Andreas Lehr - Kostengünstige und performante Cloud-Lösungen für KMU ganz ohne AWS #114
Shownotes
Hallo und willkommen zur ersten Folge im neuen Jahr! Ich hoffe, ihr hattet alle erholsame Feiertage und einen wunderbaren Rutsch zu Silvester.
Auf jeden Fall startet ihr heute mit einer super Folge von Business Unplugged ins Jahr, denn ich hatte Andreas Lehr bei mir zu Gast. Andreas ist nicht nur Sidepreneur und betreibt We Manage neben seinem Job, sondern ist auch Podcast-Host von „Happy Bootstrapping“ und Autor eines Newsletters rund um die Themen Cloud und Open Source.
Die Chance habe ich genutzt, um mit ihm nicht nur über sein Business zu sprechen, mit dem er vor allem KMU dabei hilft, kostengünstige Cloud-Lösungen zu betreiben, sondern auch das immer wieder heiß diskutierte Thema Sovereign Cloud zu analysieren.
Sehr persönlich wurde es, als Andreas über seine Beweggründe sprach, warum er als Sidepreneur aktiv ist und nicht bzw. noch nicht all-in geht. Es ging um Ängste, Selbstzweifel und den Zeit-Hustle bzw. das Zeitmanagement, all seine Themen unter einen Hut zu bekommen.
Ich fand es super und konnte mich in vieles hineinversetzen, da wir sehr viele Parallelen haben. Aber hört es euch einfach an, jetzt geht’s los.
Mein Gast:
Newsletter "Alles nur gecloud"
Artikel "The Cost of Cloud, a Trilion Dollar Paradox"
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Über mich:
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00:00:01: Und wir versuchen ganzheitlich zu helfen.
00:00:04: heißt, egal ob jetzt die bei CDN Hilfe brauchen, bei Architektur Hilfe brauchen, bei Cloud Provider Auswahl, beim Betrieb der Applikation, da gehen wir halt komplett rein.
00:00:16: Ich nenne es dann so, wir versuchen nachhaltig zu helfen und das deckt halt die ganze Kette ab.
00:00:29: Herzlich willkommen zu Business Unplugged, dem Treffpunkt für Tradition und Zukunft.
00:00:34: Mein Name ist Johannes Pohl und ich spreche mit Unternehmerinnen, Gründerinnen und stillen Heldinnen des Business Alltags, die unsere digitale Zukunft formen.
00:00:43: Business Unplugged ist die Bühne für Visionäre der Digitalisierung und soll Brücken zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen bauen.
00:00:51: Hier erhältst du wertvolle Impulse und Inspiration.
00:00:55: Hallo und willkommen zur ersten Folge im neuen Jahr.
00:00:58: Ich hoffe, ihr hattet alle erholsame Feiertage und einen wunderbaren Rutsch zu Silvester.
00:01:04: Auf jeden Fall startet ihr heute mit einer super Folge vom Business Unplugged ins Jahr 2026, denn ich hatte Andreas Lehr bei mir zu Gast.
00:01:13: Andreas ist nicht nur Sidepreneur und betreibt We Manage neben seinem Job, sondern ist auch noch Podcast-Host von Happy Bootstrapping und Autor
00:01:23: eines Newsletters rund die Themen Cloud und Open Source.
00:01:28: Die Chance habe ich genutzt, mit ihm nicht nur über sein Business zu reden, mit dem er vor allem KMU hilft, kostengünstige Cloud-Lösungen zu betreiben, sondern auch das immer wieder
00:01:40: heiß diskutierte Thema Sovereign Cloud zu analysieren.
00:01:44: Sehr persönlich wurde es, als Andreas über seine BB-Gründe sprach, warum er nicht bzw.
00:01:51: noch nicht All-In geht,
00:01:53: bei seinem Unternehmen We Manage.
00:01:55: Es ging engste Selbstzweifel und den Zeithustle bzw.
00:01:59: das Zeitmanagement, all seine Dinge unter einen Hut zu bekommen.
00:02:03: Ich fand es super und konnte mich in viel Sinn reinversetzen, da wir da beide sehr viele Parallelen haben.
00:02:09: Aber hört es euch einfach an, jetzt geht's los.
00:02:14: Lieber Andreas, herzlich willkommen im Podcast.
00:02:17: Ich freue mich, mit dir heute, Wen, als Gast zu haben, der so ein ähnliches Modell fährt wie ich.
00:02:23: Du bist einerseits angestellt, aber auch eigener Unternehmer.
00:02:28: Und zu all dem hast du auch noch einen eigenen Podcast, der Happy Bootstrapping heißt und den ich an der Stelle auch gleich allen wärmstens empfehlen möchte.
00:02:38: Hallihallo und willkommen.
00:02:40: Vielen Dank, dass ich dabei sein.
00:02:42: Da freue ich mich sehr auf unser Gespräch.
00:02:44: Super, Andreas, wenn man jetzt so mal deine Geschichte ein bisschen aufrollt, dann beginnt sie jetzt nicht mit so einem geschniegelt, polierten Karriere-Satz oder so, ich würde
00:02:55: beginnen beim Teenager, der zu früh verstanden hat, dass Computer nicht magisch sind, sondern schraubbar sind und reparierbar, manchmal vielleicht auch verfluchbar.
00:03:07: Und das dann, während halt andere noch fleißig auf der Lahnparty waren, du dann
00:03:14: in das Thema Linux reingerutscht bist und über Linux auch dann irgendwie dann oder ja in der IT, sag ich mal, ein bickenblimm bist.
00:03:24: Ich sag's dir mal so aus, ich drück's mal so ein bisschen österreichisch aus.
00:03:27: Du bist da jetzt auch seit gut 20 Jahren oder über 20 Jahren noch unterwegs, warst in unterschiedlichsten Branchen und Bereichen tätig.
00:03:37: Ich sag jetzt mal Trucks, Handwerk, E-Commerce, um nur ein paar zu nennen.
00:03:41: Und seit 2017 bist du bei der
00:03:45: Schwarzgruppe.
00:03:46: 2020 war dann aber auch so ein Moment bei dir, wo du aus, ja ich kann das, dann ich mach das jetzt auch mal selber, der gekommen ist und du We Managed gegründet hast, mit dem du
00:03:59: sowohl Startups als auch Grown-ups hilfst, deren Cloud-Plattform zu betreiben und vor allem auch zu skalieren.
00:04:09: Parallel zu deinen Aufgaben als Senior IT Architect in der Schwarzgruppe hast du und auch als Unternehmer hast du, wie schon gesagt, noch deinen eigenen Podcast Happy Bootstrapping
00:04:21: und was ich vorher nicht erwähnt habe, auch einen Newsletter, der alles nur geklaut heißt und von dem du auch schon mittlerweile 215 Ausgaben rausgehauen hast, also eine stolze
00:04:33: Zahl.
00:04:35: Nicht schlecht.
00:04:36: Wir werden da auch nochmal kurz drüber quatschen und
00:04:39: Ich freue mich, dass wir heute hier sitzen und jetzt ein bisschen durch diese ganzen Welten pendeln werden.
00:04:44: was machst du auch bei We Manage und auch zum Thema Unternehmertum und Technologie, souveräne Cloud und so weiter und so fort.
00:04:53: Ich bin gespannt auf deine Antworten diesbezüglich.
00:04:57: Bevor wir dazu kommen, kommen die AB Fragen, die berühmt berüchtigten.
00:05:03: Du weißt, wie es funktioniert?
00:05:06: Ja.
00:05:07: Okay, super.
00:05:09: Dann starten wir los.
00:05:11: Die erste Frage lautet Bildung online oder offline?
00:05:16: Offline.
00:05:17: Automatisiert oder menschliche Entscheidungsfindung?
00:05:20: Menschlich würde ich sagen.
00:05:23: Stärkere Regulierung oder mehr Freiheiten für Unternehmen?
00:05:29: Mehr Freiheiten.
00:05:31: Vollkommener Schutz persönlicher Daten oder weniger Datenschutz zur Wahrung der Sicherheit und des Wohls der Allgemeinheit?
00:05:39: Also BSO2 gespalten hatte ich heute wieder so ein Erlebnis.
00:05:42: Ich bin schon eigentlich im Team pro Datenschutz, aber das darf auch die Digitalisierung nicht behindern.
00:05:48: Okay.
00:05:50: Und last but not least, Web-Meetings oder persönliche Treffen?
00:05:55: Wir nehmen hier remote auf.
00:05:56: Also da bin ich klar schon im Remote-Worksetting zu Hause, aber ich habe auch nichts gegen ein Bierchen, also wenn man sich persönlich trifft.
00:06:06: Da haben wir uns auch kennengelernt bei einem Bierchen.
00:06:08: ist richtig, ja.
00:06:11: Wenn wir jetzt mal ganz kurz zurückgehen auf Bildung online oder offline.
00:06:15: Du hast dich für offline entschieden.
00:06:17: Wieso?
00:06:20: Also, du hast ja meinen Lebenslauf bisschen aufgedröselt und so ein paar Korrekturen kann ich da nachher noch einstreuen.
00:06:28: Aber ich habe unter anderem ein Zweitstudium gemacht damals, ein MBA 2008 bis 2012.
00:06:35: Und das einzige, was jetzt Jahre später hängen geblieben ist, die Menschen.
00:06:43: Für mich das gewesen, mir das Wochenende rumzuschlagen.
00:06:47: Das hat nur funktioniert, weil wir das zusammen gemacht haben.
00:06:50: Diesen Leidensweg, das hat schon ein bisschen her.
00:06:54: Da war dieses ganze Remote-Setting, wie gesagt, 28 bis 12, noch nicht so geil, wie es vielleicht heute ist.
00:07:01: Und Samstag, Sonntag dann in die Uni gehen, in Englisch ein Studium zu machen.
00:07:08: Das hat damals für mich nur funktioniert, weil wir es zusammen gemacht haben und vor Ort.
00:07:13: Und die Menschen haben es einfach ausgemacht.
00:07:17: Okay.
00:07:17: Und wenn ich jetzt so drüber nachdenke, die Kinder während Corona hier, das hast du nicht erwähnt, aber ich bin auch Vater von drei Kindern, meiner Frau zusammen logischerweise.
00:07:27: Und das war auch schon hart für die, das während Corona online zu machen.
00:07:32: Und ich bin froh gewesen, als sie wieder in die Schule konnten, aus vielerlei Hinsicht, weil es viel besser funktioniert, wie jetzt remote, zumindest auch für die Kinder.
00:07:42: Es sind schöne Aspekte, du da auch gebracht hast.
00:07:46: Das aus der Sicht auch nochmal zu sehen.
00:07:48: Das Leidensweg, gemeinsam durchzustehen und so weiter.
00:07:51: Und diese sozialen Aspekte.
00:07:56: Bei der Entscheidungsfindung hast du dich für menschlich entschieden.
00:08:00: Ja.
00:08:02: Wieso?
00:08:04: Ich bin so ein gelber, sozialer Typ, der immer schaut, dass es allen gut geht.
00:08:09: Das tut einem selber auch häufig nicht gut.
00:08:13: Aber ich höre viel auf mein Bauchgefühl.
00:08:15: Ich versuche immer, den Menschen zu verstehen, mich in die anderen rein zu versetzen.
00:08:22: Schau mir an, wie wirke ich, wie kann ich jetzt jemanden überzeugen?
00:08:27: Und das geht, glaube ich, auf der menschlichen Ebene deutlich besser, als mit Zahlen, Daten, Fakten.
00:08:35: Es kommt aber echt komplett auch drauf an.
00:08:39: auf welchem Level man da unterwegs ist.
00:08:41: Jetzt ist bei mir eine kleinere Firma und da sage ich dann auch mal nein zu dem Kunde, wenn ich merke, das passt menschlich nicht, weil es für mich total wichtig ist, dass es
00:08:51: funktioniert.
00:08:52: Und achte ich schon sehr drauf, ehrlicherweise.
00:08:56: Und kann es mir aber auch erlauben aktuell.
00:08:58: Von daher ist es ja auch eine schöne Sache, wenn man so aussortieren kann.
00:09:04: Das geht natürlich nicht immer im Leben, aber dort, wo es geht, versuche ich es zu machen.
00:09:07: Deswegen menschlich.
00:09:09: Dann hast du dich auch für mehr Freiheiten für Unternehmen entschieden?
00:09:14: Ja, ich habe meinen Kunden so kleine Weihnachtspakete geschickt mit so selbstgemachter Marmelade und noch ein paar anderen Sachen.
00:09:24: Also gibt es immer so ein Dankeschön, Bestandskunden möchte mich so zu Weihnachten ein bisschen bedanken.
00:09:30: Und jetzt habe ich so einen kleinen Fragebogen von meinem Steuerberater bekommen, wer denn alles Geschenke bekommen hat und was denn da alles drin ist.
00:09:37: Und ich denke mir so
00:09:38: Was für eine Scheiße ist das schon wieder?
00:09:40: Was für ein Aufwand?
00:09:41: Dann musst du jetzt am besten den Excel-File liefern mit den Beschenkten.
00:09:48: Und dann hast du natürlich da Belege vom Discounter und so was, die du in deiner Buchführung hast, um Cranberries zu kaufen oder Zucker, Marmelade herzustellen.
00:09:59: Da hab mir gedacht, was das für ein Dreck ist.
00:10:03: Der Steuerberater beschäftigt, ich bin beschäftigt.
00:10:05: Warum kann man das nicht irgendwie einfacher regeln?
00:10:07: Belege unter 50 Euro.
00:10:10: Die gehen halt irgendwie oder so.
00:10:11: Ich weiß nicht, da gibt es wahrscheinlich auch eine Regelung.
00:10:13: Und jetzt ist es jetzt wieder bei so Unternehmensgeschenken anders.
00:10:17: Aber es fällt mir jetzt gerade ein.
00:10:18: Deswegen hast du mich da auf den Fuß erwischt, dass ich glaube, dass wir aufpassen müssen, dass wir nicht zu viele Regularien haben.
00:10:28: Das ist auch was, was mich echt viel Zeit kostet als Teilzeitunternehmer.
00:10:31: Reden wir ja, glaube ich, noch drüber.
00:10:34: ist das ganze drum herum.
00:10:35: GmbH-Umwandlung habe ich jetzt gemacht.
00:10:37: Dann hast du eben Steuerberater.
00:10:39: Du musst das Beachten, Veröffentlichung beachten.
00:10:41: ich glaube, das ist schon ein Hindernis für junge Unternehmen, wo wir viel weniger Regulierung brauchen könnten, man schneller Dinge starten kann.
00:10:54: Fail fast, fail early.
00:10:57: Damit wir so was besser machen können.
00:10:59: Das darf nicht zu überreguliert sein.
00:11:00: Und da haben wir gerade, glaube ich, zu viel.
00:11:03: nicht nur bei Unternehmen.
00:11:05: Habe ich jetzt auch wieder feststellen müssen, leidhaft das ist auch im ganzen Schulsystem zum Beispiel.
00:11:14: Da kennst du dich besser aus.
00:11:16: Ja, ja, es ist nicht im Hochschulwesen, sondern im Grundschulwesen.
00:11:25: Aber du hast gerade gesagt, hast Weihnachtsgeschenke gemacht.
