Frank Rauchfuß - Digital Customer Twins als Teil hybrider Teams #115

Shownotes

Servus zu Folge 115, in der ich Frank Rauchfuß von DXI zu Gast habe. Er hat die Boom-Jahre des Internets in seiner Karriere voll miterlebt und 2024 beschlossen, seine CEO-Position bei diva-e gegen die eines Gründers zu tauschen – und zwar sehr erfolgreich.

Mit DXI hat er gemeinsam mit Stefan Trebbin ein Start-up geschaffen, das mit Digital Customer bzw. Expert Twins den Nerv der Zeit trifft und statische Personas aus dem Marketing in dynamische und realistische Kunden verwandelt, mit denen interagiert werden kann. Sie schaffen die virtuellen Headcounts hybrider Teams.

Genau hier sind wir im Gespräch tiefer eingestiegen, und ich durfte einiges lernen, was ich euch nicht vorenthalten möchte. Daher geht es jetzt auch los.

Viel Spaß mit der Folge und vergesst nicht, den Podcast zu abonnieren und zu bewerten. Danke!

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00:00:01: Wir beschreiben den Kunden so detailliert, dass ein digitales Abbild von ihm oder der Zielgruppe entsteht, was sich nahezu perfekt verhält wie der Kunde selbst.

00:00:10: Und damit habe ich die Möglichkeit, dass ich in meinen ganzen Überlegungen einbinden kann und der Kunde nicht auf nur einem freien Stuhl ein Meeting hat, sondern ich einen Dialog

00:00:19: mit ihm führen kann.

00:00:20: Ich mit ihm Dinge verproben kann und er erzählt es mir aus seiner Sicht.

00:00:29: Herzlich willkommen zu Business Unplugged, dem Treffpunkt für Tradition und Zukunft.

00:00:34: Mein Name ist Johannes Pohl und ich spreche mit Unternehmerinnen, Gründerinnen und stillen Heldinnen des Business Alltags, die unsere digitale Zukunft formen.

00:00:43: Business Unplugged ist die Bühne für Visionäre der Digitalisierung und soll Brücken zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen bauen.

00:00:51: Hier erhältst du wertvolle Impulse und Inspiration.

00:00:55: Servus zu Folge 115, in der ich Frank Rauchfuß von DXI zu Gast habe, der die Boom Jahre des Internets voll miterlebt hat in seiner Karriere und 2024 beschlossen hat, seine

00:01:08: CEO-Position bei diva-e gegen die eines Gründers zu tauschen und zwar sehr erfolgreich.

00:01:14: Mit DXI hat er gemeinsam mit Stefan Trebbin ein Startup geschaffen, das mit Digital Customer bzw.

00:01:22: Expert Twins den Nerv der Zeit trifft und

00:01:25: statische Personas aus dem Marketing in dynamische und realistische Kunden verwandelt, mit denen interagiert werden kann.

00:01:34: Sie schaffen auch mit den Experts die virtuellen Headcounts hybrider Teams.

00:01:39: Und genau da sind wir im Gespräch tief eingestiegen und ich durfte einiges lernen, was ich euch nicht vorenthalten möchte.

00:01:46: Daher geht's jetzt auch los.

00:01:48: Viel Spaß mit der Folge und vergesst bitte nicht, den Podcast zu abonnieren und zu bewerten.

00:01:52: Danke.

00:01:54: Lieber Frank, herzlich willkommen im Podcast und hier bei mir im Büro in meinem Podcast-Eckerl willkommen.

00:02:02: Herzlichen Dank für die Einladung.

00:02:03: Sehr gerne.

00:02:04: Ich freue mich immer, wenn wer zu Besuch kommt hierher.

00:02:09: Frank, du bist zum Thema Digitalisierung schon recht lang eigentlich unterwegs, sprich nicht erst mit dem KI-Boom und diesem ganzen Hype, der jetzt halt ja schon seit längerem

00:02:20: anhält, sondern ziemlich konsequent seit

00:02:25: Beginn eines beruflichen Lebens kann man sagen.

00:02:28: Du hast begonnen bei Capgemini in der Beratung und hast danach zu Telefonica O2 gewechselt und warst dort circa zehn Jahre und da war es halt dann nicht nur PowerPoint, sondern da

00:02:40: war es dann auch wirklich Vertrieb, Marketing und Plattformen und was auch alles dazugehört.

00:02:47: Unter anderem auch der Launch der Online- und Mobilportale.

00:02:52: Danach

00:02:53: Nach deiner Zeit bei O2 folgte der Schritt in die CEO-Verantwortung bei intelliAd.

00:02:59: Entschuldigung, intelliAd, so spricht man es aus.

00:03:02: Und dann an der Spitze der, jetzt wird es Diva-E-Holding, wo du für den Beratungsbereich dann auch zuständig warst.

00:03:11: Und das ist ja so ein Moment, wo man dann vielleicht auch nicht nur, ja...

00:03:17: macht, sondern plötzlich auch alles drum herum, Entscheidungen unter Unsicherheit, Tempo, Menschen, Prioritäten, was alles dazugehört.

00:03:24: sprich, du hast da jetzt noch einmal eine andere Seite der Digitalisierung auch noch kennengelernt und dann jetzt kommt so für mich dann auch dieser Lieblingstwist in deinem

00:03:40: ganzen Leben, in deinem Plot, in deinem beruflichen Leben.

00:03:43: Du hast 2024

00:03:45: aus deiner Rolle raus, gemeinsam mit Stefan Trebbin, DXI und DXI, Entschuldigung, wir haben es vorher gerade noch besprochen.

00:03:56: Ein Wahnsinn.

00:03:58: DXI gegründet und stellst mit PersonaX die These auch in den Raum.

00:04:05: Kundenzentrierung kann man nicht nur messen, man kann sie quasi simulieren, empathisch, dynamisch in Echtzeit.

00:04:13: Und plötzlich reden wir nicht mehr nur über Personas als PDF-Leichen oder irgendwelche PowerPoints und so weiter und so fort, über Digital Customer Twins und auch Digital Expert

00:04:26: Twins, haben wir auch vorhin gerade besprochen, mit denen Teams interagieren können, als würden sie mit echten Kunden oder auch Kollegen und Kolleginnen, also Expertinnen und

00:04:37: Experten, sprechen.

00:04:39: Ja, sag ich mal.

00:04:41: irgendwo auch logisch klingt und auch sehr spannend ist, aber auch in gewisser Hinsicht unheimlich vielleicht für die ein oder anderen.

00:04:48: Aber ja, so ist halt die Zukunft.

00:04:52: ja, last but not least eine Sache, die ich auch nicht vergessen möchte.

00:04:57: Deine neueste, unter Anführungszeichen neueste Position, die du parallel zum Startup hast.

00:05:02: Du engagierst dich auch im Bundesverband für KI-Transformation und bist dort als VP für die Startup Relations.

00:05:11: zuständig.

00:05:12: Bevor wir jetzt richtig einsteigen, Frank, und du mir dann erklärst, wie das mit dem Digital Customer Twin und Expert Twin und so weiter und so fort funktioniert, kommen wir

00:05:22: zu den AB Fragen, die alle meine Gäste hier beantworten müssen.

00:05:29: Du weißt, wie es funktioniert.

00:05:30: Du weißt, was auf dich zukommt?

00:05:32: Nicht, die lassen mich aber komplett überraschen.

00:05:34: Okay, es ist gar nicht schwer.

00:05:36: Ich stelle Fragen, wo du zwei Wahlmöglichkeiten hast und du musst dich für A oder B entscheiden.

00:05:43: Ohne Telefonjoker.

00:05:44: Ohne Telefonjoker.

00:05:48: Wir kommen auch nachher dazu, dass du es nachher noch mal ein bisschen im Detail erklären kannst, warum du dich für welche Variante entschieden hast.

00:05:57: Wir starten.

00:05:58: Bildung online oder offline?

00:06:00: Online.

00:06:02: Automatisierte oder menschliche Entscheidungsfindung?

00:06:05: Automatisierte.

00:06:07: Stärkere Regulierung oder mehr Freiheiten für Unternehmen?

00:06:11: Mehr Freiheiten.

00:06:13: Vollkommener Schutz persönlicher Daten oder weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohls der Allgemeinheit?

00:06:20: Mehr Schutz persönlicher Daten.

00:06:23: Webmeetings oder persönliche Treffen?

00:06:26: Persönliche Treffen?

00:06:28: Ich glaube, du warst der Erste, so schnell durchgelaufen ist.

00:06:33: so stelle ich mir das vor.

00:06:36: Liebe zukünftige Podcastgäste, so stelle ich mir das vor.

00:06:41: Die meisten beginnen schon bei der ersten.

00:06:44: Aber super.

00:06:46: Dann warum Bildung Ich hoffe, war nicht zu schnell.

00:06:49: Ich kann es im Nachgang nochmal runterdrehen.

00:06:52: Genau ein bisschen verzögern.

00:06:56: Wir kommen zum Thema Bildung online.

00:06:58: Warum online?

00:07:00: Weil ich glaube, online dir mehr Zugang zur Bildung bietet.

00:07:05: Das ganze Spektrum.

00:07:05: Also wenn ich jetzt offline lerne und mich weiterbilde und man hat es ja teilweise im Studium, zumindest ich, habe das noch selber gemacht.

00:07:12: Es gab eine Bibliothek und ich habe genau den Umbruch damals 96, 98, wo ich studieren durfte, Wirtschaftsinformatik erlebt, dass man gesagt hat, es gab die offline Bibliothek,

00:07:22: die ganzen Werke da drin.

00:07:24: die ganzen Bücher.

00:07:25: Man hat natürlich aus Büchern primär gelernt, aber es war eben damals schon der Internetzugang möglich.

00:07:31: Und das heißt, man hat einen ganz anderen Zugang an Bildung gehabt im Sinne von, was sind amerikanische Studien, was sind an verschiedenen Märkten üblich.

00:07:39: Und wenn ich mir heute vorstelle, meine Diplomarbeit rein mit offline Medien geschrieben zu haben.

00:07:46: Und es ging damals in meiner Diplomarbeit um eigentlich das Wachstumsmöglichkeiten über E-Commerce.

00:07:51: 98 und das Geschäftspotenzial abzuleiten aufgrund von Marktstudien und das man simuliert damals mit Praxispartner, wenn ich heute Schuhe verkaufe oder Hemden oder andere Artikel,

00:08:03: was das Business Potenzial meiner Produkte, die ich im Online Shop reinbringe, perspektivisch und quasi auf fünf Jahre und ein Business Case zu rechnen.

00:08:13: Wie viele Investitionen tätige ich in einen Online Shop?

00:08:17: Was ist die Revenue Prediction, die ich daraus habe?

00:08:20: Und das allein aus

00:08:21: Büchern zu erstellen, schon gar nicht mehr gegangen.

00:08:25: Gleichzeitig ist der Zeitwert natürlich von Büchern, wenn ich jetzt studienbezogen unterwegs bin, sehr kurz.

00:08:32: Und deswegen glaube ich, es ist stärker online und ich habe heute Zugang zu nahezu allem.

00:08:38: Ich glaube, das, was wichtig ist, wenn man Bildung online aufnimmt, ist eine Verifizierung der Quelle und eine Plausibilisierung, weil das entsteht sehr, sehr viel.

00:08:47: Und ich glaube, diese Kuratierung vom Wissen ist sehr, wichtig und das nicht einfach blind aufzunehmen und zu glauben.

00:08:56: ich glaube, heute war es nie so leicht, Zugang zur Bildung zu bekommen, wie es jemals vorher war.

00:09:03: Stimmt, ja.

00:09:05: Online ist das einfach auch, kannst du das in die ganze Welt reintragen, sage ich jetzt einmal.

00:09:10: Richtig.

00:09:10: Ja, und diesen Podcast, wir machen, den kann die ganze Welt, wenn er interessant ist, hören.

00:09:14: Und er nicht limitiert auf eine, zum Beispiel, wenn man offline ist, eine Radiosendung, die ich limitiert empfange oder nicht empfange.

00:09:21: Oder wir schreiben einen Paper, was abgedruckt wird.

00:09:25: Selbst auch wenn er in Deutsch ist, kannst du ihn ohne Probleme auf Englisch übersetzen lassen.

00:09:29: Also selbst das ist möglich.

00:09:32: Dann warst du bei der automatisierten Entscheidungsfindung.

00:09:37: Ich glaube, und das ist so bisschen die Historie von intelliAd, wo wir eine Software

00:09:44: Angeboten haben Unternehmen für Bitmanagement und Bitmanagement kurz erklärt ist, ich steuere automatisiert Google-Anzeigen aus.

00:09:53: Das heißt, man kennt ja das goldene Dreieck bei Google oben.

00:09:56: Ich muss in den Top 3 Advertising-Bereichen drin sein oder organischen Suche.

00:10:01: Und letztendlich sprechen wir da bei einer Menge, teilweise bei manchen Kunden von über 100.000 Keywörtern, also Schlüsselwörtern, auf die ich eben bieten kann.

00:10:12: Und wenn ich dann als Nutzer das Wort eingebe, dass ich dann natürlich auf den ersten drei, vier Plätzen erscheine.

00:10:18: Und das manuell auszusteuern, damit hat es mal begonnen.

00:10:22: Wenn ich mir jetzt vorstelle, dass ich täglich ein Portfolio an Wörtern aussteuere von, na, das ist Nummer 10.000 oder 1.000, und immer schauen muss, von den Kosten her, welches

00:10:33: Wort ist gut von der Konvertierung her, dass es gut gesucht wird und wie viel muss ich an Google zahlen, damit ich dann gelistet werde.

00:10:41: Das übersteigt einfach die menschlichen Fähigkeiten.

00:10:43: Also ich müsste mir so viel Hände leisten und so präzise arbeiten, das ist nahezu nicht möglich.

00:10:48: Deswegen ist da ein hoher Grad an Automatisierung.

00:10:52: Es ist quasi fast wie Minute-Second-Trading auf besten Wörtern, wo du schaust, wo biete ich wie hoch und welche Kompetition habe ich und wie setze ich optimal mein Budget ein.

00:11:04: Und ich glaube, die Schnelligkeit, indem wir heute Geschäfte abwickeln, tätigen,

00:11:10: oder neue Dinge erfahren, in eine Geschwindigkeit passiert, die sich eher noch weiter steigern wird und damit zwangsläufig eine Automatisierungsform notwendig ist.

00:11:22: Spannende Erklärung.

00:11:25: Und dann ging es weiter zu mehr Freiheiten für Unternehmen.

00:11:30: Aus welchem Grund mehr Freiheiten statt stärker Regulierung?

00:11:35: Also ich glaube persönlich an eine kreative Disruption.

00:11:40: Ja und jetzt, wenn wir jetzt mal ausgehen, es gibt einen Staat, es gibt die Unternehmen, dann kann glaube ich der Staat eine gute Grundlage schaffen.

