Wolfgang Weingraber - Refurbishment-as-a-Service auch für Losgröße 1 #128
Shownotes
Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von „Business Unplugged“!
Heute hatte ich Wolfgang Weingraber zu Gast, Co-Founder von byeagain aus Graz. In dieser Folge geht es um eine Frage, die auf den ersten Blick sehr einfach klingt, unternehmerisch aber ziemlich spannend ist: Wie schafft man es, aus Produkten, die im Handel eigentlich schon abgeschrieben sind, wieder echten Wert zu generieren?
Mit byeagain bietet Wolfgang gemeinsam mit seinem Mitgründer Jan „Refurbishment-as-a-Service“ für Händler und Marken an.
Wir haben darüber gesprochen, warum retournierte Ware häufig nicht wieder verkauft wird, obwohl sie technisch völlig in Ordnung ist. Außerdem ging es darum, warum Refurbishment bei iPhones oder anderen Elektronikprodukten vergleichsweise einfach skalierbar ist – im Gegensatz zu Kinderbuggys oder DIY-Produkten – und wie sie mithilfe von AI-guided Workflows selbst die Losgröße 1 wirtschaftlich refurbishen können.
Für mich war besonders spannend, wie stark Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Prozessdenken hier zusammenkommen und welche Entwicklungen aktuell am Markt stattfinden.
Aber hört einfach selbst rein. Viel Spaß mit der Folge!
Mein Gast:
Wolfgang Weingraber (LinkedIn)
Feedback & Wunschgäste:
Über mich:
Transkript anzeigen
00:00:01: Über die Produktdaten kann unser System automatisiert im Hintergrund arbeiten.
00:00:06: Wir haben verschiedene Datenquellen, können wir auch gerne noch genauer darüber sprechen.
00:00:10: Aber sobald wir mal ein paar einzelne Produktdaten haben, dann können wir schon vollautomatisierte Informationen auch aus öffentlichen Datenquellen scrapen und unsere AI
00:00:18: ist dann in der Lage, diesen Daten Guidelines abzuleiten.
00:00:26: Das
00:00:29: Herzlich willkommen zu Business Unplugged, dem Treffpunkt für Tradition und Zukunft.
00:00:34: Mein Name ist Johannes Pohl und ich spreche mit Unternehmerinnen, Gründerinnen und stillen Heldinnen des Business Alltags, die unsere digitale Zukunft formen.
00:00:43: Business Unplugged ist die Bühne für Visionäre der Digitalisierung und soll Brücken zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen bauen.
00:00:51: Hier erhältst du wertvolle Impulse und Inspiration.
00:00:55: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge von Business unplugged.
00:00:58: Heute hatte ich Wolfgang Weingraber bei mir zu Gast, Co-Founder von byeagain aus Graz.
00:01:03: Und in dieser Folge geht es eine Frage, die auf den ersten Blick sehr einfach ging, aber unternehmerisch ziemlich spannend ist.
00:01:10: Wie schafft man aus Produkten, die im Handel eigentlich schon abgeschrieben sind, wieder echten Wert?
00:01:16: Mit byeagain bietet Wolfgang gemeinsam mit seinem Mitgründer Jan nämlich Refurbishment as a Service für Händler und Marken.
00:01:25: Wir haben darüber gesprochen, warum retournierte Ware oft nicht wieder verkauft wird, obwohl sie technisch völlig in Ordnung ist, warum Refurbishment bei Elektronik
00:01:34: vergleichsweise einfach skalierbar ist im Vergleich zu Kinderbuggies oder DIY-Produkten und wie Sie mit Hilfe von AI-guided Workflows selbstlos Größe 1 wirtschaftlich
00:01:47: refurbishen können.
00:01:49: Für mich war besonders spannend, wie stark hier Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit und Prozessdenken zusammenkommen und welche Entwicklungen am Markt gerade stattfinden.
00:01:59: Aber hört einfach selbst rein.
00:02:01: Viel Spaß in der Folge.
00:02:04: Lieber Wolfgang, ich freue mich sehr auf unser Gespräch, denn heute geht es die große Frage, wie man aus Dingen, die andere schon fast abgeschrieben haben, wieder echten Wert
00:02:15: schafft.
00:02:16: Herzlich willkommen im Podcast.
00:02:19: Hey Johannes, grüß dich.
00:02:20: Freut mich, dass wir einen Podcast aufnehmen können.
00:02:23: Ja, ich mich auch.
00:02:25: Es ist wieder mal ein Podcast in meine Heimat nach Österreich.
00:02:28: Du sitzt da in Graz.
00:02:31: Und Wolfgang, wenn man deinen Weg chronologisch sich so bisschen anschaut, dann startet die Geschichte nicht mit einem, ja, wie soll ich sagen, mit einem romantischen
00:02:41: Garage-Mythos, sondern ziemlich bodenständig in der Technik.
00:02:45: Du warst an der RTL, du warst am FH Campus, 02 in Graz, Automatisierungstechnik.
00:02:51: studiert und dich dann und auch Innovationsmanagement im Master draufgesetzt und hast dich eben da auch dann mit auch nachher auseinandergesetzt und hast dann als Projektmanager
00:03:03: einige Jahre bei SSI Schiefer Automation gearbeitet, in einer Welt in der Prozesse und Wahnflüsse, Lagerlogik und Effizienz jetzt nicht zu den Buzzwords gehört, sondern wirklich
00:03:17: im Zweifel darüber entscheiden, ob ein System läuft oder eben nicht läuft.
00:03:23: Und wahrscheinlich ist genau das im Rückblick oder vielleicht kannst du es bestätigen, wer weiß, sehe es, mache jetzt mal eine Hypothese, ein ziemlich guter Nährboden für das,
00:03:33: später auch daraus entstanden ist, kein Wir-Machen-Secondhand, weil Secondhand nicht klingt, sondern es ist ein Geschäftsmodell geworden, das versucht Wiederaufbereitung
00:03:44: industriell, datengetrieben und
00:03:47: skalierbar zu denken.
00:03:49: so hast du gemeinsam mit Jan Kraner 2022 byeagain gegründet, das Refurbishment as a Service, also Wiederaufbereitung als Dienstleistung für Handel und Hersteller anbietet,
00:04:04: die ihre Retouren, B-Waren, Ausstellungsstücke, Produkte, die oft technisch völlig in Ordnung sind, trotzdem vernichtet werden.
00:04:14: nicht wieder in den Kreislauf bringen, weil sie keine wirtschaftliche und standardisierte Lösung dafür haben.
00:04:22: Das ist Kreislaufwirtschaft, eben nicht, sag ich mal, als moralischer Zeigefinger, sondern als operatives System mit Software, eigenem ERP, Datenlogik, KI-gestützten Workflows und
00:04:36: der sehr unternehmerischen Frage, wie wird Nachhaltigkeit nicht nur richtig, sondern auch
00:04:45: Mittlerweile ist aus eurer Idee auch ein großes Unternehmen geworden, das als Verified Social Enterprise ausgezeichnet wurde, dem Mark Austria Excellence Award gewonnen hat und
00:04:56: auch mit Plattformen wie Refurbed zusammenarbeitet und offenbar vor allem eines hat, mehr Nachfrage als die vorhandenen Kapazitäten aktuell bequem verarbeiten können und das ist ja
00:05:08: auch der Grund, ist ja für Gründer immer, sag ich mal, diese schöne,
00:05:12: dale Zwischenphase, ich nenne es mal so, der Markt sagt ja bitte mehr davon und das Unternehmen muss gleichzeitig beweisen, dass auch einem cleveren Prozess eine wirklich
00:05:24: große Infrastruktur, also aus einem cleveren Prozess auch eine wirklich große Infrastruktur dann auch werden kann.
00:05:32: So, bevor wir da aber ins Detail einsteigen, kommen jetzt zuerst die berüchtigten AB-Fragen.
00:05:41: Du weißt, was auf dich zukommt?
00:05:44: Einigermaßen, also nicht im Detail, aber ich bin gespannt.
00:05:47: uh
00:05:48: Also eine Frage, zwei Antwortmöglichkeiten, du musst dich für eine entscheiden.
00:05:53: Dreht sich alles das Thema Digitalisierung, mehr oder minder.