00:11:27: Ich entschuldige mich hier an dieser Stelle ganz offiziell bei allen meinen Kunden.
00:11:31: Ich habe keine Verschleißersendung.
00:11:33: Aber ich weiß jetzt auch wieso.
00:11:35: Ich bin Steuerberater wieder.
00:11:39: Dann hast du noch mal zum Thema Schutz persönlicher Daten.
00:11:43: Du hast gesagt, ja, es ist eher pro Schutz, aber es darf nicht die Digitalisierung behindern.
00:11:52: Ja.
00:11:53: Das ja jetzt auch wieder so das Thema, was ich gerade gesagt habe, mit den Belegen.
00:11:57: Das kostet den Steuerberater wahrscheinlich eine Stunde oder mehr in Summe, mich kostet es wieder.
00:12:01: Und das ist einfach zu viel.
00:12:03: Und dann hast du bei den persönlichen Daten das gleiche.
00:12:07: habe, erwischt mich heute gut.
00:12:09: Ich habe heute das erste Mal, vielleicht bin ich da jetzt auch ein Late Adopter, das erste Mal ein E-Rezept mit meiner Gesundheitskarte gescannt und habe das über eine App in meiner
00:12:20: Apotheke der Wahl bestellt, weil ich weiß, das haben die nicht vor Ort.
00:12:23: Es hat funktioniert und ist super.
00:12:27: Auf der anderen Seite habe ich dann, ich war neuerlich beim CT, da brauchen wir jetzt nicht drauf eingehen.
00:12:32: Allerdings kriegst du einen QR-Code mit und mit dem QR-Code kann der Arzt auf deine Daten zugreifen.
00:12:39: Die liegen irgendwo im Internet und der Arzt hat keine Möglichkeit, sich in sein System zu laden.
00:12:43: Die speichern dann den QR-Code ab, also die scannen quasi mein PDF ein.
00:12:49: und gehen dann mit dem Tablet her, scannt den QR-Code, rufen dann am Tablet übers Internet den CT-Scan auf.
00:12:56: Und dann denke ich mir so, wie bescheuert kann man eigentlich so einen Prozess machen?
00:13:00: Und jetzt liegen quasi meine Daten im Internet, geschützt durch eine kryptische URL.
00:13:07: Dann denke ich mir so, warum kann man das nicht in eine App packen und ich bestätige, dass der Arzt das machen darf?
00:13:12: Also da gibt es jetzt ganz viele Facetten, das sind die zwei Beispiele, die mir jetzt einfallen.
00:13:17: Aber ich glaube, dass wir uns da an vielen Stellen keinen Gefallen tun.
00:13:21: Ich weiß nicht, wie es heute mit dem Kinderkriegen ist.
00:13:23: Ich weiß noch, wie das bei uns damals war.
00:13:26: Du bist als Eltern derjenige, der die Kinder überall anmeldet.
00:13:30: Eine Steuernummer ist natürlich das Wichtigste überhaupt.
00:13:33: Dann Kindergeld, dann hier noch anmelden.
00:13:36: Dann waren wir beim ersten Kind noch nicht verheiratet.
00:13:38: Da bist du für verantwortlich, dass du dann zum Standesamt und denkst, dann denke ich mir so, ich bin hier im Krankenhaus, könnte den Prozess nicht anstoßen.
00:13:45: Hier gibt's
00:13:46: eine Geburt und das sind die zwei Eltern und dann informiert einfach alle digital und ich bestätige es irgendwie, aber nee, das wird auf dich abgewälzt oder auf den ganzen
00:13:56: Eltern-Geld-Prozess.
00:13:57: Und dann denke ich mir, tun wir uns Leben schwer machen mit den, vielleicht auch mit Datenschutz, aber natürlich auch mit Digitalisierung.
00:14:04: Das könnte, ich, einfacher gehen.
00:14:07: Und da haben wir, glaube ich, ganz viele solche Prozesse, die man hinterfragen kann.
00:14:12: Genau zu den zwei Punkten, CD und Finanzen.
00:14:15: Ich hatte vor drei Jahren oder das hatte ich auch ein CT vor vier Jahren.
00:14:21: Und dann war es echt dringend.
00:14:22: Ich hatte einen Bandschirmvorfall und dann wollte ich, dass es zum Orthopäden geht.
00:14:26: Und dann sagte ich, ja, ich kann das schicken.
00:14:30: Dann und dann kommt die Information.
00:14:31: In einer Woche hat der Arzt die Information.
00:14:33: Ich sagte, das kann doch nicht sein.
00:14:33: Das muss doch auch schneller gehen.
00:14:36: Ja, wir schicken den Brief.
00:14:37: Ich sagte, das kann man nicht schneller machen.
00:14:39: Ja, wir können es faxen.
00:14:40: Also das war so mein Erlebnis damals.
00:14:43: Mittlerweile in München die
00:14:45: Da habe ich auch online Zugriff und kriegst zumindest auf DVD gebrannt.
00:14:51: Auf DVD, dann brauchst du ja erstmal jemand, der noch eine DVD lesen kann.
00:14:54: Ich kann es nicht öffnen, die haben alle DVD-Player.
00:15:01: ist die eine.
00:15:01: Und beim Finanzamt auch, wenn die Eltern Geld haben und du dann alle Finanzdaten wieder angeben musst, wo du denkst, das habt ihr alles im System, warum muss ich die nochmal
00:15:08: fünfmal angeben?
00:15:09: verstehe es.
00:15:10: Exakt, Okay, so.
00:15:14: Webmeetings persönlich treffen, haben wir schon kurz bequatscht.
00:15:18: Eine Frage, bevor es weitergeht.
00:15:20: hast gesagt, hast noch ein paar Korrekturen zum Lebenslauf.
00:15:22: Was habe ich falsch gesagt?
00:15:24: Was?
00:15:25: Was gilt es zu korrigieren?
00:15:26: So was, mit Computern angefangen habe ich vor 30 Jahren tatsächlich, also mit 15 so.
00:15:32: Also ich jetzt 45.
00:15:34: ging mit Schrauben los.
00:15:37: Ich habe während dem Abitur schon in einem Computerladen nebenher gearbeitet und
00:15:44: selber Hardware gebaut, PC's gebaut, dann im Freundeskreis alles repariert.
00:15:47: So ging es dann los und dann kam es zu den LAN-Partys und dann hast du dich mit Linux beschäftigt, weil die ganzen Gameserver halt unter Linux liefen und wir haben damals
00:15:57: größere LAN-Partys veranstaltet, auch mit einem eigenen Verein, weil sonst hatten wir damals auch als Killerspielspieler, wie es in der Presse immer stand, hatten wir sonst
00:16:06: keine Hallen bekommen und so mit Vereinen ging das eigentlich ganz gut.
00:16:09: Es war ein Riesenspaß, ehrlich verweise, hab viel gelernt.
00:16:13: Sowohl über Vereine, Ämter, wie aber auch so über Organisationen und Menschen.
00:16:18: war cool.
00:16:20: Was hast du noch gehabt?
00:16:21: Schwarzgruppe seit 2012, aber es sind halt verschiedene Firmen da gewesen.
00:16:26: Wir wurden da immer wieder umfirmiert und umgenannt und es waren verschiedene Companies, der gibt es ja ein paar, ich glaube vierstellige Anzahl an Firmenbezeichnungen oder so.
00:16:37: Das sind jetzt auch schon ein paar Jahre auf jeden Fall.
00:16:39: Ah ja, okay, gut.
00:16:41: Das ist zumindest das, was mir gerade eingefallen ist.
00:16:43: Und We-Manage gab es auch schon viel, viel länger.
00:16:46: Aber da hatte ich einen Einzelgewerbe und habe es nebenher gemacht, es lief auf meinen Name.
00:16:52: dann habe ich mir irgendwann gedacht, ich muss jetzt Karriere machen, ich mache das teurer.
00:16:57: Was ich da mache, dann werden die Kunden schon von alleine gehen, aber es sind alle geblieben und haben sogar weitere Empfehlungen gemacht.
00:17:03: So ein Pech auch.
00:17:04: So ging es dann weiter, genau.
00:17:07: Weil du gerade auch noch mal Linux erwähnt hast, ich habe vor ein paar Tagen einen Post von Sascha Palmberg gelesen, in dem er geschrieben hat, er hat jetzt sämtliche Rechner von
00:17:17: ihm, auf denen Minus 11 lief, plattgemacht und hat Linux drauf gespielt und er ist hellauf begeistert und ruft dazu alle auf, das auch zu tun.
00:17:25: Sie werden es ihm danken.
00:17:26: Wie würdest du diese Aussage interpretieren?
00:17:28: Würden Leute es ihm danken oder werden sie es ihm danken?
00:17:32: Ich glaube, es gibt keinen besseren Gag wie
00:17:35: This year will be the year of Linux on the desktop.
00:17:39: Das rufen wir Geeks ja schon seit Jahren aus.
00:17:41: Und da gibt es immer wieder eine Schlagzeile.
00:17:43: Dieses Jahr passiert es wirklich und setzt sich es durch.
00:17:47: Ich glaube, da tragen jetzt gerade verschiedene Sachen dazu bei.
00:17:50: Die ganze Souveränitätsdebatte.
00:17:52: Dann sind viele mit dem, was Apple im Mac OS-Umfeld macht, nicht so ganz zufrieden mit den Weiterentwicklungen.
00:18:00: Dann hast du einen großen Player, nämlich Steam.
00:18:05: Also hier online, was heißt online Spiele, eine Steam ist eben so eine Art Marktplatz, wo Spielehersteller ihre Spiele hochladen.
00:18:12: Du kannst überall darauf zugreifen.
00:18:14: Und Steam hatte seit, weiß nicht, seit wann es das Steam Deck gibt, das so ein Handheld Device.
00:18:19: Und das läuft mit Linux.
00:18:20: Und seitdem haben alle Produzenten von Spiele auch ein Interesse dran, dass die Spiele auf Linux laufen, damit die eben auf dem Steam Deck landen und in Steam.
00:18:32: Und seitdem kannst du auch einen Linux installieren und vernünftig spielen damit.
00:18:35: So hat sich das glaube ich ein Stück weit mehr durchgesetzt und es gibt mittlerweile echt coole Derivate, auf denen das läuft.
00:18:44: Genau, von daher, kannst halt mit wenig Hardware doch ganz schön schöne Dinge machen unter Linux, die woanders noch nicht so funktionieren.
00:18:52: Dann brauchst du heute eigentlich nur einen Browser und hast deine Dokumente überall, je nachdem wie du das eben machst.
00:19:00: Und gibt es ein paar coole Sachen.
00:19:02: Also ich habe jetzt aktuell kein Linux unter Desktop.
00:19:04: Das wäre meine nächste Frage.
00:19:06: das früher gehabt.
00:19:08: Will man das jetzt aber wieder anschauen, weil wir eben jetzt gerade so gucken, ob die Jungs ein Gaming-PC bekommen.
00:19:14: Und da gibt es ja in der Familie einen, übrig ist.
00:19:16: Der kann aber nur Windows 10 und darf nicht Windows 11.
00:19:18: Und dann kannst du das natürlich schön mal ausprobieren.
00:19:23: Genau, das steht jetzt so für die Weihnachtsfeiertage auf der Liste.
00:19:27: Ja, bin ich mal gespannt, was du dann berichtest.
00:19:30: Das Thema Gaming ist bei uns noch ein bisschen hin, aber ich es auch nicht mehr lange dauern.
00:19:37: Jetzt habe ich deine berufliche Laufbahn erwähnt und dass du da unterschiedliche Positionen in unterschiedlichen Unternehmen auch inne hattest und auch unterschiedliche
00:19:47: Positionen in der Schwarzgruppe schon.
00:19:49: Welche Station hat dich denn eigentlich fachlich am meisten geformt, geprägt in der Vergangenheit?
00:19:56: Puh.
00:19:58: Also was sicherlich herausragend war, waren die Anfangsjahre bei Web.de damals.
00:20:05: Karlsruher Internet-Startup ist auch schon 20 Jahre her, dass ich jetzt da war.
00:20:09: Damals war es noch eigenständig.
00:20:11: Web.de AG haben damals schon Aktienanteile bekommen am Unternehmen.
00:20:17: Hast du so eine Westing-Vereinbarung unterschrieben?
00:20:19: Weiß gar nicht mehr, ob die so hieß.
00:20:21: Ich weiß nur, dass es heute Westing heißt.
00:20:23: Aber ...
00:20:24: Das war schon faszinierend und ich glaube, ich habe nie wieder so viel gelernt wie in den drei Jahren, denen ich dort war, weil es einfach ein super agiles Unternehmen war mit
00:20:38: super Herausforderungen.
00:20:42: Das war sicherlich eine prägende Zeit.
00:20:45: Danach, es gab dann ein paar kleinere kurze Stationen gehabt, wo ich relativ schnell gemerkt habe, es passt nicht.
00:20:50: Dann war ich länger bei einem
00:20:55: Das war bei WebD, da hast du ja mehr so viel kostenlose Produkte gehabt.
00:20:59: Ob jetzt Free-Mail oder du hast das Clubpostfach für 5 Euro gehabt.
00:21:03: Oder konntest faxen mit WebSend damals.
00:21:07: Also du hast so ein Massenprodukt gemacht, was so seine Challenges hatte im Onlinebetrieb.
00:21:12: Und bei der Daimler-Tochter Fleetboard hieß die, haben wir Telematik gemacht für ein LKW.
00:21:17: Über Dinge, die wir heute im PKW noch nicht haben, haben wir damals im Auto schon gemacht.
00:21:21: Kommunikation mit dem Fahrzeug über GPAS weltweit.
00:21:25: Da hast du halt ein Enterprise-Produkt auch mit Enterprise Pricing betrieben.
00:21:31: Heute wird man aus Aastand dazu sagen.
00:21:33: Das war damals glaube ich noch nicht so drin.
00:21:35: Das war super interessant, diesen Switch zu machen.
00:21:38: Und in der Schwarzkrube dann war sicherlich das, was am meisten Spaß gemacht hat, eben alles, was wir im Online-Shop-Umfeld gemacht haben.
00:21:46: Das war dann eben auch so, sag mal, so die Digital Arm in der Schwarzkrube damals.
00:21:50: auch so Corporate Start-up.
00:21:52: zieht sich so bisschen durch, diese Start-up-Geschichte.
00:21:55: Und immer wenn es mir dann zu konzernig wurde, damals schon bei Web.de zu 1 und 1, habe ich gemerkt, das passt für mich nicht mehr.
00:22:02: Bei Daimler war es dann so ähnlich.
00:22:05: Und in der Schwarzgruppe endlich dann so ein Stück weit auch.
00:22:09: Und das ist vielleicht der rote Pfad, der sich durchzieht.
00:22:12: Also ich mag die Agilität von Start-ups und diese Flexibilität, die die Mitarbeitenden brauchen.
00:22:20: Aber so auf langsame Konzernprozesse habe ich eher keinen Bock.
00:22:23: Das ist vielleicht der rote Faden, den du suchst.
00:22:26: Ja, okay, spannend.
00:22:28: Weil das wäre auch so der nächste Punkt.
