Philipp Herrmann - Wir brauchen Leistungssport und keinen Breitensport, um im Konzert mitzuspielen #120
Shownotes
Willkommen zu Folge 120 in der Philipp Herrmann zu Gast ist - Gründer, Innovationsmacher und jemand, der fest davon überzeugt ist, dass Europas Zukunft vor allem dort entschieden wird, wo Menschen den Mut haben, Neues zu bauen. Gemeinsam sprechen wir darüber, warum Deutschland und Europa beim Thema Gründung viel stärker ins Machen kommen müssen.
Philipp erzählt, was er aus dem Silicon Valley mitgenommen hat, warum ihn unternehmerisches Denken bis heute antreibt und weshalb er überzeugt ist, dass wir in Europa nicht zu wenig Forschung haben, sondern vor allem zu wenig erfolgreiche Übersetzung dieser Forschung in echte Unternehmen. Ein besonderer Fokus liegt auf BRYCK im Ruhrgebiet - einem Projekt, das die Region zu einem Hotspot für Deep-Tech-Gründungen und industrielle Transformation machen will. Es geht um die Frage, wie aus wissenschaftlicher Exzellenz unternehmerische Kraft entstehen kann, warum wir im Start-up-Ökosystem nicht nur Breitensport, sondern auch Leistungssport brauchen und weshalb gute Ideen allein noch lange nicht reichen.
Außerdem sprechen wir über mutige Entscheidungen, smarte Regulierung, unternehmerische Freiräume und darüber, warum die richtigen Menschen im Umfeld oft entscheidender sind als der perfekte Plan. Ein Gespräch über Innovation, Verantwortung, Gründergeist – und darüber, wie Zukunft dort entstehen kann, wo man sie vielleicht nicht als Erstes vermutet. Viel Spaß dabei!
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00:00:02: Aber dann sagt der Venture Capitalist, okay, auf die Art und Weise ist es halt nicht investible.
00:00:08: Und es gibt aus meiner Sicht bis heute keine gute End-to-End-Lösung, wo du weißt, dieser Transfer, dieser Punkt, dieser IP-Übertrag ist so gut geregelt, dass du auch long-term,
00:00:17: serious ABC Investoren hast, sagen, ja genau mit so einem Modell kann ich auch langfristig fahren.
00:00:29: Herzlich willkommen zu Business Unplugged, dem Treffpunkt für Tradition und Zukunft.
00:00:34: Mein Name ist Johannes Pohl und ich spreche mit Unternehmerinnen, Gründerinnen und stillen Heldinnen des Business Alltags, die unsere digitale Zukunft formen.
00:00:43: Business Unplugged ist die Bühne für Visionäre der Digitalisierung und soll Brücken zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen bauen.
00:00:51: Hier erhältst du wertvolle Impulse und Inspiration.
00:00:55: Willkommen zu Folge 120, in der Philipp Herrmann zu Gast ist.
00:01:00: Gründer, Innovationsmacher und jemand, der fest davon überzeugt ist, dass Europas Zukunft vor allem dort entschieden wird, wo Menschen den Mut haben, Neues zu bauen.
00:01:10: Gemeinsam sprechen wir darüber, warum Deutschland und Europa beim Thema Gründung viel stärker ins Machen kommen müssen.
00:01:18: Philipp erzählt, was er aus dem Silicon Valley mitgenommen hat,
00:01:22: warum ihn unternehmerisches Denken bis heute antreibt und weshalb er überzeugt ist, dass wir in Europa nicht zu wenig Forschung haben, sondern vor allem zu wenig erfolgreiche
00:01:31: Übersetzung dieser Forschung in echte Unternehmen.
00:01:35: Ein besonderer Fokus liegt auf BRIC im Ruhrgebiet, einem Projekt, das die Region zu einem Hotspot für Deep-Tech Gründungen und industrielle Transformation machen will.
00:01:45: Es geht die Frage, wie aus wissenschaftlicher Exzellenz unternehmerische Kraft entstehen kann,
00:01:51: warum wir im Start-up-Ökosystem nicht nur Breitensport, sondern auch Leistungssport brauchen und weshalb gute Ideen allein noch lange nicht reichen.
00:02:01: Außerdem sprechen wir über mutige Entscheidungen, smarte Regulierung, unternehmerische Freiräume und darüber, warum die richtigen Menschen im Umfeld oft entscheidender sind als
00:02:11: der perfekte Plan.
00:02:12: Ein Gespräch über Innovation, Verantwortung, Gründergeist und darüber, wie Zukunft dort entstehen kann, wo man sie vielleicht
00:02:20: nicht als erstes vermutet.
00:02:22: Viel Spaß dabei.
00:02:25: Lieber Philipp, herzlich willkommen im Podcast.
00:02:27: Ich freue mich sehr auf unser Gespräch, denn du bist ja, muss man sagen, nicht nur Gründer mit Leib und Seele, nein, du bist auch überzeugt davon, dass Europas Zukunft in der Hand
00:02:38: der Gründerinnen und Gründer bzw.
00:02:41: Innovatoren und Innovatorinnen liegt.
00:02:45: Hallihallo, Servus.
00:02:46: Hallo Johannes, ich freue mich auch sehr, hier zu sein.
00:02:49: Ja, Philipp, wenn man sich so deine Biografie anschaut, dann ist die ortstechnisch ziemlich abwechslungsreich, muss man sagen.
00:02:57: Geboren in Freiburg, aufgewachsen in Nigeria bis zum neunten Lebensjahr, dann zurück nach Deutschland, später Stationen in Mannheim, Toronto, Hamburg und schließlich auch für einen
00:03:08: MBA in Stanford.
00:03:10: Und da sind wir erst im Jahr 2012 angekommen.
00:03:14: Da gab es dann noch einige Stationen.
00:03:18: Aber spätestens da wird wahrscheinlich viele auf Gründer und Start-up-Welt tippen, wenn sie das hören und dann einen Job oder die Branche, wo du unterwegs bist, tippen.
00:03:30: Und da liegen sie damit ja auch vollkommen richtig.
00:03:33: Denn nach deiner Zeit bei Bertelsmann und Scoyo hast du gemeinsam mit Dr.
00:03:40: Christian Lütke und Philipp Deperieux, der übrigens vor, ich habe nachgeschaut, gut vier Jahren bei mir in Folge 31 zu Gast war.
00:03:48: Etventure gegründet.
00:03:50: war auch damals die Zeit, als du deinen MBA gemacht hast.
00:03:54: aus dieser Gründung wurde dann in den folgenden Jahren eine der sichtbarsten deutschen Adressen für Venture Building, digitale Geschäftsmodelle und Innovationsprojekte mit
00:04:08: Konzernen und Mittelstand.
00:04:10: 2017, gerade sieben Jahre nach der Gründung, kam dann aber auch schon der Exit bzw.
00:04:16: die Übernahme durch EY.
00:04:18: wo du dann auch als Partner Verantwortung hattest im Innovations- und Transformationsumfeld.
00:04:26: Für viele wäre das wahrscheinlich jetzt so der Moment gewesen, sich entspannt zurückzulehnen und zu sagen so, super, es läuft, aber das war bei dir nicht der Fall.
00:04:36: Stattdessen bist du wieder in eine neue Aufbauphase gegangen und hast BRYCK im Ruhrgebiet angestoßen, also mit Angestoßen dieses Projekt.
00:04:45: das nicht kleindenkt, sondern ziemlich offensiv fragt, wie aus der Region mit industrieller Geschichte ein europäischer Hotspot für Deep-Tech-Gründung und
00:04:54: Transformation werden kann.
00:04:57: Und ich muss sagen, ich mag das, ja, diesen Move hier so schön unglamourös irgendwie, nicht nur einfach Berlin-Hype reproduzieren, sondern wirklich Zukunft dort bauen, wo auch
00:05:07: Industrie und Wissenschaft und echte Umbruchserfahrung vor allem auch aufeinandertreffen, finde ich tatsächlich echt sehr charmant.
00:05:14: Und dass BRYCK inzwischen als Start-up Factory ausgezeichnet wurde und Millionen Förderung bekommt, zeigt ja auch, dass das Ganze nicht nur Vision ist, sondern wirklich ein sehr
00:05:27: ernst zu nehmendes Projekt und auch schon eine gewisse Reife hat und erwachsen ist, was mit dem Thema Gründung und dem Projekt zu tun hat.
00:05:36: Und deshalb freue ich mich heute mit dir.
00:05:39: der Frage, wie auch Deutschland vielleicht noch bisschen mutiger gründen, größer denken oder auch vielleicht besser umsetzen kann, nachzugehen.
00:05:47: Bevor wir dabei jetzt reinstarten, geht es zu den AB Fragen.
00:05:50: Du weißt, was auf dich zukommt?
00:05:53: Ja, also nur vom Konzept her.
00:05:55: Ich bin gespannt.
00:05:56: Okay, also ich stelle eine Frage, zwei Antwortmöglichkeiten.
00:05:59: Du musst dich für eine entscheiden.
00:06:02: Es dient dazu, die Zuhörerinnen vielleicht
00:06:07: Die ein oder andere Antwort dann noch einmal einordnen können später.
00:06:10: Ein bisschen besser.
00:06:11: Wir starten mit Bildung online oder offline?
00:06:15: Offline.
00:06:17: Automatisierte oder menschliche Entscheidungsfindung?
00:06:21: Menschliche.
00:06:22: Stärkere Regulierung oder Mehrfreiheiten für Unternehmen?
00:06:26: Mehrfreiheiten.
00:06:27: Vollkommener Schutz persönlicher Daten oder weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohls der Allgemeinheit?
00:06:35: Eher weniger Datenschutz.
00:06:36: Webmeetings oder persönliche Treffen?
00:06:41: Webmeetings.
00:06:42: Okay.
00:06:44: Warum hast du dich für Offline entschieden?
00:06:45: Bildung?
00:06:47: Also, ja, ist natürlich ein Thema.
00:06:51: bin total online affin, hat man ja gerade bei der Meeting Antwort gehört.
00:06:55: Auf der anderen Seite meine Erfahrung beim Thema Bildung war, dass ich vor allem spannende Leute gebrauchen habe, die ja gleich ein Mindset in einer ähnlichen Phase.
00:07:03: Also gerade wenn ich an Stanford denke, Beispiel, also diese Erfahrungen und die Connections, die du dann machst, die sind eigentlich wichtiger gewesen für mich häufig im
00:07:14: Bildungskontext.
00:07:15: Was anderes ist jetzt bei einer gezielten Fortbildung, wo ich jetzt Know-how mir aneignen will, gezielt, da kann ich natürlich super online auch am Start sein und das ist ja auch
00:07:26: fein für Zertifikate.
00:07:28: Wenn man sich ab einem gewissen Senioritätsgrad das Thema Bildung nochmal sich annimmt, dann redet man eigentlich vor allem darüber, interessante Menschen in einer ähnlichen
00:07:37: Phase vielleicht zu treffen.
00:07:39: Und das passiert dann offline dann doch, finde ich, etwas besser noch als online.
00:07:43: Okay.
00:07:44: Und dann war es menschliche Entscheidungsfindung.
00:07:47: Naja, also natürlich, sage ich mal, dieses Thema Automatisierung oder, sage ich mal,
00:07:52: Daten getriebene Entscheidung ist natürlich super essentiell.
00:07:57: Wir haben davon zu wenig, glaube ich, in Deutschland, auch in den Vorständen, auch bei vielen Entscheidungsträger.
00:08:05: Aber am Ende des Tages ist es doch die Entscheidung eines Menschen, glaube ich.
00:08:09: Ich glaube, wir haben halt extrem gute Möglichkeiten der Entscheidungsvorbereitung.
00:08:13: Und natürlich können gewisse Entscheidungen auch automatisiert werden.
00:08:16: Aber diejenigen, wirklich einen Unterschied machen, ist schon meine Meinung, werden dann doch von menschlichen Entscheidungsträgern getroffen werden und auch werden müssen, damit
00:08:26: auch Verantwortung übernommen wird.
00:08:27: Denn häufig ist damit auch Risiko verbunden.
00:08:30: Eine Entscheidung schwarz-weiß kann einen Roboter natürlich immer treffen, aber eine Entscheidung, beides ginge, wir haben unterschiedliche Risiken und Konsequenzen, da muss
00:08:37: dann halt auch jemand die Verantwortung tragen.
