Ulf Loetschert - Agenten im Kundenservice #129

Shownotes

Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von „Business Unplugged“. Heute hatte ich Ulf Loetschert bei mir zu Gast, einen Mitgründer des Münsteraner Unternehmens LoyJoy. Und ich kann schon einmal sagen: Das war ein Gespräch, das sehr gut in diese Zeit passt. Denn wir haben über KI-Agenten, Customer Service, Sales, Chatbots, Phone-Bots, MCP, Datenschutz und Softwareentwicklung gesprochen und darüber, warum Agentic AI viel mehr ist als nur ein neues Buzzword.

Wir sprechen darüber, warum Chatbots lange Zeit einen eher schwierigen Ruf hatten, was heute anders ist und warum KI-Agenten an der Kundenschnittstelle nicht nur antworten, sondern Kundenanliegen tatsächlich lösen sollen. Ulf erklärt sehr anschaulich, was für ihn einen echten KI-Agenten ausmacht, warum Tools und mehrstufige Prozesse dabei so entscheidend sind und welche Rolle das Model Context Protocol in Zukunft spielen kann.

Es war ein Gespräch über Technologie, Unternehmertum und die Frage, wie Unternehmen KI wirklich sinnvoll in die Praxis bringen können. Aber hört es euch einfach selbst an. Viel Spaß mit der Folge!

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00:00:02: diese Kombination aus Reasoning, Mehrschrittigkeit und der Möglichkeit, Tools zu nutzen.

00:00:08: Und damit kann ich es unglaublich mächtig machen, wenn ich ihr gute Tools an die Hand gebe.

00:00:11: Und das ist auch das, bei uns die Entwicklung der Plattform mit Untergarde prägt, dass wir immer mehr Tools bereitstellen, die in unserer Plattform sind.

00:00:29: Herzlich willkommen zu Business Unplugged, dem Treffpunkt für Tradition und Zukunft.

00:00:34: Mein Name ist Johannes Pohl und ich spreche mit UnternehmerInnen, GründerInnen und stillen HeldInnen des Business Alltags, die unsere digitale Zukunft formen.

00:00:43: Business Unplugged ist die Bühne für Visionäre der Digitalisierung und soll Brücken zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen bauen.

00:00:50: Hier erhältst du wertvolle Impulse und Inspiration.

00:00:55: Hallo und herzlich willkommen zur neuen Folge von Business Unplugged.

00:00:59: Heute habe ich Ulf Loetschert bei mir zu Gast, Mitgründer von LoyJoy aus Münster.

00:01:04: Und ich kann schon mal sagen, das war ein Gespräch, das sehr gut in dieser Zeit passt.

00:01:08: Denn wir haben über KI-Agenten gesprochen, über Customer Service, Sales, Chatbots, Phonebots, MCP, Datenschutz, Softwareentwicklung und darüber, warum Agentic AI eben viel

00:01:22: mehr ist als nur ein neues Passwort.

00:01:26: Wir sprechen darüber, warum Chatbots lange einen eher schwierigen Ruf hatten, was heute anders ist und warum KI-Agenten an der Kundenschnittstelle nicht nur Antworten, sondern

00:01:36: wirklich Anliegen lösen sollen.

00:01:38: Ulf erklärt sehr greifbar, was für ihn einen echten KI-Agenten ausmacht, warum Tools und Mehrschrittigkeit dabei so entscheidend sind und welche Rolle das Model-Context-Protokoll

00:01:49: in Zukunft spielen kann.

00:01:51: Es war ein Gespräch über Technologie, Unternehmertum und die Frage, wie Unternehmen KI wirklich sinnvoll in die Praxis bringen.

00:01:59: Aber hört's euch einfach selbst an.

00:02:01: Viel Spaß mit der Folge.

00:02:05: Lieber Ulf, hallo und herzlich willkommen im Podcast.

00:02:07: Ich freue mich auf unser Gespräch, denn mit dir ist Agentic AI Time und zwar Made in Germany und in der EU gehostet.

00:02:17: Hallihallo.

00:02:18: Hi, Johannes, grüß dich.

00:02:20: Ulf, ab Ende der 90er warst du bereits unternehmerisch unterwegs, hast Internetprojekte gemacht, Blogs, Webshops, Auktionsportale und CMS-basierte Plattformen konzipiert, gebaut,

00:02:34: befüllt und vermarktet.

00:02:35: Also im Grunde schon das gemacht, was heute jeder zweite Digital Native als Product Content oder Growth und Tech Stack irgendwie bezeichnen würde.

00:02:46: Nur damals vermutlich nur

00:02:50: deutlich weniger fancy tooling, dafür mit sehr viel mehr Handarbeit und wahrscheinlich auch der ein oder anderen Browser-Inkompatibilität, die man heute seinen schlimmsten

00:03:03: Feinden nicht mehr wünschen würde.

00:03:05: Du hast aber auch BWL in Münster studiert und warst dann auch in unterschiedlichen Beratungen als Consultant tätig, beziehungsweise am Ende auch als freiberuflicher Berater,

00:03:17: bevor dann

00:03:19: 2018 der Schritt kam, den viele Berater im Gedanken hunderte Male durchspielen, aber dann vielleicht doch nicht gehen.

00:03:28: Raus aus dem sicheren Beobachten und verbessern anderer Unternehmen rein in den Aufbau eines eigenen Produkt beziehungsweise eigenen Unternehmens.

00:03:39: Und gemeinsam mit Dr.

00:03:41: Ulrich Wolfgang hast du in Münster LoyJoy gegründet.

00:03:45: Und spannend ist dabei, dass LoyJoy nicht plötzlich vom Himmel gefallen ist, sondern sich offenbar auch schon aus früheren Überlegungen rund um Chatbots, Conversational

00:03:55: Commerce und KI entwickelt hat.

00:03:58: Denn, wenn ich richtig recherchiert habe, 2017 hast du an der Uni Münster über Chatbots als mögliche Killer-Applikationen.

00:04:07: gesprochen, also in einer Zeit, der viele Unternehmer bei Jetboards noch irgendwo zwischen witziges Experiment und bitte nie wieder diesen FAQ-Bot öffnen unterwegs waren und aus der

00:04:21: Idee ist mit LoyJoy schrittweise eine Plattform geworden, die heute sehr viel größer gedacht ist.

00:04:28: Nicht mehr nur Chatbot, nicht mehr nur Frage, Antwort, nicht mehr nur Hallo, wie kann ich helfen, sondern wirklich eine

00:04:37: Customer Service und Sales Platform, also KI-Agenten, Anliegen nicht bloß beantworten, sondern wirklich fallabschließend lösen sollen.

00:04:48: Ich freue mich deshalb sehr, heute mit dir darüber zu sprechen, was KI-Agenten wirklich können und wo der Begriff vielleicht auch bisschen überstrapaziert ist.

00:04:58: Bevor wir da aber reinsteigen, geht es zu den AB-Fragen.

00:05:02: Du weißt, was auf dich zukommt.

00:05:08: Du weißt, was passiert?

00:05:10: Sag's lieber nochmal, ich Fehler mache, aber ich denke, ich weiß Bescheid.

00:05:16: Fehler machen kann man nicht.

00:05:17: Eine Frage, zwei Antwortmöglichkeiten, du entscheidest dich für eine.

00:05:22: Genau, handelt alles irgendwie rund das Thema Digitalisierung.

00:05:26: Wir starten mit Bildung online oder offline.

00:05:32: online.

00:05:34: Automatisierte oder menschliche Entscheidungsfindung?

00:05:39: automatisiert.

00:05:41: stärkere Regulierung oder mehr Freiheiten für Unternehmen.

00:05:46: Mehr Freiheit!

00:05:48: Vollkommener Schutz persönlicher Daten oder weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohlse allgemeinheit.

00:05:57: ein schwieriges Thema, aber tendenziell eher weniger.

00:06:02: Und Webmeetings oder persönliche Treffen?

00:06:04: persönliche Treffen.

00:06:06: Du hast dich für Bildung online entschieden.

00:06:11: Wieso?

00:06:13: Genau, das ist gutes Thema.

00:06:15: es wird natürlich, muss beides zusammenspielen, aber Bildung ist natürlich, ich sag mal, das Tempo nimmt so zu von der Veränderung, dass man es, glaube ich, nur lernen kann, also

00:06:30: gerade wenn wir jetzt an die Entwicklung bei KI denken, dass man es, glaube ich, nur lernen kann, wenn man da auch online dabei ist.

00:06:39: Okay, dann war es die automatisierte Entscheidungsfindung.

00:06:45: Also natürlich soll das nicht heißen, alle Entscheidungen darüber laufen zu lassen, aber ich glaube, kann mittlerweile den Systemen recht viel zutrauen.

00:06:56: Eben, agentic ist ja auch das Schlagwort heute.

00:07:01: wenn die KI gut gepromtet wird, gute Guardrails hat, dann kann sie im Rahmen dessen, glaube ich, auch sehr gute Entscheidungen treffen.

00:07:13: wir uns mehr frei halten?

00:07:16: Als Unternehmer wünscht man sich immer mehr Freiheiten.

00:07:21: Klar, ist jetzt nicht so, dass wir in Deutschland zu wenig Regulatorik haben oder in der EU.

00:07:29: Mehr muss es erstmal nicht werden.

00:07:30: Aber wir brauchen gerade eine Wirtschaft, die wieder Fahrt aufnimmt.

00:07:33: Ich glaube, das hilft dann eher, da nicht noch mehr Regulatorik reinzubringen.

00:07:39: Und dann war es weniger Datenschutz zur Waren und der Sicherheit und des Wohls.

00:07:44: Hast dir aber schwer getan.

00:07:45: Ja, natürlich.

00:07:46: Dein Umweltdatenschutz ist ja für uns ein ganz großes Thema und natürlich auch für unsere Kunden ganz enorm wichtig.

00:07:53: Und ich glaube, dass es per se auch richtig ist, dass wir uns da in der EU anders aufstellen, als es vielleicht in anderen Teilen der Welt ist.

00:08:03: Aber ich denke, wir haben jetzt eine gute Regelung, wie sie jetzt ist und müssen eben aber auch gucken, dass es eine Abwägung ist, dass wir uns nicht...

00:08:13: dass es nicht so Bremse wird sozusagen, dass wir uns dadurch irgendwie global ausbremsen lassen.

00:08:19: Aber ich glaube, das ist so tief in der DNA hier in der EU und in Deutschland, dass ich mir da wenig Sorgen mache, dass wir jetzt, dass das irgendwie aufgeweicht werden würde.

00:08:30: Sondern mir ging es eher in der Aussage darum, jetzt in die Zukunft gerichtet vielleicht nicht noch mehr on top draufzusetzen, sondern mal dazu bleiben, was wir heute an

00:08:40: Regelungen schon haben.

00:08:42: Okay, und dann mal das persönliche Treffen.

00:08:46: Ja, genau.

00:08:47: Also online ist ja heute sozusagen der Default, aber ich finde, es ist doch immer nochmal was anderes, wenn man sich persönlich trifft und auch so die Zwischentöne, allein wenn man

00:08:58: sozusagen jetzt zum Beispiel beim Kunden, wenn man dahin kommt, ist ja was ganz anderes als wenn man einfach in einem

00:09:05: nur in die Kamera schaut und irgendwie einen Blickwinkel in den Meetingraum hat.