00:05:56: Wir starten mit Bildung online oder offline.
00:06:00: online.
00:06:01: automatisierte oder menschliche Entscheidungsfindung.
00:06:06: Zum Abdeckiert.
00:06:08: stärkere Regulierung oder mehr Freiheiten für Unternehmen.
00:06:12: Mehr Freiheiten?
00:06:14: vollkommener Schutz persönlicher Daten oder weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohls der Allgemeinheit.
00:06:22: Zwei Tores.
00:06:23: Also, okay, weniger Datenschutz.
00:06:26: Webmeetings oder persönliche Treffen?
00:06:29: persönlich treffen.
00:06:31: So, das war's auch schon und wir starten.
00:06:33: Warum hast du dich für online entschieden?
00:06:36: Warum für online?
00:06:37: Also grundsätzlich ist es, wir leben in einer sehr dynamischen Welt und es gibt einfach Möglichkeiten, die genutzt werden müssen.
00:06:47: sage mal gerade online, das bietet einfach mehr Möglichkeiten, als wir das vor 20 Jahren noch gehabt haben.
00:06:54: Also glaube, da muss man ganz stark mit der Zeit gehen.
00:06:58: Okay.
00:06:58: Und dann die zweite Antwort war automatisierte Entscheidungsfindung.
00:07:04: Genau, das werden wir wahrscheinlich später noch genauer dazu kommen, aber das ist ja auch irgendwo der Kern und der USP von unserem ganzen Business, von unserem ganzen Geschäft,
00:07:15: dass wir durch automatisierte Systeme, auch automatisierte Entscheidungsfindungen gewisse Dinge skalierbar machen können, die bis dato, wenn sie nur auf menschliche Entscheidungen
00:07:25: gestützt sind, nicht skalierbar umsetzbar sind.
00:07:29: Okay, da glaube ich hast du schon gut angeteasert, das macht Lust auf mehr gleich nachher.
00:07:36: dann warst du für mehr Freiheiten.
00:07:40: Natürlich, also muss man auch sagen per se, also Regularien haben ihre Berechtigung und haben ihren Grund, aber in gewissen Punkten braucht es einfach die unternehmerische
00:07:51: Freiheit auch, dass jetzt Innovation leben kann und dass Innovation vorangetrieben werden kann.
00:07:57: und dann weniger Datenschutz.
00:08:01: Das ist ein sehr kritischer Punkt.
00:08:04: gleiche ist der Datenschutz.
00:08:05: Das sehr wichtig und ein Thema, das entsprechend gut behandelt werden muss.
00:08:11: Aber ich traue mir jetzt auch sagen, im internationalen Wettbewerb, wir jetzt in Europa denken, wir dürfen auch in dem Thema nicht zu stark regulieren, jetzt in gewissen Punkten
00:08:27: in der Entwicklung, in der Innovation nicht hinterher zu sein.
00:08:31: Okay.
00:08:32: Und dann hast du dich noch bei der letzten Frage für persönliche Treffen entschieden.
00:08:39: Ja, also trotz dessen, dass Digitalisierung natürlich im Zentrum von sehr vielen steht, immer stärkeren Fokus in allen Bereichen, in unserer Gesellschaft hat, glaube ich
00:08:51: trotzdem, dass ein persönliches Treffen doch noch eine gewisse andere Art von Interaktion ist.
00:08:58: Also da kann man natürlich leicht über Dinge sprechen und die Beziehung, vor allem, wenn es jetzt um eine Kommunikation von Mensch zu Mensch geht.
00:09:08: baut es sich natürlich in einem persönlichen Gespräch doch anders auf als in einem Online-Call.
00:09:15: Okay, super.
00:09:16: Dann, Wolfgang, ich habe am Anfang schon ein paar so Begriffe eingeworfen.
00:09:21: Ich habe Nachhaltigkeit eingeworfen, ich Refurbishment eingeworfen.
00:09:25: Die Prozesse sind jetzt irgendwie so bisschen raufgepoppt.
00:09:30: Wenn wir jetzt auf eine Party gehen würden, wie müsste ich die vorstellen?
00:09:34: Als Refurbishment-Gründer, als Prozess-Nerd oder als Nachhaltigkeitsunternehmer?
00:09:38: Oder ist alles zusammen?
00:09:41: Da müssen wir schnell eine gute Mischung finden, aber irgendwie die Worte, die beschreiben das schon recht gut, was wir machen.
00:09:48: Also du ja vorher kurz angesprochen, was machen wir mit byeagain?
00:09:51: Wir betreiben Refurbishment als Service, um nicht mehr verkaufbare Retourware aus dem Onlinehandel wieder in den Kreis aufzubringen.
00:10:00: Und was ist jetzt da, ich sag mal, der USB oder das, was wir ganz speziell machen, auch anders als Anderes?
00:10:08: Wir fokussieren uns nicht auf die Elektronikbranche oder die Fashionbranche.
00:10:13: Wir gehen gezielt auf Märkte und Produktgruppen, wo aktuell noch keine Lösungen etabliert sind.
00:10:19: ist Babykinder-Ausstattung, das DIY, Gardening-Pets-Equipment.
00:10:26: Weil es hier in der operativen Abwicklung, im Refurbishment-Prozess selbst, natürlich gewisse Hürden und Hindernisse gibt im Vergleich zur Elektronikbranche.
00:10:38: Okay, aber wie soll ich dich vorstellen?
00:10:40: Refurbishment, Nachhaltiger oder Prozessender?
00:10:43: Die Frage hast du mir jetzt nicht, Björn.
00:10:45: nehmen wir den Refurbisher.
00:10:47: Das passt.
00:10:48: Okay, super.
00:10:50: wenn man jetzt so auf die Produkte geht, was macht dich bei so Produkten vielleicht auch emotionaler, wenn man sich sagen würde, etwas neu und perfekt ist oder auch wenn etwas
00:11:00: durch gute Aufbereitung ein zweites Leben bekommt?
00:11:05: Wo bist du da?
00:11:06: Was triggert dich da mehr?
00:11:08: Also was triggert mich?
00:11:10: Das was mich wirklich triggert ist, wenn wahre Produkte, quasi wie neue sind, sind nicht mehr ganz neu, aber vielleicht ist ein Kratzer oben, nicht mehr den gleichen Stellenwert
00:11:20: haben wie neuwertige Produkte.
00:11:22: Ich sage nichts, wenn jetzt ein Produkt für 10 Jahre gebraucht wurde, schon defekt ist, nicht mehr verwendet werden kann.
00:11:28: Ok, verstehe ich, wenn jemand das jetzt nicht mehr verwenden will.
00:11:32: Aber was wir gesehen haben ist, gerade im Online-Handel, jetzt wird ein Produkt retourniert, das für
00:11:38: sagen wir, einen Tag verwendet wurde.
00:11:40: Und dann geht es einfach in die Tonne oder irgendwo in Liquidation und in Export.
00:11:45: Und das triggert schon.
00:11:47: Und das war doch irgendwo der ausschlaggebende Punkt, warum wir byeagain gegründet haben, dass wir diesen Status Quo brechen können.
00:11:54: Okay, und wenn du jetzt in unser Second Hand Shop gehst, was siehst du vielleicht was anderes nicht sehen?
00:12:01: Da muss man vielleicht auch da eine gewisse Differenzierung einziehen.
00:12:06: Refurbishment ist ja nicht gleich Secondhand.
00:12:08: Ich sage mal Secondhand auch gut, super Sache, hat seine Berechtigung, aber da ist man jetzt mehr im wirklichen Gebrauchtwarensegment unterwegs.
00:12:16: Also wenn ein Produkt schon für längere Zeit verwendet wurde.
00:12:20: Die Unterscheidung zu Refurbishment ist, dass wir bei Refurbishment ja wirklich über qualitative Ware in einem fix definierten Qualitätszustand sprechen.
00:12:30: Das heißt,
00:12:32: Die Produkte sind fast wie neu.
00:12:36: Aber begonnen habt ihr eigentlich so mit dem Zweiten, wenn ich das so richtig recherchiert habe.
00:12:42: Ihr habt irgendwie beobachtet, dass Eltern, du hast es jetzt schon erwähnt, Kinder wegen etc.
