Lukas Petrasch - Paletten verschicken, so einfach wie einen Flug buchen #130

Shownotes

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Business unplugged.

Nach einer kleinen krankheitsbedingten Verschiebung hat es diesmal endlich geklappt, und ich hatte Lukas Petrasch, Mitgründer von Cargoboard einem Spin-off von CargoLine, bei mir zu Gast. Die Idee für Cargoboard entstand 2018 in einem zweitägigen Workshop von CargoLine und der Garage 33. Ausgangspunkt war eine eigentlich ziemlich einfache Frage: Warum ist es im B2B-Transportgeschäft nicht genauso leicht, einen Transport zu buchen wie einen Flug? Aus dieser Frage wurde eine digitale Spedition, die Transportpreise transparent macht und die komplette Abwicklung für ihre Kunden übernimmt.

Wir haben darüber gesprochen, warum Cargoboard bewusst nicht nur eine Softwareplattform sein wollte, warum das Zusammenspiel von Technologie und Mensch wichtig ist und wie sie mit ihrer KI Emma den Kundenservice durch Automatisierung unterstützen. Trotzdem bleibt der Mensch gerade bei komplexen Situationen, fehlenden Informationen oder persönlicher Beratung unverzichtbar. Lukas hat dazu einen Satz gesagt, der bei mir hängen geblieben ist: In Zukunft wird jeder Mensch im Büro ein Stück weit zur Führungskraft, weil er Technologien und KI-Agenten steuert.

Aber hört es euch am besten einfach selbst an. Viel Spaß mit der Folge!

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00:00:01: So dass wir selbst bei Befragung von Spediteurinnen herausgefunden haben, keiner weiß eigentlich so wirklich, was er für einen Transport bezahlt, nur, er die Rechnung

00:00:09: letztendlich vom Spediteur bekommt.

00:00:11: Und dann haben wir uns auch noch die Beauftragung angeschaut und die ist ähnlich komplex, da gehe ich jetzt nicht nochmal so tief ins Detail.

00:00:17: Und dann haben wir uns eigentlich als Team gedacht, wir haben uns als Team dann schon in einem Workshop gefunden.

00:00:21: Es muss doch eigentlich so einfach sein wie eine Flugbuche.

00:00:26: Das

00:00:29: Herzlich willkommen zu Business Unplugged, dem Treffpunkt für Tradition und Zukunft.

00:00:34: Mein Name ist Johannes Pohl und ich spreche mit Unternehmerinnen, Gründerinnen und stillen Heldinnen des Business Alltags, die unsere digitale Zukunft formen.

00:00:43: Business Unplugged ist die Bühne für Visionäre der Digitalisierung und soll Brücken zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen bauen.

00:00:51: Hier erhältst du wertvolle Impulse und Inspiration.

00:00:55: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge von Business Unplugged.

00:00:59: Nach einer kleinen krankheitsbedingten Verschiebung, man hört es vielleicht auch noch in meiner Stimme, hat es diesmal endlich geklappt und ich hatte Lukas Petrasch, Mitgründer

00:01:08: von Cargoboard, einem Spin-Off von Cargoline bei mir zu Gast.

00:01:13: Die Idee für Cargoline entstand 2018 in einem zweitägigen Workshop von Cargoline und der Garage 33.

00:01:21: Ausgangspunkt war eine eigentlich ziemlich einfache Frage.

00:01:24: Warum?

00:01:25: ist es im B2B-Transportgeschäft nicht genauso leicht, einen Transport zu buchen wie einen Flug.

00:01:32: Aus dieser Frage wurde eine digitale Spedition, die Transportpreise transparent macht und die komplette Abwicklung für ihre Kunden übernimmt.

00:01:41: Wir haben darüber gesprochen, warum Cargoboard bewusst nicht nur eine Softwareplattform sein sollte, warum das Zusammenspiel von Technologie und Mensch wichtig ist und

00:01:52: sie mit ihrer KI Emma den Kundenservice durch Automatisierung unterstützen.

00:01:58: Trotzdem bleibt der Mensch gerade bei komplexen Situationen, fehlenden Informationen oder persönlicher Beratung unverzichtbar.

00:02:06: Lukas hat dazu einen Satz gesagt, der bei mir hängengeblieben ist.

00:02:09: In Zukunft wird jeder Mensch im Büro ein Stück weit zur Führungskraft, weil er oder sie Technologien und KI-Agenten steuert.

00:02:19: Hört es euch am besten einfach selbst an.

00:02:21: Viel Spaß mit der Folge.

00:02:22: Jetzt geht's los.

00:02:26: Lieber Lukas, schön, dass wir heute den Slot gefunden haben, nachdem wir mal schieben mussten, nachdem ich die Sommergrippe flach gelegt hatte.

00:02:33: Man hört es vielleicht noch, ich bin noch ein wenig verschnupft.

00:02:36: Aber ich freue mich, dass wir den Slot gefunden haben, denn mit dir ist ein Startup Gründer am Start, der direkt aus dem Speditionsalltag kommt.

00:02:46: Also genau dort, wo die Transporte geplant, koordiniert und so weiter werden, die Waren des

00:02:52: täglichen Lebens- und der Berufsschalt genau dorthin bringen, wo sie hin sollen und das auch noch in der richtigen Menge, der richtigen Qualität zum richtigen Zeitpunkt und den

00:03:03: richtigen Kosten.

00:03:04: Herzlich willkommen im Podcast.

00:03:07: Hi Johannes, guten Morgen.

00:03:09: Freue mich, dass ich dabei sein darf.

00:03:11: Ja, super.

00:03:12: Lukas, du hast ab 2015 bei Hartmann International den Paderborn, Beruf des Kaufmanns für Spedition und Logistikdienstleistung von Grund auf gelernt und das ziemlich ernsthaft,

00:03:26: kann man sagen.

00:03:27: Abschlussnote 1,0 am Berufskolleg und anschließend die Auszeichnung als bester Speditionskaufmann Nordrhein-Westfalen sprechen für sich an dieser Stelle.

00:03:38: Du warst zu der Zeit auch im Vertrieb und danach im Bereich Digitalisierung unterwegs und hast 2018 dann auch dein Studium im Bereich Logistik gestartet und danach ging es zu

00:03:50: Cargoline in dem Bereich Innovation.

00:03:53: Bis dann der Sommer 2018 kam, in diesem Sommer fand nämlich ein zweitägiger Disrupt Workshop, kann man sagen, von Cargoline und der Paderborner Garage 33 statt, bei dem

00:04:07: Logistiker und Studierende eigentlich erst einmal nur neue Geschäftsmodelle entwickeln sollten, aus dem aber gemeinsam mit Richard Kleeschulte, Arthur Nachtigall und David Port

00:04:21: die Idee für Cargoboard entstanden ist.

00:04:25: Wobei ich ganz besonders schön finde, dass ihr da offenbar ja jetzt nicht im stillen Kämmerchen irgendwelche Personas gebaut habt, sondern auch direkt gleich angerufen habt

00:04:34: bei potenziellen Kunden.

00:04:35: und da direkt ins Folge gegangen seid, ein quasi ein Vorgehen, das wahrscheinlich bei etablierten Unternehmen manchmal den einen oder anderen Arbeitskreis übersprungen hätte.

00:04:46: Ich drücke es mal so aus, finde ich super, mache ich auch gerade mit meinen Studierenden im Kurs Innovationsmanagement.