00:11:50: Also einen Rahmen schaffen.

00:11:52: Wenn ich aber Unternehmen beschränke, glaube ich persönlich, dass die Kreativität und auch das Gesetz des Stärkeren und der besseren Produkte immer eingeschränkt oder limitiert

00:12:03: wird.

00:12:04: Deswegen, ich glaube Unternehmen haben eine Verpflichtung aufgrund ihres Unternehmertums.

00:12:09: Aber ich würde sie wenig beschränken, solange sie einem unternehmischen Interesse oder auch Gemeinwohlezweck erfüllen.

00:12:18: Wenn das ein Unternehmen wäre, was nur noch für sich agiert und schädlich für eine Gesellschaft ist, dann würde ein Eingriff notwendig werden, weil einfach der Beitrag der

00:12:30: Geschäftszweck als solches halt nicht gesellschaftlich zum tragfähig wäre.

00:12:35: Aber sonst

00:12:36: Bitte Unternehmen frei entscheiden lassen, frei agieren lassen, weil nur so kommt aus meiner persönlichen Sicht das Beste für den Kunden und auch für den Markt zutage.

00:12:46: Und es gibt jede Menge Beispiele, wo wir starke Regulierungen haben, das Gute erhofft worden ist, aber letztendlich dann über eine Überregulierung doch nicht der Sinn und Zweck

00:12:55: erreicht worden ist.

00:12:57: Ob das im Automotive Bereich ist, mit Antrieben oder sonstigen Dingen, das auf alle Fälle.

00:13:02: Wo ich es einschränken würde, ist wirklich dann, wenn es

00:13:07: der persönliche Daten, da kommen wir gleich dazu, geht.

00:13:10: Das ist noch eine andere Sache.

00:13:12: Das wäre jetzt der nächste Punkt.

00:13:13: Du hast auch dich für den Schutz der persönlichen Daten ausgesprochen.

00:13:20: Kannst gleich anknüpfen?

00:13:21: Ja, kann ich gleich anknüpfen.

00:13:24: Ich glaube, der Schutz der persönlichen Daten ist wichtig und ist auch ein sehr hohes Gut.

00:13:31: Und wir geben heute schon relativ viel Preis von uns.

00:13:34: Und ich glaube, es ist dann in Ordnung, wenn wir viel von uns preisgeben, wenn wir das auch wissentlich machen und sagen, ich bin bereit, indem ich Cookies akzeptiere oder

00:13:44: sonstige Dinge, dann gebe ich ja meine Einwilligung.

00:13:48: Ich finde es nicht in Ordnung, deswegen auch eine Regulierung, wenn das so passiert, dass ich nicht mehr zustimmen kann oder dass es subtil passiert oder was ja auch heute Leute

00:14:00: vielleicht nicht wissen, dass sämtliche Daten, sie in freien

00:14:05: LM-Interfaces reingeben, zum Trainieren solcher Modelle weitergetrieben wird.

00:14:10: Und ich glaube, da muss dem Konsumenten geholfen werden und seine Position stark gemacht werden, sagen, zeige mir an, welche Daten ich von mir selber zur Fügung stelle, was mit

00:14:22: ihnen passiert.

00:14:24: Und das sollte schon reguliert sein und in einem Rahmen stattfinden, dass die Persönlichkeits...

00:14:31: die Persönlichkeit, den persönlichen Daten nicht verletzt werden.

00:14:36: Unwissentlich oder wissentlich.

00:14:37: Und das ist ein hohes Gut.

00:14:39: Also, gleich ein Beispiel zu nehmen.

00:14:42: Ich glaube, die wenigsten Leute wissen, was der Wert ihrer persönlichen Daten ist.

00:14:46: Und wenn ich jetzt mal Wert im persönlichen Daten ausdrücke, und war lange im Performance Marketing, das ist natürlich sehr interessant.

00:14:52: Wann Wert, zu welcher Uhrzeit, was kauft, sich wie bewegt.

00:14:56: Und auch wenn es alles anonymisiert ist, kann ich aber gewisse Techniken

00:15:01: Entscheidungen beeinflussen und treffen, die sehr wesentlich sind.

00:15:05: Zum Beispiel, wenn ich eine IP-Adresse habe und auslesen kann, welcher Chip zum Beispiel da drin ist, mit welchem Browser der Nutzer unterwegs ist und noch weiß, wo ich die

00:15:17: IP-Adresse zuordnen kann.

00:15:19: Dann kann es eben sein, dass du ein Preisangebot hier aus München zu einem anderen Preis bekommst, als wenn du in einer Region sitzt und ein anderes Gerät hast.

00:15:30: Deswegen war es noch mal eine Phase, da muss ich an meinen ehemaligen Kollegen denken, der hat gesagt, ich habe einmal einen Laptop, mit dem suche ich Reisen und ich habe einen

00:15:38: Laptop, mit dem buche ich Reisen.

00:15:41: Und es sind unterschiedliche Hardware-Geräte, es unterschiedliche IP-Adressen, von denen ich meine Anfragen starte, weil das eben sehr stark ausgelesen wird.

00:15:49: Und das ist die Frage, wie mache ich das dem Nutzer bekannt, weil das Ansinnen des Unternehmens ist klar.

00:15:56: der Nutzer zahlt er quasi mit seinen Daten.

00:15:57: Und wenn ich in einer Region bin, wo das Einkommen höher ist, dann bekomme ich auch höhere Preise.

00:16:02: Wenn ich in einer Region bin, wo vielleicht das Einkommen nicht so hoch ist, werde ich das auch wieder verwerten.

00:16:08: Und ein anderes Beispiel zu geben ist

00:16:13: Wir hatten zum Beispiel im Telekommunikationsbereich hatten auch wir einen Tarif, der gesagt hat, du zahlst mit deinen Daten.

00:16:21: Das heißt, du hast einen kostenfreien Mobilfunktarif bekommen und dann hat eine Mitarbeiterin von mir gelauncht und im Gegenzug akzeptierst du sämtliche Werbung.

00:16:33: Und das ist mich ein fairer Deal, weil ich weiß, worauf ich mich einlasse.

00:16:37: Ich habe ein kostenfreies Angebot und ich zahle mit Daten.

00:16:40: in Form von Werbung, die ich mir anschaue und akzeptiere.

00:16:44: Und dann sieht man aber den Wert der Daten, weil normalerweise zahle ich ja für einen Mobilfunkvertrag 30, 40 Euro im Monat.

00:16:51: Und ich glaube, das ist den wenigsten Leuten bewusst, was ist denn, sind denn ihre Daten wert?

00:16:56: Und glaube, deswegen bedarf es schon einer gewissen Regulierung oder einer, einen Rahmen, entsprechend dem Wert, aber auch den Schutz der persönlichen Daten zu ermöglichen.

00:17:05: Hast du auch zwei unterschiedliche Rechner, mit denen du arbeitest?

00:17:07: Nein, habe ich nicht.

00:17:11: Interessanter Ansatz natürlich.

00:17:12: Oder du machst das über VPN-Netzwerke?

00:17:14: Genau, ist eher der Fall, einfache ist.

00:17:18: Aber man muss es mal ausprobieren.

00:17:22: Einiges ist ja ökonomisch gesehen oder volkswirtschaftlich eine Preisdiskriminierung, die da perfektioniert wird.

00:17:28: Das ist genauso, wenn du in ein Flugzeug einsteigst, dann kannst du davon ausgehen, dass jeder, dieses Ticket in diesem Flug, wo du auch drin bist, im Flugzeug, sitzt,

00:17:38: zwar gekauft hat, aber zu einem anderen Preis als du.

00:17:41: Jeder.

00:17:42: Weil je nach Zeit, Verfügbarkeit und so weiter eine nahezu perfekte Preisdiskriminierung versucht wird.

00:17:53: Ja, die Deutsche Bahn macht das auch, ich.

00:17:58: Habe ich heute gebucht.

00:18:03: Letzte Frage war Webmeetings oder persönliche Treffen?

00:18:06: Da warst du für persönliche Treffen.

00:18:09: also auch wenn ich online durch und durch bin, ich glaube, das setzt mir die ganzen Videokonferenzen, Technik und die Möglichkeiten, die es gibt, ist, glaube ich,

00:18:20: persönliches Gespräch unersetzbar.

00:18:23: Warum?

00:18:23: Weil ich viel mehr wahrnehmen kann, wie der andere denkt, wie er fühlt, wie er sich bewegt.

00:18:31: Der Dialog ist ein anderer.

00:18:32: Deswegen sitzen wir auch im Podcast persönlich zusammen.

00:18:34: Man hätte ihn auch per Video machen können.

00:18:37: Es ist eine andere Atmosphäre.

00:18:38: Es ist ein anderer Rahmen, in dem es stattfindet.

00:18:41: Und es ist auch irgendwo eine Wertschätzung.

00:18:43: Und es ist nicht irgendwie so Fernsehprogramm, weiter wippen oder weiter klicken und durchgetaktet.

00:18:49: Und das merkt man ja auch.

00:18:52: Wenn jetzt Mitarbeiter wie die Unternehmen zurückkommen, Corona war es nicht möglich, jetzt kommen sie zurück, dann sind sie nicht produktiver.

00:19:00: Viele sagen, wenn ich in der Arbeit bin, dann bin ich echt nicht so produktiver, wenn ich zu Hause bin, weil ich natürlich meinen Raum habe, in dem ich die Themen bearbeiten kann.

00:19:08: so werde ich halt durch Kolleginnen und abgelenkt oder die Gespräche ergeben sich.

00:19:13: Aber was ich da erfahre, würde ich sonst nie anderweitig mitbekommen, weil die Gespräche, online und digital sind,

00:19:21: meistens sehr fokussiert sind auf ein Thema, eine Bearbeitung etc.

00:19:26: Und der Rahmen, der Raum und die Spontanität wird dadurch natürlich nicht so stark gefördert, wenn man sich persönlich unterhält und erlebt.

00:19:35: Deswegen persönlich.

00:19:39: Super.

00:19:40: So, aber jetzt starten wir rein.

00:19:41: Danke für deine Antworten, die ich extrem interessant gefunden habe und die auch helfen sollen.

00:19:49: den Zuhörerinnen und Zuhörern dann auch deine jetzigen Antworten bisschen einzuordnen vielleicht.

00:19:56: Und wir starten meine erste Frage.

00:19:59: Geht zurück ins Jahr 2005 bis 2015, Telefoniker O2 Zeit, sprich in die Zeit, in der sich sehr viel zum Thema Internet, Mobile und so weiter getan hat, 2007 der große iPhone Moment

00:20:13: und so weiter und so fort.

00:20:15: Da spricht aber echt einiges in Bewegung.

00:20:17: Mich würde mal einfach persönlich interessieren, wie hast denn du diese Zeit dann auch im Unternehmen oder generell erlebt?

00:20:26: Ja gerne.

00:20:28: Also O2 war es damals noch, es war noch nicht Telefonica.

00:20:30: Es war O2 als Marke gerade auferstanden oder wiederbelebt.

00:20:38: Viac Intercom war es vorher, einer der Stromanbieter.

00:20:42: Und super spannend, weil das war wie ein riesengroßes Start-up.

00:20:47: 2.500 Leute, 2.000 Leute, aber von Strukturen und vom Spirit.

00:20:51: Da kommt auch der Can-Do Spirit, den wir alle mit uns getragen haben, so ungefähr das Unmögliche möglich machen mit den Mitteln, die wir haben.

00:21:02: Wir waren ja nicht der Marktführer, sondern der Attacker.

00:21:06: Das hat mir schon Spaß gemacht, wo ich da gestartet bin.

00:21:08: Attacken verändert sich fast.

00:21:11: Das ist immer nicht in der Comfort Zone, aber das finde ich einfach

00:21:14: Also, das kann man nicht gestalten.

00:21:16: Also, wenn ich nicht Attacker bin und bei uns, dann immer in Kampen bin, dann ist man so bisschen saturiert, phlegmatisch und so weiter so fort.

00:21:25: Also, du musst immer in die Extra-Meile gehen, sonst setzt du dich nicht durch.

00:21:30: Von den Themen sehr spannend, weil ich hatte damals eben die Verantwortung für dann den ganzen E-Commerce-Bereich, das Online-Portal, verschiedene Relaunches auch verantwortet

00:21:41: und gemacht.

00:21:42: Und das hat ja begonnen.

00:21:44: Da war der Umsatzanteil zwei, drei, vier Prozent.

00:21:48: Sprich, da waren Handyhüllen, Klingeltöne, Jumper, erinnert sich vielleicht noch der eine oder andere dran.

00:21:55: Also eine Spielwiese, ein Potpourri von Artikeln, die ich e-Commerce-seitig verkaufen kann.

00:22:02: Und natürlich auch Mobilfunkverträge.

00:22:03: Aber mit einer, würde ich mal sagen, überschaubaren Akzeptanz auf der Nutzerseite.

00:22:09: Und man hat sich natürlich gefragt, wie gehen wir jetzt mit dem Kanal um?

00:22:13: Weil es gibt

00:22:13: deutlich stärkere Kanäle.

00:22:15: heißt der indirekte Vertrieb, also sprich, dass ich Handy und Verträge über Media zu tun, Hansa kaufen kann, dass ich natürlich die eigenen Shops habe, dass ich Customer Service

00:22:24: habe.

00:22:25: Alle bedeuten stärker und auch wichtiger als Kontaktpunkt für den Kunden und Absatz als ein Online-Kanal.

00:22:32: Was aber dann gelungen ist und das war mit Sicherheit auch dann Neuausrichtung des Portals als Service Punkt, als E-Commerce und Transactionsportal.

00:22:44: ist, dass man diesen Umsatzanteil signifikant steigern konnte.

00:22:48: Das heißt, war dann, wie bekomme ich qualifizierten Traffic auf das Portal, aber gleichzeitig wie ist auch die Experience, wenn ich auf dem Portal bin.

00:22:57: Wir hatten damals das Map-Portal hieß es noch, mobile Portal mit Wallet Garden.

00:23:02: Also bitte Kunde bleibt nur auf unserem Portal und geh nicht raus, weil es gab keine UL oder Suchschlitz oder sowas.

00:23:07: Wir hatten eben das fixed net Portal, das online digitale Portal.

00:23:11: Wir haben es geschafft, aufgrund verschiedener Services und auch Experiences diesen Umsatzanteil natürlich mit einem Vorteil, auch den man online spielen konnte, auf über 30

00:23:20: % Kanalanteil hoch zu pushen innerhalb von kürzester Zeit.

00:23:25: Und auf einmal war man natürlich hochrelevant im Unternehmen.

00:23:27: Und das war auch so der Auslöser digitalen Transformation des Gesamtunternehmens.

00:23:33: Ich durfte damit Jens Pape auch Telefoniker Deutschland in Summe digital transformieren vom Customer Service her.

