Marc Karkossa - Betriebliche Altersvorsorge im Zeitalter der Digitalisierung #131
Shownotes
Mein heutiger Gast ist Marc Karkossa, einer der Gründer von Dyno, dem Start-up, das die betriebliche Altersvorsorge digitaler, transparenter und vor allem provisionsfrei gestaltet.
Marc und ich haben darüber gesprochen, warum viele Menschen zwar jeden Monat Geld für ihre Altersvorsorge einzahlen, aber kaum wissen, was mit diesem Geld eigentlich passiert. Oft weiß man nicht Welche Kosten stecken in den Verträgen? Wie viel wird tatsächlich investiert? Und was bedeutet das am Ende ganz konkret für die eigene Rente?
Marc erklärt, warum gerade Provisionen und laufende Kosten über mehrere Jahrzehnte einen enormen Unterschied machen können und wie Unternehmen ihren Mitarbeitenden eine bessere betriebliche Altersvorsorge anbieten können, ohne dass die Personalabteilung dabei in Papier und Verwaltungsaufwand untergeht.
Spannend fand ich auch unseren Blick auf die aktuellen Rentenreformen, auf Generationengerechtigkeit und auf die Frage, welche Rolle Technologie künftig bei finanziellen Entscheidungen spielen werden.
Aber hört einfach selbst rein. Viel Spaß mit der Folge!
Mein Gast:
Feedback & Wunschgäste:
Über mich:
Transkript anzeigen
00:00:02: Er wird nicht wissen, was er bisher eingezahlt hat.
00:00:05: Er wird nicht wissen, wie der aktuelle Stand ist und auch nicht wissen, was das für seine persönliche Rente bedeutet.
00:00:12: Und was wir machen, ist, im Endeffekt in die digitale Welt zu ziehen, wie bei Neo-Boker Trade Republic, Scalable, dass man eben immer diesen transparenten Einblick hat.
00:00:26: Das
00:00:29: Herzlich willkommen zu Business Unplugged, dem Treffpunkt für Tradition und Zukunft.
00:00:34: Mein Name ist Johannes Pohl und ich spreche mit Unternehmerinnen, Gründerinnen und stillen Heldinnen des Business Alltags, die unsere digitale Zukunft formen.
00:00:43: Business Unplugged ist die Bühne für Visionäre der Digitalisierung und soll Brücken zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen bauen.
00:00:51: Hier erhältst du wertvolle Impulse und Inspiration.
00:00:56: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Business Unplugged und ihr werdet euch vielleicht ein wenig wundern, denn die letzte Folge ist gerade erst eine Woche her.
00:01:04: Aber ich möchte mal einen Versuch starten, es ist wöchentlich zu veröffentlichen und ob dies ein machbares Modell für mich ist und auch von euch gewollt.
00:01:13: Daher macht euch bereit, jetzt bekommt ihr mal für eine Zeit jede Woche eine neue Folge auf die Ohren und bitte sendet mir diesbezüglich auch gerne euer Feedback.
00:01:23: Jetzt aber zu meinem heutigen Gast, nämlich zu Marc Karkossa, einem der Gründer von Dyno, dem Start-up, das die betriebliche Altersvorsorge digitaler, transparenter und vor allem
00:01:34: provisionsfrei gestaltet.
00:01:37: Marc und ich haben darüber gesprochen, warum viele Menschen zwar jeden Monat Geld für ihre Altersvorsorge einzahlen, aber kaum wissen, was mit diesem Geld eigentlich passiert.
00:01:48: Oft weiß man nicht, welche Kosten stecken in den Verträgen, wie viel wird tatsächlich investiert und was bedeutet das am Ende ganz konkret für die eigene Rente?
00:01:58: Marc erklärt, warum gerade Provisionen und laufende Kosten über mehrere Jahrzehnte einen enormen Unterschied machen können und wie Unternehmen ihren Mitarbeitenden eine bessere
00:02:08: betriebliche Altersvorsorge anbieten können, ohne dass die Personalabteilung dabei im Papier- und Verwaltungsaufwand untergeht.
00:02:16: Spannend fand ich auch,
00:02:17: unseren Blick auf die aktuellen Rentenreformen, auf Generationengerechtigkeit und auf die Frage, welche Rolle Technologie künftig bei finanziellen Entscheidungen spielen wird.
00:02:31: Aber hört einfach selbst rein.
00:02:32: Spaß mit der Folge.
00:02:34: Jetzt geht's los.
00:02:37: Lieber Marc, ich freue mich heute mit dir, Podcast zu bestreiten, denn heute geht's mit dir auch ein Thema,
00:02:43: viele umtreibt, nämlich um die Altersvorsorge.
00:02:48: Herzlich willkommen im Podcast.
00:02:51: Hi Johannes.
00:02:52: Marc, nach deinem Abi hast du zunächst, sag ich mal, das gemacht, was auf der Hand liegt.
00:03:00: Du bist 2014 zum Axe-Konzern gegangen, hast dort eine Ausbildung zum Kaufmann für Versicherungen und Finanzen begonnen, verschiedene Agenturen kennengelernt und
00:03:10: anschließend im Familienunternehmen, das genau in dem Bereich unterwegs ist, weitergearbeitet.
00:03:16: Also nicht theoretisch vom Hören sagen, sondern wirklich mit dem täglichen Geschäft, mit Verträgen, Kunden.
00:03:22: Regulierung und vermutlich auch eine ganze Menge Papier, das niemand freiwillig vermissen würde.
00:03:30: Du bist dann auch Gesellschafter der Karkossa GmbH geworden, später auch Prokurist und hattest damit eigentlich schon in relativ jungen Jahren eine ziemlich klare Perspektive
00:03:42: vor dir.
00:03:44: Etabliertes Unternehmen, Verantwortung, familiäres Vertrauen und wahrscheinlich auch ein Weg, bei dem viele Menschen gesagt hätten, so kann es.
00:03:52: weitergehen und nur hast du offenbar irgendwann angefangen ziemlich genau hinzuschauen und du hast gesehen wie viel Aufwand betriebliche Altersvorsorge bei Unternehmen verursacht,
00:04:05: wie komplex die Produkte für Beschäftigte sind und vor allem wie stark ein System von Provisionen geprägt sein kann, indem diejenigen, die für das Alterssparen sollen, nicht
00:04:15: zwangsläufig die größten Gewinner sind.
00:04:18: Und statt die Versicherungsbranche zu verlassen, hast du etwas
00:04:22: sage ich mal deutlich Unbequemeres gemacht.
00:04:24: Du bist geblieben, hast aber nur die Seite gewechselt und gemeinsam mit Louis Weber 2021 Dyno gegründet.
00:04:33: Zunächst noch parallel zu den Tätigkeiten in Familienunternehmen, aber dann später mit vollem Fokus.
00:04:41: Mit einer ganz schönen Mission, die Rente nämlich zu retten, betriebliche Altersvorsorge digital und provisionsfrei zu organisieren und damit auch eine Branche herauszufordern.
00:04:52: deren Regeln, Argumente und vermutlich auch Ausreden, die du ziemlich gut kennst.
00:04:59: Inzwischen habt ihr auch mit deinen und namhaften Investoren überzeugt und mehr als zweieinhalb Millionen Euro in Finanzierung eingesammelt, wenn ich das richtig recherchiert
00:05:07: habe.
00:05:08: Aber zu all dem kommen wir jetzt gleich im Detail.
00:05:11: Ich würde gerne mit dir mit den AB Fragen starten.
00:05:14: Du weißt, was passiert?
00:05:17: Ne, aber wahrscheinlich habe ich zwei Antworten zur Auswahl.
00:05:21: Ja, genau so ist es.
00:05:23: Sehr gut.
00:05:23: Also wir starten mit Bildung online oder offline.
00:05:27: Alles klar.
00:05:28: Automatisierte oder menschliche Entscheidungsfindung?
00:05:32: Menschliche Entscheidungsfindung?
00:05:34: stärkere Regulierung oder mehr Freiheiten für Unternehmen, vollkommener Schutz persönlicher Daten oder weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohls der
00:05:43: Allgemeinheit.
00:05:47: eher Schutz der Allgemeinheit.
00:05:49: Web-Meetings oder persönliche Treffen.
00:05:53: Web-Meetings.