00:08:40: aus meiner Sicht ist es schon gut, wenn das am Ende ein Mensch tut.
00:08:43: Okay.
00:08:44: Dann warst du für mehr Freiheiten für Unternehmen statt stärker Regulierung?
00:08:49: Genau, das ist ja praktisch eine Art selbst Läufer.
00:08:52: Wer jetzt noch mehr Regulierung will, da würde ich mich dann schon auch mal gern intensiver darüber unterhalten.
00:08:58: Wir erleben ja in der Breite, egal ob wir jetzt Stardust begleiten, Unternehmen oder auch wir selber, eine Ehrregulierungshürden, die Geschwindigkeit nehmen, Gestaltungsspielraum
00:09:09: nehmen.
00:09:10: Ich glaube, ich muss auf jeden Fall
00:09:13: in jedem Fall Regulierung reduziert werden.
00:09:15: Ich glaube, da kann auch jeder nicken.
00:09:17: Heißt aber übrigens nicht, dass ich jetzt sage, es gibt keine Regulierung.
00:09:19: Wir brauchen halt smarte Regulierung.
00:09:21: Gezielt an den richtigen Stellen.
00:09:23: Das will glaube ich auch dann wieder jeder.
00:09:24: Aber nicht dieses Gießkannenprinzip, lass uns erstmal alles verhindern, bevor wir da irgendwelche Risiken eingehen.
00:09:30: Und das wird wahrscheinlich auch Richtung weniger Datenschutz spiel da mit rein?
00:09:36: Genau.
00:09:36: Also ich meine, das Datenschutzthema ist schon sensibel, denn es ist ja super.
00:09:41: easy zu sagen, nee, ist mir nicht so wichtig, habe ja nichts zu verheimlichen und so weiter und so fort.
00:09:47: Aber die Auswirkungen können eben dann schon substanze sein und eben gerade mittel- und langfristig, glaube ich, sowohl auf persönlicher Ebene als auch natürlich auch was
00:09:55: Firmendaten angeht.
00:09:56: Das heißt im kurzfristigen Denken wirkt das immer so bisschen, so wichtig ist jetzt auch wieder nicht.
00:10:03: Also ich würde schon sagen, ihr müsst es extrem ernst nehmen, aber hier ist eben auch die Frage.
00:10:08: Wie?
00:10:08: Ein globales Vorgehen, global galaktisches Sperren aller Möglichkeiten macht eben keinen Sinn aus meiner Sicht.
00:10:16: Man muss sich das viel spezifischer anschauen und auch hier ist die Tendenz mehr Freiräume schaffen, mehr Gestaltungsspielräume schaffen.
00:10:23: Das liegt natürlich auch am globalen Wettbewerb.
00:10:26: Also wir müssen uns ja auch irgendwann entscheiden zwischen, ja wir haben eigentlich schon eine safe Umgebung und das ist eigentlich schon auch gut, aber wenn wir am Ende des Tages
00:10:34: abwarten,
00:10:35: und dann doch die Menschen, ich sage jetzt mal in Europa als Beispiel, doch wieder die US-Services nutzen, uns einfach umgehen, dann ist natürlich die Wirkung im Endeffekt
00:10:44: verfehlt.
00:10:44: Insofern ist es eben dann eine Abwägung auch der Effekte, was ich vorhin meinte.
00:10:49: Also ohne Risiko geht es nicht.
00:10:52: Wenn wir ohne Risiko gestalten, dann werden wir glaube ich sicher verlieren.
00:10:55: Okay, schöne Aussage.
00:10:58: Und last but not least war es Web-Meetings.
00:11:01: Ja gut, also ich bin natürlich großer Fan von Web-Meetings.
00:11:05: Wenn eine Sache Corona gebracht hat, dann natürlich diese Akzeptanz von Web-Meetings.
00:11:11: Nicht nur Remote Work, sondern auch einfach Remote Connect sozusagen, Exchange.
00:11:18: Ich glaube, viele der Aufgaben, die wir erledigen müssen, gehen einfach in schnellen Online-Connect.
00:11:23: Andere nicht, klar.
00:11:25: Also ich bin jetzt nicht für 100 % Virtual.
00:11:28: Das würde ich durch meine Firma gar nicht unbedingt wollen.
00:11:31: Aber zum Beispiel bei uns auch der Anteil von Virtual Meetings eben auch wirklich sehr hoch.
00:11:35: Und ich glaube, ist ein echter Fortschritt für die Menschheit, für alle, dass wir da mittlerweile eine Großakzeptanz haben oder eine Normalität eigentlich.
00:11:43: Okay, super.
00:11:45: Danke dafür für deinen Einblick in diese Punkte.
00:11:49: Jetzt starten wir rein.
00:11:51: Ich habe in meinen Vorbereitungen ein Interview von dir gelesen in der Süddeutschen, das erst vor kurzem rauskam.
00:11:56: Und ich möchte dich da kurz zitieren.
00:11:59: Die schönsten Momente in meinem Leben sind auf dem Campingplatz, auf der Isomatte vielleicht sogar neben dem Zelt.
00:12:08: Ich als großer Fan des Campens gehe auch sehr gern campen.
00:12:11: Ich stelle da jetzt, würde ich gerne die Frage stellen, was macht Campen für dich denn so schön und wertvoll?
00:12:17: Ja, sehr schöne Frage.
00:12:19: Also ich glaube, Campen bringt einen zum Leben im Jetzt so ein bisschen.
00:12:25: Man ist ja wirklich mit der Natur praktisch verbunden, weil man schon auf diesem harten Boden sitzt.
00:12:30: Man sitzt aber auch häufig in Mitten der Natur.
00:12:35: Man hat häufig einfach einen Modus eingeschaltet, das finde ich körperlich, aber auch geistig, der sich sozusagen im Kleinen auch mal auffällt, nämlich auf diesem Campingplatz.
00:12:42: Ich habe auch Kinder.
00:12:44: Das heißt, die springen da frei rum, aber es gibt ein Zentrum, das eigene Zelt sozusagen.
00:12:48: Du hast Leute dich rum, die natürlich auch einen ähnlichen Mindset haben.
00:12:52: Alle sind, glaube ich, mal ein bisschen im Slow-Mode unterwegs.
00:12:57: Das heißt, es ist wirklich eine Kombination aus einerseits dieser Einfachheit und Naturverbundenheit und andererseits dann eben auch mit Menschen zusammen sein, die im
00:13:05: gleichen Modus sein wollen.
00:13:06: Denn wenn ich das zu Hause sein will, naja, mich rum sind halt dann schon die Menschen, auch ständig Gas geben wollen.
00:13:12: Da wird es natürlich schwierig.
00:13:14: Genau, also das ist so für mich die Kombination und dann wirklich auch die Einfachheit im Handeln.
00:13:18: Also dann koche ich halt wirklich diese Nudeln in diesem Kocher.
00:13:22: Und ich liebe das eigentlich.
00:13:23: Wenn ich ehrlich bin, würde ich am liebsten sieben Tage lang diese Nudeln nur essen.
00:13:27: Dann kommt natürlich auch wiederum meine Frau ins Spiel, die sagt, naja, gut.
00:13:32: ganz extrem ist, was nicht ausleben.
00:13:35: Aber ich könnte das, ja.
00:13:37: Schön, es erinnert mich wie bei uns.
00:13:41: Wir brauchen Abwechslung beim Essen.
00:13:45: Ich muss sagen, ich war nach meiner Promotion acht Wochen mit meinem Bulli-Bus unterwegs und habe einen Zehn-Kilo-Sack, glaube ich, Reisgeschenk bekommen von Freunden und wir
00:13:56: haben
00:13:57: Tag einen Tag aus nur Reis gegessen.
00:13:59: nach acht Wochen war es dann auch echt genug.
00:14:01: Ja gut, das hört sich jetzt aber auch bisschen extremer an.
00:14:05: Ja, also schon auch andere Sachen gegessen, aber wir haben den Sack tatsächlich fast leer bekommen, aber es war echt hart.
00:14:11: Wir waren zu zweit oder zu dritt.
00:14:15: Aber ich finde es schön, weil das sind auch so die Themen, die ich ganz cool finde, weil es so erdet, ja, irgendwie.
00:14:20: Vor allem, wenn man im Business immer unterwegs ist und dann hier ein Taxi und da im Hotel und so.
00:14:23: Und das man sagt, okay, komm, lass wieder zurück zum
00:14:27: zum Leben.
00:14:29: Super.
00:14:31: Jetzt bist du auch sehr viel in der Welt herumgekommen und hast viele unterschiedliche Länder und Kulturen kennengelernt.
00:14:39: Welche Deine Stationen oder eine oder vielleicht waren es auch mehrere, haben dich eigentlich als Mensch am stärksten geprägt?
00:14:49: Wow, okay, also genau, also nur eine rauszunehmen ist schwierig.
00:14:53: Ich glaube, es ist ja eben auch die Diversität, die, die, ich mal, dann die Mosaikstücke bildet, aus denen sich so dein Leben und auch vielleicht deine DNA zusammensetzt.
00:15:05: Ohne das sozusagen overstretchen zu wollen.
00:15:08: Ich glaube schon diese Kindheit bis zu, ja, dem neunten Lebenszeichen Afrika, sicherlich hat das auch was mit mir gemacht, ja, im Sinne von Adaptivität, Flexibilität, ja, sehr
00:15:18: einfach leben können.
00:15:19: einerseits mit Menschen interagieren, die ich eigentlich gar nicht verstehe.
00:15:23: Wir waren da ja wirklich mitten im ersten Jahr mitten im Dschungel.
00:15:27: Und dann später in der Kleinstadt, aber der Dschungel wirklich nebendran war.
00:15:30: Also neben meiner Schule war direkt der Dschungel und die Schlangen kamen immer rübergekrochen.
00:15:34: Das heißt, das war sozusagen eine Umgebung, wo ich glaube ich als kleines Kind würde ich schon sagen, das Thema Adaptivität und sage ich mal umgehen mit auch
00:15:45: Ja, unvorhergesehenen Themen, also ich wurde zum vom Affen angefallene Rücken aufgekratzt und tausende Themen, habe ich da schon so bisschen mitgenommen.
00:15:52: Also das glaube ich.
00:15:53: Das will ich jetzt allerdings, habe ich ja eingangs gesagt, auch nicht übertreiben, aber diese Kinder als Erfahrung, die machen schon was mit einem, glaube ich.
00:16:02: Und danach würde ich jetzt, was würde ich danach angeben?
00:16:06: Ich bin während meines Studiums nach den ersten beiden Szenen
00:16:09: Semestern acht Monate durch Süd- und Mittelamerika gereist.
00:16:13: Auch auf einfachste Weise.
00:16:15: bisschen fast wie Camping, nicht ganz, aber fünf Dollar Unterkünfte und dritte Klasse Bus.
00:16:20: Und ich glaube, das war schon auch noch mal ein richtiger Eyeopener.
00:16:23: Ich war ja dann doch in Freiburg aufgewachsen, Mannheim studiert, alles cool, super, aber dann doch kulturell, ja, sag ich mal, enger unterwegs gewesen.
00:16:32: Und diese Reise hat schon auch noch mal menschlich auch noch mal mich total geöffnet, muss ich sagen.
00:16:38: Auch sprachlich, habe dann die Sprache Spanisch gelernt, konnte Englisch, Spanisch.
00:16:41: Das ist auch nochmal viel gebracht, fand ich im Endeffekt.
00:16:44: Genau.
00:16:45: Und das sind ja auch die Zeiten, Kindheit und Studium, finde wo man sehr stark geprägt wird.
00:16:49: Genau.
00:16:51: Du hast ja gefragt, Mensch geprägt.
00:16:54: Ich glaube, diese Reisen sind es.
00:16:56: Ich war nochmal sechs Wochen in Indien.
00:16:57: meine, in Indien, da mal war, da machst du eigentlich keinen Urlaub, ich.
00:17:00: Da wirst du auch nochmal einfach befeuert von irgendwelchen Eindrücken.
00:17:03: Brutal ist das.
00:17:04: Das hat schon auch nochmal was mit mir gemacht.
00:17:06: Und ich würde sagen, die zwei, drei Stationen schon am meisten.
00:17:10: Also zum Beispiel jetzt nicht Stanford in dem Sinne, die Zeit in den USA, die war eben business technisch natürlich sehr wichtig.