00:23:40: über den Online-Kontaktpunkt und der iPhone Moment war mit Sicherheit auch ein prägender, weil wir einer der Anbieter waren, die nicht vom ersten Minute an das iPhone haben

00:23:52: konnten, weil es ein Exklusivvertrag mit der Telekom war und gleichzeitig konnte sich keiner vorstellen, dass damals Nokia führend mit N95 allen Geräten auf einmal in Relevanz

00:24:05: signifikant verliert.

00:24:07: Und das war eigentlich die Bedienung, war die User Experience, die so eingängig und sehr gut gestaltet war, dass diese iPhone Moment an verschiedenen Stellen durchgeschlagen hat.

00:24:19: Auf einmal auch vom Wapp-Portal, von den mobilen Portalen, andere Möglichkeiten, App-Stores, es einmal gab, Anwendungsfälle, die man vor sich nicht vorstellen konnte.

00:24:27: Und das hat natürlich diese ganze Digitalisierung mit vorangetrieben.

00:24:31: Und deswegen super spannende Zeit, viel Transformation in einer Schnelligkeit.

00:24:37: Da würde man vielleicht heute darüber lachen, damals sehr schnell.

00:24:40: Deswegen meine ich eben mit Automatisierung.

00:24:41: Also es geht dann nur mit Teil- oder Vollautomatisierung von einzelnen Schritten in der Geschwindigkeit bei.

00:24:48: das aufrechtzuhalten, wenn möglich zu machen.

00:24:52: Klingt nach einer aufregenden Zeit.

00:24:54: Definitiv.

00:24:55: Und die jetzige Zeit ist, glaube ich, nicht weniger aufregend, weil wenn wir jetzt zu DXI kommen,

00:25:02: Wann hattest du denn zum ersten Mal das Gefühl, klassische Personas und Kundenanalysen einfach nicht mehr ausreichen in dem Sinn?

00:25:11: ist vielleicht doch die Idee aufgekommen, wirklich ein ernsthaftes oder aus dieser Idee ein ernsthaftes Gründungsvorhaben geworden, lass mal so sagen.

00:25:23: Eigentlich hat mich das schon sehr stark auch in meiner Telekommunikationszeit bei Telefunica beschäftigt und da haben uns

00:25:30: sehr viel Mühe gegeben.

00:25:31: hatten Custom Experience Trails, also sprich ich bin.

00:25:35: Also als Unternehmen hat man gesagt, wir möchten besser verstehen, wie der Kunde tickt, was er macht, wie er sich verhält und wie er vor allem die Produkte und Tarife nutzt.

00:25:45: Das muss man dazu sagen.

00:25:48: Man hat ja kein Produkt, in dem man greifen und fassen kann.

00:25:50: Das genauso wie Stromanbieter.

00:25:52: Es ist eine Mobilfunk-Frequenz.

00:25:54: Die Hardware gehört einem nicht selber, sondern verkauft sie und den Tarif dazu.

00:25:59: Gerade was Nutzungsverhalten ist, hatte ich natürlich Marktforschungsstudien.

00:26:03: Man hat Geld ausgegeben, Agenturen haben da wieder Kunden befragt, man hat sie online befragt.

00:26:08: Was dann ihre Präferenzen sind, Nutzungsverhalten, und so weiter und so Zwar bin von außen, da bin ich einen Schritt weiter gegangen, damals mit der Agentur.

00:26:17: Was damals bisschen ungewöhnlich war, ich bin in die Wohnzimmer rein von meinen Kunden.

00:26:21: Weil sonst habe ich eben einen dazwischen, der das für mich interpretiert.

00:26:25: Also habe ich mir 15 Wohnzimmer oder Wohnungen angeschaut und wollte wissen, wo steht dein Mobilfunktelefon?

00:26:32: Wo ist dein DSL-Anschluss?

00:26:34: Wie ist es in der Wohnung verteilt?

00:26:36: Wer sind die Nutzer?

00:26:37: Wer entscheidet?

00:26:38: Heute würde man sagen, das ist Buying Center.

00:26:40: Und dann kommen halt so Dinge raus.

00:26:42: Der Vater ist der Vertragsinhaber, aber ausgesucht.

00:26:46: welches Handy jetzt in Haushalt kommt, haben es die Kinder.

00:26:49: Und übrigens das Handy, was der Vater bezahlt, hat auch nicht er.

00:26:52: Er hat das älteste Gerät, sondern die Kinder haben das neueste Gerät.

00:26:58: Bis hin, man sagt, wie wird denn eigentlich Mobilität oder mobiles Internet oder auch Internet in dem Haushalt genutzt?

00:27:06: Und es waren sehr, wertvolle Erkenntnisse.

00:27:09: Aber natürlich mit der Limitierung, man kann nicht 5000 Haushalte sich anschauen, sondern vielleicht nur 15, 20.

00:27:16: und hat versucht, da die richtigen Ableitungen zu treffen.

00:27:18: Der Rest war Bauchgefühl, Intuition und die richtigen Entscheidungen, waren.

00:27:22: So, warum erzähle ich das?

00:27:24: Weil es in der Vergangenheit, und das war eigentlich der Moment, wo wir gesagt haben, wie können wir es über KI oder AI ändern, war immer, man hat auf den Kunden von außen gesehen

00:27:36: und hat gesagt, wie kann ich ihn bestmöglich beschreiben?

00:27:38: Über Marktforschung, Erkenntnisse erzielen und das war mal die Außenperspektive auf den Kunden.

00:27:44: Und wir haben uns überlegt, was wäre, wenn wir ein Abbild eines Kunden oder einer Zielgruppe bauen mit allen Merkmalen und mehr, die möglich sind, dann zu sagen, jetzt

00:27:59: verhalte ich wie der Idealkunde, wie eine Persona.

00:28:02: Und Persona ist ein Hilfskonstrukt, dass ich sage.

00:28:04: Eine Persona beschreibt mit einem Charakter, mit einem Namen referenzartig das Verhalten einer Zielgruppe, wo ich sonst einfach diese

00:28:15: Tausende Leute einen Überblick verlieren und deswegen sage ich, eine Person ist die Referenzperson von dieser Zielgruppe.

00:28:23: Und auch das hat seine Grenzen.

00:28:27: Auch das durfte ich damals unternehmen, erleben, dass man gesagt hat, man hat verschiedene Zielgruppen definiert, man hat diese trainiert, sind auf PowerPoint gelandet.

00:28:36: Und dann hat man so, also habe ich Erlebnisse gehabt, die waren echt interessant und auch witzig, aber auch gleichzeitig echt anstrengend.

00:28:44: Man saß dann im Meeting, Sales, Marketing, Produktmanagement, vielleicht auch Technik und hat gesagt, was möchte diese Zielgruppe von uns?

00:28:51: Wie schaut ein Tarif aus?

00:28:52: Wie schaut eine Strategie aus?

00:28:54: Und das, unabhängig von Telekommunikation, habe ich es in meinem Beratungsbereich auch gehabt.

00:28:59: Und da war ein interessanter Effekt, man hatte über die gleiche Zielgruppe gesprochen, über den gleichen Zielkunden und jeder hatte einen persönlichen Bias, was auch total

00:29:08: menschlich ist, weil jeder hatte persönliche Erlebnispunkte mit der Zielgruppe.

00:29:12: Also kam es dann dazu, dass Marketing gesagt hat, die Go-To-Market-Kampagne muss so ausschauen.

00:29:17: Produkt hat gesagt, alles Blödsinn, die Produkte und Features müssen so sein.

00:29:21: Vertrieb gehabt gesagt, ihr habt ja gar keine Ahnung.

00:29:24: Ich bin die Abteilung, die ständig und permanent mit meinen Kunden Kontakt hat.

00:29:30: Weil ich verkaufe sehr und die wollen das haben.

00:29:33: Sprich, der Kunde saß eigentlich gar nicht am Tisch.

00:29:36: Man hat sehr viel über ihn gesprochen, hat Entscheidungen getroffen, die sehr

00:29:39: stark auch Bauchgetrieben oder Erfahrungsgetrieben waren.

00:29:42: Das kann man sich ausrechnen mit einer überschaubaren Hit- oder Flop-Rate.

00:29:49: Und dann kommen natürlich Produkte raus, wo der Kunde sagt, also hättet ihr mich mal gefragt, dann hätte ich euch gleich gesagt.

00:29:55: Alle reden über den Kunden, aber nicht mit ihm.

00:29:57: Genau, genau.

00:29:58: Dann kam so bisschen Jeff Bezos, der hat mal das Bild geprägt.

00:30:02: Ich lasse immer einen Stuhl frei in meinem Meetingraum.

00:30:04: Da sitzt der Kunde, aber er war nicht da, aber das Bewusstsein zu machen.

00:30:07: Best Buy war ich damals sehr viel im Austausch in USA.

00:30:11: Die hatten damals die Räume eingerichtet, wie halt Kunden leben.

00:30:16: und ob das jetzt eine Familie war, ob das ein Kind war, bis hin, dass sie für ihre Stores bei den Angestellten quasi das Abbild oder Peer Groups eingestellt haben, die ihre Kunden

00:30:30: repräsentieren.

00:30:31: Was sehr spannend war oder ich sehr spannend fand, weil damit natürlich

00:30:36: die Tonalität, die Ansprache, das Spiegelbild der Angestellte im Shop ist, der dann natürlich besser nachweislich verkaufen kann, weil er auf den trifft, der sein Kunde ist

00:30:46: und quasi ein Bonding, eine Ebene gefunden ist.

00:30:49: Und das haben die wirklich sehr konsequent gemacht.

00:30:51: Je nachdem, wo dieser Best Buy Shop stand, haben sich die sozio-demografische Struktur ringsum angeschaut und haben dann entsprechende sozio-demografische Struktur die

00:31:02: Angestellten eingestellt, das maximal

00:31:06: positiv zu gestalten.

00:31:08: Und das war aber alles simuliert.

00:31:11: Und wir haben dann gesagt, okay, Marktforschung sehr teuer, Flop Rate auch durchaus nicht reduziert.

00:31:17: Und was wäre, wenn wir einen digitalen Zwilling bauen, wie wir es nennen.

00:31:22: Und das ist jetzt nichts Neues, ehrlicherweise.

00:31:24: Es gibt digitale Zwillinge von Fabriken, bevor sie hingestellt werden von Autos und so weiter und so fort.

00:31:29: Aber von Kunden eben nicht.

00:31:30: Und deswegen hat man gesagt, beschreiben den Kunden so detailliert.

00:31:33: dass ein digitales Abbild von ihm oder der Zielgruppe entsteht, was sich nahezu perfekt verhält wie der Kunde selbst.

00:31:40: Und damit habe ich die Möglichkeit, dass ich in meinen ganzen Überlegungen einbinden kann und der Kunde nicht auf nur einem freien Stuhl ein Meeting hat, sondern ich einen Dialog

00:31:49: mit ihm führen kann.

00:31:51: Ich mit ihm Dinge verproben kann und er erzählt es mir aus seiner Sicht, nicht ich interpretiere seine Sicht, sondern seine Sicht wird quasi dargelegt.

00:32:02: Und es geht sogar so weit, was in der Realität definitiv dann nicht mehr geht.

00:32:06: Ich kann auch für mich arbeiten lassen.

00:32:08: Weil ich sage, bitte bau doch bitte deine eigene Kampagne.

00:32:12: Oder wenn du die Möglichkeit hast, eigenes Produkt zu bauen, was willst du bauen?

00:32:17: Und das ist so meine, meine Erlebnisse auch mit Kundeninterviews.

00:32:21: Das geht zum gewissen Level, aber steigt dann auch die, Fähigkeiten auf der Kundenseite, weil nicht jeder sich ausdrücken kann.

00:32:28: Selbst auch mit Fragebogen, was denn sein

00:32:30: seine Wünsche wären, was denn seine Produktfunktion wäre, ja, da gibt es einzelne Talente, die sollte man am besten gleich einstellen von der Kundenseite her, aber nicht alle können

00:32:41: das möglich machen.

00:32:42: Und diese Barriere, ja, Kundenwissen, jeden zugänglich zu machen, die ist durch digital Zwillinge möglich.

00:32:47: Und ich habe dieses Wissen 24-7, wie ich das schön sage, at your fingertips.

00:32:52: Und damit gibt es keine Ausreden mehr, wieso ich den Kunden außen vor lassen soll, weil er ist da.

00:32:59: Und die Idee ist quasi jetzt, wenn ich das richtig verstehe, über die Zeit gereift bei dir und irgendwann war es dann so, dass du sagst, okay, komm, wir machen das und du bist aus

00:33:10: deiner Vorstandsposition raus und sagst, komm, ich mache jetzt hier ja ein Start-up.

00:33:19: Ja, also man hat vielleicht auch nicht das Alter.

00:33:21: Normalerweise sagt man so Start-up, Jungen und Frauen.

00:33:27: Nach der Uni, cool, jetzt machen wir was, das Reisen war es hoch.

00:33:30: Ich hatte schon wen, der war kurz vor der Rente und hat einen Start-up gekriegt und ist auch rausgestiegen.

00:33:36: Der Beweggrund war definitiv der.

00:33:39: Es hat mich immer beschäftigt, wie bekomme ich bessere Produkte durch eine Konzentrierung hin.

00:33:43: Und Konzentrierung hat sich irgendwann abgenutzt.

00:33:46: Und dann war vielleicht damals wieder iPhone Moment, war es damals der AI Moment.

00:33:52: Wir haben damals schon

00:33:54: aber sehr aufwendig, Eye-Tracking-Studien gemacht mit meinem Co-Founder.

00:33:58: Das konnten wir auch schon digital machen, schon vor fünf oder sechs Jahren, aber mit Machine Learning-Mechanismen.

00:34:03: Und dann hast du diesen AI-Moment, dass du Wissen dialogfähig machst.

00:34:08: Du fragst was, kommt was zurück und das gesamte Wissen wird abgefragt.

00:34:13: Und dann ist das okay, wenn das jetzt die neue Technik ist, dann können wir alle Ideen, die wir hatten, ja damit auch ermöglichen.

00:34:20: Und das war so ein bisschen der iPhone Moment, der uns getriggert hat zu sagen, okay, jetzt raus, jetzt eine Company gründen, die genau und ausschließlich diesen Fokus hat, zu

00:34:31: sagen, was ist damit möglich?

00:34:32: Und ehrlicherweise ist ein Riesen-Abenteuerspielplatz, also an Möglichkeiten mangelt es nicht.

00:34:38: ist eher die Gefahr, man verzettelt sich irgendwo und ...

00:34:43: Aber das ist eine riesen Möblichkeit, die da entsteht.

00:34:46: Und ich sage auch mal jungen Leuten, wenn sie gründen wollen, weil du hast ja auch angesprochen, Bundesverband und Start-ups, die ich da betreue, ich sage, es ist niemals

00:34:56: eine bessere Zeit gewesen, ein Unternehmen zu gründen, als dies jetzt.

00:34:59: Weil die Einstiegshürden so gering sind.

