergebnung wieder stärker in den Fokus rücken.

00:12:11: Cool, super.

00:12:12: Danke, Matthias.

00:12:14: Dann starten wir rein.

00:12:16: Im Vorgespräch hast du eine ganz witzige Story aus deinem Leben erzählt, nämlich dass du deinen ersten Gewerbeschein von NoFo, deinen ersten Führerschein hattest und du quasi als

00:12:26: Minderjähriger hier auf dem Amt zum Amt gegangen bist und erklären musstest, ich möchte jetzt ein Unternehmern ründen, ich möchte Unternehmer werden.

00:12:34: Wie kam es eigentlich dazu?

00:12:37: Ja, hab damals, ich glaube, mit 15 oder so angefangen Musik zu machen und dann auch so bisschen aufzulegen als DJ und dann hat sich das so bisschen verselbstständigt, sodass wir

00:12:49: dann halt auch bezahlte Engagement hatten, also ich das mit einem Freund zusammen gemacht und dann irgendwann lag mir mein Vater in den Ohren und sagte, hey, das musst du jetzt

00:12:58: aber irgendwie mal auf eine saubere Basis stellen, du kannst das hier nicht immer wie Scheine, Cash einkassieren.

00:13:04: Und wir wollten auch zu der Zeit tatsächlich Veranstaltungsservice gründen, weil wir damals schon gesehen haben, okay, wir werden ganz gut bezahlt als DJ, aber jetzt auch

00:13:15: nicht so möglich.

00:13:17: Und in der Veranstaltungsthematik liegt nicht so viel Komplexität.

00:13:22: Also kommt natürlich drauf an, auf welchem Level man das macht.

00:13:25: Und da haben wir gesagt, das wollen wir auch ausprobieren.

00:13:30: Wichtig ist, dafür war es dann sinnvoll, wenn man dann halt auch auf Veranstaltungen irgendwie ja viel besorgen muss und Versicherungen braucht und so was.

00:13:39: Genau.

00:13:39: Und da brauchte ich dann tatsächlich die Unterschrift damals mit, ja, irgendwie 17, an halb oder so, meines Vaters.

00:13:46: Und die Leute im Wirtschafts- Ordnungsamt, so hieß es damals, weiß nicht, heute immer noch so heißt, aber die waren damit echt so bisschen überfordert, weil ich glaube, dafür gab es

00:13:55: nicht so einen Standardprozess.

00:13:58: Ja, war ganz lustig.

00:13:59: tatsächlich.

00:14:01: Was hast du für Musik

00:14:04: Ich habe damals überwiegend Haus aufgelegt und dann irgendwann während des Studiums ist das so eher so rübergegangen in so eine Art Dienstleistungsbusiness.

00:14:13: Da haben wir dann viel Hochzeit gemacht.

00:14:15: Da wurde man besser bezahlt und wir mussten unser Studium damit finanzieren.

00:14:19: Das war dann, das war eigentlich auch ganz cool, aber da war dann schon mal schon echt auch eine Verantwortung.

00:14:24: So das ist für manche Leute wirklich ein sehr, sehr wichtiger Tag im Leben.

00:14:28: Und es geht auch sehr, lange.

00:14:29: Und da muss man irgendwie allen das Recht machen und.

00:14:33: Ja, hat man manchmal aus seiner Seele so bisschen verkauft, da muss man auch viel spielen, wo man selber sagt, naja gut, läuft bei mir zu Hause jetzt eher nicht so.

00:14:43: Aber es war dann auch schon eher schon so bisschen studentisches Business, da hat man irgendwann Firmenfeiern gemacht und sowas.

00:14:52: Ah ja, cool, okay.

00:14:55: Dann habe ich auch kurz angegiesert, du warst eigentlich relativ früh selbständig, nebst deiner DJ-Tätigkeit, aber auch nachher hast auch deine kleine Agentur gegründet und es hat

00:15:07: dann doch ein bisschen gedauert, bis dann Into the New gegründet wurde, also die GmbH.

00:15:14: Was musste sich denn eigentlich in dieser Zeit verändern, aus dem,

00:15:18: Matthias macht jetzt Projekte, die dann wirklich auch ein Unternehmen werden konnten.

00:15:24: Es musste sich verändern.

00:15:26: Es war eigentlich fünf, sechs Jahre lang immer auf meiner Agenda das zu tun, weil man gemerkt hat, die Projekte werden größer, der Umsatz wird größer.

00:15:36: Dann waren auch schon zwei, drei Angestellte dabei.

00:15:39: Man war immer noch eine Personengesellschaft.

00:15:42: Dann fängt es natürlich an, dass der eine oder andere im Freundeskreis, im Bekanntenkreis, die in den Ohren liegt, hey, da musst du unbedingt eine GmbH draus machen.

00:15:50: Das wirkt dann seriöser und so weiter und so fort und du bist auch besser abgesichert.

00:15:54: So ein paar Themen davon sind heute auch eigentlich meiner Meinung nach ein bisschen vom Tisch, aber es hat auch ein paar andere Vorteile auch.

00:16:02: Ja, was so Umsätze und Ausschüttungen angeht, das soll nicht in zuteil gehen, aber es kam dann irgendwie viel zusammen.

00:16:09: Ich habe gesagt, so jetzt ist der Punkt, jetzt machen wir das.

00:16:12: Ich habe immer so bisschen die Bürokratie dahinter gescheut.

00:16:17: Tatsächlich finde ich es immer noch ganz schön.

00:16:19: aufwendig eine GmbH zu gründen, beziehungsweise wo es zwar noch einen Betriebsübergang hat es noch mal etwas komplizierter gemacht.

00:16:24: so From scratch gründen ist glaube ich noch mal ein Tick einfacher.

00:16:29: Aber ich bin froh, dass es gemacht habe.

00:16:31: Okay.

00:16:32: ja, 2025 kam ja dann der Special Studio dazu mit so einer neuen Marke, mit der ihr euch ja quasi neu positioniert habt.

00:16:43: Warum kam es zu dieser neuen Marke?

00:16:48: Ja, das ist eigentlich letztendlich auch so...

00:16:51: Wie soll ich das darstellen?

00:16:52: Also letztendlich war es so, haben 2014 angefangen, sehr viel im Bereich 3D-Software-Entwicklung zu machen.

00:17:00: Also so Konfiguratoren, damals auch für Lufthansa Technik Innovation, Demonstratoren, so virtuelle Showrooms.

00:17:09: Und das war so ein Ast.

00:17:12: Und der machte dann irgendwann so 50, 60 Prozent irgendwie sowas aus unserer Tätigkeit.

00:17:17: Wir haben aber auch noch andere Sachen gemacht.

00:17:19: haben damals auch noch Web-Experiences gemacht und Apps.

00:17:25: Ich hatte das Gefühl, man kriegt das nicht alles so gut untergebracht in einer Firma.

00:17:31: Beziehungsweise darunter leitet dann im Vertrieb und im Marketing so bisschen die Glaubwürdigkeit.

00:17:36: Wenn du zu viel anbietest, dann wirst du nicht mehr als Spezialist wahrgenommen.

00:17:43: ob das dann wirklich so ist oder nicht, sei mal hingestellt, aber das geht einfach erstmal die Wahrnehmung.

00:17:48: Und wir haben dann auch schon einiges an Blog-Content in dem Bereich 3D, Augmented Reality, Virtual Reality gehabt und haben gemerkt, wir ranken ziemlich gut in dem Bereich.

00:17:58: Und wir auch schon ein eigenes kleines Team, was eigentlich nichts anderes gemacht hat als das.

00:18:01: Und dann haben wir gesagt, wir machen daraus eine eigene Marke und machen da eine Klammer drum.

00:18:10: Machen uns in diesem Bereich sozusagen künstlich spitz.

00:18:12: Also eine künstliche, spitze Positionierung.

00:18:15: Wir machen weiterhin andere Dinge, aber die machen wir dann nicht unter der Marke.

00:18:20: Und das funktioniert eigentlich auch ganz gut.

00:18:23: Das war, glaube ich, eine ganz gute Entscheidung, das so zu machen.

00:18:26: Obwohl man auch sagen muss, ist ja auch ein riesiger Hustle gewesen.

00:18:29: Also alles umzustellen, alles nebenbei, neben dem Tagesgeschäft in so einer kleinen Firma.

00:18:35: Ganz so Website, alles neu.

00:18:37: Da muss man bisschen auch schauen mit den Google-Positionierungen.

00:18:40: Also das war schon ein ganz schöner Hustle.

00:18:42: Aber ja, gut, jetzt haben wir es erledigt.