00:12:51: Kinderspielzeug oder Kinderaccessoirs oder was auch immer, was halt für den Kinderbedarf so notwendig ist, nach kurzer Zeit ja auch wieder wegwerfen oder weggeben und so weiter und
00:13:03: so fort.
00:13:04: Erzähl mal, wo eure Geschäftsidee wirklich herkommt und wo die getriggert wurde.
00:13:14: Wo kommt die Geschäftsidee her?
00:13:15: Auch irgendwo aus unserem Background.
00:13:18: Du hast es im Intro schon kurz erwähnt.
00:13:21: komme ich her?
00:13:21: Ich komme aus der automatisierten Intralogistik.
00:13:25: Ich dort international für die großen E-Commerce-Player Warenläge aufgebaut.
00:13:30: Das war auch die Zeit, wo ich meinen Co-Founder, den ich angetroffen habe, haben für einige Jahre in einem gleichen Unternehmen gearbeitet.
00:13:39: Da hat es dann halt, ich sag mal, die ersten Berührungspunkte auch gegeben.
00:13:43: Okay, was passiert denn wirklich hinter den Kulissen von E-Commerce?
00:13:46: Also die Dinge, jetzt ein Endkonsument so nicht sieht.
00:13:50: Da ist man dann mal in Berührung gekommen und dann war unsere Ursprünglichkeit, allererste Idee, dass wir einen eigenen Refurbishment-Marktplatz aufbauen mit Fokus auf Baby- und
00:14:01: Kinderausstattung.
00:14:02: Sprich, dass wir von Eltern, Privatpersonen Ware ankaufen, die dann in
00:14:07: unseren Refurbishment Prozess aufbereiten und auf unserem eigenen Shop wieder zum Verkauf anbieten.
00:14:12: So hat es aber alles gestartet, das war live und dann irgendwo nach ca.
00:14:17: zwei Jahren hat es für uns auch einen entscheidenden Pivot gegeben zu unserem jetzigen Geschäftsmodell, das wir das Refurbishment als Service anbieten.
00:14:27: Okay, also ich meine, du hast es schon gesagt, mit Babywaren begonnen oder Kinderartikel begonnen.
00:14:37: Was hat euch denn da auch zum Pivot geführt, dass ihr sagt, okay, wir drehen jetzt, war irgendwie was, ja.
00:14:47: War da eigentlich, seit sie draufgekommen, dass das eigentliche USP jetzt nicht ist, dass ihr diesen Marktplatz habt und das verkauft und das könnt, sondern der Prozess dahinter,
00:14:55: dass ihr die Prozesse einfach besser beherrscht?
00:14:58: Was war der Grund?
00:14:59: Genau, wir haben uns dann, ich sag mal, gut, man gründet ein Startup mit einer Idee und dann tut man mal was.
00:15:09: Was wir gemacht haben, wir waren jetzt mal recht mit offenen Augen und offenen Ohren am Markt unterwegs und irgendwo nach diesen zwei Jahren, Jan und ich, quasi die Gedanken
00:15:18: gemacht, okay, warte mal, was ist denn jetzt wirklich der USP in unserem Startup, den wir besser können als andere und was wir auch gern und gut machen.
00:15:29: Du hast schon erwähnt, das ist nicht, dass wir jetzt einen Supermarktplatz und das Marketing machen, sondern es ist der Refurbishment-Prozess, den wir in-house für uns
00:15:38: entwickelt haben, diese nicht zanzierten Produkte aufzubereiten.
00:15:42: Und dann haben wir festgelegt, okay, aber dann fokussieren wir uns doch auf unseren USB, wir gehen auf das Refurbishment und wir bieten das als Service für Händler, für Brands im
00:15:54: E-Commerce an.
00:15:55: Und da haben sie natürlich auch einige Dinge dann gedreht, weil
00:15:59: wären wir jetzt mit dem Marktplatzgedanken weitergegangen.
00:16:01: Gut, dann wären wir vermutlich in Konkurrenz zu anderen großen Marktplätzen in Europa, die in das Refurbishment-Segment einsteigen.
00:16:11: So sind wir jetzt Partner und Komplementäre von diesen Marktplätzen.
00:16:17: Okay.
00:16:17: Und wenn ich das jetzt so richtig raus gehört habe, es war ein bisschen so ein schleichender Prozess, statt so ein Aha-Prozess der Pivot, oder?
00:16:25: Ja, es ist über einen schleichenden Prozess gekommen.
00:16:29: dann, okay, dann hört man da mal was, dann hat man da ein Gespräch mit einem Handler oder mit einer Marke.
00:16:35: Und irgendwo dann ist dieser schleichende Prozess eigentlich immer mehr geworden.
00:16:40: Und dann hat es den Punkt gegeben, so, und jetzt setzen wir uns mal zusammen, weil natürlich im Daily Business, da ist man in seinem Tunnel drin, aber es ist auch immer gut,
00:16:50: wenn man sich die Zeit dann mal nimmt, kurz zu reflektieren.
00:16:54: Dann ist Entscheidung getroffen worden, wir sehen da jetzt den größten Wachstumsmarkt für uns, das heißt wir machen jetzt den Pivot und wir gehen in diese Richtung.
00:17:04: Okay und jetzt was macht ihr konkret?
00:17:07: Was ist jetzt vom Babyartikel, wir haben Markplats und so weiter, es hat sich ja auf B2B eigentlich gegangen.
00:17:16: Was macht ihr konkret und was macht ihr bewusst auch nicht mehr vielleicht?
00:17:22: Genau, was machen wir konkret?
00:17:23: Also wir arbeiten mit Brands und Händlern, Retailern in ganz Europa zusammen und wir bringen deren nicht verkaufbare Retourware wieder in den Verkauf.
00:17:36: So, wie kann man sich das jetzt vorstellen?
00:17:38: Vielleicht sollten wir mal ein, zwei Sätze auch kurz über den Status quo sprechen.
00:17:43: Warum entsteht denn diese nicht verkaufbare Retourware überhaupt?
00:17:47: Also ich weiß nicht, wie tiefe Einblicke die sind, ich sage mal,
00:17:51: in das E-Commerce-Business, in den E-Commerce-Markten in Europa hast.
00:17:54: Aber grundsätzlich, wie schaut es aus?
00:17:57: Es gibt große Marktplätze, Amazon natürlich als Vorreiter, aber auch unterschiedliche andere Marktplätze in ganz Europa.
00:18:05: Dort wird Ware verkauft, Endkonsumenten bestellen die Ware, bekommen die Ware dann nach Hause geschickt.
00:18:12: Es gibt aber eine kostenvolle Rückgabefrist.
00:18:14: Das heißt natürlich auch, Gesetz im Onlinehandel.
00:18:18: Der Endkonsument kann seine Produkte innerhalb von 14, 30 Tagen je nach Marktplatz kostenfrei zurückschicken.
00:18:24: Das ist ja auch gut so und das passt so.
00:18:28: Aber was für ein Problem steht da jetzt für einen Händler dahinter?
00:18:31: Jetzt hat ein Endkonsument ein Produkt?
00:18:34: Nehmen wir jetzt einfach das greifbare Beispiel des Kinderbuggies her.
00:18:37: Bestelle einen Kinderbuggy.
00:18:39: Natürlich man testet den Kinderbuggy jetzt aus.
00:18:41: Man fährt vielleicht einmal eine oder zwei Tage damit draußen herum.
00:18:45: Dann sieht man, ok, passt nicht, gefällt mir nicht, passt für mein Kind nicht.
00:18:49: Ich schicke das kostenfrei zurück.
00:18:51: So, jetzt kommt dieses Produkt wieder zurück zum Händler.
00:18:56: Es ist aber schon benutzt bzw.
00:18:58: es ist nicht mehr neu.
00:19:00: Das heißt, was soll der Händler jetzt damit tun?
00:19:02: Der kann das ja nicht mehr verkaufen, weil denseite Verkaufskanäle sind für neue Ware ausgelegt.
00:19:08: Und deswegen gibt es auch, ich sage mal, jeder Händler, jeder Brand hat einen
00:19:14: etablierten Retourenprozess.
00:19:15: Wie kann man sich das vorstellen?
00:19:17: Retouren sind ja auch keine Neuerfindung.