00:22:30: Gefühlt, wenn man sich das jetzt so anhört, bist du irgendwie, war das so der Zeitpunkt, wo du sagst, ich möchte nicht mehr Teil von dem System sein, sondern ich möchte Systeme
00:22:39: auch gestalten.
00:22:40: Wenn du sagst, du warst eher so im Start-up und sobald das Konzern nicht wurde, wärst du wahrscheinlich eher so ein Teil eines Systems gewesen und nicht mehr so in dieser
00:22:48: gestalterischen Rolle unterwegs.
00:22:50: Wie kam es denn dann dazu, dass du dann auch gesagt hast, so jetzt möchte ich auch raus und möchte doch, bist du da teilsebständig, da oder Teilzeit selbstständig, wie auch immer
00:23:03: man das dann konkret bezeichnet und hast dann We Manage gegründet.
00:23:07: Wie kam es denn zur Gründung von We Manage?
00:23:09: Jetzt müssen wir ein Stück zurückreisen ins Jahr 2001.
00:23:14: damals noch ohne Kinder und Nightlife-Affin.
00:23:18: Das weiß nicht, ob die jungen Leute das heute noch kennen.
00:23:21: Nightlife oder ohne Kinder?
00:23:23: Nightlife.
00:23:25: Da konnte man bei uns in Heilbronn sogar Donnerstagsfeiern gehen.
00:23:27: Das ist heute nicht mehr der Fall, weil vieles geschlossen hat.
00:23:31: Ich weiß nicht, für die Münchner ist das wahrscheinlich normal, aber so für uns Landeier war das grandios.
00:23:36: Und da war es früher so diese Zeit der Nightlife-Portale.
00:23:40: Und da habe ich den Heiko kennengelernt.
00:23:41: Von damals hieß es Diggy Nights.
00:23:44: Das ist so ein Onlineportal gewesen, lange vor Facebook, wo du Partybilder anschauen konntest.
00:23:50: Und dann habe ich dann irgendeines Abends nach dem dritten Vodka Bull mit dem mal so gelabert und er hat mir erzählt, wie teuer das Hosting ist bei, weiß nicht was, damals
00:23:59: eins und eins oder so.
00:24:01: Und dann habe ich ihm gesagt, da kenne ich mich doch aus, das kriegen wir doch viel billiger und besser hin.
00:24:06: Und so kam ich in diese, ich helfe Start-ups mit Onlinebetrieb, Ecke rein.
00:24:11: hatten damals auch
00:24:12: Game Server online betrieben, dann damals noch zu zocken halt natürlich verschiedenste Spiele.
00:24:19: Und dann habe ich mich ebenso mit Internet-Applikation, Betrieb von Internet-Applikation beschäftigt.
00:24:24: Dann kam der Job bei Web.de dazu, weil ich gemerkt habe, hey, das ist meine Passion.
00:24:28: Und DigiNight habe ich sehr, sehr lang nebenher betrieben.
00:24:30: Dann irgendwann war ich da so bisschen, wie hieß das da, als wenn du so Minijob machst, angestellt.
00:24:38: kamen weitere Kunden dazu, weil er
00:24:41: Heiko mich so weiter empfohlen hat, dann das Einzelgewerbe und ich habe gemerkt, wie mir das Spaß macht.
00:24:46: Teils habe ich das ehrenamtlich gemacht oder habe dann auch so geholfen und irgendwann habe ich das professionalisiert mit einem Stundenlohn und habe dann gemerkt, hey, da ist
00:24:55: Bedarf da, auch wenn es eine Nische ist.
00:24:57: Ist es eine Nische, die mir Spaß macht, weil du eben diese Abwechslung hast zwischen den verschiedenen Kunden und das ist dann das Heute draus geworden und da so habe ich jetzt
00:25:08: den
00:25:09: Philipp von Gru hast du hier ja schon gehabt, dem helfe ich so, seit die damals Agentur waren.
00:25:14: Das war dann zum Beispiel so eine weitere Empfehlung, fragt doch den Andi, der kennt sich damit aus, dann sind wir da in Kontakt gekommen, dann habe ich angefangen, Onlinebetrieb
00:25:23: für die Agentur damals zu machen.
00:25:25: Und als die mit den Fotoboxen angefangen haben, war ich von Anfang an dabei.
00:25:29: Und seitdem habe ich das alles ein bisschen professionalisiert, mache es jetzt nicht mehr alleine, weil wir auch so 24-mal-7-Dienst anbieten.
00:25:38: Das kannst du natürlich nicht alleine machen.
00:25:40: Und das heißt, ich könnte alleine schon von Leben, aber das total keinen Sinn machen, sondern brauchst du eben mindestens mal noch zwei Leute, die dir helfen, damit du so 24-7
00:25:51: mit Urlaub und krank und ich möchte in die Sauna joggen, irgendwas mit den Kindern machen kannst, du mal übernehmen, dass man so was abdecken kann.
00:26:00: Das ist so bisschen die Story dazu, also vom Nightlife quasi.
00:26:04: und Game Server, Onlinebetrieb, habe ich dann irgendwann gemerkt, das ist meine Passion und mache das heute auch voll gerne, ehrlicherweise noch, nach wie vor.
00:26:15: Irgendwann habe ich halt wahrscheinlich gemerkt, Karriere ist nicht alles, sondern es ist auch wichtig und damit ich, für mich zumindest, das Ganze gesund ist, auch wenn ich jetzt
00:26:26: vielleicht viel mehr arbeite.
00:26:28: Es ist mir wichtig, dass mir Spaß macht.
00:26:31: Da ziehe ich meine intrinsische Motivation auch raus für die Themen, die ich mache.
00:26:37: Und das ist so eine gegenseitige Wertschätzung, die sich mit den Kunden dann auch entwickelt hat.
00:26:43: würde es auch mehr so partnerschaftliches Verhältnis mittlerweile bezeichnen und habe irgendwann gemerkt, dass da halt was dran ist und habe das dann immer weiter ausgebaut.
00:26:53: Ich habe es schon anfangs erwähnt, was ihr auch macht.
00:26:56: Du hast jetzt von den Kunden und du machst Web-Rostings etc.
00:27:00: Kannst uns irgendwie konkret erklären, was ihr bei V-Manage macht?
00:27:05: Das ist immer so schwierig, dieser Pitch.
00:27:08: Also grundsätzlich helfen wir kleineren, mittleren KMUs, würde man die heute nennen, also Start-ups bis Grown-ups mit
00:27:18: dem Onlinebetrieb ihrer Web-Applikation.
00:27:20: Also wenn jemand selbst entwickelte Software hat, die muss irgendwo online laufen in der Cloud.
00:27:25: Oder jetzt du hast jetzt mit Gru, hast du jetzt schon vor ein paar, weiß nicht wie viele Folgen das dann her sein wird, ist wahrscheinlich ein gutes Beispiel.
00:27:31: Die haben eine Backend-Software für alle Menschen, die die Fotobox buchen.
00:27:35: Die haben aber auch Server-Endlogistik, wo die Fotoboxen angeschlossen werden, die Bilder hochgeladen werden, da kommen die ins Internet und so weiter.
00:27:43: Und wir versuchen ganzheitlich zu helfen.
00:27:45: Das heißt, egal ob jetzt die
00:27:47: bei CDN Hilfe brauchen, bei Architektur Hilfe brauchen, bei Cloud-Provider-Auswahl, beim Betrieb der Applikation.
00:27:56: Da gehen wir halt komplett rein.
00:27:57: Ich nenne es dann so, wir versuchen nachhaltig zu helfen und das deckt halt die ganze Kette ab, die so eine Kundenanfrage online durchläuft, also an technische Systeme.
00:28:09: Da hast du ja dann auch vielleicht irgendeinen Newsletter-Provider oder irgendwelche anderen Geschichten dranhängen.
00:28:16: Was wir so gemerkt haben, ist, viel wird da heute auf den Entwicklern abgeladen.
00:28:20: Und die wollen das oder können das teilweise gar nicht machen.
00:28:23: A, mit den Stresssituationen umgehen, wenn du halt Ausfälle hast.
00:28:27: Da brauchst du ein gewisses Mindset, dass man damit klarkommt.
00:28:30: B, die Expertise aufzubauen, diese Dinge schnell zu entstören und sich da auch darauf konzentrieren zu können.
00:28:38: Das ist dann für jemanden, der, das liest man ja heute immer so
00:28:42: Full-Stack-Engineers, können dann auf einmal alles.
00:28:44: Das ist immer die Frage, ob die das dann aber halt auch wollen.
00:28:47: Und so, ja, tun wir eben unseren Kunden damit helfen, dass sie das nicht alleine machen.
00:28:56: Häufig hast du auch dann den einen Entwickler, der sich drum kümmert.
00:28:59: Und wenn der dann krank ist oder im Urlaub, dann ist Prinzip Hoffnung angesagt, dass nichts passiert.
00:29:05: Und das können wir halt überbrücken, indem wir halt garantieren eine SLA, wenn du uns anrufst.
00:29:10: wenn du bei uns Kunde bist und dann hast du immer Zugriff auf uns mit vielen Kunden irgendwie in Slack-Channels zusammen, sodass wir auch so asynchron mal kurz irgendwie was
00:29:20: supporten können und uns sind da eben auch Sparringspartner für Weiterentwicklung.
00:29:24: So würde ich es wahrscheinlich irgendwie pitchen wollen, auch wenn es jetzt ein längerer Pitch war.
00:29:30: Wenn ich das jetzt so höre, dann würde ich sagen, es ist ja auch irgendwie so eine Konkurrenz wie AWS und so weiter und so fort.
00:29:38: Warum entscheiden sich dann Unternehmen eher
00:29:41: zu re-manage zu gehen und was sind die Vorteile oder euer USP verglichen zu diesen ganzen großen Anbietern?
00:29:47: Wir sind jetzt kein Hoster.
00:29:48: Also wir helfen das zu betreiben bei welchem Hoster auch immer.
00:29:52: Die Kunden bei uns, können auch bei AWS sein.
00:29:55: Das ist jetzt nichts, was wir typischerweise in einem Start-up empfehlen würden.
00:29:59: Das kommt natürlich komplett auf den Use-Case an.
00:30:04: wir haben nirgends einen Partnervertrag.
00:30:06: Wir kriegen nirgends eine Provision.
00:30:08: Je nachdem, was der Kunde für den Use-Case hat, können wir, du hast jetzt AWS genannt, dann hast du natürlich die anderen großen Google und Azure, wobei wir bei Azure eigentlich
00:30:16: gar nichts machen.
00:30:17: Aber wir machen mittlerweile relativ viel bei den Providern in der zweiten und dritten Reihe.
00:30:21: Du hast eine Digital Ocean, du hast eine UpCloud, du hast einen OVH, du hast einen Scaleway aus Frankreich.
00:30:28: Dann hast du einen Hetzner Online, mit dem wir ganz viel machen.
00:30:32: Die haben halt ihre Nische und dann kommen wir on top und betreiben vielleicht eine Datenbank für den Kunden.
00:30:38: Aber die Rechnung von dem Hoster, kriegt der Kunde selber an.
00:30:42: Der haben wir sozusagen keine Provision und schlagen auch nichts drauf und berechnen das weiter.
00:30:48: Das ist ein bisschen die USP, dass wir eben neutral sind bei der Wenderauswahl und dann eben auch dem Kunden helfen können, wenn der sagt, ich brauche was in Asien oder ich
00:30:57: brauche was in den USA oder ich brauche was, was weiß ich.
00:31:03: Und dann überlegen wir uns ein Setup, was für den
00:31:06: finanziell vernünftig funktioniert.
00:31:10: Wo ich immer drauf schaue, ist, wie viel Prozent Infrastrukturkosten oder Cloudkosten hast du denn vom Umsatz?
00:31:18: Dann kannst du bisschen gucken und optimieren, was man da so machen kann.
00:31:22: Typischerweise ist es so venture capital finanzierten Unternehmen, ist komplett egal.
00:31:26: Das ist auch komplett valide, denke ich, weil für die ist es voll wichtig zu wachsen.
00:31:31: Dann gibt es einen guten Artikel, den kann ich dir für die Show Notes schicken von
00:31:35: Entries and Horowitz, da heißen die, the cloud, a trillion dollar paradoxon oder sowas heißt das.
00:31:42: zum Beispiel sowas wie Datadoc drin oder eine Snowflake oder eine Asana.
00:31:47: Die haben halt irgendwie 60, 70 Prozent von ihrem Umsatz, geben die an einen Hyperscaler ab.
00:31:53: Und das kann sich halt ein Bootstrapped Startup typischerweise nicht leisten, weil du brauchst du musst da runterkommen auf 10 Prozent oder vielleicht sogar weniger.
00:32:04: damit dein Business Model funktioniert.
00:32:06: Und das ist so das, wo wir so reingehen und wo wir dann den Kunden versuchen zu helfen.
00:32:11: Ok, sprich euer USP ist wirklich das, es auch kostengünstiger hinkriegt.
00:32:15: wenn es wirklich, ich meine aber selbst die Großen könnten ja sagen, ok, komm, wir wollen es, auch wenn wir wie Sie gefundet sind, wir könnten es ja auch kostengünstiger machen,
00:32:28: weil das Thema Nachhaltigkeit, nachhaltige
00:32:32: Geschäftsmodelle etc.
00:32:33: ist ja auch immer wieder stärker am Kommen.
00:32:37: Wäre das dann noch was für die?
00:32:39: Oder sagst du, wenn es gewisse, sage ich mal, Ramp-up gibt oder gewisse Skalierung, dann machen die anderen einfach mehr Sinn?
00:32:49: Oder lass mich anders fragen.
00:32:52: Wann macht es Sinn zu euch zu kommen und zu sagen, okay, komm, außer die Kosten, ja?
00:32:58: Macht natürlich für alles Sinn.
00:32:59: Wir haben zum Beispiel auch
00:33:00: Du bist jetzt als Münchner, wir haben zum Beispiel in München einen Kunde, der betreibt Fußball-Blocks.
00:33:07: Da gibt es eins vom FC Bayern, das heißt FCB Insight.
00:33:10: darf ich sogar darüber reden, da sprechen wir drüber.
00:33:13: Der hat auch noch paar andere Portale zum Glück.
00:33:15: Aber der hat auf jeden Fall eine siebenstellige Anzahl Besucher im Monat.
00:33:19: Also schon relativ viel für eine WordPress-Geschichte und war vorher bei einem anderen Hoster.
00:33:24: wo er deutlich mehr bezahlt hat, aber die Seite ihm ständig um die Ohren geflogen ist, wenn er irgendwelche Schlagzeilen hat.
00:33:30: Und für den war das viel, viel schlimmer, dass die Seite nicht funktioniert hat.
00:33:33: Das heißt, dann gehen wir rein, machen so eine Hochlastoptimierung.
00:33:37: Und nebenbei haben wir halt die Kosten auch noch um, keine Ahnung, 70 Prozent bei ihm dann gesenkt.
00:33:43: Und der Betrieb ist aber stabil, sodass er seine Ruhe hat.
00:33:46: Das ist für die Leute meistens wichtiger.
00:33:48: Und das ist jetzt aber auch kein Venture Capital Case.