00:04:54: Und ja, aus dieser Idee, die da entstanden ist, zunächst auch mal ein schlanker Prototyp entstanden und gleichzeitig musstet ihr

00:05:03: auch innerhalb des Cargo Line Netzwerks einmal auch, ich sage jetzt mal die nachvollziehbare Sorge in Kräften, dass euer junges Digitalprojekt die Preise kaputt

00:05:16: macht, beziehungsweise auch vielleicht traditionellen Speditionen ihre Kunden wegnehmen könnte.

00:05:23: Das Spannende ist für mich, das ist jetzt keine klassische Revolution von Ausma, es war ein schönes Spin-Off aus dem

00:05:32: ein Netzwerk und es ist ein Spin-off, das auf die Geschwindigkeiten und Kundenorientierung, sage ich mal, fokussiert und gleichzeitig, sage ich mal, auch das

00:05:47: Wissen und die physische Infrastruktur von etablierten Mittelstandsverbund verbinden musste.

00:05:56: Was sich genau dahinter versteckt und was ihr

00:06:01: konkret macht, kommen wir jetzt gleich im Detail.

00:06:04: Zuerst geht es zu den AB Fragen.

00:06:07: Du weißt, was zu tun ist.

00:06:12: Okay, dann schieße ich los mit der ersten Frage Bildung online oder offline?

00:06:19: Offline, offline das Fundament und dann die Ergänzung online.

00:06:23: Automatisiert oder menschliche Entscheidungsfindung?

00:06:25: automatisiert mit Mensch als Supervisor.

00:06:28: Stärkere Regulierung oder mehr Freiheiten für Unternehmen.

00:06:32: Ganz klar mehr Freiheiten.

00:06:34: Vollkommener Schutz persönlicher Daten oder weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohls der Allgemeinheit.

00:06:42: Komplexe Frage.

00:06:43: Also persönliche Daten verdienen Schutz, aber eher weniger Datenschutz.

00:06:47: Web-Meetings oder persönliche Treffen.

00:06:50: persönliche Treffen mit Partnern und Spediteurinnen und nur online mit Kunden.

00:06:55: Okay.

00:06:57: So, du warst relativ schnell offline.

00:06:59: Wieso offline?

00:07:01: Bildung.

00:07:03: Ja, richtig.

00:07:04: Es kommt so aus meiner Zeit als Azubi.

00:07:08: Da auf der Fläche zu sein, nah an den eigentlichen Jobs zu sein, da habe ich total viel mitgenommen.

00:07:15: Und da habe ich mein Fundament aufgebaut.

00:07:18: Deshalb sehe ich es offline, heutzutage auch in der Entwicklung, so die Netzwerkveranstaltung, Fachveranstaltung, der Austausch mit weiteren Unternehmern, der

00:07:26: findet offline statt.

00:07:28: Und da baue ich mein Fundament aus.

00:07:30: Online sehe ich dann vor allem als Ergänzung oder in gewisse Themen noch mal detaillierter einzusteigen oder in Communities unterwegs zu sein.

00:07:38: Dann war automatisierte Entscheidungsfindung aber mit menschlichen Supervisor?

00:07:44: Ja, bei uns laufen schon 95 Prozent der Prozesse automatisiert oder sehr stark durch die Technologie unterstützt.

00:07:54: Und ich glaube, dass jeder Mensch im Bürojob zur Führungskraft wird, indem er zukünftig Technologie steuert und Agenten steuert, die dann für ihn Aufgaben erledigen und dann in

00:08:06: dem Rahmen auch nochmal Entscheidungen treffen.

00:08:09: So die große Entscheidung und das

00:08:13: Das Loschicken von Agenten wird letztendlich vom Mensch entschieden, aber wenn man sich die Summe an Entscheidungen anschaut, dann überwiegt auf jeden Fall die automatisierte

00:08:23: Entscheidungsfindung.

00:08:24: Und da sehe ich auch den größeren Hebel für unser Unternehmen in nächsten Jahren drin.

00:08:28: Und es waren mehr Freiheiten und weniger Datenschutz, können wir vielleicht kombinieren sogar.

00:08:34: Ja, sehe ich auch kombiniert.

00:08:36: die Regeln sind gar nicht das Problem, sondern eher die Fragmentierung an Themen.

00:08:43: Also gerade in der Logistik sehen wir das, wenn wir in Europa aktiv sind, gibt es in jedem Land eigene Regulierungen und eigene Themen.

00:08:52: Und jedes Land ist auch anders fortgeschritten, inwieweit man diese Regulierung oder diese Dokumentationspflichten erfüllen muss.

00:09:00: Wenn man dann den einheitlichen, smarten, digitalen Standard hätte, dann hätte ich da gar kein Problem mit.

00:09:05: Nur diese unterschiedlichen Standards, die wären dann eher zu Herausforderungen und die führen dann dazu, dass man hohe Kosten, Administrationsaufwände hat.

00:09:13: Und da habe ich vor allem ein Problem drin, weil die Konzerne das in Gänze deutlich besser lösen können als dann kleine Mittelständler, die europaweit agieren, weil sie trotzdem die

00:09:24: gleichen Bedingungen und Anforderungen erfüllen müssen.

00:09:28: Daher bin ich klar,

00:09:31: stärkere Digitalisierung von diesen Regeln und Anforderungen.

00:09:37: Und dann war es noch am Schluss.

00:09:39: Persönliche Treffen mit Speditionen, aber online mit Kunden.

00:09:44: Genau.

00:09:45: Auf der Logistikseite ist das Thema Transport, Spedition, absolutes People-Business.

00:09:51: Da gilt es langfristige Beziehungen zu knüpfen und gegenseitiges Vertrauen zu schaffen und da wirklich eine starke Partnerschaft zu bilden, sodass man Jahre oder Jahrzehnte darauf

00:10:03: aufbauen kann.

00:10:05: Und das ziehen wir auf Logistikseite oder auf Carrierseite komplett durch, weil wir mit einigen wenigen

00:10:12: exklusiven Partnern zusammenarbeiten möchten, die wirklich eng an uns gebunden sind.

00:10:17: Auf der Kundenseite sind wir heute in einem Kundensegment unterwegs, vor allem kleine Unternehmen, E-Commerce-Unternehmen, kleinere Mittelständler.

00:10:29: Und da sehen wir, dass wir vor allem über den digitalen Kanal den Zugang zu dieser breiten Masse an Kunden finden.

00:10:36: Okay, so dann sind wir da mit den AB Fragen durch.

00:10:41: Bevor wir jetzt auch in die Gründungsstory kommen im Detail, ich habe sie schon ein bisschen mal angetriggert, eine Frage an dich, Lukas.

00:10:49: Wie wird man bester Speditionskaufmann Nordrhein-Westfalens?

00:10:56: Gute Frage.

00:10:56: Ich glaube vor allem dadurch, dass man die Branche so faszinierend findet und sich dann oder intrinsisch motiviert ist, sich immer tiefer in die Branche einzuarbeiten.

00:11:09: Ich hatte gar keinen Plan, in die Logistikbranche zu gehen, sondern letztendlich ist es so entstanden, dass die Firma Hartmann als erstes auf meine Bewerbung geantwortet hat und

00:11:19: dann hat sich die Chance ergeben und dann habe ich mich mal überraschen lassen.

00:11:22: Als ich dann aber meinen ersten Tag hatte, oder die ersten Wochen, habe ich gesehen, breit die Logistikbranche eigentlich ist und wie tief man da reingehen kann und wie komplex es

00:11:32: doch letztendlich ist, Ware von A B zu befördern.

00:11:36: Das hat mich fasziniert und dadurch habe ich ein sehr hohes persönliches Interesse für die Branche entwickelt.

00:11:45: Ich habe es mir schon gedacht, dass da auch eine gewisse Passion dabei sein muss.