00:19:19: Es gibt schon seit x Jahren.
00:19:22: Retourware kommt zurück ins Lager von dem Händler oder in ein Lager von einem Third-Party-Logistics-Provider und dann wird das Produkt geprüft.
00:19:31: Man öffnet die Schachtel, schaut hinein und da gibt es eine grundlegende Entscheidung.
00:19:36: Ist das Produkt neu oder ist es nicht neu?
00:19:40: Wenn das Produkt neu ist, dann geht es natürlich zurück ins Regal und wird wiederverkauft.
00:19:45: Ist das Produkt aber nicht mehr neu, denken wir jetzt einfach dran, da ist vielleicht ein Kratzer oben, das Produkt ist dreckig, dann kann es ja nicht mehr verkauft werden.
00:19:53: Das heißt im Status Quo werden diese Produkte dann auf Paletten gebackt und sie gehen entweder in Liquidation, also zu Restposten handeln oder leider direkt in die Tonne und
00:20:05: werden abgeschrieben.
00:20:07: Das ist mal so grundsätzlich, wo das Problem entsteht.
00:20:10: Und auch vielleicht, dass man da ein besseres Gefühl hat.
00:20:15: Warum geht aber trotzdem mehr Ware in die Tonne als zu den Liquidatoren-Restposten-Händlern?
00:20:20: Da sind ein paar Probleme dahinter für eine Marke, für einen Händler.
00:20:26: Wenn man so eine Ware jetzt zu einem Restposten-Händler gibt, dann verliert man da volle Kontrolle über seine eigene Ware, seine eigenen Produkte und bekommt verhältnismäßig
00:20:37: aber...
00:20:37: Was sind's?
00:20:38: 5 bis 15 Prozent vom ursprünglichen Verkaufspreis.
00:20:41: Das heißt, so der Gedanke auch von einem Händler oder von einer Marke, bevor ich das Produkt jetzt für de facto kein Geld abgebe, aber Gefahr laufe, dass das dann irgendwo im
00:20:52: Export wieder in meinen eigenen Märkten auftaucht, gebe ich das gleich in die Tonne.
00:20:58: Und genau da setzen wir an mit unserer Lösung.
00:21:01: Wir arbeiten direkt zusammen mit den Händlern und den Marken.
00:21:05: Wir integrieren uns auf
00:21:08: auf die existierende Supply Chain.
00:21:09: Das heißt, wollen nicht, dass unsere Kunden ihre Inhouse-Lagerprozesse ändern, sondern die nicht verkaufbare Retourware, die ja sowieso schon auf Paletten gebackt wird und aus dem
00:21:21: Lager verschickt wird, geht dann nicht in die Tonne oder zum Liquidator, sondern wird direkt in unser Lager transportiert.
00:21:29: Und dann starten wir mit unserer Arbeit.
00:21:31: Dann starten wir wirklich mit dem Refurbishment.
00:21:34: Okay, damit sich die Zuhörerinnen das ein bisschen vorstellen können.
00:21:37: Wie groß sind der Prozessor an Retouren im normalen Fall?
00:21:42: Das ist natürlich sehr stark abhängig von der Produktkategorie.
00:21:46: Fashionbereich sind wir ganz hoch bei bis zu 40 Prozent.
00:21:50: Im Durchschnitt und auch in unseren Vertikels sind es so zwischen 13 und 15 Prozent.
00:21:57: Ich war mal im Homeshopping TV unterwegs und da waren es auch 30 % der Artikel, die wieder zurückgekommen sind und die wieder aufzubereiten oder wieder einzuordnen oder
00:22:06: auszusortieren, je nachdem.
00:22:11: Jetzt ist es so, dass das Refurbishment, das ist Service, es kommt zu euch, es klingt ja nach einem sehr schönen Begriff und du hast es schon erwähnt, im Elektronikbereich ist
00:22:23: es...
00:22:24: sehr standardisiert, iPhone etc., wie auch immer, werden andere Massen verkauft.
00:22:28: Ich kann den Prozess standardisieren, wie ich das Ding auseinandernehme, wie der Zusammenbau etc., bp.
00:22:32: Aber in den Fällen, die ihr betrachtet, also Kinderbuggy, do-it-yourself-tools und so weiter, das sind ja tatsächlich Produkte, wie du auch schon gesagt hast, wo viele sagen,
00:22:47: ne, bevor die jetzt irgendwie zu den Restposten gehen, werden die lieber
00:22:53: verschrottet.
00:22:53: Warum kriegen die, weil Refurbishment, sie könnten sie auch refurbischen, warum machen die Unternehmen nicht das Refurbishment selbst?
00:23:03: Warum ist es was, was ist ein gegebenes euch?
00:23:06: Das muss ja rein an einem wirtschaftlichen Faktor hängen.
00:23:09: Was kriegen die da nicht hin?
00:23:11: Was ihr hängt.
00:23:12: Genau.
00:23:13: was ist der springende Punkt hier?
00:23:15: Der springende Punkt ist, dass die Produkte nicht standardisiert sind.
00:23:20: Das heißt, mit den traditionellen Logistikprozessen können diese Produkte nicht aufbereitet werden.
00:23:27: Du hast vorhin schon kurz angesprochen Thema Elektronik.
00:23:30: glaube, die meisten Personen werden das Wort Refurbishment auch mit der Elektronikbranche verbinden.
00:23:37: Da gibt schon
00:23:38: Superlösungen, große Unternehmen, das betreiben und das ist ja auch gut so.
00:23:43: Aber was ist jetzt der genaue Grund, warum zum Beispiel in der Elektronikbranche, die die Lösungen so groß sind, in vielen anderen Bereichen keine Lösungen vorhanden und auch die
00:23:55: Händler und die Marken machen es nicht selbst?
00:23:58: Es ist ein technologischer Grund dahinter.
00:24:01: Dadurch, dass in der Elektronikbranche
00:24:04: Produkte so standardisiert sind.
00:24:06: auch gesagt, iPhone, natürlich, es gibt jetzt ein Modell von iPhone, es hat vielleicht maximal drei Speichergrößen und drei Farben, aber der zieht und dann sind da Zehntausende,
00:24:15: Hunderttausende Produkte von diesem, Modell vorhanden.
00:24:19: Das heißt, du kannst deine Prozesse sehr standardisiert auslegen, in weiterer Folge die große Refurbishment Player, die wie können das voll automatisiert mit Robotik ab.
00:24:29: Das heißt, da muss kein Mensch mehr was angreifen, weil der Prozess standardisiert ist.
00:24:34: Wenn wir jetzt aber in andere Bereiche schauen, genau die wir vorhin gesprochen haben, dann ist es so, dass die Produkte halt alles andere als standardisiert sind.
00:24:43: Nehmen wir wieder unser Paradebeispiel vom Kinderbuggy her.
00:24:46: Jetzt gibt es in Europa 20 Top Brands für Kinderbuggys.
00:24:51: Jeder Top Brand hat mindestens fünf Modelle und da sprechen wir noch gar nicht davon, wie unterschiedlich die Mängel sein können, die so ein Produkt haben kann, wenn es retourniert
00:25:01: wird.
00:25:02: Und genau aufgrund dieser
00:25:04: breiten Produktvielfalt lässt sich der Prozess mit aktuellem Stand der Technik nicht voll automatisiert mit Robotics abbilden.
00:25:15: Und das ist einmal der Grund, warum kein Business Case dahinter getrieben werden kann.
00:25:21: Direkt im Lager von Händlern, direkt im Lager von einer Brand.
00:25:25: Was wir jetzt aber machen, genau das Refurbishment von den nicht standardisierten Produkten auf ein skalierbares und
00:25:32: industrielles Level zu bringen, ist ein datengetriebener Ansatz.
00:25:36: Was heißt das?
00:25:38: Wir haben bei uns in unserem Lager, unseren Operations einen Tag-Lehr integriert.
00:25:43: Wir tracken jedes einzelne Produkt, sammeln alle Daten von dem Produkt.
00:25:48: Wir klastern das dann mit Daten aus unterschiedlichen anderen Datenquellen und danach haben wir AI-guided Workflows, die unseren Operatoren auf eigenen User Interfaces, direkt
00:26:00: auf deren Arbeitsstationen
00:26:02: vollautomatisierte Refurbishment Guidelines geben, wie Sie jedes einzelne unterschiedliche Produkt prüfen und aufbereiten müssen.