00:09:10: Man weiß nicht, wie es da sonst so drumherum aussieht.

00:09:12: Und dieser Smalltalk drumherum fehlt ja eigentlich auch so ein bisschen.

00:09:16: Alleine, wenn man schon ankommt, sich begrüßt und so weiter, ist ja was anderes im Persönlichen als im Online.

00:09:23: Und bei mir geht die Tendenz wirklich auch wieder mehr dahin, schauen, sich mit Kunden zu treffen.

00:09:29: Weil spätestens seit Covid ist ja irgendwie remote so der Standard.

00:09:34: Und ich finde eigentlich, dass es

00:09:36: durchaus auch, dass man zum Teil vielleicht auch wieder, dass man hinterfragen kann, ob es nicht Sinn macht, sich auch wieder mehr real zu treffen.

00:09:46: Super, okay, jetzt starten wir rein in die anderen Fragen.

00:09:52: Ulf, du kommst aus Münster, hast dort studiert und mit LoyJoy auch dort gegründet.

00:09:59: Was bedeutet denn der Standort für dich?

00:10:02: Ist das Heimat?

00:10:03: Ist es vielleicht auch ein bewusster Gegenentwurf zu Berlin, München oder ist es nur pragmatisch gewesen?

00:10:11: Okay, gut, wir gründen einfach hier.

00:10:14: Ehrlich natürlich irgendwo eine Mischung aus allem Münster ist sicherlich eine Stadt, die es einem leicht macht auch da zu bleiben.

00:10:21: Wir haben eben eine super Uni und auch weitere Hochschulen hier.

00:10:26: Dadurch ist es auch eine sehr junge Stadt, würde ich sagen.

00:10:29: man hat halt einfach viele Studierende, immer wieder, und die kommen ja auch immer wieder neue nach sozusagen.

00:10:35: Also es bleibt dadurch gewisse Frische in der Stadt, wo man den Westfalen ja dann doch sonst eher ein bisschen

00:10:44: als konservativ ansieht.

00:10:45: glaube, gleicht sich ganz gut aus in Münster.

00:10:51: Genau, fühle mich hier von daher sehr wohl und jetzt so aus der Unternehmerperspektive.

00:10:56: Ja, Berlin hat mich nie so wirklich gereizt.

00:11:00: Also, ich habe auch Freunde in Berlin, früher dann auch häufiger da und auch so in der Anfangs der Gründungszeit einige Events da mitgenommen.

00:11:11: Ja.

00:11:13: war für den Westfalen dann vielleicht ein bisschen zu oberflächliche Hype-Events teilweise dabei.

00:11:18: Und so haben wir dann entschieden, auch unternehmerisch hier zu bleiben.

00:11:23: Und ich sehe es insofern ein bisschen als Geheimtipp an, dass wir tatsächlich sehr gut über die Uni Nachwuchs gewinnen können.

00:11:31: Also Münster ist jetzt nicht die Stadt, wo ich fertig ausgebildete, sagen wir mal, Software-Service-Experten bekomme.

00:11:38: Aber ich bekomme sehr motivierte, junge

00:11:41: Nachwuchstalente eben frisch von der Uni, weil viele auch gerne hier bleiben möchten und wir natürlich mit unserem KI-Thema aktuell sicherlich mit die spannendste Perspektive

00:11:54: bieten können.

00:11:57: Okay.

00:11:58: Und wenn man sich jetzt einmal deinen Weg so anschaut, könnte man auch eigentlich fast denken, es ist irgendwie so ein bisschen eine Vorbereitung auf LoyJoy, also Internet,

00:12:08: Kundenmanagement, CAM, Communication, AI.

00:12:11: Hast du diesen roten Faden eigentlich damals auch schon irgendwie so gesehen oder ist das eigentlich so bisschen entstanden?

00:12:20: Er lässt sich rückblickend leichter reininterpretieren, als er vielleicht da war.

00:12:23: Aber ich glaube, was immer schon da war, ist so dieser Antrieb, eigenes machen zu wollen.

00:12:28: Du hast es ja gesagt, Ende der 90er eben zu Schulzeiten.

00:12:32: Also Web 1.0 kam da auf und das hat mich total fasziniert, vor allen Dingen eben fasziniert, dass man Dinge da auch selber machen kann.

00:12:40: Also ich kann mir einfach selber so eine HTML-Seite zusammenbauen und die ist plötzlich global abrufbar.

00:12:47: Das war ja damals total

00:12:49: neu und erstmal faszinierend.

00:12:53: da wollte ich auch gleich mitgestalten.

00:12:55: Also habe mir eigentlich nur überlegt, was könnte ich sozusagen im Internet machen.

00:12:58: Und faszinierenderweise ging die Kommerzialisierung damals ja auch schon recht früh los, sodass man mit den ersten Banner-Ads und dem damals noch sehr attraktiven

00:13:07: Amazon-Partnerprogramm und so weiter, wirklich seine Taschen Geld oder später dann im Studium sozusagen den Verdienst ganz gut aufstocken konnte.

00:13:20: Und von daher, das ist so der rote Faden, glaube ich, bei mir, dass ich immer so diesen Antrieb habe, ich möchte was Eigenverantwortlich irgendwie selber machen.

00:13:28: In der Beratung, klar, da war ich dann in einer Angestelltenrolle, aber es war, sage ich mal, auch eine Boutique-Beratung, also nicht so ein Riesenkonzern, sondern eher so 50 bis

00:13:37: 70 Personen.

00:13:39: Und als Berater haben wir da eigentlich auch eine Rolle gehabt.

00:13:43: sage mal, war, man hat fast alles gemacht von der

00:13:46: von der Kundenakquise über die Projekte, über den Teamaufbau, alles außer Buchhaltung sozusagen, hat man da eigentlich doch auch irgendwie mitverantwortet und war von daher

00:13:57: auch eine ganz gute Schule, dann in die Gründung zu gehen.

00:14:01: Wir machen ja B2B und das war sicherlich so frisch von der Uni, hätte man sich vielleicht eher eine blutige Nase geholt, als wenn man dann schon mal ein paar Jahre Beratungen

00:14:11: gemacht hat.

00:14:14: Ja, vor allem, man auch so querfeldein unterschiedliche Dinge macht.

00:14:17: ich kenne es aus meiner Zeit, das war noch in der Politik.

00:14:22: Damals macht man doch viele unterschiedliche Sachen und lernt sehr viel kennen.

00:14:26: Das ist schon sehr cool.

00:14:28: Ja, absolut.

00:14:29: die Zeit hat mir viel gebracht und war eine gute Vorbereitung.

00:14:35: Erzähl uns mal bisschen von dem Moment, dem aus der Idee Chatbots und Kundendialoge können spannend sein.

00:14:43: Wirklich auch der Entschluss wurde wir, also Ulrich und ich gründen LoyJoy.

00:14:52: Ja, das war, also wie du es vorhin schon mal im Intro gesagt hast, wie Berater so sind, nach Feierabend philosophiert man über Gründungsideen, das war bei mir genauso.

00:15:06: Und da wurden verschiedenste Ideen diskutiert, was man denn so machen könne.

00:15:10: Und für mich war dann auch einfach die Entscheidung da, jetzt ist der richtige Zeitpunkt, irgendwie auch aus der Beratung rauszugehen.

00:15:17: Irgendwann hat man ja auch so, die muss man sich so entscheiden vom Karrierefahrt her.

00:15:21: Will ich da anstreben, mal Partner zu werden oder nicht?

00:15:25: Und für mich war dann klar, nee, das ist nicht mein Weg.

00:15:28: Ich hab das sechs Jahre oder über sechs Jahre gemacht.

00:15:31: Das war okay.

00:15:32: Der Grenznutzen war dann aber auch sozusagen stark fallend.

00:15:35: von den Learnings, man so hatte, wiederholte sich dann doch sehr stark.

00:15:40: Und für mich war dann erst mal die Entscheidung, okay, ich will definitiv gründen.

00:15:45: Und bei Ullrich war es eine ähnliche Situation.

00:15:47: Wir haben uns dann einmal ...

00:15:48: haben wir abends auf ein Bierchen getroffen und habe ihm das sozusagen, als ein Kumpel von mir damals schon war, gesagt, ich steige aus, ich will dann gründen, aber ich möchte

00:15:58: ungern alleine gründen, wie sieht es bei dir aus?

00:16:04: Im Prinzip gab es dann bei ihm noch einen Zwischenstopp in einer Beratung, was er gerne ausprobieren wollte.

00:16:11: Dann haben wir eigentlich per Handschlag erstmal gesagt, wir kommitten uns für ein Jahr.

00:16:16: das jetzt mal auszuprobieren, wie gut das klappt.

00:16:19: Aber da gehen wir dann Vollgas und sprechen dann nochmal.

00:16:22: Also haben irgendwie unseren Exit nochmal vorbehalten und haben uns gegenseitig eigentlich Ideen gepitcht, die sich so aus den letzten Jahren ergeben hatten.

00:16:30: Und LoyJoy war da sicherlich noch anders, was ich da gepitcht habe als was ich heute oder ganz anders als das, was ich heute pitchen würde oder was heute draus geworden ist.

00:16:41: Aber für uns war wirklich eigentlich das Entscheidende.

00:16:45: Es ist der richtige Zeitpunkt.

00:16:47: Wir wollen was Eigenes machen.

00:16:49: Wir wollen was mit Software machen.

00:16:52: Und was die genaue Ausprägung ist, eigentlich Gegenstand der Diskussion.

00:16:59: Und seid ihr mit dem Thema so Chatbots, ist es ja im Prinzip losgegangen und zu der Zeit war der Ruf ja vielleicht auch nicht unbedingt der beste für Chatbots.

00:17:14: Der fing dann vor allen an auch, dass es einen schlechten Ruf, glaube ich, gab.

00:17:19: Also das war so die Zeit, dass dann eben in diesem Bereich gestartet sind und vieles so doch ziemlich schlecht war.

00:17:25: Also KI, die irgendwie dann hauptsächlich gesagt hat, ich weiß es nicht, oder die irgendwie Antworten gegeben haben, die nicht so zu der Frage wirklich gepasst haben.

00:17:33: Da war die Technologie halt noch sehr eingeschränkt.

00:17:37: Also das war bei Leutl war eigentlich so dieser

00:17:41: Dieser Kanal, Chat, diese Interaktion, das war erst mal das Vorrangig Faszinierende als User Interface sozusagen.

00:17:48: Man hat das ja mit dem Erfolg von ChatGPT dann gesehen, dass das per se ein sehr cooles User Interface ist.

00:17:56: Und das war eigentlich so der Kerngedanke, dieses User Interface Chat zu nutzen und ursprünglich dann auch

00:18:07: noch gar nicht so KI fokussiert, sondern wirklich eher Marketing fokussiert.

00:18:11: Also daher kommt auch so dieses ursprüngliche Joy in dem Namen und das Loy steht für Loyalty übrigens, falls sich Leute fragen, was der hintersteckt.

00:18:21: Den Chat eigentlich zu nutzen als als Marketingkanal, darüber Werbeeinwilligungen einzuholen und die KI war uns zu dem Zeitpunkt tatsächlich auch noch zu schlecht.