00:35:02: Ich brauche nur einen Laptop, ich brauche einen Internetanschluss.

00:35:05: Der Rest kann ich aus meinem Kinderzimmer Millionär werden.

00:35:09: Der war nie da, weil ich musste Waren anschaffen, Personal.

00:35:13: beschäftigen, Miete zahlen.

00:35:15: Also das heißt, das Investitionsrisiko war deutlich höher oder aufwendiger.

00:35:18: Ich muss das mit Kapital haben und zu gründen.

00:35:21: Und heute ist das die Einstiegsbarriere sehr, sehr gering und eine Vielzahl von Möglichkeiten und Ideen, die ich umsetzen kann.

00:35:28: Und dass ihr da auch einen Nerv getroffen habt, sieht man auch.

00:35:32: Ihr habt ja auch schon Funding eingesammelt, Pre-Seed-Funding.

00:35:37: das Thema ist spannend und vielleicht

00:35:40: Wenn ich jetzt sage, das Thema Spannend, du hast es schon jetzt ein bisschen erzählt, was die Best Buy macht und so weiter, wo ich schon sage, spannend, ich finde das immer super,

00:35:49: wenn ich mit Leuten aus anderen Disziplinen rede, weil ich komme aus dem Marketingbereich und ich sage, krass, was ist der Deal?

00:35:56: Das echt spannend.

00:35:58: Das ist genau der Grund, warum ich auch diesen Podcast mache, dass ich für mich auch einfach Impulse kriege und mein Wissen ja weiter und ich finde das einfach super

00:36:05: interessant.

00:36:09: Kommen wir doch nochmal zurück zu eurem Digital Customer Twin, Digital Expert Twin, wie auch immer Persona X.

00:36:17: Was macht ihr jetzt bei DXI konkret und genau?

00:36:21: Du hast es schon ein bisschen angetriggert, aber was darf ich mir jetzt als potenzieller Kunde vielleicht vorstellen?

00:36:27: Ja, Also wir bauen letztendlich ein digitales Abbild oder Zwilling, wie wir es nennen, von Zielgruppen und in eine Präzisionenausführlichkeit, wie man es

00:36:37: menschlich nicht erfassen könnte.

00:36:40: Das beginnt mit einem Briefing, wenn ein Unternehmen bis zu sagen, ich beschreibe Gruppen in Zielgruppe, ich habe vielleicht eine Marktforschung etc.

00:36:46: Das ist unser Startpunkt, wo wir mit Unternehmen beginnen.

00:36:49: Und dann ist es so, dass wir diesen Startpunkt an Informationen für uns nehmen, aber ihnen deutlich stärker anreichern.

00:36:55: Diese Anreicherung der Beschreibung einer Zielgruppe passiert insofern, dass wir sagen, wir haben ein Verfahren entwickelt und auch das ist wieder eine AI, wo ein Dialog wie wir

00:37:06: ihn heute haben.

00:37:07: stattfinden würde.

00:37:08: Du bist die AI A, ich bin die AI B und wir haben eine Zielgruppe.

00:37:13: Und dann schlagst du zum Beispiel Merkmale vor.

00:37:16: Die Zielgruppe, ich bin jetzt nicht nur bei Alter, Geschlecht und Einkommen usw.

00:37:20: die verhält sich so und so.

00:37:21: Die informiert sich in diesen Kanälen oder die wird dadurch beeinflusst über mir, Freunde oder Influencer usw.

00:37:28: Und ich bin die AI, die sagt, ich challenge dich.

00:37:32: Und so entstehen aus

00:37:34: Tausenden von Dimensionen, wie ich eine Zielgruppe beschreibe, ein Konzentrat von 100 oder 50 Hauptdimensionen mit mehreren Unterattributen.

00:37:43: Warum ist das wichtig?

00:37:44: Weil das quasi für dann die nachfolgende EI die Beschreibung ist, wie sich der Kunde in verschiedenen Situationen verhält.

00:37:51: Und das ist eine Merkmalsbeschreibung.

00:37:52: Das wäre genauso, wenn ich dich jetzt in deinen Einzelmerkmalen beschreiben würde.

00:37:58: Und wenn man das dann ausdrucken würde, dann sind das über 200, 300 Seiten.

00:38:02: Einzelmerkmalbeschreibung zu einer Person oder einer Zielgruppe.

00:38:07: Das ist an sich schon ein sehr aufwendiger und durchaus wertschöpfener Prozess.

00:38:15: Wenn ich das dir geben würde, du könntest es immer nicht merken.

00:38:19: Weil in jeder Frage, die ich dann gegen diese Zielgruppe stelle, müsstest ja alle Attribute durchgehen und sagen, mit der Wahrscheinlichkeit von x würde er so und so

00:38:27: reagieren etc.

00:38:28: Deswegen gibt es dort auch eine EI, die das quasi perfekt simuliert.

00:38:32: Und dann spielt quasi dieser Digital Twin, im Fall des Kunden, wir ihn nennen, seine Rolle nahezu perfekt aufgrund seines Scripts, seiner Merkmale.

00:38:42: Und das ist dann eigentlich der Wow-Moment, wo du sagst, boah, das gibt's ja gar nicht, der ist ja echt verdammt gut.

00:38:47: Der gibt die Antworten, entsprechende Merkmale, der stellt die Fragen vielleicht auch, entsprechende Merkmale, der verhält sich eigentlich wie der perfekte Schauspieler.

00:38:56: Und das ist das, wo wir sagen, das ist eigentlich

00:39:01: der nächste Level an Konzentrierung, weil ich eine Kundenfeedback und Aussagequalität habe, die ich bisher noch nie hatte.

00:39:08: Und da sind wir auch bei einer Akkuranz von 90, 95 Prozent Aussagen von einem Digital Twin zu Realbefragung einer Zielgruppe.

00:39:17: Das ist auch entscheidend.

00:39:18: Also wie gut ist der und wie authentisch und real verhält er sich?

00:39:23: Und das ist eben durch unsere Software und unsere AI Plattform, die wir gebaut haben, möglich.

00:39:30: Und jetzt sind wir, du hast es gerade eben gesagt, wir können damit perfekt das Verhalten einer Zielgruppe oder einer Person simulieren und nicht nur simulieren, sondern auch in

00:39:39: Prozesse integrieren.

00:39:40: Der kann genauso sagen, er schreibt seine Bedienungsanleitung selber, wie er sich versteht und nicht wie der Produktmanager eines Unternehmens denkt, dass sie sinnvoll ist.

00:39:50: Stichwort zum Beispiel Waschmaschinenanleitung.

00:39:52: Ist ein Unterschied, ob ich als 20-, 30-Jähriger das erstmalig mir eine Waschmaschine kaufe,

00:40:00: und eine Bedienungsanleitung brauche, da ist vielleicht das Display, die Digitalität, die Bedienung gar nicht so schwierig.

00:40:06: Aber ich habe die Frage, welcher Waschgang ist denn genau der richtige für mich?

00:40:09: Und was ist denn der Anwendungsfall, wenn ich jetzt dreckige Sportklamotten habe oder darf ich weiße mit Buntwäsche waschen oder was auch immer?

00:40:17: Die Erfahrung fehlt.

00:40:18: Wenn ich das einer 70-jährigen Person, neue Waschmaschine geben, hat die ganz andere Anforderungen an das Manual oder die Bedienungsanleitung, weil die sagt, naja, also

00:40:28: welches Waschprogramm?

00:40:29: ich einstellen muss.

00:40:30: Das weiß ich, das habe ich über Jahre gelernt.

00:40:33: Aber wie ich da tippen muss und wie das dann auswählbar ist, das ist meine Challenge.

00:40:38: So, das heißt, ich könnte so einem Digital Twin die Aufgabe geben, erstell doch bitte deine eigene Bedienungsanleitung mit dem Wissen über die Maschine, aber mit der Adaption

00:40:47: für den Nutzer.

00:40:49: Und das sind so Dinge, wo ich sage, da kommt dann Konzentrierung und Customer Experience zu tragen, weil die Marke auf die Zielgruppe eingeht, sie versteht und das Produkt

00:41:00: oder den Marketingansatz zu erklärt, dass es bestmöglich mit ihr resoniert.

00:41:04: Das sind die Kunden Zielgruppen.

00:41:06: Ich kann sie sich auch verschränken.

00:41:07: Ich kann sagen, ich stelle eine Frage an mehrere Zielgruppen und sage dann, was ist der größte gemeinsame Nenner in der Antwort, die alle betrifft oder für alle relevant ist.

00:41:17: Und ich gehe in Einzelaspekte rein.

00:41:20: Da sind jetzt alle auf der Kundenseite.

00:41:22: Das Ganze kann ich auch machen auf der fachlichen Seite.

00:41:27: Was wir auch mit Unternehmen gemacht haben, zum Beispiel einen, weil es auch sehr aufwendig oder man viel wissen muss, ist zum Beispiel so ein Brand Approval Prozess oder

00:41:37: Brand Advisor.

00:41:38: Normalerweise ist ein Unternehmen so, das hatte ich auch bei Telefonica, du erstellst eben Assets oder Bilder oder sonstige Sachen und du musst dich natürlich richtigerweise an die

00:41:48: Brand Guidelines halten.

00:41:50: Wie ist die Tunnalität, die Bildsprache und so weiter und fort.

00:41:53: Das ist ein

00:41:54: ziemlich umfassendes Wissen, so ein Brand Manager hat.

00:41:57: Und die Fachabteilung geht zu ihm hin und sagt, du, schau mal her, ich habe hier eine Kabanne kreiert, wie passt das zu unseren Brand Guidelines?

00:42:03: Und je besser ich die Brand Guidelines verstehe vom Fachbereich her, desto weniger Korrekturbedarf habe ich auf der anderen Seite.

00:42:10: Aber es sind teilweise auch 100, 200 Seiten sehr detailliert beschrieben, wie ich mit meiner Marke umgehe.

00:42:16: So, Schrift, Tonalität, Bildwelten und so weiter und so fort.

00:42:21: Wir haben eine fachliche Rolle gebaut für mehrere Kunden, die genau dieses Wissen hat.

00:42:26: Und auf einmal bin ich Fachbereichsseite und sage, ich muss nicht mehr den Brand-Manage aufsuchen, sondern ich gehe zu einem Digital Expert-Win, der das Wissen hat und sage, ich

00:42:35: habe folgende Idee, bitte gib mir doch Feedback, inwiefern ich on oder off-brand bin.

00:42:40: Und so automatisiere ich Prozesse und bekomme relativ schnell das Wissen in die Organisation rein.

00:42:45: Wir haben einen Retirement Cliff.

00:42:47: Leute gehen aus der Arbeitswelt raus, haben Wissen über Maschinen, über Produkte, über Prozesse.

00:42:52: Und da helfen Digital Expert Twins, Wissen, in dem Fall nicht über den Kunden, sondern über eine Fachlichkeit, über ein Produkt oder ein Verfahren in einem Digital Expert Twin

00:43:03: reinzubringen und entsprechend auch einen Lösungsbeitrag zu haben.

00:43:08: versuche es jetzt mal ganz kurz, es sehr viel Input für mich.

00:43:11: Ich versuche es mal kurz zusammenzufassen.

00:43:13: Wenn ich dich richtig verstehe,

00:43:15: Ihr erstellt diese

00:43:19: Personaeis, in dem ihr jetzt zwei EIs miteinander diskutieren lasst, um diese Merkmale zu entwickeln.

00:43:28: Und habt noch eine EI, die dieses Ergebnis einfach bestmöglich interpretieren kann und wiedergeben kann.

00:43:35: Richtig.

00:43:36: Und vielleicht noch ergänzend dazu, immer wenn ich die EI dann frage, also nicht nur twin, Antworten der Repräsentiv ist auch wichtig für bis zu 1000 Einzelpersonen.

00:43:48: damit ich eine Repräsentativität habe und nicht den Chat-GPT oder egal welche LM man nimmt, Effekt hat.

00:43:55: Ich stelle eine Frage, dreimal die gleiche und bekomme in Nuance und doch drei unterschiedliche Antworten.

00:44:00: Das ist mir nicht geholfen.

00:44:01: Dann muss ich sagen, jetzt ist Antwort A, B oder C.

00:44:06: Jetzt stelle ich, würde mich eines interessieren, das Thema Bias.

00:44:11: Du hast es schon gesagt, wenn die Menschen im Raum sitzen, jeder hat einen Bias, der Techniker.

00:44:17: kennt die Kunden anders als der Vertriebler und so weiter und so fort.

00:44:23: Und genauso ist es ja auch bei der AI.

00:44:25: Ihr müsst das ja auch mit etwas füttern.

00:44:28: Wie stellt ihr sicher, dass das so biosfrei wie möglich passiert, damit dann auch wirklich diese Merkmale

00:44:39: objektiv wie möglich auskommen.

00:44:41: Das kann ich mir tricky vorstellen, weil vor allem, vielleicht auch Daten verwendet werden, die dann wieder irgendwie generiert werden und damit die Datenqualität nicht

00:44:53: leidet und so weiter und so fort.

00:44:55: Ja, ist ein valider und guter Punkt, Johannes.

00:45:01: Also letztendlich gilt das Prinzip wie bei allem Shit in, Shit out.

00:45:06: Also wenn ich

00:45:07: Blödsinn reingebe, wird die AI das nicht zu einem besseren verarbeiten, sondern wird vielleicht das sogar noch verstärken, was schlecht vorne reingekommen ist.

00:45:16: Deswegen sagen wir sehr stark den Unternehmen, beschreibt euren Kunden oder habt ihr vielleicht eine Marktforschen-Studie, die muss gar nicht so ausgeprägt sein.

00:45:25: Also wenige Merkmale, aber die, sagen wir mal, möglichst oder sehr nah an den Kunden.

00:45:32: Und dann dieser ganze Enrichment-Prozess.

00:45:35: Deswegen geben wir das auch in der EI.

00:45:38: Da fließt dann kein menschlicher Bias rein, weil das der Startpunkt ist, eine Diskussion über eine Zielgruppe in der Anreicherung zu führen.

00:45:44: Wenn wir den tun würden, dann würden wir versuchen, wieder persönliche Erfahrungswerte mit reinzubringen und zu verstärken, was dann wieder einen Bias verstärkt.

00:45:54: Wo die LNM-Modelle definitiv ein Bias per se reinbringen, weil sie sind ja auf Daten aus der Historie trainiert worden.

00:46:04: ist zum Beispiel Nachhaltigkeit.

00:46:05: Wenn man Nachhaltigkeit vor als Thema, vor zwei Jahren sieht oder zwei, drei Jahren hat das eine stärkere Bedeutung gehabt als es heute der Fall ist.

00:46:16: Warum?

00:46:16: Weil natürlich ökonomische Entwicklungen auch es nicht unbedingt ermöglichen, dass ich immer Nachhaltigkeit, wie ich es mir wünschen würde, auch kommerziell durchholen kann.