00:11:49: Ich glaube, du hast ja auch eine grandiose Prüfung abgelegt, wenn ich das richtig recherchiert habe.

00:11:54: Fast die volle Punktherzahl.

00:11:58: Sehr cool.

00:12:00: Dann gehen wir zu Cargoboard.

00:12:03: Lass uns doch mal in diesem Workshop einsteigen.

00:12:06: Ich habe schon erzählt, das war ein Workshop im Umfeld der Universität Paderborn, der Garage 33 und Cargoline.

00:12:14: Kannst du mich und die Zuhörerinnen ein bisschen mitnehmen, wie es in diesem Workshop im Jahr 2018 so war und wie es dann dazu kam, dass ihr dann auch mit einer Idee rausgegangen

00:12:27: seid?

00:12:28: Das ist es, das machen wir.

00:12:30: Ja, jetzt schon ein paar Jahre her, aber sehr gerne.

00:12:33: Die Fragestellung, die wir in dem Workshop beantworten wollten, war eigentlich so, wie sieht die Transportbranche in fünf bis zehn Jahren aus?

00:12:40: Und ich war vorher auch im Vertrieb in der Spedition tätig und habe da eigentlich gesehen, okay, das ist alles noch ziemlich analog hier.

00:12:47: Es wird sehr, sehr viel telefoniert, viele E-Mails geschrieben, teilweise kommen noch, kommen Preisanfragen noch per Fax.

00:12:55: Und da ging es vor allem das Thema, wie komme ich an den Transport?

00:12:59: und wie läuft die Beauftragung?

00:13:02: Und das war für Kunden sehr manuell.

00:13:05: Also man hat dann per E-Mail einen Transportpreis angefragt, teilweise hat man dann per E-Mail einen Transportpreis zurückbekommen, man musste noch diverse Sachen klären oder

00:13:13: größere Kunden haben Offerten und Preisstabellen bekommen und das gibt es heute auch noch sehr stark.

00:13:19: Die Preisstabellen sind aber so komplex, weil die sich aus ganz vielen unterschiedlichen Faktoren zusammensetzen.

00:13:25: Man hat einerseits

00:13:26: eigentlichen Frachtkosten, hat man Maut, hat man Dieselzuschläge, dann hat man vielzahlige Nebenkosten, sodass wir selbst bei Befragung von Spediteurinnen herausgefunden haben,

00:13:38: keiner weiß eigentlich so wirklich, er für einen Transport bezahlt, nur wenn er die Rechnung letztendlich vom Spediteur bekommt.

00:13:44: Und dann haben wir uns auch noch die Beauftragung angeschaut und die ist ähnlich komplex, da gehe ich jetzt nicht nochmal so tief ins Detail und dann...

00:13:51: haben wir uns eigentlich als Team gedacht.

00:13:53: haben uns als Team dann schon in einem Workshop gefunden.

00:13:55: Es muss doch eigentlich so einfach sein wie eine Flugbuchung.

00:13:58: Also wir schauen uns online die Flugpreise an und buchen direkt den Flug online.

00:14:04: Warum gibt es das im B2B-Transportwesen noch nicht?

00:14:07: Das war unser grundlegender Ansatz, dass wir eine Plattform schaffen, die Transportpreise komplett transparent macht, die die Buchung sehr nutzerfreundlich und einfach macht und

00:14:17: die Abwicklung möglichst simpel für den Kunden macht.

00:14:22: Und gab es da einen Punkt, wo du sagst, gut, oder vielleicht auch einen Satz bei euch im Pitch, ich weiß es nicht, wo es dann wirklich war, okay, das ist es, die Leute springen

00:14:34: drauf an, das kann funktionieren.

00:14:39: Ja, wir sind vor allem aus diesem B2C-Bereich Gedanken gekommen.

00:14:46: Im Konsumafeld war das da schon völlig üblich, dass man diverse Dienstleistungen über Plattformen oder digitale Wege beschafft und dass man das im B2B-Reich noch nicht hat.

00:14:57: Das war vor allem der Punkt, der uns umtrieben hat und unsere Vision, das auch in den Transportmarkt zu bringen.

00:15:09: Und ich habe auch schon gesagt, es ist ja ein Spin-Off gewesen, ein Corporate Spin-Off.

00:15:15: Wie war da die Anfangsphase?

00:15:18: War es sehr wertvoll, dass ihr gesagt habt, wir haben da schon eine Infrastruktur, wir haben auch ein gewisses Vertrauen oder waren es dann auch Freiheiten, ihr bekommen habt?

00:15:27: Ich kann mir auch vorstellen, dass es ja auch neben den wertvollen Dingen auch einige Hürden gab.

00:15:33: Ich habe es schon angesprochen zu sagen,

00:15:35: Was machen die jetzt?

00:15:36: Kannipalisieren die jetzt unser Business?

00:15:39: Wie war das?

00:15:40: Ja, wir waren auch viele Corporate Spin-offs in der Garage und wir haben auch viel gesehen, was nicht funktioniert hat.

00:15:50: Was bei uns wirklich gut war zu Beginn, ist, dass wir die Ressourcen des Netzwerks bekommen haben, vollen Zugriff auf das Netzwerk haben konnten, gleichzeitig aber sehr frei

00:16:02: und autonom agieren konnten.

00:16:04: Also es gab zwar die eine oder andere Fragestellung, aber erstmal hat sich

00:16:09: Zu Beginn niemand für uns interessiert, weil alle gesagt haben, das funktioniert doch nicht.

00:16:15: Das war sehr, sehr positiv für uns, weil wir konnten uns dann komplett mit unserem Geschäftsmodell auseinandersetzen, konnten sehr schnell auf Kunden zugehen, mit Kunden

00:16:23: sprechen, einen ersten Prototypen entwickeln, ohne GmbH, ohne irgendwas und damit auch direkt 8.000 Euro Umsatz machen, unser Geschäftsmodell zu bestätigen und den richtigen Weg

00:16:34: zu finden.

00:16:35: Als wir dann einen Schritt weitergekommen sind, dann kamen diese Gedanken auf.

00:16:38: Kannibalisieren wir uns hier eigentlich selbst und diese Preisintransparenz, die wir heute in der Branche haben, jeder Kunde zahlt was anderes.

00:16:45: Ich diverse Zuschläge.

00:16:48: Machen wir uns damit eigentlich unsere Preise kaputt, unser Geschäftsmodell kaputt.

00:16:51: Die Angst war sehr enorm.

00:16:53: Wir haben es dann aber geschafft, dass wir loslaufen konnten.

00:16:56: Und in den ersten Monaten hat sich eigentlich gezeigt, dass wir eine ganz andere Kundengruppe ansprechen als der traditionelle Spediteur vor Ort.

00:17:04: Und so haben wir

00:17:06: dann die Überzeugungsarbeit geleistet oder überzeugt, dass wir super in Ergänzung funktionieren.

00:17:13: Gab es eigentlich auch was, du sagst, okay, wir sind sehr früh mit den Kunden in Kontakt gekommen, wo ihr dann auf einmal sehr ernüchtert wart, weil der Kunde das ganz anders

00:17:22: gesehen hat, als das, ihr das geplant hattet, wo ihr sagt, okay, das war jetzt überhaupt nicht so gedacht, hat unsere Idee komplett noch mal, sagen mal, haben wir noch mal

00:17:32: pivotieren müssen oder wie auch immer.

00:17:34: Ja, also was wir zu Beginn gemacht haben, ist, wir haben mit einer sehr hohen Bandbreite an Kunden gesprochen von der einzelnen Unternehmerin hier aus Paderborn, die einmal im

00:17:42: Jahr eine Paletto Olivenöl importiert bis hin zum Automobilzulieferer.