00:18:32: Wir haben vieles ausprobiert und es gab so die ersten

00:18:37: Die ersten Vorboten von ShedGPT, sag ich mal, der Google, hatte eigentlich so diese Grundlagen, diese Architektur, die dann den Durchbruch gebracht hat, schon damals so

00:18:47: gelegt.

00:18:47: 2017, 2018 fing das gerade so an.

00:18:50: Das war noch nicht ausgereift, aber wir haben gesehen, da passiert irgendwie was.

00:18:54: die Technologie, die damals stand, stand der Technik war, die hatte eigentlich auch nie das Potential, wirklich viel besser zu werden.

00:19:01: Und damals war es dann eher so ein Wettbewerb, okay, irgendwie

00:19:06: der USP von den Unternehmen, irgendwie unsere KI erreicht hier 95 Prozent und Google nur 92 Prozent.

00:19:14: Also man hat irgendwie so über marginale Besserungen gesprochen und uns war klar, da müsste man sehr viel investieren.

00:19:20: Da hätten wir irgendwie keine Ahnung, hier von der Uni noch drei PhDs mit ins Gründungsteam nehmen können, diese Algorithmen irgendwie bis fünf Prozent zu verbessern.

00:19:28: Aber die waren immer noch schlecht, weil die Technologie per se nie das Potenzial hatte, wirklich eine coole Customer Experience zu sein.

00:19:35: Und das war eben immer unser Anspruch.

00:19:37: Wir schon von vornherein die beste Customer Experience haben.

00:19:43: Also deswegen so dieses Joy, dass es eigentlich sogar Spaß macht, mit den Unternehmen umzugehen und diese Leichtgewichtigkeit vom Chat eben zu nutzen.

00:19:52: Und die KI haben wir dann später auch mit reingeholt, aber der eigentliche Durchbruch war dann eben, als Chat GPT wirklich rauskam, weil man da gesehen hat, okay,

00:20:05: Jetzt hat diese Technologie definitiv die Kinderstube verlassen und hat einen Reifegrad erreicht, dass es fürs Business einsetzbar und relevant ist.

00:20:16: Jetzt hast du dem Joybegriff schon erklärt, dass es Spaß machen soll.

00:20:21: Loy, Loyalty hast du ja auch schon kurz erwähnt.

00:20:24: Ist es basierend auf eurem Handschlag noch die Handschlagqualität, mit dir ausgemacht haben, zu begründen oder wo eigentlich das drinnen?

00:20:34: Also die Idee war eben, ja, loyale Kunden durch eine positive Customer Experience.

00:20:40: So könnte man es übersetzen.

00:20:42: Und dann hat es halt einen schönen Zweiklang sozusagen, so diesen Reim mit drin.

00:20:48: Wir haben damals, vor allen Dingen lag das bei mir, ich glaube, ich habe irgendwie 100 Namensvarianten oder so mir überlegt.

00:20:55: Und was ich immer blöd fand, ist irgendwie, wenn da so was mit Chat drin vorkam, so, dann gab es auch viele, Anbieter, ich glaube die meisten so.

00:21:02: gibt es da gar nicht mehr von, die irgendwie Chat mit dem Namen hatten.

00:21:05: Das klang, fand ich, so ein bisschen austauschbar und sollte schon was Unikes sein.

00:21:12: als Bootstrap-Gründer war sicherlich auch noch ein wichtiger Punkt, dass damals die COM-Domain zu haben war.

00:21:19: Und das war jetzt beim Namen mit sechs Buchstaben schon eher knapp, da noch eine COM-Domain, also auch damals schon eine COM-Domain zu bekommen.

00:21:28: Weil ich glaube, sogar alle fünf Buchstabenvarianten waren einfach per se schon mal von irgendwelchen Domain Grabbern komplett weggebucht.

00:21:39: Also die hätte man dann kaufen müssen.

00:21:41: ja, das hat noch geholfen.

00:21:45: Und wenn du jetzt, sag ich mal, Leut joy erklären müsstest, jemanden, der vielleicht auch noch in der alten Welt der Chatbot-Star denkt, wie würdest du den Unterschied auch

00:21:58: erklären zu eurer Agente Customer Service und Sales, dass sie jetzt betreibt und anbietet und was bietet sie auch an?

00:22:08: Genau, also per se im KI an der Kundenschätztelle, also per Chat und Telefon, dass die Unternehmen per Chat und Telefon mit ihren Kunden sprechen können, eben automatisiert über

00:22:20: KI.

00:22:20: Das heißt, unser Fokus ist wirklich in der Regel die volle Automatisierung.

00:22:23: Wir haben auch ein Live-Chat mit drin und natürlich kann man am Telefon auch übergeben.

00:22:29: Aber per se schauen wir immer, wie kann ich möglichst fallabschließend mit der KI meine Anliegen klären.

00:22:35: Und das Schöne ist ja, dass mittlerweile die eigentlichen KI-Modelle, die Large-Language-Modelle, wie gesagt, das war ja mal ChatGPT damals so, das erste, was so

00:22:44: diesen Durchbruch hatte, die sind ja eigentlich zum Commodity geworden.

00:22:47: Das ist gar nicht mehr so wichtig, welches Modell ich da heute benutze, ob das jetzt Claude heißt oder ChatGPT oder ein Open Source-Modell ist.

00:22:57: Das ist zumindest für die Anwendungsfälle, wir hier anbieten.

00:23:01: ist das gar nicht so wichtig.

00:23:02: Ich brauche heute nicht mehr das allerbeste Modell.

00:23:05: Ich weiß nicht, gestern ist ja das neueste Claude-Fable rausgekommen.

00:23:10: Das brauche ich nicht, diese Anliegen, die im Chat oder am Telefon auch in kürzester Zeit gelöst werden müssen.

00:23:19: Dafür wäre das vollkommen überdimensioniert, auch viel zu langsam.

00:23:22: Also ich muss nicht mehr das neueste und beste Modell haben.

00:23:25: Das war am Anfang so, 2023.

00:23:27: hat man natürlich geschaut, immer das neueste, vielleicht auch noch 2024.

00:23:31: Mittlerweile ist es ein komplettes Commodity und wir betreiben das jetzt auch selber als selber OXSource Modelle.

00:23:40: Und ja, also diese KI eben nutzbar zu machen für die Unternehmen, dass sie das auch möglichst schnell selber aufsetzen können.

00:23:52: Das ist immer so unser Ziel.

00:23:53: Wir wollen so die einfachste Plattform sein, mit der ich ein Chatbot, Phonebot für mein Unternehmen aufstellen kann.

00:24:00: Das, was aber trotzdem einen, wie man ja so sagt, so einen Enterprise-Fähigkeiten hat, also ausgeklügeltes Rollen und Rechte, Konzept, Single Sign-on, die ganzen

00:24:11: Datenschutzthematik und diverse weitere Regulierungen, die viele unserer Kunden so betrifft, dass wir das erfüllen.

00:24:18: Aber so diese Enterprise-Fähigkeiten und trotzdem die einfachste Plattform in dem Bereich zu sein, also die Menschen, in den Fachabteilungen sind, die zu empowern, selber Dinge zu

00:24:27: bauen, das ist eigentlich so.

00:24:30: was uns ausmacht, weil Plattformen gibt es natürlich sehr viele in dem Bereich.

00:24:34: Und wir sind eigentlich die, die sich so positionieren.

00:24:39: Schon für den den gehobenen Mittelstand oder Konzern, aber eben trotzdem so mit dieser Konsumereinfachheit.

00:24:47: Okay, sprich, nur damit man sich das vorstellen kann, wenn ich jetzt anrufen würde, dann würde ich mit einer AI sprechen und die führt mich durch, leitet mich durch und wenn ich

00:24:58: möchte, könnte ich aber auch schreiben mit ihr.

00:25:00: Genau, das basiert im Prinzip, also was die Unternehmen ja wollen, ist, dass ich nicht mit einem generell vortrainierten KI-Modell spreche.

00:25:08: Also ich kann ja, also TGPT und CODI sind ja alles vortrainierte Modelle, so vereinfacht gesagt, kennen die das ganze Internet irgendwie.

00:25:16: Und was die Unternehmen in der Regel wollen, ist, dass es natürlich ein KI-Modell ist, das speziell auf sie zugeschnitten ist.

00:25:23: Also das mit ihren Dokumenten arbeitet, mit ihrer Webseite, mit ihren Schnittstellen zu den Bestandssystemen.

00:25:30: Und das ist im Prinzip, was man in der Leudel-Plattform sehr einfach einrichten kann.

00:25:36: Bevor wir da jetzt mal tiefer einsteigen, würde ich gerne noch einen Punkt einschieben.

00:25:39: Du hast es gerade erwähnt vorhin, wie du über die Domains gesprochen hast.

00:25:44: Da hast du den Begriff Bootstrapped fallen lassen.

00:25:49: Was ich ja super spannend finde ist, Bootstrapped ist ein KI-Unternehmen, der arbeitet an dem heißen Scheiß, der gerade läuft.

00:25:59: Ich sag's jetzt mal so, ich drück's jetzt mal so aus.

00:26:01: Gerade das, worüber alle reden, der Gentige Ei und so weiter und so fort.

00:26:07: Phonebots, Phonio AI aus Österreich, hat glaube ich jetzt gerade Finanzierungsrunde von ich weiß nicht, welcher Höhe, ich glaube es waren 14 Millionen oder so etwas eingesammelt.

00:26:18: Also das ist ja wirklich auch ein Thema, was gerade auch bei VCs oder bei Investoren ja super spannend ist.

00:26:26: Ihr setzt aber immer noch Bootstrapped und setzt auf nachhaltiges Wachstum und Unabhängigkeit von Investoren.

00:26:34: Ist es bewusst Überzeugung oder warum?

00:26:36: Oder sagt sie, ja gut, wir schauen auch ein bisschen, wo das Geld lockerer ist.

00:26:44: Ja, meine, das Geld war ja schon mal noch lockerer, so 2021 so, weiß ich noch.

00:26:48: Da gab es natürlich auch viele Runden zu enorm hohen Bewertungen, wo man sich schon mal gefragt hat, muss man da jetzt mitmachen oder nicht.

00:26:59: Ich sage ganz gerne auch, wir sind ein westfälisches Start-up, also sind schon mit dem heißen Scheiß unterwegs, aber irgendwie doch so im Inneren ein bisschen konservativ.

00:27:08: Das ist einfach bei mir so dieser, oder auch bei Ulrich, ich glaube, da sind wir uns eben sehr einig.

00:27:14: Dieser Antrieb, was eigenes zu machen, ist halt...

00:27:20: Es ist ein ganz anderes Game, wenn man Investoren an Bord hat, sozusagen.

00:27:23: Also aktuell ist es so, wir zwei stimmen uns ab, wir entscheiden.

00:27:28: Das geht sehr schnell.

00:27:30: Wir kennen uns, wir vertrauen uns.

00:27:32: Das funktioniert wunderbar.

00:27:34: Sicherlich könnten wir mit VC schneller wachsen.

00:27:39: Ganz klar.

00:27:40: Aber das ist eben auch immer die Frage, was möchte man denn...