00:33:51: In einem Venture Capital Fall
00:33:52: Es ist ja typischerweise so, dass du nicht mit so einer, ich würde mal unsere Arbeit schon als Manufaktur bezeichnen, dass du eben schon auch reingehst und wirklich optimierst auf
00:34:03: den Kunden.
00:34:04: Und als VC-Case ist das, glaube ich, egal.
00:34:06: Da willst du schnell Ressourcen hochziehen, runterschmeißen.
00:34:12: Dann willst du das eine Ding finden, das für dich funktioniert.
00:34:16: Und du willst halt auch Menschen am laufenden Band einstellen.
00:34:19: Oder musst du das?
00:34:20: Und dann
00:34:21: Das ist halt so ein selbstbeschleunigendes System, die Hyperscaler.
00:34:24: Da holst du jemanden, der kennt sich mit Google aus oder mit AWS aus, weil er es woanders schon gemacht hat.
00:34:30: Und dann weißt du, hey, der ist halt in vier Wochen bei mir statt.
00:34:32: Klar oder so.
00:34:33: Je nachdem, wie dein Entwicklungssystem grundsätzlich aussieht und dein ganzer Prozess.
00:34:39: Aber das haben die Großen halt schon als Vorsprung, dass die ein Ökosystem geschaffen haben.
00:34:46: wo Sie wissen, wenn der Mensch das vorher woanders gemacht hat, dann ist es hochwahrscheinlich, dass es bei uns eben auch gut machen kann.
00:34:52: Also diese Komponente kommt da noch mit rein.
00:34:55: Dann lassen Sie uns mal kurz zum Thema souveräne Cloud gehen.
00:34:59: Sie auch ein Thema, hast es doch kurz mal erwähnt.
00:35:02: Es ist ja ein Punkt, der oft in der heutigen Zeit diskutiert wird, auch noch einmal wahrscheinlich auch an Fahrt aufgenommen hat aufgrund der politischen Situation über See,
00:35:12: ich sage es jetzt mal so.
00:35:14: Wie siehst du die Debatte zum Thema souveräner Cloud?
00:35:18: Wie viel ist da wirklich Notwendigkeit?
00:35:20: Wie viel ist da vielleicht auch Projektion von Angst aus deiner Sicht?
00:35:24: Ich glaube, in letzter Zeit gab es schon ein paar Vorfälle.
00:35:28: Gestern Abend hat mir ein Freund etwas geschickt.
00:35:30: Das ist jetzt bisschen anders, weil es nicht mit der Cloud zu tun hat.
00:35:33: Es irgendwie so ein Fake-Video über Frankreich online, wo sich der Macron aufgeregt hat.
00:35:40: Er war auf Facebook.
00:35:42: ging irgendwie so ein KI-generiertes Video drüber, dass es quasi eine Revolution der Bürger gibt und er hat es nicht gelöscht bekommen.
00:35:50: So, denke ich mir, das ist halt schon krass, dass wir offensichtlich da als Europäer zunehmend ignoriert werden.
00:36:01: So, da gibt es ja diesen Fall mit dem Richter vom Europäischen Gerichtshof, wo, wenn der dann auf der Sperrliste landest, dann kannst du keine Kreditkarte mehr benutzen, kannst du
00:36:11: keinen
00:36:12: keine anderen Geschichten mehr benutzen.
00:36:14: Als Cloud Provider kannst du das vielleicht nicht so richtig erlauben, dass du so ein Unternehmen den Hahn abdrehst.
00:36:22: Du hast Verträge, du hast einen gewissen Ruf zu verlieren, weil du willst jetzt, wenn du da europäische oder deutsche Kunden hast, und da passiert mal so ein Fall und der macht
00:36:35: die Runde, dann hast du ja verloren.
00:36:38: Von daher ...
00:36:39: ist es schon schwierig da reinzukommen mit dem Thema.
00:36:43: Und ich glaube, ist so, man jetzt, je nachdem, ob man jetzt schon ewig sich mit Clouds beschäftigt und seit Anfang auf AWS ist, habe ich neulich eine Studie wieder gelesen.
00:36:53: Es gibt da noch ganz viele Unternehmen, auch in Deutschland, die halt noch on-prem in ihrem Data Center sitzen.
00:36:59: Und da hast du, glaube ich, enormes Potenzial als souveräner Anbieter.
00:37:02: Und wenn die jetzt heute sagen, sie wollen in die Cloud,
00:37:05: Dann entscheiden die sich vielleicht auch für einen deutschen oder europäischen Anbieter, weil der halt das Portfolio erfüllt und sie wissen, das sind die Datenschutzbestimmungen,
00:37:16: die folgen zumindest mal europäischem oder deutschem Recht.
00:37:20: Und dann fühlst du dich vielleicht sicher und deine Daten sind auch sicher.
00:37:24: Du willst jetzt auch nicht, dass deine Krankenakten,
00:37:30: auf einem amerikanischen Cloud Provider vielleicht liegen und der weiß, was ich damit mache oder seine KI trainiert und dann werden deine Daten damit verwendet.
00:37:41: Es ist eine komplizierte Geschichte, wie du siehst, weil du es kommt eben immer darauf an, welche Daten du verarbeitest und wo.
00:37:48: Ich glaube tatsächlich, man kann bei vielen der Anbieter auch Kosten sparen.
00:37:54: Und ich glaube, darüber kriegt man die Unternehmen auch eher bei gleichem Leistungsportfolio.
00:38:00: Was natürlich auch schwierig ist, ehrlicherweise.
00:38:03: Und die souveränen Anbieter haben vor allem in den regulierten Bereichen eine Riesenchance.
00:38:10: Und Konkurrenz ist immer gut.
00:38:13: Wovon ich eher wenig halte, sind die amerikanischen Anbieter, sich jetzt eine souveräne Lösung aufbauen.
00:38:20: Da gab es ja schon viele Versuche in der Vergangenheit, Kooperation von Microsoft.
00:38:25: Jetzt dann gibt es die Oracle Sovereign Cloud.
00:38:27: waren glaube ich der erste, aber da redet niemand drüber.
00:38:29: Die haben quasi auch so ein Offering aus Spanien raus ist es glaube ich, wo die sagen, hey da arbeiten nur europäische Bürger dran und das ist alles irgendwie abgeschlossen.
00:38:38: Aber die Firma selber gehört halt trotzdem Oracle.
00:38:41: Genau so ist jetzt bei AWS.
00:38:42: Die haben jetzt eine, wie heißt die Firma?
00:38:45: Weiß nicht, habe ich neuerweise flink in was gesehen.
00:38:47: AWS Sovereign Germany GmbH.
00:38:52: Aber 100 Prozent gehören halt der Amazon Inc.
00:38:54: Das heißt sie
00:38:55: Mutter ist immer ein amerikanisches Unternehmen und dann hast du immer amerikanisches Recht, was auch gilt.
00:38:59: Zumindest ist es meine Interpretation.
00:39:01: Davon, das hat immer Geschmäckle, wie man im Schwurbelendle sagt.
00:39:07: von daher ist es eine komplizierte Frage und es kommt drauf an, wo du heute startest.
00:39:12: Ich glaube, es ist als souveräner Anbieter wahnsinnig schwierig, jemanden, der schon in AWS oder Google vergraben ist, zu bewegen, dass er rübergeht.
00:39:21: Da muss dir schon was vorfallen oder es muss deutlich günstiger sein, damit du den motiviert bekommst.
00:39:26: Weil so einen richtigen ROI von einem Cloud-Umzug, ist ja voll schwer.
00:39:30: Wenn du jetzt aber jemand hast, der noch sein On-Prem-Data-Center hat und er merkt, hey, mir fehlen zunehmend die Leute, das zu betreiben oder wir haben da ständig Ausfälle, weil
00:39:38: der Strom ausfällt oder was weiß ich was passiert.
00:39:42: Da hast du schon auch eine Chance noch, sehr gutes Geschäft zu machen, weil das darf man glaube nicht unterschätzen, wie viele das noch sind.
00:39:48: Okay.
00:39:50: Jetzt hast du schon ein paar Sachen erwähnt, die versuchen, über Kooperationen reinzukommen und das aufzubauen, das ist doch noch irgendwie in amerikanischem Besitz und
00:40:02: so weiter und so fort.
00:40:03: Gibt es aus deiner Sicht auch noch andere Risiken, die teilweise auch kleingeredet werden bei dem Thema und die man aber trotzdem jetzt nicht hinten runterfallen lassen sollte?
00:40:13: Bei den amerikanischen Geschichten musst du dir halt immer überlegen, das
00:40:18: vergessen glaube ich die meisten die marsche die die da drauf haben die ist schon enorm das siehst du ja kann man schon gibt es ja hier diese levels fyi weiß nicht ob du das
00:40:29: kennst ist so eine amerikanische plattform da kannst du gucken was die ingenierst das so verdienen die zum beispiel in dem ganzen silicon valley arbeiten und diese gehälter die
00:40:37: musst du ja bezahlen und das geld muss ja irgendwo herkommen
00:40:41: Und die reinen Infrastrukturkosten, das ist ja das eine.
00:40:44: Jetzt will ich immer, das alles so teuer, Nvidia Karten und so weiter einkaufen.
00:40:47: Und das stimmt natürlich auch.
00:40:50: Das so Data-Sender hinzustellen für so KI-Workload und so was, schon ein brutaler Kostenblock ist oder der größte Kostenblock ist einfach das Thema Infrastruktur an der
00:40:59: Stelle.
00:41:01: Und dann eben Lizenzen, je nachdem, wie du das dann mit Nvidia machst.
00:41:04: Aber das Personal, du brauchst, das darfst nicht unterschätzen.
00:41:07: Und da haben die Amerikaner
00:41:10: schon auch den Vorteil und Nachteil zugleich, dass die immer an der Börse sind und wachsen und dadurch die Mitarbeiter einen schönen Benefit haben, wenn die ganze Company wächst.
00:41:23: Auf der anderen Seite müssen sie auch immer wachsen und das heißt irgendwann müssen sie an der Preisschraube drehen.
00:41:29: haben wir jetzt gesehen bei Office 365, dass es teurer wird.
00:41:34: Bei Google haben wir es gesehen, dass am Anfang
00:41:37: hast du halt jetzt als Workspace-Kunde KI umsonst dabei gehabt, dann hat man die Preise erhöht von dem Offering und du kannst aber die Gemini jetzt als, kannst du dich so
00:41:47: wirklich ablehnen so richtig, ne?
00:41:49: Zumindest ich als kleiner Kunde, der weniger wie 50 Subscriptions hat, dann ist es halt das Modell frisst oder stirbt und diese Marktmacht, die sehe ich schon als Gefahr an
00:42:00: vielen Stellen mit so...
00:42:02: Wir ändern jetzt die Preise zum nächsten Monat oder wir ändern dies oder das.
00:42:06: Dann gab es jetzt auch bei GitHub eine Preisänderung, die sie jetzt nach zwei Tagen wieder zurückgenommen haben, weil der Aufschrei so groß war auch von Amerikanern tatsächlich.
00:42:17: Aber das ist jetzt nicht so, wie wir das kennen.
00:42:20: Dass du halt ein Briefjehn bekommst, wo dann drin steht, zum 1.10.
00:42:23: passen wir die Preise an nächstes Jahr oder so, sondern es ist halt zum 1.1.
00:42:26: und das kriegst du halt jetzt am 18.12.
00:42:29: Hast du halt wenig Chancen zu reagieren.
00:42:30: Das sind schon so, glaube ich, die
00:42:32: ein paar der Gefahren, die ich da zusätzlich sehe.
00:42:34: Wenn die erstmal dich an der Angel haben, dann ist es schwierig.
00:42:39: Und alle drei großen Anbieter, die machen ihr Ökosystem schon so charmant, dass du dich sehr tief rein verkräbst.
00:42:48: Und das sehe ich somit als die größte Gefahr, dass du nicht mehr portabel bist und woanders hin kannst.
00:42:54: Je mehr von den proprietären Services du nutzt.
00:42:59: Was weiß ich, ob das jetzt bei AWS dann deren Login Service für deine Applikation ist oder deren DNS Dienst oder du bist irgendwann 100 Prozent abhängig und man kann zumindest
00:43:09: schauen, welche Punkte kann ich eigentlich bei anderen Providern haben, sodass ich nicht komplett abhängig bin von einem.
00:43:17: Aber das Ziel der Plattform ist dann schon so ein Ökosystem zu schaffen, dass du eben drin bleibst.
00:43:23: Das sehe ich, glaube ich, schon so als Gefahr.
00:43:26: Wie beeinflusst das als auch vielleicht politische Veränderungen deine Arbeit hinsichtlich Entscheidungen, hinsichtlich auch Vorschläge an deine Kunden und so weiter und so fort?
00:43:40: Ist das ein Aspekt bei deiner Arbeit?
00:43:43: Über den politischen Aspekt, da kann man wahrscheinlich eine ganze Folge machen, da habe ich jetzt gar nicht drüber gesprochen, aber das ist auch ein Riesenrisiko, dass du gerade
00:43:50: nicht weißt, was da passiert, das ist alles so verrückt.
00:43:55: Du kannst es sehr unwahrscheinlich vorherzusagen, was im Januar, Februar jetzt da passiert, was man sich da wieder ausdenkt.
00:44:02: Meine Arbeit beeinflusst insofern, dass ich immer auch jetzt bei SaaS-Tools, die wir verwenden oder die, Kunden mich fragen, kennst du da ein Tool dafür oder so.
00:44:11: ist was ich im Newsletter relativ häufig habe.
00:44:13: Also da stelle ich ja immer viel Open-Source-Tools oder andere Lösungen vor.
00:44:18: Einfach, um den Anstoß zu machen, dass es halt immer viele Lösungen gibt für ein Problem.
00:44:24: Und ich finde auch Lösungen charmant, in der zweiten, dritten Reihe, ich habe jetzt Cloud Provider genannt, aber es gibt dann auch für ganz viele Sachen, die man in dem Umfeld
00:44:31: braucht, gibt es auch deutsche oder europäische Lösungen, die von kleinen Teams gebaut werden, die sehr charmant sind und wo man dann tatsächlich auch Gehör finden kann.
00:44:42: Und das finde ich immer sehr cool.
00:44:44: was kann ich sagen, ich hatte im Podcast mal den B-Roll von iAlert, das ist so eine Obscene, Pager Duty Alternative, so eine Alerting-Lösung, wo du dann
00:44:54: Wenn du Bereitschaft hast, dass du nachts angerufen wirst, zum Beispiel, das verwenden wir selber, deswegen kann ich darüber auch reden.
00:44:59: Das finde ich auch sehr cool.
00:45:01: Und da kannst du halt einen Feature-Wunsch einkippen und zwei Wochen später ist der umgesetzt.
00:45:06: So finde ich halt mega cool.
00:45:09: Die hören halt auch ihren Kunden noch zu.
00:45:11: Und das sehe ich schon als großen Vorteil dann von den kleineren Companies, wenn die für einen passen, dass du da auch noch eine Chance hast, die Entwicklung zu beeinflussen, das
00:45:22: bei den anderen.
00:45:23: ist es eher superschwer, die so jeder nimmt.