00:17:17: Aber menschlich waren es dann doch diese, ja, teilweise extremen Erfahrungen zu unserer eigenen Kultur.
00:17:24: Dann lassen wir uns jetzt mal kurz zu Stanford springen und Silicon Valley, da warst du ja doch einige Zeit drüben und Silicon Valley ist ja auch so das...
00:17:31: Innovationsmecker, sage ich jetzt mal, da wird als das Innovationsmecker beschrieben.
00:17:38: Was war denn für dich so die erste Situation, in der du irgendwie gemerkt hast, okay krass, hier wird Innovation wirklich anders gedacht als in Deutschland?
00:17:49: Ja, also
00:17:51: Wenn du in Stanford bist, kannst du dir auch bisschen aussuchen, welchen Track du nehmen willst.
00:17:57: Natürlich hatte ich von vornherein mir ja vorgenommen, Thema, sag ich mal, Entrepreneurship und Venture Capital mir anzuschauen.
00:18:03: Und es gibt dort die sogenannte D-School, Design School, die keine eigenen Gerügelungen hat, keine eigenen Fakultäten, sondern von allen anderen Fakultäten, die Leute
00:18:13: zusammenkommen.
00:18:13: Und ich hatte mich da eigentlich schon so abgesigned für so ein Design Thinking und Start-up.
00:18:17: Lean Startup war damals die Konzepte, die da kamen gerade erst.
00:18:21: Also es kam ja auch wirklich gerade erst raus.
00:18:23: Hatt ich auch Glück.
00:18:24: Und ich bin dann zu diesem ersten Kurs und dachte so, ja gut, lerne ich da jetzt was.
00:18:29: Aber es war wirklich nicht so.
00:18:31: Also wir wurden echt sofort rausgeschickt damals ins Stadion der 49ers, Konzepte zu testen, Leute zu interviewen, Prototypen zu malen und zu sagen, wir wollen das launchen in
00:18:42: zwei Wochen, Sign up for the launch.
00:18:45: Und das war so.
00:18:46: Ich wurde sofort rausgestoßen in ein krasses Testing, Prototyping dann auch direkt danach nach zwei Wochen und dann auch Launchen von Website und Produkten.
00:18:56: Und es war, es hört sich ja als heutiger Sicht vielleicht normaler an.
00:19:01: Damals kommend aus einer deutschen Innovationskultur war das ein Schock.
00:19:05: Ich glaube trotzdem, jeder der rübergehen würde und das durchläuft, der würde schon auch nochmal überrascht sein, dass ein akademischer Kurs eigentlich dann so ausgelegt ist.
00:19:13: bis hin zu dann wirklich live mit Samsung-Schaltung, wo was live geschaltet wurde, was erstmal vier Wochen in Entwicklung war.
00:19:21: Und dann haben sich die Leute direkt darüber unterhalten, hey, this is something, would you be open to, you know, found a startup?
00:19:27: Ja, es war dann direkt auf dem Tisch, so hey, sollen wir eigentlich richtig Gas geben jetzt damit?
00:19:33: Ja, lass uns Entwickler ansprechen.
00:19:35: Und das ist, also da wurde ich schon überfallen, muss ich sagen.
00:19:39: Und ich war im ersten Kurs auch gar nicht ready dafür.
00:19:41: Ich okay, weiß ich jetzt gar nicht.
00:19:43: Aber das war dann halt die relevante Frage.
00:19:44: Die relevante Frage war nicht, was hast jetzt gelernt oder hey, was nimmst jetzt hier mit oder so, sondern die relevante Frage, okay, are you gonna do it now?
00:19:53: Und das ist schon eine DNA, die einfach anders ist, als man sie sonst so kennt.
00:20:00: Absolut.
00:20:00: Cool.
00:20:01: Da müssen wir uns nachher nochmal kurz unterhalten, weil ich nächstes Semester auch Innovationsmanagement machen, genau so was ähnliches vorhabe, dass ich meine
00:20:09: Studis direkt hineinstoße und sage, ich mache mit euch jetzt keine Folien-Schlacht, das bringt nichts, ihr müsst jetzt mal sowas durchlaufen in einem Semester.
00:20:17: Ja, cool.
00:20:19: meine, wir hatten damals noch keine KI-Tools, also heutzutage kann man sich ja das Mögliche ausmalen, was da abgehen kann.
00:20:27: Also deswegen glaube ich spannend, wenn du das vorhast.
00:20:29: Ich glaube, es geht nochmal an Steroids sozusagen.
00:20:33: Just literally, ich meine nur als Metapher natürlich.
00:20:43: du, ich meine, wenn wir jetzt da sind, wie du das gelernt hast oder sag ich mal, wie du das erlebt hast, ja, und das hat dir wahrscheinlich auch irgendwie beigetragen, wie ihr
00:20:53: Adventure gegründet habt, geführt habt, gelebt habt, ja, geh ich mal davon aus und einfach nur als Interesse, wie du dann Partner geworden bist bei EY.
00:21:03: Der Upstar hat sich da den Blick auf die perspektive Innovation noch einmal verändert, weil es auf einmal irgendwie in einem Kontext eines globalen Konzerns passiert ist oder
00:21:12: gearbeitet wurde oder haben die da einfach nahtlos, sagen wir mal, Way of Working übernommen.
00:21:20: Ja, natürlich macht das was, wenn du von so einem großen Player übernommen wirst am Ende des Tages.
00:21:27: Trotzdem haben sie uns ja noch als Beiboot fahren lassen.
00:21:30: Sehr lange eigentlich, muss man sagen.
00:21:31: Es gab jetzt ja keinen immediate shock in dem Sinne, dass wir sofort alles ändern mussten.
00:21:35: Das war ja auch klar das Ziel.
00:21:39: Dennoch kommen Compliance-Wichtlingen rein.
00:21:42: Jetzt ist EY ja auch eine Wirtschaftsprüfungsgesellschaft.
00:21:44: Das heißt, hier gibt es natürlich noch mal zusätzliche Anforderungen.
00:21:49: Und dann merkst halt, ja, okay, also jetzt, ja, da müssen wir eben ein paar mehr Reports machen, ein paar mehr Hürden nehmen im schon Onboarding-Prozess des Kunden so ungefähr.
00:21:59: Und das macht schon was mit dir.
00:22:02: Dennoch muss ich sagen, generell war das Anfangs, finde ich, schon richtig aufgesetzt, wissend, dass es natürlich Änderungen geben wird.
00:22:10: In meiner Rolle als, das ist jetzt mal hinsichtlich Adventure sozusagen der Company, die übernommen wurde.
00:22:15: Ich war ja dann allerdings, wie du gesagt hast,
00:22:17: Partner bei EY selbst, auch Teil des Executive Boards für die Dachregion.
00:22:21: Das ist eigentlich plötzlich ein riesen Thema.
00:22:23: Und dort war das Thema eigentlich eher Innovation wirklich in der Breite.
00:22:29: Das war eigentlich ganz interessant, weil wir Adventure sehr spitz agiert Produkte gelandet, Early Stage.
00:22:35: Das ist natürlich auch schwierig, aber du hast eine spitze Tätigkeit, die auch sehr energiegeladen ist.
00:22:41: fand ich, die hat mir eben gelegen.
00:22:43: Das Thema, wie manage ich eigentlich tausende Leute und auch auf Kundenseite viele Leute zum Thema Innovation und trage wirklich für eine substanzielle Transformation ganzer
00:22:54: großen, ganzer große Organisationen bei.
00:22:57: Das ist tatsächlich nochmal eine ganz andere Frage, finde ich.
00:23:01: Und damit habe ich mich dann eben beschäftigen müssen.
00:23:04: Das war dann am Ende des Tages aber eben auch weniger was für mich.
00:23:07: Das heißt nicht, dass das Thema falsch ist.
00:23:09: Es gibt Leute, die das sehr schön vorantreiben können.
00:23:11: ist natürlich viel People-Management dabei im Sinne von langfristig große Räder drehen.
00:23:18: Da muss man viel Geduld haben, glaube viel Nerven.
00:23:23: Ich habe schon auch bisschen Geduld, aber ich bin leider sehr ergebnisseorientiert und ich brauche auch Ergebnisse, Energie zu entwickeln.
00:23:31: Deine Frage ist nochmal Blick auf Innovation oder was passierte mit dem Thema Innovation.
00:23:35: Ich glaube, spitz lief das schon weiter und das ist auch in Ordnung.
00:23:38: Neu war für mich Innovation im Sinne von Transformation auch.
00:23:42: Und da die Hürden nochmal zu sehen und auch vielleicht für mich selber zu verstehen, wo will ich mich eigentlich einordnen.
00:23:49: Was ja dann auch den nächsten Schritt eigentlich gegründet hat.
00:23:51: Okay.
00:23:52: Ja super.
00:23:53: Du holst ja dann irgendwann auch raus und jetzt kommen wir zu BRYCK.
00:23:57: Lass mal da ja mal auf die Gründung schauen, wie entstand eigentlich die Idee, im Ruhrgebiet ein neues Startup-Zentrum aufzubauen.
00:24:07: Genau, also im Hintergrund des Vorhabens ist die RAG Stiftung.
00:24:12: Das ist eine der größten Stiftungen Deutschlands, die eigentlich dafür zuständig ist, die Altlasten, sage ich mal, Bergbaus zu bewältigen, die Ewigkeitskosten.
00:24:21: Man muss sich das so vorstellen, durch den Bergbau gibt es unter der Erde viel Wasser, viele Kanäle, alles sackt zusammen.
00:24:29: Also für die Landwirtschaft gibt es alle möglichen negativen Effekte.
00:24:32: So, darum kümmern die sich eigentlich.
00:24:34: Nun, hat aber natürlich sitzen die auch in der Region, um die Region weiterzuentwickeln, nicht nur um Altlasten zu beheben.
00:24:42: Und die Stiftung ist ein wirklich globaler Investor geworden, mit ungefähr je nach Marktlage 17, 18 Milliarden Euro Undermanagement.
00:24:49: Diese investieren auch in Innovation.
00:24:52: die Stiftung hat sich eben, das ist dann der Bernd Tönnies wurde Vorstandsvorsitzender, die haben eine große Immobilie gekauft im Ruhrgebiet in Essen und haben aber gesagt, wir
00:25:00: wollen einen Schritt weitergehen.
00:25:01: Wir wollen nicht nur Investor sein.
00:25:03: global, sondern wir wollen auch dazu beitragen, dass in dieser Region, jetzt kommen wir zum Inhaltlichen, in dieser Region im Wohngebiet, ja Transformation einerseits schon
00:25:12: gelebt wurde, nämlich von Bergbaugebiet zu immerhin akademischen Dienstleistungsuniversitären, sage ich mal, Umfeld, aber eben auch eine Transformation
00:25:21: stattfinden muss jetzt zu Unternehmertum.
00:25:23: Nur die Großkonzerne werden uns nicht in die Zukunft katapultieren.
00:25:29: Und dann hat die Stiftung gesagt, wir wollen etwas in die Richtung machen, wir brauchen jetzt aber Leute, irgendwie das richtige Konzept an Start bringen.
00:25:36: Und dann wurden Christian und ich eben angesprochen, wir hatten vorher schon ein Projekt mit denen gemacht in eine ähnliche Richtung und hatten dann diesen Glücksfall, ehrlich zu
00:25:45: sein, dass da ein Stakeholder ist und auch Investor, der sagt, ich will da was gestalten, vom Ziel her.
00:25:50: Also, the reason why sozusagen war klar, aber das how und what war sehr offen gehalten.
00:25:57: Und das gibt es ja nicht so oft, dass sagst, da ist schon jemand, will das, was ich mache, safe.
00:26:02: Und du kannst reingehen und das How und What pitchen, mehr oder weniger.
00:26:06: Und das war so ein Glücksfall.
00:26:08: Es kam sozusagen zusammen, Christian und mit unserem Erfahrung, mit unserem Willen, wieder was hands-on zu machen.
00:26:14: war total klar.
00:26:15: Teams aufbauen, aber andererseits Anspruch, auch was Großes aufzubauen.
00:26:19: Der Stiftung.
00:26:20: Nicht irgendwie so Weißblatt Papier, so ein kleineres Database, auch nichts für mich gewesen vielleicht.