00:27:44: erreichen sozusagen.

00:27:45: Sobald man VC mit an Bord hat, tickt die Uhr zum Exit und tickt auch die Uhr, erfüllt man die Ziele sozusagen.

00:27:57: Und wenn man sich die positiven Geschichten anschaut, dann hat man da einen wahnsinnig super Erfolgsfaktor.

00:28:05: Aber ganz viele Unternehmen, irgendwie ein Funding bekommen und wo es vielleicht ihre Wachstumsziele und so weiter nicht so erreichen.

00:28:13: Da sehe ich dann einfach die Gefahr, wenn das für den VC dann nicht mehr so spannend ist, dann nehmen sie auch die Ressourcen da natürlich raus und konzentrieren sich irgendwie auf

00:28:19: die Top-Player, die irgendwie den Fond dann, die Verzehnfachung, Verhundertfachung, was auch immer bringen.

00:28:27: ja, da haben wir eigentlich immer gesagt, haben wir entschieden, was selbstständig zu machen.

00:28:32: Dann wollen wir auch so diese Freiheit haben, diese Entscheidung eben eigenständig zu treffen.

00:28:39: so dass wir zum Beispiel 2023 ganz schnell entscheiden konnten.

00:28:44: Wie gesagt, die KI-Form wäre auch eher stiefmittelig behandelt, da waren wir selber nicht von überzeugt.

00:28:48: Das haben auch nur wenige Kunden genutzt.

00:28:50: Die haben wir einfach quasi rausgeschmissen und durch was Neues ersetzt, eben durch generative Modelle.

00:28:56: Also es ist eigentlich so dieser Antrieb der Unabhängigkeit tatsächlich.

00:29:03: Das ist schon so der Hauptantrieb.

00:29:04: Und ich glaube, VC ist für uns jetzt eigentlich gar kein

00:29:09: Kein Thema mehr.

00:29:10: weiß es nicht.

00:29:10: Also man soll nie sagen, aber ich hab das aktuell, weil das jetzt gar nicht so auf dem Schirm.

00:29:14: Natürlich, klar, wenn viele Wettbewerber sind VC finanziert und können dadurch natürlich vertrieblich nochmal ganz anders, an Marketingseite und vertrieblich, einfach nochmal ganz

00:29:26: anders agieren und können erstmal Geld in die Hand nehmen und das muss sich nicht sozusagen sofort rentieren.

00:29:35: Oder es muss, also die können erstmal in den Minusbereich gehen.

00:29:40: Das ist vielleicht auch etwas, was wir gar nicht so gerne machen würden.

00:29:48: Okay, du hast vorhin ja auch erwähnt, technologisch war AI noch nicht so weit und ihr habt es jetzt dann eben mit Chennai, mit GPD und so weiter, wie dieser ganze Hype losgegangen

00:30:04: ist, da auch drauf gesetzt.

00:30:06: War das eigentlich auch dieser entscheidende Sprung, dass ihr dann eure Lösung dahin kriegt, vom Antworten hin auch wirklich zum Handeln und zum Lösen?

00:30:16: oder aktueller Probleme von Kunden und Anfragen.

00:30:20: Ja, das war in gewisser Maße natürlich schon über die Zeit so ein Pivot, wie man so sagt.

00:30:25: Also, dass wir da natürlich nochmal die Ausrichtung geändert haben.

00:30:30: Das heißt, wir kamen, wie gesagt, so sehr stark aus dem Marketing.

00:30:33: Das ist auch bis heute ein Bestandteil.

00:30:37: Aber wir sind jetzt eben auch komplett eigentlich für jedes Anliegen, was an der Kundenschnittstelle eines Unternehmens ankommt, zuständig oder können damit umgehen.

00:30:49: Und das ist eben erst durch, ja, durch Gen.AI so richtig möglich geworden, weil damit war für uns eigentlich auch diese, diese super Customer Experience eben möglich.

00:31:02: Davor, wie du ja schon gesagt hast, musste man sich ja oft schon entschuldigen oder dieser Begriff Chatbot, den habe ich auch wirklich lange Zeit vermieden, weil der so negativ

00:31:11: konnotiert war.

00:31:12: Und was wir aber jetzt merken, ist auch, dass, dass per se

00:31:18: die Nutzung total zunimmt, also auch von so Chat-Lösungen auf Kundenwebseiten zum Beispiel, dass das insgesamt gerade stark steigt.

00:31:29: Auch bei Kunden, die schon lange Jahre Kunde sind, nimmt das jetzt einfach nochmal viel zu und ich glaube, ist einfach der Trend, natürlich weil die Menschen das jetzt privat auch

00:31:38: immer mehr nutzen und erkennen, da habe ich ja ein super hilfreiches Tool und meinen persönlichen Assistenten und so weiter, die trauen dem Chat einfach mittlerweile mehr zu.

00:31:45: Während das vor ein paar Jahren, glaube ich, viele einfach gesagt haben, ich klicke diesen Chat gar nicht an, da kommt ja nur Quatsch bei raus.

00:31:51: Das ist Zeitverschwendung.

00:31:52: Während heute eher der Angang ist, okay, das ist hier das niedrigstschwelligste Angebot, was ich jetzt habe, mit dem Unternehmen in Kontakt zu treten.

00:32:00: Wenn ich eine E-Mail schreibe, weiß ich nicht, wann ich eine Antwort bekomme.

00:32:03: Die schicke ich weg und kommt erstmal irgendwie eine automatisierte Antwort.

00:32:07: Kann einen Tag dauern, kann auch eine Woche dauern, ich weiß es nicht.

00:32:09: Bei dem Chat sehe ich ja sofort das Resultat und das die ...

00:32:13: Kunden jetzt so weit sind, sagen, okay, dann versuche ich das doch als Erstes.

00:32:17: Also das doch das Einfachste, was ich machen kann.

00:32:19: Und die Erfolgsaussichten werden heute als hoch eingeschätzt.

00:32:24: Und ja, das sehen wir einfach.

00:32:28: von daher war es ein Pivot über die Zeit.

00:32:31: Du hast es gerade auch nochmal gesagt, ihr seid an der Kundenschnittstelle, ihr seid genau dort, es für Unternehmen noch wehtut, wenn was falsch geht oder falsch läuft,

00:32:41: Reputationsschäden etc., was macht denn, ich selber, habe noch Bekannte von mir, dann sagt er, okay, ich sei es mit ...

00:32:54: Telekom, sei es mit anderen Anbietern, Dienstleistern, hängt er dann in irgendwelchen Warteschlangen und spricht auch mit Chatbots und unterschreibt oder wie auch immer.

00:33:04: Der wünscht sich manchmal einfach wieder mal die Person zu rücken, sagt, ich glaube, eine Person da wäre, das, was ich mir wünschen würde, einfach schneller an Lösungen zu kommen.

00:33:17: Was ist eigentlich in diesem Bereich, so dieses technische oder vielleicht auch organisatorische

00:33:21: auch das anspruchsvollste, damit sowas auch wirklich die Akzeptanz bei Kunden bekommt.

00:33:29: Du hast gesagt, es steigt jetzt.

00:33:31: Ich habe manchmal das Gefühl, man kommt nicht drum herum, weil die Unternehmen machen es und ich bin gezwungen, mit sowas zu sprechen.

00:33:44: Eine Wahrnehmung, eine subjektive Wahrnehmung, aber es gibt natürlich auch die Wahrnehmung sicher objektiv, dass die Leute das generell mehr nutzen.

00:33:50: Ich spreche lieber mit so einem Chatbot, da kommt eher was raus, als dass ich dann mit irgendeiner Person rede, die mich vielleicht noch blöd anmacht.

00:33:58: Ja, ich muss mich ja auch nach Öffnungszeiten richten.

00:34:01: Ich muss, ja, hoffen, dass ich bei der richtigen Person rauskomme, die mir weiterhelfen kann und so weiter.

00:34:09: Also wir sehen das zum Beispiel jetzt auch bei B2B-Kunden, wo überhaupt nicht der Zwang ist, den Chat zu nutzen.

00:34:15: Also es gibt natürlich Kunden von uns, klar, da ist der Chat quasi Pflicht mehr oder weniger, wenn ich bestimmte Anliegen klären will.

00:34:23: Ich kann vielleicht sonst auch eine E-Mail schreiben, aber

00:34:27: Aber auch bei Kunden, wirklich sozusagen die Nutzung für die Endkunden dann total freiwillig ist, sehen wir einfach, dass die Zahlen zunehmen.

00:34:35: dass es immer mehr genutzt wird.

00:34:38: Und ich glaube, das ist einfach diese Bequemlichkeit.

00:34:40: Ich habe da die Möglichkeit, das ist der einfachste Kanal, wo ich direkt herausfinden kann, ob ich eine Lösung bekomme oder nicht.

00:34:49: Und es ist das Risiko sozusagen, man macht ja so eine Abwägung unterbewusst.

00:34:54: Wenn ich jetzt so klicke ich jetzt den Chat an, schreibe ich da mein Anliegen rein oder nicht.

00:34:57: Okay, wenn ich also denke, die Chancen stehen gut, dass es mir hilft, dann nehme ich doch das.

00:35:04: Das ist ja der einfachste Weg, Kontakt aufzunehmen.

00:35:08: Ich muss nicht den Hörer in die Hand nehmen, ich muss nicht mit jemandem sprechen.

00:35:14: Warum ist Lieferando so erfolgreich?

00:35:17: Ich muss mit keinem Menschen sprechen und trotzdem klingelt es irgendwie eine halbe Stunde später.

00:35:23: Ich glaube, ich bin irgendwie die letzte Person, die lieber bei der Pizzeria anruft.

00:35:26: Aber ich denke, es geht immer noch schneller.

00:35:29: Wenn ich meine Standardbestellung mache, dann kann ich nach zehn Sekunden schon wieder auflegen.

00:35:33: ist noch schneller.

00:35:34: Und die müssen keine Provisionen an einen Zwischenhändler abgeben.

00:35:40: Aber die Bequemlichkeit treibt die Menschen dahin.

00:35:46: Von daher sehen wir, dass es in allen Situationen einfach die Nutzung zunimmt.

00:35:52: Es geht ja auch nie darum, den persönlichen Kontakt

00:35:56: zu unterbinden oder so, sondern ich glaube, was die Unternehmen gerade vorrangig umtreibt, ist, dass sie mit ganz vielen Standardanfragen zu tun haben, für die es auch wirklich dem

00:36:09: Kunden keinen Mehrwert bringt, das mit einem Menschen zu klären, den Mitarbeitenden auch keinen Mehrwert bringt, solche Anliegen zu klären, die komplexeren Fälle oder da, es

00:36:19: vielleicht irgendwie auch emotionaler ist.

00:36:23: Dafür will man ja geradezu den Freiraum schaffen, dadurch, sag ich mal, man entlastet wird und dass die Erreichbarkeit am Telefon zum Beispiel viel besser ist als vor der

00:36:33: Einführung.

00:36:35: Das ist ja eigentlich der Nebeneffekt und das ist bei unseren Kunden eigentlich auch der vorrangige Treiber.