00:46:25: In meinen Anschaffungen, in meinen Verhalten und so weiter und fort.

00:46:28: Also in der Priorität ist es runtergegangen.

00:46:31: Die Modelle

00:46:32: Halten ist aber immer noch sehr wichtig.

00:46:34: heißt, weil die Modelle ja historische Daten haben, da hat man Beis zum Beispiel drin in den Modellen.

00:46:39: ich in die Zielgruppen befrage, möchtest du das Produkt A oder B und von mir aus A ist nachhaltiger als B oder was ist deine Erwartungshaltung, auch als Gen C zum Beispiel, dann

00:46:51: schlägt das immer noch sehr stark durch, obwohl die Realität schon etwas das Thema depriosit hat aufgrund der genannten Gründe.

00:47:00: Und den Bias, den kriegst du so schnell nicht raus.

00:47:03: Du kannst ihn bloß im Prompting etwas dämpfen.

00:47:05: Aber dann greifst du auch wieder ein.

00:47:07: So, auf zurück auf deine Frage nochmal ein Comment.

00:47:10: Du musst glaube ich sehr neutral Daten initial reingeben.

00:47:15: Verarbeitung findet neutral durch zwei AI-Systeme statt oder mehrere, die daran arbeiten.

00:47:20: Und dann hast du eine gute Grundlage.

00:47:22: Das Schöne bei unseren Digital Twins ist, angenommen irgendein Kundenverhalten hätte sich geändert.

00:47:27: Dann ist es ein Software-Update.

00:47:29: Dann lade ich eine neue Studie rein, ich leite ein neues Verhalten rein und dann agieren die entsprechend dieser neuen Erkenntnisse.

00:47:36: Was auf Unternehmensseite interessant ist, weil wir erstellen ja dann die Digital Twins von einer Zielgruppe, dann sagen die ab und zu, die verhalten sich ja gar nicht so wie

00:47:45: unsere Zielgruppe.

00:47:48: Dann kommt zu die Frage von uns, ja, warum ist denn das so?

00:47:51: Ja, wir haben doch unsere Zielgruppe ganz anders beschrieben.

00:47:55: Dann haben wir uns aber eine Studie gegeben, also eine Kundenumfrage etc.

00:47:57: Dann sagen wir, ja,

00:47:59: war vielleicht der Ausgangspunkt eurer Zielgruppenbeschreibung eine To-be-Persona.

00:48:03: Also wie wünscht ihr euch den Kunden?

00:48:06: Oder ist wirklich die reale Zielgruppe?

00:48:08: Und dann sind sie manchmal bisschen erschrocken, sie sagen, stimmt, der Ditch to Twin, der ja ungeschminkt die Antworten geben, die vielleicht gar nicht hören wollen, aber der

00:48:17: repräsentiert unsere Zielgruppe.

00:48:19: Und das andere, was wir gestartet haben, ist eigentlich unsere Wunschkunde, wie wir uns wünschen und auch vom Verhalten her wünschen, aber nicht der Realität entspricht.

00:48:26: Und dann merkst du, dass du eben

00:48:28: Manchmal schon einen Bias in dem Briefing mit drin hast, was du aber rausnehmen musst oder rausfiltern musst.

00:48:33: Oder eben, wenn man es nicht verarbeitet, dann zu einem Verhalten führt im Digital Twin, was der Realität entspricht, aber nicht den Wunsch des Unternehmens.

00:48:43: Und das ist ein ganz spannender Prozess, weil damit eine Reflektion des Unternehmens mit dem Blick auf den Kunden stattfindet.

00:48:49: Das bedeutet aber auch, dass ihr auch einiges an Offline-Workshops habt, wahrscheinlich, oder?

00:48:54: diese Sachen

00:48:55: sammeln, um diesen Bios rauszukriegen und um diese Themen da richtig zu formen?

00:49:03: Ja, ja, ja.

00:49:07: Wir können auch eine Zielgruppe bauen.

00:49:09: haben teilweise Fälle gehabt.

00:49:11: Da hat Vertriebmann 20 Bullet Points runtergeschrieben, wie er seine Zielgruppe sieht.

00:49:16: Und er war dann fasziniert von dem, was unser Anreichungsprozess zusätzlich an die Kenntnissen gegeben hat.

00:49:21: was er nicht hingeschrieben hat, aber quasi AI weiter rausgearbeitet hat.

00:49:25: Also sprich, wir brauchen gar nicht so viel initialen Input, weil der Prozess als solches das liefert und diese Anreicherung gibt.

00:49:33: Und das ist eigentlich schon der erste Wow-Effekt, wo die Unternehmen sagen, das ist der Wahnsinn, was ihr über unsere Zielgruppe herausgefunden habt.

00:49:41: Das geht ja teilweise so weit rein, dass es ins Internet reingeht, also Reddit, Foren etc.

00:49:46: Also es wird 360 Grad versucht, möglichst ein gutes

00:49:51: eine Zielgruppenbeschreibung zu erstellen, wo der Kunde dann selber noch mal Einfluss nehmen kann und sagt, ja, die Dimension ist wichtig oder die ist weniger wichtig, möchte

00:49:59: er gedämpfter haben, aber das meistens sehr, gut und präzise klappt.

00:50:02: Und spätestens bei den Fragebögen, die man real Kunden beantwortet haben, sehe ich ja, wie gut der Digital Twin agiert und wie gut er referenzartig für diese Zielgruppe, die real

00:50:14: den Fragebogen beantwortet hat, der Digital Twin beantwortet.

00:50:20: 95 Prozent Überdeckung, wenn ich das richtig...

00:50:22: 90, 95 Prozent, das kommt ein bisschen auf das Thema drauf an.

00:50:26: Und auch in der AI.

00:50:27: Also wenn ich jetzt mal Produkt-AB-Testing mache, bis hin zu kleinen Merkmalen an Produkten, die ich ja normal Kunden befrage, möchte diese Funktionalität oder diese

00:50:36: Funktionalität oder du kannst ja auch den Distributoren fragen, welche andere Alternative an Funktionalität würdest du wünschen?

00:50:43: Also kannst du in explorativen Mod auch reingehen.

00:50:46: Da ist sie sehr, sehr hoch.

00:50:48: wo sie durchaus eine Herausforderung hat, sind Geschmäcker.

00:50:52: Geschmäcker heißt es nicht Farbmuster oder Stoffmuster, sonstige Dinge, das ist ja auch sehr gut.

00:50:57: Das ist eher dann wirklich Geschmack im Sinne von, möchtest du lieber Erdbeere, Kirsche, Banane oder was auch immer.

00:51:04: Also Flavor.

00:51:06: Da liegen wir bei 65 Prozent Akkuranz.

00:51:10: Das liegt auch darin, dass es super schwer digital abzubilden ist.

00:51:15: Weil du hast eine andere Historie zu Vanille, wie vielleicht ich.

00:51:19: Bei dir sagst boah, meine Mutter hat immer Vanille-Eis mir gekauft.

00:51:23: Schrecklich.

00:51:23: Ich hätte lieber Erdbeere oder Melone oder irgendwas gehabt, aber immer musste ich Vanille essen.

00:51:28: Und bei mir war, wow, Vanillekugeln, super, genau mein Ding.

00:51:32: Und Bonbon-Vanille war noch viel besser und so.

00:51:35: Also schwierig, das alles durchzuholen und zu simulieren.

00:51:42: Ich würde ...

00:51:43: möchte noch einmal ganz kurz, wenn man diesen Digital Twin hernimmt und du hast das jetzt gesagt, die Bedienungsanleitungen und so weiter und so fort, bau dir dies und jenes.

00:51:52: Es kann man ja fast noch weiter denken, dass die direkt eigentlich im Produkt eingebaut werden, diese Person.

00:51:58: Dann brauche ich, ich sage jetzt mal, spricht die 70-Jährige oder der 70-Jährige mit dem Tablet und die Person erweist, okay, wer steht mir gegenüber so auf die Art und

00:52:12: entsprechend

00:52:13: Kriege ich das dann sofort geliefert, so wie ich es brauche?

00:52:16: Genau, deswegen, wenn wir über Interfaces sprechen, dann kann das natürlich ein Web-Interface sein, wo ich Dinge, Bilder etc.

00:52:22: hochladen kann, bis hin zu Fehlern.

00:52:24: Also wo ich sage, hier ist eine Fehlfunktion einer Maschine, die bei Expert-Winds sagt mir doch, was es ist.

00:52:30: Ich habe nur Video dazu oder auf Kundenseite hier, habe hier Wettbewerb, Landing-Page oder ein Bild vom Produkt oder irgendwas anderes und sage, sag doch mal was aus deiner Sicht

00:52:42: Methoden haben sie ja alle drauf.

00:52:44: Ob Think-Allow-Methode ist, ob das eine Struktur ist, eine Bewertungsmatrix etc., das wissen die alle.

00:52:48: Das muss ich nicht antrainieren.

00:52:50: Aber bewerte das, dann nehme ich ein Webinterface.

00:52:53: können auch unsere Kundensbedingungen anrufen.

00:52:55: Die haben eine Telefonnummer, dann hast du quasi wie einen Kundendialog, weil dir gerade beim Joggen eine Idee gekommen ist, Mensch, was wäre denn, wenn irgendwie dieses Angebot

00:53:05: in dir in Richt gehen würde?

00:53:06: Also, hab eine Hypothese.

00:53:08: Du, pass mal auf, lieber Kundenswilling, ich habe hier folgende Idee, sag mir doch, wie das mit dir resoniert.

00:53:13: Dann hast du quasi Sprache, Text, Text ins Modell rein, Text wieder zurück als Antwort und Sprachausgabe wieder raus und dann führst du einen Dialog, wie wenn du im Call Center mit

00:53:23: einem Kunden anrufen würdest.

00:53:24: Du kannst dann auch Meetings einladen, ja, MS Teams Meeting, jeder spricht über einen Kunden, weil die Kunde nicht im Tisch.

00:53:29: Okay, naja, spannend.

00:53:33: Bis hin zu Avatar, die wir auch schon gebaut haben.

00:53:36: mit einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, PBC, da steht ein voll dialogfähiger Avatar.

00:53:43: Also wirklich eine Zielgruppe, in dem sind Legal Tech Advisor.

00:53:51: Deswegen sehr spannend, weil sie ein hybrides Profil haben.

00:53:54: Also sie sind Anwalt und sie sind Informatiker, eben entsprechende Prozesse zu digitalisieren.

00:54:01: Und die spricht mit dir.

00:54:02: Du kannst sagen, was interessiert dich an meinem Job?

00:54:05: Ich habe ja eine Drop Description, oder erstelle deine eigene Drop Description.

00:54:10: Oder wo finde ich dich?

00:54:11: Oder was sind eigentlich die Punkte, wo du sagst, ich würde bei den Punkten sofort kündigen, bei dir als Arbeitgeber.

00:54:17: Und was motiviert dich?

00:54:18: Was ist denn eigentlich dein Purpose?

00:54:20: Hast du einen Dialog visuell mit Mime, Gestik, Ausgangssprache, wie wenn du es mit einem normalen Menschen hättest, um sehr eindrücklich, sehr intensiv die Zielgruppe zu erfahren?

00:54:32: Und es geht dann bis zum Sprachduktus.

00:54:35: die sie aufnimmt und gelingt es aus unserer Sicht mehr sich in die Lage des Kunden rein zu versetzen.

00:54:44: Und wenn wir jetzt noch mal auf den Export gehen, du kannst doch ein Team haben und hast da deinen Export, das passt ja auch ganz gut dazu.

00:54:54: Ist das jetzt auch eher im Seel zum Marketing oder ist das abteilungsmäßig, wo du sagst, ja es kann noch ein Techniker sein, kann noch in der Entwicklung sein und so weiter und so

00:55:02: fort.

00:55:03: Also ich denke jetzt nur gerade an

00:55:05: Ich hatte mal einen Startup hier, Samo.ai, machen so im AI, im Quality Management und so weiter und so fort, wo sie dann halt auch FMAs unterstützen, die ja sehr

00:55:19: erfahrungsgetrieben sind und so weiter und so fort.

00:55:23: Wäre das auch so was, ihr macht oder ist das, sei mal, okay, gut, jetzt nicht unser Home turf, deswegen.

00:55:31: Ja, also wir versuchen,

00:55:35: Customer-Facing-Rollen, auch als Expertenrollen, primär in Fokus von unserer Tätigkeit zu stellen.

00:55:41: Das heißt, ich glaube, es gibt exzellente Start-ups und Unternehmen, die zum Beispiel Legal sehr gut können, also einen Rechtsanwalt abbilden oder im Steuerbereich oder

00:55:53: vielleicht im HR-Bereich.

00:55:55: Wir konzentrieren uns auf die Rollen, die in zweiter Reihe einen Kundenbezug haben, also den Produkt entwickeln, weil sie Fragen Customer-Service beantworten können.

00:56:04: aber eben einen Service- oder Produktbezug haben.

00:56:06: Das sind die Rollen.

00:56:07: Und es kann Produkt-Manager sein, dass ich sage, da gibt es eine Produktlinie, eine Maschine und der Expert Twin hat sämtliches Wissen über diese Maschine und kann Antworten

00:56:16: geben.

00:56:17: Kann auch Anleitungen geben, kann Standard Operation Procedure Listen geben, mach Schritt 1, 2, 3 und übersetzt das aber auf den Fähigkeitslevel, das Skill-Level des Anwenders.

00:56:32: Wenn ich jetzt mal nehme, ich habe einen Elektro-Baustein oder Elektrogerät, dann ist ja was anderes, ob das ein Elektrotechnik-Lehrling einbaut oder ein Meister, aufgrund seiner

00:56:43: Erfahrungswissen.

00:56:44: kann Expert Twin das so erklären, wie wenn ich jetzt Berufseinsteiger bin, oder Lehrling bin, oder Meister bin, oder vielleicht auch Anmender bin.

00:56:53: Und das sind Rollen, die wir simulieren.

00:56:55: Es sind aber auch Rollen,

00:56:57: Brand haben wir schon gemacht, Marketing haben wir schon darüber gesprochen, also fachliche Rollen, die irgendwo einen Kundenbezug und Kundenthema jetzt vielleicht nicht

00:57:05: unmittelbar, aber indirekt beeinflussen, eine Customer Experience.

00:57:09: Die sind für uns spannend und die können wir auch gut simulieren.

00:57:13: Und jetzt warst du auch nochmal über diesem Legal Tag, du dir Avatar gebaut und der Experte ist ja auch Mitarbeiter und so weiter und so fort.

00:57:21: Sprich, es geht ja ganz stark in hybride Teams hinein.

00:57:30: Wie siehst du, du hast jetzt Einblick in Unternehmen, die jetzt auch schon so agieren, was wird sich da verändern innerhalb von Organisationen?

00:57:41: Was oder was muss sich ändern?