00:17:46: Und jeder hatte natürlich gänzlich andere Erwartungen und Pain Points und Wünsche an die Logistik.

00:17:52: Und unser Traum war natürlich direkt mit dem Großen zu sprechen, mit einem Automobilzulieferer, der 10, 20 Millionen Euro Logistikumsatz im Jahr hat oder noch

00:18:01: deutlich mehr.

00:18:02: Aber da haben wir gesehen, okay, der

00:18:04: hat andere Anforderungen.

00:18:05: Da können wir jetzt als kleines Start-up ohne irgendwelche Zertifizierung, ohne große Kompetenz auch im Team.

00:18:11: Wir waren ja alles Berufsstarter, relativ naiv.

00:18:15: Das ist jetzt vielleicht nicht der Kunde, den wir am Anfang akquirieren sollten.

00:18:19: Und deswegen haben wir uns eher an das untere Ende, an den Longtail-Markt in der Logistik gehalten.

00:18:25: Und da konnten wir dann eine wirklich passgenaue Lösung finden.

00:18:27: Und da hatten wir auch viele Kunden als Fans zu Beginn, die uns dann

00:18:32: in den ersten Jahren unterstützt haben und wir mit den Kunden dann das Geschäftsmodell weiterentwickeln konnten.

00:18:36: Okay, super.

00:18:37: jetzt haben wir schon ganz viel gesprochen über Spedition und Paletten hin und her schicken.

00:18:44: Wie erklärst du jemanden, der keine Ahnung hat, vom Paletten hin und her schicken, was ihr bei Cargoboard genau konkret macht?

00:18:55: Kannst das mal so verständlich erklären?

00:18:59: Genau, dann nehme ich wieder den Vergleich zu dem Flugbuchungsportal.

00:19:04: Man kann bei uns auf die Website gehen, eingeben, von wo nach wo möchte man eigentlich eine Palette verschicken.

00:19:09: Was möchte man verschicken?

00:19:10: Ist es eine Palette?

00:19:11: Ist es ein kompletter LKW?

00:19:13: Bucht das bei Cargeboard, sieht dann direkt den Preis und wir wickeln dann als Single Point to the Customer den Transport ab, begleiten den Kunden dadurch, schauen, dass alles

00:19:26: reibungslos läuft.

00:19:28: greifen ein, es zu Verspätungen oder Problemen kommt.

00:19:31: Und wir als Cargoboard sind dann eigentlich der Spediteur, der sicherstellt, dass die Ware sicher und pünktlich zum Empfänger kommt.

00:19:39: Es ist spannend, weil ihr habt ja quasi eine Softwareplattform, aber ihr bezeichnet euch schon noch als Spediteur und als quasi zentralen Vertragspartner.

00:19:48: Warum ist denn bei eurem Geschäftsmodell es auch so essentiell, diese operative Verantwortung zu übernehmen?

00:19:54: ihr könntet ja auch theoretisch nur sagen, ich mache einfach die Softwareplattform, da kann sich jeder draufschalten, möchte, Roller, die Waldfee und hinter mir die Sinflut.

00:20:04: Ja, richtig.

00:20:05: der Frage haben wir uns auch zu Beginn sehr lange beschäftigt.

00:20:08: Welche Rolle wollen wir eigentlich einnehmen?

00:20:09: Sind wir der Vermittler und sind wir die Vermittlungsplattform oder wollen wir wirklich vertragsfahrend und als Spediteur agieren?

00:20:17: Wir haben dann letztendlich uns für die Rolle des Spediteurs entschieden, was im Nachgang auch die komplett die richtige Entscheidung war, weil wir dann deutlich mehr des Prozesses

00:20:26: digitalisieren können.

00:20:27: Nicht nur dann die eigentliche Vergabe und die Transparenz dahinter, sondern auch das Thema Schadensbearbeitung.

00:20:34: oder Customer Service.

00:20:35: In der Spedition ist das ein Riesenthema, dass es auch mal zu Verspätungen kommt, wo das Ware kaputt geht.

00:20:42: Und da war es uns einfach wichtig, diese Prozesse auch komplett vom Kunden her zu denken und zu digitalisieren.

00:20:49: Und das war am Ende des Tages dann auch der Faktor, der die Kunden überzeugt hat, dass wir halt von A bis Z die Prozesse selbst in Hand haben und dann selbst auch steuern können und

00:21:01: der Kunde nicht von X-Spedition

00:21:03: Rechnung bekommt etc.

00:21:10: Ja, genau.

00:21:11: Zu Beginn habe ich damals die erste Kundenplattform entwickelt.

00:21:16: Wir sind mit einem eingekauften Transportmanagementsystem gestartet, haben dann aber gesehen, dass wir möglichst dienstleisterunabhängig sein wollen in der Tech-Welt und haben

00:21:26: dann im zweiten Jahr auch unser eigenes Transportmanagementsystem entwickelt und verfolgen eigentlich so die Strategie.

00:21:30: Alle Kernsysteme, die wir einsetzen, Kundensystem, eigenes Transportmanagementsystem, Carrier-System, dass wir die komplett inhouse entwickeln.

00:21:40: An welcher Stelle wird dann der Kunde den Unterschied zu den klassischen Speditionen erleben?

00:21:46: Wo ist da wirklich die Abgrinzung oder euer USP?

00:21:50: Außer, ihr jetzt die Transparenz im Preis habt?

00:21:52: Habt ihr sonst noch was?

00:21:53: Oder die Einfachheit im Prozess?

00:21:58: Genau, wir verfolgen das Ziel des Open Transport.

00:22:02: Wir wollen Transport möglichst zugänglich machen für die Parteien beim Transport.

00:22:07: Also für die kleine Unternehmerin hin zum E-Commerce Shop, für den wollen wir Logistik sehr nahbar, sehr zugänglich, sehr transparent machen.

00:22:19: Und wenn man bei uns auf die Website geht, dann sieht man eigentlich schon den Kernunterschied, dass man halt bei uns mit zwei Klicks Transportpreis hat.

00:22:26: mit einem Klick die Sendung verfolgen kann, wie man das von Amazon und Co.

00:22:30: gewohnt ist.

00:22:32: Das ist in der Spedition so noch kein Alltag.

00:22:35: Das ist unser Kerndifferenzierungsmerkmal.

00:22:37: Okay.

00:22:38: Ihr habt aber auch keine eigenen Assets, also keine eigenen LKWs etc.

00:22:41: sondern ihr arbeitet mit dritten Bietern, ich sage jetzt mal so, anderen Speditionen zusammen, die irgendwie flächefrei haben, die Transportfläche frei haben, wo ihr sagt,

00:22:53: okay gut, da können wir noch was draufstellen und so weiter und so fort, ist das richtig?

00:22:57: Genau, wir arbeiten mit etablierten Logistiknetzwerken und wir verfolgen genau das Ziel, dass wir die Auslastung in den Logistiknetzwerken noch erhöhen können und da unsere

00:23:06: Sendung passgenau reinbekommen.

00:23:08: Das ist dann einerseits die Cargoline, die dann in der Stückgutdienstleistung, also im Versand einzelner Paletten sehr gut aufgestellt ist oder auch im Teil-

00:23:16: Komplettladungssegment bedienen wir uns dann weiteren Partnern oder haben auch Dienstleister, wo wir die LKWs im Full-Charter befrachten.

00:23:25: Also der LKW gehört zwar nicht uns, aber wir disponieren den LKW dann durch Europa.