00:26:25: sondern diesen langen Atem der Stiftung, langen Horizont der Stiftung und gleichzeitig was Neues beginnen und auch von Null an gestalten zu können.
00:26:33: Ja, das gibt es nicht so oft.
00:26:35: Und ich glaube, von der Mission her ist ja klar, dass das Ruhrgebiet dafür prädestiniert ist, ein Blueprint zu werden, wenn wir es schaffen, dort Unternehmertum, Start-up Mindset
00:26:45: mit Ergebnissen wirklich in diese Region reinzutragen.
00:26:49: Und es klappt.
00:26:50: Dann können wir das überall schaffen so ungefähr, weil das Ruhrgebiet ist wirklich auch ein harter Brocken zu knacken.
00:26:57: Und ihr sprecht jetzt von Startup Factory als einem neuen Modell.
00:27:02: Was war da die ursprüngliche Problemanalyse?
00:27:06: Was funktioniert im deutschen Startup-System heute nicht gut genug, dass ihr jetzt gesagt habt, wir würden jetzt gerne so eine Startup Factory bauen?
00:27:14: Ja, also...
00:27:16: Man muss dazu sagen, wir haben ja angefangen wirklich von Null und wir haben Europamarheit und machen das auch heute noch Start-ups gescoutet für die Unternehmen des Ruhrgebirgs,
00:27:25: basically, die Technologien, ja notwendig sind für die Transformation, eben auch in die Region zu bringen in Form von Start-up-Technologien.
00:27:33: Aber wir müssen natürlich in Deutschland, also Europa-Weitersuche ist das eine.
00:27:37: Das andere ist aber, was machen wir eigentlich mit Deutschland?
00:27:40: Und ich glaube, es ist ja hinreichend bekannt eigentlich, aber dann auch die Frage, was wurde bisher schon gemacht?
00:27:46: Deutschland hat eine Stärke und liegt in der Forschung.
00:27:48: Da man sich auch Statistiken anschauen.
00:27:50: sind wir sozusagen, was Patente angeht, wirklich auf Augenhöhe.
00:27:54: Zum Beispiel jetzt auch mit den USA oder ähnliches.
00:27:56: Also Patente pro 100.000 Einwohner.
00:27:58: Und dann, wenn man sich die Statistiken aber anschaut, wie viele Unicons daraus entstehen, Unternehmen, dann sind wir ungefähr bei 10 bis 20 Prozent nur noch.
00:28:06: Das heißt der Output von Research oder Wissenschaft zu
00:28:12: kommerzialisierten Projekten bis hin zu großen Unternehmen, erfolgreich die Wirtschaft gestalten und damit auch die Gesellschaft.
00:28:19: Das ist extrem niedrig der Output.
00:28:21: Und die Mission der Startup Factory ist genau das.
00:28:24: Also nicht nur die besten Startups zu finden europaweit und zu vernetzen mit Unternehmen, sondern eben den lokalen Forschungsschatz zu heben und in unserem Fall eben im Ruhrgebiet.
00:28:36: Was war bisher so schwierig dran?
00:28:39: Naja, man muss, also wenn man ehrlich ist, ist einfach aus meiner Sicht generell erstmal ein Gap zwischen den Universitäten und der realwirtschaftlichen Welt.
00:28:49: Die Universitäten haben halt nun mal Forschung und Lehre als Nummer eins auf der Agenda.
00:28:55: Professor ist auch da, weil das gehen incentiviert und das Thema Transfer als dritte Säule, die zwar offiziell
00:29:04: Die dritte Säule ist eigentlich kaum incentiviert aus meiner Sicht.
00:29:09: Es gibt da also unterschiedliche Themen.
00:29:11: Das eine sind die Leute selbst.
00:29:12: Also wie hoch ist wirklich der Anteil der ProfessorInnen, die überhaupt das wollen?
00:29:18: Also die wurden ja auch irgendwann mal ausgebildet in einem System, wo auch Unternehmertum keine Rolle oder wenig Rolle gespielt hat.
00:29:23: Das heißt, generell ist der Anteil der Menschen zum Thema menschliche Entscheidung von vorhin.
00:29:28: eben auch gering, weil wenn du das Thema aufsetzen willst, musst du erstmal persönlich bisschen investieren, nicht unbedingt Geld, aber schon Ressourcen und auch Risiken
00:29:35: einnehmen.
00:29:35: Also das eine sind wirklich, wie viele Menschen sind in diesen Organisationen der Universitäten, die das wirklich wollen, dann natürlich auch können, klar, beides kommt ein
00:29:44: bisschen zusammen.
00:29:45: Und das zweite sind natürlich dann auch einigen strukturelle Fragen wie IP-Transfer etc.
00:29:50: Es ist eben auch nicht immer so einfach heutzutage.
00:29:54: wenn du etwas entwickelst oder erfindest im universitären Umfeld, das wirklich zu transferieren.
00:29:59: Es viele Fragen hinsichtlich IP-Transfer und dann wird es irgendwie gemacht.
00:30:04: Aber dann sagt der Venture Capitalist, ja, okay, also auf die Art und Weise ist es halt nicht investible.
00:30:10: Es gibt aus meiner Sicht bis heute eigentlich keine gute End-to-End-Lösung, wo du weißt, okay, dieser Transfer, dieser Punkt dieser IP-Übertrag,
00:30:17: ist so gut geregelt, dass du auch Long-Term-Series, ABC-Investoren hast, die sagen, ja genau mit so einem Modell kann ich auch langfristig fahren und auch substanziell
00:30:25: investieren und sehe da keine Risiken.
00:30:27: Genau, also ich glaube, es gibt genug Punkte, denen man arbeiten muss.
00:30:32: eine ist, Professoren weiter zu motivieren, auch zu inspirieren, natürlich Forschende zu inspirieren durch Vorbilder und strukturelle Themen wie IP-Transfer zu lösen und dann
00:30:41: gehen wir mit den entsprechenden Angeboten einfach da zu schieben, schieben, schieben, ja, und zu ziehen, ziehen, ziehen.
00:30:48: Ich glaube schon, dass wir die Chance haben, das zu machen und dass die Mindset sich auch ändern, muss man wirklich sagen.
00:30:55: Es nimmt etwas Zeit und es ist natürlich nie schnell genug.
00:30:59: Ein Punkt, wenn du sagst IP-Transfer, ich weiß, dass bei der Fraunhofer Gesellschaft zum Beispiel das ja auch echt anstrengend ist, ja, weil die auch sehr viel nehmen und das
00:31:08: quasi eigentlich schon so eine Ausgründung im Keim ersticken, weil das einfach, ja.
00:31:16: Schwierig wird, dass die dann auch wirklich laufen können.
00:31:19: Ich sage es jetzt mal so finanziell.
00:31:22: Wie würdest denn du sowas gestalten?
00:31:24: Wie würdest du sagen, wie könnten eigentlich, jetzt hast du ja Einblick drin und wahrscheinlich sehr viele Gespräche mit den Universitäten und Hochschulen und
00:31:31: Forschungseinrichtungen.
00:31:33: Wie würde denn sowas idealerweise in Deutschland aussehen, dass das dann auch funktionieren kann, dass wenn wir motivierte ProfessorInnen haben, die auch Bock drauf
00:31:42: haben, dass dieses IP-Thema
00:31:45: flutscht.
00:31:47: Ja, also ich muss auch ehrlich zugeben, es ist jetzt nicht so trivial, dass man es in drei Schritten machen kann, sonst hätte es wahrscheinlich auch schon jemand gemacht.
00:31:55: Es gibt dort natürlich auch gesetzliche Vorschriften, Hochschulgesetz und anderes, steuerliche Themen, du bewerten musst und dann schon verstehen musst.
00:32:05: Also es ist komplex.
00:32:07: Warum ich jetzt das vorbeischieben will ist, wahrscheinlich müssen auch auf der Regulatorik-Seite eben Dinge geändert werden.
00:32:14: nicht nur jetzt das Konzept für sich selbst.
00:32:18: Wenn wir jetzt aber nochmal so, also wo will man eigentlich hin am Ende des Tages glaube ich, das ist ja dann die Frage und dann muss man von daraus ableiten, welche einzelnen
00:32:25: Regulatorien müssen eigentlich alle geändert werden.
00:32:27: Aus meiner Sicht, also ich hätte gerne, also ich sehe so zwei Extreme sage ich mal, das eine ist, es gibt einen klaren Buyout Prozessmöglichkeit, wo ein Wert festgelegt wird bei
00:32:39: der Übertragung.
00:32:41: Und sobald das Unternehmen über entsprechende Mittel verfügt, muss es eben diesen Betrag ausbezahlen sozusagen.
00:32:45: Also am Anfang wird was festgelegt, was klares ein Wert.
00:32:49: Das wäre eine Möglichkeit.
00:32:50: Das ist deswegen schwierig, weil es das Unternehmen häufig direkt belastet.
00:32:54: Das ist ein Problem.
00:32:56: Da müsste wenn dann eine Regelung rein, dass das eben der Payout und von mir aus dann auf ein Zins erst kommt, wenn entsprechende Mittel nach gewissen Bedingungen vorhanden sind.
00:33:05: Aber zumindest hätte man einen klaren Wert, weil das ist ein Problem.
00:33:08: einen klaren Wert zugeschrieben dieser Übertragung.
00:33:10: Das ist immer eine Sichtweise, wie gesagt, die funktioniert nicht von allein aufgrund der Liquidität des noch jungen Unternehmens, die eigentlich nicht besteht.
00:33:18: Und das andere ist natürlich, das andere Extrem ist, dass wirklich am endgültigen Erfolg partizipiert wird.
00:33:24: Das heißt, wenn wirklich erst zu einem IPO oder Exit kommt, reden wir nämlich über den Venture Capital Track, wo das ja auch notwendig ist, auch aus Investoren Sicht.
00:33:32: Das heißt also, maximales Alignment mit den zukünftigen Investoren.
00:33:37: und auch erst dann ein Payout, wenn es soweit kommt.
00:33:40: Und der Payout, und ich glaube, das ist eben große Diskussion, auch, der kann natürlich nicht riesig sein, weil die Hauptwertschöpfung findet halt in der Execution danach auch
00:33:49: statt.
00:33:50: Das muss man halt schon eben auch klarlegen.
00:33:52: Häufig ist der Anspruch, okay, wenn ich mit diesem langfristigen Modell denke, dann können meine Shares zum Beispiel nicht da looten, nicht verwässern bei Investitionen, ich muss ja
00:34:00: dann trotzdem noch 20 Prozent halten, nach zehn Jahren.
00:34:04: Es wird aber nicht so sein, man wird halt irgendwie 1 % halten oder sowas.
00:34:07: Das heißt, ich glaube, da muss ein echt grundsätzlich Verständnis und Bereitschaft dann eben auch bestehen, den Wert dieser Übertragung auch zu verstehen, dass ein Großteil 90 %
00:34:19: des Wertes danach durch die Execution entsteht, aus meiner Sicht.
00:34:22: Häufig.
00:34:24: Und das muss man übereinander legen.
00:34:25: Also was ich damit sagen will, dadurch, durch dieses Spannungsfeld, entstehen ganz viele Kompromisse.
00:34:30: Links und rechts versucht man hier dran zu drehen und da...
00:34:33: Und ich glaube, das Schwierige ist, eine klare Lösung zu bringen, die eben nicht überall Kompromisse, sondern doch wieder jeder sagt, naja, so richtig cool ist es ja nicht, also
00:34:41: sollte es tun.
00:34:42: Also ein langfristiges Alignment wäre mein Wunsch, ja, daran zu arbeiten.
00:34:47: Und dann müssen aber auch eben entsprechende Regulatorien geändert werden.
00:34:51: Und da muss man jetzt ins Arbeitsrecht oder ins Hochschulrecht reinschauen.
00:34:54: Da bin ich jetzt auch kein Experte, ehrlich zu sein.
00:34:56: Ich weiß nur, dass es heute schwierig ist.
00:34:59: Genau, ja, das ist übrigens nicht nur...
00:35:02: Richtung Professor:innen so.
00:35:04: Sondern es gibt ja auch Forschende, die halt dann die Ideengeber sind, zum Beispiel, oder die Erfinder sind.
00:35:08: Aber ein Erfinder ist nicht immer der richtige oder die richtige Unternehmerin.
00:35:13: Das muss man einfach mal feststellen.
00:35:15: Und das ist ja auch okay.