00:18:46: es ist interessant, letztendlich, man ja wirklich fairerweise sagen, hinter den Kulissen hat sich gar nicht so viel geändert.

00:18:53: Und trotzdem wird man auf einmal anders wahrgenommen im Markt.

00:18:57: Also wir kriegen eine andere Qualität an Anfragen.

00:18:59: Wir kriegen größere Anfragen.

00:19:02: Wir werden auf einmal von Apple angesprochen.

00:19:03: sagen, hey, wir wollen uns mal mit euch austauschen.

00:19:06: Also von dem Vision Pro Team und dem Bereich Spatial Computing.

00:19:12: Ja, das ist interessant zu sehen, weil es ist ja letztendlich so ein ja, künstliches Spitzmachen.

00:19:23: Jetzt hast du ja ein paar Sachen schon erwähnt, also Virtual Showroom, Apple hat dich angesprochen und so weiter und so fort.

00:19:32: Was macht sie konkret jetzt?

00:19:33: Was ist das, was ihr jetzt in der Spitze da anbietet mit der Spatial Studio?

00:19:40: Genau, also was wir machen, wirklich im weitesten Sinne 3D-Software-Entwicklung.

00:19:44: Sehr viel klassische Konfiguratoren im Bereich Maschinenbau, wenn es modulare Maschinenkonzepte gibt.

00:19:50: Das sind dann oft Vertriebsanwendungen, die dann irgendwie on-site oder auf Messen laufen oder auch remote genutzt werden.

00:19:58: Ein großer Punkt tatsächlich im Moment sind Virtual Showrooms.

00:20:03: Da gibt es eine deutlich höhere Nachfrage.

00:20:07: Da haben wir tatsächlich auch ein eigenes Softwareprodukt über die Jahre entwickelt, das wir jetzt so vermehrt, also verstärkt vermarkten, was einfach den Vorteil hat, dass man

00:20:19: als Kunde nicht eine größere Individualentwicklung anstehen hat, sondern dass man sozusagen auf Softwaremodule zurückgreifen kann und man dadurch einfach das nötige Budget

00:20:33: runterdrückt, weil das ist tatsächlich eins der größten

00:20:37: Projektkiller, wenn du irgendwas Neues anbietest und tritts gegen PowerPoint an als etabliertes Präsentationsmittel, dann haben die Leute doch immer so bisschen Vorbehalte

00:20:51: oder Ängste, funktioniert das oder funktioniert das nicht.

00:20:55: Und wenn dann der Preis zu hoch ist, selbst wenn sie es spannend finden, dann ist das, gerade wenn man sich noch nicht gut kennt, ein Vertrieb, ein Showstopper.

00:21:05: Und wir merken jetzt,

00:21:06: Dadurch, dass wir dieses Softwareprodukt haben, man auch deutlich, also zumindest den Einstieg mal für so einen Virtual Showroom, deutlich günstiger gestalten.

00:21:15: Und das funktioniert auch immer noch für uns.

00:21:19: Und für den Kunden ist es halt deutlich attraktiver.

00:21:22: Jetzt hast du PowerPoint erwähnt.

00:21:26: kann man, konkurriert ihr, wenn du sagst, okay, wir müssen das, aber wie stellt ihr sicher, ihr dann, sag ich mal, nicht nur der teurere Wow-Effekt zahlt und sagt, wow, okay,

00:21:35: cool, das ist 3D, der Showroom und so weiter und so fort, dass das dann auch wirklich diese Anwendung auch wirtschaftlicher ist und so weiter und so fort, wie stellt ihr das

00:21:46: sicher?

00:21:47: Weil ich sag jetzt mal, 3D schaut zwar cool aus, aber nachher muss ja auch dann...

00:21:50: Das kommen noch.

00:21:53: Also wirtschaftlicher, ja darüber kann man sich jetzt streiten.

00:21:56: Also am Ende ist es so, wie kann man Vertrieb erfolgreich gestalten?

00:22:01: Und wir haben halt über die Jahre festgestellt, dass viele Vertriebler zu uns kommen.

00:22:06: Und wenn sie so ein Tool nutzen, sind sie oft extrem begeistert, sagen, hey, das schießt uns wirklich nach vorne.

00:22:14: Viele Vertriebler sagen auch oft, hey, wir haben PowerPoint.

00:22:16: Mit Glück sind sie gut gestaltet.

00:22:19: Oft sind sie es auch nicht.

00:22:20: Und die Kunden,

00:22:21: die langweilen sich.

00:22:22: Das ist halt keine State-of-the-Art-Präsentationsmethode.

00:22:26: Und wir sagen halt immer, also unser Ansatz in diesem virtuellen Showroom oder in diesem Produkt ist es, dass wir so eine Art digitalen Produktzwilling herstellen fürs Marketing.

00:22:36: Es gibt das Thema ja auch noch im Bereich Engineering und Produktion.

00:22:39: Das bearbeiten wir auch, aber das ist einfach eine ganz andere Geschichte.

00:22:45: Und dass man diesen Produktzwilling ja immer dabei hat.

00:22:48: In unserer Lösung kann man den entweder auf dem iPad

00:22:51: präsentieren auf dem Screen oder halt auch einfach per Tab oder Klick sich per Augmented Reality in Raum stellen und dann halt in realer Größe und wenn man irgendwie so ein

00:23:01: größeres Maschinteil hat oder einen Roboter, also für die KUKA Group haben wir da auch schon was gemacht, dann wirkt das schon sehr, realistisch und ich glaube einfach ein guter

00:23:11: Vertriebler und Produktmanager kann einfach

00:23:14: sein Produkt sofort erklären, wenn er das einfach vor sich stehen hat.

00:23:18: Da braucht er keine PowerPoint.

00:23:19: Also er kann alles zeigen und erklären.

00:23:23: Und insofern versuchen wir einfach, diesen virtuellen Zwillingen herzustellen, weil man das Produkt in diesen Bereichen, wo wir unterwegs sind, oft nicht mitnehmen kann.

00:23:31: Also viele unserer Kunden überlegen dann schon, das Produkt überhaupt noch mit zur Messe zu nehmen, wenn sie irgendwie 5-6 Meter groß sind, weil die Kosten einfach irre groß sind.

00:23:39: Oder sie nehmen nur noch eine Maschine mit und haben dann die anderen fünf als virtuelle

00:23:44: digitale Zwillinge am Stand.

00:23:47: Also da gibt schon sehr viele Möglichkeiten und man kann natürlich auch interaktiv Dinge zeigen, mal eine Maschine sozusagen auf das Gehäuse aufmachen, reinschauen, irgendwelche

00:24:00: Flüsse oder Abläufe zeigen, Luftströme zeigen, Ionenströme zeigen, all solche Dinge.

00:24:08: Und dadurch wirkt das, ist das Ganze oft, also wir hören oft, es ist verständlicher und

00:24:14: Die meisten Vertriebler sagen, sie bleiben viel mehr in Erinnerung durch diese Art der Präsentation.

00:24:21: Eure Dienstleistungen, eure Produkte sind vor allem im Fokus, der Fokus liegt auf den Vertrieb.

00:24:27: Sachen zu gestalten für den Verderb.

00:24:29: Ja, genau.

00:24:30: Vertrieb und Marketing, aber primär Vertrieb tatsächlich.

00:24:34: Das ist auch wirklich ein Bereich, wo wir sagen und das haben wir uns nicht selbst ausgesagt, das kommt von unseren Kunden, das sagen die Vertriebler oft selber, wir sind am

00:24:44: schlechtesten ausgestattet im Unternehmen.

00:24:46: Das klingt jetzt irgendwie provokant, aber viele sagen, wir haben einen Firmwagen, wir haben eine PowerPoint, wie gesagt, entweder gut oder nicht so gut gestaltet.

00:24:54: That's it.

00:24:54: Viele wünschen sich irgendwelche digitalen Tools, wollen das Ganze ein bisschen.

00:24:59: moderner, zeitgemäßer Gestalten.

00:25:01: Gerade so am Anfang des Vertriebsfunnels.

00:25:04: Später, wenn es mehr zuteilgeht, dann haben auch meiner Meinung nach PowerPoints immer noch ihre Berechtigung.

00:25:10: Aber gerade so in dieser ersten Kennenlernphase da einen Eindruck zu machen, ist, kennt man ja, das ist halt einfach wichtig.

00:25:19: Wir haben jetzt schon gesehen oder du hast jetzt gesagt, was Neues anbieten, was Neues machen und es sind natürlich einige begeistert, wenn die so einen 3D-Konfigurator sehen.

00:25:31: In der Tech-Community wird halt das Thema irgendwie dann auch schon bisschen als veraltet vielleicht dargestellt oder ist...