00:23:30: Und wenn ihr nicht den Full-Charter habt, nur teilweise, wie, komme ich nochmal auf das Transportmanagementsystem zurück, gibt es da nicht die Konkurrenz zwischen eurem

00:23:45: Transportmanagementsystem und auch der Speditionen, die ihr nutzt?

00:23:50: Oder wie geht es da damit

00:23:54: Die Transportmanagement-Systeme passen sehr gut ineinander.

00:23:58: Unser Transportmanagement-System ist vor allem darauf fokussiert auf Thema Kundenzugang, Kundenkommunikation, Schadensbearbeitung oder Track-and-Trace der Durchführung.

00:24:10: Das Transportmanagement-System unserer Partner ist vor allem dahingehend optimiert.

00:24:14: Lagerprozesse, Prozesse für den Umschlag, Prozesse und Technik für die richtige

00:24:21: Disposition des Fahrzeugs und so passt das eigentlich sehr gut zusammen.

00:24:26: Ja, ja, Und jetzt hast du, du hast das auch schon ganz kurz erwähnt, wer sind denn so die klassischen Kunden?

00:24:30: Kann ich jetzt, also ich habe ja mein Büro hier, ein Fahrradladen und die müssen manchmal Fahrräder verschicken, sei es Retoure, wie auch immer.

00:24:39: Könnte jetzt da der Besitzer des Fahrradladens einfach hergehen und sagen, pass auf, ich schaue das jetzt im Internet, mach drei Klicks und verschick nur eine Palette ein Fahrrad.

00:24:46: Das wäre jetzt so, sind das so die klassischen Kunden oder sind es eher auch, fokussiert es euch auf die Masse jetzt aktuell?

00:24:55: Genau, das ein sehr typischer Kunde.

00:24:57: Also wir haben im Monat roundabout 10, 11, 12.000 Kunden und ganz viele haben genau diese Merkmale, dass sie sporadisch Speditions-Transporter organisieren.

00:25:11: Da geht es eigentlich los beim kleinen Unternehmergewerbebetrieb.

00:25:15: Dann ist so ein Merkmal, so eine Höhle der Löwen-Startup oder ein Startup, was recht frisch ist, was gerade im Wachstumskurs ist.

00:25:24: in den Handel versenden möchte oder ähnliches.

00:25:27: Da sind wir auch sehr breit aufgestellt.

00:25:29: Inzwischen bieten wir aber auch eine Dienstleistung dann für den Automobilzulieferer, wo wir früher gedacht haben, okay, das ist nicht unser Zielkunde.

00:25:38: Inzwischen durch unser europaweites Netzwerk können wir auch für den dann am anderen Ende des Spektrums Dienstleistungen erbringen.

00:25:46: Das ist dann zum Beispiel, wenn der Großkunde in Ungarn eine Ladestelle hat, in Barcelona eine Ladestelle, in Hamburg eine Ladestelle.

00:25:53: Dann kann er über unsere Plattform den einen Ansprechpartner haben und unser Netzwerk zurückgreifen.

00:26:00: Jetzt hast du es gerade angesprochen, Europanetzwerk.

00:26:03: Du hast es auch schon bei den AB-Fragen beim Thema Datenschutz, Freiheit und so weiter anklingen lassen.

00:26:10: Ihr seid inzwischen international unterwegs, also in Österreich, Polen, Italien, Spanien, Portugal.

00:26:17: Ich weiß jetzt nicht, ob ich noch ein Land vergessen habe.

00:26:21: Wie war denn das dann auch für euch zu skalieren in diese Länder?

00:26:26: Was war denn da auch immer der größte Unterschied, womit Habzeugs kämpfen müssen?

00:26:29: Wenn ich mich richtig erinnere, haben wir im Vorgespräch ein bisschen quatscht und du hast gesagt, es war schon spannend zu sehen, wie unterschiedlich der Markt in Österreich zu

00:26:41: Deutscheln ist, obwohl wir die gleiche Sprache sprechen.

00:26:44: Manche sagen, die Sprache ist das, was uns so unterscheidet.

00:26:48: Ja, Logistik ist ja sehr international und wir haben auch seit Tag eins international Transporte in Europa durchgeführt und haben dann relativ schnell die Entscheidung

00:26:59: getroffen, wir wollen nicht nur Transporte über Deutschlands Grenzen hinweg durchführen, wir wollen auch den Kunden außerhalb von Deutschland auf unserer Plattform haben.

00:27:08: Dann sind wir zweiten Jahr nach Österreich gegangen und waren eigentlich ziemlich erschrocken, wie anders der Markt doch ist.

00:27:16: Wir mussten zwar die Website nicht übersetzen, aber der Kundenzugang ist dann doch anders.

00:27:22: Wie vertrauen die Kunden im anderen Land digitalen Plattformen?

00:27:30: Das war in Deutschland schon deutlich fortgeschrittener.

00:27:32: Wir haben gesehen, dass in Deutschland das Suchvolumen nach digitalen Speditionen Möglichkeiten, Speditionen online zu buchen, deutlich höher war als in Österreich.

00:27:43: Da sehen wir auch massive Unterschiede jetzt in den anderen Ländern.

00:27:46: Polen ist digital sehr, sehr fortgeschritten.

00:27:49: Also da gibt es schon etliche Vergleichsplattformen im B2B-Speditionsbereich.

00:27:55: In Italien oder Spanien sieht das wiederum ganz anders aus und da jeder einen lokalen Spediteur und ein sehr hohes Vertrauen zu seinem Spediteur.

00:28:05: Und da ist es schwierig, digitale Spedition direkt in den Markt zu gehen.

00:28:10: muss man erstmal Werbung für die Möglichkeiten, für die Lösungen schaffen.

00:28:16: bevor man dann über den Kanal Google Ads oder über die Google-Suche Traffic bekommt.

00:28:23: Welche Bestandteile gibt es denn, wo ihr sagt, die sind immer gleich und welche müssen wir anpassen?

00:28:28: ich sage jetzt mal, wo endet die Skalierung und wo beginnt vielleicht die Lokalisierung bei eurem Geschäftsmodell?

00:28:36: Ja, also die Standardisierung ist klar so unser Plattformprozess und der Anspruch dahinter, wie wird eine Sendung durchgeführt, welche Produkte bieten wir an, wie müssen

00:28:48: die Produkte definiert sein, also wir brauchen auf jeden Fall festen Abholtag, es muss komplett verfolgbar sein und diese ganze Technologie dahinter, das ist Standard und da

00:28:59: müssen unsere Partner sich entsprechend anpassen, dass wir einen europaweiten Standard in der Transportdienstleistung schaffen können.

00:29:05: Die Lokalisierung ist dann vor allem in der Ansprache des Kunden, Produkte zu erklären, die Webseiten zu übersetzen und das dann anzupassen.

00:29:16: Aber an der eigentlichen Transportdienstleistung ändern wir lokal wenig oder nichts.

00:29:22: Wenn wir jetzt in die Richtung Internationalisierung gehen, geht es ja auch darum zu wachsen.

00:29:26: Und ihr habt ambitionierte Ziele auch bis 2027, nächstes Jahr, dass ihr da einen dreistelligen Millionenumsatz erwirtschaftet.

00:29:38: Wenn ich das richtig recherchiert habe, was muss da passieren, dass das aufgeht, dass ihr da auch wirklich dahin kommt?

00:29:46: Ich bin mir ziemlich sicher, dass das aufgehen wird, weil wir ein sehr starkes erstes Halbjahr hatten.

00:29:52: Und wenn es so weitergeht, dass vielleicht sogar dieses Jahr schon erreichen, spätestens auf jeden Fall nächstes Jahr.

00:29:59: Und wir denken jetzt eigentlich schon mal den Schritt weiter.