00:35:16: Das heißt, diese Fragestellung ist schon super relevant.
00:35:18: Also ich habe da jetzt was erfunden.
00:35:20: Ich fände es auch cool, wenn es jemanden kommerzialisiert.
00:35:22: Diesen Case gibt es übrigens recht häufig, finde ich.
00:35:25: Dass Forschende nicht rausspringen wollen in dieses Superrisiko, aber halt eine super Forschung produziert haben.
00:35:31: Genau, spannender Punkt dran zu arbeiten finde ich.
00:35:34: Also wenn wir da ein richtig gutes Modell finden, dann können wir echt echte Fortschritte mit erzielen.
00:35:40: Wie macht ihr oder wie versucht ihr das genau so bei BRYCK oder habt ihr da auch schon eine Erfolgsstory diesbezüglich?
00:35:48: Ja, also tatsächlich dieses Thema Startup Factory ist ja jetzt Anfang des Jahres am Start gegangen und deswegen haben wir Stand heute.
00:35:56: ist eher klar, wir gehen jetzt in das Problem rein.
00:35:58: Muss man ganz ehrlich sagen.
00:35:59: Also das wäre nach drei Monaten, ich schon sehr happy, muss ich sagen.
00:36:02: Aber es gibt ein dediziertes Projekt.
00:36:03: Diese Projekte laufen natürlich auch ganz stark an den Unis und auch über einen Stifterverband, dass das auch wirklich mit Know-how betrieben wird.
00:36:11: Wir sind halt schon der privatschaftliche Player, der eher dann die Anforderungen stellt und sagt, okay, damit es halt investable ist.
00:36:18: Das ist unser Hauptthema.
00:36:20: dass die Gründerinnen genug Anteile und Mechaniken haben, dass es für sie wirklich Sinn macht, all in zu gehen.
00:36:28: Und gleichzeitig, dass die VCs entlang der Wertschifffondskette auch all in gehen.
00:36:33: Das sind eigentlich die einzigen meinen Anforderungen im Wesentlichen.
00:36:37: Und die können wir eben reintragen in den Prozess.
00:36:40: Wir selber gestalten aber die Entwicklung der IP-Richtlinien nicht.
00:36:44: Da gibt es wirklich bessere Experten.
00:36:45: Und aus meiner Sicht muss es tatsächlich auch aus diesem Umfeld kommen.
00:36:49: Denn da gibt es ja auch große Abwehrkräfte in diesen Organisationen.
00:36:53: Das heißt, da müssen wir es eben schaffen, da die Welten zusammenzubringen.
00:36:57: Und das ist ein Prozess, der aber aktiv läuft.
00:36:59: jede Sitzung, wir haben, Beiratssitzung oder ähnliches, ist das Thema IP ein langer Punkt, wo Updates vorgestellt werden und wo diskutiert wird, wie weiter vorgegangen wird.
00:37:11: Also das ist absolut auf der Agenda.
00:37:14: Kommen wir nochmal zurück zu BRYCK, dann auch mal als Startup Factory, als Modell.
00:37:20: Jetzt kennen viele Accelerator oder irgendwelche Inkubatoren und Venture Builder etc.
00:37:26: Was unterscheidet euch denn von diesen Modellen?
00:37:30: Also ich glaube, das hängt etwas von der Zielgruppe ab.
00:37:32: Was ist das Besondere jetzt an dieser Startup Factory, dass es wirklich ein Joint Venture ist zwischen den Unis, dem Wirtschaftsverband,
00:37:43: der Greisruhe aus der Region und der Stiftung bzw.
00:37:47: uns als der Accelerator-Betreiber sozusagen.
00:37:51: Was bedeutet das?
00:37:52: Zum einen haben wir wirklich direkt ein Exzess zu Forschungsergebnissen und Talenten in diesen Unis.
00:37:57: Das ist schon wirklich stark.
00:37:59: Diese Abwehrkräfte, die ich gerade schon genannt habe, sind dadurch deutlich reduziert.
00:38:04: Man kann sich das Unternehmertum aus München auch bisschen vorstellen.
00:38:10: bringt schon viel Power, finde ich, early stage, sage ich jetzt mal, überhaupt an Dealflow, an Forschungs-Dealflow.
00:38:16: Das ist so aus Investoren-Sicht interessant, aber auch aus Unternehmens-Sicht tatsächlich, da sehr früh einen Blick zu haben und zu connecten zu können.
00:38:22: Das Zweite sind natürlich die Unternehmen, mit denen wir eng verbunden sind, denn wir fokussieren auf B2B Deep Tech, wo natürlich dieses Thema erster Pilotkunde, erster
00:38:32: Investor einfach so das Value of Data ist.
00:38:35: Du entwickelst was und du kommst nicht in diese großen Unternehmen rein, nicht in reale Use-Cases.
00:38:40: mit denen du beweisen kannst, dass das Produkt funktioniert und dann auch ein Investor sagt, hm, dann kann ich auch ans Geschäftsmodell glauben.
00:38:46: Und das ist, glaube ich, unser Hauptasset in unseren Fokusmärkten.
00:38:50: Energy, Water, Healthcare, Smart Living und Chemicals, also Future Materials, wirklich die großen Player im Hintergrund zu haben, die absolut kooperationsbereit sind, mit denen wir
00:39:03: wirklich, soll sagen, die Piloten ermöglichen und Türen öffnen.
00:39:06: Das ist aber auch ein Fokus.
00:39:07: Man kann jetzt auch nicht mit dem Fintech zu uns Das macht gar keinen Sinn.
00:39:10: Unsere Assets sind der Access zu Universitäten und zu diesen Firmen.
00:39:16: Dritter Baustein Investoren.
00:39:18: Klar, das bringt natürlich jeder an den Start.
00:39:19: Trotzdem ist Stiftung im Hintergrund wirklich auch LP in einigen WCs.
00:39:23: Wir haben ein starkes europäisches Netzwerk an Investoren daher.
00:39:28: Wir haben einen eigenen kleinen Fonds.
00:39:29: Das heißt, auch auf der Investorenseite haben wir die Muskeln, die wir dann noch ausspielen können.
00:39:36: Aber das passiert dann eben im zweiten Schritt.
00:39:38: Im ersten Schritt heißt es Kunden finden, Businessmodel validieren und erste Umsetzer anschieben.
00:39:44: Genau was eben im B2B Deep Tech Bereich eine große Hürde ist heute.
00:39:49: Jetzt haben wir im Vorgespräch schon ein bisschen gequatscht über euer Modell und auch über die anderen Modelle.
00:39:56: Da hast du gesagt, du bist relativ kritisch gegenüber Accelerator und so weiter und so fort.
00:40:03: Wieso?
00:40:05: Ja, also ich habe mich auch echt versucht lange zu sträuben gegen den Begriff Accelerator.
00:40:12: Das war bei uns Adventure, war das der Begriff Berater.
00:40:14: Da haben uns auch so lange gestreut, weil wir sind doch Execution und Berater sind doch unsere Gegner.
00:40:18: Und am Ende war es Beraterbudget.
00:40:20: Und so ein bisschen ist es jetzt wieder mit Accelerator.
00:40:23: Ich sage immer so, ich will eigentlich nicht damit zu stark verbunden werden.
00:40:27: Aber am Ende des Tages sind wir es ja dann doch wieder.
00:40:29: Wir beschleunigen ja die Prozesse.
00:40:31: Aber was ich damit meinte ist,
00:40:34: Ich glaube, was ich kritisiere an vielen vergangenen Acceleratoren ist, dass dort Standardprogramme umgesetzt wurden.
00:40:40: De facto dort das Ziel ist, Hauptsache wir begleiten, ich sag das mal bisschen salopp, Hauptsache wir begleiten 20 Startups, wir machen da ein Programm, Woche eins Business
00:40:48: Model kennen wir es, Woche zwei kommen alle bitte zum Sales Training, Woche drei das.
00:40:52: Und es erscheint mir also ein totaler Overhead für diese Gründer in, im Umkehrschluss heißt es, da gehen eigentlich nur durch die Self-Selection-Bias.
00:41:01: gehen dann eigentlich sehr gute Startups nicht hin, weil die sagen sich, okay, dafür habe ich jetzt keine Zeit.
00:41:05: Ich habe in den nächsten drei Monaten echt andere Dinge zu tun.
00:41:08: Oder es gehen eben Startups, die sagen, ja, ich kriege da irgendwie 25.000 Euro oder so was, ist ja auch häufig der Fall, und hoppen dann die sogenannten Accelerator Hopper,
00:41:16: hoppen dann einfach nur von Case to Case, bisschen Geld zu machen, dann müssen sie halt zu dem Sales Training hin.
00:41:20: Das ist wirklich eine gelebte Realität, finde ich, ich, ich bin ja auch Mentor gewesen in einigen Inkubatoren und Acceleratoren, gesehen habe, wo ich echt dachte, okay, wow, das
00:41:30: ist...
00:41:30: Es ist ja klar, dass es dann nicht funktioniert.
00:41:31: Es wird zwar abgefeiert am Demo-Day, cool, haben zehn Start-ups supportet, aber die Qualität hinaus ist wirklich dann nicht das, was zumindest unsere Ambition ist.
00:41:41: heißt, davon will ich mich halt dann schon oder will ich, dass wir uns distanzieren von diesen, sag ich mal, Self-Selection-Bias, ich gehe in Accelerator, ja, weil ich da
00:41:53: irgendwas kriege, aber eigentlich jedes gute und sehr gute Start-up hat eigentlich keine Zeit dafür.
00:41:59: Das heißt, wir wollen ja die adressieren, sehr gut sind, die schon auf einem sehr guten Track sind und die dann schon im wahrsten Sinne des Wortes beschleunigen.
00:42:06: Aber unser Ansatz ist total klar.
00:42:08: Wir machen nur Themen, die sowieso in den nächsten drei Monaten bei dir auf Tisch liegen.
00:42:13: Wenn du jetzt auf Kundensuche bist, ja, wir versuchen dann die nächsten zehn Kundenkontakte innerhalb von einem Monat eben zu machen.
00:42:20: Anrufen, Excel-Liste, Sales-Prozess.
00:42:22: Und es ist pro Unternehmen dann eben auch sehr anders, sehr customized, sehr individuell.
00:42:28: Und das ist auch schon im Selection-Processor, dass wir sagen, wenn ihr uns bei euch bewertet, wir machen eine Prüfung, glauben wir, dass wir wirklich bei deinen drei bis vier
00:42:36: Key-Challenges, die du sowieso bearbeitest, wirklich helfen können in nächsten drei bis sechs Monaten.
00:42:42: Und das ist schon ein Unterschied vom Mindset her, aber auch vom Vorgehen her.
00:42:46: Am Ende seht ihr es dann halt echt ein Individual-Case.
00:42:49: Bezüglich der Selection würde ich gerne nachher noch mal reinkommen, aber ich finde das ja gerade spannend, das was du gerade erzählt hast.
00:42:57: Qualität statt Quantität und da komme ich auf das Thema, was auch zur Sprache kam.
00:43:03: Wollen wir im Start-up Ökosystem Breitensport oder wollen wir Leistungssport?
00:43:11: Wenn du das jetzt sagst, was steckt da für dich dahinter ist, kann man sich vielleicht schon an deinem oder Stelle vorstellen und das, was du bisher erwähnt hast jetzt, aber was
00:43:22: steckt für dich hinter dieser Aussage?
00:43:26: Genau, also ich nehme das Beispiel sehr gerne.
00:43:29: Und ich glaube, es ist gar kein Entweder-Oder, aber ist die Frage, wo muss eigentlich jetzt investiert werden?
00:43:36: Nur wo drauf müssen wir den Fokus legen?
00:43:38: Und ich glaube, wenn man jetzt diese Metapher nimmt, Breitensport ist sehr etabliert in Deutschland beim Thema Gründen.
00:43:44: haben generell, sehr starkes Gießkannenprinzip.
00:43:47: Lass uns doch jeder Kommune und hier nochmal Geld aufteilen, jeder soll was abkriegen, damit auch überall das Thema
00:43:53: Unternehmer zum Grund mal ankommt.
00:43:55: Und ich glaube, das ist auch nicht schlecht.
00:43:57: Grundsätzlich jetzt mal zu sagen, wir haben einen Track Breitensport.
00:44:01: Was passiert dort?