00:36:42: Es geht gar nicht darum, die Kunden möglichst günstig irgendwie, sag ich mal, abzufertigen, sondern

00:36:53: Wie gesagt, unser Anspruch ist ja immer auch eine sehr positive Customer Experience und wir arbeiten ja wirklich für Unternehmen, die sehr große Brands sind, denen das natürlich

00:37:01: auch sehr, sehr wichtig ist, dass das eine sehr positive Erfahrung ist und dass es eben von den Kunden nicht so wahrgenommen wird.

00:37:07: Aber diese Fälle gibt es natürlich ganz klar.

00:37:09: Also wir versuchen es bei unseren Kunden allerdings, würde ich fast sagen, sollte das nicht auftreten.

00:37:15: Okay.

00:37:17: Dann ist noch ein spannender Punkt, ich auch schon in der Einleitung erwähnt habe, die ist so made in Germany EU gehostet.

00:37:25: Wie wichtig ist, ihr seht ja, ist das für Unternehmen im deutschsprachigen Raum oder im europäischen Raum, dass die sagen, okay gut, weil ihr das tut, werdet ihr auch eingeladen

00:37:36: oder wir sprechen mal miteinander.

00:37:38: Wärt ihr das nicht, würden wir nicht einmal mit euch reden.

00:37:41: Ja, das gibt es.

00:37:44: Also es gibt zumindest, sage ich mal, die da sehr hohen Wert drauflegen und bei denen es deutlich einfacher ist, die Tür zu kommen, wenn das Ganze Deutschland oder EU-basiert ist,

00:37:56: als wenn das US-basiert ist zum Beispiel, weil sie eben sagen, es ist uns wirklich sehr wichtig, was mit unseren Kundendaten passiert und

00:38:10: Ja, ich glaube, dieses ganze Thema EU-Datensouveränität ist ja jetzt eigentlich ein super Trend geworden, könnte man fast sagen.

00:38:19: Für uns war es schon immer so, dass wir auch gesagt haben, eben unter anderem auch weil wir bootstrapped sind, der Schwerpunkt ist auch der Dachraum.

00:38:26: Ja, wir werden das vielleicht auch nochmal erweitern, aber so der Sprung in die USA ist eigentlich ohne Invest schwierig, zumindest, würde ich sagen.

00:38:35: es ist dann schon eine größere Nummer.

00:38:36: Und wir haben dann gesagt, unsere Stärke ist es eben auch

00:38:40: dass wir

00:38:43: die Regulatorik hier kennen, dass wir hier die Wünsche der Unternehmen kennen und dass wir uns mal darum vorrangig kümmern.

00:38:52: Also, dass unser Ziel ist, hier im Dachraum die Marktanteile zu gewinnen.

00:38:58: Und ja, gibt es sicherlich Kunden, für die ist das auch ein Ausschlusskriterium, die würden vielleicht keine US-Anbieter oder so einladen.

00:39:06: Aber wir konkurrieren genauso oft mit

00:39:09: großen Anbietern wie Salesforce und anderen aus den USA.

00:39:13: Das kommt sehr oft vor.

00:39:16: Und jetzt habe ich auch schon erwähnt bzw.

00:39:19: ist es ja schon das öftere Gefallen, KI-Agenten, Gentic.EI und so weiter und so fort.

00:39:25: Ich war auch in Präsentationen und Vorträgen etc.

00:39:29: und dann hatte ich auch jetzt unlängst erst ein Gespräch und da kamen wir auch drauf, ich, okay, was ist denn eigentlich wirklich ein KI-Agent?

00:39:38: Und viele sprechen von KI-Agenten, dabei ist es vielleicht nur irgendwie ein Workflow, der halt nur irgendwie bisschen mit

00:39:44: EI angereichert ist, ja so oft, Was für Missverständnisse, auf welche Missverständnisse trefft ihr oder triffst du bei Kunden, bei Unternehmen heutzutage, wenn es ums Thema

00:39:56: KI-Agenten geht, was ist es denn auch wirklich?

00:40:00: Ja, es ist interessant, dass du sagst, es ist Teil meines Pitches, immer das auch einmal zu definieren, was das eigentlich genau bedeutet oder zumindest, was es bei uns auch

00:40:11: bedeutet.

00:40:12: Und auch das Abzugrenzen jetzt von dem Begriff generative KI.

00:40:17: Also was ist jetzt der Unterschied zwischen generativer KI und agentischer KI?

00:40:22: Beides ist generative KI.

00:40:24: Also die Modelle sind ja per se die gleichen oder eine Weiterentwicklung.

00:40:29: Aber der große Unterschied jetzt, also da gibt verschiedene, aber der wichtigste aus meiner Sicht, den wir eben auch nutzen, ist, dass die agentische KI Tools nutzen kann.

00:40:41: Dass sie wirklich Werkzeuge an die Hand bekommt.

00:40:45: Also ich vergleiche das ganz gerne mit, sag ich mal, das Large-Language-Modell, die generative KI per se, die ist eigentlich

00:40:53: Im Standard, wenn ich die im Browser nutze, ist sie irgendwie ein Gehirn im Glas.

00:40:56: Also ich kann da super interagieren, aber sie kommen da nicht raus.

00:41:02: Sie kann nichts tun, aktiv für mich.

00:41:06: Und ein Agent wird halt aktiv.

00:41:09: Das heißt, der geht zum einen auch mehrstufig vor und er kann in diesem mehrstufigen Vorgehen, kann er halt Tools nutzen.

00:41:18: Es gab ja so diesen Sprung, dass die Modelle so ein Reasoning haben.

00:41:21: Also wenn man sich noch zurück erinnert, so

00:41:23: am Anfang, da kam er sofort, instant hatte die Antwort ausgegeben und wenn er am Anfang einmal falsch abgebogen ist, also wenn er die Antwort mit Ja oder Nein angefangen hat,

00:41:32: dann hat er auch irgendwie versucht, das konsistent zu halten, obwohl es vielleicht schon der erste, das erste Wort war schon falsch, dann hat er eben dann trotzdem irgendwie das

00:41:41: weiter ausgegeben, so dieses Halluzinieren und so weiter, das damals ja noch ein viel größeres Thema.

00:41:48: Dann kam das Reasoning, das heißt, es gab halt so zwischen Denkschritte, in Anführungsstrichen, dass es nicht sofort eine Antwort gegeben hat, sondern erst mal sich

00:41:58: Vorgedanken gemacht hat.

00:41:59: Und jetzt diese Denkschritte verbunden mit der Möglichkeit, Tools zu nutzen, das ist dann eigentlich, was Agendic AI ausmacht.

00:42:08: jetzt kommt es eben darauf an, was für Tools kann es denn nutzen.

00:42:11: Das simpelste und naheliegendste Tool ist immer irgendwie eine Wissenssuche zum Beispiel, dass es in der Wissensdatumrecherchieren kann, dass es eine Websuche hat.

00:42:20: Und dann kommen aber Tools dazu, dass es irgendwie auf andere Systeme zugreifen kann, dass es eine E-Mail versenden kann, dass es ein Dokument schreiben kann und so weiter.

00:42:31: Und das ist eigentlich das, was es dann so viel mächtiger macht.

00:42:37: Das ist wirklich so mehrstufig über einen längeren Dialog.

00:42:41: die Kontrolle behält und zwischendrin immer wieder auch sinnvolle Tools nutzt.

00:42:46: Und das entscheidet halt selber, wann es diese Tools nutzt.

00:42:48: Also ich muss es ihm nicht mehr irgendwie regelbasiert sagen, so haben wir es auch vorher immer schon.

00:42:54: Wir hatten im Prinzip für uns war der Sprung zu Agente gar nicht so groß, weil wir der KI sozusagen auch schon Tools an die Hand gegeben haben.

00:43:03: Aber wir mussten jeden Schritt so sie anleiten.

00:43:05: Also dass wir mussten, mussten jeden Schritt

00:43:08: wieder neu vorgeben, dass sie jetzt einen weiteren Schritt machen muss.

00:43:11: Und das muss man heute ja nicht mehr, sondern da gebe ich nur über den Prompt vielleicht vor, wie viele Schritte darf sie denn tun, weil bei uns am Telefon und im Chat darf das

00:43:19: alles natürlich nicht zu lange dauern.

00:43:21: Also man kennt das ja heute, wenn ich irgendwie Claude oder ChatGPT oder so los schicke, das dauert auch schon mal ein paar Minuten, oder der arbeitet vielleicht auch mal eine

00:43:29: halbe Stunde, das wird ja auch immer länger, das ist ja auch cool, dass es immer länger wird, aber diesen Luxus habe ich natürlich nicht in der Situation an der

00:43:35: Kundenschnittstelle, da muss innerhalb von

00:43:38: wenigen Sekunden oder am Telefon noch schneller oft muss irgendwie eine Antwort kommen.

00:43:43: Und deswegen ist es eher eine Einschränkung, wie viele Tools darfst denn nutzen?

00:43:48: Und wie viele Schritte darfst du denn machen?

00:43:50: Das beschränkt man dann vielleicht.

00:43:52: Aber per se ist das eben, was Agentic AI ausmacht, diese Kombination aus Reasoning, Mehrschrittigkeit und der Möglichkeit, Tools zu nutzen.

00:44:03: Und damit kann ich es unglaublich mächtig machen, wenn ich ihr gute Tools an die Hand gebe.

00:44:06: Und das ist auch das, was

00:44:08: bei uns die Entwicklung der Plattformen mitunter gerade prägt, dass wir immer mehr Tools bereitstellen, die in unserer Plattform sind oder eben über, ja, MCP ist gerade so das

00:44:21: große Thema, das Model Context Protocol, dass man darüber eben externe Tools auch anbinden kann.

00:44:28: früher hätte ich das CRM-System irgendwie über eine Schnittstelle angebunden.

00:44:32: Man kennt das, dann brauche ich irgendwie

00:44:35: wahrscheinlich sogar ein Entwickler, der da irgendwie mithilft, der irgendwie das sagt, welches Feld, wie heißt der Feldname in dem CRM, irgendwie Vorname und Nachname heißt das

00:44:47: vielleicht nicht, sondern First, Unterstrich, Name und so weiter.

00:44:51: Und dann muss ich da irgendwie ein Mapping machen und muss das alles zuordnen und dann muss ich das testen und so weiter.

00:44:58: Also es ist immer eine relative Komplexität und ich muss jedes

00:45:02: jedes Mal das Tool wieder neu verbinden.

00:45:05: wenn ich jetzt irgendwie einmal die Schnittstelle eingerichtet habe und jetzt will ich ein neues hinzufügen, muss ich wieder diese Schnittstelle irgendwie konfigurieren und wieder

00:45:13: gucken, wie mapp ich diese Tools miteinander.

00:45:16: Und deswegen gibt es jetzt sozusagen das Model Context Protocol, was im Prinzip eine standardisierte Schnittstelle genau für Agents ist.

00:45:24: Und die beschreibt sich, also es ist eigentlich eine Schnittstelle, die beschreibt sich dem Agent gegenüber.

00:45:30: Hallo, ich bin das SAM System.

00:45:31: Bei mir kannst du

00:45:32: Kundendaten, lesen Kundendaten, Adressen ändern, Adressen einsehen, die Produktkäufe nachvollziehen und so weiter und dann greift der Agent auf dieses zu und ich muss es nicht

00:45:47: konfigurieren.