00:26:11: Und das ist wirklich der springende Punkt.
00:26:13: Weil eine Person kann nicht das Fachwissen haben, wie man 20.000 verschiedene Produkte aufbereitet.
00:26:20: Durch unseren Prozess, System müssen Sie das aber auch nicht mehr.
00:26:25: Sie müssen nur die Guidelines befolgen, die Sie vollautomatisiert angezeigt bekommen.
00:26:30: Also das sind im Arbeitsanweisungen.
00:26:32: Also schraube hier raus, schraube da raus, keine Ahnung, dieses und jenes machen.
00:26:40: Wie baut man so Workflows für Produkte, man vielleicht nicht tausendfach, sondern nur wenige Male sieht?
00:26:46: Es kann ja sein, dass da euch Produkte kommen, die noch nie bei euch waren oder auch eine Kategorie reinkommt, die vielleicht noch nie da war.
00:26:54: Wie baut man so was, dass das trotzdem
00:26:57: wirtschaftlich ist.
00:26:57: Funktioniert es beim ersten Mal nicht?
00:26:59: Beim ersten Mal muss man jedes Ding noch mal in die Hand nehmen oder ja, wie darf man sich das vorstellen?
00:27:04: Genau, und das geht ja, es muss auch beim ersten Mal funktionieren.
00:27:08: die Qualität muss natürlich für unsere Kunden auch immer gewährleistet sein.
00:27:12: Wir können uns jetzt nicht erlauben, dass wir okay, die ersten zehn Versuche probieren wir einmal und beim elften funktioniert es dann.
00:27:19: Das heißt, wir haben das große Thema, da nennen wir es einmal der Losgröße eins.
00:27:24: Jedes Produkt, das zu uns kommt, ist unterschiedlich und wir müssen davon ausgehen, dass wir ein Produkt vielleicht auch nur ein einziges Mal bekommen.
00:27:32: Wie baut man jetzt sowas?
00:27:34: Das heißt, in unserem Prozess, das allerwichtigste vorweg ist einmal, dass jedes Produkt einzeln getrackt wird.
00:27:41: Jedes Produkt bekommt im ersten Schritt in unserem Lager, der Vorsortierung, Sorting einen einzigartigen Barcode.
00:27:47: Und mit diesem Barcode werden zum einen alle Daten später getrackt und zum anderen verheiraten wir den Barcode mit den Produktdaten.
00:27:58: Und über die Produktdaten kann unser System automatisiert im Hintergrund arbeiten.
00:28:02: Quasi...
00:28:04: Wir haben verschiedene Datenquellen, da wir auch gerne noch genauer darüber sprechen.
00:28:07: Aber sobald wir mal ein paar einzelne Produktdaten haben, dann können wir schon vollautomisierte Informationen auch aus öffentlichen Datenquellen scrapen.
00:28:17: Und unsere AI ist dann in der Lage, diesen Daten Guidelines abzuleiten.
00:28:22: Weil vielleicht auch das Wichtige, was man vielleicht noch erwähnen muss, ist, wir sprechen über Retourware.
00:28:28: Das heißt, du darfst dir das Referment jetzt nicht so vorstellen, als würden wir da
00:28:32: für jedes Produkt tiefgründige Reparaturen machen müssen, das ist nicht die Anforderung.
00:28:41: Das ist ja eine Ware, für sehr kurze Zeit verwendet wurde.
00:28:44: Also es geht viel mehr darum, in schnellstmöglicher Zeit, größtmöglicher Effizienz zu überprüfen, ist das Produkt funktionsfähig, sind alle Teile da, gibt es Defekte, ist es
00:28:56: hygienisch gereinigt.
00:28:59: Wenn ihr jetzt, also ihr zapt öffentliche Daten an, wenn ich das jetzt richtig verstanden habe und aus dem zieht ihr dann diese die Informationen, das sind Betriebsanleitungen oder
00:29:10: was darf man sich da vorstellen, welche Daten zapt ihr da an?
00:29:13: Genau, und da haben wir einen.
00:29:14: Vielleicht wenn wir mal eine Ebene höher starten.
00:29:17: Wir haben grundsätzlich vier Main Data Sources, also unsere Hauptdatenquellen.
00:29:22: Das sind einmal öffentlich zugängliche Daten, zum anderen sind es die Daten aus unseren Operations selbst, also alles was bei uns im Lager und bei dem Customer Support passiert.
00:29:34: Die dritte Datenquelle, das sind Markplatzdaten, weil wir bieten unser Service ja end to end an unsere Kunden, das heißt nicht nur die Aufbereitung, sondern auch
00:29:42: den Wiederverkauf auf den Marktplätzen und die vierte Quelle sind Herstellerdaten selbst.
00:29:49: Also wenn wir direkt mit der Brand zusammenarbeiten, dann können wir da natürlich auch entsprechende Daten speisen.
00:29:56: Da können wir natürlich überall reingehen, aber was du gerade vorhin angesprochen hast, die öffentlichen Daten, natürlich alles, du findest.
00:30:03: Ein Produkt, das online verkauft wird, wird dir auch entsprechend präsentiert.
00:30:07: Das heißt, es sind ja
00:30:08: alle möglichen Informationen vorhanden von Bildern, Produktbeschreibungen, Betriebsanleitungen, Sicherheitshinweisen und die speisen wir einfach in unser System ein.
00:30:19: Also das bedeutet aber, du hast gerade erwähnt, wenn ihr zusammen arbeitet mit Brands.
00:30:23: Also Marken entscheiden sich bewusst mit euch zusammen zu arbeiten, sagen das Refurbishment wird jetzt über Bygain abgewickelt, Punkt eins.
00:30:34: Oder ihr kriegt das von den, sag ich mal, Online-Marktplätzen, die schicken euch das zu und ihr habt da Marken drinnen, wo die Marken gar nicht wissen, dass die Teile bei euch
00:30:44: refurbished werden.
00:30:44: Kann das auch sein?
00:30:46: kann auch sein.
00:30:47: Grundsätzlich muss man unterscheiden, es gibt, das sind für uns zwei verschiedene Zielgruppen.
00:30:51: Die eine Zielgruppe, sind die Marken direkt, dass du dann sprichst mit einer Marke und da gibt es verschiedene Produkte von derselben Marke.
00:30:59: Die zweite Zielgruppe, das sind die Retailer.
00:31:01: Das ist ein typischer Handler, der vertreibt natürlich x verschiedene Marken, x verschiedene Produkte.
00:31:08: Und wenn ich das richtig verstanden habe, auch ihr verkauft die Dinge dann an den Marktplätzen wieder weiter.
00:31:14: Genau, also das ist ein Teil von unserem Service, dass wir nicht nur sagen, wir wickeln nicht nur das Refurbishment ab, sondern ganz wichtig End to End.
00:31:24: Wir betreiben auch das Fulfilmen in ganz Europa plus den Wiederverkauf auf ausgewählten Marktplätzen.
00:31:32: Da muss man sagen, das unterscheidet sich auch je nachdem, was der Kunde will.
00:31:37: Aber es gibt also drei große Optionen, die für unsere Kunden interessant sind.
00:31:43: Die erste Option ist,
00:31:44: Wir betreiben Refurbishment, optional Fulfillment dazu und der Kunde verkauft dann Ware über seinen eigenen Kanäle weiter.
00:31:51: Zum Beispiel, wenn jemand eine eigene Refurbishment-Section auf seinem Shop aufmachen will.
00:31:57: Die zweite Option ist, dass die Ware nicht im eigenen Online-Shop der Marker des Handlers verkauft wird, sondern über Marktplätze.
00:32:08: Und dann müssen wir jetzt zwei Unterschiede anschauen.
00:32:11: Die einen Kunden sagen, okay,
00:32:13: Ich will selbst das Gesicht nach außen zu den Endkonsumenten sein.
00:32:17: Das heißt, die haben dann ihren eigenen Marktplatzkanal und wir bespielen diesen Marktplatzkanal operativ mit den Produkten.