00:25:39: Du hast auch irgendwie gemeint, der mediale Hype Augmented und Virtual Reality ist jetzt auch ein bisschen vorbei.

00:25:46: Warum kommen jetzt, ja, wie ist der aktuelle Stand diesbezüglich?

00:25:52: Ich sag's jetzt mal so.

00:25:54: Ich hatte tatsächlich auch schon ein paar Podcastfolgen zum Thema VR und AR und da war auch immer so die Frage, es wird immer ganz viel versprochen und irgendwie hat sich das

00:26:04: noch nie so richtig durchgesetzt.

00:26:06: Aber du meintest ja auch, jetzt kommen eher ernsthaftere Anfragen.

00:26:11: Ja, also man muss halt echt unterscheiden.

00:26:13: Also wie gesagt, wir machen viele Virtual Showrooms, wo das Thema AR auch gar nicht im Vordergrund steht.

00:26:20: es gibt auch viele Firmen, die eher Capabilities und Services vermarkten.

00:26:25: Für die das aber auch interessant ist, die immer zum Showroom darzustellen.

00:26:29: Da macht AR aber meistens keinen Sinn, weil es nicht primär um Produkte geht oder ein Produkt, sondern eher dann so Welten.

00:26:39: Und auf deine Frage zurückzukommen, also das ganze AR VR-Thema muss man schon sagen, bleibt aus meiner Sicht ein bisschen hinter den Erwartungen zurück.

00:26:48: Also gerade im Bereich VR finde ich, der Hype ist definitiv vorbei, was aber auch nichts Schlechtes ist, weil ich meine, du kennst auch den Gardner Hype Cycle, wenn sozusagen der

00:27:02: Hype abappt und viele, die sofort auf so Züge dann aufspringen.

00:27:07: schon wieder dann jetzt bei AI sind oder sonst wo, dann kommen oft die Anwendungen, dann etabliert sich die Technologie.

00:27:16: Und das ist schon auch was, was wir sehen.

00:27:17: Also wir sehen es zum Beispiel im Industriebereich, im Bereich Assistenzsysteme, dass es da zunehmend ein Thema wird, dass man eben in Wartungsprozessen oder auch in

00:27:27: Trainingsprozessen mit AR oder VR arbeitet.

00:27:32: In dem Consumerbereich muss man einfach echt sagen, bleibt also

00:27:36: schwächelt das Thema sehr stark, also gerade VR.

00:27:40: Aber das liegt einfach daran, weil es keine Geräte gibt, beziehungsweise die Geräteverbreitung ist gering.

00:27:45: Und wer möchte was entwickeln für ein Ecosystem, wo du kaum Konsumenten hast?

00:27:54: Und das ist dann so Teufelskreis.

00:27:57: Deswegen hat Digital Audio Broadcasting uh

00:28:01: 15 oder 20 Jahre gebraucht, jetzt seit ein paar Jahren standardmäßig in den Autos verbaut zu sein.

00:28:09: Die Technologie gibt schon viel länger, aber das ist klassische Technologie hernach ein Problem.

00:28:14: Was ist eigentlich entscheidend, dass solche Projekte dann auch wirklich erfolgreich sind?

00:28:19: Also dass das, was ihr macht, auch wirklich zum Erfolg führt für den Vertrieb.

00:28:23: Lass mich vielleicht so fragen.

00:28:25: Du hast gesagt, man kann Flüsse darzeigen, Ionenströme darzeigen und so weiter und so fort.

00:28:34: Welchen Part spielt ihr bei dieser Gestaltung, genau dieser Lösung zu sagen, okay, gut, lasst uns mal überlegen so und so.

00:28:41: Könnte man das darstellen und das könnte man darstellen, das mehr wertmachen und so weiter und so fort.

00:28:45: Also dieser kreative Part, wie das dann ausgestaltet ist, wie stark spielt ihr damit hinein?

00:28:52: sehr stark und es ist auch meiner Meinung nach der wichtigste Teil.

00:28:55: Also natürlich machen wir von Anfang bis Ende alles durch und es gibt auch einen großen technischen Teil, wo man aber auch sagen muss, da sind viele Komponenten klassische

00:29:04: Softwareentwicklung, das können im Grunde viele andere auf, haben sie nicht so die Erfahrung oder dann auch oft nicht so die Credibility in dem Bereich.

00:29:11: Aber so dieser anfängliche Part, der ist schon super wichtig, dass man halt echt schaut, also dass man definitiv nicht auf

00:29:19: ausschließlich auf Gamification geht und auf die Spielerei am Ende da rausbekommt.

00:29:26: So sind solche Technologien oder Ansätze auch gern mal verschrien.

00:29:30: Wenn man sich aber von vornherein mit Vertrieblern oder Produktmanagern spricht und sagt, was sind eure Stärken, was sind eure Differenzierungspunkte gegenüber den Wettbewerbern?

00:29:40: Wie können wir die in so einer Anwendung dreimal unterstreichen, dass sie dich wirklich anspringen als Betrachter?

00:29:49: Das ist Konzeptarbeit, wichtige Arbeit.

00:29:52: Da muss man auch gegenüber Kunden oft ein bisschen Überzeugungsarbeit leisten, dass man auch diesen Park nicht zu klein gestaltet.

00:30:03: Aber das ist das, was meiner Meinung nach dann am Ende entscheidet über den Erfolg oder Misserfolg.

00:30:14: vielleicht noch mal einen weiteren Gedanken.

00:30:16: Viele glauben, wenn man das muss,

00:30:18: Cutting Edge aussehen.

00:30:19: Das kann Cutting Edge aussehen.

00:30:22: Man kann das sehr weit treiben.

00:30:24: Da geht dann aber auch sehr viel Aufwand rein.

00:30:26: Was wir immer merken, ist, dass es auch oft Sinn macht, kleiner zu starten, bei der Visualisierungsqualität eher bisschen Kompromisse einzugehen.

00:30:35: Das heißt nicht, dass es irgendwie nach 80er-Jahre Computergrafik aussehen soll, dass man da ein kleineres Testballon startet, das dann den Vertrieb erstmal testen lässt.

00:30:45: Weil in dem Industriebereich, in dem wir halt

00:30:48: die Mehrzahl unserer Kunden haben, spielt die Optik in der Regel nicht so eine große Rolle.

00:30:52: Da geht es eher andere Themen.

00:30:55: Natürlich ist es immer schön, wenn das möglichst realistisch aussieht, eine Maschine.

00:30:59: Aber es ist nicht der Key Point.

00:31:02: insofern versuchen wir auch da immer zu sagen, erstmal ein bisschen kleinere Brötchen backen und starten und testen und mit dem Feedback dann Stufe 2 angehen.

00:31:14: Jetzt hast du gesagt, ihr müsst auch immer in dieser Konzeptionsphase, Analyse, wie auch immer Strategiephase oftmals Überzeugungsarbeit leisten, dass die nicht zu kurz kommt.

00:31:27: Warum ist da Fokus vieler Unternehmen da nicht zu gegeben?

00:31:31: Ist es Zeit?

00:31:33: Ist es Methode?

00:31:34: Ist es Wissen?

00:31:35: Ist es Geld?

00:31:37: Warum wollen die da irgendwie diesen Teil immer relativ kurz gestalten?

00:31:40: Obwohl ja da anscheinend, wenn ich dich jetzt richtig verstanden habe,

00:31:43: Der größte Wert entsteht in diesem Projekt, weil du wirklich mal in den Gedanken machst, was ist das, was wir darstellen, was ist auch USB und wie differenzieren wir uns.

00:31:52: Ja, das hat, glaube ich, verschiedene Faktoren.

00:31:54: glaube, Budget spielt immer mal eine Rolle.

00:31:56: Gerade jetzt in der heutigen Zeit wird schon genauer hingeschaut.

00:32:01: Und dann ist es, glaube ich, einfach so, das fehlende Verständnis für den Mehrwert des Blicks von außen.

00:32:08: Und das kennt jeder eigentlich.

00:32:09: Im Sparing entstehen so viele gute Dinge, gerade wenn jemand frisch von außen draufschaut.

00:32:15: Also Expertise mitbringt, aber trotzdem frisch draufschaut, Dinge in Frage stellt.

00:32:20: Diese Objektivität oder die Distanz, die fehlt ja einfach vielen Unternehmen.

00:32:23: Das Gleiche habe ich übrigens auch in der Beratung.

00:32:25: Das stelle ich immer wieder fest, dass viele Firmen auch sagen, ja, nee, wir haben schon unsere IT-Strategie.

00:32:30: Wir wissen schon, was wir brauchen.