00:45:47: Das ist einfach ein Connector, ich anlege und dann funktioniert's.

00:45:51: Das ist Plug and Play.

00:45:52: Das quasi das API für die Agenten.

00:45:54: Genau, API ist ...

00:45:56: Und ohne dass ich da eben jetzt für jedes Mal vielleicht sogar irgendwie einen Developer oder die IT brauche, sondern Plug and Play im wahrsten Sinne.

00:46:06: Und ich sage jetzt mal, weil du es gerade erwähnt hast, bist jetzt das MCP für CAM-System und so weiter und so fort, wie groß sind denn oder wie sind die geschnitten?

00:46:15: Welche Größe macht das Sinn aus deiner Sicht eigentlich von diesen MCPs, wo ich sage, okay, gut, jedes Tool hat einfach nur ein MCP und dann kann ich darauf alles zugreifen

00:46:25: oder ist das nochmal irgendwie anders gegliedert?

00:46:28: Ja, das ist natürlich immer die Frage, wie die Software-Hersteller das dann jetzt sozusagen umsetzen.

00:46:34: Ich weiß, eben jetzt Salesforce das vor ein paar Wochen jetzt komplett auf, also es sagt so, wir machen jetzt alles headless verfügbar.

00:46:44: Ich denke, das sind aber auch mehrere solcher MCP Endpoints, auf die ich dann zugreifen kann.

00:46:49: Wir nutzen MCP auch in beide Richtungen.

00:46:51: Also du kannst es schon lange in LoyJoy hinzufügen.

00:46:54: Also, dass sagst, hier das Tool ist eben nicht nur

00:46:57: nicht nur ein internes Tool, sondern auch eins, was per MCP dann genutzt werden kann.

00:47:02: Umgekehrt ist auch jeder Agent, den du in LoyJoy baust, ist auch wiederum ein MCP-Server, also den kannst du wieder woanders einbinden und du kannst auch heute die Plattform

00:47:12: steuern über MCP.

00:47:13: Das heißt, ich kann hier in Cloud Cowork mit LoyJoy arbeiten und kann auf die Analytics zugeilfen, kann meinen Agent bearbeiten, ohne mich jemals

00:47:27: in der UI von Neutral zu bewegen.

00:47:29: Also quasi Headless Agents, so könnte man es nennen.

00:47:33: Also die MCPs für die Tools als auch für die Agents selber.

00:47:37: Genau, es geht in beide Richtungen.

00:47:40: Und ich hatte mal eine Diskussion vor paar Wochen, da ging es auch darum, wie idealerweise denn so eine Struktur, so eine Architektur auch aussieht, weil wie viele Agenten habe ich

00:47:53: idealerweise, wie orchestriere ich die, sollen die Agenten nur auf ein Tool zugreifen oder sollen die auf mehrere zugreifen?

00:47:59: Wenn ich jetzt dich verstanden habe, bei euch ist es natürlich so vor allem durch den Kundenkontakt,

00:48:06: schon noch eingeschränkt ist, nicht irgendwie Wildwuchs passiert und dann eine halbe Stunde über die Antwort oder die Lösung reasoning betreibt.

00:48:17: Was ist aus deiner Sicht also eine ideale Architektur?

00:48:24: Also wir haben es heute so, dass man kann auch Multi-Agents aufsetzen, dass ich sage, es gibt einen Agent, der ist dann spezialisiert auf bestimmte Themen und der Haupt-Agent gibt

00:48:36: dahin ab.

00:48:38: Das ist manchmal nötig, oftmals ist es aber auch nicht nötig, weil ich eben mit den Modellen, die wir heute so zur Verfügung haben, auch dem eben relativ viele Tools direkt

00:48:48: an die Hand geben kann.

00:48:49: Ich kann natürlich sagen, hier ist irgendwie

00:48:51: Nur der Concierge Agent, der entscheidet mehr oder weniger nur, welchen anderen Agent er das abgibt, brauchen wir oft gar nicht, sondern ich gebe einfach dem Agent viele Tools an

00:49:03: die Hand und der kriegt das dann durchaus hin, sinnvoll in sinnvoller Reihenfolge und passend zum Anwendungsfall dann auch aufzurufen.

00:49:13: Wenn nötig, man das eben, kann man das auch miteinander verbinden.

00:49:16: Aber mein Eindruck ist, dass das jetzt für unsere Anwendungsfälle

00:49:22: gar nicht so oft vorkommt.

00:49:23: ist eher wenn es so interne Anwendungsfälle sind, wo es vielleicht dann auch mit komplexeren Dokumenten usw.

00:49:32: gearbeitet wird.

00:49:33: Da mag das schon mal eher Sinn machen.

00:49:36: Aber ansonsten ist ja das Coole an Agentic, dass er dann das passende Tool nutzt, wenn die Situation es erfordert.

00:49:45: Und da kann ich ihm erstmal ziemlich viele geben, bevor das zum Problem wird.

00:49:51: Jetzt, diese Agenten sind doch relativ einfach, unter Anführungszeichen zu bauen, für die Unternehmen.

00:50:02: Es ist ja aufgrund von Claude, TGPT, wie sie auch alle heißen, Codex, etc.

00:50:11: pp.

00:50:12: ist ja quasi der Code, nahezu for free.

00:50:18: Was hat denn das für Auswirkungen für euch, die auch Agenten bauen oder als Software unternehmen?

00:50:23: Wie geht es ihr damit um?

00:50:24: Wie könnt ihr euch da differenzieren dann auch noch zukünftig?

00:50:29: Ja, das ist natürlich gerade grundsätzlich in der Softwarebranche ein ganz großes Thema.

00:50:36: gab ja Anfang des Jahres auch die sogenannte Saasokalypse, also dass die Saasunternehmen, die Börse notiert waren, einen bisher nie gekannten Einbruch ihrer Aktienkurse erlitten

00:50:49: haben, deutlich über 50 Prozent.

00:50:50: Ich glaube SAP und so weiter hat auch über 50 Prozent erwischt.

00:50:57: Weil genau dieser Punkt, wie du sagst, also Code,

00:51:00: war vor mehr als einem halben Jahr oder vor einem Jahr, sagen wir mal, irgendwie konnte ein Softwarehersteller sagen, wir haben, weiß ich nicht, die besten Entwickler und haben

00:51:13: bestimmte Features, die sind so komplex, die haben nur wir.

00:51:18: Man konnte sich über Features irgendwie klar differenzieren.

00:51:22: Das ist heute viel, viel schwieriger.

00:51:24: Man kann sich vielleicht über ein Feature, ja, abgrenzen.

00:51:29: Aber wenn das gut ist, dann kann man es nicht lange sozusagen.

00:51:33: Also die Zeit wird immer kürzer.

00:51:34: kann nicht mehr, ich könnte mich jetzt nicht Jahre darauf ausruhen zu sagen, wir haben hier irgendwie ein Software geschaffen.

00:51:40: Da soll erstmal einer kommen, der da irgendwie da ranzugehen.

00:51:42: Das ist heute nicht mehr das Problem.

00:51:45: Es geht natürlich in beide Richtungen.

00:51:47: Zum einen beschleunigt es die Entwicklung auch total.

00:51:50: Also wir waren schon immer schnell.

00:51:52: Das ist auch, glaube ich, eben unseren kurzen Entscheidungswegen geschuldet und wir sind mal sehr

00:51:58: fokussiert, also auch in der Entwicklung immer kurze Wege.

00:52:03: Konnten das eben auch ein Value versprechen an den Kunden sozusagen, dass wir immer an vorderster Front der Entwicklung so für ihn quasi dabei sind.

00:52:13: Und das wird jetzt noch schneller einfach.

00:52:16: ich denke, man muss da mitziehen sozusagen.

00:52:19: Wir haben es aktuell so, dass wir wöchentlich oder noch schneller neue Releases irgendwie haben, wobei die bei uns

00:52:28: schon immer abwärtskompatibel waren.

00:52:31: ich muss jetzt als Kunde da jetzt nicht jede Woche panisch reingucken und irgendwas tun oder so, sondern ich kriege einfach neue Möglichkeiten, erweiterte Fähigkeiten und so

00:52:38: weiter.

00:52:39: Also was du ja ansprichst ist, der Code kostet nichts mehr, ist dann jetzt Software auch nichts mehr wert.

00:52:45: So könnte man es ja fragen.

00:52:47: Also könnte jeder Kunde jetzt sagen, ich baue es dann halt selber.

00:52:51: Und ich bin mir sicher, du kannst jede Software heutzutage sozusagen nachbauen.

00:52:55: Zumindest sagen wir mal so, dass es erst mal so aussieht.

00:52:59: Also du kannst sicherlich was bauen, was irgendwie so aussieht wie Leute, zumindest den Chat, klar, das kriegst du einfach heutzutage hin, dass das gut aussieht.

00:53:09: Die Frage ist immer, macht das Sinn für einen Kunden, wenn ich jetzt denke, was haben wir so für Kunden, das ist ja nicht deren Kerngeschäft, so eine Software zu entwickeln.

00:53:19: Und es ist ja auch nicht damit getan, den Code zu schreiben, sondern der muss ja auch irgendwie sicher sein, der muss

00:53:27: sicher deployed sein, der muss skalierbar deployed sein und auch diese Weiterentwicklung, also wer benimmt dann die Weiterentwicklung?

00:53:35: Sodass ich jetzt denke, ja es hat sich viel geändert, das nämlich das was irgendwie vor wenigen Monaten bis Jahren noch als sicher galt, ich kann mich mit Features am Markt

00:53:47: absetzen, ich kann mich, das kann keiner nachbauen.

00:53:54: teure Developer kann keiner bezahlen, wie ich sie habe, so ungefähr.

00:53:57: Das ist, glaube ich, weg.

00:54:01: Das kann es nicht mehr sein.

00:54:03: Der Witz ist allerdings, brauchst du halt, du brauchst immer noch die besten Entwickler, weil die müssen ja heute beurteilen.

00:54:11: Also wenn ich einfach nur das nehme, was die KI mir da hinschreibt, dann wird das ganz schnell zum großen Risiko, einen großen, wie sagen wir so, technical depth, dass ich

00:54:22: irgendwie

00:54:24: was aufbauen und keiner kann es mehr warten, keiner weiß mehr was da eigentlich genau passiert.

00:54:28: So kann es ja nicht sein, sondern man muss ja wirklich gute Entwickler haben, die das Ganze steuern, beurteilen, Qualität sichern, in die richtige Richtung lenken, also die da

00:54:39: diese Rolle übernehmen.

00:54:40: Sie müssen vielleicht nicht mehr selber den Code schreiben oder kaum noch selber Code schreiben, nur die ganz schwierigen Fälle heute noch schreiben.

00:54:46: Das wird ja tendenziell jetzt immer besser werden.

00:54:50: Aber die Frage bleibt ja trotzdem.

00:54:52: wenn ich mir jetzt sowas gebaut habe, was so aussieht wie Lojoi, zumindest wie der Chatbot von Lojoi, wer entwickelt es weiter, wer deploit es sicher, wer trägt dafür Sorge, dass

00:55:03: das funktioniert für die Qualitätssicherung und so weiter.