00:32:24: Und die andere Option ist, dass sie sagen, okay, finde ich super, aber ich will oder ich darf nicht das Gesicht nach außen sein zu den Endkonsumenten.
00:32:33: Zum Beispiel, wenn eine Marke Verträge mit Distributoren hat und selbst nur als
00:32:40: B2B Unternehmen auftreten darf und keinen Verkauf an Endkonsumenten hat.
00:32:44: Dann nutzen wir unsere eigenen Verkaufsmarktplatzintegrationen unter den Namen Beige.
00:32:49: Okay, also ist ja auch ein wirtschaftlicher Aspekt dahinter.
00:32:53: Also wenn ich jetzt als Brand mit euch zusammen arbeite, muss ich sagen, okay, gut, bevor ich es verschrotte, muss zumindestens ja irgendwie entweder noch bisschen zumindest das
00:33:02: Marsch hängen bleiben oder ich habe irgendeinen anderen strategischen Effekt noch, Gibt es da auch Produkte, wo du sagst, da läuft es gut oder die funktionieren besonders gut oder
00:33:18: gibt es auch welche, wo du sagst,
00:33:20: Die Produkte sind doch eher schwierig.
00:33:23: Auf jeden Fall, es muss natürlich auch für eine Brand and Retail eine wirtschaftliche Lösung sein und ich kann dir sagen, es bleibt nicht ein bisschen mehr hängen, sondern es
00:33:31: bleibt deutlich mehr hängen.
00:33:33: Wie kann man sich das ganz einfach vorstellen?
00:33:38: Im Status Quo, wenn die Ware in die Tonne geht, dann zahlt man sogar noch für die Entsorgung.
00:33:43: Wenn die Ware zum S-Postenhändler geht, dann bekommt man 5 bis 15 Prozent vom UVP.
00:33:49: Wir verkaufen die Produkte als Färbisch.
00:33:53: Ware für bis zu 75 Prozent vom UVB.
00:33:56: Das heißt unterm Strich, nachdem wir unsere Servicekosten abgezogen haben, geben wir 30 bis 40 Prozent des UVBs an die Brand, an den Retailer zurück anstatt die 5 bis 15 im
00:34:08: Status Quo.
00:34:10: Plus, da sind noch ein paar andere Effekte mit dabei sind, dass wir mit der Brand zusammenarbeiten.
00:34:17: Das heißt, die Brand hält weiterhin volle Kontrolle über die eigene Ware.
00:34:23: Wie kann man sich das vorstellen?
00:34:24: Beispielsweise wir schauen uns da mit dem Marketing gemeinsam an.
00:34:27: Okay, das sind die unterschiedlichen Marktplätze, wo wir das anbieten können.
00:34:31: Das sind die Verkaufsländer.
00:34:32: Das wäre unsere Preistrategie.
00:34:34: Sollte eine Brandesau sagen, in meiner Strategie, warum auch immer, bitte diesen Marktplatz nicht und auch diese Verkaufsländer nicht, dann nehmen wir das raus.
00:34:45: Sprich, die Brand hat immer volle Kontrolle und als dritter Benefit ist es natürlich auch, ich sage mal, ein
00:34:52: eine gewisse Vorreiterrolle, dass man zirkuläre Lösungen umsetzt und sein bestehendes Geschäftsanteil ein wenig weiter denkt.
00:35:02: wir auch schon mitbekommen für einige, zumindest jetzt für die Großunternehmen, ist dann das ESG-Reporting auch kein uninteressantes Thema, sagen wir mal so.
00:35:12: Okay, das ist ja im Prinzip auch spannend, ich meine, wenn jetzt Unternehmen das machen, dass sie wiederverkaufen, dass über gewisse Kanäle gehen und so weiter und so fort, das
00:35:26: sind auch gewisse Typen Menschen, dort einkaufen, Refurbished-Produkte auch einkaufen, sage ich jetzt einmal.
00:35:35: Wie verändert denn sowas auch die Logik für die Marken dann nachher?
00:35:39: Seht ihr da was?
00:35:40: sagen, okay gut, wenn die jetzt zu uns kommen,
00:35:42: Da ändert sich auch was bei den Marken.
00:35:44: Ich sage mal, ist das Thema, was Marken will ich haben?
00:35:48: Das ist ein grundsätzliches Thema im Onlinehandel.
00:35:51: Die Wachstumszahlen im Onlinehandel stagnieren irgendwo.
00:35:56: Über die letzten Jahre auf der anderen Seite.
00:35:58: Die Wachstumszahlen für den Secondary-Markt steigen deutlich stärker.
00:36:04: Das Thema ist aber, wo Privatpersonen, sei mal Ware untereinander haben.
00:36:10: Oder auch Unternehmen, das betreiben.
00:36:12: Das Thema ist aber, dass
00:36:14: eine Brand oder ein Retailer aktuell hauptsächlich nur in Neuwarensegmenten unterwegs ist.
00:36:18: Das heißt, wir sehen zwar, der Secondary-Markt wächst sehr stark, aber sie haben keinen Zugriff auf diesen Markt.
00:36:24: Und was wir jetzt sagen ist, okay, bitte setzt diese Chance doch.
00:36:29: Mit unserem Refurbishment Service gefährden wir jetzt nicht eure bestehenden Verkaufskanäle, eure bestehenden Zielgruppen für Neuware, sondern wir ermöglichen euch,
00:36:39: dass ihr auch in diesen Secondary-Markt einsteigen könnt.
00:36:42: Dass ihr
00:36:43: neue Zielgruppen adressiert.
00:36:44: Und zwar die Leute, die bis dato, ich sag mal, gebraucht Ware kaufen, die halt auf Plattformen wie Kleinerzeigen oder in Österreich willhaben unterwegs sind, aber dann quasi
00:36:55: in die höhere Qualitätsstufe des Refurbishments gehen, weil sie doch gern die Convenience von E-Commerce hätten, ich sag mal, die Abwicklung mit einem Unternehmen und auch den
00:37:06: garantierten Qualitätszustand.
00:37:08: Es wird Refurbishment, wird auch ein wichtiger Bestandteil zukünftig für die Brands werden, wenn ich das jetzt richtig raushöre.
00:37:16: Also noch mehr als es jetzt ist, weil dieser Markt wächst.
00:37:21: Auf jeden Fall, also ganz klar.
00:37:23: Man sieht es ja auch in der Elektronikbranche, der Vorreiter in diesem ganzen Markt, wie groß die Lösungen gewachsen sind.
00:37:31: Vielleicht vor zehn Jahren hat es da auch noch Bedenken gegeben bei Händlern oder Marken.
00:37:37: Aber mittlerweile ist der Refurbished-Markt ein fixer Bestandteil, auch für bestehende Händler, die davor nur neue Ware angeboten haben.
00:37:47: Wenn der Markt jetzt steigt, was für Auswirkungen hat das dann auch nochmal auf den normalen, nicht den Refurbishment-Handel, sondern den Neuprodukte-Handel, setzt ihr da
00:37:59: Auswirkungen drauf, auf die sich Unternehmen einstellen müssen?
00:38:03: ich wenn ihr da wirklich stärker einsteigt und das auch wirklich so betreibt, müsst ihr euch auch xy bewusst sein.
00:38:12: Also grundsätzlich unsere Beobachtungen und das, wir sehen, ist, dass der Refurbishment-Markt jetzt nicht das Neuwarengeschäft ersetzen wird.
00:38:22: Natürlich wird weiterhin Neuware gekauft werden, aber es ist mehr oder weniger ein zweiter Teil von Geschäftsmodell.
00:38:31: Und was natürlich basiert, auf was können sich Brands einstellen, aber im positiven Sinne, ist eben, dass man neue Zielgruppen erreichen kann.
00:38:42: Das ist, die wichtige Sache.
00:38:43: Gerade wenn man diese Marktwachstumszahlen ansieht, irgendwas muss man machen.
00:38:49: Also wenn man als Unternehmen weiter wachsen muss und man sieht, ganze Markt per se wächst nicht, ich glaube, dann ist jetzt auch strategisch die richtige Zeit, dass man auch neue
00:38:58: Geschäftsmodelle ins eigene Unternehmen hinein lasst.
00:39:02: Okay, spannend.
00:39:03: Ja, cool.