00:32:32: Und dann guckt man darauf und denkt sich so, naja, gut, hier und da hätte ich doch so einige Anmerkungen und sehe auch nicht immer unbedingt eine Strategie.

00:32:42: Ja, also es ist, glaube ich, multifaktoriell.

00:32:46: Aber ich glaube, das sind so zwei Punkte.

00:32:50: Und wie stark bist du in der ersten Phase drinnen, immer in diesen Konzeptionsphase oder bist du auch sehr stark noch in der Umsetzung drinnen?

00:32:59: Ich wünschte, ich wäre weniger stark in Umsetzung.

00:33:03: Also ich bin schon noch in einem gesamten Umsetzungsprozess sehr stark involviert.

00:33:07: ich schreibe keine Software mehr selbst.

00:33:10: Ich mache immer noch mal wieder Code Reviews, aber das mache ich auch aus eigenem Antrieb, um so bisschen den Kontakt zur Basis nicht zu verlieren.

00:33:18: Ich bin auch immer sehr stark mit in das Design eingebunden.

00:33:21: Das macht mir auch großen Spaß, muss ich sagen.

00:33:24: Ich bin gerade dabei, dass so ein bisschen, ja

00:33:31: Ein bisschen, wie soll ich das sagen, einfach das runterzufahren.

00:33:34: Das nimmt schon immer noch einen eigentlich zu großen Anteil ein meines Schaffens.

00:33:41: ja, wir jetzt gucken, wie sich das anhört, aber ich habe einfach über die Jahre gemerkt, in diesem ersten Bereich von Projekten, wo es die Findungsphase geht, wo die Komplexität

00:33:53: und auch die Verwirrung erstmal groß ist, wo nicht immer Klarheit vorhanden ist.

00:34:00: Da macht es mir wahnsinnig viel Spaß und da bin ich glaube ich auch sehr, gut drin.

00:34:05: Also so eine Mischung aus, das hat mal jemand zu mir gesagt, einem Coach, eine interessante Mischung aus Analytik und Kreativität.

00:34:13: Das ist was, wo ich mich auf jeden Fall auch in Zukunft noch stärker sozusagen verwirklichen möchte.

00:34:24: Wenn du dich da verwirklichen möchtest, dann muss ja irgendwer andere das hinten, sag ich mal, das Coding übernehmen und so weiter und so fort.

00:34:31: Jetzt gibt es die Möglichkeit auch das Thema Citizen Development, also wirklich die Erstellung von Softwareanwendungen durch Fachangestellte jetzt, die keine IT-Ausbildung

00:34:43: haben.

00:34:43: Ich sage durch Low-Code, No-Code etc., PP.

00:34:45: Wie stark wird denn das mit reinspielen aus deiner Sicht auch für euch, dass du sagst, ok, gut, danke.

00:34:52: werden wir vielleicht ein Stückchen abschnippeln von dem, was wir machen und dafür kann ich mich mehr vorne konzentrieren.

00:34:58: Also für uns spielt das im Moment keine große Rolle.

00:35:01: Für größere Firmen spielt das meine ich eine große Rolle.

00:35:05: Kann ich gleich auch nochmal was zu sagen.

00:35:07: Gerne.

00:35:07: Für uns ist es eher so, wie gesagt Softwareentwicklung, 3D-Entwicklung, all die Sachen, das mache ich nicht selbst.

00:35:15: Da haben wir bei uns Spezialisten im Team.

00:35:18: Ich habe einen guten Überblick.

00:35:19: Ich bin eher so der Architekt.

00:35:21: Auch in dem Bereich bin ich eher Architekt.

00:35:22: Aber was ich eben oft noch mache ist,

00:35:24: Kundenbetreuung, diese erste Konzeptphase immer sehr intensiv.

00:35:29: Und dann bin ich überall immer noch mal so bisschen mit drin.

00:35:31: Manche würden dann sagen, das ist Mycom Management.

00:35:33: Weiß ich nicht.

00:35:34: Aber so läuft es irgendwie eben auch bei einer kleinen Firma.

00:35:36: Und wenn dir dann externe Berater sagen, so ja, das musst du irgendwie anders machen.

00:35:40: Das ist klar, das kann man in jedem Buch lesen.

00:35:42: Aber in der Praxis sieht es echt anders aus.

00:35:44: Es ist nicht ganz so leicht.

00:35:46: Und du musst auch immer in einem Projekt unternehmerisch einen Projektmanager

00:35:52: unterbekommen können.

00:35:53: ich meine, sind Dinge, die habe ich immer mal wieder.

00:35:55: Wir bei uns keinen festen Projektmanager, die kaufen wir ein bei größeren Projekten.

00:35:59: Da habe ich gute Leute, die ich seit Jahren zusammenarbeite.

00:36:03: Aber das ist schon was, da möchte ich sozusagen ein Stück weit von weg, dass auch die ganze Kundenbetreuung bei mir liegt.

00:36:12: Mir macht das schon Spaß, den Kunden zusammenzuarbeiten.

00:36:14: Aber da gibt es auch ganz viel administrative Tätigkeiten.

00:36:17: So kippe ich jetzt mal Kleinkram.

00:36:20: Das heißt, da

00:36:21: Bin ich seit Jahren schon dran, das runterzufahren?

00:36:24: Ist noch ein bisschen Luft nach oben.

00:36:28: Jetzt hast du gerade gesagt, Citizen Development spielt für große Firmen eine Rolle.

00:36:36: Was siehst du da kommen, was für eine Paradigmenwechsel?

00:36:41: Also es gibt ja viele, also es gibt in meiner Meinung nach einen Moment einen der größten Paradigmenwechsel in der IT seit 20 Jahren.

00:36:48: Getrieben durch KI, durch verschiedenste Faktoren.

00:36:52: genau, man muss sich nur mal anschauen, dass SAP, ich weiß nicht, ob sie jetzt 100 Prozent gekauft haben, ich glaube, sie haben sich nur beteiligt an N8n.

00:37:03: Das ist jetzt nur mal ein Beispiel, gibt unzählige andere Beispiele.

00:37:06: Microsoft hat da auch Firmen gekauft.

00:37:09: Also N8n ist einfach eine

00:37:11: ein No-Code oder Low-Code-Automatisierungstool, womit man sich sozusagen seine eigenen Automatisierungs-Webflows bauen kann.

00:37:18: Man kann damit auch theoretisch komplette Backends bauen.

00:37:21: Also es ist sehr, sehr mächtig.

00:37:22: Wir sind große Fans davon.

00:37:26: genau, viele Firmen, meiner Meinung nach, überhaupt noch gar nicht begriffen, wie mächtig das ist.

00:37:31: Der klassische Weg in der IT ist immer noch, wir fragen eine Firma an einen größeren IT-Dienstleister, eine gewisse Größe müssen sie dann ja haben.

00:37:40: Und

00:37:42: Genau, wird Make or Buy gemacht.

00:37:46: Also entweder wir kaufen das oder wir bauen es selber.

00:37:49: Es ging die letzten Jahre immer stärker in Richtung kaufen, weil es einfach sehr viele gute SaaS-Lösungen am Markt gibt.

00:37:55: Und dann hast du irgendwann eine riesen IT-Landschaft aus verschiedenen Tools und du musst aber trotzdem dafür sorgen, dass diese ganzen Tools miteinander sprechen.

00:38:04: Du brauchst heutzutage eigentlich Mittelware.

00:38:07: Es werden auch immer noch sehr viel.

00:38:08: Das sehen wir immer wieder.

00:38:10: sehr sehr viel Excel-Tabellen eingesetzt.

00:38:13: Teilweise ist es wirklich beachtlich, was sich da manche Leute in Firmen bauen.

00:38:18: Also das hat schon Software-Entwicklungskarakter.

00:38:20: Ja, aber dann werden halt Werte aus bestimmten Tools manuell übertragen.

00:38:25: Das hat man wirklich oft.

00:38:27: Und diese Dinge zu automatisieren, Daten von A nach B zu schaufeln, sich vielleicht sogar Daten aus verschiedenen Quellen zu ziehen, also weg von diesem klassischen

00:38:37: Wir haben einen zentralen Datenpool, sondern wir sagen, das geben wir auf, diese Illusion und machen das über so Tools wie N8N, das ist jetzt so ein Beispiel, es gibt auch andere.

00:38:46: Das ist halt sehr, sehr mächtig und man muss ja auch immer sehen, die Expertise dessen, was man braucht und wie das eigene Geschäft läuft, wie die Prozesse sind, die ist ja

00:38:57: ohnehin in Haus vorhanden.