00:05:54: Okay, du hast dich für Bildung offline entschieden, wieso?
00:05:58: Ich würde das so bisschen parallelen Zielen auch zu Vereinen, zum Beispiel zu Fußballvereinen.
00:06:04: Ich bin da selbst noch in dem Dorf, ich herkomme und auch wohne, ziemlich aktiv und bin davon überzeugt, dass auch die Bildung, ähnlich wie Mannschaftssport, auch von anderen
00:06:17: Faktoren abhängt, wie jetzt nur das inhaltliche Lernen, das inhaltliche Lernen auf dem Fußballplatz oder das inhaltliche Lernen in der Schule.
00:06:24: Diese sozialen Kontakte, die man entwickelt, die einen dann auch persönlich prägen, sind meines Erachtens vielleicht sogar wichtiger, wie das ich inhaltlich lerne, das ist
00:06:32: natürlich auf einer persönlichen Ebene deutlich einfacher.
00:06:35: Cool.
00:06:37: Automotor ist dich für die menschliche Entschädigungsfindung entschieden?
00:06:41: Ich glaube, am Ende steuert, ein Klammer hoffentlich, immer noch der Mensch die Entscheidungsfindungen, ob es dann über ein agentisches System läuft oder über sonstige
00:06:55: Algorithmen, sollte dies bestenfalls von Menschen initiiert und gesteuert sein.
00:07:01: hoffe ich, dass wir weiterhin die Zügel in der Hand halten.
00:07:04: Aber klar wird einiges über dann auch Agenten automatisiert entschieden werden.
00:07:10: Aber
00:07:11: Ja, sollte mich die Hoheit haben in der Entscheidung zu finden.
00:07:14: Okay, dann war es auch mehr Freiheiten, irgendwie, sage ich mal, weniger Datenschutz fürs Wohl der Allgemeinheit.
00:07:20: Vielleicht kann man das kombinieren.
00:07:23: Ja, also ich glaube, wir in Summe in Europa die Herausforderung haben, dass wir da punktuell zu restriktiv unterwegs sind, zu viel regulieren und dadurch auch beispielsweise
00:07:33: bei der KI momentan noch im Hintertreffen sind und wir natürlich mit einem gewissen sensiblen Ansatz dafür sorgen sollten, dass auch die vorhandenen Daten den LLNs zum
00:07:47: Beispiel so weiterhelfen, dass wir einfach genügend aufholen können.
00:07:51: ohne dass dann die persönlichen Komponenten hinten vorbleiben.
00:07:56: Also klar, müssen wir da bisschen offener sein, um einfach wieder den Anschluss zu finden und mehr Risiko geben.
00:08:03: und das auch im Sinne des Wohlens der Allgemeinheit zu sagen.
00:08:08: Und dann, last but not least, hast du dich für Web-Meetings entschieden.
00:08:12: Ja, das war jetzt einfach der Tatsache geschuldet, dass wir bei uns bei Dyno 99,9 % aller Treffen komplett remote abhalten und das funktioniert sehr gut, ist natürlich maximal
00:08:27: effizient.
00:08:28: Natürlich ist es jetzt bei größeren Projekten oder sonstigen, wichtigen strategischen Themen immer sehr wichtig, sich auch einmal persönlich zu treffen, aber das ist einfach
00:08:38: die Anzahl, die da in den Aufschlag gibt.
00:08:40: Ja, okay.
00:08:41: So, dann starten wir doch gleich rein in die anderen Fragen.
00:08:47: Marc, du hast es kurz erwähnt.
00:08:48: Du bist im Fußballverein auch tätig.
00:08:51: Du bist Vorstand des FC Ottenheim, einem Fußballverein, der Senioren hat, Jugend hat und eine Damenmannschaft hat.
00:09:00: Und was ich super spannend fand in meiner Recherche, dass ihr als kleiner Verein, ich sage jetzt mal kleiner Verein, wahrscheinlich ist es jetzt,
00:09:10: bereits 1971 eine Damenmannschaft gegründet habt, ein Jahr nachdem der Beschluss des DFB aus dem Jahr 1955, nämlich das Fußballspielen der Frauen zu unterbinden, aufgehoben wurde.
00:09:26: Welche Rolle spielt denn der Frauenfußball bei euch im Verein?
00:09:31: spannend, dass du hier Themen auf den Tisch bringst, ich nicht mal auf dem Schirm habe.
00:09:37: das Thema Frauenmannschaft.
00:09:38: Ich zum Beispiel die Pässe, also die Berechtigungsnachweise für die Frauen damals habe ich bei mir zu Hause.
00:09:47: Das ist ganz alte Passmappe.
00:09:49: Und da ist zum Beispiel auch meine Oma drin.
00:09:51: Kann ich mir nicht vorstellen, wie meine Oma Fußball gespielt hat.
00:09:55: Ich gehe mal schwer davon aus, dass es eher auch ein gesellschaftliches Thema war, um die Frauen wieder ein bisschen mehr
00:10:01: zusammenzubringen.
00:10:03: Ich weiß jetzt nicht, ob das weniger den Fußball an sich ging, sondern dieser sozialgesellschaftliche Aspekt.
00:10:08: Und bei uns ist dann extrem lange nichts passiert im Bereich Damenmannschaften.
00:10:15: Bis vor ungefähr zwei Jahren haben sich eigenständig ein paar Frauen zusammengetan und gesagt, wir wollen jetzt etwas auf die Beine stellen.
00:10:23: Wir vom Verein haben das natürlich unterstützt.
00:10:25: Aber das hat sich organisch entwickelt und ist, würde ich sagen, das schnellstwachsende
00:10:31: Das ist schnellst wachsende Bereich bei uns, da jetzt mittlerweile so viele Frauen da sind, dass sie eher überlegen, wem müssen wir fürs Wochenende absagen, also wer kann nicht
00:10:40: spielen.
00:10:41: Deswegen ist es einfach organisch gewachsen, auch wahrscheinlich prima aus dem gesellschaftlichen Aspekt mit einer sportlichen Kompetente.
00:10:48: Okay, super.
00:10:50: Und dann noch eine Frage zu dir selber.
00:10:52: Ich meine, du beschäftigst dich ja Tag ein, Tag aus mit einem Thema, das viele Menschen möglichst lange verdrängen bzw.
00:10:59: einfach auch zu spät angehen, der Altersvorsorge.
00:11:02: Bist du eigentlich dann auch privat eher einer, langfristig plant und seine Zukunft irgendwie minutiös organisiert oder ist bei dir manchmal auch die Planung zu Ende, wenn es
00:11:13: auch
00:11:14: Wenn du aus dem Unternehmen rausgehst, sag ich mal, dass das kommende Wochenende dann da ist.
00:11:19: Also ich glaube, ich plane überhaupt nicht langfristig, ehrlicherweise, wenn auf privater Ebene.
00:11:25: Das ist vielleicht auch dem geschuldet, dass das so viel auf dem Tisch legt jeden Tag und du mehr oder weniger immer nur von Entscheidung zu Entscheidung springst.
00:11:35: Natürlich überlegt man, welche Entscheidungen Impact auf mittel- und langfristige Elemente Aber ich persönlich, ganz offen gesprochen, auch wenn ich alles versorge, tagtäglich auf
00:11:45: dem Tisch habe.
00:11:47: Mach da gar nicht so viel im langfristigen Plan und denke, dass wenn man jetzt hier und heute lebt und da viel Spaß dabei hat, dass das Langfristige dann irgendwann auch gut
00:11:57: wird.
00:11:58: Na ja, okay.
00:12:00: So, da.
00:12:02: du hattest, ja, ich hab's kurz schon angeteasert, eigentlich einen sehr sicheren und safeen Berufsweg vor dir, Gesellschaft der Prokurist.
00:12:12: Wie kam es eigentlich dann dazu, zu sagen, okay, ich gehe jetzt meinen eigenen Weg, ich gründe jetzt?
00:12:18: Also das war 0,0, dass ich irgendwie unzufrieden mit meinem direkten Umfeld war.
00:12:25: Ich war da super happy, mit super Leuten zusammenarbeiten dürfen.
00:12:30: Aber es hat sich so ein bisschen über die Jahre entwickelt, die ich dann auch in die Versierungs-Vertriebsbranche schauen durfte.