00:57:44: Wir verlangen, also vielleicht fange ich mal bei uns selber an, bei DXI.

00:57:49: Wir stellen zum Beispiel jedes Mal die Frage, stellen wir eine Person ein jetzt

00:57:57: real, also menschlich, oder können wir diese Rolle digital abbilden?

00:58:02: Warum?

00:58:02: Damit du viel schnelleres Skalierungsteam hast.

00:58:05: Wenn ich jetzt mal unser Team nehme, dann ist es zu einem Drittel des Menschen.

00:58:11: Und ich glaube, da schaust du dann, was sind das?

00:58:13: Das so Kopfrollen, die wieder Teams auch digital steuern können.

00:58:16: Wir schaffen es aber viele digitale Mitarbeiter auch, weil sie schnell erstellbar sind.

00:58:22: Und wenn ich jetzt zum Beispiel einen

00:58:24: Mitarbeiter brauche, der Recherche macht, Wettbewerbsrecherche oder Marktforschungsscherche etc.

00:58:31: Da werde ich irgendeine Struktur bauen.

00:58:33: Hast du sich das jetzt an eine Person oder an Junior oder irgendwas einstellen?

00:58:38: Aber Junior, vielleicht AI-Kenntnisse hat und das kombinieren kann und Prozesse automatisiert, würde ich menschlich einstellen.

00:58:47: Plausibilisierungslogik, Vorstellungskraft, Kreativität notwendig ist.

00:58:51: Auf deine Frage hin, wir erleben Unternehmen, die sich die Frage stellen, ist mein nächster Headcount digital oder human, also menschlicher Mitarbeiter?

00:59:00: Und ich glaube, dass es heute schon und zukünftig noch viel schneller in hybride Teams münden wird, wie wir eins bereits haben, hybrides Team.

00:59:08: Wären wir von Kunden gefragt, könnt ihr mir bitte hybride Teams bauen?

00:59:12: Wir wären jetzt nicht der Headhunter für die

00:59:15: menschlichen Mitarbeiter sein, aber wir stellen eben digitale Mitarbeiter zur Verfügung, die dann Teil eines Prozesses sind, die ein Prozess selber ownen oder die Teil eines Teams

00:59:27: sind.

00:59:27: Und das ist schon richtig cool, sei jetzt mal, ohne dazu euphorisch zu werden, aber auch wie der reale Welt.

00:59:34: Wenn ich ein Produkt entwickeln wollte oder eine Idee hatte, dann musste ich teilweise, ich brauch den BI-Kollegen, der bringt mir die CM-Daten.

00:59:43: Dann habe ich vielleicht noch mal einen Saley, mit dem ich einen Austausch haben möchte.

00:59:46: Ich muss den Kunden interviewen.

00:59:47: Also sprich, ich habe immer mit meiner Idee, die ich im Unternehmen vorangetrieben habe, egal welche es war oder auch Ansatz, war ich ja auf Teammitglieder angewiesen und deren

00:59:57: Verfügbarkeit.

00:59:58: Und meistens, weil es halt Personen waren, die ein tolles Fachwissen hatten, die eine tolle Expertise hatten, waren sie halt nur eingeschränkt zeitlich erreichbar.

01:00:07: Also musste man warten.

01:00:09: Und wenn ich jetzt sage, anstelle derer

01:00:11: lad ich mir meine digitalen Rollen ein, dann komme ich ja schon mal gleich viel schneller weiter und ich habe ein Thema und hole mir meine Digital Twins zusammen, mit denen ich das

01:00:20: Thema bearbeite.

01:00:22: Dass ich dann die menschlichen Mitarbeiter in einem späteren Schritt mitnennviere, ist glaube ich klar, weil wir auch immer sagen, human in the loop ist wichtig.

01:00:32: Es jede Menge gute und schlechte Beispiele, wenn human nicht in the loop ist, was dann alles passiert und nicht plausibilisiert worden ist.

01:00:41: Aber ich glaube, Schnelligkeit und die Power, dass ich sage, ich kann mir sämtliches Wissen zusammenziehen für die Aufgabe, das Thema, ich gerade bearbeite.

01:00:51: Dieses Superpower, die ist unvorstellbar mächtig und bringt mich auf eine ganz andere Geschwindigkeit und Produktivitätslevel.

01:00:59: Und das ist genau das, was die Unternehmen für uns erwarten.

01:01:02: Und zu sagen, da schauen wir mal hier, hier habe ich Engpässe, ich finde die Person nicht oder ich habe das Wissen.

01:01:08: sehr konzentriert auf wem ihre Person macht das Wissen und die Fähigkeiten skalierbar und zugänglich.

01:01:14: Glaubst du, wird es dann eher zukünftig das Verhältnis zwei Drittel, ein Drittel oder ist das einfach oder auch bruschenabhängig oder?

01:01:22: meine, jetzt du hast jetzt viele Dinge genannt, wo ich sage, ok, gut, alles klar, sind alles Personen, da kann ich schon eine relativ große Company führen damit, wenn ich die

01:01:32: jetzt digital habe und dann bin ich da und habe halt zehn Kollegen, die wichtige Dinge machen.

01:01:37: dann ist das Verhältnis für mich auf einmal schon sehr digital.

01:01:42: Ja, absolut.

01:01:43: Also ich glaube, das ist branchenabhängig, ist geschäftsmodellabhängig und das ist natürlich zielgruppenabhängig, wenn wir mal Beispiel geben.

01:01:49: Und deswegen diskutiert man ja auch, wird der Handwerksberuf nicht eine deutliche Aufwertung bekommen und wir brauchen Leute, weil es eben nicht digital ist und wir

01:01:59: sprechen ja eher so, es werden wahrscheinlich die blue color jobs wegfahren, sondern in die white color jobs.

01:02:05: Und das merkt man schon heute.

01:02:07: auch in Unternehmensberatungen, auch in Firmen.

01:02:10: Ich glaube, es ist auch echt eine Herausforderung für junge Leute, die in einem Studium rauskommen, zu sagen, diese Junior-Jobs, wie ich sie auch in meiner Beratungszeit hatte,

01:02:18: machen wir die Recherche, machen wir das oder suchen wir das zusammen oder präparieren wir das auf, bereiten es mal auf.

01:02:24: Da ist die Einstiegshürde durch AI und durch AI-getrieben deutlich höher geworden und Anspruchslevel.

01:02:30: Gibt es auch Studien dazu?

01:02:31: Ich glaube, ist es McKinsey oder so?

01:02:33: Ich weiß nicht, vor allem die

01:02:35: die Junior Positionen nicht besetzen, weil sie es mit AI ersetzen.

01:02:40: Mal schauen, was man dem Tannenbaum macht, den berühmten, welche Form er dann bekommt.

01:02:46: Aber absolut richtig.

01:02:49: Da wird vielleicht davon nur kürzer.

01:02:51: Genau, wird kürzer.

01:02:53: Ein kleinerer Tannenbaum.

01:02:57: Aber ich sage jetzt mal ein Physiotherapeut oder ein Handwerker.

01:03:00: Den kann ich unterstützen, wenn ich sage, jetzt ist eine neue Wärmepumpe, einzubauen ist.

01:03:05: Jetzt brauche ich Wissen von dem Hersteller in Form eines Expert-Twins, was ich zu beachten habe.

01:03:10: Und damit kann ich vielleicht mehrere Hersteller einbauen.

01:03:12: Weil bei denen ist ja so, das, ich einmal gelernt habe, das brauche ich dann immer ein.

01:03:16: Weil das kann ich.

01:03:17: Da kann nicht viel passieren.

01:03:18: Also ist die Abwanderungsfähigkeit zu anderen Produkten eher gering.

01:03:22: Und deswegen nervt mich ab und zu, wenn sie dann immer, hier habe ich schon so gemacht und mache ich weiter so.

01:03:27: Aber es ist natürlich menschlich nachvollziehbar, weil sie halt da den größten Erfahrungslevel haben.

01:03:32: Wenn sie aber unterstützt werden, dass sie dann zum Beispiel auch andere Produkte einbauen können, weil sie dort Informationen bekommen oder Fragen stellen können, dann auf einmal

01:03:41: dreht sich, glaube ich, das Spiel bei den jungen Handwerkern ohnehin.

01:03:45: Aber das heißt, wir haben Jobs, Krankenschwester, Physiotherapeut, Handwerker, Bäcker, wo ich sage, das ist einfach Handwerk, das wird weiter

01:03:56: menschlich gemacht und auch sehr gut gemacht und das auch eine tolle Wertschöpfung dahinter unterstützt mit vielleicht den ein oder anderen, den ich da fragen kann oder den

01:04:05: vielleicht Tipps gibt.

01:04:07: Und es gibt Jobs, die fallen, sind wir ganz ehrlich, weg.

01:04:10: Ja, wird sein.

01:04:11: So, und ich glaube, wir sind in der Übergangsphase, wo man gemischte Teams hat.

01:04:15: Ich glaube nicht, dass wir nur rein digitale Teams haben, ja, vielleicht in den Teilbereichen.

01:04:24: Aber ich glaube, spannender ist,

01:04:26: Und deswegen bin ich eher auf der positiven Seite.

01:04:29: Sie können sagen, boah, es fallen der Massenall diese Jobs ab.

01:04:32: Was für eine Apokalypse wird uns denn da erreichen?

01:04:35: Da bin ich überhaupt kein Fan davon, weil der Computer hat uns jetzt auch nicht alle Arbeit losgemacht, weil der Computer kam.

01:04:40: Wir hätten das alle noch beim Taschenrechner sein können und sagen, wir tippen noch gerne, bevor Excel uns da alle Arbeit losmacht.

01:04:45: Das ja auch nicht passiert.

01:04:46: Also ich glaube, dass die Chance darin besteht, dass ich enorm meine eigene Produktivität als Einzelperson dadurch steigern kann.

01:04:54: Und das ist schon ein Thema.

01:04:57: Früher hat man für mehr Skalierung, mehr Umsatz Hände eingestellt.

01:05:01: Und das muss man nicht mehr in die Maße machen und muss schauen, wenn ich jetzt junger Mensch wäre und sage Mensch, wie differenziere ich mich da draußen?

01:05:11: habe die Jobs, diese Einsteiger-Jobs, die gibt es vielleicht nicht mehr in die Maße.

01:05:16: Dann würde ich sagen, meine Wette ist, ich verstehe KI, ich weiß, wie ich es anwende.

01:05:20: Ich habe die Fähigkeit, dass ich Ergebnisse sehr präzise plausibilisieren kann und guter drin bin.

01:05:25: falsch oder Halluzination von richtig zu unterscheiden.

01:05:29: Und übrigens, ich arbeite für drei.

01:05:33: Weil ich weiß, wie die Werkzeuge funktionieren.

01:05:36: Und wo du heute drei Headcounts oder bisher drei Headcounts eingestellt hast, brauchst du nur noch mich.

01:05:41: Und das sind genau die hybriden Rollen, die gewisse fachliche Fähigkeit haben, mit technischer Fähigkeit verbinden.

01:05:49: Aber es ist eine enorme, schnelle Entwicklung.

01:05:51: ich sag mal, vor zwei, drei Jahren wärst du der

01:05:54: Prompt Engineer gewesen.

01:05:56: das du 250.000 Dollar verdient im Jahr.

01:05:59: Und wärst der König gewesen.

01:06:00: Und innerhalb von nicht mal einem Jahr war das Jobprofil weg.

01:06:05: Weil Cursor AI und wie sie alle hießen haben gesagt haben, du musst das Wissen gar nicht mehr haben.

01:06:09: Heute kann jeder programmieren.

01:06:10: Du musst nur deinen Kontext beschreiben.

01:06:12: Das ist eigentlich eine Re-Education von Google.

01:06:15: Also wir sind Google in Anführungsstrichen versaut, weil da ist erzogen worden drei, vier präzise Keywörter.

01:06:23: und dann bekommst du das maximal beste Ergebnis raus.

01:06:27: Jetzt ist es ja fast so, bitte führe mit der KI einen Dialog, beschreibe einen Kontext, einen guten Prompt und dann bekommst du das beste Ergebnis raus.

01:06:35: Und diese Fähigkeit, die zu beherrschen mit Kombination, mit Technik und einem fachlichen Wissen, ist, glaube ich, das veränderte Profil, was Mitarbeiter und Mitarbeitende

01:06:45: mitbringen müssen.

01:06:47: Und ich glaube, das wird einmal eine Transformation sein und ja, Jobs werden an manchen Stellen wegfallen.

01:06:53: Und wir fragen im Unternehmen, was müssen wir mit den Digital Twins tun, damit du am Abend einen erfüllteren Tag hattest?

01:07:01: Und welche, anführungsstrich, Missarbeit oder Boring Work müssen wir wegnehmen und automatisieren, damit du in der Arbeit, wo du Wertschöpfung hast, strategisch, kreativ,

01:07:12: was auch immer das ist, mehr Zeit hast.

01:07:13: Und ich glaube, das wird der Shift sein.

01:07:15: Und dafür brauche ich dann die hybriden Teams, zu sagen, Boring Topics oder

01:07:20: die vielleicht aufwendiger sind, kann ich digital machen und Rest ist meine Wertschöpfung.

01:07:26: Ich würde gerne noch mal das Thema Führung einsteigen.

01:07:29: Zuvor fällt der Job.

01:07:30: Glaubst du, dass das Thema Hochschulbildung, Professoren wegfallen wird?

01:07:37: muss ich jetzt mal fragen.

01:07:38: Frag ich mal für einen Freund.

01:07:42: Es ist tatsächlich eine heiße Diskussion bei uns auch an der Hochschule.

01:07:46: In welche Richtung wird es gehen?

01:07:48: Wie ist da aus deiner Sicht die Einschätzung?

01:07:54: Also ich glaube, dass er nicht wegfallen wird, weil...

01:07:59: Was passiert, was damit nicht wegfällt, ist, dass die Professoren für sich eine andere, neuartige Wertschöpfung schaffen.

01:08:08: Jetzt gehe ich mal von meinen Professoren aus.

01:08:12: Sie haben ein unheimliches, tolles Wissen.

01:08:16: Du hast Vorlesungen gehabt, wo du dieses Wissen mit deinen Studenten teilen kannst und versucht hast, das möglichst durchzuholen oder viele damit zu begeistern oder zu

01:08:26: befähigen.

01:08:27: Das ist ja der Job.

01:08:28: die nur machen, ich habe Wissen, ich bin Vordenker, ich sehe Dinge, die andere nicht sehen und daran möchte ich andere teilhaben lassen, ob wissenschaftlich oder praxisseitig.

01:08:37: So, wenn ich jetzt Professor wäre, dann würde ich mir überlegen und die Diskussion führe ich übrigens auch mit einem Professor, ob ich sage, wie kann ich das Wissen von mir

01:08:44: eigentlich skalierbar machen?