00:38:59: Das heißt, diese ganzen Themen muss man eigentlich einem externen Dienstleister

00:39:05: erklären und das ist oft eine sehr große Portion in IT-Projekten.

00:39:10: Das heißt, das entfällt, wenn man jetzt Menschen im Unternehmen dazu befähigt, sich mit solchen No-Code oder Low-Code-Tools relativ leicht eigene Lösungen zu bauen.

00:39:22: genau, das ist also genau das, wo auch SAP, Microsoft Dynamics und Co.

00:39:27: mit ihren Lösungen gerade hingehen, obwohl sie sich natürlich ein Stück weit selber ja ein Teil ihres Geschäftsmodells damit.

00:39:34: korrumpieren.

00:39:36: Aber das ist meiner Meinung nach einer der größten Trends.

00:39:41: Man muss dafür wirklich Werbung machen, weil auch da ist es wieder so, gerade hier auch in Deutschland, die Firmen sind verdammt konservativ.

00:39:48: Viele, die Schlüsselpositionen sozusagen einnehmen, dann oft ein bisschen die Denke von vor zehn Jahren, es ist jetzt bisschen plakativ, aber ich denke, du weißt, was ich meine.

00:40:00: Ich glaube,

00:40:02: diese thema und zukunft viel viel schneller kommen also ich glaube deswegen fühlen sie im moment auch viele menschen so überrollt von so vielen thema und und so ein bisschen

00:40:09: vielleicht auch abgehängt es einfach so wahnsinnig schnell geht und man muss schon schauen dass man da up to date bleibt

00:40:17: Wenn du so großer Fan bist, wie siehst du dann auch das Thema, dass da keine Schatten-IT entsteht, Thema Sicherheitsprobleme und so weiter und so fort.

00:40:26: meine, sind ja auch nicht weg, das sind ja Themen, die man nicht wegreden kann oder die einfach auch entstehen können.

00:40:32: Also ich sage, okay, gibt es welche, die bauen sich die Sachen easy-cheasy, aber am Ende gibt es echt ein paar Themen.

00:40:40: Datenschutz hatten wir ja auch erst vorher angesprochen, wenn ich auf einmal mit Daten agieren muss und dann habe ich eine Lösung, die nicht sicher ist.

00:40:48: Wie siehst du das da?

00:40:50: Sicherheit ist auf jeden Fall ein großer Painpoint bei dem Thema.

00:40:54: Klar, gilt es natürlich, gut zu schulen.

00:40:57: Ich glaube auch, dass es weiterhin einen Markt geben wird für Begleitung durch Architekten, durch Profis.

00:41:04: Es sind dann eher so Done-with-you-Ansätze, also stärker Done-with-you-Ansätze als Done-for-you-Ansätze, die wir halt häufig immer noch in der IT-Dienstleister-Branche

00:41:14: sehen.

00:41:16: Das heißt, dafür wird, glaube ich, auf absehbare Zeit ein großer Markt.

00:41:20: große Nachfrage sein.

00:41:24: Es gibt natürlich diese ganzen Mechanismen auch in Automatisierung.

00:41:28: Guardrailing ist da ein Schlagwort, dass man wirklich schaut, dass man gewisse Prozesse oder Knotenpunkte in seiner Automatisierung oder in seiner eigenen Software nicht

00:41:39: ausbrechen lässt, dass die gewissen sehr strikten Regularien unterliegen.

00:41:46: Aber klar, es bleibt immer ein Thema.

00:41:50: Es ist aber auch in der klassischen Softwareentwicklung, by the way.

00:41:52: Also es passieren immer wieder auch Dinge.

00:41:55: Also ich kriege immer wieder in Projekten Dinge mit, wo ich denke, okay, das ist krass.

00:41:59: Da sind irgendwelche API Keys öffentlich exposed auf irgendwelchen Websites.

00:42:05: Das sind so Dinge, passieren, wo man sich da, okay, es darf Himmels willen nicht passieren, aber sie passieren.

00:42:11: Welche Rolle kommt denn jetzt dem Programmierern zu, zukünftig, wenn man sagt, da wird sich jetzt was ändern und das Thema Done with you und so weiter und so fort, welche Rolle

00:42:24: siehst du da für die Programmierer und auch vielleicht für euch, vielleicht ändert sich auch für euch was.

00:42:29: Also ich glaube, dass es dort in dem Bereich viel stärker in Richtung Architekten geht.

00:42:34: dass man auch als Entwickler, sowohl als Berater als auch als Entwickler viel mehr Architekt ist.

00:42:41: Schon immer noch natürlich Code produziert, aber dass man eher diese zunehmende Komplexität auch mit smarten Architekturansätzen bearbeiten muss und dass das reine Code

00:42:53: produzieren den Hintergrund rückt, das sehen wir jetzt heute auch schon.

00:42:57: Also wir nutzen diese Tools auch.

00:42:59: Wobei man auch immer noch sagen muss, es gibt immer wieder Situationen, wo wir im Nachhinein sagen, also wahrscheinlich wären wir, wenn wir es komplett selbst geschrieben

00:43:07: hätten, schneller gewesen oder zumindest gleich schnell.

00:43:11: In anderen Bereichen hilft es enorm.

00:43:13: Also alles das, was einfach, worauf die Modelle sehr gut trainiert sind, also alles das, was man so online auch sehr gut findet, Web-Technologien und so, funktioniert schon

00:43:23: verdammt gut.

00:43:25: Das muss man schon sagen.

00:43:28: Glaubst auch, dass zukünftig so eine Welle kommen wird, wo wir dann schlechten KI- und Low-Code-Anwendungen reparieren müssen?

00:43:36: Weil die sich so überschwemmen im Markt.

00:43:42: Kann ja auch sein, oder?

00:43:42: weiß nicht, ob reparieren, das habe ich letztens in einer Statistik gesehen.

00:43:45: Ich muss jetzt gucken, ich kriege sie, glaube ich, nicht sauber wiedergegeben.

00:43:50: Aber 80 oder 90 Prozent der Low-Code-Lösungen oder Low-Code-Lösungen, die gerade entwickelt werden, also oftmals vibe-gecoded, werden entweder nicht deployed oder nicht

00:44:03: genutzt.

00:44:06: ich glaube, da ist es so, also nur weil man so was schnell entwickeln kann, technisch.

00:44:12: heißt noch lange nicht, dass es ein gut durchdachtes Produkt ist.

00:44:15: Ich glaube auch da wird es in Zukunft viel mehr so Rollen geben wie Produktarchitekten, die einfach diese Produkte ganzheitlich denken.

00:44:25: Und man muss es ja auch immer so sehen, dadurch dass alle auf einmal so einfach und schnell Software produzieren können.

00:44:33: Das ist ja wie so eine Art Offset.

00:44:34: Man muss sozusagen eigentlich das, was dann professionell ist, nochmal mehr herausstechen.

00:44:42: Also das ist ja zwangsläufig der Anspruch.

00:44:46: Und vielleicht auch dort mehr Charisma haben, mehr Vibe.

00:44:51: Und ich glaube nach wie vor, man nicht, also stand heute auch noch nicht sehr gut, so ein gutes Product Design oder Product Discovery Team mit rein mit KI ersetzen kann.

00:45:03: Also weil die Dinge, die ich sehe, oft, also die so hundertprozentig gewaltkodet sind, inklusive UX und UI.

00:45:10: Die sehen oft auch verdammt generisch aus.

00:45:12: Also, da sagt keiner, wow, ist das cool.

00:45:15: Also, ja.

00:45:18: Spannender Punkt, eine gute Überleitung, nämlich zum Thema im, du sagst KI und der Hype um KI auch, dass da oftmals vor allem auf LinkedIn etc.

00:45:29: und in den Medien auch ein Tempo vermittelt wird, ja, mit dem eigentlich auch die Unternehmen gar nicht Schritt halten können.

00:45:38: ist denn aus deiner Sicht die Lücke zwischen der öffentlichen KI-Debatte und auch dem betrieblichen Alltag?

00:45:46: Wo ist die da am größten?

00:45:48: Da ist eine riesen Lücke natürlich bei der einen Firma mehr, bei der anderen weniger.

00:45:53: Was wir aktuell beobachten ist, dass viele Firmen sich davon auch überrollt fühlen.

00:45:59: ja, in Software-Service-Produkten ist natürlich KI Stück für Stück überall eigentlich ausgerollt.

00:46:06: Die meisten haben schon irgendwie eine Funktionalität, mal besser, mal schlechter.

00:46:10: Das heißt, da überholt man sich automatisch ins Unternehmen rein.