00:12:41: Dass ich realisiert habe, dass da einfach seit Jahrzehnten wenig Innovation auch wirklich gelebt wird.
00:12:47: Klar, jeder spricht immer von Innovation, aber dass der wirklich auf die Straße kommt, war kaum der Fall.
00:12:52: Und insbesondere bei Incentivreisen und sonstigen Zusammenkünften mit anderen, nicht direkt mit mir arbeitenden Personen, ich gespürt, dass da einfach auch viel Egoismus
00:13:04: besteht.
00:13:05: Und der eigentliche Zweck, Menschen, speziell auf Altersversorger, mehr Rente zu ermöglichen, erst am 2., 3., 4.
00:13:11: Stelle war.
00:13:13: ihr, wie kann ich maximal Provision schäffeln?
00:13:16: Das hat mich immer so bisschen gestört, hat mich jetzt aber nicht dazu bewegt, zu sagen, okay, ich muss da raus.
00:13:22: Und dann kam eine Situation während Corona, dass wir im Rahmen eines größeren Kundenprojekts vor der Herausforderung standen, Prozesse zu digitalisieren, weil wir mit
00:13:33: unseren Beraterinnen und Beratern nicht mehr rausfahren durften in das Unternehmen und da vor Ort VAV-Verträge beraten und vermitteln konnten.
00:13:40: Und dann habe ich im Marct geschaut, was gibt es denn für digitale Lösungen.
00:13:43: die das Thema betriebliche Allesversorge ordentlich abdeckt und da hatten wir nichts.
00:13:47: Und dann habe ich eben mit Louis, ein langjähriger Schulfreund von mir, die Zeit, die wir dann mehr an Corona hatten, auch auch ordentlich genutzt und haben einfach eine digitale.
00:13:56: Es war eigentlich eine Website mit vielen Plugins gebaut und an diesem Projekt vertestet.
00:14:01: Und dann war der Moment klar, dass wir da mit Hilfe von Digitalisierung und Technologie extrem viel voranbringen können.
00:14:07: Und dann sollte die Konsequenz sein, dass die Menschen, dann ihr Geld anlegen, einen maximalen Return bekommen und von dieser Digitalisierung.
00:14:14: profitieren, mehr Rente aufbauen.
00:14:16: Und das war dann der entscheidende Moment zu sagen, ich gehe da raus und wir versuchen im Endeffekt mit Hilfe von Technologie die Branche zu verändern.
00:14:23: Wie hat die Familie reagiert?
00:14:24: Du warst ja im Familienunternehmen und eigentlich sagst du, okay gut, wir versuchen jetzt genau das zu ändern, was ihr jetzt gerade macht.
00:14:31: Wie war da die Reaktion?
00:14:34: Also ich glaube, dass Teile meiner Familie das immer noch nicht so richtig verstehen.
00:14:39: Jetzt natürlich im direkten Umfeld war eher ein Unverständnis da zunächst, weil wir auch in der Kommunikation dann relativ provokativ waren.
00:14:49: Also wir hatten hier auch Werbekampagnen in der Region, wo wir stark auf das Thema Provision gegangen sind und gesagt haben, Provision ist so ein Stück weit der Keim der
00:15:01: Probleme in diesem Segment.
00:15:04: Das war natürlich dann punktuell auch nicht schön.
00:15:05: Wir hatten da viele Auseinandersetzungen.
00:15:08: Aber an der Stelle habe ich definitiv mittel- bis langfristig gedacht und wusste, dass wir in diesem Bereich betrieblicher Allesversorgung, Hilfe und Technologie die Zukunft bauen
00:15:16: werden.
00:15:17: Ähnlich wie es bei privaten Sparplänen, bei privaten Fondsparplänen schon der Fall ist.
00:15:22: Fährst du nicht mehr auf die Bank mit dem Fahrrad und lässt dich da drei Stunden mit zehn Linder auf Seiten hinsichtlich eines Fondsparplans beraten.
00:15:30: Zumindest mache ich das nicht mehr in meiner Generation und die jüngeren sowieso nicht.
00:15:33: sondern es ist klar, ich gehe halt eher über einen Neopro und eine Neobank und richte da mein Vorsport ein.
00:15:38: Und im Bereich der Altersvorsorge, speziell in BAV, das ist auch ein Massenprodukt und es muss ein Massenprodukt sein und da muss Technologie der treibende Faktor sein, jetzt auch
00:15:48: mehr Aktivierung herbeizuführen.
00:15:50: Deswegen ist und war für mich immer klar, dass das der bessere Weg ist, da erfolgreich zu sein.
00:15:57: Wie kam es dazu, dass Louis dabei war bei der Gründung?
00:16:02: Zu komplementär oder eher?
00:16:05: Wir hatten einfach schon immer Bock, was zusammen zu reisen und wir hatten auch diverse Domains schon gesichert.
00:16:13: Vielleicht gibt es die noch.
00:16:15: Wir wollten eine Fashion Brand aufziehen.
00:16:18: Wir Reisen oder Let's call it Weekend Trips für Gruppen organisieren, weil wir das immer machen.
00:16:27: Klicker von der Schule.
00:16:28: Wir gehen mindestens einmal im Jahr für drei, vier Tage weg.
00:16:31: Das heißt, wir wissen, wie das funktioniert und haben gedacht, für uns ist immer ein Pain, solche Reisen zu organisieren.
00:16:36: Wollen wir mehr Party, mehr Sport, whatever.
00:16:40: Die Ideen hatten wir alle schon und haben uns da getroffen.
00:16:42: Und ich hatte dann konkret eben dieses Projekt mit dem großen Unternehmen und den vielen BAV-Vorträgen vor der Prost.
00:16:49: Und da war damals doch einer meiner besten Freunde Ferdinand mit dabei.
00:16:52: Das saß in einem Angelshop bei Ferdi.
00:16:55: Und ich habe dann eben gesagt,
00:16:57: bin ich da am Website bauen für dieses BAV Projekt und dann haben die zwei gesagt, ja eigentlich haben wir doch da jetzt ein Thema, man zusammen was reisen kann.
00:17:06: Und so ist dann entstanden.
00:17:07: Und Lewis war bei Lidl und hatte da auch viel Personalverantwortung, das heißt das Thema BAV auch bei sich auf der Platte, musste sich die Mitarbeiter in dem Segment kümmern und
00:17:15: hat auch gemerkt, es ist ein absoluter Pain aus Arbeitgeberbrille, aus der HR-Perspektive.
00:17:19: Und so hat er viel aus der HR-Perspektive mit eingebracht und ich natürlich das Wissen aus dem BAV-Bereich allgemein.
00:17:27: So hat es dann, ja, es ist immer gestartet.
00:17:30: Und ihr habt ja parallel neben euren beiden Jobs zuerst begonnen.
00:17:34: Wann kam so der Punkt, wo du sagst, okay, jetzt müssen wir switchen und voll draufgehen, weil das ist ja auch irgendwann leidet das ein oder das andere.
00:17:43: Und ich kann mir auch vorstellen, wenn du sagst, manche verstehen es auch noch nicht ganz, haben es noch nicht ganz verstanden, was sie machen.
00:17:49: Ja, war sicher auch dieses Unverständnis, sag eh, arbeitet jetzt bei uns oder?
00:17:54: Das andere könnte ich mir vorstellen.
00:17:56: Wie war da die Situation und wann war so der Punkt, wo er dann geswitcht hat und sagt, okay, jetzt müssen wir tatsächlich da voll hingehen.
00:18:03: Also wir hatten so eine Transferzeit vor einem Jahr, würde ich sagen, wo relativ klar war, dass sich da etwas entwickelt, was auch wirklich mein Hauptjob wird.
00:18:17: Und dann war mir einfach extrem wichtig auch, das in der Family-Business so zu strukturieren, dass ich weiß, okay, das kann gut weitergeführt werden.
00:18:26: Es hat ein bisschen Zeit gebraucht, aber war dann zum Jahreswechsel 2023 soweit.
00:18:32: Wir hatten dann auch eine Finanzierungsrunde, unsere Pre-Seat.
00:18:35: Da war klar, wenn das klappt und wir da auch noch andere Leute mit ins Boot nehmen, dann ist es unser Job und unsere Hauptverantwortung, all in zu gehen.
00:18:46: Das war dann allerallerspätestens 2013 nicht der Fall.