01:08:46: Und gibt es dann vielleicht nicht auch von mir einen Digital Twin, wo ich zum Beispiel als Studierender die Möglichkeit hätte, ich kann mit dem einen Dialog führen, er ersetzt mich

01:08:55: aber nicht.

01:08:56: Aber

01:08:58: Ich hätte den Johannes dann immer bei den Hausarbeiten Themen, ich habe und überlege, hätte ich seine Stimme.

01:09:05: Ich hätte seine Meinung, seine Sicht, die mir wichtig wäre, die ich aber in realen Welt nur dann bekomme, wenn du deine Sprechzeiten hast oder wenn ich zu dir kommen kann.

01:09:13: Und ich glaube, ist so die Frage, wie kann ich das wissen, was du jetzt hast, skalierbar machen und besser zugänglich machen.

01:09:21: Das heißt, das ist eigentlich die wertschöpfende Rolle, die dann vielleicht dazu kommt.

01:09:26: die aber dem Professor als solches nicht ersetzt, weil du kombinierst, du erkennst Muster, Sachverhalte, kombinierst diese und hast eine Projektion auf ein Thema in die Zukunft oder

01:09:42: vielleicht aus der Vergangenheit heraus geleitet.

01:09:46: Das ist ein Prozess, der einen Professor und seine Tätigkeit einzigartig macht.

01:09:52: Es gibt den Berufsstand.

01:09:54: Und glaube, diese Logik,

01:09:55: gibt es halt digital anzureichen oder zu ermöglichen.

01:09:57: Es kommt auf das nächste Thema.

01:09:59: Ja, wo muss ich überhaupt noch lernen, wenn ich lauter JetJPT habe?

01:10:01: Und du auch konfrontiert sein.

01:10:03: Ja, also wie viel ist denn eigentlich noch persönliche Leistung?

01:10:05: Und wie viel ist dann über welche Mittel und Wege auch immer in der Klausur dann JetJPT befragt worden?

01:10:11: Ja, ja, klar.

01:10:12: Und auch hier ist die Frage, ähnlich wie im Taschenrechnen einer Schule, was möchte ich denn von meinen Studierenden fördern und erwarten?

01:10:23: Soll ich sie jetzt limitieren, dass ich sage,

01:10:25: Ne, ihr müsst das Zeug halt auswendig lernen und das ist Name of the Game.

01:10:29: Und danach bewerte ich, macht es vielleicht einfach in der Korrektur oder sage ich, ne, ich möchte schon befähigen.

01:10:35: Also sagt, bitte nehmt den Taschenrechner, ihr müsst nicht alles im Kopf rechnen.

01:10:39: Aber dafür kann ich den Anspruchslevel höher schrauben, weil ihr ja andere Instrumente habt und ich erwarte von euch eine andere Kombinationsfähigkeit, die vielleicht JetJPT so

01:10:50: klassisch nicht bietet.

01:10:52: Und ich glaube, das ist das, was mich jetzt

01:10:55: Ich jetzt lerne, da wird beschäftigt, was ist eigentlich die Leistung, die die Studenten erbringen und die ich abfragen oder bewerten kann.

01:11:02: Und ich würde es aber nicht limitieren und sagen, das alles lasse ich weg, weil es in der Realität auch nicht entspricht, sondern was lasse ich bewusst zu, aber welche

01:11:10: Fragestellung ändert sich daraus in der Bewertung der Leistung, die erbracht worden ist?

01:11:15: Ja, ich glaube, dieses Thema der Kombination ist da ganz spannend.

01:11:19: Wie kombiniere ich Themen miteinander?

01:11:21: Weil ich sehe jetzt mal,

01:11:22: Paper etc.

01:11:23: Das kannst du alles einspielen und dann ist das Wissen da, aber vielleicht diese Zusammenhänge, Kombination erstellen etc.

01:11:30: Grundeste Diskurs glaube ich als Professor, dass ich sage, ich werte Dinge, ich bewerte Dinge, ich erkläre und übe, wie ich Halluzination oder auch pseudowissenschaftliche

01:11:44: Ergebnisse von real und werthaltigen und gütigen Ergebnissen unterscheiden kann.

01:11:51: und gehende Diskussionen mit den Studenten und mach das bewusst und auch die Prinzipien deines Arbeitens zu übertragen.

01:12:03: Nehme ich jetzt mal so mit, finde ich spannend.

01:12:06: Jetzt komme ich aber zurück zum anderen Thema, das sich nochmal für mich bisschen aufgemacht hat durch das Hybriderteams und so weiter.

01:12:17: Führung.

01:12:19: Du hast schon gesagt, okay, ich habe Teams, die müssen anders arbeiten oder ich muss mir überlegen, wie ich als Team arbeite.

01:12:27: Jetzt bist du auch ehemalige Führungskraft.

01:12:30: Du hast etliche Leute unter dir gehabt.

01:12:32: Was müssen Führungskräfte beachten, wenn sie jetzt mit hybriden Teams arbeiten?

01:12:42: Auch hier sehe ich eher wieder eine Chance, denn ein Risiko, was mir auch im Anfangsjahr meiner Karriere, wenn man es so reflektiert unterlaufen ist, Führungskräfte stellen, und

01:12:58: da passt das Beispiel eigentlich ganz gut, stellen sehr gerne Kopien von sich selbst ein.

01:13:05: menschlich nachvollziehbar.

01:13:08: Der denkt so wie ich, der tickt so wie ich, der kann ja fast schon Gedanken lesen, ist ja ein cooler Typ oder ein Frau, was auch immer.

01:13:16: Teil cool.

01:13:17: Und sie machen einen großen Fehler damit, dass sie quasi Kopien von sich in das Team reinholen und eigentlich ihre Stärken verstärken durch die Kopien, aber die Schwächen, wie

01:13:27: zwei oder acht jeder hat, sich auch verstärken.

01:13:32: Eigentlich müssten sie ja

01:13:35: für sich reflektieren, sagen, das sind meine Stärken, das sind meine Schwächen.

01:13:39: Und die Schwächen, die ich habe, mit diesen setze ich meinen Team zusammen, damit ich möglichst ein starkes Team habe.

01:13:46: Und das widerspricht natürlich ein bisschen, weil ich dann sage, da habe ich vielleicht Leute, die widersprechen mir immer und die sind eigentlich echt anstrengend als

01:13:54: Mitarbeitende und die will ich eigentlich gar nicht haben, weil sonst da viel eleganter geht.

01:13:58: Und jetzt komme ich zu den hybriden Teams.

01:14:00: Ich glaube, die Aufgabe der Führungskraft ist,

01:14:03: dass man sein Team, das man heute hat, zusammenzieht, analysiert gemeinsam und sagt, was fehlt uns?

01:14:11: Oder was haben wir schon?

01:14:12: Was haben wir sehr stark ausgeprägt?

01:14:14: Und dann sagt, das, uns fehlt, können wir das vielleicht durch digitale Rollen ergänzen.

01:14:18: Oder ich verschiebe nochmal Aufgabenbereiche, weil der eine sagt, also 30 Prozent meiner Tätigkeit ist echt anstrengend, weil das immer repetitiv ist, weil das immer sich

01:14:30: wiederholt oder ich keine Lust habe.

01:14:32: Oder es gibt Aufgaben, wo ich sage, das ist keine Vollzeitstelle.

01:14:36: Das ist irgendwie 10 Prozent, brauche ich sie mal.

01:14:38: Passiert ein, zwei Mal im Jahr.

01:14:41: Ansonsten muss ich irgendwie schauen, ich eine Kompetenz irgendwie das zusammenpacke in einem Profil, damit ich die Stelle und die Zugang zu dem Wissen habe.

01:14:49: Und ich glaube, das zu analysieren, das ist die Aufgabe der Führungskraft, war es schon.

01:14:53: Aber jetzt noch mal sehr viel deutlicher, um dann zu schauen, was kann ich denn digitalisieren und wie kann ich jedem in meinem Team eine

01:15:02: bestehende oder neu interpretierte Rolle geben.

01:15:05: Und dafür müssen aus meiner Sicht die Mitarbeitenden eben auch diese Möglichkeiten und Fähigkeiten haben, dass sie selber solche Rollen schaffen, also selber sich ergänzen oder

01:15:16: so Helfer kreieren.

01:15:18: Und es kommt noch ein springender Punkt.

01:15:20: Die Führungskraft wird sich nicht mehr allein über Wissen definieren.

01:15:26: Weil du auf einmal in einer Wettbewerbssituation bist, das, was du wissen hast.

01:15:31: Bring ja schon Modelle mit und auf einmal wirst du gechallengt sein.

01:15:34: Das stimmt doch gar nicht, was du gesagt hast.

01:15:36: Und du tust ja viel aus dem Erfahrungswissen und auch als Führungskraft reinlegen oder die Erfahrung auch in Diskussionen reinbringen.

01:15:44: Ich glaube, da wirst du, ich würde nicht sagen angreifbar, aber da wirst deutlich transparenter, was richtig und was falsch ist.

01:15:50: wir viele Missen per se schon mitbringen über die Modelle.

01:15:54: Und deswegen ist, glaube ich, die Aufgabe wirklich stärker eine Orchestrierung eines Teams.

01:16:00: Aufgaben,

01:16:01: und Lösungswege gemeinsam zu arbeiten, zu beschreiben und zu sagen, welche Dinge fehlen uns, zu einem bestmöglichen Ergebnis zu kommen und wo arbeiten wir hybrid, wo schaffen uns

01:16:12: digitale Prozesse, Möglichkeiten, Rollen, halt mit einer höheren Produktivität, und da ziehe ich auf die Produktivität auf, mit einem geringeren Ressourcen- oder Kapitalansatz

01:16:21: hinzukommen.

01:16:22: Und das ist ein Race.

01:16:23: Also ich muss einfach deutlich schneller werden, ich muss bessere Entscheidungen treffen, mit einem

01:16:29: geringeren Budget und eine höhere Produktivität.

01:16:31: Und Produktivität vielleicht noch kurz.

01:16:35: Die ist ehrlicherweise echt stagnierend.

01:16:38: Wir glauben, wir sind produktiver geworden.

01:16:40: Selbst die Big Seven oder Magnifigant Seven, die haben die Layoffs gemacht, weil sie gemerkt haben, die Produktivität ist seit drei, vier Jahren stagnierend.

01:16:51: Und dann kamen die Layoffs nach Corona, 2023 etc.

01:16:54: Und warum haben die so viel in den R investiert?

01:16:58: Weil sie sagen, egal ob das irgendwann mal als Produkt abhebt, wir müssen unsere Produktivität steigern.

01:17:03: Weil es kann nicht sein, dass wir seit fünf Jahren, drei Jahren die gleiche Produktivität haben.

01:17:08: Weil was auf der anderen Seite passiert, die Börsenkurse sind gestiegen.

01:17:13: Signifikant, sie sind nicht gleichgeblieben, sind signifikant gestiegen.

01:17:16: Und dann hast du auf einmal eine schöne Spreizung pro Kopf Produktivität und eine maximal hohe Bewertung und irgendwann knallt's.

01:17:25: Weil worauf begründest du die Bewertungen?

01:17:27: Deswegen haben die da massiv, nicht nur deswegen, aber hauptsächlich auch investiert und gesagt, okay, no matter what it costs, das ist eigentlich unser Schlüssel zu einer höheren

01:17:34: Produktivität.

01:17:35: Und das wird, ich, auf der Unternehmensseite genauso stattfinden und die Teams genauso auch betreffen.

01:17:42: Ich habe heute gelesen, dass Salesforce wieder Leute zurückholt, wenn nicht das 4000 Leute entlassen.

01:17:49: sie haben das, ich habe es nicht im Detail gelesen, aber das, was ich gelesen habe, sie haben

01:17:55: überschätzt oder?

01:17:57: Das stimmt.

01:17:58: Die Frage ist nur, müsste man sich die Profile anschauen?

01:18:02: Welche Profile haben sie entlassen?

01:18:04: Und welche stellen sie jetzt wieder ein?

01:18:06: Fair enough, ja.

01:18:07: Und da glaube ich, sind andere Profile oder vielleicht Fähigkeiten.

01:18:11: Weil es wäre eine 100 % Korrektur ohne Review der Rollen.

01:18:16: sage, ich stelle die gleichen nochmal ein, würde ich jetzt behaupten, das wird nicht passieren.

01:18:21: es ist, glaube ich, eine

01:18:24: Transformation.

01:18:24: Also vielleicht habe ich die alten Rollen nicht mehr gebraucht, habe Playoffs gemacht, aber stelle mir andere ein, die ich an anderen Stellen einfach besser benötige oder

01:18:33: stärker benötige.

01:18:34: Oder waren sie einfach noch nicht so weit?

01:18:36: Kann auch sein.

01:18:37: Das habe ich auch mitbekommen, dass sie, glaube ich, sehr ambitioniert waren in dem, wie sie digitalisieren und automatisieren wollen über AI und dass es vielleicht eine Korrektur

01:18:47: gab, was auf Kundenseite zu Unzufriedenheit oder anderen Abläufen halt geknirscht hat.

01:18:54: Jetzt würde mich, bevor wir in die Zielgerade einbiegen, eine Sache noch interessieren, weil du es jetzt auch ein paar Mal erwähnt hast, gesagt, ja, wir müssen digitalisieren und

01:19:04: so weiter und so fort und wir müssen Produktivität steigern etc.

01:19:07: pp.

01:19:10: Wie siehst du das Thema, was soll alles digitalisiert werden oder automatisiert werden?

01:19:16: Nicht digitalisiert, sondern automatisiert werden.

01:19:20: Gibt es Grenzen für dich, wo du sagst, okay, fair enough, das könnte man automatisieren, aber würde ich jetzt nicht machen oder auch niemanden raten, dann zu automatisieren?

01:19:32: Ich hatte diese Frage erst vor ein paar Folgen bei mir auch.

01:19:37: Mich würde das jetzt interessieren nach dem ganzen Gespräch und deinem Blick auf das Thema, wo du drauf siehst und drauf schaust und sagst, man kann viel machen, aber manche

01:19:52: Sachen würde ich nicht machen.

01:19:53: Oder du sagst so, volle Lotte, los, drauf, gib her.

01:20:01: Also ich würde jetzt aus meiner Perspektive gesprochen als Konsument alle

01:20:07: Prozesse digitalisieren, die einfach nur zeitfressend sind, aber keinen Wert haben.

01:20:15: Was will ich damit sagen?

01:20:16: Ehe, welche Formulare ausfüllen, mit Informationen, die schon zigmal bekannt sind.

01:20:21: Oder wenn ich sage, ich möchte, welche Reise buchen, was Standard buchen, sind Flüge, Züge und so weiter so fort.

01:20:26: Bitte alles digitalisieren.

01:20:28: Ich stelle mir das so vor, dass du weit in die Zukunft geschaut.

01:20:32: Du hast irgendwann deinen eigenen Agent oder hast ihn heute schon.

01:20:34: Du sagst, du pass mal auf, da ist deine Aufgabe.