00:46:13: Aber bei der Auseinandersetzung damit, was

00:46:18: können wir als Firma mit KI machen, sehe ich halt einen riesen Vakuum im Bereich, wie können wir damit unsere Produkte verbessern, wie können wir damit unser Angebot irgendwie

00:46:29: erweitern, also so Product as a Service Gedanken.

00:46:34: Wie setzen wir KI überhaupt strategisch ein, wo nützt es uns?

00:46:40: Dann wird oft, es wird oft so, es gibt dann hier in der Abteilung gibt es dann so einen kleinen Piloten mit irgendeiner Firma, dort gibt es einen.

00:46:48: Was ich oft sehe gerade im Mittelstand ist, dass es keine übergeordnete Strategie gibt und kein wirklich gemeinsames konzeptionelles Arbeiten daran.

00:46:58: Wie gehen wir damit um?

00:47:01: Wie sieht eine ganzheitliche Roadmap aus?

00:47:05: Und das ist, da sehe ich ein Vakuum und da ich ein riesen Potenzial.

00:47:11: Habe ich jetzt selber als Berater schon ein, zwei Firmen auch begleitet.

00:47:14: Aber auch da ist es, kann ich offen sagen, sehr, sehr schwer.

00:47:18: die gerade die Mittelständler von dem Wert dieser Arbeit zu überzeugen.

00:47:24: Ja, das kann ich bestätigen.

00:47:25: ich kenne auch ein, zwei.

00:47:26: Ich hatte jetzt auch ein Interview mit einem Unternehmen, das ich selber begleitet habe, deren Digitalisierungsstrategie.

00:47:33: haben relativ früh begonnen und sind aber tatsächlich eines der wenigen Unternehmen, die mir untergekommen sind, die damit schon zu früh begonnen haben in einer Größe.

00:47:45: Es ist auch ein mittelständisches Unternehmen, wo ich sage Hut ab, finde ich super, weil viele

00:47:53: nehmen sich die Zeit nicht und da sehen den Mehrwert darin nicht, sich auch damit aktiv auseinanderzusetzen.

00:48:03: Jetzt hast du auch mal gesagt, oder generell sind ja manche KI-Anwendungen weniger Rocket Science als so manche Beratungen auch suggerieren und so weiter und so fort, weil man doch

00:48:15: auch einfache Lösungen hat, leicht rangehen kann.

00:48:18: Was ist denn für dich eigentlich, wenn wir jetzt

00:48:23: Das verbindet mit dem Thema Strategie, finde ich, das auch extrem wichtig zum Thema, worüber müssen sich die Firmen denn Gedanken machen, wenn sie doch in diese Strategie

00:48:33: reingehen.

00:48:34: Ich meine, Datenqualität, Integration, Datenschutz, Verantwortlichkeiten, das sind ja alles so Themen, die dann auch wichtig werden.

00:48:42: Was siehst du, was wichtig wäre, damit ...

00:48:48: Sagen wir mal, dass auch die KI-Anwendungen jetzt nicht zu Rocket Science werden, sondern auch einfach übertragbar werden.

00:48:55: Ja, also ich glaube, was viele Firmen erstmal machen müssen, eben, eine klare Zielsetzung zu setzen.

00:49:02: Wo wollen wir hin?

00:49:03: Und erst dann folgt ja die Strategie.

00:49:04: Die Strategie ist ja der Weg zum Ziel.

00:49:06: Wie kommen wir dahin?

00:49:09: Also das sehe ich total.

00:49:11: dann, ja, wie gesagt, einen Schritt vor den nächsten zu setzen.

00:49:15: Also wir kriegen oft Anfragen, da geht es Assistenzsysteme oder andere Themen.

00:49:21: Und das ist schon

00:49:22: Das ist so ein Hochhausbauen ohne auch nur drei Meter Fundament zu haben.

00:49:30: Aber damit fängt es eben an, dass man sagt, wir haben eine Zielsetzung, wie kommen wir dahin, was brauchen wir dafür?

00:49:36: Und bei was brauchen wir dafür ist es eben oft so, dass vielen Firmen tatsächlich so bisschen dieses Fundament fehlt.

00:49:43: Also da liegen die Daten total verstreut.

00:49:45: Auch dafür gibt es ganz spannende Ansätze, wie man das sozusagen adressieren kann.

00:49:53: Aber man muss eben, gerade für viele KI-Lösungen, einfach eine vernünftige Datenbasis, also eine vernünftige Organisation in der IT, eine gute Vernetzung von Tools.

00:50:06: ich will jetzt nicht zu sehr ins Technische gehen, irgendwie so MCP ist vielleicht im einen oder anderen Griff.

00:50:11: Da brauchen wir im MCP-Server keine Gedanken machen, wenn halt einfach die Datenkraut und Rüben sind.

00:50:18: Oder ich nur auf eine Anwendung zugreifen kann.

00:50:23: Ja, und da sehe ich halt einfach total, ja, großen Bedarf sozusagen an Begleitungsarbeit und Aufklärungsarbeit.

00:50:32: Also es fehlt noch an den Basics.

00:50:35: Es fehlt oft total an den Basics.

00:50:39: Wie würdest du dann dran gehen oder wie unterstützt du Unternehmer, wenn du sagst, du beratest die, die sagen, ok, was machen wir jetzt als erstes?

00:50:48: Also man muss erstmal versuchen, das aufzuzeigen.

00:50:51: Und da ist es ganz klassisch.

00:50:52: Ich versuche immer nicht zu klassische Beratungsmethoden anzuwenden, weil ich einfach auch oft geholt werde, wenn es eher auch im Praxis-Themen geht.

00:51:04: Aber es gibt so ein Instrument, was nach wie vor super funktioniert.

00:51:08: Das sind klassische Interviews, dass man erstmal mit verschiedenen Instanzen in der Firma spricht, also an den wichtigsten Knotenpunkten in den Prozessen.

00:51:19: wo sind überall die Pain Points, das erst mal systematisch sammelt.

00:51:24: Auch dafür muss man übrigens auch schon wieder sehr viel Werbung machen, dass man diese erste Übung überhaupt mal macht, weil viele sagen, ja wir wissen ja, wo unsere Pain Points

00:51:30: liegen und denken, ja.

00:51:32: Aber trotzdem muss man mal so eine Landkarte entwickeln, sich einen Überblick zu verschaffen und zu gucken, wie hängen die zusammen.

00:51:38: Also das ist so der erste Schritt.

00:51:40: Dann, wie gesagt, so bisschen in Richtung Roadmap, die kann auch erst mal etwas gröber werden und dann bin ich ein Riesenfan davon.

00:51:46: sich irgendwo aus der Praxis einen Painpoint rauszusuchen, der richtig weh tut und zu versuchen innerhalb von drei bis sechs Monaten dafür eine schnelle, einfache MVP-Lösung zu

00:52:00: bauen.

00:52:00: Und das kann man tatsächlich wirklich ganz gut machen mit, also sei es Nvidia Playground oder N8n, das kann man auch lokal hosten.

00:52:13: Genau, solche Dinge, da muss gar nicht so wahnsinnig viel Software immer unbedingt entwickelt werden.

00:52:19: Aber einfach auch so bisschen diesen Beweis zu bringen, wie dieses Vorgehen funktioniert.

00:52:27: Was ich schön fand, deine Aussage an eine Landkarte zu haben über die Pain Points und die Aussage, wir kennen unsere Pain Points.

00:52:34: Die Aussage kenne ich auch.

00:52:36: Die Frage ist eben nur, kennen Sie alle im Unternehmen und ist allen das Bewusst?

00:52:40: Wo ist denn wirklich auch der größte Schmerz?

00:52:42: Weil es gibt, das Management hat immer seine Pain Points und glaubt ihm alles zu wissen und ist halt aber manchmal auch sehr entkoppelt von denen, die tatsächlich die Schmerzen

00:52:51: dann auch ertragen müssen.

00:52:54: Absolut, also absolut.

00:52:56: ist auch immer so, ich muss da manchmal darum kämpfen, wirklich mit jemandem zu sprechen, auch im Winter 17 oder 18 Grad kühlen Fertigungshalle steht und halt Komponenten

00:53:10: zusammenbaut.

00:53:12: Und was man dort erfährt, ich sage immer, das ist wirklich Gold wert.

00:53:18: Es ist immer interessant, was man auf den oberen Management-Ebenen durchbekommt.

00:53:23: Sehr viele Infos, auch viele Pain Points, aber auch oft High Level.

00:53:29: An der Basis steckt oft so viel Klarheit und Wahrheit.

00:53:37: Das finde ich immer super wichtig.

00:53:39: Nach 2-3 Stunden oder einfach einen halben Tag.