00:30:01: Was sind dann die Ziele danach?

00:30:03: Wie werden wir wirklich zu einem Logistik-Player in Europa?

00:30:08: Und wie können wir Transporte in Europa orchestrieren?

00:30:12: Und sind jetzt eigentlich gedanklich schon einen Schritt weiter.

00:30:15: weil wir gerade wieder viel Momentum und Wachstumsmomentum in unserem Geschäftsmodell sehen und viele neue Kunden dazu gewinnen können.

00:30:25: Was ich jetzt, was ich mich frage, Automobilbranche ist in der Krise.

00:30:31: VW hat jetzt auch gesagt, schließen einige Werke und so weiter und so fort und ihr setzt ja auch auf Automobil als einen potenziellen Kunden, weil ihr drauf kommen und sagt, auch

00:30:40: das können wir.

00:30:43: Wie wirkt sich diese Situation aktuell auf euch aus?

00:30:47: Ist das eher, auch wenn ihr jetzt ein starkes erstes Halbjahr gehabt habt, sagt ihr, okay, gut, das war eigentlich auch ein

00:30:54: Ein Hebel, den wir gesehen haben, den müssen wir jetzt anders kompensieren oder sagst du, okay, das war das Usual, das ist normal.

00:31:03: Ja, das Thema Automobillogistik umtreibt sehr viele Player sehr stark, besonders die eine hohe Abhängigkeit zu den Werken haben, also gerade in der Werksversorgung etc.

00:31:16: Ich hatte es jetzt als Beispiel genannt, als einer der ganz großen Logistik-Verlader in Deutschland.

00:31:22: Wir sind aber keineswegs abhängig von der Branche oder die Branche macht in Summe dann wiederum einen kleinen Teil aus.

00:31:29: Was wir stark in unserem Geschäftsmodell sehen, ist, dass

00:31:33: wir sehr empfänglich für Trends sind und Unternehmen, neu auf den Markt gehen, also wir schreiben, glaube ich, gerade Rekordzahlen bei Neugründung.

00:31:42: Da sind wir halt der erste Spediteur, den man kennenlernt.

00:31:47: Und davon profitieren wir wahnsinnig stark.

00:31:50: Jetzt in den letzten zwei Monaten haben wir zum Beispiel gesehen, dass der Transport von Klimaanlagen absolut durch die Decke gegangen ist.

00:31:57: Zu Corona waren es dann Corona-Masken und Desinfektionsmittel.

00:32:01: Das ist

00:32:01: So ein Treiber unseres Wachstums und unseres Geschäfts.

00:32:05: Ihr seid aber auch beim Wachstum sehr stark abhängig von physischen Partnern, von den ganzen Assets und so weiter, die ihr selber nicht besitzt, weil ihr so ein

00:32:16: Asset-Light-Modell habt.

00:32:18: Ich drücke es jetzt mal so aus.

00:32:21: Wie stark beeinflusst euch das hinsichtlich Geschwindigkeit beim Wachsen?

00:32:26: Ja, also das ist auch gerade die größte Herausforderung für uns, dass wir die Anbieterseite, die Spezieteursseite weiter skalieren und da weitere Kapazitäten schaffen.

00:32:41: Weil da hat man in letzten Jahren eher die Tendenz gesehen, dass Kapazität abgebaut wird durch strukturelle Probleme wie den Fahrermangel oder auch, dass Kapazitäten

00:32:53: heruntergefahren werden und Spezionen sterben durch einen

00:32:55: Kostendruck, dass die Kosten steigen, aber die Kosten nicht am Markt durchgesetzt werden können.

00:33:01: Und da sind wir gerade stark hinterher, dass wir neue Partnerschaften schließen, Incentives finden, wie wir die Partner wirklich an uns binden können und auch, dass wir in

00:33:12: härteren Phasen oder in starken Nachfragephasen auch liefern können.

00:33:18: Und da setzen wir gerade sehr intensiv drauf, das Netzwerk zu erweitern.

00:33:23: ist eine Überlegung auch, sich tatsächlich eine eigene Flotte anzuschaffen.

00:33:28: Jetzt keine große, aber eine, mit der man gewisse, mit der man bis zu einem gewissen Grad atmen kann.

00:33:35: In dem Bereich der Teil- und Komplettladeung setzen wir auf jeden Fall weiter darauf, dass wir weitere Fahrzeuge im Full-Charter organisieren.

00:33:46: Da stehen die Fahrzeuge dann nicht in unserer Bilanz und wir haben auch die Fahrer nicht angestellt.

00:33:50: Das können andere definitiv besser als wir.

00:33:52: Aber dass wir die Fahrzeuge komplett befrachten und damit dann auch noch mal flexibler sind, als wenn wir Aufträge dann an andere Spieltüren übergeben.

00:34:01: Wenn du da jetzt so intensiv mit externen arbeitest, gibt es Risiken, sage es jetzt einmal so, Thema Sicherheit, Betrug, Identität, Diebstahl, Phantom Frachtführer, gibt es ja alles

00:34:19: mögliche.

00:34:20: Man kann sich da, glaube ich, die Palette schön ausmalen, was es alles gibt.

00:34:24: Wie geht es da damit

00:34:26: Das Risiko gibt es auf jeden Fall.

00:34:30: War sicherlich auch das größte Fakt ab letztes Jahr, dass wir auf einen Identitätsdiebstahl reingefallen sind, der auch ziemlich gut gemacht war.

00:34:42: Wurde uns 200.000 Euro Staubsaugerroboter entwendet.

00:34:45: Das ist natürlich Ware, man auch gut auf dem Schwarzmarkt verkaufen kann.

00:34:50: Da muss man dann draus lernen aus solchen Fällen.

00:34:56: Mir wichtig, dass wir in unserer Organisation ein Schnellboot sind, dass man einmal rüberrufen kann, dass es passiert und dann müssen wir direkt umsteuern und Prozesse

00:35:04: finden, dass sowas nicht erneut passiert.

00:35:06: Aber ja, ist ein riesen Thema in der Speditionsbranche.

00:35:10: In den letzten zwei Jahren nochmal deutlich mehr, dass es wirklich auch KI unterstützt, zu Dokumentenfälschungen kommt und sich jemand als Spediteur ausgibt, der ja gar nicht ist.

00:35:25: Okay, wie geht's dir da vor?

00:35:27: Was macht ihr da?

00:35:28: Was ist euer Plan?

00:35:30: Also wir haben diverse Mechanismen auch gestaffelt nach Warenwert, dass wir halt schauen, was ist das für ein Carrier, wir prüfen die Dokumente, sprechen gegebenenfalls nochmal mit

00:35:40: dem Versicherer des Carriers, ist das jetzt wirklich auch der Spediteur, der bei dir versichert ist und haben da diverse Prozesse in unserer Disposition, Teile automatisiert,

00:35:50: abgewissen, Werte dann auch manuell, dass wir wirklich sicherstellen können, dass der LKW, der zur Ladestelle fährt, auch der LKW ist der

00:36:00: die Ware zum Erfänger bringt.

00:36:03: Dann haben wir im Vorgespräch auch nochmal, wir haben es jetzt auch schon mal bisschen angesprochen, das Thema beim Wachstum sind natürlich auch die Speditionen, dass ihr damit

00:36:10: wachst.

00:36:11: Jetzt hast du mir gesagt, osteuropische Frachtführer fokussieren sich wieder verstärkt auf die Heimatmärkte und es fehlen die Fahrer hier.

00:36:24: Was sind denn so, was muss man denn tun aus deiner Sicht, welche Anreize muss man denn schaffen?

00:36:29: damit man da auch Transportpartner dauerhaft binden kann.