01:20:37: Da ist meine Route, meine Zeit, meine Reiseplanung.

01:20:40: Bitte schieß los ins Internet und zieh mir alles zusammen und triff im Zweifelsfall sogar autark eine Entscheidung.

01:20:46: Das ist jetzt nicht da, wie jetzt kein Experience-Faktor, ehrlicherweise.

01:20:51: Was will ich noch automatisieren?

01:20:53: Das kommt aber auch aus persönlicher Sicht darauf an, dass ich sage, irgendwelche Suchkosten signifikant zu reduzieren, weil sie nur einen geringen Mehrwert haben.

01:21:03: Ob das Produktsuche ist, Produktbewertungen,

01:21:08: Oder klassische administrative Abläufe.

01:21:10: Welche Unternehmen denke, wie viel Zeit dann noch in Reisekosten abrechnen und sonstige Dinge gemacht werden.

01:21:15: Das hat ja keine Wertschöpfung.

01:21:17: Und ich glaube, da muss digitalisiert werden und da kann auch digitalisiert werden.

01:21:22: Ich bin auch gar nicht bei den ganzen Behördengängen, wo wir, glaube ein riesiges Potenzial haben.

01:21:27: Bloß da sind einfach viele Hände eingestellt worden und die müssen ja was tun.

01:21:32: Und dass diese Hände auf einmal sagen, du eigentlich brauchst mich gar nicht, eher unwahrscheinlich.

01:21:37: Ich will mal ein anderes Beispiel.

01:21:44: Ein Gespräch, sei es Coaching oder Psychologen etc.

01:21:52: hat, glaube ich, einen empathischen, wichtigen Faktor, wo ich sage, da kommen wir an die Grenze.

01:21:58: Man könnte es digitalisieren.

01:22:00: Ich kann ja über VoiceAge etc.

01:22:03: sowas digitalisieren.

01:22:05: Aber da würde ich, glaube ich,

01:22:07: der Situation und der Wertschätzung des Gegenüber.

01:22:17: Was negative Einbringungen ist, negativ.

01:22:19: Das ist so wichtig vom Thema her, das muss menschlich bleiben.

01:22:23: Genauso wie ein Arzt-Patientengespräch.

01:22:28: Ich glaube, wenn ich den Arzt von seinen ganzen Terminen und die ganzen Assistenten, die da Termine, Absage, Zusage

01:22:35: und so weit und so fort entlastet die 30, 40 Prozent, weil das ist boring.

01:22:40: Lieber sollen die ganzen Arzthelferinnen mehr Blut abnehmen, mehr Patienten betreuen, etc.

01:22:45: Aber bitte alles digitalisieren, was jetzt so Terminierungen, sonstige Dinge sind.

01:22:50: Aber das Arz-Patienten-Gespräch würde ich nicht digitalisieren.

01:22:54: Das ist ja genau das, wo eigentlich eine Behandlung, eine Heilung stattfindet, mit einem Gespräch, dass mir einer zuhört, auf mich eingeht und

01:23:01: Gute Tipps gibt es wird natürlich herausfordernder für einen Arzt, weil der aufgeklärte Patient jetzt ja in seinem Handy Chat-Chemik hat und dann die Diagnose fotografieren sagt,

01:23:11: nee lieber Arzt, so und so ist es ja und sich quasi am liebsten selbst therapieren möchte.

01:23:17: Aber das sind so Dinge, ich sage oder zum Beispiel ein Mitarbeitergespräch.

01:23:21: Ja, würde ich auch sagen, das ist eine persönliche, wertschätzende Art, dem gegenüber ein

01:23:31: einen Rahmen zu schaffen, ich sage, ich schätze dich wert und ich nehme die Zeit und das ist menschlich, dass ich mit dir kommuniziere und einfach dich verstehen möchte und man

01:23:41: sich darüber austauscht.

01:23:43: Das kann ich total natürlich digitalisieren, aber bitte nicht.

01:23:49: Es fühlt sich, dass mit dem Arzt habe ich erst undenkst ein Bild gesehen, wenn Sie sich schon Ihre Erstmeinung mit der GPD gebildet haben, dann fragen Sie bei uns bitte nicht

01:23:59: nach einer zweiten Meinung oder so.

01:24:01: Habe ich auch schon gehört.

01:24:06: Ja, so ist es.

01:24:07: Aber ich sage mal, ganze Rezept einreichen, sonst was und so.

01:24:13: Aber deswegen sehe ich es sind eher Chancen, aber das

01:24:16: Bitte nicht das Patienten-Arzt-Gespräch ersetzen.

01:24:19: Ich sehe auch bei dir so dieses, wenn es dann aufs Zwischenmenschliche geht, dann eher dort lassen.

01:24:27: Ja, ja.

01:24:29: Weil das macht ja das Menschsein aus.

01:24:33: so.

01:24:35: da bin ich bei dir.

01:24:37: Ich sehe es genauso.

01:24:38: Dieses Zwischenmenschliche ist irgendwie...

01:24:42: Da schaffen wir uns als Menschheit ab, wenn man dann alles irgendwie ausmacht.

01:24:46: Wie lebe ich denn dann eigentlich noch?

01:24:47: Da habe ich erst mal ein Studenten gesagt, dann können wir wie die Lemminge gemeinsam die Brücke runterspringen.

01:24:53: Dann braucht es uns ja eigentlich nicht, wenn wir nur noch zu Hause sitzen und alleine sind oder so.

01:25:00: Der Mensch ist ein Herdentier und da gehört halt das Zwischenmenschliche irgendwo dazu.

01:25:05: Absolut.

01:25:05: Und bei aller Digitalität, sind als digitale Normand, das ist vielleicht der falsche Begriff, aber sehr digital.

01:25:11: engagiert und auch befürwortend, aber dennoch glaube ich, ist es abzuwägen, wann Digitalität Sinn macht und rein digitalisiert und wann nicht oder wann Hybridformen.

01:25:22: deswegen bin ich kein Freund, alles zu digitalisieren.

01:25:25: Nehmen wir das Beispiel Lehrer-Schüler.

01:25:29: Ist ja auch eine Herausforderung, weil, Ggbt lese alle deine Einträge aus dem Heft ein und dann weiß das sehr, sehr viel.

01:25:39: Was aber eine Chance ist, dass sage, nicht jedes Kind im Unterricht versteht sofort, was der Lehrer erzählt, aufgrund verschiedener Zugänglichkeit oder Fähigkeiten, ein Kind hat.

01:25:50: Was aber richtig cool ist, dass auch noch meine Kinder sagen, ich habe das und das nicht verstanden.

01:25:57: Und das bedroht eher die Nachhilfelehrer.

01:26:00: Aber ich sage, ich habe das noch nicht verstanden.

01:26:02: Ich bin jetzt in deren der Klasse und ich möchte das noch mal deutlich besser erklärt haben mit einer Geduld.

01:26:07: die wahrscheinlich normale Personen nicht aufbringen würde.

01:26:10: Und erste Aufgabe unsermann sofort.

01:26:12: Da sehe ich eine Riesenchance, dagegen einen Schüler oder Schülerin zu motivieren.

01:26:16: Du schaffst das.

01:26:18: Da stecken so viele Talente in dir.

01:26:20: Ich führe mit dir ein Gespräch, wie du die Hürde, die du vielleicht siehst, überwinden kannst und sie deutlich kleiner für dich mache.

01:26:27: Das ist urmenschlich.

01:26:29: Und da gehe ich auf den Schüler oder Schülerin ein und beschäftige mich mit ihr und zeige,

01:26:35: Möglichkeiten, die sie vielleicht noch nicht gesehen hat.

01:26:37: Und das ist bei dir und deinen Studenten vielleicht genauso, dass Dinge eingeordnet werden von dir und mit dir.

01:26:45: Und da sage ich mal, das bitte menschlich, weil das motivatorisch, zwischenmenschlich sehr, sehr wichtig ist.

01:26:50: Wie lassen sich Menschen wachsen über das hinaus, was sie vielleicht sich selber zutrauen oder können?

01:26:56: Und das kann eine Ehe einig, weil da Empathie und Motivation drin schwingt.

01:27:02: Aber der Nachhilfelehrer, also wenn ich jetzt heute im

01:27:05: Holz hinterarbeiten würde, also für einfache Fälle oder Nachhilfelehrer wäre, da würde ich mir schon mal eine Gedanken machen.

01:27:11: Und es gibt ja auch Lehrer, sagen, jetzt geh auf YouTube und das Wissen skaliere ich, was wir auch vorher hatten.

01:27:16: Es gibt ja neue Formen, aber ich glaube, muss ich da schon verändern oder vielleicht sogar neu erfinden.

01:27:20: Ja, cool, sehr cool.

01:27:24: So, jetzt Frank, wie ich den Podcast immer mit den AB-Fragen beginne, habe ich auch immer eine Frage, die ich jedem stelle, jeder und zwar

01:27:34: Drei Learnings, die du den Zuhörern und Zuhörerinnen mitgeben möchtest.

01:27:40: Die können privat oder beruflicher Natur sein.

01:27:44: Hätte ich mal die vorhergehende Podcast angehört.

01:27:47: Lustigerweise ist die Frage echt, wo die meisten mal so überlegen.

01:27:54: ich, was gebe ich mit?

01:27:56: Und ich würde sagen, man muss liebenslang und gerade in besonderen diesen Zeiten neugierig sein.

01:28:04: Neugierig heißt einfach ein Interesse wie ein Kind haben, das, was da gerade passiert, aufzusaugen, für sich zu bewerten und diese Neugierde sich ganz, ganz, ganz lange

01:28:16: erhalten.

01:28:17: Und nicht umsonst ist die Lernkurve von kleinen Kindern extrem hoch und flacht dann mit dem Alter ein bisschen ab.

01:28:24: Und ich glaube, wir sind in einer Zeit, wo wir einfach, man kann es ablehnen oder man kann neugierig sein.

01:28:30: Und ich glaube, die Neugierde ist das Mittel,

01:28:33: was wahrscheinlich das viel Versprechendere ist.

01:28:35: Das zweite ist eine Adoptionsfähigkeit.

01:28:40: Also Adoptionsfähigkeit ist uns, glaube ich, auch Stück für Stück abhanden gekommen, weil viele Dinge für uns geregelt werden, wir für viele Dinge beschützt werden.

01:28:49: Und sind wir auch über Digitalisierung.

01:28:52: Ob das Navigationssystem sagt, wie ich von A nach B komme, ob das eben andere Dinge sind, suche und so weiter so fort, dass man sich weiter nicht nur daran gewöhnt, sondern auch

01:29:02: sagt,

01:29:03: bringe mich bewusst in Situationen, wo ich selber wieder denken muss.

01:29:06: Ich schaffe es noch von A nach B zu fahren, wie früher mit dem Falk Atlas oder wie er immer hieß, oder mit offenen Augen.

01:29:13: Und ich kann das adaptieren.

01:29:17: Und ich glaube, das Dritte ist, ja, ist oft gesagt worden, das Glas ist halt, es ist voll und nicht halbleer.

01:29:33: Und das ist, glaube ich, eine positive Einstellung, die man hat bei allem, was da draußen gerade passiert.

01:29:38: das ist, das muss man auch, glaube ich, seinen Kindern und seinen Mitmenschen mitgeben.

01:29:42: Ich glaube, wir leben in einer Zeit, wo zumindest ich sehr, dankbar bin.

01:29:47: Weil wenn ich das nur mal 200, 300 oder 400 Jahre zurückdrehe, war die Zeit eine ganz andere, mit viel, mehr Unsicherheit und viel, mehr auch, wie soll ich sagen, der Wert ist,

01:30:01: dass das Leben so ein Menschen

01:30:02: ganz anders betrachtet worden ist.

01:30:04: Deswegen bin ich sehr dankbar, dass ich heute lebe und diese Positivität auch damit mit reinzubringen, ob gleich aller Dinge, ob das Kriege sind, wirtschaftliche Umwälzungen,

01:30:14: politische Unruhen oder was auch immer.

01:30:17: Aber ich glaube, uns geht es verdammt gut und das muss man sich schon bewusst machen und Dankbarkeit zeigen und auch eine gewisse Demut, zu sagen, aus dem kann man eigentlich viel

01:30:26: schaffen und man hat viele Möglichkeiten, die man vielleicht vorher gar nicht hatte.

01:30:30: Und vielleicht in anderen Ländern auch gar nicht gibt.

01:30:33: Und das ist so bisschen typisch, vielleicht bisschen deutsch, so immer kritisch.

01:30:40: Das sind die drei Dinge.

01:30:41: Das wären die drei Dinge.

01:30:43: Sehr schön.

01:30:45: Danke für die drei Dinge und danke auch generell für den Einblick.

01:30:51: ich als Produktioner und Supply Chain Manage jetzt mal so bisschen das Marketing einzutauchen.

01:30:57: Spannende Sachen, neue Sachen gelernt.

01:31:01: wie es da abgeht und auch ganz spannend, euer Ansatz, dass ihr mit zwei EIs diese Personas oder Experten bildet und dann auch noch mal eine Ehe habt, die das versteht und dann

01:31:15: wiedergibt und die ganzen Einsatzmöglichkeiten und auch deinem Blick auf dieses ganze Thema Digitalisierung, Automatisierung, KI, herzlichen Dank dafür.

01:31:26: Ich habe echt

01:31:28: Für mich war es super spannend.

01:31:29: Ich freue mich schon, wenn ich das dann nachbearbeiten, also dann noch das Intro spreche und fertig mache.

01:31:38: Coole Folge geworden.

01:31:40: Herzlichen Dank.

01:31:41: Danke fürs Kommen auch.

01:31:43: Danke dir, Johannes.

01:31:44: Und ich freue mich.

01:31:45: Was jetzt alle nicht wissen, ist, wir sehen uns bald wieder, nämlich nächste Woche am Donnerstag auf dem KI-Symposium.

01:31:54: Und dieser Podcast kommt genau einen Tag nach dem KI-Symposium heraus, wo du auch eure Lösung vorstellst und zeigst, wie das funktioniert, was super spannend ist.

01:32:06: Und da wäre ich auch auf jeden Fall vorbeischauen und mir das mal anschauen.

01:32:09: Herzlichen Dank und ich wünsche dir jetzt noch eine gute Heimreise.

01:32:14: Dankeschön, Johannes.

01:32:15: Herzlichen Dank, dass ich da sein durfte.

01:32:17: Uns hat sehr viel Spaß gemacht.

01:32:19: war meine Freude.

01:32:20: Sehr wieder.

01:32:21: Bis bald.

01:32:21: Bis bald.

01:32:23: Das war die Folge mit Frank Rauchfuß.

01:32:25: Alle Infos zu Frank und DXI findet ihr in den Show Notes.

01:32:28: In zwei Wochen geht es dann weiter.

01:32:30: Bis dahin alles Gute und liebe Grüße aus München.

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