00:39:06: habe ich jetzt noch eine Sache, die mich wirklich auch brennend interessiert ist.
00:39:10: Ihr betreibt ja auch das Lager selbst.
00:39:14: Ihr habt ein eigenes Lager.
00:39:16: Wie gestaltet ihr die Lagerorganisation, wenn ihr auch so viele Produkte habt oder unterschiedliche Brands, unterschiedliche Dinge?
00:39:25: Wie läuft das bei euch ab?
00:39:27: Das würde mich jetzt rein aus logistischer Sicht auch interessieren.
00:39:31: Auf jeden Fall, weil natürlich es kommt die gleiche Hürde wie auch schon mit Fervishment.
00:39:34: Jedes Produkt ist unterschiedlich.
00:39:37: Das heißt, so muss auch unser Lagerbetrieb sein.
00:39:41: Wir betreiben eine chaotische Lagerhaltung und das kommt wieder auf den ersten Punkt, den Punkt von vorher zurück.
00:39:48: Bei uns bekommt jedes einzelne Produkt einen einzigartigen Barcode.
00:39:53: Und auch später in der chaotischen Lagerhaltung ist jedes Produkt einzeln getrackt im System.
00:40:00: aber natürlich gematcht mit gewissen Stammprodukten, damit diese dann auf den Marktplätzen automatisiert gelistet werden.
00:40:09: Okay.
00:40:11: Was macht ihr mit Ladenhütern?
00:40:12: Ihr werdet ja sicher auch Produkte haben und sagen, super, die haben wir jetzt gekriegt, fürs erste Mal haben wir das refurbished.
00:40:17: Aber irgendwie, wir kriegen die Dinge nicht weiter.
00:40:20: Was passiert mit Ladenhüttern?
00:40:21: Natürlich eine gewisse Quote.
00:40:24: Ich sage mal, wir müssen sie jetzt nicht hoch, weil man hat davor noch ein paar andere Mittel in der Hand.
00:40:29: Natürlich Preise, ein starkes Mittel, dass man Ware dann noch ins Tränen bekommt.
00:40:36: Aber soll es zum Fall kommen, dass ein Produkt für eine gewisse Zeit sich nicht gedreht hat, dann auch jetzt auch ein wenig aus betriebswirtschaftlicher Sicht, dann gehen wir
00:40:48: wieder auf die Restpostenhäler zu.
00:40:50: Das heißt, diese Ware wird uns dann wieder abgenommen und wir haben da eine schwarze Null dahinter.
00:40:56: Aber wenn die Brands das nicht wollen, das über Restbosten wieder reinkommen wird, dann habt ihr die Chance ja auch nicht, oder?
00:41:01: Dann haben wir die Chance nicht, was können wir dann damit machen?
00:41:04: Dann geht es entweder ins Recycling oder falls wir das Produkt davor noch nicht hatten, machen wir Ersatzteile daraus für ein potenzielles neues Produkt der selben Brand.
00:41:16: Okay, und dann verkauft sie die Ersatzteile am...
00:41:20: Nein, die nutzen wir selbst.
00:41:21: wir haben auch bei uns ein, wir nennen es Intelligent Spare Parts Management.
00:41:26: Das System ist so aufgesetzt, sollte ein Produkt nicht mehr verkaufbar sein, vielleicht als irreparabel beschädigt ist, dann geht das nicht in die Tonne, sondern geht bei uns in
00:41:36: das Ersatzteil Lager.
00:41:37: Sollte jetzt irgendwann, egal zu welcher Zeit, dasselbe Produkt noch einmal zu uns ins Lager kommen, erkennt das System natürlich automatisch, okay, wir haben dieses Produkt
00:41:47: vorhanden und dort
00:41:48: können uns Operator dann Ersatzteile daraus ziehen.
00:41:51: Das war auch ein ganz wichtiger Punkt bei uns im Warehouse.
00:41:56: Warum?
00:41:57: Vielleicht auch ganz spannend zu wissen.
00:42:01: Produkte sind ja so designt aktuell, dass man sie ja teilweise nicht reparieren kann.
00:42:08: Also on purpose sind sie so designt.
00:42:13: Auf der anderen Seite
00:42:15: Mit Ersatzteilen hat man auch immer das Thema, wir arbeiten jetzt für die Brands, das heißt wir können und wir dürfen auch gar nicht irgendwelche Nachbauersatzteile einkaufen
00:42:27: oder es gibt auch die Gedanken von 3D-Druckungen und so weiter, dass man sich selbst Ersatzteile erzeugt, was ja grundsätzlich super Gedanken sind.
00:42:36: Man kommt auf wirtschaftlicher Seite aber gleich mal in ein Compliance-Thema, weil wir verkaufen ja dann das Brand-Produkt und müssen garantieren, dass
00:42:43: keine Nachbauteile darin enthalten sind.
00:42:47: Deswegen unser Bare-Parts-Management.
00:42:49: Man kann zwar oft bei den Produkten, bei den Konsumprodukten keine einzelnen Teile tauschen, aber man kann ganze Baugruppen ersetzen.
00:42:57: Vielleicht bleiben wir wieder bei unserem heutigen Beispiel des Kinder-Buggies.
00:43:01: Man kann jetzt vielleicht keine einzelne Speiche von einem kleinen Reifen tauschen, aber man kann das ganze Reifen-Set hinunterziehen.
00:43:12: kann man dann mit einem anderen funktionierenden Reifenset einfach im Ganzen tauschen.
00:43:17: Okay, jetzt, wie viele Artikel habt ihr lagern?
00:43:23: Jetzt so, im Schnitt?
00:43:25: Wir sind in unserer aktuellen Größe um die 5.000 6.000 Produkte lagern und insgesamt auch, dass man da ein Gefühl bekommt, wir haben um die 30.000 verschiedene SKUs bei uns im Lager
00:43:39: bearbeitet.
00:43:41: Sehr schön eine ordentliche Zahl.
00:43:46: Was für Lagertechnik nutzt ihr da?
00:43:48: ich meine, die Produkte sind ja vom, ich sage jetzt mal wahrscheinlich, die Bandbreite nochmal darzustellen, vom Handy bis zum Kinderbuggy haben wir unterschiedliche Größe und
00:43:58: Gewicht auch nochmal.
00:44:00: Wir lagern in ganz normalen Regalsystemen, wo Leute einlagern und später normales Picking betreiben.
00:44:10: sage mal jetzt auch, Purpose so, ich selbst und auch Jan, meine Mitgründe, wir kommen aus der automatisierten Intralogistik.
00:44:19: Natürlich, das Herz blutet, wenn man weiß, was nicht alles in der Automatisierung schon möglich wäre.
00:44:26: für uns jetzt als wachsendes Start natürlich ...
00:44:29: ganz klar, dass wir jetzt kein starkes CarPacks investieren in Autos, sich die Lagertechnik tätigen wollen.
00:44:38: Das wäre so meine nächste Frage gewesen, wie weit seid ihr, weil das muss man ja auch irgendwie finanzieren als Start-up.
00:44:45: Wie seid ihr da dran gegangen, ihr das, findest ist Lagerfläche, Regale, okay Regale sind vielleicht jetzt nicht das Invest wie automatisierte Lagerlösung, aber trotzdem Fläche und
00:44:57: das Ding, das muss ich ja auch erstmal vollkriegen, ich sag's jetzt mal so, damit sich das auch irgendwie rentiert.
00:45:05: Wie seid ihr an diesem Punkt herangang?
00:45:08: Wie habt ihr das gemacht?
00:45:11: Der Grundsatz war lean and mean.
00:45:14: Gerade in der frühen Phase, mit dem Mittel, hatte, das Großmelke rausholen.
00:45:20: Und konkret für das Lagen, in dem wir aktuell arbeiten, das haben wir im Sommer letzten Jahres aufgebaut.
00:45:26: Dafür haben wir eine Finanzierung, aber nicht durch Investoren, sondern zum einen Teil aus einer staatlichen Förderung und zum anderen Teil aus einem Nachrangdalen.
00:45:37: Kreditprogramm von einer Bank aufgestellt.
00:45:39: Das waren insgesamt 700.000, also Förderung plus, plus, Talen.
00:45:44: Ja, okay.
00:45:45: Und somit seid ihr quasi dann gestartet und jetzt rein.