00:36:35: meine, über den Preis alleine wird es vielleicht nicht funktionieren oder ist es nur der Preis.

00:36:40: Über den Preis alleine funktioniert es auch heute nicht mehr.

00:36:44: Erstmal ist es so, dass die osteuropäischen Trachtführe immer mehr in Polen, Bulgarien, Rumänien unterwegs sind, da die Märkte auch ein richtig starkes Wachstumsmomentum gerade

00:36:56: haben und die auch gerade selbst den Bedarf immer mehr haben.

00:37:01: hier in Deutschland fehlen dann diese Kapazitäten sehr stark.

00:37:05: Und neben einem fairen Preis, jeder muss Spaß an der Sendung haben und in SLD muss der Frechter auch Spaß an der Sendung haben, ist auch das Thema Wertschätzung im Transport.

00:37:16: Dass Fahrer an der Ladestelle oder an der Entladestelle nicht auf Toilette gehen können.

00:37:20: Das sieht man viel.

00:37:22: Das ist aus unserer Sicht nicht in Ordnung, das, dass man Dankbarkeit gegenüber den Fahrern zeigt.

00:37:29: Das macht den Beruf schon

00:37:31: würde den Beruf schon deutlich angenehmer machen und das ist auch unsere Erwartung an unsere Kunden, weil es wird halt immer weniger zur austauschbaren Dienstleistung, weil

00:37:43: halt immer weniger davon da ist und deswegen muss man schon schauen, dass man einen wertschätzenden, ja, Wertschätzen gegenüber den Fahrern unterwegs ist.

00:37:55: Sowohl als Speditionsunternehmen als auch als Kunde.

00:37:59: Jetzt hast du schon am Anfang auch mal gesagt, ja bei uns laufen schon 80-90 % wahrscheinlich digital ab der Prozesse.

00:38:08: Wie viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter habt ihr denn eigentlich, vor allem wenn ich jetzt sage im Kundensupport, weil da wird ja wahrscheinlich nicht alles digital ablaufen.

00:38:19: Ja, richtig.

00:38:20: Also wir sind 100 Mitarbeiter bei Cargoboard und davon sind 55, 60 Leute im operativen, speziellen Bereich, wovon 40 oder 35 allein im Kundensupport sind.

00:38:34: Klingt jetzt erstmal total viel.

00:38:37: Die haben dann diese 6.500, 7.000 Transporte im Blick, die aktuell aktiv im Umlauf sind und es passiert halt.

00:38:46: sehr viel auf der Straße.

00:38:47: kommt zu Stau, kommt zu Verzirrung.

00:38:50: Bei der Umladung kann Ware beschädigt werden und die müssen halt nah an diesen Themen dran sein, eine Lösung für unsere Kunden zu finden oder auch die Nachfragen unserer Kunden zu

00:38:59: beantworten.

00:39:01: Auf diese Stückzahl gerechnet ist das dann eher gering und diese Schlagzahl, die wir dann fahren können, ist dann vor allem durch unser eigenes Transportmanagement-System und die

00:39:10: Technologie, die wir einsetzen.

00:39:12: Das wären knappe 100 oder mehr als 100 Fahrten, die jeder irgendwie am Schirm hat, täglich.

00:39:21: Da ist doch sicher auch irgendwie Digitalisierung noch mit im Spiel, dass das funktioniert.

00:39:27: War der Menge.

00:39:28: Ja, genau.

00:39:30: wir sind früh angefangen mit ganz klassischen Automatisierungen, dass wir halt schauen, dass wir immer Statusdaten von den Partnern bekommen.

00:39:39: Also wenn auch was nicht läuft, wenn der Fahrer im Stau steht oder er schafft es aus Zeitgründen nicht mal seine Tour zu beenden, dass wir auch negative Statusmeldungen

00:39:47: bekommen, damit arbeiten können, damit auf Kunden zugehen können.

00:39:51: Andererseits versuchen wir natürlich auch Incentives zu schaffen, dass wir all diese Informationen bekommen.

00:39:58: Und nur so ist das möglich.

00:39:59: Also wenn man jetzt jeden Fall hinterhertelefonieren müsste, der nicht positiv ist, würden wir es so gar nicht schaffen.

00:40:08: Wie stark spielt der KI bei euch eine Rolle im Bereich Kundensupport?

00:40:14: immer stärker.

00:40:15: Also wir haben zwei KI-Entwickler bei Cargoboard, die auch schon mal ihre eigenen KI-Startups gegründet haben, die bei uns gerade durch die Abteilung gehen, sich wirklich

00:40:24: in die Abteilung setzen, den Kollegen über die Schulter schauen und dann Agenten für die Bereiche entwickeln.

00:40:30: Und das hat gerade einen sehr starken Impact bei uns.

00:40:34: Beispielsweise jeder Anruf, unsere Standardrufnummer, wo auch ein Empfänger oder ein Versender anrufen kann.

00:40:40: Die wird erstmal von unserer Emma entgegen genommen.

00:40:43: Das ist unsere KI, die die Sendungsnummer abfragt, die ein Drittel der Kundennachfragen lösen kann.

00:40:51: Sie übergibt aber auch immer an den Menschen und da ist aber vor allem der Vorteil, dass der Anruf für den Menschen schon komplett vorbereitet ist und unser Customer Support

00:41:00: rangehen kann.

00:41:01: Hier, ich weiß schon, wie ich dir helfen kann.

00:41:04: Das ist die Lösung.

00:41:05: Und so können wir zum Beispiel die Anrufdauer verringern und auch die Erreichbarkeit.

00:41:11: auch in schwierigen Phasen sicherstellen.

00:41:14: Das wäre noch ein Punkt, der mich interessieren würde, wie messt ihr denn, dass die KI, wenn ihr neue KI einführt oder KI-Lösungen einführt, dass die auch wirklich die Qualität

00:41:23: heben oder dass die auch wirklich sinnvoll sind.

00:41:26: geht ihr da dran?

00:41:28: Wir machen viel heute noch über Umfragen, dass wir den Kunden nach dem KI-Touchpoint befragen, wie hast du unsere KI erlebt, wie hast du unsere EMA erlebt.

00:41:40: Und von unseren Kunden bekommen wir auch super viel Freitext-Feedback, womit wir dann steuern können.

00:41:46: Und was vor allem bei uns gut funktioniert, ist das Zusammenspiel zwischen Mensch und KI.

00:41:53: Wir sagen, in jedem KI-Touchpoint heute ging über den Kunden.

00:41:57: Wenn du magst, stellen wir dich sofort zu einem Mitarbeiter durch.

00:42:01: Nichtsdestotrotz sehen wir, dass das ein Drittel der Fälle durch KI gelöst werden können und maximal zufriedensteht und die Kunden damit auch total happy sind.

00:42:13: Alle anderen Fälle, die dann durchgehen, da haben wir einen kompletten Human-in-the-loop-Prozess, dass der Mitarbeiter von der KI die Informationen gesammelt und

00:42:22: zusammengestellt bekommt aus dem Vorsystem und er dann mit der KI

00:42:26: dem Kunden Antworten.

00:42:29: Was ist denn da so, sag ich mal, dieser Bereich, wo du sagst, ja, das kann KI super lösen, 100 Prozent Kundenzufriedenheit, aber das sind so die Themen, da ist der Human in the Loop

00:42:39: oder da ist der Mensch dann wirklich auch gefragt, das kann KI noch nicht so lösen, es der Mensch kann und wo auch die Kunden dann nicht so zufrieden sind.

00:42:49: Seht ihr da ein Schema da oder die Themen?