00:44:02: können Leute überhaupt erst mal verstehen, worum es geht.
00:44:05: Die können ihre Leidenschaft entdecken.
00:44:07: Ja, können andere finden, die die Leidenschaft haben.
00:44:09: Die können mal ausprobieren, rumtesten und umgekehrt sehen wir natürlich nur durch den Breitensport, durch diesen großen Funnel am Anfang auch, wo sind denn diese möglichen
00:44:18: Talente?
00:44:18: Das ist eigentlich wie im Sport.
00:44:19: Ich stelle mir das wirklich vor wie
00:44:21: wie so in der Fußballjugend.
00:44:22: Natürlich ist da der Breitensport erstmal wichtig, dass die Leute rangeführt werden.
00:44:28: Und da ist das Risiko auch relativ reduziert.
00:44:30: Und das ist natürlich grundsätzlich zwar gut, aber es ist auch ein Problem, finde ich, wenn wir nur im Breitensport bleiben.
00:44:38: Weil es eben auch wirklich so ist, dass der Anspruch im Breitensport ist, nicht globale Spitze zu werden.
00:44:44: Und das ist beim Gründen auch so.
00:44:45: Und ich glaube, da liest man auch hier und da immer mal wieder diesen einen Link in den Beitrag darüber.
00:44:50: Ja, ist es eigentlich ein On-the-Side-Hustle-Gründen?
00:44:54: Oder ist es eigentlich was, du dich wirklich richtig krass kommentieren musst, auch um etwas Großes aufzubauen?
00:45:00: Und ich glaube, wie gesagt, es ist ja nicht unberechtigt, einen Side-Hustle zu machen und mal zu gründen, sozusagen.
00:45:05: Cool.
00:45:05: Aber wenn wir den Anspruch haben, jetzt als Deutschland, dass wir in der oder als Europa im Wettbewerb mit den USA und China wirklich globale Top-Notch-Startups rausbringen müssen
00:45:16: und Technologien, dann werden wir das mit einem
00:45:19: Gießkannenprinzip, Breitensportprinzip sozusagen nicht schaffen.
00:45:24: Das ist wie im Fußball damals, wo dann in Amsterdam haben die zum ersten Mal dieses Jugendleistungszentrum gemacht.
00:45:28: Und irgendwann hat ein Deutscher verstanden, okay, das müssen wir eigentlich auch machen.
00:45:31: Wir können nicht einfach nur die rumkicken lassen.
00:45:33: Und so ähnlich, sage ich mal, sallop jetzt natürlich formuliert, ist es hier, finde ich, auch.
00:45:37: Wir müssen jetzt schauen, ich finde, im Breitensport sind wir gar nicht so schlecht.
00:45:40: Also irgendwie total viel sehe ich.
00:45:42: Ich sehe total viele Aktivitäten.
00:45:44: Aber im Leistungssport wirklich zu sagen, wie können wir jetzt
00:45:47: die Talente, wir da finden, maximal supporten und pushen und auch natürlich kapitalbereit stehen, die wenigen, gut sind, zur Weltspitze zu bringen.
00:45:57: Und ich glaube, darauf fokussieren wir viel zu wenig.
00:46:00: Das ist strukturell bei uns immer so angelegt, guck die haben ja schon was bekommen.
00:46:04: Ich rede jetzt mal zum Beispiel über Förderung.
00:46:05: Jetzt kriegen mal die anderen was oder so.
00:46:07: Oder es wird sofort aufgeschrieben, wenn nicht alles total gleich oder fair verteilt wird, etc.
00:46:13: Und dieses Mindset, das kritisiere ich eben.
00:46:16: Nicht?
00:46:17: Nicht weil ich es auf 0 % runterfahren will, aber weil ich sage, wir sind ja beim Leistungssport nicht so richtig weit wie wir wollen.
00:46:23: Genau, weil Leistungssport ist eine andere Disziplin als Breitensport.
00:46:27: Da wird hart ausgesiebt.
00:46:30: Da geht es um absolute Leistungsbereitschaft.
00:46:34: Da wird auch kein Rücksicht genommen auf, Mist, jetzt sind es nur noch zwei von zehn.
00:46:39: Sondern das Ziel ist, die zwei bis drei zu finden, die am Ende die Goldmedaille gewinnen.
00:46:43: Das ist hart, echt hart.
00:46:46: Da müssen sowohl die Leute, die das Unterstützen des wollen und auch das Mindset haben und auch hart entscheiden können, als auch natürlich vor allem die Protagonistinnen, die da
00:46:56: rein wollen in den Leistungssport.
00:46:57: Das ist ja auch noch mal eine eigene Lebensentscheidung eines Gründers, einer Gründerin, ob ich da reingehe und wirklich eine Top-Notch-Salaps bauen will oder eben lieber nicht.
00:47:08: Jetzt zähle ich brick zum Leistungssport als Leistungssportzentrum.
00:47:14: Würdest du sagen, Deutschland
00:47:17: Wäre gut daran, dass sagt, jedes Bundesland hat eines oder es gibt halt irgendwie in jedem zweiten Bundesland so ein Zentrum oder es gibt nur vier oder irgendwelche Sachen, dass man
00:47:29: sagt, wir würden gezielt so etwas aufbauen.
00:47:32: Genau, es ist ja tatsächlich so, dass dieses Startup Factory Programm der Bundesregierung und des Bundeswirtschaftsministeriums wirklich auch mal eine gute Aktion war.
00:47:42: Ich bin ja großer Kritiker, hat man ja schon rausgehört, aber da muss ich jetzt sagen, nicht weil wir ausgewählt wurden, okay, war auch schön, aber wirklich vom Ansatz her
00:47:50: wurden hier wirklich zehn Startup Factories deutschlandweit dann eben auch jetzt angelegt, ich mal, also ausgewählt.
00:47:58: mit der Mission genau das zu bauen, Regionen zusammenzuführen.
00:48:02: Also nochmal an unserem Beispiel.
00:48:04: Es gibt ja unglaublich viel schon im Ruhrgebiet und das ist ja auch super.
00:48:08: Aber haben wir es auf die europäischen Landkarte geschafft?
00:48:11: Richtig fett.
00:48:12: Nein.
00:48:13: Und das ist jetzt unser Auftrag.
00:48:14: So, zum Beispiel jetzt mal.
00:48:15: Und das die Region in Deutschland zu haben, das ist einfach wichtig, glaube ich.
00:48:21: Und deswegen ist es auch die richtige Aktion.
00:48:22: Ja, und sich dann aber auch aus Leistungszentrum zu verstehen, nicht in Konkurrenz.
00:48:27: zu lokalen, regionalen, sondern eher als, okay, wir arbeiten zusammen, ich sorge ja dann auch für Success Stories dieser Regionalplayer.
00:48:36: Ist ja logisch, weil deren Startups sollen ja groß werden.
00:48:39: Das heißt, das ist schon mal der richtige Ansatz.
00:48:42: Und das Gleiche wiederholt sich jetzt aber, glaube ich, eben auch auf nationaler Ebene.
00:48:46: Natürlich ist jetzt wieder die Frage, sind wir wieder zehn unterschiedliche, machen wir jetzt eigentlich jeder wieder unseren eigenen Mist?
00:48:51: Und das ist zum Beispiel etwas, was ich mir persönlich auf der Agenda geschrieben habe jetzt.
00:48:56: Die müssen natürlich jetzt sich alle erstmal gründen.
00:48:58: Wir kamen ja nicht von Null, BRYCK war ja schon am Laufen und deswegen ist schon cool, dass wir Vollgas geben können schon jetzt.
00:49:04: Die anderen, nicht alle, aber einige müssen sich jetzt erstmal nochmal aufstellen.
00:49:07: Das ist auch in Ordnung.
00:49:09: Was jetzt nicht wieder anfangen darf, ist, dass wir gleich wieder auf nationale Ebene machen, nämlich lauter fragmentierte Themen aus meiner Sicht.
00:49:16: Wir müssen es schaffen und wie gesagt, ich will das selber persönlich auch vorantreiben, wirklich ein Leuchtturm
00:49:23: dann für Deutschland zu bauen.
00:49:24: Also ein konkretes Beispiel ist beim Thema Investoren.
00:49:27: meine, welche europäischen Investoren haben jetzt Lust, mit zehn verschiedenen Startup Factories und dazu natürlich noch allen anderen zu quatschen.
00:49:35: Also wenn ich Energy Investor bin aus Madrid oder aus Stockholm und ich will hier echt pro style investieren, dann ist das deutsche Marktumfeld für mich eigentlich sehr komplex
00:49:44: sozusagen.
00:49:45: Das heißt also, wie schaffen wir es jetzt zum Beispiel am Thema Investor-Zielgruppe wirklich eine geballte Schlagkraft aufzukommen?
00:49:51: aufzubauen, die die Diversität natürlich unten zulässt, aber am Ende des Tages fokussiert aussieht und sagt, okay, das sind jetzt so die 10 top Startups coming out of the startup
00:50:01: factories of Germany.
00:50:02: Das muss halt jeder europäische Investor kennen, sozusagen.
00:50:07: dieses Mindset und die können auch Prozesse dazu.
00:50:11: Das aufzubauen ist, glaube ich, der nächste Schritt für mich.
00:50:13: Also zu deiner Frage brauchen wir das nicht eigentlich auch im Großen.
00:50:16: Und genau darum geht es eigentlich.
00:50:17: So zu denken und so zu handeln und nicht wieder im eigenen Saft jetzt nur umzuarbeiten.
00:50:21: Und jetzt wenn du sagst Leistungssport, die Top 10 Startups im Bereich Energy und so weiter und so fort.
00:50:29: Wie würdest du denn jetzt dich mal definieren, dass ein Startup Leistungssport tauglich ist oder nicht?
00:50:37: Jeder Mensch ist ja auch nicht immer Leistungssport tauglich.
00:50:41: beim Startup ist es einerseits das thematische, andererseits aber auch das Team, das da drin ist.
00:50:46: Die müssen ja im Prinzip einerseits
00:50:49: muss gerade der Sport passen und andererseits muss das Physische auch passen und das Mentale passen, damit ich auch diesen Leistungsdruck aushalte und auch groß werde.
00:51:00: Wie geht es dir davor bei der Auswahl oder was ist für dich da wichtig?
00:51:03: Du hast natürlich absolut recht.
00:51:04: Also das Thema ist nicht zweitrangig, das ist ja klar, aber am Ende sehr gute Leute, die aus meiner Sicht Leistungssportlerinnen sind, die werden sich schon ein Thema dann auch
00:51:14: noch finden.
00:51:14: Also häufig investiert ja auch eine US-Investor auch
00:51:18: im Early Stage, vor allem ins Team, weil die nochmal pivoten.
00:51:22: Also wichtig ist aus meiner Sicht, dass es wird am richtigen Problemfeld gearbeitet, weil innerhalb eines Problemfelds kannst du immerrum pivoten und du baust aber Know-How auf,
00:51:30: Kontakte auf und pivots da drin.
00:51:31: Und das ist auch das Silicon Valley Investor Mindset.
00:51:35: Ich habe ja wirklich auch mit WCs dort gearbeitet.
00:51:37: What's the big problem they're trying to solve?
00:51:41: Und dann das Team.
00:51:42: So und die genaue Solution jetzt, das muss natürlich schon haften, wie du schon sagst, muss schon Sinn machen jetzt.
00:51:48: Kann doch sein, dass zwei Jahre ganz anders aussieht.
00:51:50: Aber Team und großes Problem sollten im Idealfall nicht anders aussehen.
00:51:55: Deswegen ist der Fokus eben neben dieser, sag mal, Problem-Marktanalyse global galaktisch dann ganz schnell auf dem Team.
00:52:02: Und wie du schon richtig gesagt hast, dieses Team
00:52:05: Also die Einzelpersonen erstmal natürlich, aber auch als Team ganz klar, die müssen sehr gut miteinander funktionieren.
00:52:10: Und dann gibt es eben so Eigenschaften, die du versuchst zu identifizieren, entweder durch schon vergangene Aktivitäten, auch das ist ja zum Beispiel im Valley super cool, weil dort
00:52:19: so viele Leute sind, die schon gegründet haben und gefailed sind.
00:52:23: Das ist ja hier auch so ein Ding, wenn du gescheitert bist, schlecht.