00:45:49: Und was ist denn dann so die Vision für euch für die nächsten Jahre?
00:45:53: Wohin geht die Reise?
00:45:54: Weil ihr seid ja stark am Wachsen.
00:45:56: Ich habe es schon erwähnt.
00:45:57: glaube, größeres Lager oder Automatisierung wäre schon ganz cool.
00:46:01: Auf jeden Fall.
00:46:05: Wohin geht die Reise?
00:46:06: In jedem Fall.
00:46:07: Du hast ganz kurz im Intro angesprochen, haben jetzt dieses Neubehaus im Sommer letzten Jahres aufgebaut.
00:46:15: Wir laufen aber mittlerweile eigentlich auf voller Kapazität.
00:46:17: Das heißt, unser Wachstum ist eingeschränkt, weil wir nicht mehr Produkte aufbereiten können.
00:46:24: Und das ist auch der Grund, wir jetzt immer alle wichtigen Checkmarks gesetzt haben.
00:46:30: Okay, es war für uns ein wichtiger Meilenstein, neues Lager aufgebaut.
00:46:34: sag mal, das war die...
00:46:35: kleine mögliche Größe, jetzt nicht nur die einzelnen Prozessschritte, auch den gesamten logistischen Fluss dahinter abzubilden.
00:46:44: jetzt geht es für uns in die nächste Runde.
00:46:46: Wir sind gerade mitten in einer Finanzierungsrunde, eine SID-Runde, dann unsere Kapazitäten in einem größeren Lager zu erweitern aufzubauen.
00:46:56: Wäre es nicht doch eine Option, euren Ansatz der Daten, also dieser AI-guided workflows, auch einfach an 3 PLs zu verkaufen zum Beispiel, dass man sagt, okay, gut, wir brauchen
00:47:06: jetzt kein Carpex Invest, wir haben die Software oder dieses Wissen, das Prozesswissen, was wir euch lizenziert verkaufen oder wie auch immer.
00:47:16: I don't know.
00:47:17: Auf jeden Fall, also ist ja auch ganz klein unsere Strategie, aber ich sag mal Schritt für Schritt.
00:47:23: Warum das?
00:47:24: Weil für uns der nächste wichtige Schritt ist, dass wir ein Lager in einer gewissen Größe aufbauen und das soll dann auch mehr oder weniger der Blueprint sein, so ein Ramp-Up dann
00:47:37: direkt im Lager von einem Flippi-L oder von einem Retailer aufzubauen.
00:47:43: Okay, also quasi als Versuchslabor, das dann nachher einfach auszurollen.
00:47:48: Super, spannend, cool.
00:47:50: Wolfgang, letzte Frage.
00:47:54: Drei Learnings, du den Zuhörerinnen mitgeben möchtest, die dürfen privater Natur sein oder beruflicher Natur.
00:48:01: Du kannst es dir aussuchen.
00:48:04: Okay, drei Learnings.
00:48:05: Ich starte mal mit dem ersten.
00:48:07: Ein Learning ist auf jeden Fall Geduld.
00:48:13: Man soll nicht glauben, auch jetzt in unserem Weg, wir haben vor vier Jahren gestartet, erst nach zwei Jahren ist dann der Pivot gekommen, wo unser Business dann gut ins Wachsene
00:48:23: gekommen ist.
00:48:25: Natürlich, man hätte jetzt auch nach einem Jahr das Handtuch schmeißen können und sagen, okay, die erste Idee, die ich gehabt habe, hat sie jetzt ...
00:48:33: Nicht so herausgestellt, wie ich mir das vorgestellt habe.
00:48:36: Also man braucht auf jeden Fall die Geduld.
00:48:38: Das geht halt einfach nicht von heute auf morgen.
00:48:44: Das Zweite, wahrscheinlich geht es eh zum gewissen Grad Hand in Hand.
00:48:49: Man darf, glaube ich, auch jetzt nicht zu stark verliebt sein in seine erste Idee, nicht irgendwelche Chancen liegen zu lassen.
00:49:00: Ich glaube, ist mein Zugang.
00:49:02: Das ist ja der große Benefit, der Vorteil, ein Start-Up hat.
00:49:06: ist dynamisch, man kann sich schnell auf Marktgegebenheiten anpassen.
00:49:10: So, was sehen wir gerade in den letzten Jahren?
00:49:13: Der Markt ändert sich sehr schnell.
00:49:14: Es sind verschiedenste Einflussfaktoren von allen Seiten und natürlich ein etabliertes Unternehmen, Großkonzern, die haben eine fixe Strategie für mehrere Jahre.
00:49:25: die tun sich vermutlich schwerer, dann den ganzen Konzernen irgendwie in eine andere Richtung zu lenken.
00:49:31: Als Startup musste es ja in der DNA sein, dass man genau diese Chancen schnell nutzen und die neuen Wege gehen kann.
00:49:38: Und das dritte Learning, wir vielleicht eines, privater Natur.
00:49:46: Ich sag mal, vielen Startup Gründern gleich gehen oder sind wir alle im gleichen Boot.
00:49:56: Es ist jetzt nicht so, dass man nach der 40-Stunden-Woche nach Hause geht und dann hat man Freizeit und alles ist gut.
00:50:05: Das Start-up ist einfach Teil von Film.
00:50:10: Es ist nicht nur das Unternehmen, nur der Beruf, es ist ja auch irgendwo das Hobby, die Leidenschaft.
00:50:16: Und ich glaube, gerade diesen Spirit braucht es auch.
00:50:21: Natürlich darf man jetzt auch Familienseite nicht vergessen, das ist auch wichtig.
00:50:24: Bitte nicht falsch verstehen, aber es muss vereinbar sein.
00:50:30: Ja super, cool, danke.
00:50:33: Danke auch für die Einblicke.
00:50:35: Ich finde es spannend zu sehen, wie du erzählt hast über den Refurbishment-Markt, wie der auch gewachsen ist oder jetzt auch einen Stellenwert gewinnt im ganzen Thema.
00:50:49: ist wichtig, das finde ich super spannend, diesen AI-guided workflow.
00:50:53: Also ich glaube, ich muss, ich einem Freund in Graz besuche, mal vorbeikomme und mir mal das anschauen.
00:50:59: finde ich super interessant, spannend.
00:51:02: Das ist jetzt aus nichts, zumindest eine erste Arbeitsanweisung zu bauen, die passt.
00:51:12: Finde ich super interessant, super spannend, dass ihr das da auch so wirtschaftlich hinbekommt und auch die Ideen, also zu sagen, okay, komm, bauen jetzt unser Lab auf und
00:51:22: nutzen das quasi oder wir bauen unser Lager auf, dass wir als
00:51:27: als Versuchsort nutzen für andere, wo wir dann vielleicht die Software dann auch ausrollen.
00:51:34: Cool.
00:51:35: Wolfgang, danke.
00:51:37: Danke für deine Zeit.
00:51:39: Danke für die Einblicke.
00:51:43: ich wünsche dir jetzt noch ein schönes Wochenende.
00:51:47: Wir nehmen am Freitag auf.
00:51:49: Ich weiß, du bist wahrscheinlich schon über der 40-Stunden-Woche.
00:51:55: Ein Ende ist im Sicht, dass du zumindest das schöne Wetter genießen kannst.
00:51:59: Ich wünsche dir alles Gute und bis bald.
00:52:03: Ja, danke schön.
00:52:04: Janis, danke auch für die Zeit.
00:52:05: Hab mich sehr gefreut.
00:52:07: Sehr gutes, interessantes Gespräch.
00:52:09: Und auf das kommen wir auf jeden Fall zurück.
00:52:11: Wenn du mal in Graz bist, dann musst du unbedingt vorbeischauen.
00:52:15: Mach mal, sehr gerne.
00:52:17: Also bis bald, ciao ciao.
00:52:19: Ciao, Danke!
00:52:21: Das war die Folge mit Wolfgang Weingraber von byeagain.
00:52:23: Alle Infos zu Wolfgang und byeagain findet ihr wie immer in den Shownotes.
00:52:28: Liebe Grüße aus München und ich freue mich, wenn ihr bei der nächsten Folge wieder mit am Start seid.
Neuer Kommentar