00:45:27: Deswegen mag ich es, so Dinge aus der zweiten, dritten Reihe zu nehmen, weil die sind häufig nicht arg schlechter und haben den Vorteil, dass man eben vielleicht Einfluss auf
00:45:37: die Entwicklung der Produkte nehmen kann.
00:45:39: Um jetzt einmal das Thema souveräne Cloud auch ein bisschen abzuschließen, gibt es eigentlich so einen Kardinalfehler, den ein CTO machen kann, wenn es um das Thema, die
00:45:48: Entscheidung geht, souveräne Cloud?
00:45:51: Wenn dich einer fragen würde, was würdest du da ihm antworten?
00:45:55: Das wäre das Schlechteste, was machen könnte.
00:46:00: Ich glaube, die Geschichte in der IT wiederholt sich.
00:46:03: Nobody has ever been fired for buying IBM hieß es früher mal, dann hieß es für ASAP und heute ist es AWS.
00:46:12: Im Prinzip würde ich sagen, seid mutig und schaut euch auch die anderen Anbieter an.
00:46:16: Weil es klar
00:46:19: alle machen ABS, dann mache ich es auch.
00:46:21: Jetzt haben wir in der Vergangenheit gesehen, dass die Großen auch nur mit Wasser kochen.
00:46:26: So eine Section, die ich im Newsletter habe, die heißt, die kochen auch nur mit Wasser.
00:46:30: Und da stelle ich immeraus so Ausfälle vor.
00:46:32: Habe ich nicht jedes Mal drin, aber immer wenn ich was Passendes habe.
00:46:36: Das ist so das, was ich faszinierend finde.
00:46:39: Wenn wir Ausfälle haben oder bei kleineren Anbietern, dann wird es quasi geschumpfen auf die kleinen Anbieter.
00:46:44: Und wenn jetzt, wir so jetzt in den letzten drei Monaten haben wir eine riesige Ausfälle bei Cloudflare gehabt, da haben wir mal gesehen, wer alles Cloudflare im Internet nutzt,
00:46:52: dann haben wir AWS-Ausfall gehabt, weil mal wieder alles an US East One hingen, das ist so die Region, die Zentralregion von AWS.
00:47:00: Und dann gab es einen Google Cloud-Ausfall.
00:47:03: Und Cloudflare gab es sogar mehrfach und Shopify ist, glaube ich, am Cyber Monday gestört gewesen.
00:47:11: Also es ist völlig normal, dass die ausfallen.
00:47:13: Und da hat jeder ein Verständnis dafür.
00:47:15: Und da kriegt aber der CIO oder CTO auch keine auf den Deckel, weil das ist ja dann AWS schuld.
00:47:20: Wenn er aber einen kleinen Anbieter rausschaltet, dann kriegt er eine auf den Deckel, weil er hat ja den kleinen Anbieter rausgewählt.
00:47:25: Und das finde ich ein bisschen schade, weil habt ihr einfach Mut auch die anderen Anbieter zu wählen, weil die können auch nur besser werden, wenn die Workload von euch bekommen.
00:47:33: So, finde ich einen guten Aufruf.
00:47:36: Und jetzt würde ich gerne da jetzt nochmal die Kurve machen auch zu deinem
00:47:43: zu We Manage und zur Schwarzgruppe, weil du machst ja beides parallel und die Arbeit sowohl im Konzern ist ja nicht unanspruchsvoll genauso wie bei We Manage.
00:47:56: Warum hast du dich eigentlich entschieden, dass du das parallel machst und nicht all in guest bei We Manage?
00:48:04: So viel Zeit haben wir jetzt wahrscheinlich nicht, oder?
00:48:07: weiß nicht, wahrscheinlich das Übliche, wenn er der Schwabe ist, sowieso Risiko, erst er arbeitet 30 Leute, 30 Jahre beim Automobilbauer.
00:48:16: Dann tatsächlich hast du hier, ich hab drei Kinder, hab ich ja vorhin erwähnt, wir haben ein Häuschen gebaut und hast ein bisschen so Sicherheitsdenken.
00:48:27: Und dann hab ich mir gedacht, na ja.
00:48:30: Ich kann ja auch langsam rüber switchen.
00:48:32: Und das habe ich auch gemacht und das ist auch so mein Plan weiterhin.
00:48:37: Und da kannst du dann auch mit Höhen und Tiefen flexibel umgehen.
00:48:40: Also nur mal als Beispiel, ich habe dann mal ein Serbetticke gemacht, ist dann leider direkt in Corona gefallen und habe gedacht, hey, in den drei Monaten, da kriege ich genug
00:48:49: Kunden, damit ich dann in Zukunft davon leben kann.
00:48:53: Ja, das ist leider nicht passiert, weil es ein paar Kunden natürlich während Corona dann auch nicht gut ging in diesem Online-Umfeld.
00:48:59: Und dann habe ich danach
00:49:01: Ich weiß jetzt gar nicht mehr, ob ich es richtig hinbekomme, aber ich war mal, also ich habe erst reduziert auf 80%, dann auf 60%, dann Serpetical, da bin ich wieder hoch auf
00:49:11: 80%, dann bin wieder runter auf 60 % und da bin ich jetzt heute, also drei Tage arbeite.
00:49:18: Und grundsätzlich habe ich, glaube ich, der Zeit damals gewerkt, so 19, 20, dass ich
00:49:31: aus diversen Gründen keine Lust mehr hab auf diese Konzerngeschichte.
00:49:35: gemerkt, das tut mir nicht so gut.
00:49:37: Das heißt, die Schwarzgrube nennt sich Schwarzgrube, die wird sich nie als Konzern bezeichnen, aber das hast du damit angefangen.
00:49:43: Krieg ich hoffentlich keine auf den Deckel dafür.
00:49:45: Hab aber gemerkt, dass es mich nicht glücklich macht oder mir nicht gut tut.
00:49:50: Aber trotzdem bist du halt der, ich will jetzt nicht sagen, fast Alleinverdiener, aber waren schon so 90 Prozent vom Familieneinkommen kam von mir und meine Frau hat halt immer
00:50:00: Nach der Elternzeit der Kinder dann wieder so angefangen in Teilzeit zu arbeiten.
00:50:04: Und irgendwann haben wir es mal darüber gehabt, wie wir das in Zukunft anders vielleicht machen können.
00:50:09: Und dann habe ich gesagt, wir können ja vielleicht das Risiko ein bisschen besser verteilen, wie so beim ETF vor.
00:50:16: Da hörst du ja jetzt heute immer das Begriff Klumpenrisiko.
00:50:20: Und das mag ich eigentlich ganz gern, wenn ich jetzt heute darüber reflektiere, was ich da so gemacht habe.
00:50:25: Ich habe versucht, das Klub ein Risiko rauszunehmen.
00:50:28: wir haben das versucht, das habe ich ja nicht alleine gemacht.
00:50:30: heißt, meine Frau arbeitet heute mehr, kommt erst mittags nach Hause.
00:50:35: Ich kümmere mich mittags die Kinder, mache ja auch kochen.
00:50:39: Habe also da bisschen mehr Verantwortung übernommen, was so dieses Remote Setup so ein bisschen auch mit erlaubt.
00:50:45: Oder auch meine Teilzeitbeschäftigung.
00:50:49: Und dass ich mir an den Tagen, die ich für mich arbeite, mir es eben auch frei einteilen kann.
00:50:54: Und heute haben wir das alles ein bisschen besser verteilt.
00:50:56: Das heißt, ich hänge jetzt nicht mehr zu 90 Prozent an dem Job, sondern habe das Risiko so minimiert, dass der halt auch mal weg sein kann.
00:51:04: Und dann hat sie direkt mehr bei zu unserem gemeinsamen Einkommen, hat aber auch mehr Spaß an einem Job, der sie mehr erfüllt und fordert.
00:51:15: Und ich habe so für mich das Risiko gesplittet zwischen beiden Jobs, also zwischen meinen eigenen.
00:51:22: Tätigkeit und zwischen der Teilzeiteinstellung in der Anstellung in der Schwarzgruppe.
00:51:27: Und das mag ich eigentlich.
00:51:29: Und das macht ja aber keiner so richtig in Deutschland oder redet niemand so drüber.
00:51:32: Wenn es jemand macht, meldet euch gern bei mir.
00:51:35: Wir verteufeln immer nur die vier Tage Woche oder so.
00:51:38: Da konter ich dann mit der drei Tage Woche.
00:51:40: Und daraus können natürlich und das hatte ich im Podcast auch viele Fälle, die halt in Teilzeit angefangen haben und daraus was entwickelt haben.
00:51:47: Und deswegen mag ich das zum Beispiel auch nicht, dass wir das so verteufeln.
00:51:51: Aber das ist schon auch so was, was, glaube ich, typisch deutsch ist.
00:51:53: Du hast halt nur einen Job.
00:51:56: Die Amerikaner, da ist es völlig normal, dass sie halt zwei, drei Jobs haben, wieder aus anderen Gründen.
00:52:02: Aber ich habe mir gedacht, warum nicht einfach das Klumpenrisiko ein Stück weit rausnehmen, einen Job machen, der dich nicht zu 100 Prozent glücklich macht und das halt
00:52:11: so ein bisschen aufteilen?
00:52:12: Und das kannst du natürlich auch nicht ewig machen.
00:52:16: Aber es funktioniert für mich ganz gut.
00:52:19: Ich hatte im Podcast auch Menschen, hatten Shares an ihrer Company und hatten das Glück, dass die halt ein Jahr ihr Ding bootstrappen konnten, weil sie eben durch den Exit von
00:52:31: ihrer Company dann ein Aktienpaket hatten, durch die Jahre, wo sie davor dabei waren.
00:52:36: Da ist es natürlich bequemer und sicherer.
00:52:39: Oder da jetzt gerade im Automobilumfeld gibt es ja heute Außerabfindungsprogramme.
00:52:44: wo du unterschreibst und dich so was, ein kleines Dankeschön, dass du früher gehst und hast so ein Sicherheitspolster auf der Bank liegen, das hatte ich halt nie.
00:52:52: So.
00:52:53: Und durch den Lebensstil mit den drei Kids, was wir so machen an Urlauben und du willst ja auch Dinge tun, ist es auch sau schwierig, so ein Polster dir jetzt nebenher aufzubauen.
00:53:03: Und das ist, ich, die Realität der Menschen da draußen und nicht dieses Ich habe Aktienanteile und kann ein halbes Jahr mich ausprobieren.
00:53:10: Und das ist jetzt die lange Antwort auf deine Frage.
00:53:12: Und deshalb mache ich diesen
00:53:15: diesen langsamen Switch rüber und Bootstrapping meine eigene Company, bis ich so meine Milestones erreicht habe und dann werde ich es hoffentlich irgendwann auch Vollzeit
00:53:24: machen.
00:53:24: Dann habe ich halt wieder das Klumpenrisiko, aber wenn es soweit ist, denke ich dann darüber nach.
00:53:30: Ganz praktische Frage.
00:53:31: Machst du wirklich drei Tage und dann zwei Tage oder splitest du die Tage irgendwie so?
00:53:38: Das ist auch oftmals das Problem, dass dann Leute sagen, ich kann mich dann noch nicht abgrenzen, dann sind es dann statt drei Tagen doch vier Tage oder fünf Tage, weil dann
00:53:45: doch wieder Kollegen mir Termine reinpacken und so weiter und so fort.
00:53:49: Wie kriegst du das hin, das sauber abzugrenzen?
00:53:52: Rein praktisch eine Frage.
00:53:54: Also aktuell drei Tage, Dienstag bis Donnerstag, die sind fix und die sind im Kalender und der Rest ist alles geblockt.
00:54:01: Wenn dir jemand was bucht, es halt automatisch abgelehnt.
00:54:04: Dann hast du es in deiner Statusmeldung drinstehen von deinem Messenger sozusagen.
00:54:10: Und natürlich verschwimmt das trotzdem.
00:54:12: Man hat dann als mal ein Gespräch für die Firma oder für den Podcast dann an den normalen Arbeitstagen.
00:54:21: Das gleicht mir dann aus.
00:54:22: Und natürlich checke ich dann auch mal meine Mails oder mein Chatprogramm an den Tagen, wo ich offiziell nicht arbeite.
00:54:29: oder schreibt mal was zurück oder bin mal in einem Termin dabei, wenn es sich nicht vermeiden lässt.
00:54:34: Und das vermischt sich schon.
00:54:36: Und da habe ich zum Glück auch das Vertrauen, dass ich das nicht ausnutze.
00:54:41: Und das funktioniert für mich aktuell ganz gut.
00:54:44: Ist natürlich schon auch ein Spagat durch die vielen anderen Themen, die ich da noch mache, fürs Hirn mit den ganzen Kontext-Switches zwischen den Themen.
00:54:54: Aber das macht mir ehrlicherweise Spaß, diese Abwechslung, die ich habe.
00:54:59: Bin ich zumindest der Typ dazu oder hatten wir das ja glaube ich schon drüber.
00:55:03: Ich mache gerne viele Dinge und davon nichts richtig ist so mein Spruch.
00:55:08: Aktuell fühle ich mich damit ganz wohl, weil es eigentlich ganz gut funktioniert glaube ich.
00:55:15: Mir geht es genauso, meine Frau sagt auch immer, so wie du arbeitest, es macht kein normaler Mensch.
00:55:21: Das kann sich keiner vorstellen.
00:55:22: Ich bin froh, dass ich mit dir jemanden gefunden habe, genauso deklariert genauso arbeitet.
00:55:28: und auch mit unterschiedlichen Themen unterwegs ist.
00:55:32: Ich kann das auch nachvollziehen mit dem Thema Risiko und auch, ich sage mal, da sind ja wahrscheinlich auch Sorgen und Ängste dabei, zu sagen, wenn ich da jetzt reingehe und das
00:55:44: versammelt, dass das dann irgendwie, man möchte dann der Familie doch auch irgendwie, man hat einen Lebensstandard, den auch irgendwie halten, dass das dann auch nicht so einfach
00:55:53: ist zu sagen, ja, ich gehe all in und ja.
00:55:57: Selbstzweifel hast du eh immer ständig.
00:55:59: Wenn du Gründer bist sowieso, das ist auch so was, was ich bei mir im Podcast immer ganz gern frage, weil ich möchte jetzt nicht dieses Friede, Freude, Eierkuchen-Gespräch dann
00:56:09: haben, sondern ich auch immer wissen, was war unsere Fuck-up-Situation, die du mal hattest, oder was so ...
00:56:15: Wie kamst du dann auch raus?
00:56:17: Weil ich glaube, das ist total wichtig für die Menschen da draußen, die auch was gründen wollen.
00:56:22: Die hören vielleicht andere Podcasts, und das ist halt alles weichgespültes PR.
00:56:27: gelaber und ist immer alles toll.
00:56:29: Und es ist halt nicht die Realität.
00:56:30: Und ich glaube, das hilft den Menschen draußen.
00:56:32: Also ich habe auch, ich hinterfrag mich auch immer, ist das richtig, was ich da tue?
00:56:37: Was macht KI mit meinem Job?
00:56:40: Ist das, was ich heute mache?
00:56:41: Wird das später mal komplett ersetzt, weil meine Kunden nicht mehr da sind und JGBT und Co.
00:56:46: alles beantwortet?