00:42:54: Einfache Status nachfragen, ist meine Sendung, wann wird heute abgeholt oder warum wurde heute nicht abgeholt, das kann die KI schon sehr gut, weil es sehr generisch ist, wo es

00:43:06: eher herausfordernd ist, wo man zusätzlichen Kontext braucht oder wo mal keine Daten vorhanden sind, dass da der Mensch mit seinem Wissen sich einschaltet und antizipiert,

00:43:18: okay, hier folgende Situation entstanden, das bedarf jetzt folgender

00:43:23: Reaktion.

00:43:24: Da ist die KI nicht so gut oder beim Thema individuelle Preisauskunft, individuelle Angebote.

00:43:31: Erstmal ist es auch möglich, der KI Preise auf der Plattform abzufragen und es dem Kunden zu geben.

00:43:38: Man sieht heute bei einigen Kunden dann noch was zwischen den Zeilen, wo man den Kunden beraten muss, was die KI dann heute noch nicht so gut kann.

00:43:48: Okay, spannend.

00:43:50: Aber ihr seid dran, wenn ich das richtig verstanden habe, auch diese Themen zu lösen und ist für euch dann quasi auch, sag ich mal, Kundensupport-Mitarbeiter zu Fahrten auf der

00:44:05: Straße Aufträger, ist das auch so eine Kennzahl für euch, die auch da wichtig ist, die ihr da vorantreibt oder?

00:44:11: Absolut.

00:44:12: Also darüber sehen wir zukünftig auch eine höhere Effizienz und das das Potenzial in unserem Geschäftsmodell, dass wir diese Skaleneffekte noch stärker nutzen.

00:44:22: Ok, spannend.

00:44:24: Cool, bevor wir dann auch schon Richtung Zielgerade kommen, was ich vergessen habe, vorher zu fragen, welche Märkte stehen denn jetzt noch an, weil vielleicht gibt es ja auch hier

00:44:35: Zuhörerinnen, die dann auch in unterschiedlichen Märkten als in Spanien, Portugal, Italien, Deutschland oder Österreich unterwegs sind.

00:44:42: Ja, da ist das größte Ziel gerade, dass wir eine höhere Marktdurchdringung in den anderen Märkten erzielen.

00:44:49: es ist gar nicht das Ziel, noch weitere Märkte hinzuzunehmen, sondern in den Märkten noch mehr Kunden anzusprechen und dann eine noch bessere Dienstleistung zu generieren.

00:45:02: in einigen Jahren werden wir bestimmt auch weitere Märkte hinzunehmen.

00:45:06: Naja, ok, spannend, Super, Lukas, du, dann biegen wir ein, kommen wir zur obligatorisch letzten Frage.

00:45:16: Drei Learnings, die du den Zuhörerinnen mitgeben möchtest.

00:45:21: Die können privater Natur sein oder auch beruflicher.

00:45:24: Du kannst es dir aussuchen.

00:45:27: Cool.

00:45:29: Ein Learning aus der frühen Gründerzeit ist, dass man sehr schnell mit Kunden sprechen sollte, also Kundeninterviews führen sollte und sehr schnell seine Lösungen rudimentär am

00:45:43: Markt vertesten sollte.

00:45:44: Also man sollte nicht warten, bis man seinen eigenen Anspruch erfüllt hat an die Lösung, sondern schon deutlich früher an den Markt gehen.

00:45:52: Dann ein

00:45:56: Learning in einem späteren Step.

00:46:03: Man sollte nicht zu gutgläubig an Lösungen bauen, weil dann gibt es gerade auch im Digitalbereich viel Betrug, viele Themen.

00:46:15: Rechnungen werden nicht bezahlt.

00:46:16: Also man muss da auch Mechanismen schaffen, dass man da entsprechend sicher aufgestellt ist und sich nicht von anderen Leuten

00:46:26: treiben lässt in diesen Punkten.

00:46:28: Und dann ein persönliches Learning noch ist, man sollte einen Ausgleich zum Job finden.

00:46:33: So Start-up-Alltag, da hat man so seine Hoch- und Tiefs.

00:46:36: Es kommt immer wieder ein Hoch nach einem Tief, aber da muss man auch gut durchkommen.

00:46:40: Und das finde ich vor allem im Sport, der Versuche über den Ausgleich mental gesund zu bleiben.

00:46:46: Du bist ein Radfahrer, ne?

00:46:48: Ja, genau.

00:46:49: Radfahren und laufen.

00:46:51: der Frosgrad.

00:46:57: Sehr gut.

00:46:59: Cool, Lukas, du danke für deine Einblicke, danke für die Zeit.

00:47:03: Ich habe es auch super spannend gefunden.

00:47:04: Es sind so ein, so Sachen sehr stark im Gedächtnis geblieben, unter anderem, dass du auch gesagt hast, gleich am Anfang, die Mitarbeiter werden alle zu Führungskräften, weil sie ja

00:47:14: auch irgendwie Agents etc.

00:47:18: Coaching-Roll, also steuern müssen und so weiter und so fort, fand ich sehr spannend diese Aussage, dass jeder zur Führungskraft wird.

00:47:28: Ich fand es auch sehr interessant zu sehen, ihr habt eine digitale Plattform, aber ihr seid wirklich einfach auch physisch begrenzt durch die Frachtführer, wo es in den

00:47:40: Bereichen einen Mangel gibt und das aufzubauen, zu sagen, das ist

00:47:46: könnte ein Bottleneck werden, nicht nur für euch, sondern komplett für die Industrien.

00:47:50: Das betrifft ja dann alle, wenn dann vielleicht auch die Gurken nicht mehr in den Regalen stehen oder was auch immer.

00:48:03: Es ist ein spannendes Thema, dass der Mensch trotz der ganzen Digitalisierung, die voranschreitet, ein wichtiger Faktor ist, dass die auch voranschreiten kann.

00:48:11: Ich sage es jetzt mal so.

00:48:15: Auch ganz spannend, du hast es jetzt auch bei den Learnings ganz kurz erwähnt, das Thema digital ist alles super, aber man muss echt auch auf das Thema Betrug aufpassen.

00:48:26: Also Saugroboter, vielleicht hat irgendwer einen gekauft von den 200.000.

00:48:31: ja, super spannend und ich habe es echt gut von dir als Spin-Off extrem schnell gewachsen seit, was wir gar nicht erwähnt haben, was man vielleicht auch dazu sagen muss.

00:48:43: Ihr wart ja relativ schnell schon auch profitabel.

00:48:47: Genau, wir waren nach acht, neun Monaten profitabel und finanzieren uns seitdem aus dem eigenen Cashflow.

00:48:53: Ja, was ja auch echt krass ist und echt super ist.

00:48:56: Sehr cool.

00:48:57: Lukas, danke für deine Zeit.

00:49:02: Ich freue mich, wenn wir uns wo auch immer vielleicht mal dann persönlich treffen oder du auch vielleicht nochmal die eine oder andere Vorlesung von mir bereicherst mit einem

00:49:12: Gastvertrag.

00:49:13: Das mache ich jetzt einfach mal, spröche ich mal ein.

00:49:17: Nutze ich die Chance gleich und dann wünsche ich dir jetzt noch einen

00:49:23: schönen Wochenstart und bis bald.

00:49:28: Bis bald, besten Dank Johannes.

00:49:30: Das war die Folge mit Lukas Petrasch von Cargoboard.

00:49:33: Alle Infos zu Lukas und zu Cargoboard findet ihr den Show Notes.

00:49:37: Ich freue mich, wenn ihr bei der nächsten Folge wieder mit dabei seid.

00:49:40: Bis dahin alles Liebe und genießt den Sommer.

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