00:53:44: mit den Menschen zu verbringen, zuzugucken, mit denen zu sprechen, zu schauen, was haben die für Probleme.

00:53:50: Und da kommen auch übrigens oft, gerade so in der Schrittstelle, Engineering-Fertigungen, das ist glaube ich gerade bei zwei Kunden das Thema, da kommen spannende Ideen und Ansätze

00:54:02: auf.

00:54:04: Ja, da komme ich wieder zu meinem Lieblingsthema, Lean Management, Go to Gamba.

00:54:07: Also genau, einfach dorthin gehen, wo die Sachen auch passieren.

00:54:10: Da erfährt man die Sachen selber mal anschauen und sich ein Bild darüber machen, wie es denn wirklich ist und auch mit den Leuten.

00:54:18: Ja, finde ich super.

00:54:21: Matthias, jetzt, bevor wir die Zielgerade einbiegen, kam mir noch etwas, weil du vorhin auch ein Buch erwähnt hast.

00:54:32: Deiner Management-Mitteln, dass du manchmal micromanaget und dass das halt irgendwie in so einer Größenordnung immer normal ist und dass das auch in allen Büchern steht, dass man es

00:54:40: vielleicht auch anders machen möchte und so weiter und so fort und da kam ja, ich muss dich noch mal über ein Buch fragen, das du auch erwähnt hast in unserem Vorgespräch,

00:54:50: nämlich The Hard Thing About Hard Things.

00:54:53: Du hast gemeint, das ist eines der ehrlichsten Bücher über Unternehmertum.

00:54:58: Ja, finde ich.

00:55:00: Da muss ich das noch einmal anbringen, weil das liegt mir im Herzen.

00:55:06: Welche harte Wahrheit, was ist denn darin eigentlich so geschrieben?

00:55:12: Und hast du auch erlebt oder die du dann nachher selbst erlebt hast?

00:55:16: Und du sagst, ok krass.

00:55:17: Das so dieser grundsätzliche...

00:55:19: Ja, genau.

00:55:19: Ich würde das Buch niemals jemandem geben, der gerade im Begriff ist, sich selbstständig zu machen.

00:55:24: Oder wenn du einen guten Freund davon abhalten willst, dann gib ihm das Buch.

00:55:29: Es ist jetzt auch nicht nur Horrorgeschichten, aber sind auch schon einige echt krasse Geschichten da drin.

00:55:35: Muss man jetzt gar nicht total gehen.

00:55:37: Am Ende ist es so, ich fand das eigentlich so spannend, das Buch, weil...

00:55:42: eben so bricht mit diesen klassischen Ratgeberbüchern.

00:55:45: Also es gibt so viele Ratgeberbücher, was du als Unternehmer und was du als Geschäftsführer, wie du dich verhalten sollst, wie du Mitarbeiterführung machst und so

00:55:54: weiter und so fort.

00:55:55: Also das kannst du alles gar nicht lesen und du kannst es vor allen Dingen auch nicht wirklich verinnerlichen.

00:56:00: Also das ist dann, ich sage immer so bisschen, das ist dann theoretisches Wissen, aber das dann anzuwenden ist oft schwierig.

00:56:06: Und in dem Buch ist es halt wirklich so, dass es einfach eher vor Augen führt, hey,

00:56:11: Finde dich damit ab, dass es halt mitunter auch übel sein kann, es jetzt mal drastisch zu sagen, dass es viele Themen gibt, wo dir kein Schwein sagen kann, was du machen sollst.

00:56:22: Du kannst natürlich Menschen Rat fragen, das tue ich auch regelmäßig.

00:56:26: Und dann kriegst du auch ja immer sehr erstaunlich unterschiedliche Ratschläge.

00:56:30: Aber am Ende merkst du dann, wenn du das für dich so rekapitulierst, das bringt mir irgendwie alles nichts.

00:56:36: Und ich komme für mich nicht zu einer Lösung.

00:56:38: Es gibt auch keine

00:56:39: Patentlösungen.

00:56:40: Es gibt jetzt hier nicht den besten Weg.

00:56:43: So, das ist eine Sache und das man auch sozusagen diese Akzeptanz, dass es hart, unangenehm, schwer sein kann und in der Regel auch sein wird in der Selbstständigkeit oder

00:56:58: als Unternehmer.

00:56:59: Das fand ich auch wichtig, weil ich habe dann auch so die ersten zehn Jahre meiner Selbstständigkeit auch

00:57:06: Wie soll ich das jetzt darstellen?

00:57:07: Irgendwie so bisschen auch drunter gelitten manchmal.

00:57:09: Also diese klassischen Dinge, schlecht geschlafen und und zwar wenn es mal nicht ganz so gut lief oder wenn man einen Auftrag verloren hat, aber genauso auch wenn man super viel

00:57:19: zu tun hat und gar nicht wusste, wie man es überhaupt alles abbilden sollte.

00:57:24: So und dass man einfach ein Stück weit schaut, okay, das ist da, das geht auch nicht weg.

00:57:31: Das kommt auch immer wieder.

00:57:33: Es geht eher darum, wie gehe ich damit

00:57:35: Und wie lasse ich das auch nicht mein anderes Leben, was ich hier habe, also abseits der Karriere, wie lasse ich das möglichst davon unberührt, teiler Spoiler, das funktioniert

00:57:47: nicht, zumindest das Ausmaß sozusagen reduzieren.

00:57:54: Und das ist ein guter Freund von mir, der hat sich jetzt vor anderthalb Jahren auch selbstständig gemacht.

00:57:58: Der sagt immer, das finde ich irgendwie einen coolen Vergleich.

00:58:01: Weißt du, selbstständig zu sein ist so bisschen

00:58:05: wie von der Zuschauertribüne auf Spielfeld zu wechseln.

00:58:10: Und ich möchte gar nicht jetzt irgendwie in irgendeiner Form die Festanstellung da in ein schlechtes Licht stellen.

00:58:18: hat auch...

00:58:19: alles hat so seine Tücken und Vor- Nachteile.

00:58:22: Aber es ist tatsächlich so, wenn du gerade, wenn du auch diese Selbstständigkeit betrittst, dann stellst du fest, ich bin hier, ich muss hier handeln und alle mich herum

00:58:32: schauen mir zu.

00:58:34: und bewerben das, ob es mir gefällt oder nicht.

00:58:40: Das ist dann mal sichtbarer und mal nicht so sichtbar, aber in der Regel ist es sichtbar.

00:58:46: Ich finde das irgendwie einen ganz schönen Vergleich.

00:58:49: Das ist auch was, auch im Sport, wenn dann natürlich jemand schnell als Zuschauer dabei sagt, wie kann der da oder sowas.

00:58:56: Aber jetzt auch bei der Weltmeisterschaft, ich fand es immer ganz spannend, diese Referee-Camp zu sehen.

00:59:04: Also das war jetzt irgendwie, glaube ich, neu.

00:59:06: Und dann sieht man erst mal, was für eine andere Perspektive das auf dem Platz ist.

00:59:10: Ich habe früher auch mal in Zeit dann selber Fußball gespielt.

00:59:12: Es ist einfach mal was ganz anderes.

00:59:13: stehst auf dem Platz, bist mit allen anderen auf einer Ebene und hast Distanzen von 60, 70 Metern.

00:59:21: Und als Fernsehzuschau sitzst da und hast eine Kamera, die irgendwie 60 Meter oben angebracht ist am Stadion und guckst da drauf.

00:59:29: Ist halt einfach was ganz anderes, als selber auf dem Spielfeld zu stehen.

00:59:34: und in kürzester Zeit irgendwelche Entscheidungen zu treffen.

00:59:37: Ich finde diese Analogie irgendwie ganz interessant und dass ich das manchmal auch, also das ist auch manchmal, wenn du in Niederlage vom Platz gehst.

00:59:43: Das fühlt sich auch nicht gut an.

00:59:47: Tatsächlich echt eine sehr schöne Analogie und glaube ich kann man sich ganz gut reinversetzen.

00:59:53: Von außen schaut es immer alles einfacher aus und man kann man immer kritisieren, aber wenn man dann selber am Platz steht, ist das immer so Thema.

01:00:01: Ja spannend, cool.

01:00:03: Super, Matthias, die letzte Frage.

01:00:06: Drei Learnings, die du den Zuhörerinnen mitgeben möchtest, können beruflicher oder privater Natur sein, aber du hast noch eine Chance,

01:00:16: diese drei Learnings herumzukommen, weil du hast schon erwähnt, du hast früher Musik aufgelegt und so weiter und ich weiß, dass du auch Gitarre spielst und auch

01:00:23: Gesangsunterricht nimmst.