00:56:48: Diese Selbstzweifel, die hast du auch immer.
00:56:50: Das komplett, komplett klar.
00:56:53: Das geht nicht weg.
00:56:55: Hast du dich irgendwann mal auch verzettelt und du sagst, jetzt haue ich es hin, es geht gar nicht mehr, ich gehe wieder voll rein und mache 100 Prozent?
00:57:06: Ja, tatsächlich habe ich das regelmäßig, dass ich dann, also ich hatte auch selber mal im Podcast jemanden, du hast es am Anfang häufiger bei Rückschlägen und du nimmst die
00:57:20: Rückschläge, die du hast.
00:57:22: mit der Zeit weniger intensiv war, aber auch die positiven Sachen weniger intensiv.
00:57:28: Also das ist so Berg und Tal.
00:57:30: Das durchgehst, das ist halt der Tränen auch.
00:57:33: Und das flacht sich ab und man selber wird auch resilienter im Umgang damit.
00:57:38: Also was weiß ich, ist ja auch, wenn du Cold Outreach machst, Leute versucht anzurufen oder ich hatte jetzt mal wieder ein Mailing gemacht und das ist auch so bisschen
00:57:46: Erwartungshaltungsmanagement an einen selber und ich habe Null Responses bekommen.
00:57:51: Aber ich hab von vorne rein gedacht, probier's mal aus, wird wahrscheinlich eh nichts kommen.
00:57:56: Also, und das hilft dann enorm, wenn du ...
00:58:00: wenn du selber ja mit dir auch ein bisschen Erwartungshaltungsmanagement betreibst.
00:58:07: Aber es bleibt natürlich trotzdem nicht aus.
00:58:09: Und ich denk mir auch immer wieder, fuck, wie einfach wär's, wenn du 100 Prozent arbeiten würdest.
00:58:15: Und dann hast du irgendwann auch mal Feierabend.
00:58:16: Weil wenn du halt jetzt Gründer bist, dann hast du's halt ...
00:58:18: Nee,
00:58:20: vom Hauptjob Urlaub hast, dann denkst du immer wieder trotzdem über dein eigenes Unternehmen nach.
00:58:25: Was kannst du besser machen?
00:58:26: Wie kannst du das nächste Jahr gestalten?
00:58:29: ist sowieso das, was man jetzt anfängt, drüber nachzudenken, wenn es Richtung Weihnachten, Neujahr geht.
00:58:35: Dass man sich dann ein bisschen reflektiert, drüber nachdenkt, was möchte man eigentlich für nächstes Jahr ändern?
00:58:40: Das steht jetzt dann so bei mir dann auch an.
00:58:42: Und mal schauen, was da dann rauskommt.
00:58:44: Aber es ist, glaube ich, schon auch wichtig, dass man dann Ziele hat.
00:58:47: Also zu planlos darf es auch nicht sein.
00:58:50: Was ist das Ziel, wenn du all in gehst?
00:58:52: Hast du ein Ziel dafür?
00:58:54: Ich habe so bisschen Milestones mit.
00:58:57: Das gibt es ja hier so.
00:59:00: Der Andy Brugtschlögl hat es auf der Konferenz, hat ja so zehn Geschichten vorgestellt.
00:59:05: Und er hat gesagt, du brauchst eine Northstar-Metrik für dein Unternehmen.
00:59:09: Also was ist so deine Kennzahl?
00:59:11: Und da habe ich eine.
00:59:13: Und wenn ich die erreiche, dann würde ich all in gehen.
00:59:17: Und bin ich jetzt gut dran?
00:59:19: Die hat jetzt aber leider wieder bisschen gewackelt, weil es ein, zwei Rückschläge gab.
00:59:23: Das hast du dann halt auch.
00:59:24: Und jetzt musst du da wieder neu angreifen sozusagen.
00:59:28: Und da hast du natürlich aber auch immer diese Situation, wo du das alles hinterfragst.
00:59:34: Fuck, wofür mache ich das eigentlich alles?
00:59:37: Also ja, die gibt es natürlich.
00:59:39: Ob es dann durchzieht, ist normal ein anderes Ding.
00:59:42: Aber wenn ich alles anwenden würde, was ich im Podcast bei mir gelernt hätte, wäre ich wahrscheinlich schon längst
00:59:49: da bin ich dann auch zu inkonsequent an vielen Stellen.
00:59:53: Und was ich auf jeden Fall häufig höre bei den Gästen ist, ich habe viel zu spät all in gemacht.
00:59:59: Ich weiß das alles auch, aber in letzter Konsequenz habe ich es bisher noch nicht gemacht.
01:00:04: Ich kann das voll nachvollziehen.
01:00:06: hatte auch bei mir im Podcast, man sagt, wenn man jung ist, direkt von der Uni kommt oder solche Sachen, oder keine Verantwortung für Kinder und so weiter hat, dann
01:00:18: ist das vielleicht einfacher.
01:00:22: Ich sage jetzt nicht, dass das für andere nicht auch möglich ist, aber ich bin auch so ein Mensch.
01:00:28: Ich denke halt noch zweimal darüber nach, soll ich jetzt all in gehen oder nein.
01:00:32: Das ist halt, ja, das sind halt ein paar Faktoren dabei, die es halt dann schwieriger machen zu sagen, okay, gut, scheiß der Hund drauf.
01:00:43: Ab hinein, ja, ins Abenteuer.
01:00:47: Ja, auf der anderen Seite ist aber auch total bescheuert, weil das Sicherheitsnetz in Deutschland ist halt schon so, du fällst eigentlich schon relativ weich, dann...
01:00:55: Du wirst jetzt in dem Umfeld, wo wir tätig sind, werden wir auch wieder einen anderen Job finden.
01:00:59: Ich glaube, es ist halt auch schon so diese typische Angst vor Veränderungen und...
01:01:04: Es ist auch ein Stück weit Bequemlichkeit dabei, das weiß ich auch.
01:01:08: Also...
01:01:10: Weiß ich nicht, wie es bei dir ist, aber es ist natürlich schon...
01:01:14: Man achtet auf Signale, die man empfängt.
01:01:18: Ob in Vertriebsgesprächen oder in anderen Geschichten.
01:01:21: Es ist immer so witzig, wenn ich so eine Fuck-up-Situation hab, dann kommt zwei Tage später eine E-Mail rein mit jemandem, wo ich vor einem halben Jahr in Kontakt war und den
01:01:29: ich CRM auf Loss gesetzt hab.
01:01:32: Der meldet sich dann halt, will jetzt doch was machen, wann können wir mal sprechen?
01:01:36: Am besten morgen.
01:01:39: Das weiß man nie alles, wie das passiert.
01:01:41: Ich stelle mir dann eher die Frage, wenn ich B-Manage Vollzeit mache, was gibt dann mein Zeithustle?
01:01:45: Dann muss ich wieder was Neues anfangen.
01:01:53: Ja, klar, weil man sich auf eine Sache konzentriert ist, ist es natürlich auch einfacher und man muss nicht zu hin und her denken und switchen und so.
01:02:00: Hast du eigentlich bei der Gründung auch irgendwie was unterschätzt, wo du sagst, war dann doch auch was, das habe ich mir eigentlich anders vorgestellt, das dann auch zum
01:02:09: Zeithustle geführt hat vielleicht?
01:02:12: Wahrscheinlich habe ich ganz viele Sachen total naiv unterschätzt.
01:02:16: Ich habe damals mit einer UG angefangen, habe mir dann jemand mit reingeholt.
01:02:22: Schon über so ein Westing hat sich damals der Notar total drüber lustig gemacht.
01:02:27: Da habe ich hier die Robert Bosch GmbH oder was.
01:02:29: Ein Freund von mir ist Anwalt und der macht regelmäßig solche Gesellschaftsverträge, also hilft viel Start-ups und so weiter.
01:02:38: Und der hat mir das gemacht und dann dachte ich, sei das eigentlich ganz cool, da kann ich jemanden mit reinholen, der mir hilft, weil ich so aussehe im Freundeskreis.
01:02:46: Die Gründungen, die ich so kenne, die sind meistens erfolgreicher, wenn das Team gut ist und wenn nicht alles an einer Person hängt.
01:02:54: Und das war so mein Hintergedanke und es hat leider nicht funktioniert.
01:02:56: Das haben wir jetzt auch wieder aufgelöst.
01:02:59: Ich habe die Firma zu GmbH umgewandelt, wo ich mir so denke, hätte ich doch am Anfang das gleich richtig gemacht, wäre vielleicht auch
01:03:06: Die Außenwirkung eine andere gewesen.
01:03:08: Meinen Bestandskunden war es egal bisher, aber ich habe es jetzt mal endlich gemacht.
01:03:13: Habe ich unterschätzt.
01:03:14: Ich habe unterschätzt, wie viel Aufwand das Ganze der verwaltende Aspekt ist.
01:03:21: so Steuerberater, Finanzamt, was du da beachten musst.
01:03:25: Gerade wenn du das jetzt so noch nebenher so machst und dann bist du angestellt in deiner eigenen Firma auf Steuerklasse 6 in meinem Fall.
01:03:35: Und du kannst dich auch gerne jemand melden, wenn der da Besseres hat.
01:03:37: hast natürlich dann den Luxus, dass du, du musst immer gucken, dass du nicht zu viel Gewinn machst, weil das klaut dir ja der ganze Liquidität, die du vielleicht für
01:03:45: Marketing-Ausgaben brauchst und so.
01:03:47: Und ich glaube, da tun wir uns in Deutschland auch ein bisschen schwer, solche Gründungen zu unterstützen.
01:03:53: Vielleicht habe ich aber auch vieles falsch gemacht.
01:03:55: Also, unterschätzt sicherlich ganz, ganz viele Dinge, aber es war auch brutal lehrreich.
01:04:01: Also, ich glaube, du lernst
01:04:04: Also ich habe selten so viel dazugelernt wieder jetzt in letzten Jahren, wie jetzt seit ich selber Unternehmer bin, mit den Ämtern und Steuerberater und Co.
01:04:12: zu tun habe.
01:04:14: Und es ist wahnsinnig interessant, das mal kennenzulernen, weil das Studium und was du sonst gelernt hast, ist alles schon sehr trocken.
01:04:21: Jetzt bist du halt Unternehmer, da deckst du halt alles ab von eben Finanzamtsteuern, IHK-Beiträge, Berufsgenossenschaften, Versicherungen.
01:04:32: was du dann eben alles hast.
01:04:34: Jetzt habe ich meine Spende hier an einen Verein gemacht, interessanter Prozess und lauter solche Geschichten.
01:04:41: Und es macht mir aber Spaß.
01:04:43: Ja, ist schon ganz cool.
01:04:44: Es ist sehr abwechslungsreich.
01:04:45: Das finde ich auch.
01:04:46: Es sind auch neue Themen drin, wo du denkst, wo, ja.
01:04:51: Ich digge dann auch meistens so, dass ich sage, gewisse Dinge wie Steuer, komm, das macht alles der Steuerberater.
01:04:56: It's not my business, kann ich nicht.
01:05:00: Zahle ich gerne.
01:05:02: Ich weiß nicht wie lange, und dann wäre es vielleicht auch noch falsch.
01:05:05: Lieber die Profis dranlassen an das Thema.
01:05:08: Ja, das sehe ich genauso.
01:05:09: Das ist ein wichtiges Learning, dass man nicht alles selber macht.
01:05:13: Dann wirst du auch mit nichts fertig.
01:05:15: Das ist auch komplett klar.
01:05:17: Ich habe selber Podcastwerbung gemacht.
01:05:19: Ich habe Outreach-Geschichten gemacht.
01:05:23: Ich habe Landing-Pages mit verschiedenen Freelancern gearbeitet.
01:05:27: Das ist auch wahnsinnig interessant, sich Sachen in der Praxis anzuschauen.
01:05:31: Ist ein guter dass ich zu reflektieren, was man dann selber unterschätzt hat.
01:05:37: Aber was du jetzt gerade gesagt hast, viel Zeit auffahren, Zeithustle und du hast vieles zeitlich auch unterschätzt.
01:05:48: Damit du sich das auch nochmal vorstellst, du machst nebenbei halt ja auch nochmal die Podcasts, Happy Bootstrapping und den Newsleiter.
01:05:55: Alles nur geklaut.
01:05:56: Ich habe schon gesagt, 215 Ausgaben.
01:06:00: Ich selber
01:06:01: Ich release alle zwei Wochen und weiß, es für ein Aufwand ist, Gäste zu akquirieren.
01:06:07: Ich habe heute gerade wieder die Statistik gesehen.
01:06:10: habe über 300 Leute angeschrieben, 50 % haben gar nicht reagiert, selbst auf Nachhaken usw.
01:06:21: Dann sind noch immer welche offen, dann Vorbereitungen, Vorbereitungsgespräche durchführen, Nachbearbeitung und den ganzen kleineren Dutch-Online-Stellen etc.
01:06:31: pp.
01:06:32: Du hast noch den Newsletter dazu, wo du auch noch schreiben musst, wo du über Ideen dir Gedanken machen musst, was du reinpackst etc.
01:06:39: pp.
01:06:40: Das ist ja echt ein ziemlicher Aufwand.
01:06:44: Du reist jede Woche den Podcast und hast einen Newsletter, glaube ich, auch jede Woche, oder?
01:06:49: Ja, echt bescheuert.
01:06:51: Ja, das ist echt, echt, echt viel praktische Frage.
01:06:57: kriegst du das unter...
01:06:58: Also selten, ich das frage, ja.
01:07:00: Aber in dem Punkt muss ich es fragen.
01:07:04: Wie kriegst du das alles unter Dach und Fach?
01:07:07: Weil die Frage kriege ich auch immer von meiner Frau.
01:07:10: Wie machst du das alles jetzt?
01:07:11: Oder auch von anderen Leuten.
01:07:12: Wie kriegst du das alles unter Dach und Fach?
01:07:14: Dieses und jenes und so weiter und so fort.
01:07:16: Und ich habe tatsächlich nur einen Podcast, der halb so oft veröffentlicht wird wie deiner und...
01:07:20: Keine Newsletter.
01:07:22: Ich frage mich das auch immer.
01:07:24: Ich frage mich auch, ob ich in ein zweitwöchiges Release gehen soll.
01:07:27: Das frage ich mich schon seit einem Jahr beim Podcast.
01:07:30: beim Podcast für die Hörerinnen vielleicht.
01:07:34: Das habe ich heute.
01:07:35: Ist Donnerstag.
01:07:37: Ich habe Folge 152 heute veröffentlicht.
01:07:39: Das ist immer so ein 60, 70 minütiges Gespräch und eineinhalb Stunden Blogger zur Aufnahme.
01:07:46: Ich bin so ein Prokrastrainerer-Typ.
01:07:49: Ich schiebe die Dinge gern vor mir her.
01:07:50: Wenn ich es morgen fertig haben muss, dann mache ich es heute Abend fertig.
01:07:54: Und was mir brutal hilft, sind Routinen.
01:07:59: Das heißt, ich habe die Routine.
01:08:01: Jeden Donnerstag kommt die Folge.
01:08:04: Jeden Sonntag kommt der Newsletter, alles nur geklaut.