00:52:26: Dort ist es wirklich so, wenn du gescheitert bist, aber eine richtige Story hast, die deine Eigenschaften zeigt, ist das super, weil das ist eigentlich
00:52:34: Gutes Selection.
00:52:35: Gutes Selection Curteria.
00:52:37: Fail von einer Person, bei der du aber merkst, die ist aber richtig angegangen und kann damit ihre Eigenschaften überweisen.
00:52:44: Dazu gehören ganz klar Ambition und Hunger.
00:52:48: Das ist schon mal etwas, was du relativ früh auch merkst aus meiner Sicht.
00:52:52: Also ist jemand jetzt wirklich hungrig?
00:52:56: Jeder Leistungssportler ist extrem hungrig, weil sie sonst eben an anderen Themen nicht schaffen.
00:53:02: Wer hungrig ist auf einem Thema, der weiß auch zu fokussieren oder die.
00:53:08: Ein Fokus klingt ja sehr einfach, heißt aber Entbehrung.
00:53:12: weiß jeder.
00:53:13: Auch hier im Leistungssport, wenn du im Tennis groß werden willst, was meinst du, wie viele Stunden du auf diesem Tennisplatz bist und andere Dinge nicht machst.
00:53:22: Dazu gehören leider auch private Dinge, ganz klar.
00:53:25: Work-Life-Balance, ganz klar, aber dennoch am Ende des Tages ist es viel Entbehrungsbereitschaft.
00:53:31: Die kannst du schon auch der Vergangenheit bewiesen haben, finde ich.
00:53:33: Oder im Transportieren ist die Einschätzung schwierig, schon klar.
00:53:36: Aber es ist etwas, worüber man zumindest auch in Gesprächen führen kann mit der Person.
00:53:41: Also ich bin ja auch Mentor, manchmal von Leuten, von Menschen, die dann die Entscheidung treffen müssen, gehe ich jetzt eigentlich in den Leistungssport.
00:53:47: Also mit dem Risiko, dass ich nicht die Goldmedaille gewinne, aber jahrelang versuche sie zu gewinnen.
00:53:51: Das ist ja auch schon scheiße dann.
00:53:53: Das heißt, du musst diese Entbehrungsbereitschaft haben.
00:53:56: Und dann glaube ich, ohne jetzt, du musst sagen, wenn ich hier zu weit reingehe, dann ist natürlich das Thema am Ende des Tages, dass es dann auch wirklich kein Zufall nur ist.
00:54:05: Ja, es spielt Glück eine Rolle.
00:54:07: Das ist schon so.
00:54:08: Das ist ja logisch.
00:54:08: Jeder, also auch ich, habe Glück gehabt in meiner Historie.
00:54:11: Absolut.
00:54:12: Das gehört dazu.
00:54:13: Aber nur Glück reicht nicht.
00:54:15: Vorher ist da sehr viel Disziplin und Struktur rein zu gehen.
00:54:19: Es ist sozusagen kein Zufall, dass du Glück hast, sage ich immer.
00:54:22: Du hast halt auch nur Glück, wenn du richtig, ich finde dich diszipliniert und strukturiert das Ganze angegangen bist.
00:54:29: Wirklich persistent und mit dem richtigen Team dich herum.
00:54:32: Und diese Bereitschaft zum letzten Punkt, das kann man vielleicht relativ früh erkennen, die Bereitschaft ein gutes Team dich aufzubauen herum.
00:54:41: Sowohl in der Firma als auch, sag ich jetzt mal, wer dein Coach ist, also Investor, was für Mentoren, wie nimmst du Ratschläge an, wie verarbeitest du die?
00:54:50: Das ist glaube ich nochmal so ein ganz entscheidender Punkt, wo es sehr schnell auch du merkst, okay, also das ist jemand, der ist beratungsresistent.
00:54:58: Also okay, ist nicht unbedingt schlimm, aber ist schon manchmal so eine gelbe Flagge direkt.
00:55:05: Weil ich glaube die besten Gründer, die haben natürlich einfach die Fähigkeit, sich herum Top-Games aufzubauen.
00:55:12: Jetzt habe ich relativ lang gesprochen, sorry.
00:55:15: finde ich super.
00:55:16: Ich würde gerne jetzt nochmal...
00:55:18: Das Thema Team ist ja essentiell, das ist das, was meistens immer angesprochen wird.
00:55:23: Wenn wir jetzt auch nochmal auf die Themen kommen, du sagst, ja, kann jetzt Themen sein, die spannend sind, kann in zwei Jahren anders sein.
00:55:29: Was sind denn so aktuell die heißen Themen, wo du sagst, da ist jetzt Leistungssport angesagt?
00:55:39: Also weit, das sind jetzt wirklich auch Klassiker teilweise, die ich jetzt sage.
00:55:44: Es gibt natürlich zum Beispiel im Bereich Herz-Kehri-Senthemen, die ich aber gar nicht kenne.
00:55:47: Da muss man dann wirklich noch mehr Experte sein.
00:55:49: natürlich haben wir, deswegen ist es ja auch ein Fokusbereich, den wir sehen, das ganze Thema Energy in zwei Bereichen.
00:55:56: Einerseits, sage ich mal Richtung eher so CO2-Reduktion, ja.
00:56:00: Und diese ganzen, das sind einfach Druck.
00:56:03: Da ist Druck so oder so regulatorisch.
00:56:05: Auch wenn wir jetzt aktuell politisch natürlich, da muss man sehen, wo es genau hingeht.
00:56:08: Aber der Druck wird warmen.
00:56:13: Da ist total klar, wenn da massive Lösungen kommen, nehme als Beispiel so etwas wie einen CO2-Staubsauger, der direkt CO2 wieder umwandeln kann, wenn das irgendwie klappt, dass du
00:56:24: dem großen Problem gelandet bist und deswegen das auch sorgen kannst.
00:56:28: ist also ein Bereich.
00:56:29: Im Bereich Energie sonst haben wir natürlich ganz klar Dezentralität.
00:56:34: Souveränität, Unabhängigkeit, dieses Thema wie schaffen wir dezentrale Energiesysteme, die gleichzeitig aber gemanagt werden können von den Netzen.
00:56:42: Das ist ein Riesenthema.
00:56:43: Da gibt es ganz viele Subproblemstellungen.
00:56:45: Aber wenn du einmal in dieses Thema reingest und daran arbeitest, glaube ich, wirst du als gutes Team immer einen neuen Use-Case in Zweifel finden können, auf den du pivoten kannst.
00:56:53: Das ist safe.
00:56:55: Das wird einfach kommen.
00:56:57: Wir haben andere Ressourcen.
00:56:58: Beispiel machen wir alles Beispiel, das Thema Wasser.
00:57:00: Wasser als Ressource.
00:57:02: Es gibt immer mehr
00:57:04: Wasserknappheit.
00:57:04: gibt immer mehr rein klimatechnisch Volatilität in dem Thema Wasser.
00:57:11: kann ich jetzt gar nicht so sehr ins Detail gehen.
00:57:12: Aber wenn jemand sagt, okay, ich habe verstanden, Wasser ist eine der Ressourcen der Zukunft.
00:57:16: Wir verschmutzen Wasser.
00:57:19: Wir brauchen aber immer mehr Wasser.
00:57:20: Wir haben aber hohe Volatilitäten.
00:57:22: Da reinzugehen in den Bereich und zu sagen, wie stellen wir eine Wasserversorgung her dauerhaft, das wird zum Beispiel kommen.
00:57:29: Das ist aber langfristiger, das wird das heute vielleicht gar nicht so immeditell sehen.
00:57:32: Das sind also zwei große Ressourcen, Energie und Wasser.
00:57:36: Genau, also als Beispiel jetzt.
00:57:40: Es gibt aber ganz viele, also ganz viele unterschiedliche Themen.
00:57:43: Also andere Themen waren ja, okay, alles wird in die Cloud gehen.
00:57:46: Das war damals ein großes Thema.
00:57:49: Wer schafft es, die besten Server-Pfarmen zu bauen?
00:57:51: Das war schon ein einfaches Beispiel.
00:57:53: Das war im Berlin ein Thema schon 2010.
00:57:56: Cloud wird kommen, hat ja keiner geglaubt.
00:57:58: Cloud niemals, alles unsicher.
00:58:00: Und dann fingen die dort an auf Chip-Ebene, aber auch das Thema Kühlsysteme, müssen wir in der Antarktis bauen.
00:58:09: Diese Themen, die sind halt ultra früh angegangen, weil sie gesagt haben, es wird kommen und dann werden wir das Problem haben.
00:58:18: Aber das ist mein Zeichen, wir weniger haben.
00:58:21: Hier war das mein Zeichen, dass wir die Sicherheitsfragen klären Das ist ein schönes Beispiel, weil ich damals auch gedacht habe, was machen die denn?
00:58:30: Bis das kommt, dauert das noch zehn Jahre.
00:58:32: Aber gut, du musst eben früher anfangen und mit einem geilen Team da drin arbeiten und dann haben sie das auch geschafft.
00:58:39: Wer betreibt heute die Serverfarm?
00:58:41: Natürlich nicht wir.
00:58:43: Wenn ich dir zuhör, all die Themen, die du gesagt hast,
00:58:46: Die sind alle auch irgendwo hardwarelastig.
00:58:49: Also sind jetzt nicht so diese klassischen reinen digitalen Geschäftsmodelle und ich hab nur Plattform Ökonomie und ja, also du weißt, was ich meine jetzt rein halt irgendwie.
00:59:02: Sondern da ist immer irgendwo ein bisschen was physisches dabei.
00:59:06: Habe ich das jetzt richtig rausgehört, dass du sagst, das sind so die Dinge, die eigentlich dann für die Zukunft wirklich die Spannenden werden?
00:59:14: Ja, also ich glaube, so gut wie jedes Projekt jetzt bei uns hat eine Hardware-Komponente drin.
00:59:20: Und ich glaube, tatsächlich die große nächste Welle entsteht durch diese, sag ich mal, cyberphysische sozusagen, also diese Kombination aus Software und Hardware.
00:59:32: Genau, natürlich immer auch mit Sensorik.
00:59:33: Also was heute immer dabei ist, finde ich.
00:59:35: Jetzt fokussieren wir natürlich auch auf B2B, wir selbst.
00:59:37: Also ich bin natürlich jetzt auch bias ein bisschen.
00:59:40: Dennoch, also allein schon das Thema Sensor, ohne Sensor, ich kenne gar keinen, gar keinen.
00:59:44: Kein krasses Projekt, wo dich irgendein Sensor involviert ist.
00:59:47: Die Frage ist, machst du ein Plug-and-Play-Software in Hardware rein?
00:59:51: Das gibt es euch schon.
00:59:52: Es wird schon diese Themen geben, wo du nur eine Software baust für Hardware.
00:59:58: Zum Beispiel 1000 Roboter kommen in den Markt.
01:00:00: Wer baut ein Management-System für Roboter übergreifend mit den richtigen APIs?
01:00:06: Das ist eine Fragestellung, da könnte man sich jetzt mal ...
01:00:09: auch nähern.
01:00:09: Also bin ich jetzt kein Experte, weil es wirklich spontan, aber es wird kommen, wir werden immer flutet werden von Robotern unterschiedlichster Hersteller.
01:00:17: Wer hat Bock, dich zu managen?
01:00:18: Keiner.
01:00:19: Und wer baut jetzt eigentlich die API-Basite der Plattform zur Steuerung von der Roboter?
01:00:24: Da musst du vielleicht jetzt keine eigene Hardware bauen, aber du hast natürlich trotzdem hardware-related Business Moden am Ende des Tages.
01:00:30: Du brauchst aber vielleicht nur Software.
01:00:32: Diese Cases würde ich schon auch zulassen wollen als große Zukunftscases.
01:00:37: Dennoch, wenn ich mir jetzt anschaue, was auf uns zukommt, sind es häufig immer Startups, bei denen die Hardware eine Rolle spielt und damit natürlich auch diese Zyklen so lange
01:00:46: werden.
01:00:46: Und dieses Thema von one to thousand to a million, wo ich gelernt habe, selber, ich habe gelernt in letzten vier Jahren, dass das ganze Thema ja auch dann heißt, wie baue ich
01:00:57: eigentlich die richtige Fabrik, mein Produkt zu bauen.