00:18:50: Ok, und jetzt haben wir schon viel drüber geredet, über betriebliche Altersvorsorge und so weiter und so fort.
00:18:56: Wenn ich dich jetzt frage, was bietet ihr mit deinen Ohren, kannst du das irgendwie auch so erklären?
00:19:01: Vielleicht auch für die Leute, die zwar irgendwie jeden Monat die Gehaltsabrechnung bekommen, aber irgendwie das Kleingedruckte nicht wissen, was da betriebliche
00:19:09: Altersvorsorge ist.
00:19:10: Was ist das und was macht ihr dann genau?
00:19:15: Ja, ich versuch's einfach runterzubrechen.
00:19:19: im Endeffekt ist unsere Lösung primär für Unternehmen.
00:19:24: Das heißt, wir befähigen Unternehmen, das Thema betriebliche Altersversorge extrem smooth, extrem easy aufzusetzen und dann auch zu managen.
00:19:34: Es funktioniert im Kern, indem wir uns an bestehende digitale Tools andockern, das heißt an bestehende Personal- und Lohnprogramme und dadurch
00:19:45: generieren wir alle Daten, die es notwendig macht, den Betrieb, Altersversorger aufzusetzen und dann auch zu managen, hinten raus, wenn ein Arbeitnehmer wieder das
00:19:53: Unternehmen verlässt, whatever, alle Fälle, eintreten können.
00:19:56: Aber unser Herz brennt eben dafür, dass wir schauen, dass der investierte Euro auf Arbeitnehmer-Ebene, klar, der Arbeitgeber muss auch immer Geld dazugeben zur BAV, aber
00:20:06: primär bei unseren Kunden ist so das Arbeitnehmende.
00:20:11: Geld in die BAV einzahlen.
00:20:12: Und so ist es jetzt zum Beispiel auch bei jemanden, der jetzt auch ein Gehaltszettel in der BAV hat.
00:20:17: Der wird aktuell nicht wissen, was da überhaupt abgeht.
00:20:19: Also der wird nicht wissen, was mit seinem Geld passiert.
00:20:23: Er wird nicht wissen, was er bisher eingezahlt hat.
00:20:27: Er wird nicht wissen, wie der aktuelle Stand ist und auch nicht wissen, was das für seine persönliche Rente bedeutet.
00:20:34: Und was wir machen, ist
00:20:35: Das ist im Endeffekt in die digitale Welt zu ziehen, wie bei Neopro Controde Public Scalable, dass man eben immer diesen transparenten Einblick hat.
00:20:44: Das heißt, bei uns siehst du es zwar auch auf dem Gehaltszettel, aber hast auch deine Dyno-App, bei der du reinsehen kannst oder einsehen kannst, was habe ich bisher
00:20:53: eingezahlt, wie hat sich das Geld entwickelt, in welchen Assets, also in welchen Fonds liegt mein Geld, ist es in einem MSA World, S &P for Fund, NASDAQ, whatever.
00:21:02: Und du kannst es managen.
00:21:03: Das heißt, du kannst auch innerhalb
00:21:05: Deino deinen monatlichen Beitrag anpassen, kannst du mal pausieren, wenn du pausieren musst, kannst du die Fonds anpassen auf monatlicher Basis, sodass du dann deine
00:21:13: Investmentstrategie in der BRV auch steuern kannst.
00:21:16: Und du weißt, und das ist Wichtigste, was bedeutet das für meine Rente.
00:21:21: Das heißt, alles was bisher über ausschließlich Papier und einmal jährliche Standmitteilung rausschicken passiert, haben wir in der digitalen, immer live, immer aktiv
00:21:30: Welt gebracht und
00:21:32: Unser Fokus ist es, provisionsfreie, maximal renditeorientierte Produkte an die Rampel zu stellen.
00:21:39: Das heißt, unser Geschäftsmodell ist nicht, dass wir ein Produkt vermitteln, also eine BRV, einen BRV-Trag vermitteln und dann von der Versicherungsgesellschaft Provision
00:21:45: bekommen, sondern wir stellen die Plattformen zur Verfügung.
00:21:48: Dafür bekommen wir Softwaregebühren.
00:21:51: Und der Mitarbeitende weiß, dass er eben ein provisionsfreies Produkt investiert mit, also ohne Abschluss- Vertriebskosten, ohne Kosten auf den laufenden Beitrag.
00:22:00: Asset under management fees, es bei einem Fonds auch ist, sind da.
00:22:03: Klar, die Versiegelungsgesellschaft finanziert sich auch darüber, aber das sind halt Gesamtkostenquoten von 0,3 bis 0,8 Prozent.
00:22:11: Extrem kostgünstig und trotzdem mit allen Vorteilen der BAV.
00:22:14: Ich hoffe, dass das den Hörern und Hörern jetzt einigermaßen verständlich ist.
00:22:20: Wenn du jetzt sagst, gibt es eine Fee für die Software, die gezahlt werden muss, wie stellt sie sich her?
00:22:28: Oder was ist da der Unterschied?
00:22:29: Weil man kann sich ja auch vorstellen, sagen, okay, gut, ich zahle hier jetzt vielleicht keine Provision, aber ich zahle jetzt eine Softwaregebühr.
00:22:38: Kommt am Ende trotzdem, kommt da jetzt mehr raus?
00:22:41: Ja oder nein?
00:22:42: Weißt du, weil ich zahle ja trotzdem was.
00:22:44: Das könnte ich mir vorstellen, dieses Argument.
00:22:47: Ja, also auch da wieder Vergleich zu Neoprokern.
00:22:51: Da zahlst dann für einen Trade eine Gebühr, hast aber den Trade-Tost deutlich kostengünstiger.
00:22:57: Bei uns ist es so, dass du genauso Geld anlegst, aber jeder Cent für dich am Kapitalmarkt arbeiten kann.
00:23:03: Das heißt, wenn du 200 Euro im Monat über Deino anlegst, kannst du dir sicher sein, 200 Euro werden monatlich investiert und die arbeiten für mich am Kapitalmarkt.
00:23:10: Bei einem klassischen Provisionsprodukt hast du halt 200 Euro, die du zunächst
00:23:15: an die Versicherungsgesellschaft oder an der Rheingibs und davon gehen dann 20 bis 30 Prozent bei schlechten Provisionsprodukten weg.
00:23:23: Das heißt, da landen vielleicht 140, 145 Euro im Kapitalmarkt.
00:23:30: Und die Gebühr, die an Deino gezahlt wird für die Plattform, die ist im Vergleich zu dem, was man mehr Kapital aufbaut, also wirklich ein absolutes Geschenk.
00:23:42: Also du baust jetzt meinen Jahrgang 1995.
00:23:45: Wenn ich 300 Euro monatlich anlege in ein Provisionsprodukt im Vergleich zu einem provisionsfreien, über Deino eingerichteten Produkt, würde ich 200 bis 250.000 Euro mehr
00:23:53: Kapital aufbauen.
00:23:55: Vor allem diese Provisionsprodukte ziehen am Anfang gleich die Provision ab in großer Höhe.
00:24:00: Sprich, dass du dann auch schwer wieder rauskommst gefühlt.
00:24:03: Ja, ich versuche es nicht zu technisch zu machen, aber die Abschlussprovisionen, die eingepreist sind im Produkt, die sind natürlich relevant.
00:24:13: Nur ist es bei Provisionsprodukten so, dass du auch in den anderen Kostenpositionen, also in den laufenden Kosten und in den Kosten auf die Verwaltung, höhere Sätze hast.
00:24:21: Also es sind nicht nur die Abschlussprovisionen, das meinen zwar viele, die zahlst du über die ersten fünf Jahre ab, ja, aber danach gibt es auch noch Kosten, die bis zum
00:24:29: Renteneintritt fällig werden.
00:24:32: Deswegen auch wenn ein Vertrag 6, 7, 8 Jahre schon läuft, ist es absolut sinnvoll da mal reinzuschauen.
00:24:36: Was habe ich denn an laufenden Kosten auf dem Produkt?
00:24:39: Warum schließen Menschen überhaupt zu Produkten ab, deren Kostenstruktur sie nicht verstehen?
00:24:43: Das habe ich mich schon immer gefragt.
00:24:44: Ich schließe mich da auch mit ein.