00:55:06: Also ich glaube von daher schon, es hat sich da viel geändert und es ist sicherlich leichter geworden heute eine Software zu bauen, aber

00:55:20: jetzt wirklich für Enterprise Kunden wäre es schwierig.

00:55:25: Die haben ja auch, ich weiß gar nicht, wie viele Tools Marks und Enterprise Kunde im Einsatz haben.

00:55:28: Also wollen die jetzt alles selber bauen, selber weiterentwickeln.

00:55:34: Ich glaube, da wo es an die Kernprozesse geht, da kann das sinnvoll sein.

00:55:38: Ich sage irgendwie, ich bin Industrieunternehmen und meine Maschinensteuerung, die habe ich selber in der Hand oder so.

00:55:45: Aber so dieses ganze Drumherum.

00:55:49: ringt einen, glaube ich, in Teufelsküche.

00:55:50: man dann jetzt versucht, nur weil der Code billig geworden ist, zu sagen, dann mache ich das jetzt alles irgendwie selber.

00:55:56: Also das Risiko sehe ich jetzt nicht so, aber die Softwarebranche per se hat sicherlich die größte Veränderung oder lebt gerade die größte Veränderung seit sie erfunden wurde.

00:56:13: Ja, ich habe gerade nämlich auch jetzt vor ein paar Tagen mit Freund gesprochen, zeigt ein Arbeitskollege von ihm, der hat einfach innerhalb von 48 Stunden eine komplette

00:56:25: Drohnensteuerung programmiert, inklusive auch noch die Drohne, die CAD-Daten erstellen lassen und 3D gedruckt und

00:56:35: Innerhalb von 48 Stunden war das Ding vor ihm und ist in der Luft geschwebt.

00:56:39: Er hat das dann zusammengebaut.

00:56:41: Also das ist halt echt eine massive Geschwindigkeit.

00:56:43: Wo früher, ich weiß nicht, wie viele Leute programmiert haben für die Steuerung, kriegt das da der Autonomalverbraucher hin.

00:56:50: Und viele Unternehmen mit denen oder auch Podcastgäste, die ich habe, die sagen, wir programmieren unsere Programme jetzt selber.

00:56:58: Und halt individuell.

00:56:59: Aber spannend ist natürlich, wenn es dann Richtung Enterprise geht, wenn es dann wirklich größer wird.

00:57:04: wenn es dann vielleicht auch nochmal die zum Kundenschnittstellen sind, etc.

00:57:07: Also diese risikobehafteten Themen.

00:57:10: Wer übernimmt die Verantwortung und da nochmal das richtig zu de-pro-

00:57:15: Wer entwickelt es weiter?

00:57:17: Was ich immer wahrnehme ist, dass die IT-Abteilungen in den Unternehmen, die sind immer unter Feuer, die sind immer überlastet.

00:57:25: habe nie irgendwo die Situation, dass man sagt, IT-Ressourcen, da kann ich bequem drauf zugreifen und das ist gut.

00:57:32: Sondern das ist immer schwierig.

00:57:35: Das heißt also auch, ich könnte natürlich jetzt sagen, dann sollen die Fachabteilungen jetzt ihre eigene Software weiterentwickeln.

00:57:43: Also ich glaube eben im Enterprise wird es stand heute schwierig.

00:57:47: Keine Ahnung was in ein, zwei Jahren ist.

00:57:50: Aber genauso für kleinere Unternehmen, kleinere Teams, die technikaffin sind oder vielleicht selber eben Developer-Know-How haben, weil das brauche ich ja schon noch

00:58:02: irgendwie.

00:58:02: Ich muss das ja beurteilen können, was da passiert.

00:58:04: Sonst ist es für mich eine Blackbox, irgendwie, wo ich sehe, scheint zu funktionieren.

00:58:09: weiß es nicht so genau, was da eigentlich hinter steckt.

00:58:11: ich muss es ja, wenn ich es ernsthaft betreiben will oder wenn jetzt dein Kumpel daraus ein Produkt machen will, dann muss es ja schon verstehen, was da passiert.

00:58:18: Er kann es ja nicht als Blackbox irgendwie kaufen und funktioniert irgendwie, keine Ahnung.

00:58:22: Ich habe das einfach geprompt, es klappt schon irgendwie.

00:58:26: Sondern ja, das sind eher so die Fragen, da heute noch stehen.

00:58:35: Aber sicherlich.

00:58:37: Es sind heute Dinge möglich, wie gesagt, die wären vor einem halben Jahr, vielleicht vor einem Jahr noch nicht möglich gewesen.

00:58:46: Jetzt würde ich gerne bei dem Thema nochmal die Brücke schlagen zum Vorgespräch, weil da hast du auch eine spannende Sache erwähnt und zwar Unternehmen bräuchten junge, fähige

00:58:55: Menschen, die KI wirklich implementieren.

00:59:00: Wenn wir da jetzt die Brücke schlagen, was steckt dahinter hinter dieser Aussage?

00:59:06: Ja, weil die Diskussion, die ich heute so wahrnehme und die ist natürlich auch nicht von der Hand zu weisen, ist, was macht KI mit unserem Arbeitsmarkt, mit unseren Jobs?

00:59:17: Die kann ja plötzlich vieles heute schon besser, wenn man ehrlich ist, oder zumindest auf gleichem Niveau, wie es ein Mensch kann.

00:59:27: Also, wer muss heute noch in Excel irgendwelche Formeln sozusagen selber entwickeln?

00:59:34: Wer muss eine PowerPoint

00:59:36: noch selber zusammenschrauben.

00:59:39: das ist so mit der gängigen Tätigkeit, die ein Berater früher vielleicht nicht im Kern hatte, aber die immer ein ganz wichtiger Bestandteil der Arbeitszeit irgendwie waren.

00:59:49: Das kann man heute sicherlich beschleunigen, deutlich effizienter machen.

00:59:55: Was ich aber aktuell sehe, ist, dass wir schon als Software herstellen, weil wir leben natürlich schon in einer gewissen Bubble sozusagen.

01:00:03: Das heißt, wir

01:00:04: beschäftigen uns ja jeden Tag damit.

01:00:06: Natürlich habe ich schon Fable ausprobiert und arbeite da schon mit und habe schon Resultate daraus und ist für uns sofort im Doing sozusagen.

01:00:17: Es ist da, es ist sofort im Doing, auch mit OpenClaw und solche Geschichten natürlich, dass man sich damit sofort intensiv beschäftigt.

01:00:26: Das ist aber in der Breite der auch Kleinunternehmen

01:00:32: noch nicht angekommen.

01:00:33: Das sind so die technikaffinen, du bist auch in der Bubble.

01:00:37: Das sind auch technikaffine Menschen, das ausprobieren, die sich das trauen, die das können, weil das ist ja auch so eine Sache.

01:00:46: Nicht jeder Mensch kann plötzlich jetzt irgendwie perfekt eine KI prompten oder hat eine Vision, wie so eine Drohnensteuerung eigentlich aussehen müsste oder was die können muss

01:00:53: oder was da wichtig ist.

01:00:55: Das heißt, wer kann das schon?

01:00:57: Ich könnte das auch nicht, weil ich keine Drohne habe.

01:00:59: Ich habe mich noch nie tief damit beschäftigt.

01:01:02: Ich da geht die Schere gerade sehr weit auseinander, dass für viele Menschen, ja, Chetjipiti kennt jeder und hat vielleicht auch jeder schon mittlerweile irgendwie benutzt

01:01:13: und kennt, dass es Mehrwerte bietet irgendwie.

01:01:16: Aber das ist eben immer noch so eher diese Nutzung vom Gehirn im Glas, sodass ich kann da Fragen beantworten, das kann mir meine E-Mail schreiben, das kann mir für den Arzt zu

01:01:24: bieten, Arbeitszeugnis besser schreiben, als ich das vorher kannte.

01:01:27: Aber sonst ist das bei vielen Unternehmen einfach, also auch gerade bei kleineren Unternehmen, glaube ich, einfach noch gar nicht so in der Breite angekommen oder auch noch

01:01:34: gar nicht klar.

01:01:35: Die haben keinen KI verantwortlich.

01:01:37: Bei der Unternehmensgröße, wo wir unterwegs sind, da habe ich jetzt richtige Ansprechpartner, die das da strategisch vorantreiben, die gucken, wie koordinieren wir die

01:01:46: Projekte und Tools und so weiter.

01:01:48: Das haben aber viele kleinere Unternehmen ja gar nicht.

01:01:50: Und ich glaube, was gerade dann als Bedarf in nächster Zeit entstehen wird, ist eigentlich

01:01:55: dass du ja eben junge, smarte AI-first Leute brauchst, die diesen Unternehmen helfen, das zu adaptieren.

01:02:05: Und das wird einen riesigen Bedarf geben, meiner Ansicht nach, das zu tun.

01:02:11: Der ist, glaube ich, heute noch nicht so ganz.

01:02:15: Viele kommen noch ohne das aus.

01:02:17: Also merken es gar nicht so im Alltag.

01:02:19: Man arbeitet erst mal so weiter, wie es geht oder wie es bisher ging.

01:02:24: Aber

01:02:25: Spätestens wenn du denen einmal zeigst, was man heute zum Beispiel schon mit Claude Kovac machen kann, das ist ja schon so eine gewisse Magie, wenn er irgendwie plötzlich im

01:02:35: Browser da irgendwelche Dinge für dich tut oder so oder dir Dokumente erstellt und so weiter.

01:02:42: Ich glaube, wer das noch nicht gesehen hat, der denkt halt weiterhin, ja, das ist halt okay, das kann klug kluge Sachen mir schreiben und hilft mir dabei und setzt sozusagen.

01:02:55: Die sehen vielleicht noch gar nicht so diesen Impact.

01:02:56: Und wenn das sich aber in der Breite erstmal durchdrungen ist, dann werden doch auch diese nicht so affinen Unternehmen den Bedarf erkennen, da was zu tun.

01:03:09: Und die brauchen Hilfe dabei, glaube ich.

01:03:11: Da bin ich fest von überzeugt.

01:03:13: Und das sehe ich als ganz große Chance wiederum.

01:03:15: ich hätte nie gedacht, so Beratung ist so das große Zukunftsbusiness.

01:03:22: Vielleicht auch nicht so in der Form, es heute ist.

01:03:24: machen irgendwie, wir schrauben tolle Folien.

01:03:26: Das ist bisschen Klischee jetzt, aber das so eine Klischee-Beratung.

01:03:32: Ich schraube mal ein paar Folien, ein Konzept für den Kunden, Konzept kommt in die Schublade und ich kriege das dicke Budget und wir machen das nächste Projekt.

01:03:41: Sondern wirklich eine Hands-on-Beratung.

01:03:43: Du musst in die Unternehmen reingehen.

01:03:46: Jedes Unternehmen ist doch wieder bisschen individuell und gucken, was

01:03:50: Was für Mehrwerte kann man da heben mit KI?

01:03:52: Und wie können wir es jetzt wirklich konkret implementieren?

01:03:55: Weil auch die Geschäftsführer, vielleicht fangen die auch an, selber zu programmieren, zu Vibe-Coden irgendwie.

01:04:03: Aber was machen sie dann damit?