01:08:08: Und jeden Montag kommt der Newsletter zum Podcast.
01:08:10: Dann hast du mittlerweile, mache ich viel mit K.I.
01:08:12: ...
01:08:12: hast noch ein Newsletter zum Podcast auch noch?
01:08:15: Ja, da gibt es halt die Zusammenfassung der Folge für die Menschen, keinen Bock haben, ganze Stunde zu hören.
01:08:22: Den gibt es natürlich auf Deutsch und auf Englisch.
01:08:25: Aber das ist ja jetzt kein Aufwand.
01:08:26: Du hast einen Stil, das führt das zu der KI, dann sagst du, mach eine Zusammenfassung, dann nimmst du das und dann schreibst du es ein bisschen dann ist der Aufwand sehr
01:08:36: begrenzt und das nimmst du wieder als Input für die englische Variante.
01:08:41: Da habe ich jetzt 30, 40 Ausgaben geschrieben, sind halt 300 Leute oder so was schon drauf.
01:08:46: Ist natürlich viel, viel größeres Zielpublikum wie mit Deutsch und habe ich immer so den Hintergedanken, habe ich schreibe mal ein Buch über die Sachen, die ich gelernt habe.
01:08:55: Weiß gerade nicht, wie ich das mal machen soll, aber habe jetzt immer den Podcast, der ein Buch geschrieben hat.
01:09:01: Von dem habe ich bisschen was gelernt.
01:09:03: Also wie mache ich das?
01:09:04: Mir hilft diese fixe Termingeschichte, weil ich dann
01:09:10: Wirklich meine Roadmap habe ich.
01:09:12: Produziere montags meine Folge und schicke montags meinem Gast für den Donnerstag.
01:09:20: Dem schicke ich die Textvorschläge, was kommt in die Show Notes, was in die Links.
01:09:23: Gibt es vielleicht einen Gutscheincode.
01:09:25: Dann kriegt ihr eine Deadline bis zum Mittwoch.
01:09:27: Am Mittwoch spreche ich Intro, Outro ein, produziere die Folge fertig, Latze hoch, dann ist der Donnerstags fertig.
01:09:33: Wenn ich in Sommerurlaub gehe, ich es tatsächlich vor diesem Jahr in Urlaub geschafft, drei Folgen fertig zu produzieren.
01:09:39: Weil ich mir gesagt habe, ey, die müssen fertig sein, ich hab im Urlaub keinen Bock.
01:09:42: Und ich hab dann durch den Urlaub released.
01:09:44: Jetzt mach ich tatsächlich mal auch eine Woche Pause.
01:09:46: Ich mache fix eine Aufnahme pro Woche und versuch das auch nicht zu sprengen und hab immer so drei, vier Folgen Vorlauf, aber auch nicht mehr.
01:09:55: So, das ist immer so der Spagat.
01:09:57: Und ich hab ein bisschen das Glück, dass ich so viele Leute nicht mehr anschreiben muss, weil ich mittlerweile viele Menschen hab, die mir schreiben, ob sie in den Podcast kommen
01:10:05: können.
01:10:06: Entweder ...
01:10:07: Ich fordere immer meine Gäste auf, hast du mir einen Vorschlag, wer noch passen könnte, vielleicht auch Bootstrapped, kennst du jemand in deinem Umfeld.
01:10:14: Und dann klicke ich ein paar Intros und dann ergibt sich was draus.
01:10:16: Dann hat es mittlerweile eine, ja, ist jetzt kein Riesenpodcast, aber es gibt dann auch PR-Agenturen, die sich melden und Gäste pitchen.
01:10:24: Und dann lehnst du dann teilweise sogar ab oder du hast dann auch tatsächlich Menschen, die den Podcast selber gerne hören und sagen, ich höre ihn jetzt seit einem Jahr.
01:10:33: Ich glaube, ich bin jetzt so weit, lass doch mal machen.
01:10:36: Und das hilft mir natürlich viel, dass ich selber diese 300 Anfragen gar nicht mehr schreibe.
01:10:42: Ich glaube, ich habe jetzt 15 Folgen oder so Vorlauf, wo ich weiß, wann ich mit wem aufnehme.
01:10:48: Und dann habe ich auch, das antworte ich schon wieder so lang, tut mir leid, ich mache auch Aufnahmen abends für die Leute, die Side-Hustles haben.
01:10:57: Dann habe ich abends eine Aufnahme und ich merke zum Beispiel selber, wie ich abends total bin, total der Abendarbeiter.
01:11:05: Ich kann in zwei Stunden abends manchmal mehr arbeiten, als acht Stunden am Tag.
01:11:08: Das hält mir brutal.
01:11:09: Ich hatte neulich im Podcast jemand, der steht fünf Uhr auf, weil er zwei Stunden morgens seine Ruhe hat.
01:11:15: Da klingelt das Telefon nicht, gibt es keine Kundenanfragen.
01:11:17: Du lässt dich nicht ablenken von deinem E-Mail-Eingang.
01:11:21: Und ich mache das eher so abends.
01:11:23: Und das funktioniert für mich ganz gut.
01:11:24: Und so kriege ich irgendwie alles unter einen Hut.
01:11:27: Ist aber schon auch am Limit so mit den Kontext-Switchen.
01:11:31: Und was bei mir total auf der Strecke bleibt, sind Social Media vom Podcast.
01:11:35: Da könntest du so viel Reichweite wahrscheinlich noch generieren.
01:11:39: Da muss ich mal gucken, was ich da jetzt für einen Toolstack mehr aufbaue, damit das auch automatisch läuft.
01:11:45: Da darf man, glaube ich, nicht zu perfektionistisch sein.
01:11:47: Auch beim Podcastschnitt habe ich jetzt bisschen Aufwände reduziert und bin mal gespannt, ob es da negatives Feedback gibt, weil man ist ja dann selber zu perfektionistisch an
01:11:58: manchen Dingen.
01:11:59: Und beim Newsletter mache ich mittlerweile echt auch viel mit KI.
01:12:02: Also dadurch, dass ich 150 Ausgaben selber geschrieben habe, kennt die KI meinen Stil eigentlich ganz gut.
01:12:09: Auch meine zynischen Bemerkungen oder wo ich mich drüber lustig mache, das funktioniert erstaunlich.
01:12:14: Und dann musst du trotzdem noch ein bisschen was anpassen.
01:12:16: Und die Leute haben es eigentlich nicht gemerkt.
01:12:18: Die merken es nur, hey, es sind weniger Schreibfehler drin wie früher.
01:12:22: Das ist ja dann auch gut.
01:12:27: Ich sehe das genauso.
01:12:28: habe auch paar Themen, ich sage, beim Schnitt mache ich jetzt auch ein bisschen anders als vorher und so weiter und so fort.
01:12:34: Aber die PR-Agenturen, die ich anschreibe, ich kriege auch regelmäßig Anschriften, aber es passt teilweise einfach auch gar nicht, dass was ich angeschrieben kriege.
01:12:45: Es gefühlt einfach nur Massen-Mail an alle raus und dann sage ich, ja, pff, nee, sorry, das ist tatsächlich...
01:12:54: Hast einfach nicht.
01:12:55: Die, denen du zusagst, melden sich ab und öfter.
01:12:58: kann ich dir sagen.
01:12:59: Aber ich muss auch sagen, mit denen, wo ich jetzt Kontakt hatte, das klappt ganz gut.
01:13:04: Also sind die Gäste häufig auch besonders anders.
01:13:12: Entweder kontrovers oder es ist eine Folge, die dann viel diskutiert wird oder wo ich viel Feedback dazu bekomme.
01:13:18: Und dann ist es auch okay.
01:13:20: Ich glaube, man darf den Anspruch nicht haben,
01:13:23: immer eine Schippe drauf zu legen.
01:13:25: Meistens sowohl bei den Stories als auch bei den Abrufzahlen.
01:13:30: Ich gucke mir die schon auch an.
01:13:32: Aber ich glaube, das wäre frustrierend, sich ständig immer anzugucken und darauf zu optimieren.
01:13:37: Dann müsste ich eine völlig andere Gastauswahl machen.
01:13:40: Ja, nee, das geht es mir gar nicht, weil das ist mir im Prinzip auch mittlerweile echt wurscht.
01:13:44: Ich sage, gut, ich bin halt ein Indie-Podcast.
01:13:46: Ich drücke es mal so aus und ich wachse langsam und ich habe halt meine Hörerschaft.
01:13:52: Aber ich habe halt so bisschen eine Zielausrichtung, wo es um Digitalisierung und Start-ups geht und so weiter und so fort.
01:14:01: Und wenn dann ich irgendwelche Anschriften kriege von, ich weiß nicht wer, möchte mir wieder ein Buch vorstellen, dann muss ich sagen, allein dass ich die E-Mails schon einfach
01:14:10: nur mal lesen muss.
01:14:11: ja, komm, alles gut.
01:14:15: Aber wofür jetzt?
01:14:16: Ich ziziere mittlerweile viele E-Mails.
01:14:18: Also das ist zum Beispiel noch so ein kleiner
01:14:21: kleiner Produktivitätshack, dass ich mit RISPOR hier E-Mail Antworten diktiere.
01:14:27: Und dann gehst du trotzdem her und korrigierst die, aber es ist trotzdem zehnmal schneller, wie alle E-Mails von Hand zu schreiben.
01:14:33: Ja, Hast zehnmal schneller nicht, aber bestimmt dreimal schneller.
01:14:36: Und das hilft dir auch schon, Posten einen Gang leer zu halten.
01:14:40: Ich antworte teilweise gar nicht, nur lösche einfach.
01:14:43: Das ist natürlich der Produktivitätshack schlechthin, ja.
01:14:47: Ja.
01:14:49: Noch mal kurz zum Podcast und zum Newsletter.
01:14:53: Warum hast du das eigentlich gestartet?
01:14:56: Das ist ja jetzt auch schon noch ein Aufwand.
01:15:00: Bei mir war es, ich habe einfach Bock drauf und hat sich dann ein bisschen noch auskristallisiert, ich es auch jetzt so Weil immerhin, meine dein Podcast 150 Folgen, wir
01:15:09: beide sind jetzt über 100 Folgen jeweils, wir gehören zu einer kleinen Prozentzahl, die so viele Folgen überhaupt online hat.
01:15:16: Das muss man auch mal dazu sagen.
01:15:18: Und seit Jahren auch unterwegs sind du seit 2022, glaube ich.
01:15:23: Beim Podcast 22, ja.
01:15:25: Ja, und ich bin seit, im fünften Jahr jetzt, ja.
01:15:29: Also viele hören ja schon nach zehn Folgen auf und nach 30 Folgen ist meistens der größere Dropout noch mal.
01:15:36: Und über 100 Folgen sind es ja noch weniger, ja.
01:15:40: Also wie kam es dazu, dass du überhaupt begonnen hast und dann auch jetzt so lange dabei bist?
01:15:47: Beim Newsletter war es, glaube ich, schon ein Stück weit Therapie in der Zeit, wo ich gemerkt habe, es tut mir nicht mehr gut, der Vollzeit-Shop damals.
01:15:58: Und da gab es ein paar Entscheidungen, die ich nicht so mitgetragen habe.
01:16:03: Und dann habe ich die da irgendwie verarbeiten müssen.
01:16:05: Aber ich habe natürlich da drüber nichts im Newsletter geschrieben.
01:16:07: Aber so jetzt im Nachhinein gesehen, habe ich halt wieder was gebraucht, wo ich Zeit reinstecke.
01:16:16: und merke, was Cooles, also das ist wahrscheinlich der Moment, wo der Schreiner sich ein Möbelstück für sich selber baut.
01:16:22: Und ich habe halt so Newsletter angefangen und die Themen da verarbeitet.
01:16:27: Uns hilft aber auch, am Ball zu bleiben, weil du liest natürlich selber andere Newsletter, deine eigenen zu kompilieren, sage ich mal.
01:16:34: Ich habe da immer so acht bis zehn Themen drin, die in der Cloud, Open Source Welt so passieren.
01:16:41: Security.
01:16:42: Cloud, bisschen ist es so Mischung.
01:16:44: Manchmal habe ich noch so etwas zu Remote Work und so was drin.
01:16:47: Das heißt, ich versuche da am Ball zu bleiben, lerne dadurch viele Menschen kennen, auch Freunde.
01:16:53: heute, da kriege ich auch Bücher geschickt übrigens, die ich dann reviewn darf oder verlose oder sonst was.
01:16:58: Hab dann auch Sponsoring im Newsletter.
01:17:01: Und beim Podcast war es ein bisschen anders.
01:17:03: Ich höre selber sehr gern schon lang Podcasts und habe dann den OMR Podcast regelmäßig gehört, hier Online Marketing Rockstars.
01:17:11: Und da waren
01:17:12: Während Corona war jemand drin, hat gesagt, wir haben jetzt hier Finanzierungsrunde gemacht, irgendein dreistelliger Betrag liegt auf der Bank und wir können jetzt ein paar
01:17:23: Corona-Jahre überstehen.
01:17:25: Wir machen einfach kein Marketing mehr.
01:17:26: Dann haben wir keine Ausgaben und dann ist es gut.
01:17:30: Und das fand ich total langweilig, weil ich dann ja auch mit We-Management Kunden betreut habe, die jetzt
01:17:35: im Eventgeschäft unterwegs waren, die natürlich brutal gelitten haben und die mussten relativ schnell ihre Ausrichtung ändern, ihr Produkt anpassen, neues Produkt loungen,
01:17:45: damit die überleben konnten.
01:17:48: Und das konnten die machen, weil die halt eine Bootstrapped Schnellboot fahren.
01:17:52: So, und das hat mich total beeindruckt.
01:17:54: Dann hab ich dem Philipp damals geschrieben von OMR, hab gesagt, hey, du nicht was machen mit OMR Bootstrapped oder so?
01:18:04: Und so sind wir damals in Kontakt gekommen.
01:18:05: Dann hat er gesagt, na, das ist wahrscheinlich nichts und für uns nicht relevant.
01:18:09: Und die hatten natürlich da zu dem Zeitpunkt auch andere Sorgen, weil ihr Festival ausgefallen ist.
01:18:15: Und dann habe ich das jemandem anderen Philipp erzählt, dem Co-Ost vom Doppelgänger-Podcast.
01:18:19: Dann hat er gesagt, na ja, mach halt selber den Podcast.
01:18:22: Dann habe ich gesagt, na ja, aber ich habe keinen Name.
01:18:24: Lass mal überlegen.
01:18:25: Machen wir das?
01:18:26: Happy Bootstrapping?
01:18:27: Okay.
01:18:28: Das war dann meine Idee.
01:18:28: Er hat gesagt, na ja, klar.
01:18:30: Dann habe gesagt, jetzt habe ich kein Logo.
01:18:31: Haben wir ja auch nicht.
01:18:32: Die haben ja irgendwie 40, 50.000 Hörer damals schon gehabt.
01:18:36: Ich hab kein Intro, aber wir heute auch noch keins.
01:18:39: Und die haben ja bis heute keins, über 500 Folgen auch.
01:18:42: Und dann gingen mir irgendwann die Ausreden aus.
01:18:44: Dann hab gesagt, ich fang das an, aber du kommst auch zu Gast.