00:24:46: Manchmal, wo ich denke, okay, gut, Da war ich relativ jung, habe auch was abgeschlossen, wo ich sage, okay, gut, eigentlich bin ich zu dem Zeitpunkt, habe ich es nicht wirklich
00:24:54: durchstiegen.
00:24:56: Also du hast im Regelfall halt schon mal diesen Layer-Arbeitgeber dazwischen.
00:25:00: Das heißt, ein Arbeitgeber sollte ja dieses Produkt challangen und dann den Versicherungsmarkt oder die Versicherungsagentur zumindest mal so fern befragen, dass klar
00:25:11: ist, was biete ich da meinen Mitarbeitenden an?
00:25:13: Das findet schon mal nicht statt.
00:25:15: Ein Unternehmen hat tausend andere Themen auf der Platte, jetzt sich die betriebliche Allesversorge der Mitarbeitenden in der Tiefe zu kümmern.
00:25:20: Trotzdem ist es die Verpflichtung für Unternehmen in Deutschland.
00:25:23: So, kriegst du da halt erstmal eigentlichen Vertrauens.
00:25:26: Vorschuss, den du als Arbeitnehmer suggeriert bekommst vom Unternehmen.
00:25:30: heißt, das Unternehmen hat die BRV gechallenged, was aber meistens nicht so ist.
00:25:35: Dann gehst du in ein persönliches Beratungsgespräch mit einem Versicherungsberater, mit einem Versicherungsmakler, der dir dann das Produkt erklärt.
00:25:41: Und natürlich erklärt er dir das Produkt so, dass du es dann schluckst und für gut empfindest.
00:25:47: Plus, da wird halt auch wenig über Kosten gesprochen im Regelfall.
00:25:52: Also wenn man jetzt als Versicherungsberater zu einem Arbeitnehmer marschiert und sagt,
00:25:57: So zahlt es da 300 Euro monatlich ein.
00:25:59: In Summe werden jetzt aber erstmal 5.500 Euro pro Vision abgestottert.
00:26:03: die nächsten 5 Jahre.
00:26:04: Das würde ja niemand einrichten.
00:26:06: So deswegen hält man das lieber mal hinterm Berg.
00:26:09: Vielleicht kommt dann die Rückfrage, dann sagt man's.
00:26:12: Ja, ob es dann der Arbeitnehmer einrichtet oder nicht, weiß ich nicht.
00:26:15: Aber es ist halt sehr intransparent in der Beratung den Fall und dann verkauft man die Vorteile, die die BAV hat.
00:26:21: Sprich, ich sag zu dir, hey Johannes, du von dir gibst 200 Euro dazu.
00:26:26: Proto.
00:26:27: Also du bandest von deinem Protogehalt 200 Euro dann steuert der Staat nochmal 100 Euro dazu, weil du Steuern und Sozialabgaben einsparst und dein Arbeitgeber muss auch nochmal
00:26:36: mindestens 15 Prozent obendrauf packen.
00:26:38: Also 230 Euro werden monatlich angelegt und du musst nur 100 Euro netto investieren.
00:26:43: Ist doch ein geiles Ding, oder?
00:26:44: Dann sagst du ja, save, mach ich.
00:26:46: Aber was mit diesen 230 Euro dann passiert?
00:26:50: Also eigentlich die entscheidende Frage, die wird selten besprochen in so einem Termin.
00:26:55: Okay.
00:26:57: Wenn jetzt sich ein Unternehmen entscheidet, euch zusammenzuarbeiten, was passiert denn dann praktisch eigentlich nur, wenn jetzt wer zuhört und sagt, boah, das klingt spannend
00:27:03: für mich, das würde ich vielleicht machen.
00:27:05: Welche Arbeit nehmt ihr vielleicht nach der Personalabteilung ab, bzw.
00:27:09: eher, wie schaut das aus?
00:27:12: Das ist ganz unterschiedlich.
00:27:14: haben Unternehmen, die können sich bei uns auf der Website registrieren, sind dann in der Plattform, können eigenständig Mitarbeitende zu Dyno einladen und dann läuft das im
00:27:24: Endeffekt voll digital durch.
00:27:25: braucht es uns nicht mal mehr in den Servicegedanken, zu unterstützen, BRV live zu nehmen.
00:27:31: Dann gibt es aber auch manche Projekte, die wir haben mit vielen Bestandsverträgen.
00:27:35: Das heißt, man hat realisiert, okay, da gibt es deutlich bessere Modelle, mit dem Geld, das zur Verfügung steht, mehr Rente aufzubauen.
00:27:42: Dann gehen wir natürlich auch tiefer rein, unterstützen dabei zu verstehen, sind die bestehenden Verträge strukturiert, wie könnte man das optimieren, was würde das bedeuten.
00:27:50: Das heißt, da gibt unterschiedliche Modelle.
00:27:52: Ich glaube, was wir sagen können, ist, dass wenn Unternehmen das jetzt auf die Agenda nehmen und sagen, ich will BAV machen, dass wir im Onboarding und dann auch in der
00:27:59: Administration den einfach alles komplett auf Autopilot stellen und da keine Aufwände mehr entstehen.
00:28:04: Und man weiß, wir bieten trotzdem der Belegschaft, den Mitarbeitern, Kolleginnen und Kollegen ein top Allesversorgungsprodukt.
00:28:10: Ihr macht ja, also ihr geht ja sehr stark auf das Thema Digitalisierung, die Schnittstellen, Automatisierung und so weiter und so fort.
00:28:17: Gibt es aber auch Elemente, die noch persönlich bleiben, wo du sagst, okay, wird persönliche Beratung bleiben oder das ist wichtig?
00:28:24: Also es kommt immer dann auch aufs Unternehmensprofil und insbesondere auf die Arbeitnehmerprofile an.
00:28:30: Und natürlich gibt es Menschen, die sich sehr schwer damit tun, das Thema Altersversorgung überhaupt anzugehen und dann aber auch in der Konsequenz zu verstehen, bei der sie ein
00:28:41: sehr gutes Gefühl haben, das dann auch zu machen und einzurichten.
00:28:45: Und das supporten wir definitiv mit persönlichen Beratungsgesprächen und wissen ganz genau, dass manche Profile da einfach
00:28:53: Jemanden an der Seitenlinie brauchen, die sie dazu bewegen, Thema verstehen zu wollen.
00:29:00: Da sind wir ganz auf die Unternehmen ausgerichtet.
00:29:04: gibt manche, die laufen voll digital durch, auch auf Arbeitnehmer-Ebene.
00:29:08: laden die Mitarbeiter digital ein, die gehen in die Plattformen, die stehen alles voll digital ab.
00:29:13: Keiner braucht einen persönlichen Product Call.
00:29:15: Wir haben auch eine Hotline, da kann man anrufen.
00:29:19: Falls man sich mit dem Login in Deino schwer tut, gibt auch.
00:29:23: Das heißt, da sind wir am Telefon und supporten dann am Telefon, wie Deiner funktioniert und helfen dann den Menschen durch die Plattform.
00:29:28: Also da gibt's vieles, was wir noch persönlich machen, definitiv.
00:29:32: Okay.
00:29:33: Und wenn ihr jetzt generell so auf die Arbeit schaut, was sind denn so die technologischen Hürden, die ihr da meistens nehmen müsst oder was die Herausforderungen, die euch immer
00:29:43: entgegenschwappen?
00:29:45: Sind Schnittstellen zur Versicherung, ist Lohnerprechnung, ist es Compliance, Datenqualität, Nutzerführung, was sind denn so die Dinge, euch immer wieder
00:29:53: entgegenkommen?
00:29:55: Datenqualität ist ein Riesenthema.
00:29:57: Es ist selbst für uns noch eine riesige Herausforderung, bestehende BRV-Träge in der Qualität zu bewerten, die dann auch den Ausschlag geben kann.
00:30:07: Das heißt, wir haben selbst Herausforderungen im Bereich, welche Kosten stecken in dem aktuellen BRV-Vertrag, was wurde bisher eingezahlt, was ist drin, was bedeutet das für die
00:30:16: Zukunft.
00:30:17: Es ist hochkomplex, das zu analysieren.
00:30:19: Das liegt einfach daran, dass auch die Versicherer da wenig Daten bereitstellen.