01:01:00: Das ist ja auch total spannend zum Beispiel, dann suchst ja wahrscheinlich einen Partner, aber am Ende des Tages, wenn du das ownsst, die großen Startups in Berlin,
01:01:06: Die bauen ja dann auch selber die Fabriken, die wiederum ihr eigentliches Produkt bauen.
01:01:10: Weil die Massenproduktion sonst nicht schafft es selber.
01:01:12: das ist, also da sag ich dir, da gehen noch ganze Welten auf.
01:01:15: Also das ist schon irgendwie krass.
01:01:17: Das ist ja so wie Netflix, die ihre eigenen Filme dann irgendwann produziert haben.
01:01:20: Ja, ganze eigene Studio aufgebaut haben.
01:01:21: Okay, wie krass ist das bitte?
01:01:23: Ja, und das wird in diesen Bereichen auch kommen.
01:01:25: Ich höre dich als Produktioner immer gerne.
01:01:29: Ja, genau.
01:01:29: Richtig.
01:01:30: Ja, genau.
01:01:30: Du bist da in einer guten Stelle wahrscheinlich.
01:01:32: Ich rufe dich nochmal an.
01:01:33: Gerne.
01:01:35: Immer wieder gerne.
01:01:37: Einen Punkt hast du gar nicht erwähnt, der aber gefühlt in den letzten Monaten immer stärker geworden ist, auch im Start-up-Bereich gefühlt das Thema Defense.
01:01:51: Was wahrscheinlich auch geopolitisch bedingt ist, glaubst du, dass die Geopolitik die Start-up-Welt oder auch die Richtung, was jetzt gefordert wird oder gefragt ist,
01:02:04: nachhaltig beeinflussen wird?
01:02:05: wenn ja, wie?
01:02:07: Also ich glaube ganz klar ja, das sehen wir auch schon an den Zahlen.
01:02:11: Das ist so wie das Thema Klima und CO2.
01:02:15: Das ist natürlich massiv auf den Markt getrieben worden und das liegt auch daran, was fokussieren die Venture Capitalists.
01:02:24: Und die haben sich das Thema Klimaschutz und CO2 angenommen, ganz klar, weil sie wussten, die regulatorischen kommen.
01:02:29: Und das Gleiche sehen wir jetzt auch.
01:02:31: Und noch mal ein kleiner Ausflug zum Thema CO2 und Klimaschutz.
01:02:35: Es ist ja nicht so, dass das Thema weg wäre.
01:02:36: Es ist etwas weg jetzt im Fokus, ganz klar, der heutigen Investoren.
01:02:41: Aber ist nachhaltig da, Thema in der Regulatur.
01:02:44: Und das Gleiche wird bei Defense und Resilience, muss man dazu sagen,
01:02:49: Wir sehen ja jetzt schon, das ist geopolitisch ein Thema, daraus werden ganz klar politische Ziele abgeleitet, daraus werden Fördertöpfe abgeleitet und die Venture
01:02:58: Capitalists stellen sich entsprechend aus.
01:02:59: Das ist absolut sichtbar schon.
01:03:03: Und am Ende, ja, also, everyone follows the money, dann die VCs entscheiden und das tun sie gerade.
01:03:09: Das ist eines der super Themen für die nächsten fünf bis zehn Jahre.
01:03:12: Hier investieren wir jetzt rein.
01:03:14: dann ist es auch ein bisschen Self-fulfilling Prophecy.
01:03:17: Dann entstehen auch mehr Start-ups, mehr Cases, die auch erfolgreich sind.
01:03:21: Wir haben eine Chance für die Industrie darin, deswegen wird es auch nachhaltig sein.
01:03:24: glaube, die Autohersteller, da wird es einige schlaue Köpfe geben, sagen, ich kann eigentlich auch Hersteller werden von Hardware für das Thema Defense und Resilience.
01:03:33: Also Resilience, damit ist gemeint kritische Infrastruktur, also Schutz der Energiesysteme, Schutz der Versorgung, auch in Gesundheit, auch Krankenhäuser.
01:03:41: super relevante Themen, wo wir massiv hinten dran sind, glaube ich.
01:03:45: Das hat ja der Berliner Stromausfall neulich gezeigt.
01:03:48: Kannst du einen Kabel durchhacken, dann haben wir halt erst mal zwei Wochen keinen Strom.
01:03:52: Ja, ist schon krass.
01:03:54: Das heißt, ich glaube, es wird nachhaltig Effekte haben und ist natürlich Folge der Geopolitik.
01:04:00: Interessanterweise aber meines Erachtens eher Folge einfach der Realität.
01:04:04: Denn was war denn vorher die Politik?
01:04:07: natürlich ein
01:04:08: verschlossene Augen und ich zähle mich selber dazu.
01:04:11: Ein bequemes, die Amerikaner schützen uns, die Russen liefern uns Öl und die Chinesen liefern uns irgendwie die Bauteile.
01:04:19: Also jetzt mal so richtig salopp formuliert, da kann man mich wahrscheinlich jetzt angreifen dafür, aber wenn man ehrlich ist, ist doch so.
01:04:25: Jetzt haben wir keine Sicherheiten mehr, keine Energie billige mehr.
01:04:29: Ja und beim Thema China haben wir auch unsere Schwierigkeiten und schon stehen wir aber eigentlich eher in die Realität.
01:04:35: Deswegen wird das Thema auch kommen.
01:04:36: wäre es eine künstlich aufgebauschte Geopolitik, wo ich sagen würde, ja gut, das ist jetzt mal so eine Welle, aber eigentlich ist doch eher so die Geopolitik aktuell, die gefällt
01:04:43: mir nicht, aber sie treibt uns in eine Realität, vor der wir wahrscheinlich vorher die Augen verschlossen haben.
01:04:50: Philipp, danke für die Einblicke.
01:04:52: Jetzt komme ich zur letzten Frage, die auch, wie die AB Fragen alle bekommen.
01:05:00: Ich fand das bisher, das ist, ich, schöner Abschluss jetzt auch, nämlich drei Learnings.
01:05:05: die du den Zuhörerinnen mitgeben möchtest, die können beruflicher oder privater Natur sein.
01:05:11: It's up to you.
01:05:14: Also eines meiner Lieblingszitate ist, you are the sum of who you surround yourself with.
01:05:21: Das heißt, schaue wirklich mit wem du zu tun hast und zu tun haben willst.
01:05:27: Auch on a daily basis.
01:05:29: Das heißt, eben teilweise rausgehen aus der eigenen Komfortzone.
01:05:32: Versuch einfach Themen zu finden.
01:05:34: Formate, das hat mir vorhin mit dem Thema Bildung, wo du Menschen triffst, die besser anders sind als du auch.
01:05:42: Weil dein eigenes Verhalten und dein Können wird echt massiv, das ist meine Erfahrung, davon beeinflusst, was andere dich herum tun.
01:05:50: Inspirierend, teilweise auch abschreckend, aber dein Kompass und deine Stärke wird davon geprägt.
01:05:57: Ist eigentlich einer meiner Hauptratschläge, erstmal primär.
01:06:03: Ja, das zweite ist also start early.
01:06:07: Also wenn du was machen willst und du in dir das Feuer spürst, gibt es immer sehr viele Fragestellungen.
01:06:14: Ich glaube jeder, und da schließe ich mich ein, startet zu spät häufig.
01:06:19: gibt, also das heißt Risiko früher nehmen.
01:06:21: Es hat auch was teilweise im Alter zu tun.
01:06:23: Man hat auch keine Kinder oder solche Themen.
01:06:25: Also just do it, spring raus und versuch es.
01:06:29: Du wirst zu viel lernen.
01:06:30: Und auch hier gilt, wenn du in das richtige Thema mit den richtigen Leuten reinspringst, ich glaube, das ist wirklich connected, dann wird es auch was werden.
01:06:37: Also diesen Glauben zu haben.
01:06:39: Auch wenn deine konkrete Lösung, das eigentlich sehr gut zu verbinden zu dem vorigen Thema, vielleicht die konkrete Lösung sehr risikobehaftet ist, wenn du das richtige Thema
01:06:47: mit den richtigen Leuten machst und deiner Passion folgt, es wird was draus.
01:06:52: Das ist so, sag ich mal, mein Rat ist natürlich immer einfach zu sagen, aber es ist irgendwo auch mal eine Erfahrung.
01:06:57: Genau.
01:06:58: Jetzt brauchen wir noch ein drittes.
01:07:03: Das dritte ist, das ist vielleicht auch eher so ein Selbstlearning.
01:07:08: Man lebt so stark für die Zukunft.
01:07:10: Ich habe das jedenfalls gemacht, sehr lange.
01:07:13: Immer jetzt irgendwas getan, damit es in der Zukunft ich irgendwas habe oder gut geht.
01:07:17: Also nimm dir auf jeden Fall die Zeit, im Jetzt zu leben.
01:07:22: Auch.
01:07:23: Vielleicht währenddessen, da sind wir aber in einem Campingplatz vielleicht, aber dann wirklich auch bewusst im Jetzt zu sein und auch mal richtig zu genießen, was eigentlich
01:07:30: Jetzt ist.
01:07:30: Ist auch richtig geil, Jetzt sozusagen.
01:07:33: Man findet immer was, was auch richtig geil ist.
01:07:37: Und daraus die Energie wieder zu schöpfen, dann auch wieder was für die Zukunft zu tun, was halt erst noch kommt.
01:07:44: Genau.
01:07:45: Ich hoffe mal, das waren so drei, wo man zumindest ein oder zwei davon für sich mitleben kann.
01:07:49: Super, cool.
01:07:49: Herzlichen Dank dafür.
01:07:52: Ich habe es wirklich spannend gefunden, das Gespräch mit dir.
01:07:55: Wenn ich überlege, dass du sagst, wir haben wirklich ein Asset auch in Deutschland, das ist das Thema Forschung.
01:08:01: Wir haben nur ein Thema, wir kriegen es nicht ins Unternehmertum rüber.
01:08:04: Da müssen wir dran arbeiten und dass ihr da dran seid.
01:08:09: Auch das Thema Leistungssport, auch im Start-up-Ökosystem.
01:08:13: Wir müssen schauen, wie wir das machen und der erste Schritt.
01:08:16: mit den Startup Factories schon gut ist, aber wir müssen auch noch diese Koordination hinbekommen, dass dann nicht irgendwie zehn Leute oder zehn Ansprechpartner da sind, wenn
01:08:25: wir große Investoren haben, sagen, da passiert was Cooles in Deutschland, ich muss mal mit zehn Leuten sprechen, statt zu sagen, wir kriegen das irgendwie auch noch koordiniert und
01:08:34: dass wir da so ein Ökosystem in Deutschland aufbauen.
01:08:39: Danke.
01:08:40: Danke Philipp für deine Einblicke noch, deine Sichtweise auf das Thema Startups und Gründen und was wichtig ist und ja auch in deinem Leben, wie du die Sachen erlebt hast in
01:08:54: deiner Jugend und in Stanford und wie dein Blick da auf diese Themen ist.
01:08:59: Herzlichen Dank.
01:09:01: Ich freue mich, ich bin gespannt, wie es bei euch weitergeht.
01:09:08: wie da die Sachen kommen.
01:09:08: Vielleicht kommt ja wirklich mal die Produktion auch zustande.
01:09:11: Also im Ruhrgebiet.
01:09:13: Gerne melden.
01:09:14: Ich freue mich da immer oder auch wenn ich da unterstützen kann.
01:09:17: irgendwas.
01:09:18: Da rede ich drauf vor.
01:09:22: Ja, das ist genau mein Thema, finde ich super.
01:09:25: dann wünsche ich dir, wir nehmen dann am Freitag auf jetzt noch ein wunderbares Wochenende.
01:09:30: Die Sonne scheint.
01:09:30: Ich gehe davon aus,
01:09:32: In der Stadt mit den meisten Sonnenstunden Deutschlands hat sich auch die Sonne schon scheint.
01:09:38: Genieße es, genieße dein Wochenende und herzlichen Dank für deine Zeit.
01:09:41: Vielen Dank, Tiers, hat mich sehr gefreut und dann dir auch ein schönes Wochenende.
01:09:48: Das war die Folge mit Philipp Herrmann.
01:09:50: Infos zu Philipp und der Startup Factory BRYCK findet ihr in den Show Notes.
01:09:54: In zwei Wochen geht es dann weiter.
01:09:56: Bis dahin alles Liebe und nicht vergessen neugierig und mutig zu bleiben.
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