01:00:25: Du könntest auch anstatt der drei Learnings der erste Gast sein, der ein Lied spielt.

01:00:30: Nee, das mache ich nicht.

01:00:31: It's up to you.

01:00:33: Also der Gesangsodeutsch, da haben wir im Vorgespräch darüber gesprochen.

01:00:37: Das ist was, wo ich immer mal wieder drüber nachgedacht habe.

01:00:40: Wo ich offen gesagt habe, dass ich irgendwie, also das ist lustig, aber da hat man so eine innere Sperre.

01:00:49: Ich habe da irgendwie eine innere Sperre und ich frage mich, okay, warum ist die da?

01:00:52: Also ich glaube nicht, dass es berechtigt ist, dass sie da ist, aber sie ist irgendwie da.

01:00:55: Okay.

01:00:56: Genau.

01:00:57: Also dann gehe ich lieber auf die drei Fragen, wenn ich ehrlich sein darf.

01:01:00: Okay.

01:01:04: Also anderen Leuten mitgeben, anderen Menschen mitgeben.

01:01:09: Bezogen auf die Selbstständigkeit und Unternehmer tun?

01:01:11: Du kannst es dir aussuchen, was dir jetzt so am Herzen liegt, wo du sagst, das sind echt so drei Learnings aus meinem Leben, sei es beruflich oder privat, die würde ich einfach

01:01:19: gerne, das glaube ich, das kann wem helfen.

01:01:23: Ja, also was ich für mich rausgefunden habe, leider ein bisschen spät, obwohl ich recht zeitig angefangen habe.

01:01:30: Ich glaube ich schon 2012 angefangen mir einen professionellen Coach zu nehmen.

01:01:36: Da muss man heute glaube ich bisschen aufpassen.

01:01:37: Es gibt super viele, die das machen und da sollte man bisschen darauf achten, dass es vernünftige Ausbildung fanden ist, dass derjenige vielleicht mal auch in einem größeren

01:01:44: Unternehmen gearbeitet hat.

01:01:46: So das ist jetzt bei mir dann auch so der Fall gewesen.

01:01:49: Und dann systematisch an Dingen zu arbeiten wie Stressmanagement, auch so dieses Thema Balance zwischen Beruf und, also gerade wenn man Kopfarbeiter ist und bisschen Ambition

01:02:03: hat, Balance zwischen Beruf und Privaten und vor allen Dingen so das Thema, was sind meine inneren Antreiber?

01:02:14: Weil ich glaube, das habe ich für mich lange nicht richtig verstanden.

01:02:17: Also irgendwie vielleicht immer gespürt, aber so wirklich erarbeitet und aufgeschrieben, fixiert.

01:02:24: Das erklärt schon so einiges, wie man agiert und wo man sich manchmal auch fragt, wieso machst du das so.

01:02:31: Genau, das ist was, das ist glaube ich sehr, sehr wertvoll, die zu kennen.

01:02:38: Und vor allem dieses Zusammenspiel, da ergeben sich oft so Spannungsfelder.

01:02:43: Also viele tolle Vorteile, auch so ein paar Themen so mental, die man so bisschen im Blick behalten muss.

01:02:50: Das ist eine Sache, das ist für mich ein sehr wichtiges Learning.

01:02:54: Da ist mir dann wirklich ein Licht aufgegangen.

01:02:56: So, also das ist ein Rat, den ich geben würde.

01:03:02: Ja, dann ich bin auf den schweren Weg gegangen.

01:03:05: So, also es liegt irgendwie offensichtlich in mir drin, dass ich gerne den komplizierteren Weg gehe.

01:03:13: Ich weiß nicht, ob ich da ein Rat geben kann.

01:03:17: Ich glaube, man lernt sehr viel, wenn man die schwierigen Wege geht.

01:03:20: Aber es ist eben auch oftmals ein bisschen der unangenehmere Weg.

01:03:24: Aber ich glaube, wenn man zum Beispiel ins Unternehmertum geht, dann muss man ein Stück weit bereit sein, solche Wege auch zu gehen und das auszuhalten.

01:03:35: da fehlt mir noch ein Dritter,

01:03:39: Mhm.

01:03:40: Hätt's doch singen sollen.

01:03:43: Ja, am Ende glaube ich, was auch wichtig ist, nicht zu viel darauf zu geben, was andere dir raten oder denken oder sagen.

01:03:55: Ich glaube, fast jeder sagt relativ schnell salopp von sich, dass ihm das nicht so wichtig ist, was andere über einen denken.

01:04:02: Und ich glaube, bei fast jedem stimmt das nicht.

01:04:05: Das heißt, wenn du gerade jetzt bezogen auf Unternehmertum oder Selbstständigkeit, du gehst einen Sonderweg.

01:04:12: By the way, heute ist der eigentlich total salonfähig.

01:04:15: Da sagen viele cool oder manchmal ist es schon so, noch so ein Selbstständiger, noch so ein Micro-Entrepreneur.

01:04:23: Als ich damit angefangen habe, war das noch gar nicht so.

01:04:26: Also da hat man einen Ingenieurstufe absolviert und dann sollte man doch bitte auch zu Siemens gehen oder irgendwie zu Daimler, zu BMW oder zu sonst wem.

01:04:38: Dort dann so bisschen Sonderwege zu gehen, so wie ich das oft gemacht habe.

01:04:43: Ich glaube, es ist ganz gut, das kann man schon machen.

01:04:45: Aber man muss dann eben auch gefasst sein, dass man eben viele Ratschläge bekommt, die einem auch nichts nützen oder einen vielleicht auch manchmal so bisschen deprimieren.

01:04:57: Und ich glaube, man muss von vorne rein irgendwie gucken, dass man da die nicht zu sehr an sich ran lässt.

01:05:04: das ist auch ein Learning von mir.

01:05:06: Ja, cool.

01:05:07: Super, danke.

01:05:07: Also ich sehe auch einige Parallelen zu meinem Leben und meinem beruflichen Leben.

01:05:13: Sehr spannend.

01:05:15: Matthias, danke.

01:05:16: Danke für deine Zeit.

01:05:17: Ich habe es sehr spannend gefunden, die Einblicke zu bekommen, was du und ihr macht.

01:05:24: Ich fand es sehr spannend, dass du ja, die ersten 20 Prozent, sag ich jetzt mal so, oder diese Konzeptionsphase, das ist das, wo wirklich im Prinzip der Wert entsteht.

01:05:33: weil wir da wirklich reingehen und diese Details erarbeiten, die die Differenzierung ausmachen und genauso, dass da einfach oft gern gespart wird, genauso wie das Thema, dass

01:05:46: sich mittelständische Unternehmen oder KMU oftmals keine Gedanken machen über ihre Digitalisierungsstrategie.

01:05:52: Wie wollen wir denn vorangehen?

01:05:53: Was müssen wir denn tun?

01:05:54: Was müssen wir machen, dass das noch immer einfach unterschätzt wird?

01:06:00: Und dass da

01:06:02: Aufholbedarf ist, ich interpretiere es jetzt mal so.

01:06:06: Und sie sich dann halt auch nicht die Zeit nehmen, dann zum Beispiel ihre Pain Points einmal sauber zu visualisieren, den Überblick zu schaffen und dann zu sagen, wo gehen wir

01:06:16: hin.

01:06:18: Habe ich super spannend gefunden, auch deinen persönlichen Weg und deine Learnings und wie du das Thema Selbständigkeit angehst und siehst und machst.

01:06:27: Herzlichen Dank dafür.

01:06:30: Ich freue mich, vielleicht, ihr sitzt ja in Kiel oben, ich freue mich, wenn wir es vielleicht schaffen.

01:06:35: Ich hoffe, dass ich wieder zum Waterkant raufkomme, nächstes Jahr, dieses Jahr hat es bei mir nicht geklappt, zum Waterkant-Festival.

01:06:42: Wenn ich oben bin, spätestens da melde ich mich und dann freue ich mich, wir vielleicht dann irgendwie an der Hafenkante ein schönes Pils trinken oder so.

01:06:51: Sehr, sehr, sehr, sehr gerne Johannes.

01:06:54: Vielen Dank für das Gespräch.

01:06:55: Hat mir sehr viel Spaß gemacht.

01:06:58: Mach's gut.

01:07:00: Das war das Gespräch mit Matthias Hamann von The Spatial Studio.

01:07:03: Alle Infos findet ihr wie gewohnt in den Show Notes und nächste Woche kommt dann die nächste Folge, die ihr definitiv nicht verpassen solltet.

01:07:11: Bis dahin, alles Liebe und viele Grüße.

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