00:30:24: und punktuell die Daten selbst auch gar nicht haben.
00:30:26: Sie wissen punktuell gar nicht, was in den Produkten eingezahlt wurde oder wie die Kostenstruktur ist in der Tiefe.
00:30:33: Das heißt, Datenqualität, einfach die alte und die neue Welt zu vergleichen, ist ein Riesenthema.
00:30:38: Compliance, natürlich auch, was in einem regulierten Umfeld.
00:30:41: Das heißt, wir müssen immer sicherstellen, dass auch die Nutzerführung so ist, dass wir nachweisen können, Arbeitgeber und Arbeitnehmerseite haben rechtlich alles korrekt
00:30:49: dokumentiert.
00:30:51: Und dann ist es natürlich auch
00:30:53: das Thema Regulatorik nach vorne gerichtet und bei Schnittstellen zu versicherern das Thema wer braucht welche Daten und Informationen in welchem Format.
00:31:04: Da gibt es keine Standardwerte, sondern wir müssen uns leider aktuell noch individuell immer auf den Versicherer ausrichten, sprich eine Schnittstelle, die wir mal gebaut haben
00:31:14: zu einer beispielsweise AXA ist nicht die gleiche wie zur Allianz und nicht die gleiche wie zur Alte Leipzig, auch nicht die gleiche wie zur Stuttgarter.
00:31:22: oder LV18.1, jetzt sind eben alle unterschiedliche Pipelines und Vorgaben, das ist auch eine Herausforderung, dass es diesen maximalen Streamline-Test noch nicht gibt.
00:31:32: Okay, super.
00:31:34: So jetzt, wir nehmen heute am 14.
00:31:36: Juli auf und vor gar nicht allzu langer Zeit gab es ja eine Kommission, die Alterssicherungskommission, die auch eine Empfehlung ausgesprochen hat.
00:31:45: Ich glaube, ich es richtig recherchiert, aber am 23.
00:31:47: Juni war es soweit.
00:31:52: Da gab es ein paar zentrale Punkte wie gesetzliche Kapitalrente etc.
00:31:55: pp.
00:31:56: Und die Bundesregierung hat auch eine schnelle politische Weiterbearbeitung angekündigt.
00:32:02: Wenn ich jetzt richtig liege, 33 Empfehlungen vor.
00:32:06: Wenn du dir das so anschaust und ich bin mir sicher, du hast das im Detail verfolgt, was ist denn dein erster Gesamtbefund?
00:32:16: Großer Wurf, vernünftiger Anfang, politischer Kompromiss ohne ausreichende Konsequenz.
00:32:21: Wie würdest du das Ganze einschätzen?
00:32:24: Ich würde da so ein bisschen zurückgehen, auch ins vergangene Jahr.
00:32:27: Da hatten wir in Q4 eine Riesenrentendebatte mit den Rentenrebellen, Pascal Rettig etc., die auch die Koalition fast zum Scheitern gebracht haben.
00:32:37: Und daraus ist ja erst diese Rentenkommission entstanden, dass man gesagt hat, okay, wir senftigen jetzt unsere Rebellen und ermöglichen ihnen im Rahmen einer Rentenkommission
00:32:47: konkrete Vorschläge zu erarbeiten.
00:32:49: Und die Arbeit wurde dann im Januar aufgenommen mit
00:32:52: intensiven Sitzungen und vielen Stunden, die da extrem viele kompetente Personen auch mit eingebracht haben.
00:32:58: Das heißt, ich fand die Zusammensetzung der Rentenkommission sehr gut, mit sehr vielen Wissenschaftlern, die einfach auch auf einer nichtpolitischen Ebene Themen bewertet haben.
00:33:08: Und daraus sind jetzt diese 33 Empfehlungen entstanden.
00:33:10: Und ich glaube, man kann sagen, dass der Schulterschluss in der Rentenkommission auch über die oder an die Koalition
00:33:18: kommuniziert wurde, dass das jetzt nicht hier ein Rosinenpicken ist und wir nehmen jetzt die Empfehlung 4, uns schmeckt, die Empfehlung 7, die uns schmeckt und 14 und den Rest
00:33:25: machen wir irgendwann später, sondern das ist ein ganzheitliches Konzept, was ineinander greift.
00:33:32: Das heißt die Empfehlung 4, 7 und 12, so die muss man zusammen durchsetzen, weil sonst funktionieren sie inhaltlich auf der einzelnen Maßnahme nicht.
00:33:39: Und das hat die Koalition verstanden, deswegen auch im Koalitionsausschuss beschlossen, dass das jetzt genauso umgesetzt werden soll bis Jahrhundertende.
00:33:47: Das heißt, glaube, was die Ausarbeitung inhaltlicher Art angeht und auch die Konsequenz, wie die Bundesregierung damit jetzt umgeht, sehr gut.
00:33:54: Das hat auch einige überrascht, dass da relativ schnell auch Konsens war.
00:34:00: Inhaltlich, dass jetzt in der gesetzlichen Rente eine Kapitaldeckung stattfindet, ist wahrscheinlich schon zu spät, aber trotzdem unfassbar notwendig, die zukünftigen
00:34:08: Generationen da auszustatten mit einem besseren ROI auf den Geldern, die einfach da sind.
00:34:16: Man sieht, welchen Impact
00:34:17: diese zusätzliche kapitalgedeckte Variante auf die Gesamtgesetzliche haben kann.
00:34:24: Bei der betrieblichen Adelsvorsorge gibt es konkret zwei Empfehlungen.
00:34:28: Da, glaube ich, hätte man noch einen Schritt weitergehen können, tiefere Konsequenz auch aus der Rentenkommission an die Bundesregierung bringen können.
00:34:36: Aber da gibt es jetzt einen sogenannten Sozialpartnerdialog, inklusive Vertreterinnen und Vertretern von kleinst mittelständischen Betrieben, die ausarbeiten sollen, also quasi
00:34:44: eine BAV-Kommission, die es dafür sorgen soll.
00:34:47: dass noch mal Empfehlungen in die Bundesregierung übergeben werden und wenn dann eine ähnliche Konsequenz stattfindet, wie jetzt in der Rechenpromission overall, haben wir
00:34:54: eigentlich auf jeder Säule in Deutschland, auf der gesetzlichen, auf der betrieblichen, auf der privaten, sowieso mit dem Altersvorsorge-Depot ein extern gutes neues Setup, die
00:35:02: die Rente in Deutschland ordentlich stärkt.
00:35:05: aus, was dich positiv überrascht hat, beziehungsweise auch irgendwas, du sagst, da wäre jetzt echt noch eine zentrale Entscheidung notwendig gewesen, wurde aber irgendwie
00:35:15: vermieden.
00:35:16: Man kann immer mehr machen und auch aus unserer Perspektive klar das Thema BRV jetzt in einen Sozialpartnerdialog zu bringen.
00:35:26: Meines Erachtens war über die letzten Jahrzehnte und auch seit den letzten zwei Betriebsrenten-Stärkungsgesetzen der Sozialpartnerdialog nicht wirklich, ja, hat mich
00:35:35: wirklich viel gebracht.
00:35:37: Deswegen bin ich das sehr zurückhaltend, dass das jetzt der Fall ist, dass da was kommt.
00:35:41: Da wurde so ein Stück weit die Verantwortung verlagert.
00:35:44: aus der Rentenkommission in diesen Sozialpaner Dialog.
00:35:48: Aber wenn ich jetzt alles bewerten müsste und auch wirklich losgelöst von meiner BAV-Perspektive von Deino, würde ich sagen, ist top für die Menschen in Deutschland, die
00:35:57: auf die Strecke kommen.
00:35:59: Jetzt wird ja auch immer wieder diskutiert, Thema, also wenn Menschen länger leben, dass dann auch, sag ich mal, länger gearbeitet werden soll.
00:36:08: Ist für dich, dass die diese Logik wirtschaftlich zwingend oder ist das, sag ich mal, sozial zu pauschal gedacht?
00:36:19: gibt diverse Ausarbeitungen von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die klar belegen, dass es sinnvoll ist, dass man den Weg geht und das Endeffekt koppelt an auch die
00:36:31: Lebenserwartung.
00:36:32: Und da bin ich grundsätzlich dabei.