01:18:47: Da hat er damals so einen Podcast-Marketplatz gemacht, einen Lollipod.
01:18:52: Und so hab ich gesagt, ich mach halt mal zehn Folgen.
01:18:55: Und dann hab ich zehn Podcast-Folgen aufgenommen.
01:18:57: Und das Feedback war so gut, dass ich dann
01:19:00: weitere 140 gemacht habe.
01:19:01: Und das hat sich so bisschen verselbstständig sozusagen.
01:19:05: Naja.
01:19:06: Und nutzt es dir auch für reManage oder ist das?
01:19:11: Oh, es hat so viel Nutzen.
01:19:13: Ich muss sagen, es hilft natürlich im Outreach brutal, wenn du sagst, sei dir bootstrapped und hast du Bock, Podcast-Folge aufzunehmen.
01:19:22: Wenn du jetzt über LinkedIn jemanden anschreibst, ist, glaube ich,
01:19:24: Akzeptanz rate deutlich höher, wenn ich sage, ich bin der Andy von We Manage, wir machen das und das und können dir helfen und lass uns mal quatschen.
01:19:32: Das funktioniert im Podcast deutlich besser und dann hast du den Fuß drin und hast vielleicht so ein Grundvertrauen, weil es ist ja im Endeffekt auch ein Vertrauensgeschäft,
01:19:41: was wir so machen.
01:19:43: Aber so häufig konvertiert habe ich keine Kunden.
01:19:46: Die Menschen hören die Werbung, also ich Werbeslots.
01:19:49: Wenn ich keinen Partner habe, der eine Werbung bucht, dann kommt meine eigene Firma rein.
01:19:54: Aber der Weg ist schon lang.
01:19:56: Mittlerweile muss ich sagen, ist meine Motivation eher, selber viel zu lernen.
01:20:00: Ich lerne viel mehr, wie ich selber anwenden kann.
01:20:02: Mittlerweile mache ich auch Vorträge, warum Bootstrapping, was sind Erfolgsfaktoren von Bootstrapping.
01:20:08: Da kann man wahrscheinlich eine ganze Folge dazu machen.
01:20:11: Und lernen natürlich bringt mir viel fürs Personal Branding.
01:20:15: Wir haben uns so kennengelernt.
01:20:16: Ich bin bei dir im Podcast.
01:20:18: Mir macht es wahnsinnig Spaß, Wissens weiterzugeben, Unternehmertum zu fördern.
01:20:24: Mir geht diese Stimmung in Deutschland bisschen auf die Eier.
01:20:26: Gerade hängt alles an der Auto- und Industrie, bla, bla.
01:20:29: Und es ist nicht so, den Eindruck habe ich jetzt nach 150 Podcast-Folgen.
01:20:33: gibt so viele spannende Menschen.
01:20:36: Wenn ich jetzt gucke, ich habe jetzt viele Hardware-Gäste gehabt.
01:20:38: baut einer eine Wuband-Alternative, der andere macht einen Walking-Pad aus Holz, ohne Motor.
01:20:46: Super erfolgreiches Kickstarter-Projekt.
01:20:48: Dann habe ich Menschen, was mit Smart Home machen.
01:20:51: Jetzt habe ich jemand gehabt, den Konstantin, der baut ein Digital Detox Device und so.
01:20:56: Und das ist schon faszinierend, was diese Menschen alles für Ideen haben und wie die die umsetzen.
01:21:04: Und die Geschichten möchte ich erzählen.
01:21:06: Die finden halt in den typischen Gründermedien nicht statt.
01:21:10: Und dafür halt dann bei Happy Bootstrapping.
01:21:13: Das ist so bisschen die Story dazu.
01:21:15: Cool.
01:21:16: Ja, also ich bin auch, wie gesagt, klar, die Automobilindustrie
01:21:20: Aber wir müssen einfach, denen dürfen wir nicht den Hintern buddern.
01:21:25: Ich sage es jetzt einmal so, da muss einfach klar sein, wenn ich jetzt schon wieder dieses Verbrennerausrücknahme höre, wo ich sage, ganz ehrlich, ja klar hängen da viele Jobs dran,
01:21:37: aber dann macht euch doch Gedanken, wie wir die anderwertig halten können, weil wir werden nicht drum herumkommen.
01:21:42: Also get your ass up und macht da was in dem Bereich.
01:21:46: es gibt viele coole Sachen.
01:21:48: Wie du auch schon sagst, das ist für mich auch ein Grund meines Podcasts, dass ich sage, es gibt so coole Startups in der Dachregion, die cooles Zeug machen im Bereich der
01:21:59: Digitalisierung und die da auch nochmal mithelfen, dass wir eigentlich auch wettbewerbsfähig sein können.
01:22:05: Also es muss irgendwie eine Bühne geben für alle.
01:22:08: Und das ist ja genauso wie du mit We Manage zu dem Thema.
01:22:13: Unternehmen, die die Bootstrapped sind.
01:22:17: einfach mal ihre Services auch selten mal sich finanzieren und leisten zu können.
01:22:23: Wirtschaftlich betreiben zu können.
01:22:25: Da schließt sich der Kreis.
01:22:26: der Weg ist lang da vom Podcast dahin.
01:22:29: Aber im Grunde ist es genau das.
01:22:30: Wir versuchen dann die Geschäftsmodelle dann so auch auf eine Beine zu stellen, dass die eben nicht 30, 40 Prozent von dem Umsatz zur AWS tragen, sondern vielleicht nur fünf
01:22:42: Prozent zu dem, was wir machen.
01:22:43: Oder wir haben auch einen Kunde, dass immer unter einem Prozent.
01:22:46: Und das ist natürlich schon
01:22:47: mega gut, wenn man so was erreichen kann.
01:22:50: Das hängt natürlich total am Business Model, aber es ermöglicht dir natürlich dann auch, anders zu wirtschaften, mehr Menschen einzustellen für dein Produkt oder mehr Marketing zu
01:23:00: machen und dann hast du wieder einen Vorteil gegenüber deinem Wettbewerber.
01:23:04: Ja, vor allem wenn du Bootstrap bist, musst du alles über den Cashflow finanzieren.
01:23:10: Cool.
01:23:12: Andreas, die letzte Frage.
01:23:13: War eine wilde Reise.
01:23:15: Wildereise, wildereise, aber jetzt kommt die letzte Frage.
01:23:18: Die letzte, one more thing.
01:23:20: Drei Learnings, drei Learnings, die du den Zuhörerinnen mitgeben möchtest.
01:23:25: Die können privater oder beruflicher Natur sein.
01:23:28: Du kannst es dir aussuchen.
01:23:30: Das eine ist das Einfach mal machen wahrscheinlich.
01:23:33: Das ist so was, was ich auch immer unterschätzt habe.
01:23:36: ich habe auch so viele Liste hier, so viele Dinge auf meiner To-do-Liste stehen.
01:23:41: Manche Dinge nicht lang vor dir her schieben, einfach mal machen.
01:23:44: ausprobieren, sowie einen Podcast zum Beispiel machen oder einen Start-up zu starten.
01:23:48: Ich ich habe dieses Digital Detox Device gerade erwähnt.
01:23:51: Der Konstantin, der hat im Podcast Folge 151 von Happy Bootstrapping.
01:23:56: Der hat einen Prototyp in drei Stunden mit KI gebaut, so für die App, der er da hat.
01:24:01: Und das ist ja schon mega cool, was du heute alles machen kannst.
01:24:06: Also, verfolgt die Idee, egal wie wild die ist.
01:24:09: Und am besten ist es eine, die dich intrinsisch motiviert.
01:24:13: weil du selber ein Problem hast, was auch immer das sein kann.
01:24:17: Das wäre zumindest eins.
01:24:20: ist, glaube ich, wichtig, start on the side.
01:24:24: dass man so was auch in Teilzeit machen kann oder nebenher starten.
01:24:27: Da habe ich so viele Cases im Podcast gehabt, wo die Menschen trotz ihrem Vollzeitjob nebenher angefangen haben und dann irgendwann gemerkt haben, es funktioniert.
01:24:36: Und haben das dann rübergeswitcht und es muss nicht, es ist nicht alles schwarz und weiß im Leben sowieso nicht.
01:24:42: Und
01:24:44: Das könnt ihr auf jeden Fall machen.
01:24:46: Also, ich dazu ermutigen.
01:24:49: Das Schwierige ist zu sagen, wann höre ich sie mit auf.
01:24:52: Wir haben jetzt beide das Problem, dass wir das Ding schon so lange machen, sowohl den Podcast wie bei mir der Podcast und der Newsletter, dass es mittlerweile unser Baby
01:25:00: geworden ist.
01:25:00: Und die Rechnung, ob die Zeit sich lohnt, die ist wahnsinnig schwer.
01:25:04: Würdest du das nur runterbrechen auf deinen Stundenlohn und dann die Werbegelder dagegenhalten, müsstest du es aufhören.
01:25:11: Das heißt zu sehen,
01:25:13: Wann ist das halt ein Hobby und wann ist es ein Side-Hustle, das vielleicht mal Geld verdient?
01:25:19: Das ist eine wahnsinnig schwierige Unterscheidung.
01:25:21: Ich habe nicht einmal Werbegelder.
01:25:23: Aber trotzdem machen.
01:25:28: Und ich glaube, man muss so akzeptieren.
01:25:33: Wann man selber, wie soll ich das sagen, wie man selber tickt.
01:25:38: Also ich habe vorhin angesprochen, ich merke, ich bin abends total produktiv und mittags habe ich viele Interruptions und lasse mich dadurch manchmal stressen.
01:25:50: Aber es ist wesentlich einfacher, mittags einfach aufzuhören und in den zwei Stunden abends das zu machen, was du mittags gemacht hättest.
01:25:58: Wenn man jetzt nicht der 5 Uhr aufstehe ist, kann man das ja vielleicht machen.
01:26:03: Und man kann es auch mit kleinen Kindern machen, wenn die im Bett sind.
01:26:06: Dann ist es auch keine verlorene Zeit sozusagen.
01:26:10: Man verliert vielleicht bisschen Netflix-Zeit, aber das ist wahrscheinlich auch nicht schlimm.
01:26:15: Das wären so die Dinge, ich vielleicht...
01:26:17: Waren es jetzt schon drei?
01:26:18: Ich glaube, es waren bestimmt drei und bisschen was vermischtes.
01:26:21: Aber das wäre so das, was ich mitgeben kann.
01:26:23: Und so Erfolgsfaktoren von Bootstrapping, kürren die alle natürlich mit dazu.
01:26:28: Super.
01:26:28: Andreas, du...
01:26:30: Es auch cool, dass du da warst im...
01:26:33: Podcast bei mir.
01:26:34: habe auch für mich einiges mitgenommen, fachlich, aber auch einfach zu sehen, in gewisser Hinsicht haben wir da sehr viele Parallelitäten.
01:26:43: Stimmt, klar.
01:26:46: Ja, jetzt, ich so fachlich schaue, ich finde es cool, das ist, ok, eure Lösung ist wirklich was, wo Leute Kosten sparen können.
01:26:55: Mehr als die Hälfte weniger bezahlen, aber weiten als woanders, als bei den großen Hyperscalern.
01:27:02: Und das können
01:27:03: kann für das ein oder andere Unternehmen, vor allem KMU, spannender Ansatz sein und auch dann aufrufen zu sagen, hey, gebt auch den kleinen Providern die Chance.
01:27:15: Möchte ich da auch nochmal erwähnen, habe ich auch sehr gut gefunden zu sagen, ja, auch die Großen fallen aus, auch die Großen haben ihre technischen Probleme, ja, das kann bei
01:27:23: einem Kleinen genauso passieren, ja, aber es gibt vielleicht andere Vorteile da auch, die man da in Erwägung ziehen sollte und nicht auf
01:27:34: auf die Großen zu setzen.
01:27:36: Ich habe es auch sehr spannend gefunden, wie du dein Leben organisierst und wie du das siehst.
01:27:41: auch von den Gedanken her bin ich da sehr bei dir und kann das voll nachvollziehen.
01:27:48: Mir hat es sehr großen Spaß gemacht.
01:27:51: Danke für deine Zeit.
01:27:52: ist jetzt tatsächlich auch
01:27:54: Ich sag auf die Uhr schauen.
01:27:56: Hast du schon mal so eine lange Folge gehabt?
01:27:58: Ich hatte tatsächlich schon mal über zwei Stunden und lustigerweise die letzten Folgen sind alle so lang irgendwie so über eine Stunde geworden.
01:28:05: Wenn mich jemand fragt, ja so im Schnitt 50 Minuten, aber tatsächlich die letzten drei, vier, fünf Folgen sind alle so lang geworden.
01:28:13: Ja, danke.
01:28:15: Mir hat es echt Spaß gemacht.
01:28:16: Es war eine Freude auch darüber zu quatschen und auch eine offene Art über die Themen zu sprechen und zu sagen,
01:28:24: ist es halt ja und da auch zu sagen ja dieses All in ist einfach ja in der aktuellen Situation nichts für mich aber vielleicht wird es ja noch und es gibt auch immer
01:28:39: Rückschläge und ja ich freue mich wenn wir uns auf jeden Fall wieder sehen mal es war jetzt zu
01:28:47: Zu Wiesn das letzte Mal, warst du ja auch zu Bits and Pretzels in München und da haben wir uns kennengelernt.
01:28:54: Du warst nämlich mit Philipp von Crew, der ja Aufnahme bei mir hatte, unterwegs und wir sind am Abend ja noch mal was essen gegangen und ja, ich habe eher noch einen Besuch in
01:29:05: Heilbronn offen.
01:29:08: Ich habe gesagt, ich muss mir noch das Lager anschauen und dann wird es hoffentlich auch so zu einer Zusammenkunft kommen.
01:29:15: Vielen, Dank, dass ich da sein durfte und so ausführlich erzählt habe.
01:29:19: das konnte auf jeden Fall.
01:29:21: Ich hoffe, es war interessant und meldet euch gerne bei Rückfragen oder auch bei Kritik.
01:29:27: Ja, die ganzen Links zu V-Manage und dem Newsletter und dem Podcast kommen alle in die Show Notes.
01:29:35: Da bitte gerne melden, jederzeit.
01:29:40: ja, Andreas, by the way, du bist die erste Folge im neuen Jahr.
01:29:45: Wir nehmen uns zwar noch im Alten jetzt auf, aber du wirst die erste Folge im neuen Jahr.
01:29:50: Du startest quasi das Podcast Jahr 2026 hier bei mir, was mich sehr freut.
01:29:59: Cool.
01:30:01: also Andreas, bis bald und danke.
01:30:04: Alles klar.
01:30:05: Mach's gut.
01:30:06: Ciao.
01:30:06: Du auch.
01:30:06: Ciao.
01:30:15: den Shownotes.
01:30:16: Aber nicht nur die, sondern auch die Infos zu seinem Podcast Happy Bootstrapping, seinem Newsletter Alles nur geklaut und dem von ihm erwähnten Artikel, The Cost of Cloud, The
01:30:27: Trillion Dollar Paradox.
01:30:29: Viel Spaß beim Schmöckern und bis in zwei Wochen, wenn es wieder heißt, herzlich willkommen zu Business Unplugged.
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