01:04:04: Und wissen auch nicht, wie mache ich jetzt weiter damit?

01:04:07: Was kann das?

01:04:09: Ich habe es jetzt irgendwie auf meinem Rechner, läuft hier was Cooles?

01:04:12: Was mache ich jetzt damit?

01:04:13: Ist das gut?

01:04:15: Ist das einsatzfähig?

01:04:16: Wie kriege ich das deployed?

01:04:17: Ist das sicher?

01:04:19: Das sind, ich, so und da geht es dann irgendwie erstmal nicht weiter.

01:04:24: Und da brauchst du irgendwie jemanden, der dir dabei hilft.

01:04:27: Das ist so meine Überzeugung aktuell.

01:04:30: Aber ich höre auch raus, dass du siehst oder der Meinung bist oder ich gehe mal davon aus, weil du es einfach in der Praxis auch erlebst, dass vor allem in KMU noch eine große Lücke

01:04:42: klärft zwischen Wissen, KI-Wissen und auch Anwendung und die wirkliche Operationalisierung in diesem Bereich.

01:04:54: Ja, ich glaube, bei vielen ist es noch gar nicht so richtig angekommen, was überhaupt heute möglich ist.

01:04:59: Und bei denen, wo es schon angekommen ist, die sind auch unsicher, wie sie es wirklich in den Alltag integrieren und wie sie wirklich Mehrwerte daraus ziehen.

01:05:09: Und ob das auch sicher und nachhaltig ist, das jetzt zu tun.

01:05:14: Man kann ja nicht jeder jetzt einfach loslaufen, irgendwie mit Cloud Code lossteuern lassen oder OpenClaw irgendwie alles machen.

01:05:21: Das ist ...

01:05:23: Das ist ja aktuell noch nicht die Lösung.

01:05:24: Es zeigt aber, wo es hingehen kann.

01:05:26: Und von daher denke ich, ja, das ist ein großer Bedarf, sozusagen die Wirtschaft darauf noch umzubauen.

01:05:34: Und natürlich wird das auch bei größeren Unternehmen zu sein, weil da bin ich auch wieder in einer Bubble.

01:05:40: Die Unternehmen, mit denen ich Kontakt habe, also entweder Kunden oder Interessenten, die beschäftigen sich ja offensichtlich schon intensiv damit.

01:05:46: Und die haben vielleicht auch schon irgendwie KI-verantwortliche Rollen geschaffen.

01:05:52: Aber für viele

01:05:53: Kunden sind wir auch der Pionier sozusagen.

01:05:57: man sagt, so das ist jetzt mal das erste Mal, dass wir richtig KI mal abgesehen vielleicht von intern hast du irgendwie einen Chatbot mit dem du konzentrieren kannst, mal irgendwie

01:06:07: KI richtig in einen Arbeitsprozess einbauen.

01:06:13: Mh.

01:06:17: Spannende Einblicke, du da gibst.

01:06:22: Ich würde gerne zur letzten Frage kommen.

01:06:25: Die letzte Frage ist obligatorisch für alle gleich.

01:06:30: Drei Learnings, die du den Zuhörerinnen mitgeben möchtest, die können beruflicher oder privater Natur sein.

01:06:38: jetzt habe ich mich verwirrt gewesen.

01:06:41: Sorry.

01:06:44: vielleicht das anzuknüpfen, ich gerade angesprochen habe.

01:06:47: Also wer bisher mit KI wirklich nur Kontakt hat, so mit der Free Version von von ChetGPT oder so und das nur im Browser mal benutzt hat, geht mal ein bisschen über den Tellerrand,

01:07:02: investiert mal 20 Euro im Monat und holt euch Codex, Co-Work oder was auch immer.

01:07:10: Ich will da gar kein Tool empfohlen oder Gemini.

01:07:13: Schaut mal, was heute wirklich möglich ist.

01:07:16: Das ist ein großer Unterschied zu dem, was noch vor einem Jahr war.

01:07:20: Und ich glaube auch, es führt keinen Weg daran vorbei, sich da intensiv mit zu beschäftigen.

01:07:27: Und wie gesagt, ich sehe das auch wiederum als große Chance.

01:07:29: Wenn man da Know-how aufbaut, hat man heutzutage, glaube ich, wirklich einen Vorteil auch am Arbeitsmarkt.

01:07:40: nicht nur als negativ zu sehen, es ist eine Sorge, dass da

01:07:43: Wie gesagt, die mag berechtigt sein.

01:07:44: Ich kann natürlich genauso wenig in die Zukunft schauen wie alle anderen.

01:07:47: Ich sehe aber auch irgendwie die Möglichkeiten, die sich jetzt ergeben, dass es vielleicht sogar ganz ins Positive dreht.

01:07:53: So, jetzt hast du aber nach drei Dingen gefragt.

01:07:57: Jetzt schwimme ich gerade ein bisschen, was man da als Fazit noch mit rausnehmen kann.

01:08:05: Aber genau, außer auch das Vibe-Coding natürlich ausprobieren, was du da erzählt hast.

01:08:11: Genau.

01:08:11: Probier's mal.

01:08:12: Also ich mach's auch natürlich.

01:08:14: Also irgendwie so kleinere interne Tools.

01:08:17: Entwickle ich auch schon selber.

01:08:19: Hab mich jetzt noch nicht getraut, so was ganz Großes irgendwie zu machen.

01:08:26: wir schauen auch inwiefern man natürlich im Entwicklungsprozess, ja, inwiefern da vielleicht auch mehr Menschen daran beteiligt sind als wirklich die Developer.

01:08:37: Ich weiß noch nicht ob Scrum.

01:08:40: noch funktioniert eigentlich.

01:08:41: Also eigentlich nicht mehr so richtig.

01:08:44: Also diese Veränderung wird stark weitergehen und ich glaube, man sollte sich einfach damit beschäftigen und das wirklich selber ausprobieren.

01:08:53: Das ist so die Kernbotschaft.

01:08:56: Das Crumb könnte schon als Framework funktionieren.

01:08:59: wird halt vielleicht, wenn die Zyklen kürzer.

01:09:03: Prinzip, ja genau, also wir machen keine zwei Wochen Sprints mehr.

01:09:06: Das hat gar keinen Sinn mehr.

01:09:08: Sondern das ist eher eine tägliche Weiterentwicklung.

01:09:13: Spannend.

01:09:15: Über das habe ich noch gar nicht nachgedacht, aber ja, klar, so kriegst du dadurch natürlich viel schneller die Entwicklung hin und bist eigentlich noch kurzzüglicher am

01:09:23: Kundenfeedback dran.

01:09:24: Ja, absolut, genau.

01:09:27: Cool.

01:09:28: So waren das jetzt schon drei.

01:09:33: drauf an, wo man den Punkt und Komma setzt.

01:09:36: Okay, aber dann sagen wir, waren drei.

01:09:40: Ulf, danke.

01:09:41: Ich sage herzlichen Dank für deine Zeit.

01:09:43: Es war spannend für mich auch, ich habe auch da noch mal die Einblicke zu bekommen.

01:09:47: Einerseits, dass du sagst, pass auf, hier, KMU, die sind noch nicht so weit und das wird sich auch noch, auch da auch ein neues Berufsfeld auftun.

01:09:55: ich bringe jetzt mal die Hypothese an, das habe ich tatsächlich, glaube ich, schon mal bei einer Folge auch gemacht, dass ich, ich glaube, dass einfach so wie du auch sagst, dass

01:10:06: als so Stelle ist, wo ich sage, es gibt Leute, sich nur so was kümmern, einfach KI zu implementieren, irgendwelche Sachen zu vereinfachen, programmieren.

01:10:15: Das keine klassische, sage ich mal, IT.

01:10:17: Ich nicht die Infrastruktur und so ein Zeug, sondern wirklich nur um solche Themen.

01:10:24: Und diese Ausbildung, die gibt es heute einfach noch nicht.

01:10:26: Also das lerne ich nicht so, glaube ich zumindest, das lerne ich nicht so an der Uni oder in der Ausbildung so in der Form.

01:10:33: Das ist noch zu neu dafür.

01:10:34: Und das meinte ich vielleicht auch ganz am Anfang mit Learning Online oder Offline, weil glaube ich eine deiner Einstiegsfragen.

01:10:39: Genau, ja.

01:10:40: Deswegen meine ich online, du musst da am Ball bleiben.

01:10:42: Du kannst dich nicht darauf verlassen, sozusagen die Uni wird mir schon die richtigen Lerninhalte hier vermitteln.

01:10:48: Und dann komme ich von der Uni und dann habe ich hier mein Diplom oder der Master in der Tasche.

01:10:53: Ich auf den Arbeitsmarkt und bin dann vielleicht kalt erwischt, sondern jetzt proaktiv damit umgehen, am Ball bleiben, ausprobieren.

01:11:03: Es war auch noch nie so einfach wie jetzt sicherlich, Eigenes zu starten, was selber legt los.

01:11:12: Diese Chance war noch nie so gut wie jetzt.

01:11:17: Absolut, da stimme ich dir zu.

01:11:20: Was für mich auch spannend war auch nochmal dein Blick auf die KI-Agenten und auch MCP und so weiter und so fort.

01:11:25: Dass es jetzt auch, glaube ich, eine Richtung geht, wo es auch klarer wird für alle Unternehmen, wie Agenten agieren, wie kann ich die anbinden, kann ich die koppeln und so

01:11:38: weiter und so fort.

01:11:40: Es war super spannend.

01:11:42: Ja, genau.

01:11:43: Also wenn dann wäre das vielleicht der dritte Abschluss, falls der noch fehlte.

01:11:46: Also aus Unternehmenssicht sich mit MCP zu beschäftigen, weil dadurch nehme ich ganz viel Komplexität raus.

01:11:54: Also damit mache ich das Unternehmen zukunftssicher.

01:11:57: Und wenn ich heute neue Software einführen würde, ich habe es vorhin, ich weiß gar nicht, ob ich es erwähnt habe, unser CM-System zum Beispiel, das steuere ich gar nicht mehr in

01:12:04: der UI, sondern alles über MCP in Cowork und Co.

01:12:09: Also wenn ich zukunftssicher da sein will, dann achtet darauf, dass die Software MCP unterstützt.

01:12:15: okay.

01:12:17: Guter Tipp noch?

01:12:19: Find ich super.

01:12:21: Ulf, herzlichen Dank für deine Zeit, herzlichen Dank für deine Einblicke.

01:12:26: Ich wünsche dir alles Gute, ich bin gespannt, wo eure Reise hingeht und vielleicht treffen wir uns auch einmal nicht nur virtuell, sondern persönlich und dann können wir das Thema

01:12:35: Persönliches treffen, auch nachholen, was du ja präferierst.

01:12:39: Würde mich sehr freuen.

01:12:41: Mich auch, ich danke dir für die Einladung.

01:12:43: Sehr gut, bis bald, ciao!

01:12:44: Tschüss, ciao.

01:12:46: Das war die Folge mit Ulf Loetschert von LoyJoy.

01:12:49: Alle Infos zu Ulf und LoyJoy findet ihr in den Show Notes.

01:12:52: Bis zur nächsten Folge.

01:12:54: Alles Gute.

01:12:55: Bleibt mir treu.

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