00:36:33: Und wenn jemand nicht mehr arbeiten kann aus gesundheitlichen Gründen, dann gibt es bei uns soziale Netze, die das auch auffangen können.
00:36:41: Aber grundsätzlich, dass das Mitzugehen mit der Lebenserwartung, steigt, ist, wenn man es aus rein
00:36:49: ökonomischen Perspektiven betrachtet absolut sinnvoll.
00:36:52: Und wenn man sich die heutige Debatte anschaut, wer ist aus deiner Sicht die Gruppe an Menschen, das größte Risiko trägt?
00:37:00: Sind es eher die heutigen Rentner, die Arbeiter in der Mitte oder eher die junge Generation?
00:37:06: Meinst du jetzt mit der Form oder?
00:37:09: Ja, genau.
00:37:11: Ich glaube, das ist auch der Schlüssel gewesen, dass es da einen Konsens gab, dass jeder ein Stück weit Risiko trägt.
00:37:20: sind Selbstständige, sind Bundestagsabgeordnete, es Geschäftsführer von Aktiengesellschaften.
00:37:26: Die Beamte wurden so bisschen aus und vor gelassen, aber normale Angestellte, es hat jeder ein Stück weit ein bisschen mehr Risiko, aber auch ein bisschen mehr Chance.
00:37:38: durch mehr Arbeit, durch die kapitalgedeckte Variante, durch ein Altersvorsorge-Depot, da mehr rauszuholen.
00:37:45: Also, ich glaube, es ist gut verteilt.
00:37:48: Also, wie würdest du dann, probiere es jetzt noch, Generationengerechtigkeit ist ja auch so ein Wort, das da immer wieder kommt.
00:37:58: Wie siehst du das oder was bedeutet das für dich dann konkret?
00:38:01: Wir haben jetzt ja mit dem Umlageverfahren, die sozialversicherungspflichtig Beschäftigten die Rentnerinnen und Rentner finanzieren, an dem grundsätzlich wird sich ja nicht so viel
00:38:14: ändern, außer dass diese kapitalgedeckte Variante hinzukommen, dass wir noch ein paar Stellschrauben haben hinsichtlich Renteneintritt etc.
00:38:21: Deswegen, bestehenden Rentnerinnen und Rentnern, die wird es jetzt groß nicht betreffen, die sind ja schon im Rentenbezug.
00:38:30: Wen wird es treffen?
00:38:31: wird vielleicht die Menschen treffen, die geplant haben, 63 Abschlag oder mit 63 Entbände zu gehen.
00:38:39: Die müssen sich vielleicht bisschen umstrukturieren.
00:38:43: Aber ansonsten, gesagt, auch wir Jungen müssen unseren Beitrag dazu leisten.
00:38:47: Vielleicht punktuell bisschen mehr arbeiten, weil wir länger leben.
00:38:51: Das ist die gerechte Verteilung, die mit einem Kommissionen hergeht.
00:38:56: Ich gerne nochmal die Brücke schlagen zum Thema Technologie.
00:39:01: Du hast das am Anfang auch schon ganz kurz mal erwähnt und auch im Vorgespräch kam es raus, dass du gesagt hast, ja viele Reformen sind ohne Digitalisierung und Technologie gar
00:39:13: nicht umsetzbar oder wären nicht umsetzbar.
00:39:17: Was sind denn so diese politischen Vorschläge, die genau an veralteten technischen Strukturen scheitern werden oder scheitern?
00:39:26: für denn, wenn diese nicht angegangen werden würden.
00:39:30: Ich weiß nicht, ob das jetzt korrekt
00:39:35: Also wenn ich seine Frage richtig verstanden habe, es so bisschen darum zu schauen oder zu überlegen, wir bringen eine Reform auf den Weg, die kann aber ohne Digitalisierung nicht
00:39:45: in der Masse oder in der Breite tauchen.
00:39:48: Genau.
00:39:50: Definitiv ist es jetzt in der Altersvorsorge, da bin ich halt am meisten drin, ist es im Bereich privates Altersvorsorge-Depot, also quasi die neue Riester-Rente, die reformende
00:40:01: Riester-Rente.
00:40:02: Da gibt es einen Kostendeckel in einem Standardprodukt.
00:40:05: Meines Erachtens ist dieser Kostendeckel mithilfe von Technologie und Digitalisierung fast sogar schon noch bisschen zu hoch.
00:40:12: Man könnte damit mit Digitalisierungskonfliktologie auch ein bisschen tiefer einsteigen, das werden auch manche machen.
00:40:19: der Outcome der Technologie.
00:40:23: Das heißt, es befähigt schlussendlich Menschen, eigenständig mit der Technologie ihr Altersvorsorge-Depot einrichten können, dass sie noch mal kostengünstigere Produkte haben.
00:40:32: Daran wird es die Reform nicht unbedingt scheitern, aber 0,5 Prozent Kosten zum Beispiel machen schon einen riesigen Impact über die Laufzeit auf eine Rente.
00:40:42: Das heißt, da haben wir größeren Ertrag, der durch die Digitalisierung, durch die Technologie ermöglicht wird.
00:40:48: auch die Masse, die darüber dann abgebickelt werden soll.
00:40:52: Es gibt einfach viele Menschen in Deutschland, haben keinen Bock mehr in ein persönliches Beratungsgespräch herzusteigen.
00:40:56: Es gibt noch viele, die wollen es, aber einige wollen es auch nicht mehr.
00:40:59: Die brauchen dann eine Technologie, die sie an die Hand nimmt und eben zum Ziel führt.
00:41:06: Und deswegen glaube ich, dass es da mit entscheidend ist, dass wir ordentliche Angebote haben, die voll digital laufen.
00:41:12: Bei der betrieblichen Artisversorge ist es so, dass auch andere Länder uns herum zeigen.
00:41:16: Das ist ein Opt-out-Modell.
00:41:17: Das heißt, nimmt zunächst alle Arbeit in eine BAV rein, die dann aber rausoptieren können, dass es auch nur funktioniert, wenn Digitalisierung eine ordentliche Anwendung findet und
00:41:27: Standardprozesse implementiert werden, Kostenstrukturen hinterfragt und gesetzt werden.
00:41:33: Das ist alles nur mit Hilfe von Technologie machbar.
00:41:35: Ansonsten macht man zum Beispiel ein Opt-out auf schlechten BAV-Produkten.
00:41:38: Das heißt, man zieht eher Kaufkraft aus.
00:41:41: den Vertrag.
00:41:45: Welche Rolle spielt das Thema Vertrauen auch in den neuen Technologien?
00:41:50: Das absolut wichtig.
00:41:52: Man sieht ja auch, zum Beispiel die KI-Suche an zusätzlichem Vertrauen gewinnt.
00:41:59: Es gibt nicht wenige, die Vertrauen nach Chet-GBT-Antwort mehr wie in einem persönlichen Beratungsgespräch.
00:42:04: Das zeigt schon ganz eindeutig, wo es hingehen kann.
00:42:08: Auch bei sehr vertrauensvollen Fragen, wie gestalte ich mein Altersvorsorge.
00:42:13: Da wird es in Zukunft innerhalb einer KI-Suche
00:42:17: mehr Vertrauen geben, wie über einen persönlichen Kontakt, wo ich weiß, der hat halt sein eigenes Produkt jetzt in der Tasche und das will er mir verkaufen und hat nicht den ganz
00:42:25: eiligen Blick auf den Marct, was wirklich das Beste für mich ist.
00:42:30: absolut wichtig, Vertrauen.
00:42:32: Ich meine, an der Stelle würde ich auch gerne an das Thema Risiko irgendwie anschließen, zu sagen, ich meine, wenn ich so Altersvorsorgen, so ähnlich wie jetzt, ich nehme jetzt
00:42:42: mal Trade Republic, Robin Hood, wie sie alle heißen, ich kann ja super einfach ETFs abschließen, ich kann irgendwelche Aktien traden und so weiter und so fort, ja, alles kein
00:42:52: Thema mehr mit einem Klick oder zwei Klicks.
00:42:55: Wie schaut es denn?
00:42:56: mit den Risiken aus, wenn ich auch meine Altersvorsorge so einfach wie ETFs einfach zack, zack, zack abschließen kann und so weiter und so fort, da ist eine Gefahr, dass auch
00:43:10: komplexe Risiken, die Altersvorsorge ist ja auch dann vielleicht nicht immer ganz, ganz straight und einfach, dass die dann überdeckt werden.
00:43:18: Für mich ist es nicht komplex.
00:43:21: Im Endeffekt haben wir alle einen Betrag während unserer Erwerbszeit zur Verfügung, manche mehr, manche weniger.
00:43:29: Dann müssen wir schauen, dass wenn ich jetzt halt 50 Euro im Monat beiseite legen kann, dass die bestmöglich meine Rente aufbauen.
00:43:37: Und da gehört es dazu, Standardprodukte, Standardprozesse und Standardvorgaben zu implementieren.
00:43:42: Und es ist einfach Regulatorik, die benötigt wird.
00:43:46: Dass dann diese 50 Euro
00:43:48: Risiko minimiert trotzdem den größten Return bringen.
00:43:52: Das heißt, auch da sollte es mit zwei Klicks machbar sein, zum Beispiel in der betrieblichen Altersversorge einzurichten.
00:43:57: Warum nicht?
00:43:58: Es geht darum, diese 50 Euro so anzulegen, dass sie einen ordentlichen Return bringen.
00:44:01: Natürlich kann ich da noch steuern, ob ich jetzt mehr Risiko fahren will oder weniger Risiko fahren will, aber das sollte über diese Standardkomponenten regulatorisch
00:44:12: vorgegeben sein, dass zum Beispiel niemand...
00:44:14: ja.
00:44:16: da in Hochrisikoprodukte investiert, sondern fundamentale Werte, aufgebaut werden und meine persönliche Jahresversorgung wird immer auch stärker.
00:44:27: Bevor wir jetzt zur letzten Frage kommen, noch eine vorab.
00:44:32: Was empfiehlst du der jungen Generation bezüglich Altersvorsorge?
00:44:37: Wissen aufzubauen, sich persönlich ein gewisses Feeling und auch eben Wissen in dem Bereich anzueignen, um fundiert eigene Entscheidungen treffen zu können und auch Angebote,
00:44:51: die mir angetragen werden, ordentlich challangen zu können.
00:44:53: Und da hilft es einfach zum Beispiel auch ein Angebot, irgendwo in den LLM, in den JetJPT, Claude, wo auch immer rein zu werfen.
00:45:01: sagst bitte, analysiere das mal, ob das gut für mich ist.
00:45:07: Ich gebe mir mal Fragen, die ich meinem Berater stellen darf, einfach mehr herauszufinden, was das für mich persönlich bedeutet.
00:45:14: Ich glaube, dass das mit das Entscheidende ist, sich diese finanzielle Bildung anzueignen, dann bestmöglich mit seinen eigenen Ressourcen umzugehen.
00:45:23: Alles andere, über welchen Weg man es dann über einen pensionierten Berater den man schon lange kennt, über doch einen Neobank, Neoproker, das ist für mich zweitrangig.
00:45:32: Wenn ich davor nicht weiß, was dahinter passiert, bringt es mir nichts.
00:45:36: vorne erstmal ein bisschen aufleveln.
00:45:38: Okay, super.
00:45:39: Cool, dann kommen wir zur letzten Frage.
00:45:42: Marc, drei Learnings, drei Learnings, du den Zuhörerinnen mitgeben möchtest, die können privater Natur sein können, aber auch beruflicher Natur sein.
00:45:50: It's up to you.
00:45:54: Also ich glaube, ein Learning, das weiß jeder selbst, wenn ich irgendwo viel investiere, viel Energie reingebe, dann kann auch viel zurückkommen.
00:46:09: Also wenn ich mal, by the way, irgendwie nebenher ein Projekt aufziehe und es vielleicht erfolgreich ist, dann wird es mir nicht dieses gute Gefühl und den Return geben, den ich
00:46:21: benötige.
00:46:21: Aber
00:46:22: Es lohnt sich eben auch mal punktuell in manchen Bereichen viel Energie reinzugeben und dann auch durchzuhalten, weil schlussendlich ist dann der Return.
00:46:30: Vielleicht kann man es vergleichen mit einem Kind großziehen.
00:46:34: Das ist auch mal sehr energieraubend und man investiert extrem viel, aber das Gefühl, was man bekommt, wenn man ein Lächeln zurückkriegt oder ein Danke von den eigenen Kindern, das
00:46:43: ist ja unbezahlbar.
00:46:44: Das heißt, da kriegt man die Energie zurück.
00:46:47: glaube, das ist ein Learning, da einfach zu schauen.
00:46:50: nicht immer nur den einfachen Weg zu gehen, sondern es lohnt sich auch mal Energie zu investieren.
00:46:54: Das zweite ist das eigene Umfeld im Blick zu halten und nicht zu vernachlässigen.
00:47:00: Also wirklich darauf zu achten, was sind die Menschen, auch in den absoluten Krisenzeiten zu mir halten, bei denen ich mich unfassbar wohlfühle, bei denen ich mich nicht verstelle,
00:47:08: bei denen kein Sales stattfindet, kein Pitch stattfindet, sondern einfach nur, dass das ganz privater vonstatten geht.
00:47:14: Das zweite und das dritte ist, dass wir kurz überlegen,
00:47:20: was dann einfach Spaß bei der Sache zu haben, egal was es ist.
00:47:25: Wir hatten das Thema Energie, aber es bringt alles nichts, wenn es mir keinen Bock macht.
00:47:32: Das heißt, mach das, was dir Spaß macht, wenn du in einem Job bist, bei dem du jeden Tag morgens denkst, fuck, ich hab keinen Bock, da hinzufahren.
00:47:40: Dann kann man vielleicht noch versuchen, irgendwie innerhalb des Betriebs umzudrehen, vielleicht eine andere Rolle einzunehmen, Feedback-Gesprächen das eigene.
00:47:49: das eigene Unwohlsein auf den Tisch zu bringen, aber es wird die Situation nicht ganzheitlich verändern.
00:47:54: Das heißt dann eher sagen, ich mache einen harten Kart-G raus, mache das, worauf ich Bock habe und dann wird es auch mittel- bis langfristig den Return bringen, den ich mir hoffe.
00:48:04: Okay, super.
00:48:05: Herzlichen Dank für deine Learnings.
00:48:08: Ich habe es super spannend gefunden.
00:48:09: Ich habe auch für mich ein paar Sachen mitgenommen.
00:48:12: Also wie du schon sagst, irgendwie Technologie.
00:48:14: Ohne Technologie werden wir die Transparenz nicht hinkriegen und auch dieses, sage ich mal, die kostenarme Aufbau der Rente.
00:48:24: Ich drücke es jetzt mal so aus.
00:48:25: Was spannend ist auch, dass auch in dieser Branche das Thema Datenqualität noch immer
00:48:32: ein Thema ist.
00:48:33: Also ist Gefühl, echt in allen Branchen Thema Datenqualität, da hängt so viel ab.
00:48:41: dass du aber auch per se sagst, ey, die Vorschläge, die Reformvorschläge, siehst du positiv und sie ist Deutschland gut aufgestellt für die Zukunft.
00:48:50: Ratest aber trotzdem auch immer allen auch nochmal die ganzen Angebote, die man bekommt zu challengeen, wie man sie dann auch macht, ob man sie dann irgendwie Online-Broker etc.
00:48:58: oder doch persönlich beim Berater abschließt.
00:49:02: dass das auf jeden Fall ein wichtiger Standteil ist.
00:49:05: Danke!
00:49:06: Danke, Marc!
00:49:07: Danke für deine Zeit, für die Einblicke.
00:49:12: Und ich freue mich, wenn wir uns, es ist jetzt heute hier online, aber vielleicht schaffen wir es mal, vielleicht treffen wir sich auf irgendeiner Veranstaltung, würde mich sehr
00:49:21: freuen.
00:49:22: Und ich sage jetzt mal herzlichen Dank nochmal für deine Zeit und wünsche dir noch eine schöne restliche Woche.
00:49:31: Wünsche ich dir auch.
00:49:31: Danke Johannes.
00:49:33: Das war die Folge mit Marc Karkossa, Infos zu Marc und Dyno findet ihr in den Show Notes.
00:49:38: Wie versprochen, nächste Woche geht es dann gleich weiter.
00:49:41: Bleibt gespannt und liebe Grüße aus München.
Neuer Kommentar